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    <title>trueten.de - Willkommen in unserem Blog! - Antirepression</title>
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    <description> „Qu'est-ce que la propriété? La propriété, c'est le vol!“ Pierre-Joseph Proudhon</description>
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        <title>RSS: trueten.de - Willkommen in unserem Blog! - Antirepression -  „Qu'est-ce que la propriété? La propriété, c'est le vol!“ Pierre-Joseph Proudhon</title>
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    <title>Blockupy Frankfurt – zwei Tage in der Verbotenen Stadt</title>
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            <category>Antirepression</category>
            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Politische Rechte</category>
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    <author>nospam@example.com (Julia von Staden)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 15%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/20120518-_dsc8616.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2373 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/20120518-_dsc8616.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto © &lt;a href=&quot;http://www.jensvolle.de/&quot;&gt;Jens Volle&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Man k&amp;ouml;nnte fast meinen, Paranoia und Hysterie w&amp;auml;ren bei der Stadt Frankfurt, der hessischen Polizei und &amp;uuml;berhaupt allen m&amp;ouml;glichen Gerichten bis hin zum Bundesverfassungsgericht gleichzeitig ausgebrochen. Denn was dort an Drohkulisse aufgebaut wurde, um das Verbot der Blockupy-Aktionstage gegen das Krisenregime der EU zu begr&amp;uuml;nden, ist in seiner Absurdit&amp;auml;t kaum zu &amp;uuml;berbieten. Aber irgendwie musste man wohl versuchen, die massive Einschr&amp;auml;nkung der Grundrechte, die da &amp;uuml;ber alle gerichtliche Instanzen hinweg best&amp;auml;tigt wurde, auch vor der &amp;Ouml;ffentlichkeit zu rechtfertigen. Vielf&amp;auml;ltige Meinungs&amp;auml;u&amp;szlig;erung jenseits vorhersehbar geregelter Latschdemos kann ja auch so bedrohlich sein. Viel peinlich-paranoider h&amp;auml;tte man sich kaum anstellen k&amp;ouml;nnen. Shame on you, Frankfurt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Frankfurt blockiert sich selbst&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Und so befindet sich Frankfurt f&amp;uuml;r mehrere Tage im selbst verordneten Ausnahmezustand: Komplett-Abriegelung des gesamten Bankenviertels. Eingeschr&amp;auml;nkter Betrieb mehrerer Stra&amp;szlig;enbahnlinien, manche U-bahn-Haltestellen werden einfach nicht mehr angefahren. Von Donnerstag an sollen die Frankfurter keine M&amp;uuml;lltonnen und keinen Sperrm&amp;uuml;ll frei zug&amp;auml;nglich vor die Haust&amp;uuml;r zu stellen. Und die Universit&amp;auml;t hat sowohl Campus Bockenheim als auch Campus Westend geschlossen. Banker sind auf Anraten der Polizei nur noch in Freizeitkleidung unterwegs. Viele von ihnen arbeiten von daheim aus, einige sollen sogar Notquartiere in Mannheim bezogen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar Eltern wurde nahegelegt, ihre Kinder am Freitag nicht in den Kindergarten zu bringen, sollte sich dieser im Innenstadtbereich befinden. Mehr als jedes zweite der zahlreichen Nobelgesch&amp;auml;fte wurde mit Spanplatten verrammelt. Und die Suche selbst nach einem frei zug&amp;auml;nglichen Bankomaten dauert eine halbe Ewigkeit. Die Begr&amp;uuml;ndungen sind hier sehr unterschiedlich: Mal steht da in Schaufenstern, man k&amp;ouml;nne gewaltsame Ausschreitungen nicht ausschlie&amp;szlig;en, dann ist von einer Gro&amp;szlig;veranstaltung in der Innenstadt die Rede, einmal wird als Grund sogar eine Baustelle genannt, obwohl dort keine ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&amp;bdquo;Hey hey, unser Kessel ist viel sch&amp;ouml;ner&amp;ldquo;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 15%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/20120519-_dsc9540.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2376 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/20120519-_dsc9540.