trueten.de

„Die Flut sagte zum Fischer: Für das Toben meiner Wellen gibt es viele Gründe. Der wichtigste davon ist, dass ich für die Freiheit der Fische und gegen das Netz bin.“ Şêrko Bêkes

Blogkino: Das Testament des Dr. Mabuse (1933)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den Kriminalfilm "Das Testament des Dr. Mabuse" von Fritz Lang, der 1932/1933 gedreht wurde. "Das Drehbuch basiert auf einem Roman von Norbert Jacques, der 1932 auf Aufforderung Langs geschrieben, aber zunächst nicht veröffentlicht wurde. Der Film gilt als einer der großen Klassiker des Weltkinos zwischen den zwei Weltkriegen. Er entstand gleichzeitig in einer deutschen und französischen Fassung. Beide Versionen wurden von den Nationalsozialisten wegen der politisch brisanten Anspielungen umgehend verboten. Der für seine hypnotischen Fähigkeiten berühmte Verbrecher Dr. Mabuse sitzt in der Nervenklinik Professor Baums. Im Zustand des Wahnsinns schreibt er pausenlos Mord- und Terrorpläne nieder, die wie Anleitungen auf geheimnisvolle Weise von einer Verbrecherorganisation in die Tat umgesetzt werden, obwohl die Pläne Mabuses den Ganoven selbst nicht zugänglich sind. Die Polizei steht vor einem Rätsel, auch deshalb, weil die begangenen Verbrechen sinnlos erscheinen und eher Akten blindwütiger Zerstörungslust gleichen. Auch die Ganoven selbst sind in den tieferen Sinn ihrer Taten nicht eingeweiht und erhalten ihre Befehle über Zettel sowie von einem stets hinter einem Vorhang verborgenen Chef der Bande.

Kent, ein aussteigewilliges Mitglied der „Organisation“, informiert schließlich Kommissar Lohmann, dass Dr. Mabuse hinter den Verbrechen stecke. Aber Mabuse ist bereits verstorben – obwohl die Pläne aus seinem schriftlich verfassten „Testament“ weiter ausgeführt werden. Lohmann, der immer wieder auf die Spur der Irrenanstalt geführt wird, findet heraus, dass der tote Mabuse vom Leiter der Anstalt, Professor Baum, Besitz ergriffen hat. Als die Organisation zum äußersten Schlag ausholt und eine chemische Fabrik in die Luft jagen will, kann die Polizei dies zwar nicht mehr verhindern, aber dank der Entdeckung der Pläne Mabuses durch Lohmann und Kent ist die Feuerwehr rechtzeitig vor Ort, um wenigstens die Kesselwagen mit chemischen Stoffen aus der Gefahrenzone zu bringen. Am Tatort ist auch Baum, der nach einer surrealen Autoverfolgungsjagd, gejagt von Lohmann und Kent, in seine eigene Anstalt flieht, in der er, nun vollends dem Wahnsinn verfallen, selbst als Patient einbehalten wird. Am Ende sieht man ihn in einer Zelle sitzend, wie er im Zustand völliger Umnachtung Manuskriptseiten zerreißt."
(WikiPedia)

Wir zeigen die restaurierte Fassung mit englischsprachigen Untertiteln.

Blogkino: Winterset (1936)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den 1936 in die Kinos gekommenen Kriminalfilm Winterset. Der Film beruht auf dem an den Sacco-Vanzetti-Fall angelehnten Theaterstück Dezembertag (orig. Winterset) von Maxwell Anderson, das 1935 mit einem Drama Critics Circle Award ausgezeichnet worden war. Der Film wurde von Juli bis September 1936 gedreht. Es war das Leinwanddebüt von Maurice Moscovitch und nach zwei Kleinstrollen ohne Nennung in den Credits der erste größere Leinwandauftritt von Burgess Meredith. Der Film, der rund 400.000 Dollar kostete, kam am 20. November 1936 in die Kinos.

