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    <title>trueten.de - Willkommen in unserem Blog! - Manipulation</title>
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    <description> &quot;Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!&quot; (Kurt Tucholsky)</description>
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        <title>RSS: trueten.de - Willkommen in unserem Blog! - Manipulation -  &quot;Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!&quot; (Kurt Tucholsky)</title>
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    <title>Frankfurt: Stadt beantwortet Gesprächsangebot von Blockupy mit Demo-Verbot</title>
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            <category>Antirepression</category>
            <category>Manipulation</category>
            <category>Politische Rechte</category>
            <category>Politische und gewerkschaftliche Arbeit</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Die Stadt Frankfurt hat die erneute Bitte des Blockupy-B&amp;uuml;ndnisses um  einen Gespr&amp;auml;chstermin mit einem Verbot der f&amp;uuml;r den 19. Mai angemeldeten  europ&amp;auml;ischen Demonstration beantwortet. Eine entsprechende E-Mail hat  der Anmelder der Demo, Werner R&amp;auml;tz von Blockupy, heute Nachmittag  erhalten. Darin hei&amp;szlig;t es, die Verbotsverf&amp;uuml;gung sei unterwegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Hier  wird das Demonstrationsrecht in einer Weise mit den F&amp;uuml;&amp;szlig;en getreten, die  fast sprachlos macht. Eine solche Missachtung eines der wichtigsten  Grundrechte unserer Verfassung habe ich bisher noch nicht erlebt&quot;, sagte  Werner R&amp;auml;tz. &quot;In Frankfurt droht die Demokratie ernsthaft Schaden zu  nehmen &amp;ndash; unabh&amp;auml;ngig davon, dass das Verbot juristisch und faktisch  keinen Bestand haben wird.&quot; Sobald die Verbotsverf&amp;uuml;gung vorliegt, wird  das B&amp;uuml;ndnis beim zust&amp;auml;ndigen Verwaltungsgericht Widerspruch einlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am  Montag waren bereits zw&amp;ouml;lf Verbotsverf&amp;uuml;gungen bei Blockupy eingegangen,  die sich auf Kundgebungen, Mahnwachen und Pl&amp;auml;tze f&amp;uuml;r Camps bezogen.  Gegen diese zw&amp;ouml;lf Verf&amp;uuml;gungen hat das B&amp;uuml;ndnis ebenfalls bereits Klage  eingereicht. Laut Gericht k&amp;ouml;nnen die Entscheidungen bis Anfang der Woche  dauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Offenbar geh&amp;ouml;rt es zur Strategie des  Ordnungsdezernenten, Gespr&amp;auml;chsangebote von uns mit Verboten zu  beantworten&quot;, stellte Blockupy-Sprecher Christoph Kleine fest. Markus  Frank (CDU) hatte in den Medien verlautbaren lassen, er sei nur zu  Gespr&amp;auml;chen bereit, sollte das Blockupy-B&amp;uuml;ndnis auf Blockaden verzichten.  Christoph Kleine: &quot;Das Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit ist keine  Verhandlungsmasse! W&amp;auml;hrend der Blockupy-Tage wird es auch Aktionen des  Zivilen Ungehorsams geben, f&amp;uuml;r die selbstverst&amp;auml;ndlich niemand eine  Genehmigung der Stadt erwartet. Verboten wurden hier aber Kundgebungen,  eine Demo, Konzerte, etwa mit Konstantin Wecker, Mahnwachen und Fl&amp;auml;chen  f&amp;uuml;r das Camp!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das B&amp;uuml;ndnis betonte erneut, dass von seinen  Aktionen keine Eskalation ausgehen wird. Es gehe darum, mit bunten,  vielf&amp;auml;ltigen Aktionsformen drei Tage lang in der Innenstadt der  Finanzmetropole Frankfurt den Protest gegen die Verarmungspolitik der  Troika sichtbar zu machen. Blockupy-Sprecher Martin Behrsing sagte: &quot;Es  soll niemand gef&amp;auml;hrdet oder verletzt werden, keine Unbeteiligten, keine  Bankangestellten, keine Protestteilnehmerinnen und Protestteilnehmer und  auch keine Polizistinnen und Polizisten. So bereiten wir die Aktionen  vor, und das wird &amp;uuml;ber alle Kan&amp;auml;le kommuniziert. Und das wird auch so in  den Aktionstrainings ge&amp;uuml;bt.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wies Blockupy die  Gleichsetzung von Massenblockaden mit Gewalt zur&amp;uuml;ck. Auch rechtlich sind  Massenblockaden keine N&amp;ouml;tigung, sondern Ordnungswidrigkeiten, wie das  Bundesverfassungsgericht bereits 1995 in seinem so genannten  Mutlangen-Urteil feststellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://www.blockupy-frankfurt.org/de/node/355&quot;&gt;Pressemitteilung 8.5.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://notroika.linksnavigator.de/petition/protest-gegen-das-verbot-von-blockupy-frankfurt&quot;&gt;Protesterkl&amp;auml;rung gegen das Verbot&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://blockupy-frankfurt.org&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/header2.png&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 09 May 2012 16:48:16 +0200</pubDate>
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    <title>Schwarz-Grün verbietet Protest gegen Frankfurts Banken</title>
    <link>http://www.trueten.de/archives/7752-Schwarz-Gruen-verbietet-Protest-gegen-Frankfurts-Banken.html</link>
            <category>Manipulation</category>
            <category>Politische Rechte</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fritz Güde)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Dass der Frankfurter Magistrat sich herausgenommen hat, den &lt;a href=&quot;http://blockupy-frankfurt.org&quot;&gt;BLOCKUPY-Protestmarsch&lt;/a&gt; gegen EZB und das ganze Bankensystem zu &lt;a href=&quot;http://blockupy-frankfurt.org/de/node/324&quot;&gt;verbieten&lt;/a&gt;, d&amp;uuml;rfte inzwischen bekannt sein. Dass damit noch nicht das letzte Wort gesprochen ist, auch. Das Verbot wurde ausgesprochen vom zust&amp;auml;ndigen Dezernenten aus der CDU. Unterst&amp;uuml;tzt von der noch amtierenden Oberb&amp;uuml;rgermeisterin Roth. Gerechtfertigt mit den &amp;uuml;blichen Meldungen aus entlegenen Gegenden. In Italien und Berlin &amp;uuml;bten sie schon, wie man Blockaden errichtet und verteidigt. In alle Werbevideos immer wieder Bilder vergangener Demos eingestreut. Huch! Das k&amp;ouml;nnen wir unseren Frankfurter Banken und Verkaufsl&amp;auml;den nicht zumuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die CDU wiederholt hier nur, was sie sich und ihren Mitgliedern seit Jahrzehnten  eingebl&amp;auml;ut hat. Es kann nicht weiter verwundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht besonders erw&amp;auml;hnt wurde in den &amp;uuml;brigen