Sagt alles:
(...) Immerhin: Die Top Ten der schlimmen Provinz-Zutaten sind in diesem heimatlosen Heimatfilm komplett vertreten:
Die zeternde Alte.
Der zwielichtige Pfarrer.
Die debilen Dorfbewohner.
Die dahinziehenden düsteren Wolken.
Die im Winde schlagende Tür.
Der humpelnde Dorftrottel.
Der Inzest in der Scheune.
Der unheimliche Hund.
Die wispernden Bäume als griechischer Chor.
Und als Sahnehäubchen: Das behinderte Kind. (...)
Aus der Filmbesprechung "Schaurig bis schlumpfig" zu "Tannöd" in "junge Welt".
Mein Alternativtipp: Den Film "Die Schwabenkinder" zum gleichnamigen "Thema". Die besten Krimis schreibt das Leben.
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Sunday, 2. August 2009
Sodom und Gomorrha in Stuttgart

Foto: Roland Hägele © action-stuttgart.com
"Hätt' Maria abgetrieben - wärt ihr uns erspart geblieben."
Das war die wohlverdiente Antwort auf ihren Nazi Vergleich. Bei dem von den katholischen Fundamentalisten veröffentlichten Aufruf zum Protest gegen den Christopher Street Day (CSD) in Stuttgart, der von der Stuttgarter Staatsanwaltschaft nicht als Volksverhetzung, sondern um eine »Meinungsäußerung, die eine wertende Tatsache darstellt«, beurteilt wurde, heißt es u.a.: »Wie stolz sind wir, wenn wir in einem Geschichtsbuch lesen, daß es im Dritten Reich mutige Katholiken gab, die sagten: ›Wir machen diesen Wahnsinn nicht mit‹. Ebenso muß es heute wieder mutige Katholiken geben!« Die Brüder fielen in den vergangenen Jahren bereits mit Sprüchen wie: "AIDS = Geißel Gottes" und "Homosexualität ist Sünde" auf.
Wohin derartige Homophobie führen kann, zeigt die Bluttat eines Fanatikers in Tel Aviv, zu der Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD) erklärt:
Wir sind entsetzt über die Bluttat eines Fanatikers in Tel Aviv, der in einem Homosexuellen-Zentrum drei Menschen erschossen und mindestens zehn Besucher zum Teil schwer verletzt hat. Wir trauern mit den Angehörigen und wünschen den Verletzten eine baldige Genesung.
In unsere Trauer mischt sich die Furcht, dass sich so etwas auch bei uns ereignen könnte. Angriffe und Überfälle auf Lesben und Schwule nehmen wieder zu.
Diese fanatische Homosexuellenfeindlichkeit hat viele Wurzeln: Vor allem die Verurteilung der Lesben und Schwulen als Sünder und von Gott Verworfene durch fundamentalistische Funktionäre christlicher, jüdischer, moslemischer und orthodoxer Religionsgemeinschaften, aber auch die Tiraden von Politikern, die vorgeben, Ehe und Familie und das „Christliche Abendland“ vor den Homosexuellen retten zu wollen.
Wir fordern schon seit langem, gezielte Präventionsmaßnahmen gegen Homophobie zu entwickeln und die Arbeit für Respekt nachhaltig zu fördern. Bestehende und kommende Programme zur Bekämpfung rechtsextremer, minderheitenfeindlicher Gewalt und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit müssen gewährleisten, dass alle Gruppen, gegen die sich Hassverbrechen richten, einbezogen und angemessen berücksichtigt werden. Das gilt auch für Maßnahmen zur Opferhilfe.
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Last modified on 2009-08-03 11:39
Sunday, 20. July 2008
QUALE VERITA' PER PIAZZA ALIMONDA?
Carlo Giuliani
• Ist es möglich, dass ausgebildete Soldaten, auch wenn sie in Panik geraten sind, in das Gesicht eines Jungen zielen, der sich in 4 Metern Entfernung befindet, ihn danach zweimal überfahren und dann innerhalb von nur 7 Sekunden verschwinden?
• Kann ein Müllcontainer einen Defender blockieren?
• Warum greifen die Kollegen, die sich in einer Entfernung von etwa 20 Metern befinden, erst ein, nachdem sich die Tragödie bereits ereignet hat?
