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    <title>trueten.de - Social Media</title>
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    <description>»Unsere Gesellschaft scheint nicht mehr verstehen zu können, dass es möglich ist, anders als unter der Herrschaft des Gesetzes zu existieren, das von einer repräsentativen Regierung ausgearbeitet und von einer Handvoll Herrschern verwaltet wird.« Pjotr Alexejewitsch Kropotkin</description>
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    <pubDate>Sun, 13 Sep 2026 10:10:51 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: trueten.de - Social Media - »Unsere Gesellschaft scheint nicht mehr verstehen zu können, dass es möglich ist, anders als unter der Herrschaft des Gesetzes zu existieren, das von einer repräsentativen Regierung ausgearbeitet und von einer Handvoll Herrschern verwaltet wird.« Pjotr Alexejewitsch Kropotkin</title>
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    <title>Geht hin und vermehrt euch! Mögen 10 – 100 – 1000 Server aus dem Boden sprießen</title>
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            <category>Social Media</category>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.trueten.de/uploads/goodbye_a_i.png&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5291 --&gt;&lt;img alt=&quot;Zentral steht ein großer Textblock mit der Überschrift &#039;GOODBYE A/I&#039;. Darunter folgt in schwarzer Schrift auf beigem Hintergrund die Mitteilung, dass Autistici/Inventati neunzehn Tage vor der Frist eingestellt wird. Rechts daneben befindet sich eine stilisierte Kalendergrafik. Im oberen rechten Bereich steht ein rot unterlegtes Logo mit dem Schriftzug &#039;NOBLOGS&#039; und dem Zusatz &#039;Welcome to A/I&#039;. Am unteren Rand sind weitere Informationen und Logos abgebildet, darunter &#039;sabot.media&#039;, der Hinweis auf einen vollständigen Artikel sowie auf ein kostenloses Buch.&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.trueten.de/uploads/goodbye_a_i.png&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;In diesen Zeiten fanatischer, ideologischer und grundloser Unterdr&amp;uuml;ckung habt ihr uns oft gefragt: &lt;i&gt;&amp;bdquo;Wie k&amp;ouml;nnen wir euch unterst&amp;uuml;tzen?&amp;ldquo;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die erste Antwort, die uns in den Sinn gekommen ist, lautet: Wenn ihr helfen wollt, &lt;b&gt;schafft neue R&amp;auml;ume im Netz&lt;/b&gt;. &lt;b&gt;Es gibt viel zu wenige autonome Server da drau&amp;szlig;en&lt;/b&gt;, sei es f&amp;uuml;r E-Mail und Webhosting oder f&amp;uuml;r andere n&amp;uuml;tzliche Kommunikationsmittel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Idee ist keineswegs neu. Wir wiederholen sie schon seit M&amp;auml;rz 2001, als A/I sein Abenteuer begann. Schon damals hatten wir begonnen, zur Einrichtung unz&amp;auml;hliger selbstverwalteter Server aufzurufen, und mit dieser Hoffnung im Hinterkopf pr&amp;auml;gten wir den pseudobiblischen Satz: &lt;b&gt;&lt;i&gt;&amp;bdquo;Geht hin und vermehrt euch, sagten die Heuschrecken!&amp;ldquo;&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So sehr diese Worte damals auch wie eine paranoide Cyberpunk-Prophezeiung geklungen haben m&amp;ouml;gen, heute erweisen sie sich als dringende Notwendigkeit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Geht also hin und vermehrt euch. &lt;b&gt;Macht es uns nach. Kopiert, was wir getan haben. Kopiert den Code, den wir verwendet haben. Kopiert die Idee, der wir Gestalt zu geben versucht haben. Oder nehmt einfach, was ihr von uns braucht, und remixt es.&lt;/b&gt; Wenn es etwas gibt, das unsere Gegner f&amp;uuml;rchten und verabscheuen &amp;ndash; jetzt, in der Vergangenheit und f&amp;uuml;r immer &amp;ndash;, dann ist es unsere F&amp;auml;higkeit, den Virus der Selbstverwaltung und Selbstbestimmung zu verbreiten und Infrastrukturen des Widerstands fraktal zu vervielf&amp;auml;ltigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Autistici/Inventati, das sind nicht nur wir. Autistici/Inventati mag sterben, aber Tausende sind bereits entstanden und Tausende weitere werden folgen.