Bl&amp;auml;ttern des Landes, wer am Beschluss mitgewirkt haben muss. Eben die GR&amp;Uuml;NEN, die vor drei&amp;szlig;ig Jahren regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig ins gleiche Phosphorlicht getaucht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die GR&amp;Uuml;NEN, seit geraumer Zeit in engster Koalition mit der Frankfurter CDU.Zumindest einer leistete alles zur Stimmungmache gegen BLOCKUPY. Manuel Stock, Fraktionsvorsitzender dieser Gruppierung im R&amp;ouml;mer. Aus Gr&amp;uuml;n wird doch oft Gr&amp;uuml;nspan, wenn man nicht aufpasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Offenbacher Zeitung als Ortsbeilage der FR nicht &amp;uuml;berall zu greifen sein wird, einige &lt;a href=&quot;http://www.fr-online.de/frankfurt/occupy-camp-frankfurt-raeumung-kann-man-nie-ausschliessen,1472798,15113436.html&quot;&gt;pr&amp;auml;gnante Ausz&amp;uuml;ge&lt;/a&gt; aus der Rede, die - zur Einstimmung - einen Tag vor der Verbotsdrohung erschienen ist.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erst kommt er mit der Sauberkeit. Urgr&amp;uuml;n: Sch&amp;uuml;tzt unsere Gr&amp;uuml;nanlagen! Allerdings sehr selektiv. Die Protestierer hat man lange Zeit geduldet. Nicht aber Roma und Sinti und obdachlose Rum&amp;auml;nen, die sich da inzwischen eingeschlichen haben. N&amp;auml;mlich: &lt;em&gt;&quot;Man kann nicht in einer Gr&amp;uuml;nanlage dulden,was man andernorts in Gr&amp;uuml;nanlagen nicht dulden w&amp;uuml;rde. (...) F&amp;uuml;r Obdachlose gibt es andere Orte, gibt es Unterk&amp;uuml;nfte&quot;.&lt;/em&gt; Da bricht bei dem Gr&amp;uuml;nen durch das Natursch&amp;uuml;tzerische dann doch noch viel &amp;auml;lteres Denken. Als in Paris nach dem Schw&amp;auml;cherwerden der Stra&amp;szlig;enproteste das besetzte Theater ODEON ger&amp;auml;umt werden sollte, wurde genau so argumentiert. Vielleicht ein wenig sanit&amp;auml;rer. Da h&amp;auml;tten sich auch Ungeziefer angesammelt. Von der wirklich umst&amp;uuml;rzenden Idee, einen Ort zu schaffen, in welchem auch die geringsten ihr elendes Leben &amp;ouml;ffentlich machen sollten, war auf einmal keine Rede mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Frage des Reporters: &lt;em&gt;&quot;Es stehen Aktionen von Blockupy bevor,die Pl&amp;auml;tze und Stra&amp;szlig;en in Frankfurt besetzen wollen. Wie ist die Haltung der Gr&amp;uuml;nen?&quot;&lt;/em&gt; Antwort: &lt;em&gt;&quot;Bei den Demonstrationen am 31.M&amp;auml;rz in Frankfurt gab es &amp;Uuml;bergriffe auf Polizisten und Sachbesch&amp;auml;digungen,die wir nicht hinnehmen k&amp;ouml;nnen.&quot;&lt;/em&gt; Ein sch&amp;ouml;nes Beispiel gleitender Beweisf&amp;uuml;hrung. Erst schien es noch um die umhegte Natur im Wallgraben zu gehen (altgr&amp;uuml;ne Glaubensreste als Packpapier) - jetzt auf einmal um Verst&amp;ouml;&amp;szlig;e gegen das Ordnungsrecht. Die am 31.M&amp;auml;rz h&amp;auml;tten fr&amp;uuml;her in eine  Kleinglosse gepasst. Jetzt werden sie als &amp;uuml;berstandene Sintflut nacherlebt und gewinnbringend ausgemalt. So funktioniert Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mal sehen, wie sich die &amp;uuml;brigen Restgr&amp;uuml;nen im Bundesgebiet dazu verhalten. Vorsichtshalber vielleicht erst nach den Wahlen ?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: &lt;a href=&quot;http://notroika.linksnavigator.de/petition/protest-gegen-das-verbot-von-blockupy-frankfurt&quot;&gt;Protesterklärung gegen das Verbot&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://blockupy-frankfurt.org&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2361 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/header2.png&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Sat, 05 May 2012 11:36:12 +0200</pubDate>
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    <title>kritisch-lesen.de Nr. 17: Kampf um Arbeit</title>
    <link>http://www.trueten.de/archives/7750-kritisch-lesen.de-Nr.-17-Kampf-um-Arbeit.html</link>
            <category>Arbeit und Lohn</category>
            <category>Ausbildung</category>
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            <category>International</category>
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            <category>Politik und Gesellschaft</category>
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    <author>nospam@example.com (kritisch lesen)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/Jobcenter_Neuklln.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2358 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/Jobcenter_Neuklln.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: © Jörg Möller&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;P&amp;uuml;nktlich zum 1. Mai, dem Kampftag der Arbeiter_innenbewegung,  erschien die kritisch-lesen.de Schwerpunktausgabe zum umfangreichen  Themenfeld &amp;bdquo;Arbeit&amp;ldquo;. Die Tatsache, dass die Geschichte, die hinter  diesem Tag steht &amp;ndash; n&amp;auml;mlich der Haymarket Riot 1886 in Chicago und die  anschlie&amp;szlig;ende Ermordung von acht Anarchisten durch den Staat &amp;ndash; kaum mehr  Erw&amp;auml;hnung findet, ist einerseits ern&amp;uuml;chternd, andererseits aber auch  als Aufforderung zum Aktivwerden zu verstehen. An eben jene Geschichte  und an jene Ideen gilt es f&amp;uuml;r die Gegenwart anzukn&amp;uuml;pfen um aus dem 1.  Mai wieder einen &lt;em&gt;revolution&amp;auml;ren&lt;/em&gt; 1. Mai zu machen. Das Titelbild  dieser Ausgabe zeigt das Jobcenter Neuk&amp;ouml;lln &amp;ndash; eine Institution, die  darauf verweist, dass der Kapitalismus unter neoliberalen Vorzeichen  auch andere Schaupl&amp;auml;tze eines &amp;bdquo;Kampfs um Arbeit&amp;ldquo; hervorbringt, die weder  theoretisch noch praktisch ausgeblendet bleiben d&amp;uuml;rfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne ergr&amp;uuml;nden wir zun&amp;auml;chst mit Torsten Bewernitz und seiner Rezension &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/05/%E2%80%9Eempowerte-arbeiterklasse&quot;&gt;&amp;bdquo;Empowerte&amp;ldquo; Arbeiterklasse &lt;/a&gt;die  Frage, in wie weit heute Arbeitsk&amp;auml;mpfe noch im Zeichen der  Selbsterm&amp;auml;chtigung der Arbeiter_innen stehen und wie sich das in  diversen europ&amp;auml;ischen L&amp;auml;ndern in der Praxis auswirkt.  