<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>

<rss version="2.0" 
   xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
   xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
   xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
   xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
   xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
   xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
    xmlns:creativeCommons="http://backend.userland.com/creativeCommonsRssModule" >
<channel>
    
    <title>trueten.de - Willkommen in unserem Blog! - Buchtipp</title>
    <link>http://www.trueten.de/</link>
    <description> &quot;Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann feyndt wird&quot; Thomas Müntzer</description>
    <dc:language>en</dc:language>
    <generator>Serendipity 1.6 - http://www.s9y.org/</generator>
    
    <image>
        <url>http://www.trueten.de/templates/bulletproof/img/s9y_banner_small.png</url>
        <title>RSS: trueten.de - Willkommen in unserem Blog! - Buchtipp -  &quot;Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann feyndt wird&quot; Thomas Müntzer</title>
        <link>http://www.trueten.de/</link>
        <width>100</width>
        <height>21</height>
    </image>

<item>
    <title>Wolfgang Pohrt: Schlägt die Tür wütend hinter sich zu</title>
    <link>http://www.trueten.de/archives/7723-Wolfgang-Pohrt-Schlaegt-die-Tuer-wuetend-hinter-sich-zu.html</link>
            <category>Buchtipp</category>
            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
    
    <comments>http://www.trueten.de/archives/7723-Wolfgang-Pohrt-Schlaegt-die-Tuer-wuetend-hinter-sich-zu.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.trueten.de/wfwcomment.php?cid=7723</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.trueten.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=7723</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Fritz Güde)</author>
    <content:encoded>
    &lt;!-- s9ymdb:2347 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;266&quot; height=&quot;448&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/36663_1.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;strong&gt;Statt Besprechung: Ermunterung gegen Depressionen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Brechts Stück &quot;Die Mutter&quot; stoßen mehrere Personen, die lesen lernen wollen und müssen, auf einen sehr missvergnügten Herrn,der es ihnen beibringen soll. Er ist seit Jahren genervter Lehrer und verwarnt die Lernbegierigen: Was bringt es schon, mit Buchstaben zu jonglieren? Ich habe den mal beim Theaterkreis der Mühle Renchen aus innerstem Mitempfinden zum  Besten gegeben. Die langen Jahrzehnte der Lehre - und was kam dabei heraus? Im Grunde: Nichts. Die unververdrossene Mutter Wlassow aber setzt dem Lehrer zu: &lt;em&gt;&quot;Wenn Dir Dein Wissen nichts wert ist, rück es trotzdem raus. -Uns kann es nur nützen&quot;&lt;/em&gt;. Dann folgt der kollektive Aufruf &quot;Lob des Lernens&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise hat auch Pohrt  sein Büchlein &lt;a href=&quot; http://www.heise.de/tp/artikel/36/36663/1.html&quot;&gt;&quot;Kapitalismus -Forever&quot;&lt;/a&gt; so verstanden. Er quengelt 110 Seiten lang, dass Marx uns nichts gebracht hat. Und dass der Kapitalismus wahrscheinlich der Menschen-Natur seit ewigen Zeiten am ehesten entspräche. Und das viele Lesen lenkt doch nur vom Revolutionsmachen ab. Schon Robert Kurz wird  S.49 verwarnt, weil er zehn Jahre fulltime Marx büffeln musste, um gegen die bestehende Gesellschaft rebellieren zu wollen. &lt;em&gt;&quot;Wer kann sich denn diesen Luxus leisten?&quot;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 12 nennt Pohrt es nachträglich Unfug, dass er selbst  für Zeiten ohne große revolutionäre Events Beschäftigung mit Marx gefordert hatte. Heute: &lt;em&gt;&quot;Warum das kurze Leben, statt es zu genießen, mit dem KAPITAL vertrödeln?&quot;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit freilich findet er sich bei Schopenhauer und seinesgleichen wieder. Schopenhauer beweist scheinbar schlüssig, dass der Mensch immer unglücklich sein wird. Entweder er hat nicht, was er braucht - und ist unglücklich, bis er es hat. Oder er hat es - und erliegt der Langeweile, weil er nichts mehr hat, wonach er sich sehnen kann. Streng logisch - und doch falsch! Das Genießen, das auch Pohrt anpreist, wird hier in seinen Möglichkeiten zu eng gesehen. Es besteht nicht nur im augenblicklichen Haben, sondern in einem ständigen Sich-Vorwegsein. Im Kampf um das Fehlende, Ersehnte liegt selbst schon eine Art Glück.&lt;br /&gt;