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und das ist noch nicht alles. Was sich &amp;uuml;berall um uns herum abspielt, ist &lt;b&gt;eine koordinierte Strategie zur Eskalation der Repression&lt;/b&gt; mit dem Ziel, nicht nur die Spielregeln, sondern das Spielfeld selbst grundlegend zu ver&amp;auml;ndern. Das bedeutet, dass das, was gerade geschieht, nicht nur eine Handvoll Menschen betrifft, sondern &lt;b&gt;gemeinsam und so breit wie m&amp;ouml;glich angegangen werden muss&lt;/b&gt; &amp;ndash; von Einzelpersonen, autonomen Projekten, Organisationen und der gesamten Gesellschaft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf dem Spiel stehen &lt;b&gt;die Meinungs-, Informations- und Vereinigungsfreiheit&lt;/b&gt; sowie die blo&amp;szlig;e Existenz einer &lt;b&gt;Infrastruktur, die in der Lage ist, dem Autoritarismus Widerstand zu leisten&lt;/b&gt; (nicht nur in den Vereinigten Staaten). Auf dem Spiel steht die M&amp;ouml;glichkeit, &amp;uuml;berall weiterzuk&amp;auml;mpfen, um grundlegende Gemeing&amp;uuml;ter &amp;ndash; wie Kommunikationsinfrastrukturen &amp;ndash; vor dem Imperialismus bestimmter Akteure zu verteidigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das geht weit &amp;uuml;ber uns selbst hinaus. Es betrifft jeden, der leben will, ohne sich als Ware zu f&amp;uuml;hlen, und danach strebt, sein Leben und seine Beziehungen selbst zu bestimmen. Wenn wir diesem voranschreitenden Techno-Faschismus Widerstand leisten wollen, brauchen wir eine breite internationale Solidarit&amp;auml;tsbewegung, um &lt;b&gt;Rahmenbedingungen zum Schutz autonomer Infrastrukturen und R&amp;auml;ume zu schaffen, die frei von jeglicher autorit&amp;auml;rer Absicht sind&lt;/b&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kommen wir also zur&amp;uuml;ck zu der Frage, mit der wir begonnen haben: Wir sind euch allen dankbar, die ihr die Geschichte dessen erz&amp;auml;hlt habt, was uns widerfahren ist. Wir sind dankbar f&amp;uuml;r die breite Solidarit&amp;auml;t, die ihr uns entgegengebracht habt, und f&amp;uuml;r euer Verst&amp;auml;ndnis daf&amp;uuml;r, dass das, was uns widerfahren ist, nur ein kleiner Schritt in der Kette von Ereignissen ist, die sich wahrscheinlich entfalten werden &amp;ndash; sicherlich zum Schlechten, aber vielleicht auch zum Guten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Vision erf&amp;uuml;llt unsere Herzen. Doch nun ist es an der Zeit, einen Schritt weiter zu gehen und &lt;b&gt;unsere Vorstellungskraft &amp;uuml;ber die schrumpfenden Horizonte des M&amp;ouml;glichen hinauszuschieben&lt;/b&gt;, die uns diese dunklen Zeiten aufzwingen. Unsere Hoffnung ist, dass dieser Angriff auf die Freiheit der Netzwerke einen kraftvollen und kreativen kollektiven Widerstand entfesselt. &lt;strong&gt;M&amp;ouml;gen tausend Plattformen erbl&amp;uuml;hen, m&amp;ouml;gen tausend Hacktivisten-Kollektive entstehen, m&amp;ouml;gen tausend Server in Betrieb gehen! M&amp;ouml;ge das Ende von A/I eine Unzahl von Infrastrukturen des Widerstands hervorbringen, wie wir sie uns zuvor nie h&amp;auml;tten vorstellen k&amp;ouml;nnen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Geht hinaus und vermehrt euch, sagten die Heuschrecken! Und wenn ihr schon dabei seid, versucht euch eine Welt des Kampfes, des Widerstands und der Selbstverwaltung vorzustellen, wie ihr sie noch nie gesehen habt.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KOLLEKTIV AUTISTICI/INVENTATI&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://keepitfree.ai/announcements/go-forth-and-multiply-may-10-100-1000-servers-spark-up/&quot;&gt;Quelle&lt;/a&gt; / Eigene&amp;#160; &amp;Uuml;bersetzung, 12. September 2026&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
