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    <title>trueten.de - Willkommen in unserem Blog! - Globalisierung und Ökologie</title>
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    <title>Krise: Die Medizin ist die Krankheit</title>
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    <author>nospam@example.com (Fritz Güde)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/Bundesarchiv_Bild_102-12023_Berlin_Bankenkrach_Andrang_bei_der_Sparkasse.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2101 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/Bundesarchiv_Bild_102-12023_Berlin_Bankenkrach_Andrang_bei_der_Sparkasse.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Andrang von Sparern vor der Sparkasse der Stadt Berlin am Mühlendamm nach dem Zusammenbruch der Darmstädter- und Nationalbank, 1931&lt;br /&gt;
Quelle: Bundesarchiv, Bild 102-12023 / CC-BY-SA&lt;br /&gt;
Lizenz: Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;b&gt;Krise&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Es wurde tagelang verboten, sie beim Fernsehen beim Namen zu nennen. Sobald am Montag - 8.8. - die Rede auf die Erscheinungen an den Börsen kam, wurde bis spät abends - erzieherisch wertvoll - wiederholt, dass man sich alles viel schlimmer vorgestellt hätte - und das, was sich wie Crash anfühlt, das sei gar keiner. Worauf dann detaillierte Mitteilungen folgten, die sämtlichen gerade aktiven Börsen genau den Fall bescheinigten, der nicht stattgefunden haben durfte. Offenbar ist&amp;#160; den zahlreichen Experten entfallen, dass auch die allerberühmteste Krise - &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Freitag#Schwarze_Freitage_im_Finanzwesen&quot;&gt;die vom Oktober 1929&lt;/a&gt; - sich keineswegs so vollzog, dass da ein Strich senkrecht auf der Wertetafel niederfuhr - als Blitzschlag. Sondern das Ganze verlief in Treppchenart, mit kleinen Pausen dazwischen. Sogar minimalen Aufschwüngen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was allerdings nichts daran änderte , dass sich nach Tagen und Wochen herausstellte, dass Milliarden immer noch umherschwirrender Geldzeichen nichts mehr im irdischen Leben entsprach: kein anfassbares Gut, keine wohltuende Dienstleistung. Einfach nichts. Alles wie weggepustet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damals wie heute waren die wenigsten dem bösen Zauber im Begreifen gewachsen.Es musste doch an einem liegen, der schuld wäre. Die wurden auch reichlich vorgeführt in Blitzlicht und Kommentar-Gewittern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als erster der Heilsbringer von vor gerade drei Jahren: Obama. Er klappte die Segensflügel an die Hosennaht und stellt kurzfristig das Umarmen ein. Ärmlicher nichts als seine zerrupften Varianten von &lt;i&gt;&quot;Yes we can&quot;&lt;/i&gt;. Natürlich sind seine Gegenspieler im Repräsentantenhaus&amp;#160; giftige kleine Kläffer. Und wahrscheinlich wird das Wesen mit den struppig gewordenen Flügeln über weitere vier Jahre eine klägliche Weitermacher-Wirtschaft betreiben. Mangels Alternative. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ganz falsch die Vorstellung, ein anderer Präsident mit einer andersartigen Opposition hätte ganz andere Ergebnisse erzielen können in der jetzigen Katastrophe. Und mit den gegenwärtig gehandelten Methoden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entsprechend die Aufzählung anderer Schuldiger. Da musste Barroso herhalten, der offen ausgesprochen hatte, dass alles bisher angebotene Geld den Euro nicht retten könne, wenn es - wie sicher zu&amp;#160; erwarten - hart auf hart kommen würde. Oder die schlimmen Rating-Diktatoren. Die hatten 2008 zwar wirklich den windigsten Manövern der amerikanischen Banken noch ihren Segen gegeben - und waren auf die Nase gefallen. Nur dieses Mal? Dieses Mal wurden sie verhauen für die schlechten Noten, die sie ihren Aufsichtsobjekten gaben. Wie üblich: der Messende wird beschuldigt, wenn einem das Ergebnis der Messung nicht gefällt. Die Spekulanten mussten als nächste herhalten. So widerlich dieses Geziefer sein mag, es könnte nicht aasen, wenn keine Leichen herumlägen. Dann - sehr fein - das Aktienkäufervolk selbst. Alle unvernünftig. Der Panik verfallen. Allerdings: Warum soll es unvernünftig sein, ein sinkendes Schiff so schnell wie möglich verlassen zu wollen? Wenn es nur mehr andere sichere Frachter gäbe. Nur noch rührend die Tröstungen. In der FR riet ein Wohltäter, eine Woche lang gar nichts zu machen.Hilfsmittel dazu: kein Internet, kein Fernsehen, und - am wichtigsten - das Mittel gegen sich selbst: KEINE ZEITUNG!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der FAZ schaute einer sehr milde von weit oben auf die braven deutschen Facharbeiter. Die kümmern sich um gar nichts, schuften weiter und schauen, dass die Lager immer schön voll stecken. Dieser Ratgeber wurde allerdings sogar vom Morgenmagazin wieder auf den Boden geholt. Dort gestanden Arbeiter in einer Fabrik für Spezialglas in Deutschland ohne weitere Ermunterung, dass sie sich Sorgen um ihre Jobs machten. Das Glas war ausschließlich&amp;#160; für den Export bestimmt. Vielleicht liegt diese Unbotmäßigkeit der Angesprochenen daran, dass sie sich pflichtwidrig an der Lektüre der FAZ nicht beteiligen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so weiter. Alles muss herhalten, um den eigentlichen Grund nicht besprechen zu müssen. Die Geldzeichenlawine wächst.