Selbst noch im Bücherschreiben über das Versäumte. Warum nämlich schreibt Pohrt, wenn es nicht darum ginge,noch in der Verneinung das Verschmähte zu bejahen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich stellt uns Pohrt vor die einfache Alternative: Kapitalismus total abschaffen - oder jede Anstrengung aufgeben! Eine Alternative dieser Art kann nie zu Ende gedacht werden.Weil der Kampf darum herausgefixt wurde. Ein Beispiel: Heinrich Mann hat im französischen Exil einen langen Roman über das Leben Heinrichs IV. von Navarra geschrieben. Viel verschlungener und lahmer, als sein &lt;em&gt;&quot;Untertan&quot;&lt;/em&gt; oder sein &lt;em&gt;&quot;Professor Unrat&quot;.&lt;/em&gt; Damals - im deutschen Kaiserreich - ging es ihm wirklich um Ja oder Nein. Zwanzig Jahre später - im Exil - aber um die Möglichkeiten, bei aller Verfluchtheit der Politik, mit ihren höllischen Mitteln- doch etwas für kurze Zeit Bleibendes zu schaffen. Wie die Garantie der Gewissensfreiheit zwischen Hugenotten und Katholiken in seinem Reich. Mann schreibt natürlich im Wissen, dass das &quot;Edikt von Nantes&quot;, das Freiheit verbürgen sollte, keine hundert Jahre gegolten hat. Es wurde von den direkten Nachfolgern des Königs Heinrich widerrufen, abgeschafft und durch religiöse Diktatur ersetzt. Scheinbar - mit Pohrt - ein Beweis, dass gegen den mit dem aufkommenden Kapitalismus verbundenen Zentralismus nichts zu machen ist. Nichts?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es blieb eines: lebhafte und bleibende Erinnerung an einen Zustand, in welchem das Undenkbare gedacht wurde, das bloß Geforderte Wirklichkeit geworden war. &lt;em&gt;&quot;Unterpfand&quot;&lt;/em&gt; - wie man früher feierlich sagte - der Wirklichkeit des Erträumten. Und das für alle Zeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pohrt wirft mit Theorieklötzchen um sich. So führt er versuchsweise den Kapitalismus auf das Bevölkerungswachstum zurück. Als natürliche Folge. Überlegt dabei keinen Augenblick, dass in mittelalterlichen Städten die Leute so dicht wie möglich zusammenhockten. Und es blieb doch beim Zunft- und Handwerkssystem. Übervölkerung ist eben ein Begriff, dessen Inhalt streng von dem Gebiet abhängt, auf welches er sich bezieht.&lt;br /&gt;
Deprimierend einem  Denker am Ende beim Herumkrauchen auf dem Boden zuzusehen. Trotzdem ist noch nicht alle Hoffnung verloren. Auch wenn Pohrt die Tür hinter sich zugeschlagen hat. Im Zorn. Was hindert uns, sie wieder aufzustoßen? Noch die unbeherrschte Wut des Autors, sein Ingrimm angesichts des Verlorenen, beweist zumindest eines: dass wir es nicht lassen können, über den Tellerrand hinauszuschauen.Über die gerade abgefüllte Portion Suppe hinweg. Wieso kann Pohrt nicht ohne Groll mitteilen: War alles nichts. Weil er jetzt noch an dem hängt, was er angeblich verwirft.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/product/3893201661/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=homepagetruet-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3893201661&quot;&gt;Kapitalismus Forever: Über Krise, Krieg, Revolution, Evolution, Christentum und Islam&lt;/a&gt;&lt;img src=&quot;http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=homepagetruet-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3893201661&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;&quot; style=&quot;border:none !important; margin:0px !important;&quot; /&gt; Edition Tiamat Frühjahr 2012 Preis: 13 Euro 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 16 Apr 2012 14:26:10 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.trueten.de/archives/7723-guid.html</guid>
    <category>kapitalismus</category>
<category>perspektive</category>
<category>revolution</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>kritisch-lesen.de Nr. 16: Zeugnisse des Anarchismus</title>
    <link>http://www.trueten.de/archives/7719-kritisch-lesen.de-Nr.-16-Zeugnisse-des-Anarchismus.html</link>
            <category>Antifa</category>
            <category>Antimilitarismus</category>
            <category>Buchtipp</category>
            <category>Erkenntnistheoretisches</category>
            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Krieg und Frieden</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
    
    <comments>http://www.trueten.de/archives/7719-kritisch-lesen.de-Nr.-16-Zeugnisse-des-Anarchismus.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.trueten.de/wfwcomment.php?cid=7719</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.trueten.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=7719</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (kritisch lesen)</author>
    <content:encoded>