Auch der  franz&amp;ouml;sischer Soziologe Robert Castel hat sich in dem Buch &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/05/paternalismus-lohnarbeit-staatsfetisch&quot;&gt;&amp;bdquo;Die Krise der Arbeit&amp;ldquo;&lt;/a&gt; seine Gedanken zu aktuellen Fragen in der Arbeitswelt gemacht, von  denen Martin Birkner jedoch nur m&amp;auml;&amp;szlig;ig beeindruckt war. Die sich im Laufe  der Zeit ver&amp;auml;nderten Arbeits- und Besch&amp;auml;ftigungsbedingungen und die  m&amp;ouml;glichen Schl&amp;uuml;sse, die man als Gewerkschaftsaktivist_in daraus ziehen  kann (oder muss?), untersucht Torsten Bewernitz am Beispiel des Buches &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/05/dont-mourn-organize&quot;&gt;&amp;bdquo;Die Organisierung der Unorganisierbaren&amp;ldquo;&lt;/a&gt; von Hae-Lin Choi. In einem durch neoliberale Maximen bestimmten  Arbeitsmarkt ist es unabdingbar, dass jene, die sich dieser  Verwertungslogik nicht unterwerfen wollen oder k&amp;ouml;nnen, massiv unter  Beschuss geraten. Wie die &lt;em&gt;BILD&lt;/em&gt;-Zeitung und ihre Leser_innen gegen Arbeitslose herziehen, untersucht Andrea Str&amp;uuml;be in ihrer Rezension &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/05/eine-klasse-gegen-sich/&quot;&gt;&amp;bdquo;Eine Klasse gegen sich&amp;ldquo;&lt;/a&gt;. Franziska Plau besch&amp;auml;ftigt sich in &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/05/der-revolutionare-prinz-und-das-proletarische-dornroschen&quot;&gt;Der revolution&amp;auml;re Prinz und das proletarische Dornr&amp;ouml;schen&lt;/a&gt; mit den &amp;bdquo;Betriebsinterventionen&amp;ldquo; linksradikaler Studierender in  den1970er Jahren und damit, was man heute daraus lernen kann. Eine  innovative und interessante Facette des Arbeitskampfes im 21.  Jahrhundert sind die sogenannten &amp;bdquo;Militanten Untersuchungen&amp;ldquo; der Gruppe  FelS (F&amp;uuml;r eine linke Str&amp;ouml;mung). Mira Douro untersucht diese anhand der  dazu herausgegebenen Brosch&amp;uuml;re &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/05/von-der-fabrik-zum-jobcenter&quot;&gt;&amp;bdquo;Macht mit, macht&amp;acute;s nach, macht&amp;acute;s besser!&amp;ldquo;&lt;/a&gt;. Sebastian Kalicha geht in &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/05/gegen-die-mythen&quot;&gt;Gegen die Mythen &lt;/a&gt;zur&amp;uuml;ck  in die Zeit der spanischen Revolution und der franz&amp;ouml;sischen Volksfront  und besch&amp;auml;ftigt sich mit den Thesen des US-amerikanischen Historikers  Michael Seidman, der die Dynamiken in den selbstverwalteten Betrieben in  Barcelona und Paris dieser Zeit analysierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den weiteren aktuellen Rezensionen empfiehlt zun&amp;auml;chst Selma Haupt  den Sammelband &amp;bdquo;Irrsinn der Normalit&amp;auml;t&amp;ldquo; der Projektgruppe  Nationalismuskritik, weist in ihrer Rezension aber auch auf bisherige  Leerstellen bei der Erforschung des neuen &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/05/%E2%80%9Aendlich-wieder-deutsch-sein-durfen&quot;&gt;,Endlich wieder deutsch sein d&amp;uuml;rfen&amp;lsquo;&lt;/a&gt;-Nationalismus  hin. Mit dem Aushalten von Widerspr&amp;uuml;chen, Gegens&amp;auml;tzen oder  Mehrdeutigkeiten besch&amp;auml;ftigt sich Heinz-J&amp;uuml;rgen Vo&amp;szlig; in seiner Besprechung  von &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/05/ambiguitat-getilgt-von-der-europaischen-moderne&quot;&gt;Die Kultur der Ambiguit&amp;auml;t&lt;/a&gt; &amp;ndash; eine Studie, die aufzeigt, wie der europ&amp;auml;ische Anspruch der  eindeutigen Wahrheit auch den arabischen Raum beeinflusste. Paul Gensler  rezensiert den Roman &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/05/das-stille-bose-in-der-burgerlichen-existenz&quot;&gt;&amp;bdquo;Das Schweigen des Sammlers&amp;ldquo;&lt;/a&gt; des katalanischen Schriftstellers Jaume Cabr&amp;eacute;, der thematisch wie  stilistisch zwar eine interessante Richtung einschl&amp;auml;gt, allerdings auch  Raum f&amp;uuml;r fragw&amp;uuml;rdige Interpretationen l&amp;auml;sst. Christian Marazzi, der  Autor von &amp;bdquo;Verbranntes Geld&amp;ldquo;, analysiert in seiner neuesten Arbeit die  Finanzialisierung des Kapitals &amp;ndash; Adi Quarti stellt in seiner Besprechung  &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/05/kampf-um-arbeit/%E2%80%9CLINK%E2%80%9C&quot;&gt;&amp;bdquo;Sozialismus der Reichen&amp;ldquo;&lt;/a&gt; wichtige Aspekte dieser Analyse heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Monat finden im &amp;Uuml;brigen f&amp;uuml;nf Veranstaltungen von  kritisch-lesen.de statt, weil wir nicht nur abgeschottet von der  Au&amp;szlig;enwelt kritisch rezensieren, sondern auch mit euch gemeinsam  diskutieren wollen. Hier die Liste unserer Veranstaltungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freitag, 04.05., 20 Uhr, &lt;strong&gt;Bremen&lt;/strong&gt;, Infoladen: &amp;bdquo;Darum  Feminismus!&amp;ldquo; &amp;ndash; Buchvorstellung und Diskussion mit einer der  Herausgeberinnen, moderiert von Andrea Str&amp;uuml;be (kritisch-lesen.de). Mehr  Infos &lt;a href=&quot;http://femrefbremen.wordpress.com/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienstag, 08.05., 20 Uhr, &lt;strong&gt;Berlin&lt;/strong&gt;, Subversiv: &amp;bdquo;Linke  Fu&amp;szlig;ballfankultur &amp;ndash; geht das?&amp;ldquo; &amp;ndash; Vortrag und Diskussion mit Gabriel Kuhn,  moderiert von Gerd Dembowski. Mehr Infos &lt;a href=&quot;http://www.unrast-verlag.de/unrast,3,0,652.html&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittwoch, 09.05., 20 Uhr, &lt;strong&gt;Berlin&lt;/strong&gt;, Liniencaf&amp;eacute;: &amp;bdquo;Whiteness is  not abolished in a workshop, it is abolished in struggle&amp;ldquo; &amp;ndash; Vortrag und  Diskussion mit Gabriel Kuhn, moderiert von Laura Jan&amp;szlig;en  (kritisch-lesen.de). Mehr Infos &lt;a href=&quot;http://www.unrast-verlag.de/unrast,3,0,653.html&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montag, 14.05., 20 Uhr, &lt;strong&gt;Hannover&lt;/strong&gt;, Kulturzentrum Faust: &amp;bdquo;Krise  und Aufstand &amp;ndash; England im Sommer 2011&amp;ldquo; &amp;ndash; Moritz Altenried im Gespr&amp;auml;ch  mit Sebastian Friedrich (kritisch-lesen.de). Mehr Infos &lt;a href=&quot;http://www.kulturzentrum-faust.de/index.php?article_id=2623&amp;amp;clang=0%3Cbr%20/%3E&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntag, 20.05., 17 Uhr, &lt;strong&gt;K&amp;ouml;ln&lt;/strong&gt;, Autonomes Zentrum: &amp;bdquo;Krise und  Aufstand &amp;ndash; England im Sommer 2011&amp;ldquo; &amp;ndash; Moritz Altenried im Gespr&amp;auml;ch mit  Sebastian Friedrich (kritisch-lesen.de). Mehr Infos &lt;a   rel=&quot;gb_image[]&quot; href=&quot;http://bookfair.blogsport.eu/files/2012/04/flyer_20052012.jpg&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/05/kampf-um-arbeit/#more-3726&quot;&gt;Ausgabe Nr. 17&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 04 May 2012 16:46:00 +0200</pubDate>