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto © &lt;a href=&quot;http://www.jensvolle.de/&quot;&gt;Jens Volle&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Schon im Vorfeld wurde f&amp;uuml;r &amp;uuml;ber 400 Menschen ein polizeiliches Betretungsverbot der Frankfurter Innenstadt ausgesprochen. Immerhin konnte sich das vor Gericht nicht halten. Bevor wir uns von Stuttgart aus auf den Weg machen, h&amp;ouml;ren wir immer wieder von Polizeikontrollen auf den Autobahnen um Frankfurt und Platzverweisen, die scheinbar willk&amp;uuml;rlich ausgesprochen werden. Mehrere Busse vermeintlicher Aktivisten aus Berlin schaffen es bis Frankfurt-H&amp;ouml;chst und werden dann doch wieder zum Umkehren gezwungen. Wir kommen jedoch unbehelligt Freitagvormittag in Frankfurt an, nachdem schon ein paar hundert Aktivisten verhaftet wurden &amp;ndash;&lt;a href=&quot;http://ea-frankfurt.org/blockupy-pressemitteilungen-und-berichte-zu-den-blockupy-aktionstagen&quot;&gt; insgesamt soll es 1430 Ingewahrsamnahmen gegeben haben&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem laufen an diesem Tag noch ein paar kleinere Blockadeaktionen und Spontandemos. Diese werden regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig sehr z&amp;uuml;gig von der Polizei eingekesselt. Ebenso z&amp;uuml;gig bildet sich dann auch schnell mal ein Demonstrantenkessel innerhalb und au&amp;szlig;enrum, der &lt;a href=&quot;https://www.youtube.com/watch?v=wH7KYV7IENU&quot;&gt;&quot;viel sch&amp;ouml;ner&quot;&lt;/a&gt; ist, als der Polizeikessel. Ansonsten fahren den Tag &amp;uuml;ber immer mal wieder Wagenkolonnen der Polizei umher, bleiben irgendwo in einer langen Reihe stehen und fahren dann wieder weiter, nachdem sie keine Demonstranten vorfinden, die sie einkesseln k&amp;ouml;nnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schaufahren von drei Wasserwerfern darf nicht fehlen. Spiegel online meldet zwar irgendwann den Einsatz dieser, aber bisher habe ich noch nirgends eine Best&amp;auml;tigung davon gesehen. Im Studierendenhaus am Campus Bockenheim, wo es tags&amp;uuml;ber Diskussionsveranstaltungen gibt, sieht es abends dann doch noch nach Eskalation aus, nachdem der Campus fast komplett mit Polizeiwannen umstellt wird. Doch es bleibt bei der reinen Drohgeb&amp;auml;rde: Bis auf Personenkontrollen Einzelner passiert hier nichts mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fast 30 000 demonstrieren am Samstag gegen die europ&amp;auml;ische Krisenpolitik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 15%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/20120519-_dsc9225.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2375 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/20120519-_dsc9225.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto © &lt;a href=&quot;http://www.jensvolle.de/&quot;&gt;Jens Volle&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Zur Abschlussdemo am Samstag, die gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gigerweise nicht verboten wurde, kommen dann doch noch fast 30 000 Demonstranten. Verschiedene bunte Bl&amp;ouml;cke, von Antifa &amp;uuml;ber attac bis hin zu Gewerkschaften und Parteien, zeigen, wie breit die Basis des Widerstands gegen die europ&amp;auml;ische Krisenpolitik ist. Mehrere Hundert Stuttgarter 21-Gegner sind auch angereist. Ihre zwei Bl&amp;ouml;cke mit den vielen gelben Schildern und Fahnen sind un&amp;uuml;bersehbar. Einige von ihnen erz&amp;auml;hlen mir, dass die ungerechtfertigten Verbote der vergangenen Tage sie erst recht best&amp;auml;rkt haben, nach Frankfurt zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F&amp;uuml;nf Stunden lang geht es dann durch Stadt. In den Parallelstra&amp;szlig;en folgen uns die Polizeiwannen, an Abzweigungen und vor diversen Hochh&amp;auml;usern stehen die Polizisten in voller Montur und schauen grimmig. Es ist sehr hei&amp;szlig;, besonders mit Helm. Diejenigen, die die Polizei als schwarzen Block identifiziert hat, werden w&amp;auml;hrend der gesamten Demo von einem Wanderkessel begleitet. Ein paar mal rennt ein Trupp Polizisten mitten rein in die Gruppe, B&amp;ouml;ller sind auch mal zu h&amp;ouml;ren, doch es l&amp;auml;sst sich einfach niemand provozieren. V&amp;ouml;llig ausgepowert liegen wir nach dem Gewaltmarsch im Park neben den Hochh&amp;auml;usern der Deutschen Bank und beobachten eine Gruppe von Demonstranten, die ausgelassen mit Hare Krishna-M&amp;ouml;nchen tanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sch&amp;ouml;ner Platz f&amp;uuml;r ein Camp, denke ich mir.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://blognau.wordpress.com/2012/05/21/blockupy-frankfurt-2/&quot;&gt;There&#039;s also an English version&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Mon, 21 May 2012 14:32:00 +0200</pubDate>
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    <category>blockaden</category>
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    <title>Grundrechtsfeinde Frankfurt: Gefangene der eigenen Terror-Propaganda ?</title>