Blogkino: Fiesta (1995)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den 1995 von Pierre Boutron gedrehten Spielfilm Fiesta nach einem Roman von José Luis de Vilallonga. Er behandelt die Erlebnisse eines sechzehnjährigen Jungen im Spanischen Bürgerkrieg.Der junge Rafael wird von seinem Vater aus dem Internat geholt und einer Einheit der Nationalisten zugeteilt, die in einem Kloster hinter der Front Erschießungen vornimmt. Dadurch soll er den Tod kennenlernen und vor seinem ersten Fronteinsatz abgehärtet werden. Der zum Gehorsam erzogene Rafael ist zunächst eifrig dabei, mit den Feinden Francos kurzen Prozess zu machen, hinterfragt seine Tätigkeit mit der Zeit aber immer mehr. Als ein fünfzehnjähriges Mädchen – die Tochter eines gegnerischen Anführers – exekutiert werden soll, lässt er die Gefangene frei und wird daraufhin an die Front versetzt.



 

Blogkino: Piazza Fontana 2 anni dopo (1972)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus Piazza Fontana 2 anni dopo von Pier Paolo Pasolini aus dem Jahre 1972, der 2 Jahre nach dem Bombenanschlag von Mailand gedreht wurde. Der Bombenanschlag auf der Piazza Fontana am 12. Dezember 1969 war der erste große rechtsterroristische Anschlag in der italienischen Nachkriegsgeschichte. Gegen 16:37 Uhr explodierte vor dem Hauptsitz der Banca Nazionale dell’Agricoltura eine Bombe, die 17 Menschen tötete und 88 schwer verletzte. In der Vorweihnachtszeit tötete eine Bombe auf der Piazza Fontana vierzehn Menschen sofort. Weitere Opfer starben im Krankenhaus, sodass insgesamt 17 Menschen ums Leben kamen; über 80 weitere wurden verletzt.

Der Anschlag in der Mailänder Landwirtschaftsbank war nicht der einzige für diesen Tag geplante. Vielmehr bettete er sich in eine zeitlich abgestimmte Bombenserie ein. Ein Bankangestellter fand um 16:25 Uhr in der Filiale der italienischen Handelsbank an der Piazza della Scala in einer abgestellten Aktentasche eine Bombe. Er konnte sie noch rechtzeitig im Hof der Bank vergraben. In Rom ereigneten sich fast gleichzeitig drei weitere Detonationen. Etwa um 16:45 Uhr explodierte in der Via Veneto im Gebäude der Banca Nazionale del Lavoro eine Bombe, die 14 Angestellte verletzte. Zwei weitere Bomben explodierten auf der Piazza Venezia in Rom im Abstand von zehn Minuten. Diese verletzten drei Zivilisten und einen Polizisten.

Die Attentate in Rom und Mailand wurden von Anhängern der Ordine Nuovo (ON) durchgeführt. Die Haupttäter waren Franco Freda (* 1941) und Giovanni Ventura (1944–2010). Die Planung und Leitung des Mailänder Anschlags übernahm der ON-Führer Pino Rauti.[4] Nach dem Anschlag gelang es Freda zu fliehen. Er konnte jedoch 1979 in Costa Rica festgenommen werden. Die Zuweisung der Tat in Richtung neofaschistischer Terrorgruppen, von denen die ON die bedeutendste war, ist nicht vollständig. Die Auftraggeber des Anschlags werden in den Reihen der Propaganda Due verortet. Ziel des Anschlags war es, das Klima in Italien weiter für einen faschistischen Putsch anzuheizen. Die Faschisten besaßen zu dieser Zeit eine auf zahlreiche Organisationen verteilte Massenbasis.

Die politische Legitimation für den Einsatz des Militärs sollten linke Terroranschläge bilden. Da die Linke diese nicht wie gewünscht durchführte, sollte durch fingierte Handlungen die Schuld für eigene Anschläge den Linken zugeschoben werden (Falsche Flagge). Dieser Anschlag bildete, wie sich später herausstellte, keine Ausnahme hinsichtlich der Legung falscher Spuren. So führten die ON bereits im Vorfeld Anschläge durch, welche die Handschrift anarchistischer Gruppen trugen. Unterdessen beseitigte die Polizei Beweise, die zu den faschistischen Tätern führten. Die nicht detonierte Bombe wurde auf Anweisung des Polizeipräsidiums gesprengt. Unterdessen wurden etwa dreihundert Anarchisten festgenommen. Über die Polizei wurde die Schuld sofort den Anarchisten zugewiesen. Die rechte Presse nahm dies auf und forderte ein Ende des kommunistischen Terrors. Die verantwortlichen Polizeiführer konzentrierten ihre Ermittlungen sodann auf den bekannten Anarchisten Giuseppe Pinelli. Dieser hatte zwar ein Alibi, doch behauptete die Polizei, dies sei nicht sicher. In der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 1969 wurde Pinelli aus dem vierten Stock des Polizeipräsidiums gestürzt und war sofort tot. Die Polizeiführung verbreitete sogleich die Behauptung, er habe sich wegen seines fehlenden Alibis zu Tode gestürzt. Die Todesermittlungen ergaben, dass Pinelli keinen Selbstmord begangen hatte. (WikiPedia)