    &lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/freedom-bookstore-london.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2346 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;40%&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/freedom-bookstore-london.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Wie bereits in Ausgabe 11 (&lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2011/11/debatten-praxen-des-anarchismus/&quot;&gt;Debatten und Praxen des Anarchismus&lt;/a&gt;)  im November letzten Jahres angek&amp;uuml;ndigt wurde, widmet sich &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/04/zeugnisse-des-anarchismus&quot;&gt;Ausgabe 16&lt;/a&gt; erneut dem Anarchismus. Dieses Mal wird sich den &amp;bdquo;Zeugnissen des  Anarchismus&amp;ldquo; zugewendet. Was ist darunter zu verstehen? Mit Zeugnissen  meinen wir zum Beispiel (Auto)Biografien, Werkausgaben, Memoiren,  Tageb&amp;uuml;cher, Textsammlungen etc. Dabei handelt es sich in der Regel um  Publikationen von oder &amp;uuml;ber Anarchist_innen, die einen gewissen  Bekanntheitsgrad in der Bewegung inne haben bzw. zu den so genannten  &amp;bdquo;Klassikern&amp;ldquo; z&amp;auml;hlen. Dies ist darauf zur&amp;uuml;ckzuf&amp;uuml;hren, dass diese Menschen  in Theorie und Praxis Bedeutendes f&amp;uuml;r die anarchistische Bewegung  geleistet haben, was Grund genug daf&amp;uuml;r ist, ihrer Arbeit die zweite  Anarchismus-Ausgabe auf kritisch-lesen.de zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Beginn macht das volumin&amp;ouml;seste Werk unter den besprochenen B&amp;uuml;chern: Emma Goldmans neu aufgelegte Autobiografie &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/04/%E2%80%9E-und-kein-mann-konnte-mich-aufhalten/&quot;&gt;Gelebtes Leben&lt;/a&gt; &amp;ndash; ein fast 1000-seitiger, gro&amp;szlig;formatiger Hardcover-Ziegel, den Regina  Wamper gelesen und besprochen hat. Dem nur ein Jahr nach Goldman  geborenen, aber bedeutend fr&amp;uuml;her gestorbenen Gustav Landauer (geb. 1870;  1919 von rechten Freikorps-Soldaten in M&amp;uuml;nchen ermordet) ist die zweite  Rezension gewidmet. Gabriel Kuhn bespricht den siebten Band mit dem  Titel &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/04/%E2%80%9Eaktivistische-mystik/&quot;&gt;Skepsis und Mystik&lt;/a&gt; aus Landauers &amp;bdquo;Ausgew&amp;auml;hlten Werken&amp;ldquo;. Besch&amp;auml;ftigt man sich mit Gustav  Landauer, so dauert es nicht lange bis auch Erich M&amp;uuml;hsam, sein Freund  und Genosse aus der M&amp;uuml;nchener R&amp;auml;terepublik, mit ins Spiel kommt. Der  1934 im KZ-Oranienburg ermordete M&amp;uuml;hsam hinterlie&amp;szlig; umfangreiche  Tagebuchaufzeichnungen, wovon k&amp;uuml;rzlich die ersten B&amp;auml;nde ver&amp;ouml;ffentlicht  wurden. Gabriel Kuhn &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/04/oktoberfest-und-anarchie/&quot;&gt;bespricht&lt;/a&gt; jenen, der die Jahre 1910-1911 zum Inhalt hat. Mit Errico Malatesta,  dem italienischen Anarchokommunisten, dem es stets zuwider war, sich  selbst in den Mittelpunkt zu stellen, und der sich daher auch beharrlich  weigerte, eine Autobiografie zu verfassen, besch&amp;auml;ftigt sich Sebastian  Kalicha. Er bespricht Malatestas &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/04/der-%E2%80%9Elenin-italiens/&quot;&gt; Ungeschriebene Autobiografie&lt;/a&gt;. Philippe Kellermann rezensiert die kommentierte Studienausgabe von Max Stirners &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/04/der-%E2%80%9Eeinzige-und-seine-studienausgabe/&quot;&gt;Der Einzige und sein Eigentum&lt;/a&gt;.  Stirner, der gemeinhin als wichtiger Vertreter des  Individualanarchismus gilt, musste nicht nur von Marx pers&amp;ouml;nlich,  sondern auch von vielen Anarchist_innen nicht immer solidarische Kritik  einstecken. Der Rezensent findet hingegen lobende Worte f&amp;uuml;r das Buch und  Stirners Philosophie. Die beiden letzten Rezensionen zum Schwerpunkt  widmen sich Anarchisten, die, im Gegensatz zu den bislang erw&amp;auml;hnten,  noch pers&amp;ouml;nlich in die j&amp;uuml;ngere Vergangenheit einwirken konnten: dem  Wobbly Sam Dolgoff und dem Anarchosyndikalisten Augustin Souchy. Eine  Rezension &amp;uuml;ber die ins Deutsche &amp;uuml;bersetzten Memoiren Dolgoffs und den  ambivalenten Eindruck, den Sebastian Kalicha davon hatte, sind in &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/04/die-geschichten-des-sam-dolgoff/&quot;&gt;Die Geschichte(n) des Sam Dolgoff &lt;/a&gt; zu lesen. Sebastian Friedrich hat sich mit der Textsammlung &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/04/pladoyer-fur-freiheitlichen-sozialismus/&quot;&gt;Anarchistischer Sozialismus&lt;/a&gt;, in der Beitr&amp;auml;ge Souchys zu verschiedenen Themen aus unterschiedlichen Epochen zusammengestellt wurden, besch&amp;auml;ftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiteren Rezensionen er&amp;ouml;ffnen wir diesmal mit einem Roman. Heinz-J&amp;uuml;rgen Vo&amp;szlig; widmet sich in &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/04/so-sehr-wie-es-nur-geht/&quot;&gt;So sehr, wie es nur geht&lt;/a&gt; der einf&amp;uuml;hlsam erz&amp;auml;hlten Geschichte der ineinander verliebten Jungs  &amp;bdquo;Ali und Ramazan&amp;ldquo;. Im