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    <pubDate>Sun, 13 Sep 2026 09:56:00 +0000</pubDate>
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    <title>A/I shuts down - Stay human</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5291 --&gt;&lt;img alt=&quot;Zentral steht ein großer Textblock mit der Überschrift &#039;GOODBYE A/I&#039;. Darunter folgt in schwarzer Schrift auf beigem Hintergrund die Mitteilung, dass Autistici/Inventati neunzehn Tage vor der Frist eingestellt wird. Rechts daneben befindet sich eine stilisierte Kalendergrafik. Im oberen rechten Bereich steht ein rot unterlegtes Logo mit dem Schriftzug &#039;NOBLOGS&#039; und dem Zusatz &#039;Welcome to A/I&#039;. Am unteren Rand sind weitere Informationen und Logos abgebildet, darunter &#039;sabot.media&#039;, der Hinweis auf einen vollständigen Artikel sowie auf ein kostenloses Buch.&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.trueten.de/uploads/goodbye_a_i.png&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;An dem Tag, als wir erfuhren, dass wir als globale Terrororganisation eingestuft worden waren, haben wir versprochen, dass wir versuchen w&amp;uuml;rden, so lange wie m&amp;ouml;glich Widerstand zu leisten, dass wir nicht nachgeben w&amp;uuml;rden, solange wir noch M&amp;ouml;glichkeiten s&amp;auml;hen, unsere Position zu verteidigen. Seit Jahren pflegen und verteidigen wir stolz eine freie, datenschutzfreundliche, autonome und politisch engagierte Infrastruktur.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bdquo;Bleibt menschlich&amp;ldquo; ist f&amp;uuml;r uns keine leere Floskel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es bedeutet vor allem, dass wir eine Verantwortung haben, unsere Nutzer*innen zu sch&amp;uuml;tzen &amp;ndash; jene, die die menschlichen Netzwerke aufbauen, auf die wir uns verlassen, und die Gemeinschaften, die uns mit Botschaften der Unterst&amp;uuml;tzung und Solidarit&amp;auml;t &amp;uuml;bersch&amp;uuml;ttet haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir k&amp;ouml;nnen uns nicht auf einen Kampf einlassen oder uns Manipulationen aussetzen, die das Leben dieser Menschen und ihrer Angeh&amp;ouml;rigen bedrohen und sie der Gnade von Autokraten, Faschisten und Beh&amp;ouml;rden ausliefern, die extralegale Ma&amp;szlig;nahmen ergreifen. Die M&amp;ouml;glichkeit, dass unsere Arbeit rechtliche und finanzielle Konsequenzen f&amp;uuml;r diejenigen nach sich ziehen k&amp;ouml;nnte, die uns nahestehen &amp;ndash; oder auch nur irgendetwas mit uns zu tun haben &amp;ndash;, l&amp;auml;sst uns keine andere Wahl.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;A/I wird geschlossen. Das Kollektiv Autistici/Inventati l&amp;ouml;st sich auf und wird in K&amp;uuml;rze alle von uns angebotenen Dienste einstellen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt keinen einfachen Weg, dies anzuk&amp;uuml;ndigen oder zu erkl&amp;auml;ren&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jeder Tag, an dem wir nach dem 26. August 2026 online geblieben sind, war ein Sieg, doch nun sind wir gezwungen, aufzuh&amp;ouml;ren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Keiner von uns h&amp;auml;lt heldenhafte Gesten und M&amp;auml;rtyrer f&amp;uuml;r besonders bewundernswert, daher werden wir keine Opfer verlangen. Weder von uns noch von irgendjemand anderem. In diesem politischen Klima gef&amp;auml;hrdet die Fortsetzung unserer Dienste unsere Nutzer und alle, die Teil unserer Gemeinschaften sind. In einer Welt, in der Anschuldigungen jeglichen Bezug zur Realit&amp;auml;t verloren haben, k&amp;ouml;nnen wir nur damit rechnen, dass die Repressionen zunehmend unverh&amp;auml;ltnism&amp;auml;&amp;szlig;ig ausfallen werden. Unter diesen Umst&amp;auml;nden sind wir nicht mehr in der Lage, unsere urspr&amp;uuml;ngliche Mission