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Saturday, 7. June 2008
TV-Tipp: "Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez"
Gutierrez gehörte zu den sogenannten "Green Card Soldiers". Ausländer, die in den Reihe der US-Armee kämpfen und sich somit die US-Staatsbürgerschaft "verdienen". Etwa 32.000 "Green Card Soldier" sind in den Reihen der US-Armee zu finden. Diese Unterprivilegierten kämpfen und kämpften vor allem an vorderster Front. Er wollte Architekt werden. Im Umweg über die Armee sah er die einzige Möglichkeit zur Verwirklichung seines Traumes.
Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez ist ein präziser und eindringlicher Film. Er erzählt Gutierrez Kindheit in Guatemala durch Interviews mit denen, die ihn gekannt haben. Gutierrez wuchs als Straßenkind auf, wie viele Kinder, die ihre Eltern im Bürgerkrieg verloren hatten. Die Regisseurin Heidi Specogna konzentriert den Fokus jedoch nicht nur auf die Biografie von José Antonio, sondern setzt sie in Verbindung zur Geschichte des mittelamerikanischen Landes.
Die US-Staatsbürgerschaft wurde ihm posthum verliehen.
Heidi Specognas Film ist eine Anklage, die nur empfohlen werden kann. Lateinamerika gehört zu einem Schwerpunkt ihres Filmschaffens. In ihrem 1991 produzierten Dokumentarfilm Tania la Guerillera porträtiert sie die bolivianische Guerilla-Kämpferin Tamara Bunke und 1996 im gleichnamigen Dokumentarfilm die Tupamaros, eine Guerillabewegung aus Uruguay. Beide Filme sind ebenfalls sehr zu empfehlen.
Im Jahr 2007 gewann der Film beim Schweizer Filmpreis in der Kategorie Bester Dokumentarfilm, 2008 erhielt er den Grimme-Preis in der Kategorie "Information & Kultur".
Samstag, 07.06.
23:15-00:45 Uhr, Phoenix
Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez. Von Heidi Specogna.
Trailer


Thursday, 27. March 2008
USA: Proteste gegen Rekrutierungspraxis
Die Rekrutierungsteams gehen an den Schulen durchaus auch aggressiv vor, nutzen die teilweise prekäre Lage vieler Schüler aus und bauen scheinbare Alternativen auf. Einen guten Eindruck davon verschafft das Gespräch der "jungen Welt" mit Clifton Hicks und Chris Capps über ihren freiwilligen Militäreinsatz im Irak und was US-Soldaten schließlich zu Kriegsgegnern macht.
Unterstützt wurden die Proteste durch die "Grandmothers for Peace" - Frauen im Alter von 57 bis 80 - die sich in einem Rekrutierungsbüro in Atlanta für den Mitlitärdienst einschreiben wollten. In bester Flashmob Tradition wurden die Offziere in Gespräche über Sold, Karrieremöglichkeiten, die Lügen, auf denen die Kriegspropaganda aufgebaut ist usw. verwickelt. Sie wurden natürlich nicht angenommen sondern festgenommen, da sie sich nach dieser Ablehnung unter die anwesenden potentiellen Rekruten setzten. Ergänzt wurde diese Aktion durch Trommlergruppen und Transparente vor dem Büro. Darin wurde unter anderem gefordert:
"Take Us, Not Our Grandchildren!"
Durch die gegenwärtige Rekrutierungspraxis sollen die Streitkräfte um ca. 100.000 Soldaten verstärkt werden. Es geht der Militärführung dabei auch darum, die Truppenteile zu ersetzen, die teilweise mehrfach im Irak eingesetzt waren und vom Kriegsverlauf demoralisiert sind. Woher sollen die Soldaten für den "100 jährigen Krieg" von Präsidentschaftskandidat McCain oder Cheney's "2 Generationen dauernden Krieg gegen den Terror" kommen? Die Rekrutierungsaktionen richten sich an Jugendliche, die heute zwischen 15 und 17 Jahren alt sind. Gegen diese Praxis sollen verstärkte Aktivitäten entwickelt werden.
In Deutschland organisiert Connection e.V. organisiert Lesungen aus dem Buch des US-Deserteurs Joshua Key "Ich bin ein Deserteur"
Siehe auch unseren Schwerpunkt Friedenskampf in den USA
Quellen: Wie angegeben, eigene Recherchen und Übersetzungen, Verbreitung gemäß Creative Commons Lizenz 2.5: Namensnennung / NichtKommerziell / Weitergabe unter gleichen Bedingungen erwünscht