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    <category>1. mai</category>
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    <title>Breivik: Vom klassischen Faschismus zur grundsteinlegenden Geste des Nichts.</title>
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            <category>Antifa</category>
            <category>Manipulation</category>
            <category>Medien</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fritz Güde)</author>
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    Vor dem Prozess gegen Breivik verbreiteten viele Angst vor allem, was der Massenmörder während der Verhandlung vorbringen könnte. Beschwichtigend wurde vorgebracht, am Ende würde das Urteil das lauteste und endgültige Wort sprechen. Oder: Breiviks 1600 gesammelte Seiten gingen sowieso am Verständnis der meisten vorbei. Das Wichtigste wurde bei dieser Vordiskussion übersehen: die Öffentlichkeit der Justiz ist unerlässlich, wenn sich die schweigende Hinrichtung durch Drohnen - nicht nur nach Obamas Geschmack - nicht als brillante Einheitslösung durchsetzen soll. Auch die alleröffentlichste Gerichtsbarkeit bleibt Klassenjustiz! Aber sie wird zu  nützlicher Kontrollierbarkeit  genötigt durch eine eingespielte öffentliche Meinung, die sich selbst zur Aufsicht nötigt. Ein Dimitroff hätte Göring im Reichstagsbrandprozess nicht offen zur Rede stellen können,wenn nicht zu Beginn der Nazi-Zeit die überlieferten Regeln des bürgerlichen Prozessrechts  noch stückweise in Kraft geblieben wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Eindruck, den die bisherigen Verhöre gemacht haben, vergleiche: &lt;a href=&quot;http://www.freitag.de/wochenthema/1217-wie-in-einem-horrorfilm&quot;&gt;&quot;Typisch Norwegen?&quot;&lt;/a&gt; (Der Freitag)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus brachte die öffentliche Anhörung des Rechten neuer Prägung aber  auch unverzichtbare Erkenntnisse über Stand und Richtung der Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wichtigste: Breivik sammelt europaweit Stimmen, die er für verwandt hält. In  den 1600 Seiten seines Sammelwerks  findet er überall geheime oder offenere Zustimmung. Insofern ist ihm etwas gelungen, woran die deutschen Nazis in Sieg und Niederlage scheiterten: ein  rechter Internationalismus. Wenn auch nur virtuell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkauft freilich durch Fixierung auf einen einzigen Feind. Unter Weglassung aller Details: Der Islam zerstört unser Europa. Damit wird zugleich eine zweite Saite angeschlagen, die den Nazis von Hause aus fremd war. Zwar wurde von der &lt;em&gt;&quot;Festung Europa&quot;&lt;/em&gt; in Zeiten der Not geklampft und gesungen, aber gehalten hat das Notgebilde nirgends.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Faschismen sahen sich am Ende an  den zugrundeliegenden Nationalismus gekettet - und demnach trotz aller Bemühungen isoliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Breivik hat sowohl in seiner Zitier - wie in seiner Versandtaktik es geschafft, Leute der &lt;em&gt;&quot;Wahren Finnen&quot;&lt;/em&gt; anzusprechen - wie auch Anhängerinnen und Anhänger von Frau Le Pen. Und viele mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Art des Rechts-Seins ist anschlussfähig. Kennzeichnend schon, dass er wohl keinen Augenblick  praktizierende Muslime vor seine Flinte zu bringen suchte, sondern die Verführer, die denen angeblich keinen Widerstand geleistet  hätten. Das waren die, die man unter Alt-Nazis als &lt;em&gt;&quot;liberal!&quot;, &quot;Weichei&quot;&lt;/em&gt; oder sonstwie als Verräter gekennzeichnet hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit waren frühere oder heutige Kommunistenjäger auf jeden Fall mitanzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernard Schmid hat in einer &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/03/reaktionen-der-extremen-rechten-nach-den-anschlagen-in-norwegen/&quot;&gt;kleinen Schrift schon aus dem letzten Jahr zusammengestellt&lt;/a&gt;, wie die angesprochenen Geistesverwandten in ganz Europa reagiert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gemeinsames Merkmal aller genannten Gruppen arbeitet er heraus, dass sie den ererbten Antisemitismus der Faschisten aufgegeben haben. Sie verehren in der Regel den Staat Israel. Wegen seines unbeirrbaren Siegeswillens und seiner Siege. Wie Breivik selbst ohne einen Augenblick des Mitgefühls mit getöteten Juden. Sowenig wie mit totgeschossenen Palästinensern. Es geht um den Triumph der Selbstbehauptung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und damit kommen wir zum Entscheidenden der neuen Rechten. So abstrus die Lehren der alten Nazis waren, man bekommt doch oft den Eindruck, dass sie wirklich an eine Grundsubstanz glaubten, die in Gefahr wäre,zu versinken. Unterzugehen. Und zu deren Rettung alles erlaubt wäre. Notwehr um das Lebensnotwendige zu retten- vor dem Angriff. Auch vor dem unmerklichen Verfall durch Zersetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo findet sich in Breiviks Zettelkasten ein solcher Ansatz von Glauben? Man entnimmt seinen Ausführungen etwas Beirrendes, schwer Verständliches: das, worauf er sich gründet, soll erst geschaffen werden. Durch die erhabene Geste. Die furchterregende Tat.Den begründenden Mythos. Diese Art der Selbstschöpfung findet sich vielleicht nach langem Bohren auch bei einem Goebbels. Aber verschüttet, dem Selbst verborgen unter lauter Glaubensbekenntnissen. So nackt und offen - so glaubenslos - hat sich rechte Gesinnung nie vorher präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmids Verdienst ist es, in seinem Überblick eine ähnliche Entwicklung bei Einzelnen in ganz Europa nachzuweisen. Angefangen bei Oriana Fallaci, der früher von vielen bewunderten Kriegsreporterin. In ihrem Wüten gegen den Islam an sich tritt nur noch Lebensangst hervor. Angst, der sie durch bloße Setzung der Zeichen ihres Abscheus zu begegnen sucht. Islam wird ohne Kennzeichnung seiner verschiedenen Strömungen zum Vernichtenden an sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Subtiler gehen die Anhänger der Frau LePen vor. Am Beispiel des von ihnen betriebenen Lobpreises des LAIZISMUS lässt sich am deutlichsten die Abkehr von gewissen Grundmythen des früheren Faschismus ablesen. Die französische dritte Republik hatte entschieden