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Tuesday, 9. February 2010
Bahnchef Grube und die unangenehme Frage nach den Kosten für Stuttgart 21
Ein Video von J. v. Staudach zu den vom Bundesrechnungshof kritisierten Kosten für Stuttgart 21:
Siehe auch den Gastbeitrag und Fotos von Daniel Weigelt zur gestrigen Montagsdemo
Montagsdemo in Stuttgart gegen wahnwitzigen Bahnhofsneubau
Die Seite www.kopfbahnhof-21.de schreibt dazu:
Stuttgart 21 ist eines der teuersten und unsinnigsten Projekte der Deutschen Bahn AG, der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg, dessen Planung möglichst bald in der Schublade verschwinden sollte.
Alle Argumente von Stadt und Land haben sich als unwahr und falsch herausgestellt:
1. Die Stadt braucht kein Stuttgart 21, um an das europäische Hoch geschwindigkeits netz angeschlossen zu werden, sie ist es schon. Schon heute verkehren die ICE- und IC-Züge in alle Richtungen.
2. Mit Stuttgart 21 werden keine Fahrzeiten verkürzt. Der Fahrzeitgewinn des Durchgangsbahnhofs wird mit wenigen Minuten angegeben, die u. a. auch durch eine kürzere Haltezeit zustande kommen, aber wegen des zusätzlichen Halts am Flughafen wieder verloren gehen.
3. Die angeblichen Verbesserungen im Nahverkehr sind leere Versprechungen. Da die Züge im Nahverkehr vom Land bestellt werden müssen, wird kein Geld mehr für zusätzliche Bestellungen übrig sein. Das Land muss für die Vorfinanzierung von Stuttgart 21 aufkommen.
Eine Ausdünnung der Fahrpläne wird die Folge sein. Am Ende von Stuttgart 21 gibt es nicht mehr, sondern weniger Verkehr auf der Schiene.
Auch gegen den geplanten unterirdischen Bau und den Tunnel richten sich die Proteste. Die Befürchtungen sprechen von einer 10-jährigen, innerstädtischen Baugrube.
70000 Unterschriften wurden alleine in Stuttgart gegen das Konzept von „Stuttgart 21“ gesammelt. Wie gewohnt werden die von der herrschenden Politik ignoriert. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, hat in einer Umfrage ermittelt, das 58% der Baden-Würtemberger gegen das mehrere Milliarden teure Prestigeobjekt sind.
Interessant in diesem Fall ist, dass die Gegner von „Stuttgart 21“ ein Alternativkonzept vorgelegt haben, bekannt als „K21“. (K für Kopfbahnhof) Weitere Informationen dazu gibt es auf www.kopfbahnhof-21.de.
Bei den seit einiger Zeit stattfindenden Montagsdemos versammeln sich jedes Mal mehrere Tausend Menschen direkt am Hauptbahnhof in Stuttgart. Die folgenden Bilder sollen einen kleinen Eindruck vermitteln.
Die Demonstration am 8. Februar führte am Ende zum Rathaus von Stuttgart, wo die Bürger an einer Informationsveranstaltung zum Thema “Bonatz-Bahnhof und Urheberrecht” teilnehmen wollten. Als sie begannen, das Rathaus zu betreten, wurden dort, wohl aus Angst, ganz schnell die Türen verriegelt. Man kann sagen: Das Rathaus sperrte die Bürger aus.
[UPDATE] Nach aktuelleren Informationen wurden die Demonstranten ausgesperrt, weil die Veranstaltung bereits restlos überfüllt war. Weitere Bilder gibt es bei www.action-stuttgart.com.
Zuerst veröffentlicht im roten Blog
Monday, 8. February 2010
Heute wieder: Montagsdemo gegen "Stuttgart 21"
Tuesday, 2. February 2010
Stuttgart 21: Lügenpack!
Trotz der ungünstigen Zeit waren bereits um 12.15h sehr viele Aktivisten auf den Beinen. Auf dem Platz vor dem Nordbahnhof hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits 1.000 Menschen versammelt, die Zahl sollte bis zum Kundgebungsbeginn noch verdoppeln.
Bereits zu diesem Zeitpunkt fiel die blau gekleidete Bahnpolizei durch ein aggressives Verhalten gegenüber Passanten auf.