&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;Krise= Aufschub des eingestandenen Untergangs&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Denn aller Jubel über Schirme&amp;#160; und andere Aushilfen gegen die Auswirkungen der Krise können eines nicht verdecken: das Übel, das beseitigt werden soll, wächst durch jeden gereichten Löffel Medizin nur noch mehr.Das Übel: Schulden. Die erzielte Wirkung in jedem Fall: Noch mehr Schulden. Ob das praktisch kostenlose Geldzufuhr über die Zentralbank in den USA bedeutet, oder erweitertes Gelddrucken durch die EZB durch Ankauf wertloser Gutscheine von Spanien und Italien. Es läuft immer auf eines hinaus - Vermehrung von Zeichen, denen auf der ganzen Welt nichts mehr entspricht, das jemand - nicht einfach haben wollte - aber tauschmäßig erwerben könnte.&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;Schulden weg!&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Wobei der Begriff der Schuld noch einmal besonders untersucht werden müsste. Wäre einer von uns vor hundertdreißig Jahren Nachbar des fleißigen Mechanikers Benz gewesen- und hätte dem ausgeholfen mit Barem gegen Beteiligung am Gewinn: das wäre nicht nur eines der lohnendsten Geschäfte geworden, sondern auch eines, das die Produktion einer damals ganz neuen Sache mit riesigen Aussichten befördert hätte.&amp;#160; Trotzdem: zunächst mal in den Kontobüchern als Schuld auszuweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Brutale in der jetzigen Schuldenbekämpfung - wohlgemerkt immer an anderen wie z.B. Griechenland - liegt darin, dass technisch überhaupt kein Unterschied gemacht werden kann zwischen Geldaufnahme zur Förderung produktiver Anlagen und Bankschuld - zur Deckung früherer Ausgaben. Wohin die Merkel-Methode des Spar-Appells &quot;an sich&quot; führt, lässt sich eben die Woche nächtelang an den Nachrichten aus England studieren. Schulen geschlossen, Ausbildungsräume und Treffpunkte in den ärmsten Gegenden weg, Aneignung produktiver Fähigkeiten in Lehrwerkstätten gestrichen - und schon sammeln massenhaft sich die Eintreiber einer Schuld an ihnen, den Arbeitslosen, Unausgebildeten, Herumhängern - und nehmen mit Zins und Zinseszins alles zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Prinzip herrschte das schon immer: an den Unteren sparen, damit die Oberen weniger gehemmt sind. Als offene Praxis wurde es betrieben seit der Doppelära Thatcher und Reagan. Gerade Reagan entwickelte das System bis zur blendenden Sichtbarkeit. Mit der Absage an Keynes begann es. Die Chicago-Boys schon predigten das Sparen. An andern. Bekanntlich traf es damals die Chilenen. Nach der organisierten Zugrunderichtung der Regierung Allende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fürs Inland bekämpfte Reagan erbittert alle staatliche Förderung privater Unternehmen. Diese hatte bisher zu annähernder Vollbeschäftigung geführt. Zugleich allerdings den Gewerkschaften die Macht verliehen, Lohnsteigerungen zu erzwingen und sogar einen gewissen Aufstieg für die gelernten Arbeiter zu ermöglichen. Diese Gewerkschaftsmacht sollte gebrochen werden und wurde gebrochen.&lt;br /&gt;Damit das Kapital aber nicht mit den Gewerkschaften zusammen unterging, erhöhte Reagan in Wirklichkeit das &quot;deficit spending&quot;- die Wirtschaft der nur noch durch Kredit gedeckten Ausgaben. Es wurde also nicht weniger, sondern mehr ausgegeben. Über Staats-Schulden. Nur dass all das Geld an den Betrieben der Massengewerkschaften vorbei vor allem fürs Militär und neue militärische Erfindungen hinausgeworfen wurde. Wer erinnert sich nicht gern an den jahrelang betriebenen &quot;Krieg der Sterne&quot;, der Milliarden kostete und angeblich die Niederlage des Sowjetsystems einbrachte. Die Schulden von damals liegen der heutigen Pleite der US-Wirtschaft immer noch zu Grunde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Export: Mühlrad des Fortschritts? Inzwischen: Mühlstein am Hals!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Die große Rettungslehre: Mehr für den Export produzieren! Griechenland, Portugal, Irland - das holt euch aus der Grube!&lt;br /&gt;In den Jahren nach 1980/ 1990 - begannen die Sparkassen mit Kursen für die wissbegierige Schülerin, den gewinnorientierten Schüler. Bald kamen Jugendliche in die Schule zurück, gemästet von Gewinnen beim imaginären Investitions-Spiel, und sahen sich mit 25, spätestens 30 als Millionäre im Liegestuhl. Und schwärmten alle schon damals vom Export. Natürlich gibt es Fälle, in denen Importeur und Exporteur gleichermaßen vom Handel profitieren. Z. B. Ananas aus einem Tropenland werden immer billiger kommen als heimgezüchtete aus dem Treibhaus. Und Holz aus den finnischen Wäldern&amp;#160; könnte in einem Wüstenstaat produktiv verwertet werden. Nur: wie ich damals schon bescheiden anmerkte und als Supppenspucker von der vereinigten Schülerschaft verachtet wurde, wenn alle nur exportieren wollen - und niemand importieren: muss da nicht ziemlich schnell bei sehr vielen Abnehmern der Boden der Schüssel sichtbar werden? Das traurige Ende des freudigen Mahls.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Keine schnelle Hilfe denkbar!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Die Forderung von&amp;#160; ATTAC und vieler anderer Organisationen ist sicher berechtigt: Umverteilung von unten nach oben umkehren! Besteuerung der Reichen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das wird nicht ausreichen. Es muss hinzukommen die&amp;#160; Abkehr von der ausschließlichen Export-Orientierung.&amp;#160; So lange es mit Recht heißt, dass Europa im Keuchhusten liegt, wenn die USA Schnupfen melden, kann das Grundübel der jetzigen Form von Globalisierung nicht behoben werden. Dass nämlich immer externe Faktoren wichtiger genommen werden müssen, auf die man wenig bis keinen Einfluss hat.