Blogkino: Fabrizio De André - Parole e musica di un poeta (2019)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus anlässlich des heutigen 23. Todestages von Fabrizio Cristiano De André (* 18. Februar 1940 in Genua; † 11. Januar 1999 in Mailand) den Teaser zur Dokumentation "Parole e musica di un poeta" über den hierzulande praktisch vergessenen italienischen Cantautore (Liederdichter).

Blogkino: Sappho (1921)

Heute zeigen wir im Blogkino zwischendrin - anlässlich des gestrigen Geburtstags von Pola Negri (3. Januar 1897 – 1. August 1987) mal wieder einen Liebesfilm: Sappho.  Als Sappho (Pola Negri) ihren Geliebten Andreas zugunsten seines Chefs George betrügt, wird Andreas über die Zurückweisung wahnsinnig. Daraufhin tauscht sie George (Albert Steinrueck) gegen Richard (Johannes Riemann) aus, doch George erzählt ihm alles über die Füchsin, was Richard dazu veranlasst, in seine Heimatstadt zurückzukehren. Dort nimmt er die Beziehung zu seiner früheren Geliebten wieder auf, und die beiden beschließen zu heiraten, aber Richard lässt seine Braut am Altar stehen, als er an Sappho denkt. Nachdem Richard einen Zug bestiegen hat, ermordet Andreas einen Wärter und flieht aus der Anstalt. Sappho erfährt von Richards bevorstehender Hochzeit und macht sich hochmütig auf den Weg, um einem anderen unglücklichen Liebhaber auf einem Gesellschaftsball eine Falle zu stellen. Richard jagt Sappho die Treppe hinauf, und die beiden umarmen sich nach hastigen Erklärungen. Andreas und George, der ebenfalls getötet hat, um Sappho zu sehen, beobachten wütend, wie die beiden Liebenden vor ihnen stehen. Sappho stößt Richard aus dem Zimmer und ist in diesem tragischen Liebesdrama der Gnade der beiden Wahnsinnigen ausgeliefert...

Blogkino: Dragon Rapide (1984)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den Spielfilm "Dragon Rapide". Juli 1936, kurz vor Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges: Das Militär, unterstützt von Bankiers und Adligen, plant den Sturz der bestehenden Regierung. Ausgeführt werden soll dieser Putsch vor allem mit der Hilfe des spanischen Heeres in Marokko, angeführt von General Franco. Zur letzten Vorbereitung des Aufstandes fliegt Franco mit dem Flugzeug Dragon Rapide nach Tetuan, Marokko. «Dragon Rapide» ist der erste Film, der sich eingehend mit den letzten Tagen vor Kriegsbeginn aus der Sicht der Militärs und vor allem Francos auseinandersetzt. Sowohl die Motivationen als auch das Privatleben des späteren Diktators rücken dabei ins Augenmerk.

Blogkino: Carrero Blanco – el sumari secreto (2003)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus eine Dokumentation über eines der schönsten Attentate der jüngeren spanischen Geschichte - jenes auf Luis Carrero Blanco, dessen Ableben sich gestern zum 48. Mal jährte. Er war ein spanischer Marineoffizier, zuletzt im Rang eines Admirals, und Politiker. Er galt als Graue Eminenz des Franquismus und rechte Hand von Diktator Francisco Franco. Von diesem wurde er 1973 als Regierungschef vereidigt. Sechs Monate später starb er durch ein Attentat der ETAAm 20. Dezember 1973 explodierte in Madrid eine unterirdische Bombe unter seinem nicht gepanzerten Auto. Die Wucht der Explosion war so heftig, dass sein Wagen über das Dach eines fünfstöckigen Hauses neben der Kirche San Francisco de Borja geschleudert wurde, bevor er auf einer Terrasse im 2. Stock landete.