Der direkte Zugang von den S-Bahngleisen zu den Eilzügen über den Nordeingang bzw. über den nordwestlichen Eingang wurde verhindert. Nichts sollte die Feierlichkeiten der Herren Wirtschaftsgrößen und ihrer Lakaien (von manchen auch als Politiker beschimpft) stören.
Wie geplant wurden dann vor dem Nordeingang die Ballons mit heißer Luft zerstochen, die geplante Kundgebung wurde allerdings abgesagt, da die Masse sich nicht vom Eingang zum Bahnhof weg bewegen wollte. Und dies trotz wiederholter Durchsagen der Demonstrationsleitung.
Nachdem es immer deutlicher wurde, dass die "Prominenz" sich näherte, bewegte sich der Großteil der Veranstaltung in das Innere des Bahnhofs.
Der Bereich zwischen Gleis 1 und Gleis 6 wurde wie bereits erwähnt komplett durch die Polizei abgeriegelt. Alles in allem muss man jedoch sagen, dass sich die "normalen" Polizeikräfte zurückhielten.
Es ist im übrigen das typisches Kennzeichen einer Diktatur, dass sich die sogenannten Volksvertreter immer durch eine hohe Anzahl an Sicherheitsleuten vor dem ach so bösen Volk schützen müssen... ein Schelm wer hieraus seine Schlüsse für die Demokratie in Baden-Württemberg zieht, besonders im Zusammenhang mit der geplanten Verschärfung des Versammlungsrechts.....
Geradezu ohrenbetäubend wurde der Lärm als die ersten Offiziellen erschienen, Pfiffe und Rufe wie "Lügenpack" vermischten sich mit den alt gewohnten Forderungen "oben bleiben, oben bleiben!"
Hier wird wieder einmal deutlich, wie unglaubwürdig die Beteuerungen der Politiker sind, dass dieses Projekt die Zukunft für Stuttgart und Baden-Württemberg bedeutet. Falls diese Bürger wirklich einmal Vertrauen gehabt haben sollten, so wurde dies mit dieser Milliardengrube verspielt.
Geradezu blanker Hohn spricht aus den Worten von Bahnchef Grube, er können es nicht verstehen dass dieses "Geschenk für Stuttgart" so wenig Vorfreude auslöse....
Lieber Herr Grube, wir in Schwaben können rechnen und wir wissen, wenn wir verarscht werden sollen (zumindest wenn wir nicht das falsche Parteibuch haben...)
Und wenn mir ein Geschenk nicht gefällt, bin ich inzwischen in einem Alter, wo ich dieses auch ablehnen kann... behalten Sie Ihre Schulden doch einfach selbst. Wir jedenfalls werden nicht tatenlos zusehen, wie die Stuttgarter Innenstadt zu einem Krater wird.
Und noch etwas zum Thema Schulden (falls nichts anderes mehr hilft)....
Sunday, 31. January 2010
Was mir heute wichtig erscheint #185
Dienstbeflissen: Dienst ist Dienst. Oder: Der deutsche Untertan ist bei der Eisenbahn
Auswertung: Das Bundesministerium des Innern informiert: Bericht zur Auswertung der Sicherheitsmaßahmen zum NATO-Gipfel im April 2009
Rollenspiele: "(...) Das Oberverwaltungsgericht hingegen sagt: Blockadetraining (im öffentlichen Raum) nein; aber Rollenspiele und öffentliches Probesitzen ja und gibt der Stadt damit zum größten Teil Unrecht. Beim Blockadetraining könne es zu Nötigung kommen behauptet das OVG; Blockaden generell sind jedoch nicht strafbar. (...)" Dresden1302 via Woschod. Am Tag der Machtübertragung an die Nazis vor 87 Jahren fand in Dresden ein öffentliches Blockadetraining statt. Vor der Synagoge trafen sich 150 Menschen und haben erfolgreich für eine Blockade gegen den Naziaufmarsch am 13. Februar geübt.
Ausgehebelt: Nicht nur in Bayern, Baden - Württemberg, Niedersachsen und Sachsen geht es um das Recht auf Versammlungsfreiheit, in Wien wurde in Zusammenhang mit dem rechten bis rechtsextremen Burschenschafterball in der Hofburg nach einer Pressemitteilung des NoWKR Bündnisses die Demonstrationsfreiheit mit brutaler Polizeigewalt ausgehebelt. Georg Prack zieht eine kleine Bilanz.