Anschluss wirft Adi Quarti den Blick auf die  Kolumnen Jaques Ranci&amp;egrave;res, die j&amp;uuml;ngst in Buchform zusammengetragen  wurden und eine &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/04/zeit-ohne-widerspruch/&quot;&gt;&amp;ldquo;Chronik der Konsensgesellschaft&amp;ldquo;&lt;/a&gt; nachzeichnen. Historisch wird es in der letzten Rezension, in der sich Anja Gregor mit &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/04/medikalisierung-und-herrschaft/&quot;&gt;Medikalisierung und Herrschaft&lt;/a&gt; auf die Suche nach den Spuren der Medizin als patriarchales Herrschaftsinstrument macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Uuml;brigens: kritisch-lesen.de ist jetzt seit genau einem Jahr online!  Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich bei unseren Leser&lt;em&gt;innen,  Autor&lt;/em&gt;innen und Freund&lt;em&gt;innen, die uns in diesem anstrengenden, aber sehr  motivierenden ersten Jahr unterst&amp;uuml;tzt haben. Wir sind begeistert von  dem Anklang, den unser Projekt &amp;ndash; nicht nur im Netz &amp;ndash; findet. Die  Reaktionen und Besucher&lt;/em&gt;innenzahlen gehen weit &amp;uuml;ber das hinaus, was wir  erhofft haben. Auch im zweiten Jahr von kritisch-lesen.de werden wir  einmal im Monat eine Ausgabe mit einem Schwerpunkt ver&amp;ouml;ffentlichen und  dar&amp;uuml;ber hinaus Diskussionen und Buchvorstellungen veranstalten. Geplant  sind au&amp;szlig;erdem ein kleines kritisch-lesen.de-Festival mit  Diskussionsveranstaltungen und anschlie&amp;szlig;endem Konzert sowie ein Relaunch  unserer Homepage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel Spa&amp;szlig; beim kritischen Lesen!&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 15 Apr 2012 15:01:23 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.trueten.de/archives/7719-guid.html</guid>
    <category>anarchismus</category>
<category>erich mühsam</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>kritisch-lesen.de Nr. 15: Rechter Terror und &quot;Extremismus&quot;</title>
    <link>http://www.trueten.de/archives/7648-kritisch-lesen.de-Nr.-15-Rechter-Terror-und-Extremismus.html</link>
            <category>Antifa</category>
            <category>Buchtipp</category>
    
    <comments>http://www.trueten.de/archives/7648-kritisch-lesen.de-Nr.-15-Rechter-Terror-und-Extremismus.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.trueten.de/wfwcomment.php?cid=7648</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.trueten.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=7648</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (kritisch lesen)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/Antifa_unbekannt.png&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2311 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/Antifa_unbekannt.png&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: © NoName&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Im Oktober letzten Jahres wurden die Taten des &lt;em&gt;Nationalsozialistischen Untergrunds&lt;/em&gt; (NSU) bekannt. In einem Zeitraum von &amp;uuml;ber zehn Jahren ver&amp;uuml;bte die  Gruppe mit Unterst&amp;uuml;tzung eines bisher noch nicht in der Gesamtheit  erfassten Helfer_innenkreises zehn Morde, mindestens zwei  Sprengstoffanschl&amp;auml;ge und zahlreiche Bank&amp;uuml;berf&amp;auml;lle. Welche Rolle dabei  diverse Geheimdienste und Ermittlungsbeh&amp;ouml;rden gespielt haben, ist immer  noch unklar, da die Verantwortlichen durch ihr beharrliches Schweigen  eine l&amp;uuml;ckenlose Aufkl&amp;auml;rung behindern. Sicher ist in diesem Zusammenhang  nur, dass die Taten der NSU den Beh&amp;ouml;rden schon l&amp;auml;ngere Zeit bekannt  waren und sie keineswegs davon &amp;uuml;berrascht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gro&amp;szlig;e Schweigen bestimmt ebenso die Reaktionen der  &amp;Ouml;ffentlichkeit. An den Gedenkveranstaltungen in Deutschland nahmen  jeweils nur einige hundert Menschen teil und auch Bekundungen der  Bundesregierung scheinen zu Lippenbekenntnissen zu werden, da bisher  nicht erkennbar ist, dass der Worte konkrete Taten folgen. Dass Neonazis  prinzipiell zum T&amp;ouml;ten bereit sind und dies durch ihre Ideologie  legitimiert sehen, sollte keine besondere &amp;Uuml;berraschung darstellen. Nur  wenige Monate vor dem Bekanntwerden der Taten des NSU kam es in Norwegen  zu einem rechten Anschlag mit 77 Toten. Der ambivalente Mediendiskurs,  der von einem islamistischen Terroranschlag bis zur Annahme eines  &amp;bdquo;geistig verwirrten&amp;ldquo; Einzelt&amp;auml;ters reicht und sich durch rechte Blogs bis  hin zu links-liberalen Tageszeitungen zog, wird im von Jorane Anders  rezensierten Band &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/03/gegen-entpolitisierung-und-extremismustheorie/&quot;&gt;&amp;bdquo;,Das hat doch nichts mit uns zu tun!