Thursday, 13. March 2008
"Winter Soldier"- US-SoldatInnen und VeteranInnen der Kriege im Irak und Afghanistan packen aus
Foto: peacearena / Oklahoma
In Gemeinden in ganz Amerika wird es eine öffentliche Live-Ausstrahlung der "Winter Soldier Hearings" geben, die auch über das Internet per Streaming gesehen werden kann.
Hier gibt es weitere Informationen über die Anhörung, die ab Freitag auch über Satellit empfangen werden kann. Live Audio gibt es über KPFA.org und warcomeshome.org von Freitag 14. März bis Sonntag, 16. März.
Siehe auch "junge Welt", und bei Rote Predigt


Friday, 11. January 2008
Proteste gegen U.S. Foltercamps
Am heutigen 6. Jahrestag der Eröffnung des U.S. Foltercamps Guantánamo auf Kuba finden in den USA unter dem Motto: We won't live in a torture state! Wear Orange and Demonstrate January 11! Drive Out the Bush Regime! Aktionen gegen die Regierung statt. Unter anderem wird der sofortige Rücktritt von Präsident Bush gefordert. In verschiedenen Aufrufen der Friedensbewegung wird jedoch nicht nur US-Präsident Bush, der behauptete, "die Vereinigten Staaten foltern nicht" angegriffen, so zum Beispiel von "World Can't Wait" nach deren Ansicht Bush die Vernichtung der Videobänder von Vernehmungen "Terrorverdächtiger" anordnete. Diese hätten wahrscheinlich die Foltervorwürfe gegen den Auslandsgeheimsdienst C.I.A. an den Gefangenen auf Guantánamo bestätigen können:
Führende Demokraten wie Nancy Pelosi sind keine Alternative sondern beteiligen sich an diesen Lügen. Aber auch Obama und Clinton sind keine Alternative für das das Bündnis "World Can't Wait".
Siehe auch: "Sechs Jahre US-Willkür statt Recht"
Linkauswahl für weitere Informationen:
• “Act Now to Stop War & End Racism” “A.N.S.W.E.R.”
• "United for Peace"
• "Not in Our Name Project"
• "Courage to Resist"
• "Irak Veterans against the War"
• "Veterans for Peace"
• World Can't Wait
• Witness Against Torture
• ACLU - Close Guantanamo
Siehe auch unseren Schwerpunkt Friedenskampf in den USA


Monday, 7. January 2008
6. Jahrestag der Eröffnung von Guantánamo - U.S. Friedensbewegung kündigt Proteste an

US-Präsident Bush behauptete, "die Vereinigten Staaten foltern nicht" als er nach Ansicht des Bündnisses "World Can't Wait" die Vernichtung der Videobänder von Vernehmungen "Terrorverdächtiger" anordnete. Diese hätten wahrscheinlich die Foltervorwürfe gegen den Auslandsgeheimsdienst C.I.A. an den Gefangenen auf Guantánamo bestätigen können.
Führende Demokraten wie Nancy Pelosi sind keine Alternative sondern beteiligen sich an diesen Lügen. Das Bündnis "World Can't Wait" erklärt dagegen: "Nicht mit uns! Folter ist ein Kennzeichen der Bush agenda und beeinflusst die ganze Gesellschaft. Wir wollen nicht in einem Folterstaat leben!"
Linkauswahl für weitere Informationen:
• “Act Now to Stop War & End Racism” “A.N.S.W.E.R.”
• "United for Peace"
• "Not in Our Name Project"
• "Courage to Resist"
• "Irak Veterans against the War"
• "Veterans for Peace"
Siehe auch unseren Schwerpunkt Friedenskampf in den USA


Friday, 2. November 2007
Antikriegsdemonstration in San Francisco und in anderen Orten der USA - Tausende marschieren

Market Street: Jemand bläst in ein Bullenhorn. Es ist das Signal für tausende Demonstranten, sich auf die Straße zu legen - in einem symbolischen "Die-in". Diese Aktion war Teil der Proteste, die in San Francisco und überall im Land* gegen den Krieg im Irak stattfanden.
Die Demonstranten blieben circa drei Minuten auf dem Pflaster liegen.
Sie lagen stellvertretend für mehr als 1 Million Iraker, die seit Kriegsbeginn 2003 starben, so die Organisatoren. Anschließend setzten die Demonstranten ihren Marsch fort. Er führte von San Franciscos Civic Center zum Dolores Park. (...)"
Artikel von Jim Doyle im San Francisco Chronicle/ZNet vom 28.10.2007 in einer Übersetzung von Andrea Noll.
Linkauswahl für weitere Informationen:
• “Act Now to Stop War & End Racism” “A.N.S.W.E.R.”
• "United for Peace"
• "Not in Our Name Project"
• "Courage to Resist"
• "Irak Veterans against the War"
• "Veterans for Peace"
Siehe auch unseren Schwerpunkt Friedenskampf in den USA