Eröffnung: "Gerda Taro ist noch für manche Überraschung gut" so zitiert die Stuttgarter Zeitung die Taro Biografin Imre Schaber anlässlich der Eröffnung der Ausstellung über deren Werk. Öffnungszeiten bis 16. Mai, Di und Do bis So 10 bis 18 Uhr, Mi und Fr 10 bis 21 Uhr, Stuttgarter Kunstmuseum
Rechtswidrig: Obwohl die Personenkontrollen von Moschee-Besuchern rechtswidrig sind, will der Innenminister Niedersachsens daran festhalten. "Dies sei wegen der islamischen Bedrohung notwendig."
Behindert: "der wiederaufbau in verzug, der zugang limitiert, das gebiet eine militärzone und arbeitslosigkeit weit verbreitet: mehr als zwei jahre nach ende der kämpfe präsentiert sich das palästinensische flüchtlingslager nahr al-bared im libanon nicht als jenes vorbild, zu welchem die libanesische regierung es zu machen versprach. (...)" [weiterlesen]
Einreiseverbot: Gabriel Kuhn hat mehrere Bücher über die Linke in den USA in Vergangenheit und Gegenwart im Unrast-Verlag und im US-amerikanischen pm-Verlag übersetzt und veröffentlicht. Doch eine für den März bis Mai 2010 terminierte Lesereise in den USA konnte Kuhn nicht antreten. Ein Hinweis bei telepolis
Zensurprozess: Gegen die Herausgeberin von "Scharf Links", Edith Bartelmus-Scholich, existiert ein Strafbefehl über 12000 Euro. Sie hat dagegen Widerspruch eingelegt und ihr Prozess beginnt am 16. Februar 2010 vor dem Amtsgericht Krefeld.


Friday, 29. January 2010
Bahnchef Grube kommt nach Stuttgart. Hoffentlich auch viele S21 Gegner!
Monday, 7. December 2009
Stuttgart 21: Flagge zeigen - auf der Montagsdemo!
Sollte am Mittwoch die Entscheidung des Bahnvorstandes für und nicht gegen Stuttgart 21 fallen, wollen Stuttgart 21 Gegneer am Donnerstag 10. Dezember um 18.00 Uhr ebenfalls vor dem Nordeingang des Stuttgarter Hauptbahnhofs mit Kochtöpfen, Deckeln, Kochlöffeln, Pfeifen sowie Lichtern, Leuchten, der Empörung darüber kräftigen Ausdruck verleihen. Am selben Tag um 19.00 Uhr ist die nächste Veranstaltung zum Thema im Stuttgarter Rathaus. Dort soll die Leistungsfähigkeit des Kopfbahnhofs mit dem geplanten Kellerbahnhof 21 verglichen werden.
Die Gegner des Projektes fordern dazu auf: Werden Sie Parkschützer
Zur Bilderserie : Menschenkette gegen S21
Sunday, 29. November 2009
Stuttgart 21 stoppen!
Auf der Internetseite www.parkschuetzer.de kann jede/r schon einmal bekunden, wie weit er/sie zu gehen bereit ist, um den Schlossgarten zu erhalten. Zusätzlich zu den vier vorgegebenen "Engagementstufen" können auch noch eigene Erklärungen abgegeben werden. Wir selber sind natürlich zum äußersten bereit.
Morgen ist übrigens auch wieder Montagsdemo gegen Stuttgart 21: 18:00 Nordausgang Stuttgarter Hautbahnhof.
Zur Bilderserie : Menschenkette gegen S21
Tuesday, 17. November 2009
"Stuttgart 21": Zwischenfall bei Montagsdemo
Gestern waren es 250 Teilnehmer bei der Protestaktion. Dabei kam es zu einem Zwischenfall: "Zehn Minuten vor Ende der halbstündigen Veranstaltung greift die Polizei durch: Eine ältere Dame wird von zwei Polizisten abgeführt, weil sie sich weigert, ihre Personalien feststellen zu lassen."
Roland Hägele war mit Kamera dabei und hat die Proteste fotografisch festgehalten.







































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