&amp;#160; Umkehrung der Orientierung nach innen! Das bedeutet natürlich nicht Verzicht auf Importe.Auch nicht auf Exporte. Aber eine Ausrichtung auf das Vorhandene. Das, was man in Deutschland selbst aus- und anbauen könnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das wird sicher zunächst zur Senkung des allgemeinen Lebensstandards führen. Und - trotz aller Steuerpläne - die Unteren in der ersten Zeit schärfer treffen als die oberen. Und die Einsicht in die Notwendigkeit der Umkehr der Blickrichtung wird sich vermutlich erst durchsetzen nach Aufstandsbewegungen, die überraschender einschneiden werden als alles, was sich jetzt in Griechenland, Spanien, England ereignet. Aber es ist wichtig, sich jetzt schon darauf einzustellen. Damit dann bei uns sich allererst Erkenntnis durchsetzt, anstatt - wie jetzt in England - bloß das Knüppelgerede und der polizeiliche Telespkop-Schlagstock.&lt;br /&gt; 
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    <pubDate>Wed, 10 Aug 2011 12:05:12 +0200</pubDate>
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    <title>Kapitalismus tötet. Über Hunger und die Spekulation mit Nahrungsmitteln</title>
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    <author>nospam@example.com (Uwe-Jürgen Ness)</author>
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    &lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/20483388.gif&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2093 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;20%&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/20483388.gif&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Welchen zivilisatorischen Stand hat die Gattung Mensch erreicht, wenn im Juli 2011 rund um den Globus rund eine Milliarde Menschen hungern? Innerhalb von nur knapp drei Jahren hat sich die Anzahl der hungernden Menschen verdoppelt und dabei handelt es sich um Hunderte von Millionen an Tragödien mit Tränen, Trauer, Leid und ganz individuellem Siechtum bis zu einem einsamen, qualvollen Tod. Wir können versuchen uns rauszureden, indem wir auf Weltklima, lokales Wetter, die Frage der Verteilung von Weide- und Ackerland, auf Stammeskonflikte usw. als alleinige Ursachen verweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das ist eine Mär und nur die halbe Wahrheit: All das sind zwar Faktoren, die eine wichtige Rolle spielen, gewiß, aber sie sind nicht alleine entscheidend für Tod und Elend rund um den Globus. Und selbst zu diesen Ursachen hat die sog. westliche Zivilisation einen erklecklichen Teil beigetragen, zunächst einmal in historischer Hinsicht: Jahrhundertelang haben die europäischen Länder den afrikanischen Kontinent im Würgegriff gehalten, ihn er- und ausgepresst durch Menschen- und Rohstoffraub sowie die verschiedenen Ethnien gegeneinander ausgespielt, aufgehetzt und bewaffnet. Diese Methoden werden bis heute angewandt, auch wenn sie im Laufe der Zeit teils subtiler wurden. Die europäischen Nationalstaaten maßten es sich damals an, Grenzen für Länder und Gesellschaften zu ziehen, die den Gedanken teilweise absurd fanden, sich in staatlichen Strukturen zu organisieren und sich jenseits ihres Stammesverbandes zu bewegen und &quot;nationale&quot; Identifikationen zu bilden.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Koloniales Erbe und Nation Building&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische Anthropologe John Reader: &lt;em&gt;&quot;Die zivilisierte Art des friedlichen Zusammenlebens in kleinen Gesellschaften ohne Staatenbildung, die nachweislich in Afrika vor dem Beginn äußerer Einflüsse existierte, ist ein wesentlicher afrikanischer Beitrag zur Menschheitsgeschichte.&quot;&lt;/em&gt; &lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn001t&quot; href=&quot;#fn001f&quot;&gt;&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nation Building in Europa im vorvergangenen Jahrhundert fand auf einem Kontinent mit 70 Sprachen statt und führte doch zu etlichen Kriegen mit Dutzenden Millionen von Toten. Es erfolgte in der Regel eine Grenzziehung anhand sprachlicher Identitäten, die Europa über Jahrhunderte in Reinform aber gar nicht kannte. In Afrika hingegen geht man von rund 2000 Sprachen im weiteren Sinne aus.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Die Gliederung Afrikas nach der sog. &quot;Kongo-Akte&quot; der Berliner Konferenz (1885)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 20%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/Kolonisation_Afrikas.png&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2094 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/Kolonisation_Afrikas.png&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Kolonisation Afrikas, im Jahre 1914&lt;br /&gt;
