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Hören, wie ein Krieg endet

Die digitalisierte Originalaufnahme der letzten Minute vor dem Waffenstillstand am 11. November 1918 um 11 Uhr, der den Ersten Weltkrieg beendete.

Heute vor 33 Jahren: Mord an Conny Wessmann

Die Antifaschistin Conny Wessmann ist in Göttingen nach einer Auseinandersetzung mit Neonazis von der Polizei in den fließenden Straßenverkehr gejagt. Dabei wurde sie von einem Auto erfasst, durch die Luft geschleudert und war sofort tot. Das war ein politischer Mord! Hintergrund dieser Eskalation waren regelmäßig stattfindene Übergriffe von Neofaschisten gegen Linke, alternative Jugendliche und MigrantInnen in der Göttinger Innenstadt. Hiergegen organisierten autonome Antifas antifaschistische Selbsthilfe. Wurden Neofaschisten aus Göttingen und dem Umland in der Stadt gesichtet, wurden diese unmittelbar von antifaschistischen Kräften militant vertrieben. Zu solch einer Auseinandersetzung kam es auch am 17. November 1989, an der die Antifaschistin Conny involviert war. Wie häufig zuvor auch geleitete die Polizei die Faschisten sicher aus der Innenstadt und eröffnete im Anschluss eine Verfolgungsjagd gegen die AntifaschistInnen.

Eine besondere Rolle nahm dabei das Zivile Streifenkommando (ZSK) ein; eine politische Polizeieinheit in zivil, die sich seit Jahren einen Kleinkrieg mit der autonomen Szene der Universitätsstadt lieferte. Dass sie Conny dabei auf der Weender Landstraße in Höhe des Indunazentrums in den fahrenden Verkehr trieben war kein Zufall, sondern sie folgten damit aktiv ihrer Gesinnung. Dies zeigt der entsprechende Spruch im Polizeifunk am 17.11.1989 um ca. 21.10 Uhr: "Ich würde sagen, wenn wir genug Leute sind, sollten wir sie ruhig mal plattmachen".

Streifzüge. Analog #1

Das Geheimnis hinter der Strömung im Roßneckar.
Das Geheimnis hinter der Strömung im Roßneckar.
Heute konnte ich einen Impftermin mit einem kurzen Fotospaziergang verbinden. In einer meiner Kameras war noch Platz auf dem Film, parallel dazu habe ich die Motive mal als Konzept / Entwurf festgehalten, den ich analog umsetzen möchte. Mal schauen, was dabei herauskommt.
Klein Venedig. Die innere Brücke in Esslingen
Klein Venedig. Die innere Brücke in Esslingen

2 Wasserräder in Esslingen
2 Wasserräder in Esslingen

Blogkino: Bagman

Heute zeigen wir im Blogkino einen Kurzfilm um einen Teenager, der eines Tages in der Nähe seines Hauses einen mysteriösen Gegenstand entdeckt. Bald findet er heraus, dass es sich dabei um eine mächtige Alienwaffe mit gewaltigem zerstörerischen Potential handelt. Die hat uns gerade noch gefehlt.

„Stoppt das Töten in der Ukraine!“: Friedensgruppen planen Aktionen gegen Krieg und Aufrüstung

Für den 19. November 2022 rufen Friedensgruppen zu dezentralen Protesten gegen den Krieg in der Ukraine und die Aufrüstung des Militärs auf – in zahlreichen Städten von Hamburg bis München und Bonn bis Berlin sind Aktionen geplant.

Vor knapp neun Monaten begann die Invasion russischer Truppen in die Ukraine. Der russische Angriff hat zu zehntausenden Toten, hunderttausenden Verletzten und Millionen Geflüchteten geführt – das Leid der Menschen hält unvermindert an, wobei der militärische Konflikt bereits 2014 begann. Der Angriffskrieg in der Ukraine hat zudem eine massive Aufrüstung in Gang gesetzt: Allein die Bundeswehr soll mit einem sogenannten „Sondervermögen“ in Höhe von 100 Milliarden Euro um neue Kampfjets, Panzer und andere Waffen hochgerüstet werden und der Rüstungsetat soll dauerhaft massiv steigen. Und all das in Zeiten einer noch immer grassierenden Corona-Pandemie, eines fortschreitenden Klimawandels und einer ökonomischen Krise, die immer mehr Menschen in die Armut führt.