    <link>http://www.trueten.de/archives/7777-Grundrechtsfeinde-Frankfurt-Gefangene-der-eigenen-Terror-Propaganda.html</link>
            <category>Antirepression</category>
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            <category>Politische Rechte</category>
            <category>Politische und gewerkschaftliche Arbeit</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fritz Güde)</author>
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    &lt;iframe align=right width=&quot;480&quot; height=&quot;274&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/ReF_V2Q7iJE&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;Selbst jetzt - nachdem absolut nichts eingetreten ist von dem, was die Polizei Frankfurt vorausgesehen hat - besteht sie darauf, 2000 Gewaltbereite gesichtet zu haben innerhalb der 25000, die sogar nach obrigkeitlichem Bericht vorbildlich demonstriert haben.  Woran die Gewaltbereitschaft ohne Gewaltt&amp;auml;tigkeit erkannt wurde, verriet die Polizei nat&amp;uuml;rlich nicht. Das k&amp;ouml;nnte &lt;em&gt;&quot;diejenigen&quot;&lt;/em&gt; f&amp;uuml;r ein n&amp;auml;chstes Mal zu besserer Tarnung verf&amp;uuml;hren. Wichtig: Innenminister Rhein und   seinesgleichen k&amp;ouml;nnen nun nachtr&amp;auml;glich immer wieder argumentieren: h&amp;auml;tte die Polizei die Innenstadt Frankfurts nicht besetzt, w&amp;auml;ren die &lt;em&gt;&quot;Terroristen&quot;&lt;/em&gt; gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Augenzeuge kann ich berichten, dass ich - wahrscheinlich allzu gutgl&amp;auml;ubig -  bei der Schlusskundgebung vor dem Geb&amp;auml;ude der EZB zwar Leute aus vielen L&amp;auml;ndern und Organisationen zu Gesicht bekommen habe, aber niemand, der mir Angst eingefl&amp;ouml;&amp;szlig;t h&amp;auml;tte. Dagegen war die Innenstadt ab Anfang Zeil durchg&amp;auml;ngig von Polizei besetzt, wo man ging und stand. An der Hauptwache standen Polizei-Autos reihenweise - die meisten mit laufendem Motor beim Luftverpesten. Wohlwollende Vermutung: bei der herrschenden Hitze wollten sie die K&amp;uuml;hlung aufrecht erhalten. Allerdings - da ohnedies nichts los war - h&amp;auml;tten die Insassen vielleicht einfach aussteigen k&amp;ouml;nnen und sich eine Cola nebendran genehmigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Versammlungsplatz zog sich die Warterei ziemlich hin. Zur Belebung der Neugier der Anwesenden trabte von Zeit zu Zeit ein Pulk schwarz und gr&amp;uuml;n gekleideter Personen im Staatsdienst in voller Montur vorbei. Ohne gro&amp;szlig; was auszurichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;War es ein Sieg von Blockupy?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
 Als Erfolg k&amp;ouml;nnen die Blockupy-Anh&amp;auml;nger werten, dass sie eine Demonstration zusammenbekommen haben, wie sie es in diesem Umfang in Frankfurt schon lange nicht mehr gegeben hat. Mit Recht verlagerte sich in den Schlussansprachen der Akzent vom Angriff gegen die Banken stark auf die schamlosen Grundrechtsverletzungen durch die st&amp;auml;dtischen Ordnungsbeh&amp;ouml;rden, die leider von allen Gerichten bis hin zu Karlsruhe gebilligt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allen Verf&amp;uuml;gungen und gerichtlichen Entscheidungen lag eine Einsch&amp;auml;tzung zugrunde: ein Grundrecht kann durch ein anderes weggekegelt werden. Erfunden wurde zu diesem Zweck eines  des interesselosen B&amp;uuml;rgers - vor allem Gesch&amp;auml;ftsmanns - nicht durch Protest in seiner Bewegungsfreiheit behindert und behelligt zu werden. Geht diese Interpretation durch, ist an Demonstrationsfreiheit im umfassenden Sinn des Wortes nicht mehr zu denken. Tats&amp;auml;chlich behandelte die Polizeileitung Demonstrieren nur noch als Gnade. Nicht mehr als selbstverst&amp;auml;ndliche Grundbefugnis eines und einer jeden, wie sie in der Verfassung niedergelegt worden ist. So hie&amp;szlig; es etwa mahnend schon donnerstags und freitags vor dem Hauptbahnhof sinngem&amp;auml;&amp;szlig;: Denkt an den Samstag!Wenn wir jetzt feststellen m&amp;uuml;ssen, dass jemand &lt;em&gt;&quot;ausschreitet&quot;&lt;/em&gt;, gilt die Zulassung f&amp;uuml;r Samstag dann auch nicht mehr. Deutlicher l&amp;auml;sst sich kaum ausdr&amp;uuml;cken, dass dem Volk nach Gutd&amp;uuml;nken das Maul verboten werden darf- wenn es st&amp;ouml;rt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/blogs/8/152029&quot;&gt;Peter Nowak in TELEPOLIS&lt;/a&gt; richtet den Blick zur&amp;uuml;ck auf die urspr&amp;uuml;nglichen Ziele von BLOCKUPY. Behinderung des Bankwesens wenigstens f&amp;uuml;r einen Tag. Dieses