auf der Trennung von Kirche und Staat beharrt. In Frankreich gibt es außerhalb des Elsaß mit alten Verträgen keine Kirchensteuer und keinen staatlichen Pfarrergehalt. Maurras und seine Faschismus-nahen Freunde hatten das vor und nach Pétain immer bekämpft. Kirche war und blieb nötig - vor allem wegen ihrer disziplinierenden Funktion. Die LePenGruppe dagegen  hat Laizismus paradoxerweise als Heiliges entdeckt. Den Islam konsequenterweise dann als&lt;em&gt; &quot;Schänder&quot;&lt;/em&gt; eines urfranzösischen Vermächtnisses. Es ist wahr, dass Islam auf der Heiligung des ganzen Lebens besteht, und deshalb keine Sonderabteilungen zulassen will, in denen Allah nichts zu sagen hat.Nur - wenn LePen am nächsten Ersten Mai ihre Grundsatzrede zu den Wahlen anstimmen wird - wo tut sie das? Vor der Statue der von der Kirche heiliggesprochenen Jeanne d&#039;Arc. Und gibt damit zu, dass niemand auf dieser Erde sich von den ererbten religiösen Grundstimmungen losmachen kann. Dadurch können Schwierigkeiten entstehen. Sie könnten durch Untersuchung und Einfügung neuer Bauelemente gelöst werden. LePen will sie durch Entfernung aller Störenden lösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird aufschlussreich sein, wie Sarkozy als hauptberuflicher Opportunist sich mit dem rechten Nihilismus neuer Art akkommodieren wird. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 27 Apr 2012 15:08:08 +0200</pubDate>
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    <category>antifaschismus</category>
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    <title>Israel vs. Iran - Wie in 'Des Kaisers neue Kleider': Warum Grass recht hat</title>
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            <category>AntiAtom</category>
            <category>Antimilitarismus</category>
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    <author>nospam@example.com (Uwe-Jürgen Ness)</author>
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    &lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/big_24393044_0_295-186.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2341 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;295&quot; height=&quot;186&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/big_24393044_0_295-186.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Es ist ein wenig wie in dem M&amp;auml;rchen &lt;em&gt;Des Kaisers neue Kleider&lt;/em&gt;[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn001t&quot; href=&quot;#fn001f&quot;&gt;&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;], in dem ein Kind das ausspricht, was eigentlich alle wissen, aber aus untert&amp;auml;nigem Gehorsam gegen&amp;uuml;ber dem Monarchen und aus Staatsr&amp;auml;son verschweigen: Der Kaiser ist nackt. Was im M&amp;auml;rchen das Kind aus infantiler Unbedarftheit tut, macht in unserem Fall der gealterte Schriftsteller. Und so wie Franz Kafkas &lt;em&gt;&quot;Mann vom Lande&quot;&lt;/em&gt;[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn002t&quot; href=&quot;#fn002f&quot;&gt;&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;] nach lebenslangem Warten vor dem Gesetz wieder &lt;em&gt;&quot;kindisch&quot;&lt;/em&gt; (=nat&amp;uuml;rlich unbefangen) wird, nachdem er endlich den &lt;em&gt;&quot;Glanz, der unverl&amp;ouml;schlich aus der T&amp;uuml;re des Gesetzes bricht&quot;&lt;/em&gt;[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn003t&quot; href=&quot;#fn003f&quot;&gt;&lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;], gesehen hat und ihm schlussendlich die entscheidende Einsicht gew&amp;auml;hrt wird, so schreibt G&amp;uuml;nter Grass mit &lt;em&gt;&quot;letzter Tinte&quot;&lt;/em&gt;[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn004t&quot; href=&quot;#fn004f&quot;&gt;&lt;sup&gt;4&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;], was offensichtlich ist: Der Iran hat keine Atombombe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kriegsl&amp;uuml;ge auf Vorrat&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor einigen Wochen schrieb das Online-Satire-Magazin Der Postillion: &lt;em&gt;&quot;Iran feiert, seit 20 Jahren kurz vor Fertigstellung von Atombombe[n] zu stehen.&quot;&lt;/em&gt;[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn005t&quot; href=&quot;#fn005f&quot;&gt;&lt;sup&gt;5&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;] Der Artikel des Satire-Magazins, das in diesem Fall durch den Nachweis entsprechender Medienmeldungen ungewollt seri&amp;ouml;s war, traf exakt ins Schwarze, was das Topos &lt;em&gt;&quot;Iran und Atombombe&quot;&lt;/em&gt; anbelangt. Dabei wird seit zwei Jahrzehnten seitens der Konzernpresse mit folgenden Setzungen gearbeitet: Erstens, der Iran sei generell eine zutiefst vitale Gefahr f&amp;uuml;r den Frieden in der Region. Zweitens, der Iran stelle insbesondere durch Unterst&amp;uuml;tzung von Terroristen eine Gefahr f&amp;uuml;r den Weltfrieden dar. Und schlie&amp;szlig;lich drittens, der Iran strebe die Vernichtung Israels an. Dabei fu&amp;szlig;t die letzte Behauptung auf einer falsch &amp;uuml;bersetzten Rede des iranischen Pr&amp;auml;sidenten Ahmadinedschad, die eigentlich l&amp;auml;ngst von den &amp;Ouml;ffentlich-Rechtlichen Sendern zur&amp;uuml;ckgenommen und zum Beispiel von der S&amp;uuml;ddeutschen Zeitung wie folgt richtiggestellt wurde. &lt;em&gt;&quot;Die Vernichtungsphantasien, die Iran unterstellt werden, gehen auf einen einzigen Satz zur&amp;uuml;ck: &#039;Israel must be wiped off the map.&#039; [&amp;hellip;] Ahmadinedschad sagte jedoch w&amp;ouml;rtlich: &#039;in rezhim-e eshghalgar bayad az safhe-ye ruzgar mahv shavad.&#039; Das bedeutet: &#039;Dieses Besatzerregime muss von den Seiten der Geschichte (w&amp;ouml;rtlich: Zeiten) verschwinden.&#039; Oder, weniger blumig ausgedr&amp;uuml;ckt: &#039;Das Besatzerregime muss Geschichte werden.&#039; Das ist keine Aufforderung zum Vernichtungskrieg, sondern die Aufforderung, die Besatzung Jerusalems zu beenden.