Dagegen hat sich ein Bündnis aus gut einem Dutzend Friedens- und antimilitaristischen Organisationen formiert und für den 19. November 2022 unter dem Motto „Stoppt das Töten in der Ukraine! – Aufrüstung ist nicht die Lösung“ zu Aktionen aufgerufen. Geplant sind Aktionen in knapp zwanzig Städten. So werden in Berlin Aktivist*innen unter dem Slogan „Retten statt Rüsten“ ein Zeichen für Seenotrettung statt Aufrüstung setzen, gefolgt von einer Aktion gegen den russischen Einmarsch in der Ukraine vor der russischen Botschaft. In Tübingen wird eine Aktion von der dort stattfindenden Konferenz der „Informationsstelle Militarisierung“ ausgehen. In Halle (Saale) ist eine Antikriegs-Mahnwache auf dem Marktplatz geplant. Auch in Bamberg, Bonn, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Heide/Dithmarschen, Ingolstadt, Karlsruhe, Kassel, Limburg, Mainz, München und Neuwied wird es Aktionen gegen die Aufrüstung und den Krieg geben – weitere können noch dazukommen.

Die organisierenden Gruppen fordern mit dem Aktionstag ein Umdenken der Politik: „Wir fordern einen sofortigen Waffenstillstand mit einem Rückzug des russischen Militärs aus der Ukraine. Es braucht Friedensverhandlungen“, heißt es im Aufruf zum Aktionstag. Weiter heißt es: „Die aktuelle Rüstungsspirale, an der viele Staaten der Welt, darunter Deutschland, beteiligt sind, muss zum Wohle aller Menschen gestoppt werden.“ Auch fordern die Gruppen von der Bundesregierung „den Schutz von Menschen, die vor Kriegen fliehen, die Aufnahme von Militärdienstentzieher*innen, Kriegsdienstverweigerer*innen sowie Deserteur*innen“ aus allen am Krieg beteiligten Staaten.

Eine Liste der geplanten Aktionen, den vollständigen Aufruf sowie Aktionsmaterialien gibt es auf: www.stoppt-das-toeten.de

Quelle: Pressemitteilung des Netzwerk Friedenskooperative vom 14. November 2022


Bierkutscher-Vollkornbrot mit Kümmel

Ein Brotlaib liegt zum Auskühlen auch einem GitterrostNeben verunglückten veganen Kohlrouladen gelingen mir (meistens) recht gute Brote. Eines davon ist das Bierkutscherbrot von Madame Rote Rübe. Da ich 14° für die Gare nicht einhalten kann, habe ich die Gare kurzerhand auf über 36 Stunden verlängert und das ganze im Kühlschrank stattfinden lassen. Nach der kalten Gare habe ich den Teig nochmals gedehnt und gefaltet, im Gärkörbchen 3 Stunden zur Stückgare, eine Stunde davon in der Gärbox bei 28° gestellt und dann bei 250° fallend auf 200° gebacken.

Verunglückte vegane Kohlrouladen mit Kichererbsen

Verunglückte Kohlrouladen
Verunglückte Kohlrouladen
Hätte ich mal gleich auf mein Gefühl gehört, dann wäre das Rezept halb so kompliziert gewesen und die Optik auch etwas ansprechender geworden: Kohlblätter für Kohlrouladen lassen sich nun einmal einfacher blanchiert statt roh verarbeiten. Egal, beim nächsten Mal. Das spannende Rezept, das auch so super schmeckt und eine eher nicht alltägliche Füllung aus Kichererbsen, Cashew Kernen und Pilzen aufweist habe ich gleich mal abgeändert. Auf dem schnellen Foto ist die Variante mit den roh verarbeiteten Blättern abgebildet.
Dazu passen Rosmarinkartoffeln und Bier oder eine Flasche Mezquiriz Tempranillo Tinto Roble DO.

Zutaten (für 4 Personen):
1 kleiner Spitzkohl / Weißkohl
1 Pastinake
2 Möhren
2 rote Zwiebeln
3 Tomaten
1 Zehe Knoblauch
500 ml passierte Tomaten
500 ml Brühe
1 EL Harissa
2 EL Apfelbalsam
1 EL Ahornsirup
etwas Olivenöl
etwas Chili
0.5 Bund Petersilie
0.5 Bund Dill
0.5 Bund Kerbel
200 g Champignons
300 g gegarte (aus dem Glas) oder 130 Gramm getrocknete Kichererbsen
100 g Cashewkerne
etwas Zitronensaft
1 Becher Bresso, vegan
Salz
Pfeffer

Am Vorabend die Kichererbsen über Nacht in Wasser einweichen und am Kochtag im Drucktopf 1. Ring ca. 8 Minuten kochen.