aufrechtzuerhalten &amp;ndash; n&amp;auml;mlich sichere und nichtkommerzielle digitale Tools anzubieten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese 25 Jahre waren fantastisch. Es war eine &amp;bdquo;unglaubliche Reise&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schaltet jetzt eure PCs aus, geht raus aus euren Wohnungen, k&amp;auml;mpft, umarmt euch und h&amp;ouml;rt nicht auf zu l&amp;auml;cheln. Wir h&amp;ouml;ren auf, aber der Widerstand und die Ideen h&amp;ouml;ren nicht auf. Bleibt menschlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir werden euch bald Anleitungen schicken, wie ihr den Inhalt eurer Blogs, E-Mail-Postf&amp;auml;cher und Websites sichern k&amp;ouml;nnt, zusammen mit weiteren technischen Empfehlungen. Aber denkt daran: Genauso wie die Domain autistici.org ohne Vorwarnung unerreichbar gemacht wurde, k&amp;ouml;nnten wir in den n&amp;auml;chsten Tagen &amp;auml;hnliche Probleme erleben, die wir vielleicht nicht vorhersehen k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Autistici/Inventati-Kollektiv&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Quelle: &lt;a href=&quot;https://keepitfree.ai/announcements/a/i-shuts-down-stay-human/&quot;&gt;keepitfree.ai&lt;/a&gt;, 6. September 2026&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wikipedia zu &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Autistici%2FInventati&quot;&gt;Autistici/Inventati&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://sanctionssearch.ofac.treas.gov/Details.aspx?id=58314&quot;&gt;Listung&lt;/a&gt; in den USA&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eigene &amp;Uuml;bersetzung, Danke an Thomas &lt;a href=&quot;https://mastodon.trueten.de/&lt;sub&gt;breakdownthewalls&lt;/sub&gt;freiburg.social/117227261340736144&quot;&gt;f&amp;uuml;r die Links&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
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    <pubDate>Mon, 07 Sep 2026 08:47:00 +0000</pubDate>
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    <title>AfD ist nachweislich verfassungswidrig – Gesellschaft für Freiheitsrechte stellt nach einem Jahr Arbeit umfassendes wissenschaftliches Gutachten vor</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.trueten.de/uploads/2000-1333-max.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/2000-1333-max.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=697,width=1039,top=739,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5230 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.trueten.de/uploads/2000-1333-max.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt zwei Personen von hinten betrachtet, die auf einem Notebook eine Netzwerkanalyse betrachten, die dei Verbindungen zwischen Alice Weidel und anderen innerhalb der AfD aufschlüsselt. Daneben auf dem geteilten Bildschirm ein Artikel der LTO zur Verfassungswidrigkeit der AfD.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: &amp;copy; Bernhard Leitner | Gesellschaft für Freiheitsrechte&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) hat heute in der Bundespressekonferenz das bislang umfangreichste und juristisch anspruchsvollste Gutachten zur „Alternative für Deutschland“ (AfD) vorgestellt. Es kommt zu dem Ergebnis: Die AfD ist verfassungswidrig nach dem Maßstab von Artikel 21 Absatz 2 Grundgesetz. Die Partei geht nach ihren Zielen und nach dem Verhalten ihrer Anhänger*innen darauf aus, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen, insbesondere das Demokratieprinzip und die Menschenwürdegarantie. Das bedeutet: Würde ein zulässiger Verbotsantrag gestellt, hätte dieser vor dem Bundesverfassungsgericht wahrscheinlich Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein achtköpfiges Team aus Jurist*innen, Rechtsextremismus-Expert*innen und Datenanalyst*innen hat das 1.500-seitige Gutachten binnen 13 Monaten ergebnisoffen und nach wissenschaftlichen