Ziel ist selbst dann nicht erreicht worden, wenn man die Selbstbehinderung durch die Polizei und durch eigene Vorsichtsma&amp;szlig;nahmen als Wirkung der nur angedrohten Besetzung  sich als eigenes Verdienst anrechnet. Die weitgehend elektronische Abwicklung s&amp;auml;mtlicher Auftr&amp;auml;ge macht eine r&amp;auml;umliche Behinderung durch Blockade und sogar Besetzung fast undenkbar. Es kommt das Mobilisierungsproblem dazu. K&amp;uuml;ndigt man eine breite Demonstration rechtzeitig an, steht f&amp;uuml;r die Obrigkeit und die Bank selbst jede Gegenma&amp;szlig;nahme plus Terror-Gegen-Propaganda frei. Wie sich jetzt herausgestellt hat. Setzt man auf nichtangemeldete &amp;Uuml;berraschungs-Coups wird kaum gen&amp;uuml;gend sturmbereites Personal zur Verf&amp;uuml;gung stehen. Es lie&amp;szlig;en sich f&amp;uuml;r wesentlich breiter bewegte Zeiten - wie jetzt in Griechenland - kurzfristige Erfolge denken. Aber selbst solche ohne grunds&amp;auml;tzliche Ersch&amp;uuml;tterungen des gesamten Banken-Systems.Nicht einmal in einem einzigen Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Wolf Wetzel hatte schon geraume Zeit vor Occupy den Widerwillen zu Ende gedacht gegen blo&amp;szlig;e Verlautbarungen wie &quot;Wir zahlen nicht f&amp;uuml;r Eure Krise&quot; W&amp;auml;hrend man das schreibt, hat man immer schon gezahlt, ob gern oder ungern. Daraus seine Folgerung: Wenn es nicht bei der verbalen Drohung bleiben soll, muss es ernsthafte und sp&amp;uuml;rbare Sch&amp;auml;digungen geben derjenigen, die vor allem vom Geldgesch&amp;auml;ft profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In einer kleinen Schrift hat er die damaligen Diskussionen noch einmal zusammengefasst. &lt;a href=&quot;http://wolfwetzel.wordpress.com/2012/03/22/krise-des-kapitalismus-krisenhafte-proteste-edition-assamblage/&quot;&gt;&quot;Krise des Kapitalismus und krisenhafte Proteste&quot;&lt;/a&gt;, in der Reihe  &lt;a href=&quot;http://www.edition-assemblage.de/krise-des-kapitalismus-und-krisenhafte-proteste/&quot;&gt;Systemfehler die Nummer 1, erschienen 2012 in der edition assemblage&lt;/a&gt;. Ausf&amp;uuml;hrlich wird zur&amp;uuml;ckgewiesen die Kritik am &lt;em&gt;&quot;verk&amp;uuml;rzten Kapitalismusbegriff&quot;&lt;/em&gt; eines blo&amp;szlig;en Angriffs gegen die Banken. Vermutlich w&amp;auml;re Wolf wie auch seinen Kritikern ein Generalstreik innerhalb der produzierenden Betriebe noch wesentlich lieber. Nur ist ein solcher von au&amp;szlig;erhalb nie zu organisieren. Auf der Ebene von Demonstrationen ist Boykott gegen solche Teile des kapitalistischen Apparats immerhin denkbar, die vom Kundenverkehr abh&amp;auml;ngen. Das m&amp;uuml;sste freilich von den herrschenden Machtverh&amp;auml;ltnissen abh&amp;auml;ngig gemacht werden. Der letzte Aufmarsch an den vier Tagen von Himmelfahrt bis Sonntag hat nur eines beweisen k&amp;ouml;nnen: dass trotz aller Hindernisse gegen eine verbotsw&amp;uuml;tige Obrigkeit noch eine Gro&amp;szlig;demonstration m&amp;ouml;glich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht mehr - aber auch nicht weniger.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 20 May 2012 12:17:07 +0200</pubDate>
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    <title>Versammlungsrecht als Herrschaftsinstrument zur Kontrolle von politischen Protesten </title>
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            <category>Antirepression</category>
            <category>Politische Rechte</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;img style=&quot;float: right;&quot; src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/Ashampoo_Snap_2012.05.18_14h59m00s_001_.jpg&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;40%&quot; /&gt;Politische  Versammlungen wie zuletzt die Revolution&amp;auml;re 1.Mai-Demo in Stuttgart  werden von den &lt;a href=&quot;http://www.trueten.de/archives/7769-Grundrecht-auf-Versammlungsfreiheit-durch-Behoerdenwillkuer-bedroht.html&quot;&gt;Beh&amp;ouml;rden zunehmend blockiert&lt;/a&gt;, so das B&amp;uuml;ndnis f&amp;uuml;r &lt;a href=&quot;http://www.versammlungsrecht.info&quot;&gt; Versammlungsfreiheit Stuttgart&lt;/a&gt;. Radio Dreyeckland f&amp;uuml;hrte ein Interview mit mir &amp;uuml;ber solche &quot;undemokratischen Sitten&quot; wie Auflagen gegen  Spendensammlungen, das martialische Auftreten der Polizei, die  Missachtung &amp;ouml;ffentlicher R&amp;auml;ume und Gerichtsurteile und Praktiken wie das  routinem&amp;auml;&amp;szlig;ige Abfilmen von Demonstrierenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die aktuellen  Zust&amp;auml;nde bei Blockupy in Frankfurt werden angesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.rdl.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=16723&quot;&gt;Anh&amp;ouml;ren&lt;/a&gt; (L&amp;auml;nge: 10.27 min) beim Radio Dreyeckland&lt;a href=&quot;http://www.rdl.de/images/stories/audio_mp3/20120518-grundrechta-16098.mp3&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 18 May 2012 20:02:00 +0200</pubDate>