Monday, 15. October 2007
USA: Erneute Massenproteste gegen den Irakkrieg geplant

Linkauswahl für weitere Informationen:
• “Act Now to Stop War & End Racism” “A.N.S.W.E.R.”
• "United for Peace"
• "Not in Our Name Project"
• "Courage to Resist"
• "Irak Veterans against the War"
• "Veterans for Peace"
Siehe auch unseren Schwerpunkt Friedenskampf in den USA


Wednesday, 29. August 2007
Bush's Auftritt in Reno: Propaganda zur Einstimmung auf den Petraeus Report

Bush's Ansprache in Reno war daher Teil der propagandistischen Einstimmung der U.S. Bevölkerung auf den Mitte September erwarteten Bericht über den Kriegsverlauf von General David Petraeus, dem Oberkommandierenden der U.S. Streitkräfte im Irak. Bush versuchte wie immer an die angeblichen "militärischen Erfolge" zu denken, die dafür verantwortlich seien, daß sich "der Irak als ganzes nach vorne bewegt". Bush schwor erneut daß "wir bleiben, bis der Kampf gewonnen ist".
Foto: peacearena / Oklahoma
Bush's Propagandalügen zerplatzen an der Wahrheit: Es ist die grundlose Invasion und der Krieg, der verantwortlich dafür ist, daß sich Wut und Hass inzwischen nicht nur im Irak sondern in der gesamten Region des mittleren Osten anstaut.
Der Vergleich mit dem Vietnamkrieg durch Bush kennzeichnet, wie lange der Krieg im Irak dauern soll. Dabei vermied Bush jede Anspielung darauf, wie der Vietnamkrieg beendet wurde. Die A.N.S.W.E.R. Coalition wertet das als zusätzliche Herausforderung für die geplanten Massenproteste.
"Wir können den Krieg beenden. Wir müssen in jeder Stadt und Gemeinde mobilisieren, um die Straßen zu füllen. All out for September 15th in Washington, DC!"
Der Marsch auf Washington findet zeitgleich mit weltweiten Protesten, zum Beispiel der Proteste anläßlich der Bundestagsdebatte um die Verlängerung der Tornado und ISAF Einsätze in Afghanistan statt. Die Teilnahme und Mobilisierung nach Berlin ist eine Möglichkeit, sich für die Beendigung des Irak Kriegs einzusetzen und so auch international den Protest zu stärken.
Im Vorfeld der Demonstration in Berlin findet am 1. September der Antikriegstag statt, bei dem in Erinnerung an den Ausbruch des 2. Weltkriegs gegen die aktuelle Kriegsgefahr protestiert wird.
Siehe auch unseren Schwerpunkt Friedenskampf in den USA
Quellen: A.N.S.W.E.R.


Saturday, 14. July 2007
Massive Antikriegsproteste in USA am 15. September geplant