Grafik: Tzzzpfff / &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Kolonisation_Afrikas.png&amp;filetimestamp=20060105202930&quot;&gt;WikiPedia&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Lizenz: &lt;a href=&quot;http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de&quot;&gt;Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Heute bemächtigen sich somalische Clans im Kampf um die Vorherrschaft der Hilfslieferungen für die hungernden ethnischen Minderheiten im Süden des Landes und setzen den Hunger gezielt als Waffe ein. Sie leugnen sogar die Existenz der Hungersnot und verbitten sich eine internationale Einmischung &lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn002t&quot; href=&quot;#fn002f&quot;&gt;&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;. Eine Kausalität zu Europa besteht insofern, als Zentral- und Ostafrika 1885 auf der sog. Kongo-Konferenz zwischen den Kolonialländern aufgeteilt und damit auch Territorien entlang europäischer Interessenssphären zu Hoheitsgebieten zusammengepresst wurden, um diese aus einer zentralistisch-europäischen Sicht besser beherrschen und ausnehmen zu können. Damals wurde zwischen dem italienischen Somaliland und dem britischen Ostafrika (inzwischen: Kenia) die bis heute gültige Grenze gezogen, über die jetzt die Menschen aus Somalia nach Kenia flüchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht primär die Dürre, es ist zunächst auch nicht die Frage entscheidend, ob der Boden von Viehzüchtern oder Bauern genutzt wird. Der Hunger dort steht mit unserem System hier in einem reziproken Verhältnis. Dieses Verhältnis ist in Bezug auf die Dürre insofern evident, als dass die westlichen Industrienationen - bedingt durch die rund 200jährige Industrialisierung - bereits in den vergangenen 100 Jahren eine messbare Erderwärmung verursacht haben, die in bestimmten Regionen mehr und mehr zu sinkenden Niederschlägen und Dürren führt.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Alltäglicher Tod und Finanzkapitalismus&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ohne die aktuelle Hungersnot in Ostafrika sterben weltweit jeden Tag zwischen 25.000 und 30.000 Menschen den Hungertod. Es sind die Opfer eines nachgerade perversen Systems, dessen täglicher Blutzoll gleichsam. Bis 2008 war die Anzahl der Hunger leidenden Menschen kontinuierlich rückläufig gewesen und das Millenniumsziel der UNO, die Anzahl der Hungernden zwischen 1990 und 2015 zu halbieren, schien nicht ganz unrealistisch zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 2008 der exzessive Finanzkapitalismus in die sog. Immobilien- und Finanzkrise mündete, suchten die großen Anleger ein neues Betätigungsfeld für ihr Kapital:&lt;strong&gt; Die Spekulation mit Agrarrohstoffen und Nahrungsmitteln&lt;/strong&gt; &lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn003t&quot; href=&quot;#fn003f&quot;&gt;&lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt; stieg rasant an. Phasenweise sind täglich rund eine Milliarde US-Dollar zusätzlich in den Rohstoffmarkt geflossen, so wird von Experten geschätzt. Da das Angebot an Waren gleich bleibt und auch nicht durch kurzfristige Maßnahmen gesteigert werden kann, gehen die Preise den Marktgesetzen folgend nach oben: Innerhalb von sieben Monaten stieg der Weizenpreis an der Chicagoer Warenbörse von 200 US-Dollar je Tonne auf 360 Dollar im Februar 2011 an, eine Steigerung von 80 Prozent innerhalb eines guten halben Jahres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen in den sog. Entwicklungsländern, die ihr Einkommen zu einem überwiegenden Teil für Nahrungsmittel ausgeben müssen, spüren dies besonders deutlich. In bestimmten Regionen führt diese profitgierige Preistreiberei fast zwangsläufig zu Katastrophen, wenn die periodisch wiederkehrenden Dürren nicht kompensiert werden können durch Zukäufe vom Weltmarkt. So stieg etwa der Maispreis im Süden Somalias an der Grenze zu Kenia innerhalb eines Jahres um 260 Prozent, weil die Nachfrage auf Grund des fast vollständigen Ausfalls der regionalen Ernte zusätzlich weit über das normale Maß hinaus verstärkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Missernten, die das östliche Afrika seit Langem kennt, kann auch nicht mehr damit begegnet werden, dass die Länder eine ausgeprägte Lagerhaltung betreiben. Wegen künstlich stimulierter hoher Preise, deren Druck durch eine extreme Überschuldung verstärkt wird, können diese Länder sich eine Vorratshaltung schlicht nicht mehr leisten. Auch internationale Hilfsorganisation beklagen sich über die exorbitant hohen Lebensmittelpreise auf dem Weltmarkt, wenn diese ihre Hilfslieferungen einkaufen müssen. Große Anbauflächen in der sog. &quot;Dritten Welt&quot; entfallen dadurch, dass seit einigen Jahren multinationale Konzerne mit europäischen Auftraggebern große Flächen nutzen, um Pflanzen zur Energieerzeugung anzubauen &lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn004t&quot; href=&quot;#fn004f&quot;&gt;&lt;sup&gt;4&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt; oder reichere Länder dort sogar Flächen erwerben. &lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn005t&quot; href=&quot;#fn005f&quot;&gt;&lt;sup&gt;5&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 20%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/Starved_girl.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2096 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/Starved_girl.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Starved_girl.jpg?uselang=de&quot;&gt;Foto: Dr. Lyle Conrad&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Lizenz: Public Domain &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;strong&gt;Lediglich drei Prozent der Geschäfte an den Rohstoffbörsen haben noch einen realen Hintergrund,&lt;/strong&gt; sprich: ein Händler kauft Ware auf und lässt sich diese auch in ein Lagerhaus liefern und verarbeitet oder verkauft diese von dort aus. Alles andere sind inzwischen spekulative und optionale Geschäfte. Bei einem Mindesteinsatz von 100.000 Euro versprechen und realisierten Rohstoffonds eine jährliche Dividende von fantastischen 18 Prozent. &lt;strong&gt;Es besteht ein kausaler Link zwischen dem Profit hier und dem Tod dort.