Am Kochtag einen großen Topf mit Wasser aufkochen, darin den Kohl blanchieren und sobald möglich, 12 Blätter ablösen. Den Rest für die Soße in kleine Stücke schneiden. Möhren, Pastinake und Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden. Tomaten säubern und ebenfalls würfeln.

Olivenöl in einem breiten Schmortopf erhitzen und die Zwiebeln und das Gemüse darin anschwitzen. Frische und passierte Tomaten und Brühe angießen. Mit Harissa, Essig, Salz, Pfeffer und etwas Ahornsirup würzen.

Für die Füllung die Pilze putzen und in kleine Stücke schneiden. In einer Pfanne in Olivenöl kurz braten. Dabei leicht salzen und pfeffern. Vorgegarte Kichererbsen und Cashewnüsse in ein hohes Gefäß geben und grob mixen. Mit Salz, Pfeffer, Chili, Harissa und Zitronensaft würzen. Nach Geschmack noch etwas Olivenöl dazugeben. Kräuter waschen und trocknen. Die Hälfte hacken und mit der Kirchererbsen-Nuss-Masse vermengen. Die andere Hälfte für das Topping beiseitestellen. Gebratene Pilze ebenfalls zur Füllung geben und alles gut vermischen.

Pro Roulade 2-3 Kohlblätter überlappend auslegen. Die Füllung in die Mitte setzen. Die Seiten einschlagen und stramm aufrollen, mit Kochbindfaden verschnüren. Mit der offenen Seite nach unten in den Schmorfond mit der Soße legen. Einmal aufkochen, dann den Topf verschließen und die Kohlrouladen bei mäßiger Hitze etwa 20 Minuten schmoren.

Gemüse-Soße auf Teller geben. Darauf jeweils 1 Kohlroulade setzen. Mit 1 Klecks Bresso und frischen Kräutern garniert servieren.

Quellen: Veganisierung (Ziegenkäsetaler ersetzt) und auf machbar (Kohl blanchieren statt mit Nudelholz plattwalzen) geändert nach einem Rezept von Tarik Rose.

Kratzer im Lack - Wie ein rechter Verein die Arbeitswelt unterwandern will

Der rechte Verein "Zentrum Automobil" will die IG Metall als größte Gewerkschaft ablösen. Auch in der Pflegebranche sind sie auf Stimmenfang. Die IG Metall dagegen warnt vor dem "Zentrum" als rechtspopulistischen Verein, der von Björn Höcke unterstützt wird und enge Kontakte in die rechte bis rechtsextreme Bewegung pflegt. Wem können die Mitarbeiter:innen vertrauen?

Stuttgart, 12.11.: Auf die Straße gegen die AfD!

Kundgebung um 14.30 Uhr am Mahnmal gegen Faschismus beim alten Schloss: Krieg, Armut, Krise: Die Lösung kommt niemals von Rechts!
Kundgebung um 14.30 Uhr am Mahnmal gegen Faschismus beim alten Schloss: Krieg, Armut, Krise: Die Lösung kommt niemals von Rechts!
Am 12.11. um 15.30 Uhr will die AfD mitten in Stuttgart auf dem Marktplatz eine Kundgebung abhalten unter dem Motto “Wehrt euch gegen Armut, Not & Kälte - unser Land zuerst!”

Die im Kern faschistische AfD marschiert bereits wöchentlich wie in Thüringen und Sachsen gemeinsam mit "Freien Sachsen", Pegida, Identitärer Bewegung, Reichsbürgern und Co. zu Tausenden und versucht, die sozialen Proteste zu instrumentalisieren und nationalistisch-rassistisch umzudeuten. Die AfD beteiligt sich dabei häufig organisatorisch und stichwortgebend.

Doch ist sie längst auch so weit, Großdemos eigenständig auf die Beine zu stellen, wie in Berlin am 8.10., wo sie 8.000 ihrer Anhänger mobilisierte. Auch in Stuttgart versuchen sie, sich auf der Straße zu etablieren. So marschierten am 16.10. Teile der AfD unter anderem mit der Identitären Bewegung und Querdenken mit ca. 3.000 Teilnehmenden durch die Stadt.

Verhindern wir die Instrumentalisierung der sozialen Proteste durch die AfD und ihre nationalistische, rassistische und faschistische Vereinnahmung. Lasst uns solidarisch und mit vielen Menschen lautstark die Straßen gegen die Nazis verteidigen.

Beteiligt euch an den Gegenprotesten! No pasarán!

Mehr Infos:
Stuttgart gegen Rechts
Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart und Region
Aufstehen gegen Rassismus Stuttgart

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