Standards erstellt. Die Ergebnisoffenheit der Untersuchung wurde durch die Staatsrechtler*innen Prof. Dr. Christoph Möllers und Prof. Dr. Sophie Schönberger bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bislang gab es keine belastbare Antwort auf die Frage, ob die AfD verfassungswidrig ist und damit verboten werden könnte. Unser Gutachten schafft nun endlich Klarheit für Politik und Gesellschaft“, betont Dr. Bijan Moini, Legal Director der GFF und Projektleiter des Gutachtens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die AfD gegen das Demokratieprinzip und die Menschenwürde verstößt: Sie will politische Gegner*innen unterdrücken, indem sie insbesondere Politiker*innen anderer Parteien strafrechtlich verfolgt. Darin liegt die Verletzung des Demokratieprinzips. Außerdem plant sie unter anderem Muslim*innen, Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft und Schutzsuchende in ihrer Menschenwürde zu verletzen. Ihre Anhänger*innen verletzen auch gegenwärtig schon die Menschenwürde von trans Personen und schüchtern politische Gegner*innen auf demokratiefeindliche Weise ein. Diese und andere Entwicklungen zeigen: Die radikalen Kräfte in der AfD haben sich durchgesetzt. Auffällig ist in der Gesamtschau auch die Ähnlichkeit der politischen Konzepte der AfD und der NPD, deren Verfassungsfeindlichkeit das Bundesverfassungsgericht zwei Mal festgestellt hatte. Das Gutachten zeigt außerdem, dass die Partei planvoll an die Macht strebt und – anders als die NPD – das Potenzial hat, ihre verfassungsfeindlichen Ziele zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Bereichen kommt das Gutachten zu dem Ergebnis, dass sich Äußerungen und Pläne der Partei (noch) nicht so verdichten, dass auch sie die Verfassungswidrigkeit der Partei begründen. Das betrifft z. B. die Aspekte Behindertenfeindlichkeit, Antisemitismus und die Abschaffung der parlamentarischen Demokratie. Diese Teilbeurteilungen ändern jedoch nichts am Gesamtergebnis der Verfassungswidrigkeit der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Expert*innen sammelten, analysierten und bewerteten über drei Millionen Datenpunkte zur AfD. Dazu gehörten Wahlprogramme der Landesverbände und der Bundespartei, über 70.000 parlamentarische Drucksachen, über 50.000 Pressemitteilungen und 2,9 Millionen Social Media-Posts. Sie untersuchten alle Ebenen der Partei und stützen ihre Einschätzung auf mehr als 2.500 Belege. Das AfD-Gutachten ist die erste umfassende Untersuchung, die die Partei nach den Maßstäben untersucht, die auch das Bundesverfassungsgericht in einem Verbotsverfahren anlegen würde. Es füllt wichtige Lücken, die beispielsweise durch das Gutachten des Bundesamts für Verfassungsschutz offenblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Mit diesem Gutachten müssen sich Politik und Gesellschaft jetzt auseinandersetzen. Denn, egal auf welcher Seite der Verbotsdebatte man steht: Das Argument, ein Verbotsantrag werde wahrscheinlich scheitern, ist nach unserer Einschätzung nicht mehr haltbar,” unterstrich GFF-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Dana-Sophia Valentiner vor den Journalist*innen der Bundespresse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanziert wurde das Gutachten durch private Spenden von über 20.000 Menschen in Höhe von insgesamt über einer Million Euro, die die GFF 2025 zu diesem Zweck gesammelt hatte. Für die Spendensammlung hat die GFF mit den Organisationen Demokratie-Stiftung Campact, Volksverpetzer, innn.it, Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV), Postmigrantischer Jurist*innenbund, Frag den Staat und Bleibt stabil zusammengearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine interaktive Aufarbeitung der Ergebnisse und das Gutachten im Volltext findet sich &lt;span class=&quot;text1&quot; style=&quot;font-size: 15px; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif; line-height: 21px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;https://afd-gutachten.de/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;text1&quot; style=&quot;font-size: 15px; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif; line-height: 21px;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Helvetica, Arial, sans-serif; font-size: 14px;&quot;&gt;Quelle: Pressemitteilung&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die GFF:&lt;br /&gt;