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    <title>Ist Antifaschismus verfassungswidrig?</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/logo_vvn_bda.gif&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2229 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;190&quot; height=&quot;235&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/logo_vvn_bda.gif&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Halbwahrheiten, Verdrehungen und Nichtigkeiten: Der Landesverfassungsschutz setzt auch unter der neuen Regierung auf die alten Geheimdienstmethoden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Vorstellung des neuen Landesverfassungschutzberichtes am 11.Mai 2012 erkl&amp;auml;rt die &lt;a href=&quot;http://www.vvn.telebus.de/&quot;&gt;Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten Baden-W&amp;uuml;rttemberg e.V&lt;/a&gt;.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer gehofft hatte, mit der neuen Gr&amp;uuml;n-Roten Landesregierung g&amp;auml;be es nun in Baden-W&amp;uuml;rttemberg die Chance auf eine neue, offenere politische Kultur, sieht sich durch die Vorstellung des neuen Verfassungsschutzberichtes durch den sozialdemokratischen Innenminister Gall herb entt&amp;auml;uscht. Nicht mal der Schlauch ist neu, in den der alte Wein gegossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl mit der Entdeckung der neofaschistischen Terrormorde der NSU nun auch konservativen Politikern eine Idee gekommen sein m&amp;uuml;&amp;szlig;te, woher die Demokratie bedroht wird, wird in diesem Verfassungsschutzbericht erneut der Antifaschismus als Feindbild verortet:&lt;em&gt; &amp;bdquo;Linksextremismus ... Antifaschismus bleibt zentrales Aktionsfeld&amp;ldquo;&lt;/em&gt; lauten die &amp;Uuml;berschriften zur Einf&amp;uuml;hrung des Kapitels, in dem die &lt;em&gt;&amp;sbquo;staatsfeindliche&amp;lsquo;&lt;/em&gt; T&amp;auml;tigkeit linker Organisationen wie folgt geschildert wird: &lt;em&gt;&amp;bdquo;Im Mittelpunkt des linksextremistischen &amp;bdquo;Antifaschismus&amp;ldquo; standen erneut Aktionen gegen ... Veranstaltungen von Rechtsextremisten.&amp;ldquo;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgerichtig wird auch die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten, die 1947 von den wenigen &amp;Uuml;berlebenden der KZs und Folterst&amp;auml;tten des Hitlerregimes gegr&amp;uuml;ndet wurde, als &lt;em&gt;&amp;bdquo;linksextremistisch beeinflusste Organisation&amp;ldquo; &lt;/em&gt;verd&amp;auml;chtigt und ver&amp;auml;chtlich gemacht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Zweck verbreitet Verfassungsschutzbericht lediglich eine Reihe von Halbwahrheiten, Verdrehungen und Nichtigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der - aus nicht erkl&amp;auml;rten Gr&amp;uuml;nden in G&amp;auml;nsef&amp;uuml;sse gesetzte &lt;em&gt;&amp;sbquo;Antifaschismus&amp;lsquo;&lt;/em&gt; der VVN-BdA stehe &lt;em&gt;&amp;bdquo;auf der Basis des klassisch kommunistischen Faschismusverst&amp;auml;ndnisses, das einen untrennbaren Zusammenhang zwischen Faschismus und Kapitalismus herstellt&amp;ldquo;&lt;/em&gt;, lautet der Hauptvorwurf des Verfassungsschutzes. Die VVN-BdA als Organisation hat sich indessen nie auf eine bestimmte der auch in ihren Reihen diskutierten Faschismustheorien festgelegt. Klar ist nur, dass der Begriff Faschismus in Wissenschaft und Politik ganz eindeutig jene autorit&amp;auml;r-repressiven politischen Bewegungen und Herrschaftsformen beschreibt, die in der ersten H&amp;auml;lfte des letzten Jahrhunderts in zahlreichen kapitalistisch gepr&amp;auml;gten europ&amp;auml;ischen L&amp;auml;ndern entstanden und teilweise zur Macht gelangt sind, ein Zusammenhang mit dem Kapitalismus also historisch vorgegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das satzungsgem&amp;auml;&amp;szlig;e Bem&amp;uuml;hen der VVN-BdA ist es, in &amp;Uuml;bereinstimmung mit dem als Gegenentwurf zum gerade &amp;uuml;berwundenen faschistischen System entstanden Grundgesetz, alle Ans&amp;auml;tze faschistischer Tendenzen zur&amp;uuml;ckzuweisen. Die Zusammenarbeit aller Gegnerinnen und Gegner des Faschismus unabh&amp;auml;ngig von deren parteipolitischen Pr&amp;auml;ferenzen oder