&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Chancenkontinent Afrika&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die UNO warnt schon seit Monaten vor der sich zuspitzenden Situation in Ostafrika: 12 Millionen Menschen sind dort derzeit akut vom Hungertod bedroht. Kanzlerin Angela Merkel tourte vor etwas über drei Wochen durch Afrika, fädelte dabei allerlei Waffendeals ein und fabulierte vom &quot;Chancenkontinent Afrika&quot;. Die deutsche Regierung jedoch, immerhin getragen von einer Partei mit dem Begriff &quot;christlich&quot; im Namen, speist Ostafrika insgesamt mit 30 Millionen Euro ab. Die Summe entspricht gerade einmal drei Prozent der von der UNO geschätzten notwendigen Hilfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei wurde erst durch öffentlichen Druck die Hungerhilfe für Ostafrika von einer auf 30 Millionen Euro erhöht. Im Verhältnis zu den &quot;Milliarden für die Rettung der Banken und angesichts der Not der Menschen in Ostafrika ist dies nicht mehr als eine symbolische Hilfe&quot;, kritisiert Heike Hänsel von der LINKEN Bundestagsfraktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst dieser Betrag steht in keinem Verhältnis zur ökonomischen Potenz Deutschlands, zumal die Bundesregierung erst vor einigen Tagen verkündete, den libyschen Rebellen kurzerhand einen Kredit von 100 Millionen Euro zu gewähren – vermutlich für illegale Waffenkäufe in Frankreich oder der Schweiz. Man muss sich nachgerade schämen für eine solche Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jean Ziegler bilanziert mittel- und langfristig: &lt;em&gt;&quot;Es kommt nicht darauf an, den Menschen in der Dritten Welt mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen.&quot;&lt;/em&gt; &lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn006t&quot; href=&quot;#fn006f&quot;&gt;&lt;sup&gt;6&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Anmerkungen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;fn&quot; id=&quot;fn001&quot;&gt;&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn001f&quot; href=&quot;#fn001t&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; Lutz van Dijk: Die Geschichte Afrikas. Frankfurt/Main 2004. S. 16.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;fn&quot; id=&quot;fn002&quot;&gt;&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn002f&quot; href=&quot;#fn002t&quot;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;a href=&quot;http://www.fr-online.de/politik/islamisten-bestreiten-hungersnot/-/1472596/8706662/-/index.html&quot;&gt;Frankfurter Rundschau vom 26.07.2011&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;fn&quot; id=&quot;fn003&quot;&gt;&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn003f&quot; href=&quot;#fn003t&quot;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; Sahra Wagenknecht und Niema Movassat, MdB der Fraktion DIE LINKE: &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=peH5_wcyRHo&quot;&gt;Spekulationen auf Nahrungsmittel verbieten&lt;/a&gt; (Video); Zahlen: Monitor: &lt;a href=&quot;http://www.wdr.de/tv/monitor//sendungen/2008/0612/pdf/080612_a_nahrung.pdf&quot;&gt;Wetten auf Nahrung&lt;/a&gt; (pdf-Datei)&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;fn&quot; id=&quot;fn004&quot;&gt;&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn004f&quot; href=&quot;#fn004t&quot;&gt;4&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; Hintergrund I/2011: &lt;a href=&quot;http://www.hintergrund.de/201105311568/globales/umwelt/palmoel-die-indonesische-tragoedie.html&quot;&gt;Palmöl - Die indonesische Tragödie&lt;/a&gt;. In diesem Artikel wird der Fokus zwar nicht auf die Frage eines konkurrierenden Anbaus von Energiepflanzen für den Export versus Nahrungsmitteln für die einheimische Bevölkerung behandelt, so doch die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die sozialen, ökonomischen und ökologischen Folgen der Energiepflanzen gut dargestellt. Matthias Berninger, der GRÜNE Staatssekretär im Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerium, sprach übrigens 2005 in Bezug auf Agrardiesel von der &quot;grünen Zapfsäule&quot;. In: &lt;a href=&quot;http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2005/0909/politik/0046/index.html&quot;&gt;Berliner Zeitung vom 09.09.2005.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;fn&quot; id=&quot;fn005&quot;&gt;&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn005f&quot; href=&quot;#fn005t&quot;&gt;5&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; Dieses Phänomen wird Land Grabbing genannt. Vgl. den Eintrag in: &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Land_Grabbing&quot;&gt;de.wikipedia.org&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;fn&quot; id=&quot;fn006&quot;&gt;&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn006f&quot; href=&quot;#fn006t&quot;&gt;6&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; Jean Ziegler: Das Imperium der Schande. München 2005 (Umschlagsseite); Vgl. a. Jean Ziegler: &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/kultur/dokumentation-jean-ziegler-nicht-gehaltene-rede-zur-eroeffnung-der-salzburger-festspiele-1.1124001&quot;&gt;Nicht gehaltene Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele, 24.07.2011&lt;/a&gt; (Süddeutsche Zeitung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstveröffentlichung bei &lt;a href=&quot;http://uweness.eu/kapitalismus-toetet.html&quot;&gt;http://uweness.eu/kapitalismus-toetet.html&lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Fri, 05 Aug 2011 14:45:00 +0200</pubDate>
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    <title>Sie haben es geschafft! Schwarz-Grün rückt nahe</title>