Siehe auch:

Blogkino: Love on the Dole (1941)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den Spielfilm Love on the Dole von Walter Greenwood mit Deborah Kerr und Clifford Evans.  Es war der erste in England produzierte Spielfilm, in dem die englische Polizei Schlagstöcke gegen eine Menschenmenge schwang. Der Plot: Walter Greenwoods Roman (1933) wurde Anfang der 1930er Jahre als Reaktion auf die Krise der Arbeitslosigkeit geschrieben, die auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene spürbar war. Er spielt in Hanky Park, einem Industrieslum in Salford, wo Greenwood geboren und aufgewachsen ist. Der Roman beginnt zur Zeit des Generalstreiks von 1926, die Haupthandlung spielt jedoch im Jahr 1931.

Der Roman folgt der Familie Hardcastle, die durch die Massenarbeitslosigkeit auseinandergerissen wird. Der siebzehnjährige Harry Hardcastle aus Mansfield, der in Lincoln studiert, arbeitet zu Beginn des Romans in einem Pfandhaus, fühlt sich aber vom Glanz der Arbeit in der Maschinenfabrik Marlows Ltd. angezogen. Nachdem er dort sieben Jahre lang als Lehrling gearbeitet hat, wird er mitten in der Weltwirtschaftskrise entlassen und findet von da an keine Arbeit mehr. Er beginnt eine romantische Beziehung mit Helen, einem Mädchen aus seiner Straße, die er schwängert; dies zwingt sie zur Heirat, obwohl Harry nun nicht nur arbeitslos ist, sondern auch durch die Bedürftigkeitsprüfung von der Sozialhilfe ausgeschlossen wurde. Sally Hardcastle, seine ältere Schwester, verliebt sich in den zum Scheitern verurteilten sozialistischen Agitator Larry Meath und zieht die unwillkommene Aufmerksamkeit des örtlichen illegalen Buchmachers Sam Grundy auf sich. Sally fühlt sich nicht in der Lage, mit Meaths sozialistischem Intellektualismus zu konkurrieren, was nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die intellektuelle Armut der lokalen Arbeiterklasse verdeutlicht. Der Höhepunkt des Romans ist ein tatsächlicher Marsch, bei dem die NUWM im Oktober 1931 auf das Rathaus von Salford marschierte. Der Marsch selbst stieß auf gewaltsamen Widerstand der Polizei; im Buch stirbt Larry Meath an den Folgen von Schlägen auf den Kopf durch den Schlagstock eines Polizisten. Nach dem Tod von Larry Meath erliegt Sally verzweifelt der Aufmerksamkeit von Sam Grundy, so dass sowohl ihr Vater als auch ihr Bruder endlich Arbeit finden können.

Der Roman erhielt viel Aufmerksamkeit von Schriftstellern, Journalisten und Politikern, die alle von der Beschreibung der Armut bewegt waren, aber vor allem von der Schilderung einer Arbeitergemeinschaft, die versucht, dieser Armut mit Würde und Intelligenz zu begegnen. In einer Rezension der amerikanischen Ausgabe des Romans schrieb Iris Barry: Love on the Dole is the real thing"[1] und auch Edith Sitwell schrieb: Ich weiß nicht, wann ich jemals so tief und furchtbar bewegt war". Das Buch war ein kommerzieller Erfolg und wurde in diesem Jahr dreimal und bis 1939 noch achtmal aufgelegt.

Greenwood sagte, er habe "zu zeigen versucht, was das Leben eines jungen Mannes bedeutet, der im Schatten der Arbeitslosigkeit lebt, die Tragödie einer verlorenen Generation, der es verwehrt ist, die natürlichen Hoffnungen und Wünsche der Jugend anständig zu verwirklichen."



cronjob
Warning: Undefined variable $headcss in /home/www/plugins/serendipity_event_ckeditor/serendipity_event_ckeditor.php on line 458