weltanschaulichen &amp;Uuml;berzeugungen ist die Grundlage aller ihrer Aktivit&amp;auml;ten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Gr&amp;uuml;ndungsgeschichte der VVN-BdA erkl&amp;auml;rt sich, dass die VVN-BdA in besonderer Weise den Organisationen der Arbeiterbewegung, Gewerkschaften und Parteien, verbunden ist, die einen bedeutenden Teil des antifaschistischen Widerstandes gegen das Naziregime leisteten und zahlreiche Opfer zu erbringen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auff&amp;auml;llig am Verfassungsschutzbericht &amp;uuml;ber die VVN-BdA ist, dass der baden-w&amp;uuml;rttembergische Verfassungsschutz ganz offensichtlich nicht vorrangig die T&amp;auml;tigkeit der juristisch selbstst&amp;auml;ndigen VVN-BdA Baden-W&amp;uuml;rttemberg im Visier hat, sondern sich wesentlich ausf&amp;uuml;hrlicher mit dem Dachverband auf Bundesebene besch&amp;auml;ftigt. Als Beweis f&amp;uuml;r den &lt;em&gt;&amp;bdquo;Linksextremismus&amp;ldquo;&lt;/em&gt; der VVN-BdA wird dort angef&amp;uuml;hrt, dass der Bundesvorsitzende, der Theologe Heinrich Fink, sich in einem Zeitungsinterview zum Sozialismus bekannt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hintergrund f&amp;uuml;r diese ausf&amp;uuml;hrliche Befassung mit der Bundesvereinigung ist die Tatsache, dass als Folge zumeist rot-gr&amp;uuml;ner Regierungszeiten die VVN-BdA seit Jahren nicht mehr im Bundesverfassungsschutzbericht und in den Berichten der anderen Bundesl&amp;auml;nder erw&amp;auml;hnt wird. Neben Baden-W&amp;uuml;rttemberg ist dies nur noch in Bayern der Fall. Offensichtlich soll mit diesen beiden verbleibenden Berichten die L&amp;uuml;cke geschlossen werden, die durch die fehlende geheimdienstliche Beobachtung der VVN-BdA auf Bundesebene entstanden ist. Warum sich Baden-W&amp;uuml;rttemberg im Gegensatz zu den anderen Bundesl&amp;auml;ndern daran ausgerechnet unter einer nun gr&amp;uuml;n-roten Regierung hergibt, bleibt eine offene Frage. Noch im letzten Jahr hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Schmiedel gegen&amp;uuml;ber der VVN-BdA in einem Brief bekundet, dass &lt;em&gt;&amp;bdquo;... nach unserem Daf&amp;uuml;rhalten auf eine Nennung der VVN-BdA als Organisation im Verfassungsschutz verzichtet werden k&amp;ouml;nnte&amp;ldquo;&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnisse, die der Verfassungsschutzbericht im letzten kleineren Teil des entsprechenden Kapitels &amp;uuml;ber die VVN-Baden-W&amp;uuml;rttemberg zusammengestellt hat sind ebenso d&amp;uuml;rftig, wie jene &amp;uuml;ber die Bundesvereinigung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vertreter aus Baden-W&amp;uuml;rttemberg seien bei der Antragsdebatte auf dem Bundeskongress &lt;em&gt;&amp;bdquo;besonders aktiv in Erscheinung getreten.&amp;ldquo;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die VVN-BdA Baden-W&amp;uuml;rttemberg habe zu Protesten gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Heilbronn aufgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Freiburger VVN-BdA habe einen Aufruf &lt;em&gt;&amp;bdquo;Freiburg gegen Faschismus&amp;ldquo;&lt;/em&gt; unterst&amp;uuml;tzt, der auch von der Partei Die Linke und der DKP sowie dem Jugendverband der MLPD mitgetragen worden sei. (Vergessen wurden in dieser Aufz&amp;auml;hlung &amp;uuml;brigens u.v.a. der DGB und ver.di Freiburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die VVN-BdA habe sich mit TeilnehmerInnen an Protesten gegen ein &amp;ouml;ffentliches Gel&amp;ouml;bnis der Bundeswehr in Stuttgart solidarisiert, gegen die deshalb staatsanwaltschaftlich ermittelt wurde, und sich gegen die &lt;em&gt;&amp;sbquo;Kriminalisierung legitimen Protestes&amp;lsquo;&lt;/em&gt; gewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus diesen allt&amp;auml;glichen Beispielen f&amp;uuml;r ein viel umfassenderes Eintreten der VVN-BdA gegen Faschismus und Neofaschismus, f&amp;uuml;r Frieden und Demokratie eine Gefahr f&amp;uuml;r die Verfassung abgeleitet werden kann, bleibt das Geheimnis des Geheimdienstes. Diese Verfassung legt im Gegenteil gro&amp;szlig;en Wert auf demokratisches Engagement und garantiert als Grundrechte u.a. die Meinungsfreiheit, die Pressefreiheit, die Versammlungsfreiheit und die Vereinigungsfreiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nachvollziehbarer Hinweis, warum die Organisation der Naziopfer und Antifaschisten VVN-BdA in diesem Bericht als verfassungsm&amp;auml;&amp;szlig;ig bedenklich auf die selbe Stufe gestellt wird, wie die Gesinnungsnachfolger ihrer damaligen Peiniger, die Rassisten, Neofaschisten und Rechtsterroristen von heute, ist nicht zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die VVN-Bund der Antifaschisten fordert Innenminister Gall und die Landesregierung auf, dem Beispiel der Mehrheit der Bundesl&amp;auml;nder zu folgen, diesem gespenstischen Treiben des Landesamtes f&amp;uuml;r Verfassungsschutz ein Ende zu setzen und die Verunglimpfung antifaschistischen Engagements durch die j&amp;auml;hrliche Erw&amp;auml;hnung der VVN-BdA im Landesverfassungsschutzbericht einzustellen.