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            <category>Erkenntnistheoretisches</category>
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    <author>nospam@example.com (Fritz Güde)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/AM_Juli_2010.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1800 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/AM_Juli_2010.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Grüne: Ja-Sager stehen bei Merkel an! Regierungsbeteiligung? Aber dalli....&lt;br /&gt;
Bildquelle:&lt;br /&gt;
Armin Linnartz&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Creative Commons License&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Dieses Foto ist unter einer &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/&quot;&gt;Creative Commons-Lizenz&lt;/a&gt; (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland) lizenziert.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Grüne: Ja-Sager stehen bei Merkel an! Regierungsbeteiligung? Aber dalli....&lt;br /&gt;
Man durfte Grüns ein paar Stunden lang über PHOENIX zuschauen! Roth keifte hysterisch, Trittin gab sich staatsmännisch, dazwischen eine Truppe, die die Nachdenkerunzeln über noch glatte Stirnen breitete. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&quot;Natürlich sind wir Grünen viel&amp;#160; unzufriedener als andere, aber was macht das für einen Eindruck?&quot;&lt;/i&gt; Am peinlichsten ein Ex-Staatssekretär Baake, der unter Trittin gedient hatte. Erst breitete er alle&amp;#160; Einwände aus, die jedem schon gekommen waren, dann aber die triumphale Wende zum JA: Wie wird das im Ausland wirken! Die viertgrößte Industrie-Nation traut sich ein NEIN zu - Nein zum Atom. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Reklame ist alles! Er zeigte vielleicht am deutlichsten, worum es den Leithammeln an der Spitze ging: Nie mehr als Nein-Sager dastehen. Das wurde unter dem Fachausdruck &lt;i&gt;&quot;Glaubwürdigkeit&quot;&lt;/i&gt; verhandelt. Was half es den Verbänden, die draußen zu warten hatten? Was half es Ströbele, der die vereinigten Hörer daran erinnerte, was sie vor ein paar Monaten beschlossen hatten? Nach ihm redete Künast als&amp;#160; künftige Oberbürgermeisterin von Berlin und sprach recht unverhüllt aus: Wir wollen an die Krippe! Wir wollen endlich mal dazugehören! Einfach rein!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem oft gerühmten Realo-Tum eines Fischer, ja selbst dem Lallen eines Cohn-Bendit hat das wenig zu tun. (Bendit jubelte inhaltlos eine Seite FR entlang). Wenn Realo überhaupt etwas bedeutet, dann Überprüfung der Ziele &lt;b&gt;plus&lt;/b&gt; Überprüfung der eigenen Position nach der Zustimmung zu einem Ziel. Dann ergibt sich aber: die Zustimmung der Grünen zu Merkels Tricks ist gar nicht nötig. Die SPD steht ja wie immer bereit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann geht es also wesentlich um Feilbietung. Selbstvermarktung für künftiges Mitmachen. Durch Dick und Dünn, wie schon unter Schröder. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Merkel wird satt schmatzen.&amp;#160; Hat sie doch Wählerinnen und Wähler zusammengetrieben zum einstimmigen Mäh. Die letzten Linken, die noch nicht hinter dem Hirten hertraben, zum endgültigen Abschuss freigegeben. Wie sehr solches Zusammenklumpen ihren Begierden entspricht, zeigt die Verwarnung des griechischen Oppositionspolitikers, de&amp;#160; an Papandreous Unterwerfung sich nicht beteiligen wollte. (Er ist Reaktionär aus Überzeugung und spekuliert auf Neuwahlen. Das kann allerdings das Recht einer Opposition, gegen die Regierung zu stimmen, nicht beeinträchtigen). Merkel, die zunächst die Erpressung der griechischen Regierung am weitesten vorangetrieben hatte, also gepresst und getreten, wo und wie sie konnte, überbietet die gewohnte Schamlosigkeit noch einmal: das ganze Vaterland soll hinein - in die aufbereitete Gülle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das zeigt einfach, dass Merkel mit vornedran darauf drängt, dass die alten Regeln der Demokratie in ganz Europa aus den Angeln gehoben werden. Nicht mehr das Wechselspiel von Regierungspartei und Opposition! Überleben soll die Volksgemeinschaft unter scharfer Aufsicht, im eigenen Land wie in denen der Abhängigen und Unterworfenen. Alle antreten - blockweise!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass die Grünen diese Tendenz freiwillig mitunterstützten, wird sich kurzfristig auszahlen. Auf längere Zeit hin - wenn nämlich das gesamte Betrugssystem in Schwierigkeiten geraten sein wird-&amp;#160; werden sie die Schande nicht mehr von sich abwischen können.&lt;br /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 26 Jun 2011 09:33:41 +0200</pubDate>
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    <category>angela merkel</category>
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    <title>Gurkentruppe schlägt voll ein - und erbarmungslos zu</title>
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            <category>Globalisierung und Ökologie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fritz Güde)</author>