Die &lt;a href=&quot;https://freiheitsrechte.org/&quot;&gt;GFF&lt;/a&gt; verteidigt seit 2015 die Grund- und Menschenrechte mit rechtlichen Mitteln. Als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin nutzt sie strategische Gerichtsverfahren, wenn Staat oder Unternehmen gegen das Grundgesetz verstoßen. Seit 2015 hat die GFF mehr als 45 Verfassungsbeschwerden beim Bundesverfassungsgericht erhoben. In etwa 75 Prozent der bereits entschiedenen Verfassungsbeschwerden erzielte die GFF mindestens einen Teilerfolg.&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 10:15:00 +0000</pubDate>
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    <title>Reise in die USA? NoWay!</title>
    <link>https://www.trueten.de/archives/14045-Reise-in-die-USA-NoWay!.html</link>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.trueten.de/uploads/welcome.jpeg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/welcome.jpeg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=581,width=815,top=797,left=1520,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5069 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.trueten.de/uploads/welcome.jpeg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt die Schuhe einer Person, die vor einem auf dem Boden gesprayten &amp;quot;Willkommen&amp;quot; Graffiti steht.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: &lt;a href=&quot;https://unsplash.com/de/@jontyson&quot;&gt;Jon Tyson&lt;/a&gt; auf &lt;a href=&quot;https://unsplash.com/de/fotos/eine-person-die-vor-einem-willkommensschild-steht-Es6wM0ASCAU&quot;&gt;Unsplash&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Wir wussten, dass dies kommen würde, aber jetzt läuft die Uhr. Von Privacy International:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Gestern hat die Trump-Regierung eine vorgeschlagene Änderung der Politik für Reisende in die USA angekündigt. Sie betrifft die Befugnisse der Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) zur Datenerhebung.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Wenn die vorgeschlagenen Änderungen nach der 60-tägigen Konsultationsphase angenommen werden, werden Millionen von Reisenden in die USA gezwungen sein, eine mobile App der US-Regierung zu nutzen und ihre Social-Media-Aktivitäten der letzten fünf Jahre sowie ihre E-Mail-Adressen der letzten zehn Jahre, einschließlich derjenigen von Familienmitgliedern, offenzulegen. Außerdem wird die Erfassung von DNA vorgeschlagen.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Privacy International verlinkte auf einen Eintrag im Federal Register, in dem die vorgeschlagenen Anforderungen beschrieben werden, und &lt;a href=&quot;https://www.privacyinternational.org/news-analysis/5713/trump-administration-wants-your-dna-and-social-media&quot;&gt;fasste diesen zusammen&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Alle Besucher müssen „ihre Social-Media-Aktivitäten der letzten 5 Jahre“ einreichen.&lt;br /&gt;
• ESTA-Anträge (Electronic System for Travel Authorization) werden „hochwertige Datenfelder“ enthalten, „sofern dies möglich ist“.&lt;br /&gt;
• „Telefonnummern, die in den letzten fünf Jahren verwendet wurden“&lt;br /&gt;
• „E-Mail-Adressen, die in den letzten zehn Jahren verwendet wurden“&lt;br /&gt;
• „In den letzten fünf Jahren verwendete Telefonnummern von Familienangehörigen (sic)“.&lt;br /&gt;
• Biometrische Daten – Gesicht, Fingerabdruck, DNA und Iris.&lt;br /&gt;