Initiert wurden die Proteste vom überparteilichen Friedensbündnis A.N.S.W.E.R., das die treibende Kraft hinter vielen Großdemonstrationen gegen Bush's "New War" seit 2002 war. Zuletzt machte das Bündnis auch international mit dem "Marsch nach Washington" am 17. März 2007 von sich reden.
Zeitgleich zu den Protesten in den USA finden am diesen Tag auch in Berlin Proteste anläßlich der Bundestagsdebatte um die Verlängerung der Tornado und ISAF Einsätze in Afghanistan statt.
"Die Wahlergebnisse der jüngsten Zeit belegen, daß die Meinung der Menschen dieses Landes sich zunehmend entschieden gegen den Krieg wendet. Wir verlangen den sofortigen Abzug aller U.S. Truppen aus dem Irak. In Anlehnung an die Grasroots-Proteste während der Vietnam Ära bauen wir auf starke, landesweite Massenproteste, mit denen wir das Ende der kriminellen Invasion und Besatzung des Irak erzwingen wollen. Im Juli und August sind überall im Land anhaltende Antikriegsproteste, die ihren Höhepunkt am 15. September finden sollen, geplant.", so Brian Becker, Koordinator von A.N.S.W.E.R.
Am 10. Juli begannen Cindy Sheehan und andere den "Marsch für Menschlichkeit" in Crawford, Texas. Sie werden am 23. Juli in Washington DC erwartet, bevor es nach New York City weitergeht. Die "Veterans for Peace" und die "Iraq Veterans Against the War" organisieren Aktivitäten im genzen Land um die wachsende Beteiligung von Irak Veteranen und ihren Familien an den zunehmenden Friedensprotesten zu unterstreichen.
Der Marsch am 15. September wird organisiert und unterstützt von: ANSWER Coalition; Ramsey Clark; Muslim American Society Freedom Foundation; Mounzer Sleiman, Vice Chair, National Council of Arab Americans; Cindy Sheehan; Cynthia McKinney; Tina Richards, CEO of Grassroots America; Rev. Lenox Yearwood, CEO of Hip Hop Caucus; Father Roy Bourgeois and Eric LeCompte, School of Americas Watch; Navy Petty Officer Jonathan Hutto, co-founder Appeal for Redress; Liam Madden, Pres., Boston Chapter of Iraq Veterans Against the War and co-founder of Appeal for Redress; Malik Rahim, founder of Common Ground Collective, New Orleans; Howard Zinn, Author and Historian; Carlos & Melida Arredondo, Gold Star Families for Peace; Rev. Graylan Hagler, Ministers for Racial, Social and Economic Justice; Code Pink; Latino Movement USA; Hermandad Mexicana Nacional; Michael Berg; National Lawyers Guild; Ron Kovic, Vietnam Veteran, author, Born on the 4th of July; Frank Velgara, ProLibertad Freedom Campaign; Pam Africa, International Concerned Family and Friends of Mumia Abu-Jamal; Leonard Weinglass, Cuban 5 attorney; Father Luis Barrios, Iglesia de San Romero de las Americas-UCC; und vielen anderen.
Siehe auch unseren Schwerpunkt Friedenskampf in den USA


Friday, 18. May 2007
U.S. Friedensbewegung bereitet weitere Protestaktionen gegen Bush vor
Foto: peacearena / Oklahoma
Studenten, Veteranen, Familen von Militärangehörigen und Friedensaktivisten planen und organisieren die Anreise aus ganz New England, sowie den nahegelegenen Großstädten New York und Boston um ihren Protest unter anderem in einer “Rally” - einer Massenkundgebung vor Ort zu zeigen.
Beklagt werden neben den unmittelbaren Folgen von Krieg und Besatzung für die irakische Bevölkerung und die beteiligten Militärangehörigen die gigantischen Ausgaben für den Militärhaushalt, die auch in die Gesundheitsprogramme für die Kriegsheimkehrer, deren erschwingliche Unterbringung sowie die Beschaffung von Arbeitsplätzen.
Die Proteste sollen ab 09:00 morgens am Haupteingang der USCGA, Kreuzung Tampa und Mohegan Ave., New London, CT stattfinden.
Tahnee Stair, Organizer und Sprecherin der ANSWER Coalition: "Der Protest an diesem Tag ist Bestandteil der nationalen Kampagne, die von ANSWER organisiert wird. Es wird einen heißen Sommer geben."

Mit ähnlichen Phänomenen hatte auch die Regierung von Nixon zwischen 1969 und 1973 zu kämpfen, als die öffentliche Meinung in den USA sich zusehends gegen den Vietnam Krieg richtete:
"Während des Vietnam Krieges waren es zunehmend die Proteste der sogenannten "einfachen Leute" und der Basisorgansiationen, die dafür sorgten, dass kein Regierungsvertreter irgendwo im Land auftreten konnte, ohne mit Antikriegsprotesten konfrontiert zu werden." sagte Tahnee Stair.
Die "A.N.S.W.E.R. Coalition" ist ein nationweites Antikriegsbündnis, das an allen größeren Friedensmärschen in Washington DC, aber auch bei regionalen Aktionen an der U.S. West Küste in Los Angeles und San Francisco oder örtlichen Aktionen in den letzten sechs Jahren vertreten war. A.N.S.W.E.R. hat hunderte von Organisationszentren in den ganzen USA. Siehe auch: www.AnswerCoalition.org.
Siehe auch unseren Schwerpunkt Friedenskampf in den USA
Quellen: Wie angegeben, eigene Recherchen und Übersetzungen, Verbreitung gemäß Creative Commons Lizenz 2.5: Namensnennung / NichtKommerziell / Weitergabe unter gleichen Bedingungen erwünscht






















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