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    Also die spanischen Gurken waren es auch wieder nicht. Rückhaltlos gewarnt wird aber trotzdem weiter. Gurken: absolut verboten! Tomaten: weg! Salat: um Himmelswillen! Ohne jede Einschränkung. Auf dem Wochenmarkt stehen die Marktfrauen herum und können noch so oft auf den eigenen Acker zeigen, von dem sie am Morgen ihr Grünes abgeerntet haben: was hilfts. Gärtnerinnen und Gärtner und das ganze Kleinbauerngewerbe können einstecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und alles nur, weil eine Art Warnung ausgegeben wird - ohne jede Einschränkung. Obwohl alles dafür spricht, dass die entsprechenden Gemüse vor allem für Großküchen bestimmt sind. Und aus riesigen Verpackungscontainern kommen. Solche Einschränkungen werden niemals gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Umstände wirken zusammen: der Wissenschaftsglaube der Fernsehkonsumierenden zuerst. Wer traut sich noch mit Glatze ohne Hut ins Freie, nach der Bombardierung durch Warnungen vor Hautverbrennung und Sonnenstich. Vor sechs Wochen waren es die Eier voller Dioxin. Wer brachte da die Überlegung auf, dass man ab sechzig größte Chancen hat, dem bösen Dioxin vorwegzusterben, bevor es zuschlagen kann.&lt;br /&gt;
Das andere natürlich: die Verantwortung. Keiner und keine von der Wissenschaft riskierte es, irgendeinen Ungewarnten blaurot im Hinterzimmer verschmoren zu lassen, weil ungewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur dass im Zusammenspiel von Unterwürfigkeit des Informierten und Totalüberwachung durch die Informierenden die letzten Kleinbauern und Gartenbetriebe dran glauben müssen. Weil nie präzise Informationen gegeben werden, sondern wolkig allgemeine. Für alle. Und wenn sie im eigenen Garten nach der eigenen Tomate greifen. Pfoten weg!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wüste Verdächtigung: Die großen Institute  zur Gesundheitsverwaltung kriegen ja wohl außer vom Bund von den entsprechenden Chemo-Giganten ihre Zuschüsse. Der Sorte, die im Lauf der &lt;em&gt;&quot;grünen Wende&quot;&lt;/em&gt; auf Groß-Agrar-Technologie setzt. Für Kleinbetriebe uninteressant. Deshalb: Bauernlegen. Beabsichtigt oder nur billigend in Kauf genommen. Gleichviel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieviel Gartenbetriebe werden den Angriff überleben? Und wenn den, dann  den nächsten - vielleicht wegen Schweinepest. Und alles, um im ausweglosen Zugriff der Apparate niemals locker zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstickungsumarmung über Ödflächen. Chemisch umsorgt.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 02 Jun 2011 21:43:39 +0200</pubDate>
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    <category>gurkentruppe</category>
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    <title>Politischen Druck auch in den Betrieben gegen Atomenergienutzung entwickeln!</title>
    <link>http://www.trueten.de/archives/6935-Politischen-Druck-auch-in-den-Betrieben-gegen-Atomenergienutzung-entwickeln!.html</link>
            <category>AntiAtom</category>
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            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Klimawandel</category>
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            <category>Politische und gewerkschaftliche Arbeit</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 227px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/anti_atom_Marem_fotolia.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1959 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;227&quot; height=&quot;172&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/anti_atom_Marem_fotolia.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Grafik: IG Metall&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Proteste auf den Straßen alleine reichen nicht aus. Entscheidend ist eine Positionierung der Gewerkschaften und die Entfaltung politischen Drucks in den Betrieben, gerade auch in denen der Atomindustrie. Aus aktuellem Anlass stelle ich daher einen Antrag der IG Metall Vertrauensleute bei Festo in Esslingen, bei denen ich aktiv bin, zur Diskussion. Der Antrag richtet sich an den &lt;a href=&quot;http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/gewerkschaftstag-und-vorstand-der-ig-metall-262.htm&quot;&gt;22. Gewerkschaftstag&lt;/a&gt;. Über Kommentare und Anregungen, aber auch ähnliche Initiativen würden wir uns sehr freuen, gerne auch &lt;a href=&quot;mailto:vklfesto@gmx.de&quot;&gt;per Mail&lt;/a&gt;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;VK Festo Esslingen, 25. März 2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsamer Antrag des FESTO Vertrauenskörpers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu beschließen bei der IGM Delegiertenversammlung Esslingen am 12.04.2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gewerkschaftstag soll beschließen:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die IG Metall setzt sich dafür ein, dass schnell möglichst  die gesamte Energieversorgung aus 100% erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird. Der CO2- Ausstoß muß sich bis 2030 um ca 80% reduzieren um eine weltweite Klimakatastrophe und den Untergang der Menschheit zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verheerende Atomkatastrophe in Japan zeigt wie brisant die Rettung der Umwelt vor der Profitgier des internationalen Finanzkapitals inzwischen geworden ist. Die IG Metall schließt sich den von verschiedenen internationalen Umweltverbänden aufgestellten Forderung nach einem sofortigen und weltweitem Ausstieg aus der Kernenergie an. Entstehende Kosten sollen von den bisherigen Profiteuren dieser umweltzerstörenden Technologie getragen werden und nicht auf Stromverbraucher und Steuerzahler abgewälzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Kernenergie ist die Verbrennung fossiler Rohstoffe unverantwortlich, angesichts des Umschlagens der internationalen Umweltkrise