• In den letzten fünf Jahren verwendete geschäftliche Telefonnummern.&lt;br /&gt;
• In den letzten zehn Jahren verwendete geschäftliche E-Mail-Adressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &lt;a href=&quot;https://www.govinfo.gov/content/pkg/FR-202&quot;&gt;Eintrag im Bundesregister&lt;/a&gt; besagt, dass Kommentare erwünscht sind und (spätestens bis zum 9. Februar 2026) eingereicht werden müssen, um berücksichtigt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke an &lt;a href=&quot;https://kanoa.de/@quaewpos&quot;&gt;Quaewpos&lt;/a&gt; für das &lt;a href=&quot;https://infosec.exchange/@briankrebs/115962508398912420&quot;&gt;Teilen des Beitrages&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;https://infosec.exchange/@briankrebs&quot;&gt;Brian Krebs&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung / Bearbeitung: Thomas Trueten&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 30 Jan 2026 08:33:00 +0000</pubDate>
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    <title>Deine Einsamkeit war eine bewusste Entscheidung deines Gegners oder: Sie wollen uns isolieren, weil es so einfacher ist, uns irgendwelchen Mist zu verkaufen</title>
    <link>https://www.trueten.de/archives/13934-Deine-Einsamkeit-war-eine-bewusste-Entscheidung-deines-Gegners-oder-Sie-wollen-uns-isolieren,-weil-es-so-einfacher-ist,-uns-irgendwelchen-Mist-zu-verkaufen.html</link>
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.trueten.de/uploads/500px-Caspar_David_Friedrich_-_Wanderer_above_the_sea_of_fog.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/500px-Caspar_David_Friedrich_-_Wanderer_above_the_sea_of_fog.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=655,width=515,top=400,left=1030,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5001 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.trueten.de/uploads/500px-Caspar_David_Friedrich_-_Wanderer_above_the_sea_of_fog.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Caspar David Friedrich, &amp;quot;Der Wanderer im Nebel&amp;quot; ca. 1817&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Synonym für Einsakeit: Caspar David Friedrichs &quot;Der Wanderer im Nebel&quot; ca. 1817&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;An den besten Tagen meines Lebens merke ich mein Handy kaum. Wenn ich den Tag draußen in der Welt verbringe, vergesse ich, dass ich Social-Media-Konten habe, die ich checken könnte, und Nachrichten, die ich durchscrollen könnte. An den besten Tagen meines Lebens bin ich meistens, aber nicht immer, mit Leuten zusammen (oder meinem Hund, der auch als Mensch zählt), und es kommt mir einfach nicht in den Sinn, auf einen kleinen Bildschirm zu schauen. Einige der besten Tage meines Lebens verbringe ich in meiner Hängematte und lese gedruckte Bücher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, jeder, den ich kenne, hat die Fantasie, sein Handy oder seinen Computer zu zerstören. Jeder hat eine andere, aber seltsam spezifische Art, wie er das tun würde: mit einem Stein zerschlagen, von einem Wolkenkratzer werfen, auf die Bahngleise legen. Ich selbst – und ich weiß, dass das nicht umweltfreundlich ist – stelle mir vor, ich wäre auf einem kleinen Segelboot irgendwo auf dem Ozean (obwohl ich nicht segele) und würde meine Geräte über Bord werfen. Ich will nicht einfach nur mein Handy oder meinen Computer zerstören, ich will diese Geräte den Göttern des Ozeans opfern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben diese Gedanken, aber wir irren uns, warum wir sie haben. Meistens, wenn ich mir vorstelle, wie die Tiefe mein Handy verschluckt, denke ich, dass es daran liegt, dass ich aus der Gesellschaft verschwinden will, dass ich die Welt der Menschen hinter mir lassen will. Ich möchte den Computer auf die Gleise legen und dann für immer in den Wald gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sache ist nur, dass ich diese Fantasie