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;quelle&quot;&gt;Quelle: Pressemitteilung 15.05.2012&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;quelle&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;quelle&quot;&gt;Via &lt;a href=&quot;http://esslingen.vvn-bda.de/artikel/2012/20120515.html&quot;&gt;VVN-BdA Kreisverband Esslingen&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Wed, 16 May 2012 02:21:00 +0200</pubDate>
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    <category>verfassungsschutz</category>
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    <title>Wortlaut der Verbotsverfügung für OCCUPY in Frankfurt</title>
    <link>http://www.trueten.de/archives/7760-Wortlaut-der-Verbotsverfuegung-fuer-OCCUPY-in-Frankfurt.html</link>
            <category>Antirepression</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politische Rechte</category>
            <category>Politische und gewerkschaftliche Arbeit</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fritz Güde)</author>
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    &lt;p&gt;Dankenswerterweise hat die FR inzwischen Ausz&amp;uuml;ge aus der Verbotsverf&amp;uuml;gung &lt;a href=&quot;http://www.fr-online.de/frankfurt/blockupy-verbot--ziele-gibt-es-genuegend-,1472798,15210102.html&quot;&gt;ver&amp;ouml;ffentlicht&lt;/a&gt;, &amp;uuml;ber welche die Stadt Frankfurt sich vor dem Anblick der Proteste gegen die Herrschaft der Banken &amp;uuml;ber Europa retten will. Innenminister Rhein und seinesgleichen w&amp;auml;lzten sich  im hessischen Landtag immer noch in Erinnerungen an das, was ihrer Erinnerung  am 31. M&amp;auml;rz in der Hauptstadt des Kapitals passiert war. &lt;strong&gt;GEWALT!&lt;/strong&gt; Namenlose erschreckend sich w&amp;auml;lzende Verheerungswut, die anst&amp;auml;ndige Gesch&amp;auml;ftsleute  und Polizisten gleicherma&amp;szlig;en bedrohte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles wirkungsvoll im hessischen Parlament noch einmal ausgebreitet - im Wortsinn. Breit, aber nicht stark genug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war den Juristen um die Frankfurter Polizei offenbar klargeworden. Wie sie &amp;ouml;fter leidvoll erfahren hatten, schauen die Gerichte &amp;ouml;fter mal auf die Anmelder einer angeblich toddrohenden Demonstration. Und da m&amp;uuml;ssten sie feststellen, dass die Anmelder vom 31. M&amp;auml;rz gar nicht die gleichen sind wie die f&amp;uuml;r die BLOCKUPPY-Blockade. Was nichts f&amp;uuml;r Vertrauen in den alten Satz sagen soll: &lt;em&gt;&quot;Lass nur die Gerichte walten,und du wirst dein Recht halten&quot;.&lt;/em&gt; Nur sind auch die ungeneigtesten Richter darauf angewiesen, auf fr&amp;uuml;here Entscheidungen  R&amp;uuml;cksicht zu nehmen. Klassenjustiz ja! Aber es muss der Schein einer durchg&amp;auml;ngigen Konsequenz erzeugt und gewahrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also griffen die Juristen Frankfurts aufs Grunds&amp;auml;tzliche zur&amp;uuml;ck.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In der Verf&amp;uuml;gung hei&amp;szlig;t es deshalb :&lt;em&gt; &quot;um Hinweise auf Ausschreitungen und Gewalt suchende Aktivisten geht es in der Verf&amp;uuml;gung aber nur ganz am Rande. Die Stadt will vor allem &amp;bdquo;die von der Verfassung gesch&amp;uuml;tzten Grundrechte Berufsfreiheit und Eigentum&amp;ldquo; der in der Stadt lebenden und arbeitenden Menschen unverletzt sehen. Blockaden beeintr&amp;auml;chtigten die Rechte anderer Menschen, hei&amp;szlig;t es in der Verf&amp;uuml;gung: &amp;bdquo;So werden Verkehrsteilnehmer f&amp;uuml;r eine bestimmte Dauer in ihrer Bewegungsfreiheit behindert oder B&amp;uuml;rger mit Meinungen konfrontiert, denen sie nicht oder nur schwer ausweichen k&amp;ouml;nnen.&amp;ldquo;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Begr&amp;uuml;ndung macht Demonstrationen allgemein abh&amp;auml;ngig von der Willk&amp;uuml;r der Obrigkeit. Es lassen sich n&amp;auml;mlich keine Aufm&amp;auml;rsche einer unbestimmten Anzahl von Menschen denken, die nicht  die Bewegungsfreiheit anderer behindern- ob es sich um den ersten Mai handelt oder die Fronleichnamsprozession.