zu einer weltweiten Klimakatastrophe. Kohle ist ein sehr wertvoller Rohstoff und muss sorgsam für die nachfolgenden Generationen bewahrt werden, statt durch Verbrennung über Kamine den Treibhauseffekt drastisch zu verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in einer lebensermöglichenden Atmosphäre können Gewerkschaften ihre tarif- und sozialpolitischen Aufgaben erfüllen. Dazu will die IG Metall die Umweltfrage zum zweiten Schwerpunkt neben der Sozialen Frage machen. Dies schließt entsprechende Umstrukturierungen der gewerkschaftlichen Strukturen mit ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Begründung:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wirtschaft aktuell 01/2011 veröffentlichte der IG Metall-Vorstand eine Position auf der Grundlage des Regierungsentwurfs der früheren SPD-GRÜNEN-Regierung. Dieser „Ausstiegsplan“ reicht nicht. Er war damals ein heute nicht mehr argumentierbares Zugeständnis an die Atomlobby. Laufzeiten bis 2020/2023 sind unverantwortlich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie dramatisch die Lage wirklich ist, zeigt uns die erneute atomare Katastrophe in Japan. Auslöser war der Stromausfall in Fukushima nach dem Tsunami. Eine Technik, die im Falle eines Stromausfalls so unkontrolliert die Umwelt zerstört, ist ethisch nicht verantwortbar. Was technologisch nicht beherrschbar ist, muss rechtlich verboten und geächtet werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Behauptung: „ Atomstrom sei im Vergleich der billigste Strom“ ist in Wahrheit eine Lüge. Die Atomenergie ist unbezahlbar, rechnet man das Risiko und die Folgen ein. In Deutschland hat die Atomindustrie von 1950 bis 2010 rund 204 Mrd. Euro staatliche Subventionen erhalten. Würden alle realen Kosten auf die Stromkosten umgelegt, würde eine Kwh heute 2 Euro kosten. Ein durchschnittlicher Haushalt müsste dann statt 75 über 7.000 Euro für Strom bezahlen. Die Haftpflichtsumme der Betreiber ist auf lächerliche 2,5 Mrd. Euro festgelegt. Das ist eine Deckung von 0,005 Prozent! Die Folgekosten eines GAU werden auf 5.400 Mrd. Euro geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesamte Kreislauf der Atomwirtschaft von der Urangewinnung über die Brennstabfabrik, bis zu der ungelösten Dauerlagerung des Atommülls, bedeutet nicht nur eine ungeheure weltweite atomare Belastung und Verseuchung, bereits ohne Störfälle in AKWs, sondern bedeutet auch eine CO2-Last für Atomstrom in der Höhe eines modernen Kohlekraftwerkes. Mit jedem weiteren Betrieb der weltweit 440 Reaktorblöcke häuft sich auf der Welt jährlich das spaltbare hochgiftige Brennmaterial um 8.300 Millionen Tonnen an. Die weltweiten Ressourcen von spaltbaren Uran in China, Namibia, Nigeria reichen nur noch ca. 50-60 Jahre. Das führt das Gerede von einer „Brückentechnologie“ ins Absurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltweit sind 37 neue AKWs im Bau und nach den Plänen der internationalen Monopole sollen noch Hunderte dazukommen. Kohlekraftwerke und AKWs werden im Grundlastbereich betrieben, sie werfen bei Dauerbetrieb auf möglichst hoher Auslastungsstufe die meisten Profite ab und sind auch nicht in der Lage, auf kurzfristige Netzschwankungen zu reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen werden bereits heute Strommengen aus der Windkraft oder Solarenergie einfach aus dem Netz genommen und bleiben oft tagelang ungenutzt! Fachleute sagen deshalb, dass AKWs und Kohlekraftwerke die Netze regelrecht „dicht machen“ für die erneuerbaren Energien und deren Ausbau extrem behindern. Die Bundesregierung hat die Einspeisevergütung für Solarenergie inzwischen mehrfach erheblich gekürzt. Hier von einer „Brücke“ zu reden, ist eine bodenlose Frechheit und Ausdruck der verkommenen und verlogenen Denkweise der Atomlobby und ihrer Politiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits auf dem heutigen technischen Stand wären in Deutschland 99% des Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien abgedeckt – dazu kommt wie erwähnt noch ein riesiges Einsparpotenzial! Notwendig sind die Erneuerung des Stromnetzes und der Ausbau von Stromspeicher-Technologien, um die Schwankungen im Netz auszugleichen und an den jeweiligen Bedarf anzupassen. Das ist technisch innerhalb von ca. 15 Jahren realisierbar und muss auf Kosten der bisherigen Betreiber erfolgen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltweit ist das riesige Potenzial für die Solarenergie noch nicht mal im Ansatz ausgeschöpft. Sonnenenergie liefert jeden Tag mehr als das 10.000-Fache des heutigen Weltenergieverbrauchs der Erde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Radikalität der Bedrohung der menschlichen Existenzgrundlagen, verlangt eine große Radikalität im Bemühen um den schnellmöglichsten Ausstieg aus der Kernenergie und weiteren Gefährdungen des Weltklimas. Entsprechend unserem gewerkschaftlichen Konsens, in Tarifrunden die Kompromisse nicht schon in der Forderung zu machen, sollten wir in Fragen des Umweltschutzes keine anderen Maßstäbe anlegen. Unsere notwendigen Ziele, der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen für die Menschheit und das Überleben der in Millionen Jahren entwickelten Biosphäre (Pflanzen und Tiere) müssen in ihrer wissenschaftlichen Logik auch offen benannt werden. Auch wenn die einzelnen Schritte sich erst nach und nach durchsetzen lassen werden, muss doch klar werden, wohin die Reise gehen soll.   
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    <pubDate>Sat, 26 Mar 2011 10:29:50 +0100</pubDate>
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