&amp;lsquo; Die Anschl&amp;auml;ge in Norwegen in deutschsprachigen Medien&amp;ldquo;&lt;/a&gt; nachgezeichnet. Welche ideologische Verantwortung hingegen die  europ&amp;auml;ische extreme Rechte an solchen Taten hat und wie sich die dadurch  in den Fokus ger&amp;uuml;ckten sogenannten Rechtspopulisten verhalten haben,  beschreibt Michael Lausberg in der Besprechung des Buchs &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/03/reaktionen-der-extremen-rechten-nach-den-anschlagen-in-norwegen&quot;&gt;&amp;bdquo;Distanzieren Leugnen Drohen. Die europ&amp;auml;ische extreme Rechte nach Oslo&amp;ldquo;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W&amp;auml;hrend im skandinavischen Raum als Reaktion auf die begangenen Morde  eine zum Teil kritische Aufarbeitung der politischen und  gesellschaftlichen Verantwortung stattfindet, bleibt diese Debatte in  Deutschland weitgehend aus. Eine kritische Auseinandersetzung ist von  politisch Verantwortlichen, die seit Jahrzehnten eine &amp;bdquo;extremistische&amp;ldquo;  Bedrohung an den R&amp;auml;ndern der Gesellschaft beschw&amp;ouml;ren, kaum zu erwarten.  Dass hingegen viel zu lange die Gefahr &amp;bdquo;linker Gewalt&amp;ldquo; &amp;ndash; untermauert  durch die &amp;bdquo;Extremismustheorie&amp;ldquo; &amp;ndash; in den Mittelpunkt ger&amp;uuml;ckt wurde,  verdeutlicht Ulrich Peters in seiner Rezension &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/03/der-politische-raum-als-hufeisen&quot;&gt;&amp;ldquo;Der politische Raum als Hufeisen&amp;rdquo;&lt;/a&gt;.  Wie sich entgegen aller sachlichen Auseinandersetzungen zwei  konservative &amp;bdquo;Extremistenj&amp;auml;ger&amp;ldquo; eine &amp;bdquo;linksextreme&amp;ldquo; Gefahr auf 200  Seiten herbei schreiben, zeichnet Martin Brandt anhand des Buchs &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/03/der-deutschen-neues-sorgenkind&quot;&gt;&amp;bdquo;Linksextrem &amp;ndash; Deutschlands untersch&amp;auml;tzte Gefahr? Zwischen Brandanschlag und Bundestagsmandat&amp;ldquo;&lt;/a&gt; nach. Dass staatlich-repressive Ma&amp;szlig;nahmen kein ad&amp;auml;quates Mittel zur  Bek&amp;auml;mpfung extrem rechter Positionen sein k&amp;ouml;nnen, d&amp;uuml;rfte  zwischenzeitlich jeder_m deutlich geworden sein. Vielmehr bedarf es  unabh&amp;auml;ngiger Strukturen, die frei von staatstragender Einflussnahme eine  linke Gegenkultur etablieren. Wo diese stark ausgepr&amp;auml;gt ist, haben es  Neonazis und andere Rechte &amp;auml;u&amp;szlig;erst schwer sich zu etablieren.  Orientierung f&amp;uuml;r linke Gegenkultur bietet der von Tompa L&amp;aacute;ska  besprochene Band &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/03/antifa-eine-kritische-bestandsaufnahme&quot;&gt;&amp;bdquo;Antifa. Geschichte und Organisierung&amp;ldquo;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den weiteren aktuellen Rezensionen geht zun&amp;auml;chst Patrick Schreiner in &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/03/bildung-als-reservekasse&quot;&gt;&amp;ldquo;Bildung als Reservekasse&amp;rdquo;&lt;/a&gt; den Konsequenzen der K&amp;uuml;rzungen im Bildungsbereich nach, die aus der  &amp;bdquo;Schuldenbremse&amp;ldquo; der &amp;ouml;ffentlichen Haushalte resultieren. Sebastian  Friedrich widmet sich dem Buch &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/03/viel-sex-wenig-subversion&quot;&gt;&amp;bdquo;Sex und Subversion&amp;ldquo;&lt;/a&gt;,  welches emanzipatorische Potentiale von alternativen Pornofilmen  aufzusp&amp;uuml;ren versucht. Entt&amp;auml;uscht zeigt sich Phillipe Kellermann von  Michael Fischs &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/03/eine-biografie-als-eigentor&quot;&gt;Versuch einer Biographie Michel Foucaults&lt;/a&gt;.  Eine Br&amp;uuml;cke zu unserem Schwerpunkt schl&amp;auml;gt peps perdu, die sich der  Frage von Geschlechterverteilung und Geschlechterbildern in der extrem  Rechten anhand des Buches &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/03/geschlecht-und-extrem-rechte-einstellungsmuster-2&quot;&gt;&amp;bdquo;Rechtsextremismus und Gender&amp;ldquo;&lt;/a&gt; widmet. Wer sich f&amp;uuml;r linke Geschichte und Politik in S&amp;uuml;dtirol  interessiert, dem empfiehlt Gabriel Kuhn das ausf&amp;uuml;hrliche und umfassende  Buch &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/03/zwischen-fuhrer-und-duce&quot;&gt;&amp;bdquo;rote milben im gefieder&amp;ldquo;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/03/rechter-terror-und-extremismus/#more-3546&quot;&gt;Hier gehts zur kompletten Ausgabe&lt;/a&gt;. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 06 Mar 2012 18:16:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.trueten.de/archives/7648-guid.html</guid>
    <category>antifaschismus</category>
<category>extremismustheorie</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>kritisch-lesen.de Nr. 14 Kapitalismus, Märkte, Krisen</title>