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als unfreiwillig humoristische Beilage hat die Frankfurter Allgemeine eine Planaufstellung der Polizei beigef&amp;uuml;gt, mit welcher diese beweisen will, welche anderen Kundgebungen und Versammlungen durch die verwerflichen Auftritte der OCCUPY-Betreiber behindert werden k&amp;ouml;nnen. Da wird der Wochenmarkt auf der Konstabler-Wache als gef&amp;auml;hrdet hingestellt. Ungef&amp;auml;hr einen Kilometer entfernt vom &amp;auml;u&amp;szlig;ersten Treffpunkt von OCCUPY an der Hauptwache. Oder sehr lieb  wird auch ein Stand der&lt;em&gt; &quot;ZEUGEN JEHOVAHS&quot;&lt;/em&gt; als besonders sch&amp;uuml;tzenswert genannt. Meiner Kenntnis nach das erste Mal, dass die Polizei sich darum k&amp;uuml;mmern zu m&amp;uuml;ssen meint. Auch  die &lt;em&gt;&quot;Ordensleute f&amp;uuml;r den Frieden&quot;&lt;/em&gt; hat es erwischt. Sie werden gesch&amp;uuml;tzt- aber zugleich ihre Demonstration verboten. Zum Schutz - versteht sich. Diese Ordensleute stehen seit Jahrzehnten vor den gro&amp;szlig;en Bankh&amp;auml;usern Frankfurts - und haben die lange Zeit keinen Banker mit dem Bu&amp;szlig;g&amp;uuml;rtel ausgepeitscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht originell, aber selten so offen ausgesprochen- das zweite Argument. Demnach werden B&amp;uuml;rger bei dieser- wie jeder- Demonstration mit Meinungen konfrontiert,&quot;denen sie nicht oder nur schwer ausweichen &quot; k&amp;ouml;nnen. Gerade das habe ich unbescheidenerweise immer f&amp;uuml;r den eigentlichen Zweck von Demonstrationen gehalten. Denen, die am liebsten bei allem wegschauen, unbequem werden. Sie mit der Nase in den Dreck sto&amp;szlig;en, den sie mitverursacht oder zumindest geduldet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon bei den Auseinandersetzungen um Startbahn West erfanden geschickte Ideologen das Prinzip der &lt;em&gt;&quot;negativen Meinungsfreiheit&quot;&lt;/em&gt;.Es sollte das Recht garantieren, gewisse Unannehmlichkeiten des &amp;ouml;ffentlichen Lebens und der Regierungen nicht zur Kenntnis zu nehmen, wenn man nicht wollte. Damit kamen die t&amp;uuml;chtigen Grundrechtsverdreher au&amp;szlig;erhalb weniger juristischer Denkerkreise nicht durch. Tats&amp;auml;chlich w&amp;uuml;rde die Anerkennung eines solchen Rechtes genau das honorieren, was nachtr&amp;auml;glich den Deutschen w&amp;auml;hrend der Zeit des Faschismus immer vorgeworfen wurde. Dass sie zw&amp;ouml;lf Jahre lang immer angestrengt weggeschaut haben. Wenn das als Grundrecht gilt, wird nicht nur nach Belieben jede Demonstration strafbar, die auf dunkle Punkte aufmerksam macht. Sondern jede Aufforderung zu Demokratie nicht nur als Bundestagsplappern, sondern als Lebensprinzip. Demokratie fordern muss zwangsweise hei&amp;szlig;en: Raus aus der Sofa-Ecke. Wenigstens wahrnehmen, was sie mit Dir anstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist die amtliche Verbotsverf&amp;uuml;gung f&amp;uuml;r die Zukunft zun&amp;auml;chst der Rechtsprechung, dar&amp;uuml;ber hinaus der gelebten Demokratie viel gef&amp;auml;hrlicher als das Gewaltges&amp;uuml;lze, wie es zur Begleitung im hessischen Landtag abgef&amp;uuml;llt wird. Sie d&amp;uuml;rfen damit nicht durchkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PS: Sicher ist der Weg zum Verwaltungsgericht nicht das eigentlich schlagende Argument. Das werden auf jeden Fall diejenigen liefern, die in gro&amp;szlig;en Mengen demonstrieren, ob das nun gerichtlich genehm ist oder nicht. Trotzdem ist der juristische Kampf nicht einfach als lasch zu verwerfen. Und zwar deshalb, weil jede Gerichtsentscheidung  eine Selbstfestlegung der Machthabenden bedeutet. Was einmal beschlossen wurde, zeichnet einen Weg ab- und damit g&amp;uuml;nstigenfalls einen Bewegungsraum f&amp;uuml;r alle Bewegungen. Der Gang zum Gericht ersetzt  nicht den aktuellen Kampf, aber er garantiert zeitweise seine Entfaltungsm&amp;ouml;glichkeit. Es erfordert auf jeden Fall eine zus&amp;auml;tzliche Anstrengung der Machthaber, jahrelang hingenommene Handlungen vor aller Welt zum Gesetzesversto&amp;szlig; zu erkl&amp;auml;ren.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://notroika.linksnavigator.de/petition/protest-gegen-das-verbot-von-blockupy-frankfurt&quot;&gt;Protesterkl&amp;auml;rung gegen das Verbot&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://blockupy-frankfurt.org&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/header2.png&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 10 May 2012 14:11:04 +0200</pubDate>
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