&quot;&lt;/em&gt;[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn006t&quot; href=&quot;#fn006f&quot;&gt;&lt;sup&gt;6&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;] Doch wie die M&amp;auml;r von der angeblichen iranischen Atombombe h&amp;auml;lt sich auch diese Behauptung, die letztlich als bewusste Verleumdung fungiert, um zuk&amp;uuml;nftig einen Waffengang zu rechtfertigen &amp;ndash; gleichsam eine Kriegsl&amp;uuml;ge auf Vorrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal davon abgesehen, dass der Iran seit Jahrhunderten kein anderes Land &amp;uuml;berfallen oder einen Krieg begonnen hat, was man vom wichtigsten Verb&amp;uuml;ndeten des Westens in dieser Region oder von den NATO-L&amp;auml;ndern selbst nicht behaupten kann, erstaunt dann doch die Hartn&amp;auml;ckigkeit, mit der sich diese Propagandal&amp;uuml;ge seit zwei Jahrzehnten h&amp;auml;lt. Das Politikmagazin FOCUS behauptete zum Beispiel bereits 1993: der &lt;em&gt;&quot;Iran hat die Atombombe&quot;&lt;/em&gt;[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn007t&quot; href=&quot;#fn007f&quot;&gt;&lt;sup&gt;7&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;]. Es musste erst ein gealterter Schriftsteller und kurz zuvor ein Satire-Magazin kommen, um darauf hinzuweisen, wie lange schon mit entsprechenden Setzungen gearbeitet wird &amp;hellip;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;CIA: Keine Beweise f&amp;uuml;r iranische Atombombe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich wei&amp;szlig; alle Welt, dass im Iran die Existenz nicht einer einzigen Atombombe nachgewiesen ist. Die US-Geheimdienste meldeten bereits 2007, der Iran habe 2003 sein milit&amp;auml;risches Atomprogramm eingestellt. So schrieb DER SPIEGEL: &lt;em&gt;&quot;Die US-Geheimdienste haben ein neues Dossier zum Iran-Konflikt ver&amp;ouml;ffentlicht: Das Atomprogramm wurde demnach schon 2003 gestoppt, die Bedrohung ist geringer als gedacht. F&amp;uuml;r die Regierung Bush ein heikler Bericht - sie wies prompt zur&amp;uuml;ck, die Gefahr aufgebauscht zu haben.&quot;&lt;/em&gt;[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn008t&quot; href=&quot;#fn008f&quot;&gt;&lt;sup&gt;8&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;] Abermals wurde diese Einsch&amp;auml;tzung vor einigen Wochen erneuert, als sich alle US-Dienste in einer gemeinsamen Analyse darauf verst&amp;auml;ndigten, dass der Iran nicht nur keine Atombombe habe, sondern au&amp;szlig;erdem gar nicht nach dieser strebe. Die New York Times[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn009t&quot; href=&quot;#fn009f&quot;&gt;&lt;sup&gt;9&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;] sowie verschiedene Medien hierzulande berichteten dar&amp;uuml;ber, wie etwa der FOCUS: &lt;em&gt;&quot;Atomwaffen aus Teheran: Iran baut nach US-Berichten nicht an Atombombe.&quot;&lt;/em&gt;[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn010t&quot; href=&quot;#fn010f&quot;&gt;&lt;sup&gt;10&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;] Nat&amp;uuml;rlich kam dies dem israelischen Premierminister Netanjahu, der kurz danach zu AIPAC[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn011t&quot; href=&quot;#fn011f&quot;&gt;&lt;sup&gt;11&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;] und Pr&amp;auml;sident Obama in die USA reiste, um f&amp;uuml;r den kommenden Krieg die Trommeln zu r&amp;uuml;hren und von Obama den Persilschein f&amp;uuml;r einen &lt;em&gt;&quot;Milit&amp;auml;rschlag&quot;&lt;/em&gt; zu bekommen, so gar nicht zu pass. In offiziellen Verlautbarungen wurde die Geheimdienst-Analyse weitgehend &amp;uuml;bergangen, denn diese widerstrebt selbstverst&amp;auml;ndlich dem Konzept der gezielten Eskalation des Konflikts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Doppelte Standards des Westens&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/big_24392573_0_265-239.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2342 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;295&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/big_24392573_0_265-239.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Aktuell geht es nicht prim&amp;auml;r um die Menschenrechtssituation im Nahen und Mittleren Osten, um die vermutete Berechenbarkeit politischer Akteure oder um die innenpolitischen Verh&amp;auml;ltnisse, dazu, wie prek&amp;auml;r diese sind, gibt es eine Menge an Studien und Verlautbarungen. Vielmehr geht es Grass darum, vor der akuten Kriegsgefahr zu warnen, angesichts derer die Frage von Menschenrechtsverletzungen wegen des Risikos einer atomaren Verstrahlung bei Bombardierungen von Atomanlagen bzw. beim Einsatz von Atomwaffen zwangsl&amp;auml;ufig in den Hintergrund tritt. Denn wenn die atomare Verstrahlung bzw. Vernichtung einer ganzen Region droht, sind Fragen von sexueller Selbstbestimmung und demokratischer Mitbestimmung zwangsl&amp;auml;ufig sekund&amp;auml;r. Nur so viel: Wenn man etwa das politische System der beiden gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Akteure der Region - Saudi-Arabien und Iran - miteinander vergleicht, so kann man das eine System als feudal-absolutistische Monarchie und das andere als semidemokratische Theokratie bezeichnen. Zwar wurde rund ein Drittel der Kandidaten bei den Parlamentswahlen Anfang M&amp;auml;rz im Iran vom sog. W&amp;auml;chterrat nicht zugelassen, gleichwohl bewarben sich f&amp;uuml;r 290 Parlamentssitze weit &amp;uuml;ber 3000 Kandidaten &amp;ndash; der Iran ist also mitnichten eine monolithische Mullah-Diktatur, sondern kann am ehesten mit halbdemokratisch charakterisiert werden. In Saudi-Arabien hingegen (wie auch in fast allen Golfstaaten) finden &amp;uuml;berhaupt keine Wahlen statt. Dass Iran und Saudi-Arabien laut Amnesty International die Menschen- und Frauenrechte verletzten, ist evident, in beiden Staaten existiert &amp;uuml;brigens auch die Todesstrafe. Im Iran wird sie allerdings (gemessen an der Bev&amp;ouml;lkerungszahl) in den vergangenen Jahren leider wieder h&amp;auml;ufiger verh&amp;auml;ngt. Laut den aktuellen Jahresberichten von Amnesty International sitzen &amp;uuml;brigens auch in den USA rund 3200 Menschen nach entsprechenden Urteilen in sog. Todeszellen, w&amp;auml;hrend erst in 16 von 50 Bundesstaaten die Todesstrafe abgeschafft wurde. Nur in den USA und in vier kleineren L&amp;auml;ndern in ganz Nord-, Mittel- und S&amp;uuml;damerika wird die Todesstrafe &amp;uuml;berhaupt noch verh&amp;auml;ngt. Woran misst sich eigentlich zivilisatorischer Fortschritt und warum stellen die Politiker der Allparteienkoalition von CSU bis GR&amp;Uuml;NE etwa vor einigen Tagen im Bundestag die Todesstrafe in Wei&amp;szlig;russland an den Pranger und schweigen zu den USA? Aus eben demselben Grund heraus, aus dem sie eine rein fiktive Atombombe des Iran dramatisieren, die ca. 100-200 realen Atombomben Israels ignorieren und sogar mit der Lieferung von deutschen U-Booten deren Einsatz erst erm&amp;ouml;glichen: Doppelte Standards zur Durchsetzung machtpolitischer Interessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Amis