• Der Feuerlöscher: Waffe oder Schutzschild?
• Warum bleibt die Waffe auch als die Gefahr bereits vorbei war, auf die DemonstrantInnen gerichtet?
• Weshalb wurde der erste Schuss nicht in die Luft abgegeben?
• Warum tauchen erst nach 6 Monaten vorher verschwundene Patronenhülsen und Pistolen auf?
Giuliano Giuliani ist der Vater von Carlo. Er rekonstruiert in der Dokumentation die letzten Minuten des Geschehens und widerlegt die offizielle Darstellung der Staatsanwaltschaft anhand von Fotos und Videosequenzen, die in dem Ermittlungsverfahren gegen den vermeintlichen Schützen verwendet wurden. Das Verfahren wurde inzwischen eingestellt, der angebliche Todesschütze wegen Notwehr freigesprochen.
Der Film ist aber nicht nur der Versuch einer detaillierten Rekonstruktion der Todesumstände seines Sohnes. Er ist gleichzeitig eine Anklage gegen Polizei und Justiz, die mit allen Mitteln versucht haben, die Sicherheitskräfte von jeder Verantwortung für Carlos Tod freizusprechen.
Der Film "WAS PASSIERTE AUF DER PIAZZA ALIMONDA?" - (QUALE VERITA' PER PIAZZA ALIMONDA?) steht auf der Seite "Comitado Carlo Giuliani" zum freien Download zur Verfügung. Siehe auch die Analyse der Fotosequenz bei arbeiterfotografie.de
Friday, 20. July 2007
QUALE VERITA' PER PIAZZA ALIMONDA?
Carlo Giuliani
• Ist es möglich, dass ausgebildete Soldaten, auch wenn sie in Panik geraten sind, in das Gesicht eines Jungen zielen, der sich in 4 Metern Entfernung befindet, ihn danach zweimal überfahren und dann innerhalb von nur 7 Sekunden verschwinden?
• Kann ein Müllcontainer einen Defender blockieren?
• Warum greifen die Kollegen, die sich in einer Entfernung von etwa 20 Metern befinden, erst ein, nachdem sich die Tragödie bereits ereignet hat?
• Der Feuerlöscher: Waffe oder Schutzschild?
• Warum bleibt die Waffe auch als die Gefahr bereits vorbei war, auf die DemonstrantInnen gerichtet?
• Weshalb wurde der erste Schuss nicht in die Luft abgegeben?
• Warum tauchen erst nach 6 Monaten vorher verschwundene Patronenhülsen und Pistolen auf?
Giuliano Giuliani ist der Vater von Carlo. Er rekonstruiert in der Dokumentation die letzten Minuten des Geschehens und widerlegt die offizielle Darstellung der Staatsanwaltschaft anhand von Fotos und Videosequenzen, die in dem Ermittlungsverfahren gegen den vermeintlichen Schützen verwendet wurden. Das Verfahren wurde inzwischen eingestellt, der angebliche Todesschütze wegen Notwehr freigesprochen.
Der Film ist aber nicht nur der Versuch einer detaillierten Rekonstruktion der Todesumstände seines Sohnes. Er ist gleichzeitig eine Anklage gegen Polizei und Justiz, die mit allen Mitteln versucht haben, die Sicherheitskräfte von jeder Verantwortung für Carlos Tod freizusprechen.
Der Film "WAS PASSIERTE AUF DER PIAZZA ALIMONDA?" - (QUALE VERITA' PER PIAZZA ALIMONDA?) steht auf der Seite "Comitado Carlo Giuliani" zum freien Download zur Verfügung. Siehe auch die Analyse der Fotosequenz bei arbeiterfotografie.de
Die Mobilisierung damals stellte in verschiedener Hinsicht den Höhepunkt der Proteste gegen die Gipfeltreffen der Herrschenden dar. Am 6. Jahrestag der damaligen Mobilisierung werden im Stuttgarter Subversiv ab 19 Uhr Fotos, Texte, Mobilisierungsmaterial und Zeitungsberichte ausgestellt, sowie Videos vergangener Gipfelproteste gezeigt – Schwerpunkt ist die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel im Juni 2007.
Dazu gibt es wie jeden Samstag lecker veganes/vegetarisches Essen bei der Volxküche.
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