    <link>http://www.trueten.de/archives/7627-kritisch-lesen.de-Nr.-14-Kapitalismus,-Maerkte,-Krisen.html</link>
            <category>Buchtipp</category>
            <category>Erkenntnistheoretisches</category>
            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Theorie</category>
    
    <comments>http://www.trueten.de/archives/7627-kritisch-lesen.de-Nr.-14-Kapitalismus,-Maerkte,-Krisen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.trueten.de/wfwcomment.php?cid=7627</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.trueten.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=7627</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (kritisch lesen)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;   rel=&#039;gb_image[]&#039; href=&#039;http://www.trueten.de/uploads/kritisch-lesen_Februar_2012_4.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2299 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/kritisch-lesen_Februar_2012_4.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: © Jörg Möller&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Krisenzeiten sind Zeiten der Ver&amp;auml;nderung. Ver&amp;auml;nderung, nicht  notwendig hin zum Guten und zur Linken. Wenn Bundeskanzlerin Merkel f&amp;uuml;r  ihre Politik weithin Zustimmung erntet, und wenn die SPD von  Austerit&amp;auml;tspolitik nicht lassen will, dann ist die Frage durchaus  berechtigt, ob die Menschen in diesem Land die Tragweite der aktuellen  Ereignisse wirklich erkannt haben. Und doch zeichnet sich ein Wandel ab,  zwar nur sehr sanft und sicher nicht weitreichend genug, aber doch  deutlich: Das neoliberale und marktradikale Konzept des Kapitalismus ist  gescheitert. Liberale, die Steuersenkungen fordern, werden nicht mehr  ernst genommen, Teile der SPD gefallen sich in exzessiver  Selbstbezichtigung und selbst Merkel und Sarkozy sprechen sich f&amp;uuml;r eine  Finanztransaktionssteuer aus. Der Beispiele g&amp;auml;be es noch sehr viel mehr.  Zeit also, &amp;uuml;ber Krise, Kapitalismus und Neoliberalismus nachzudenken.  Diese Ausgabe von kritisch-lesen.de hat einen wirtschaftspolitischen,  einen polit-&amp;ouml;konomischen Schwerpunkt. Er setzt an der aktuellen Krise  an, geht aber auch dar&amp;uuml;ber hinaus und stellt grunds&amp;auml;tzlicher die Frage  nach vermeintlichen polit-&amp;ouml;konomischen Wahrheiten und deren  Entzauberung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Scheitern des Neoliberalismus stellt Patrick Schreiner in seiner Rezension von John Cassidys &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/02/das-%28zwischenzeitliche%29-scheitern-des-liberalen-marktradikalismus/&quot;&gt;How Markets Fail&lt;/a&gt; in den Mittelpunkt. Dabei macht er deutlich, dass selbst ohne eine  klare linke Positionierung des Autors diese Analyse des modernen  Kapitalismus mit Gewinn gelesen werden kann &amp;ndash; und dies gerade auch vor  dem Hintergrund der bis weit ins b&amp;uuml;rgerliche Feuilleton reichenden  Debatte um das Scheitern bestimmter Schulen der  Wirtschaftswissenschaften. In &amp;auml;hnlicher Weise zeigt Martin Koch in  seiner Besprechung von Elmar Altvaters Krisenanalyse &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/02/der-dreifachcharakter-der-krise/&quot;&gt;Der gro&amp;szlig;e Krach&lt;/a&gt; auf, dass und wie der Neoliberalismus gescheitert ist. Altvaters Buch  zeigt detailliert die Ursachen und den Verlauf der aktuellen Finanzkrise  auf. Ein Vergleich beider Rezensionen macht dabei das fruchtbare  Spannungsverh&amp;auml;ltnis deutlich, das zwischen der Analyse des  linksliberalen US-Journalisten Cassidy und des linken deutschen  Politikwissenschaftlers Altvater besteht. Kai Eicker-Wolf stellt  anschlie&amp;szlig;end in seiner Rezension von Georg F&amp;uuml;lberths kleinem B&amp;auml;ndchen &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/02/die-ruckkehr-eines-vermeintlichen-%E2%80%9Etoten-hundes/&quot;&gt;Das Kapital kompakt&lt;/a&gt; einen Versuch vor, das Marxsche Denken in einf&amp;uuml;hrender Form als  Alternative zu g&amp;auml;ngigen Kapitalismusanalysen wie auch zum  wirtschaftswissenschaftlichen Mainstream (wieder) in Stellung zu  bringen. Auch Fritz G&amp;uuml;de zeigt in seiner Besprechung von David Harveys &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/02/imperialismus-ein-tauglicher-begriff-zur-analyse/&quot;&gt;Der neue Imperialismus&lt;/a&gt; auf, dass &amp;auml;ltere Begriffe und Theorien linker Kapitalismusanalyse  keineswegs eingemottet geh&amp;ouml;ren. Gerade der Imperialismusbegriff, von  Harvey neu und in erfrischender Weise reaktiviert, zeige sich als  erkl&amp;auml;rungsstarkes Instrument. Der Schwerpunkt schlie&amp;szlig;t mit zwei  Rezensionen, die spezifische Erscheinungsformen eines vermeintlich  alternativen Wirtschaftens unter die Lupe nehmen &amp;ndash; und bei denen von  einer Krisenanalyse im engeren Sinne nicht mehr gesprochen werden kann.  