Liebling: Saudi-Arabien&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W&amp;auml;hrend dem Iran gegen&amp;uuml;ber durch die USA und Israel offen mit Krieg bzw. sog. Milit&amp;auml;rschl&amp;auml;gen gedroht wird, erfreut sich Saudi-Arabien einer tiefen Zuneigung westlicher Regierungen. Diese &amp;auml;u&amp;szlig;ert sich zuletzt darin, dass die USA gleich 84 Kampfjets im Wert von 30 Mrd. US-Dollar an Saudi-Arabien liefern werden[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn012t&quot; href=&quot;#fn012f&quot;&gt;&lt;sup&gt;12&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;]. Schlagzeilen machten im letzten Sommer ferner die geplante Lieferung von 200 deutschen Panzern nach Saudi-Arabien, wobei die Bundesregierung nach wie vor die Auskunft dar&amp;uuml;ber verweigert, wann der Deal erfolgen soll bzw. sollte[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn013t&quot; href=&quot;#fn013f&quot;&gt;&lt;sup&gt;13&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;]. Des Weiteren bilden Bundespolizisten saudi-arabische Grenzsch&amp;uuml;tzer aus, beziehen daf&amp;uuml;r weiterhin aus Steuergeldern ihre Grundgeh&amp;auml;lter und bekommen zus&amp;auml;tzlich vom R&amp;uuml;stungskonzern EADS sog. Trainingshonorare f&amp;uuml;r ihren Auslandseinsatz.[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn014t&quot; href=&quot;#fn014f&quot;&gt;&lt;sup&gt;14&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;] Wohlgemerkt geschieht all dies in einem Land, das so sehr hochger&amp;uuml;stet ist, wie kein anderes am Persischen Golf, das von einem Despoten beherrscht wird, der nicht nur im eigenen Land, sondern auch in Bahrain Demokratiebewegungen blutig unterdr&amp;uuml;ckt und zu dessen kulturellen Gepflogenheiten es geh&amp;ouml;rt, am Freitag nach dem Moscheebesuch den &amp;ouml;ffentlichen Enthauptungen beizuwohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die &quot;J&amp;uuml;dische Stimme f&amp;uuml;r gerechten Frieden in Nahost&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den unterstellten Vernichtungsabsichten des Iran gegen&amp;uuml;ber Israel schreibt Die J&amp;uuml;dische Stimme f&amp;uuml;r einen gerechten Frieden in Nahost e.V. in ihrer bemerkenswerten Stellungnahme zum Grass-Gedicht: &lt;em&gt;&quot;Der Wunsch der im Iran Herrschenden, dass das &#039;zionistische Regime&#039; verschwinden m&amp;ouml;ge, hat seine genaue Entsprechung im Wunsch der USA und Israels, dass das &#039;islamistische Mullah-Regime&#039; verschwinden m&amp;ouml;ge. Unsere Medien und Politiker verteufeln das eine als &quot;Vernichtungsdrohung gegen die Bev&amp;ouml;lkerung&#039; und spielen das andere als &#039;berechtigte Forderung&#039; herunter.&lt;/em&gt;&quot;[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn015t&quot; href=&quot;#fn015f&quot;&gt;&lt;sup&gt;15&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;] Tats&amp;auml;chlich wird bis heute die falsche &amp;Uuml;bersetzung des Zitats von Ahmadinedschad, den man sicher als &lt;em&gt;&quot;politisch pathologisch&quot; &lt;/em&gt;bezeichnen kann, als Rechtfertigung f&amp;uuml;r einen geplanten Milit&amp;auml;rschlag oder Krieg gegen den Iran verwandt. Das Verdikt Irr- und Wahnsinn k&amp;ouml;nnte man mit einiger Berechtigung auch auf George W. Bush (z.B. wegen des Irak-Krieges mit der L&amp;uuml;ge der Massenvernichtungswaffen) oder auf Richard Nixon (geplanter Atombomben-Einsatz in Vietnam) und eine Vielzahl anderer Politiker anwenden. Nur die schiere Unterstellung, dass jemand etwas tun k&amp;ouml;nnte, zu dem er wie im Falle des iranischen Pr&amp;auml;sidenten weder die Instrumente, noch laut US-Geheimdiensten den ernsthaften Vorsatz hat, stellt weder im Strafrecht noch im V&amp;ouml;lkerrecht einen Grund dar, jemanden sozusagen prophylaktisch (&quot;pr&amp;auml;emptiv&quot;) aus dem Amt zu bomben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;V&amp;ouml;lkerrecht vs. Angriffsdrohungen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 295px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://www.trueten.de/gallery2/v/PolitikundGesellschaft/Friedenskampf/Siko2012/&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2343 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;295&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/IMG_4699.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Heike Hänsel, Bundestagsabgeordnete der LINKEN, auf einer Demonstration gegen die sog. &quot;Münchener Sicherheitskonferenz&quot;&lt;br /&gt;
Bild anklicken für mehr Fotos&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Der Iran hat im Gegensatz zu Israel den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet, was ihm die zivile Nutzung der Atomenergie ausdr&amp;uuml;cklich erlaubt. Man mag zur Atomtechnologie stehen wie man will und - wie ich selbst - sowohl deren milit&amp;auml;rische als auch sog. zivile Nutzung ablehnen. Aber dagegen, dass der Iran im September vorletzten Jahres in Bushehr ein Atomkraftwerk in Betrieb nahm, ist nach dem Atomwaffensperrvertrag nichts einzuwenden. Sehr wohl jedoch stellt es einen Bruch des V&amp;ouml;lkerrechts dar, wenn Israel allein deshalb einen Luftangriff androht[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn016t&quot; href=&quot;#fn016f&quot;&gt;&lt;sup&gt;16&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;], denn auch die Androhung milit&amp;auml;rischer Mittel ist durch die UN-Charta geahndet. DIE LINKE hingegen bezieht sich in ihrem neuen Programm positiv auf das V&amp;ouml;lkerrecht:&lt;em&gt; &quot;Die LINKE erachtet als internationalistische Partei das V&amp;ouml;lkerrecht und die Vereinten Nation als wichtigste Institutionen f&amp;uuml;r die friedliche Verst&amp;auml;ndigung zwischen den Staaten und Gesellschaften der Erde.&quot;&lt;/em&gt;[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn017t&quot; href=&quot;#fn017f&quot;&gt;&lt;sup&gt;17&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;] Daher unterst&amp;uuml;tzt DIE LINKE ausdr&amp;uuml;cklich G&amp;uuml;nter Grass, wenn er vor der Gef&amp;auml;hrdung des Weltfriedens warnt, wie es Wolfgang Gehrcke, au&amp;szlig;enpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE, gegen&amp;uuml;ber der Tageschau zum Ausdruck gebracht hat. Ein gerechter Frieden in Nahost kann nur durch einen Interessensausgleich stattfinden, den alle Akteure auf einer Augenh&amp;ouml;he aushandeln und nicht durch eine atomare Hegemonie einer Seite, die alle anderen Akteure bedroht. Daher ist an dieser Stelle sogar Guido Westerwelle beizupflichten, der in der aktuellen Diskussion tats&amp;auml;chlich doch meinte: &quot;Eine atomwaffenfreie Zone im Nahen und mittleren Osten ist und bleibt das Ziel der Bundesregierung.&quot;[&lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn018t&quot; href=&quot;#fn018f&quot;&gt;&lt;sup&gt;18&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;] Ein Forschritt w&amp;auml;re es sicherlich, wenn die Bundesregierung ihre Nahostpolitik nach dieser Pr&amp;auml;misse auch wirklich ausrichten w&amp;uuml;rde ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn001f&quot; href=&quot;#fn001t&quot;&gt;1&lt;/a&gt;] Hans Christian Andersen: M&amp;auml;rchen von Hans Christian Andersen. M&amp;uuml;nchen 1938. S. 89-93 (&lt;a href=&quot;http://gutenberg.spiegel.de/buch/1227/114&quot;&gt;Online im Projekt Gutenberg&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn002f&quot; href=&quot;#fn002t&quot;&gt;2&lt;/a&gt;] Franz Kafka: Gesammelte Werke. Bd. Der Proze&amp;szlig;. Frankfurt am Main 1983. S. 182ff. Vgl. dazu auch: &lt;a href=&quot;http://uweness.eu/das-gesetz-kafkas.html&quot;&gt;Das Gesetz Kafkas - Zu &quot;Vor dem Gesetz&quot; - Die T&amp;uuml;rh&amp;uuml;ter-Legende als Schl&amp;uuml;ssel zum Kafka-Verst&amp;auml;ndnis&lt;/a&gt;;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn003f&quot; href=&quot;#fn003t&quot;&gt;3&lt;/a&gt;] Ebd..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn004f&quot; href=&quot;#fn004t&quot;&gt;4&lt;/a&gt;] G&amp;uuml;nter Grass: &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/kultur/gedicht-zum-konflikt-zwischen-israel-und-iran-was-gesagt-werden-muss-1.1325809&quot;&gt;Was gesagt werden muss&lt;/a&gt;, 04.04.2012 (S&amp;uuml;ddeutsche Zeitung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn005f&quot; href=&quot;#fn005t&quot;&gt;5&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://www.der-postillon.com/2012/01/iran-feiert-seit-20-jahren-kurz-vor.html&quot;&gt;Iran feiert, seit 20 Jahren kurz vor Fertigstellung von Atombombe zu stehen&lt;/a&gt;, 30.01.2012 (Der Postillion)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn006f&quot; href=&quot;#fn006t&quot;&gt;6&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/kultur/umstrittenes-zitat-von-ahmadinedschad-der-iranische-schluesselsatz-1.287333&quot;&gt;Umstrittenes Zitat von Ahmadinedschad - Der iranische Schl&amp;uuml;sselsatz&lt;/a&gt;, 26.03.2008 (S&amp;uuml;ddeutsche Zeitung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn007f&quot; href=&quot;#fn007t&quot;&gt;7&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/politik/ausland/ausland-iran-hat-die-atombombe_aid_140210.html&quot;&gt;Der Iran hat die Atombombe&lt;/a&gt;, 25.01.1993 (FOCUS Nr. 4/1993)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn008f&quot; href=&quot;#fn008t&quot;&gt;8&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,521185,00.html&quot;&gt;US-Geheimdienste relativieren Gefahr durch Iran&lt;/a&gt;, 03.12.2007 (SPIEGEL Online)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn009f&quot; href=&quot;#fn009t&quot;&gt;9&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://www.nytimes.com/2012/02/25/world/middleeast/us-agencies-see-no-move-by-iran-to-build-a-bomb.html?_r=2&quot;&gt;U.S. Agencies See No Move by Iran to Build a Bomb&lt;/a&gt;, 24.02.2012 (New York Times)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn010f&quot; href=&quot;#fn010t&quot;&gt;10&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/politik/ausland/iran/atomwaffen-im-iran-cia-hat-keine-beweise-fuer-atombomben-bau_aid_717697.html&quot;&gt;Atomwaffen aus Teheran - Iran baut nach US-Berichten nicht an Atombombe&lt;/a&gt;, 25.02.2012 (FOCUS Online)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn011f&quot; href=&quot;#fn011t&quot;&gt;11&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de/2012/03-08/046.php&quot;&gt;Klartext: AIPAC &amp;ndash; die Pro-Israel-Lobby der USA&lt;/a&gt;, 08.03.2012, (junge Welt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn012f&quot; href=&quot;#fn012t&quot;&gt;12&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://www.tagesschau.de/ausland/usasaudiarabien102.html&quot;&gt;USA liefern 84 Kampfjets an Saudi-Arabien&lt;/a&gt;, 29.12.2011 (Tageschau)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn013f&quot; href=&quot;#fn013t&quot;&gt;13&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://direkteaktion.over-blog.de/article-kampagne-saudi-panzer-stoppen-85330399.html&quot;&gt;Kampagne: Saudi-Panzer stoppen&lt;/a&gt;, 01.12.2011, (Blog Direkte Aktion)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn014f&quot; href=&quot;#fn014t&quot;&gt;14&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespolizei-in-saudi-arabien-hart-an-der-grenze-1.1120387&quot;&gt;Bundespolizei in Saudi-Arabien: Hart an der Grenze&lt;/a&gt;, 14.07.2011 (S&amp;uuml;ddeutsche Zeitung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn015f&quot; href=&quot;#fn015t&quot;&gt;15&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://www.juedische-stimme.de/?p=687&quot;&gt;J&amp;uuml;dische Stimme f&amp;uuml;r gerechten Frieden in Nahost e.V.: Stellungnahme zum Gedicht von G&amp;uuml;nter Grass&lt;/a&gt;, 05.04.2012 (Homepage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn016f&quot; href=&quot;#fn016t&quot;&gt;16&lt;/a&gt;]&lt;a href=&quot;http://www.jpost.com/IranianThreat/News/Article.aspx?id=185060&quot;&gt; &#039;Israel has days to strike Bushehr&#039;&lt;/a&gt;, 17.08.2010, (Jerusalem Post)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn017f&quot; href=&quot;#fn017t&quot;&gt;17&lt;/a&gt;] Programm der Partei DIE LINKE, Beschluss der 2. Tagung des 2. Parteitages der Partei DIE LINKE am 21. Bis 23. Oktober 2011, Erfurt S. 47.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a class=&quot;fnf&quot; name=&quot;fn018f&quot; href=&quot;#fn018t&quot;&gt;18&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/print/welt_kompakt/article106157512/Guenter-Grass-liegt-daneben.html&quot;&gt;Westerwelle zitiert in: G&amp;uuml;nter Grass liegt daneben&lt;/a&gt;, 05.04.2012 (Welt Online)&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstveröffentlichung 7.4.2012 bei Uwe-Jürgen Ness: &lt;a href=&quot;http://uweness.eu/zu-israel-vs-iran.html&quot;&gt;Israel vs. Iran. Wie in &#039;Des Kaisers neue Kleider&#039;: Warum Grass recht hat&lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Fri, 13 Apr 2012 15:02:22 +0200</pubDate>
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