Ismail K&amp;uuml;peli zeigt anhand von Gerhard Klas kritischer Analyse der &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/02/mikrokredite-die-losung-gegen-armut/&quot;&gt; Mikrofinanz-Industrie&lt;/a&gt;,  dass Kleinkredite keineswegs ein gelungenes Instrument zur  Armutsbek&amp;auml;mpfung darstellen. Patrick Schreiner setzt sich in seiner  Rezension von Irmi Seidls und Angelika Zahrnts &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/02/postwachstumistische-mythen/&quot;&gt;Postwachstumsgesellschaft&lt;/a&gt; kritisch mit den aktuellen wachstumskritischen Debatten auseinander. Er  versteht diese als &amp;bdquo;gef&amp;auml;hrlichen Wolf im (manchmal  antikapitalistischen) Schafspelz&amp;ldquo;, was auch Seidls/Zahrnts Sammelband  einmal mehr deutlich mache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Au&amp;szlig;erhalb des Schwerpunkts rezensiert Gabriel Kuhn &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/02/mehr-als-haider-und-strache/&quot;&gt;Und wir bewegen uns noch&lt;/a&gt; von Robert Foltin zu j&amp;uuml;ngeren sozialen Bewegungen in &amp;Ouml;sterreich. Das  Buch sei eine &amp;bdquo;Fundgrube an Information zu linken Diskussionen und  linkem Widerstand&amp;ldquo;. Sebastian Friedrich stellt anschlie&amp;szlig;end das Buch &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/02/rassismus-als-superlativ/&quot;&gt;Rassismus&lt;/a&gt; von Wulf D. Hund vor, das zwar hervorragend die historischen  Zusammenh&amp;auml;nge und Kontinuit&amp;auml;ten bei der Konstruktion von Stereotypen  darstelle, aber in der vorgeschlagenen Rassismustheorie zu kritisieren  sei. Sebastian Kalicha nimmt abschlie&amp;szlig;end die Darstellung von &lt;a href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/02/rebellionen-von-heugabel-bis-kalaschnikow/&quot;&gt;Rebellionen von Heugabel bis Kalaschnikow&lt;/a&gt; in dem Buch &amp;bdquo;Der gro&amp;szlig;e Traum von Freiheit&amp;ldquo; genauer unter die Lupe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Pro)feministischen Leser&lt;em&gt;innen wird nicht entgangen sein, dass in  dieser Ausgabe weiblich sozialisierte oder identifizierte Autor&lt;/em&gt;innen  nicht vertreten sind. Selbstkritisch m&amp;uuml;ssen wir dazu anmerken, dass dies  nur die Zuspitzung einer Tendenz zu unausgewogenen  Geschlechterverh&amp;auml;ltnissen unter den Rezensent_innen von kritisch-lesen  darstellt &amp;ndash; eine Tendenz, die wir in Zukunft &amp;auml;ndern wollen und verst&amp;auml;rkt  ber&amp;uuml;cksichtigen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a title=&quot;Hier gehts zur kompletten Ausgabe&quot; href=&quot;http://www.kritisch-lesen.de/2012/02/kapitalismus-markte-krisen/#more-3505&quot;&gt;Hier gehts zur kompletten Ausgabe&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 26 Feb 2012 11:10:24 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.trueten.de/archives/7627-guid.html</guid>
    <category>anarchismus</category>
<category>feminismus</category>
<category>iperialismus</category>
<category>kapitalismus</category>
<category>kapitalismusanalyse</category>
<category>krise</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Tina Modotti: Fotografie und Kampf</title>
    <link>http://www.trueten.de/archives/7564-Tina-Modotti-Fotografie-und-Kampf.html</link>
            <category>Ausstellungen und Messen</category>
            <category>Buchtipp</category>
            <category>Foto</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
    
    <comments>http://www.trueten.de/archives/7564-Tina-Modotti-Fotografie-und-Kampf.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.trueten.de/wfwcomment.php?cid=7564</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.trueten.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=7564</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (redblog)</author>
    <content:encoded>
    &lt;!-- s9ymdb:2270 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;99&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://www.trueten.de/uploads/modotti.serendipityThumb.png&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;Die Biografie einer Fotografin zu verlegen, ohne eines ihrer Bilder abzudrucken, geht das? Ja. Das zeigt die gerade im Wiljo-Heinen-Verlag erschienene Biografie der Fotografin Tina Modotti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modotti war jedoch mehr als nur Fotografin. Die Kommunistin und Antifaschistin gab das Fotografieren auf, um ihr Leben dem politischen Kampf zu widmen. Die Autorin Christiane Barckhausen empfand Modottis Leben anfangs als Widerstreit zwischen Kampf und Kunst. Mit der nähren Beschäftigung mit der Persönlichkeit wurde ihr jedoch klar, dass es bei Modotti keinen Widerstreit zwischen den beiden Polen gab, sondern sie beides lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren am 16. August 1896 in Udine (Italien) wächst Assunta Adelaide Luigia Modotti Mondini, genannt Tina, in einer Arbeiterfamilie auf, deren Leben von Armut geprägt ist. Im Alter von 17 Jahren folgt sie ihrem Vater nach San Francisco und arbeitet dort als Näherin. Es zieht sie nach Los Angeles, wo sie als Schauspielerin in drei Filmen mitspielte. Hier lernt sie den Fotografen Edward Weston kennen, der sie in die Welt der Fotografie einführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der zwanziger Jahre zieht sie nach Mexiko, wo sie selber mit dem Fotografieren beginnt und in Kontakt mit mexikanischen Künstlern, darunter dem weltbekannten Diego Rivera, kommt. Die nachrevolutionäre Situation in dem Land politisieren die Fotografin, deren Arbeiten ebenfalls politischer werden. Ihre Arbeiten erscheinen in verschiedenen linken Zeitungen und Zeitschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 tritt sie der KP Mexiko bei, arbeitet unter anderem für die Rote Hilfe und organisiert die Solidaritätsarbeit für Nicaragua. Modotti beginnt eine Liebesbeziehung mit dem emigrierten kubanischen Revolutionär Julio Antonio Mella, der wenig später ermordet wird. &lt;br /&gt;
Die politische Situation verschärft sich, 1929 wird die KP verboten. Nach einem erfolglosen Mordanschlag auf den mexikanischen Präsidenten Pasqual Ortiz Rubio am 5. Februar 1930 wird Modotti und ihr Lebensgefährte Vittorio Vidali werden ausgewiesen. Über Rotterdam und Berlin kommen sie nach Moskau, wo die Kommunistin bei der Internationalen Roten Hilfe als Übersetzerin arbeitet. In Moskau hört sie auf dem Fotografieren. Ihre Arbeit für die Rote Hilfe führt sie nach Wien, Warschau, Madrid und Paris. Mit dem beginnenden Spanischen Bürgerkrieg reist sie 1936 nach Spanien, um dort am internationalistischen Kampf gegen den Faschismus teilzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg Francos kehrt sie mit Vittorio Vidali nach Mexiko zurück, wo sie in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar 1942 einem Herzanfall erliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barckhausen legt mit »Tina Modotti. Den Mond in drei Teile teilen« eine gut lesbares Biografie vor. Und es gelingt ihr dazustellen, warum Kampf und Kunst eben kein Widerspruch im Leben Modottis waren, wie es viele Biografen gern unterstellen, wenn sie von den „hellen und dunklen Jahren“ (Fotografie und Politik) im Leben der Antifaschistin sprechen. Und wer mehr über die fotografische Arbeit Modottis erfahren möchte, dem sei die Modotti-Ausstellung in der jW-Ladengalerie empfohlen. &lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de/ladengalerie/&quot;&gt;Noch bis zum 16. März 2012 sind dort 40 Fotografien ausgestellt&lt;/a&gt;. Es ist die sechste Modotti-Ausstellung in Berlin überhaupt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Christiane Barckhausen:&lt;/strong&gt; &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/product/3939828882/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=homepagetruet-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3939828882&quot;&gt;»Tina Modotti. Den Mond in drei Teile teilen«&lt;/a&gt;&lt;img src=&quot;http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=homepagetruet-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3939828882&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;&quot; style=&quot;border:none !important; margin:0px !important;&quot; /&gt;. Eine biographische Skizze. Wiljo-Heinen-Verlag, Berlin, ISBN 978-3-939828-88-4, 152 Seiten, 12,00 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Links:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
- Tina Modotti: &lt;a href=&quot;http://www.nadir.org/nadir/initiativ/rev_linke/sanat/tina/tina.html&quot;&gt;Fotografin, Revolutionärin und Internationalistin&lt;/a&gt;, mit Artikeln von Modotti&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;http://www.sfmoma.org/explore/collection/artists/5513/artwork&quot;&gt;Sammlung&lt;/a&gt; des San Francisco Museum of Modern Art&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;http://www.moma.org/collection/browse_results.php?criteria=O%3AAD%3AE%3A4039&amp;page_number=2&amp;template_id=6&amp;sort_order=1&quot;&gt;Sammlung&lt;/a&gt; des Museum of Modern Art 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 18 Jan 2012 08:51:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.trueten.de/archives/7564-guid.html</guid>
    <category>antifaschismus</category>
<category>antifaschisten</category>
<category>buchtipp</category>
<category>foto</category>
<category>fotografie</category>
<category>mexico</category>
<category>tina modotti</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/</creativeCommons:license>
</item>

</channel>
</rss>