falsch umsetze, sogar in meinem eigenen Kopf. Wir haben irgendwie beschlossen, dass unsere Telefone mit ihrem Versprechen der ständigen Vernetzung Repräsentationen von Menschen, von Gesellschaft und von Gemeinschaft sind. Wir glauben, dass wir mit unseren Telefonen fertig sein wollen, weil wir mit den Menschen fertig sein wollen. Aber das ist einfach nicht der Fall. Was wir hinter uns lassen wollen, sind oberflächliche, unverbindliche Interaktionen. Wir wollen keine Benachrichtigungen und keine Interaktionen mehr. Wenn Geselligkeit Essen wäre, würden wir eine Mahlzeit wollen, aber wir bekommen nur leere Kalorien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn fast das gesamte (aber nicht das gesamte) Online-Ökosystem ist so konzipiert, dass es uns nicht zusammenbringt, sondern uns voneinander trennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist kein Zufall. Es wurde so konzipiert. Es wurde von unseren Feinden so konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß, dass es einfach ist, alle unsere Probleme dem Kapitalismus zuzuschreiben, aber dieses Problem wurde vom Kapitalismus geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfer, so wie ich es verstehe (ein guter Freund hat mir das erzählt, als er die Arbeit von Georges Bataille beschrieb), hat weniger mit Blut zu tun als vielmehr damit, Dinge (oder Tiere oder Menschen, wenn wir von Opfern alter Schule sprechen) unproduktiv zu machen. Wir machen Dinge heilig (Opfer und heilig haben denselben etymologischen Ursprung), indem wir sie aus dem Bereich der produktiven Wirtschaft herausnehmen. Indem wir Dinge einfach nur existieren lassen und sie niemals „nützlich” sein lassen. Historisch gesehen war der Sabbat gerade deshalb heilig, weil er unproduktiv war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kelten in Gallien (dem heutigen Frankreich) gruben einfach Löcher, schufen Kunstwerke und warfen diese Kunstwerke in die Löcher. Das klingt zunächst albern, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr reizt mich diese Idee. Ich beobachte meine Freunde, wie sie Schals stricken, nur um sie wieder aufzutrennen. Ich spiele Klavier in einem leeren Raum und schreibe Lieder, die ich nie wieder spielen werde. Ich habe dieses Jahr viel zu viele Tomaten angebaut und hatte mehr Freude daran, sie anzubauen, als sie zu konservieren, und irgendwann habe ich sie einfach an den Pflanzen verrotten lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wirtschaftlich nicht sinnvoll, Lebensmittel anzubauen, die niemand isst, aber manchmal serviere ich ein „dummes Abendessen” und stelle einen Teller mit Essen für die Toten bereit, den ich dann in den Wald zu den Feen bringe. Es ist wirtschaftlich nicht sinnvoll, Schals zu stricken, die man nie tragen wird. Aber die meisten der besten Momente unseres Lebens liegen außerhalb der produktiven Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partys sind im besten Fall keine wirtschaftlich produktiven Aktivitäten. Geselligkeit ist im besten Fall kein Multitasking wie Networking.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch schätze ich auch Produktivität. Ich liebe es, Bücher zu schreiben und zu veröffentlichen. Ich liebe es, Geschichte zu schreiben und zu lehren. Ich liebe es, Kleidung zu nähen, die ich trage, ich liebe es, Regale und Schreibtische aus Holz zu bauen, ich liebe es, Songs zu schreiben, die auf Vinyl gepresst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was uns verkauft wird, ist etwas, das sich irgendwie wie Produktivität anfühlt, aber keine ist. Wir entspannen uns nicht und produzieren auch nichts – kein Wunder, dass wir erschöpft und entfremdet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gig-Economy verkauft uns Isolation und sagt uns, dass das Freiheit ist. Man macht den ganzen Tag einen normalen Scheißjob und bekommt dann mehr „wirtschaftliche Freiheit”, indem man die ganze Nacht Gig-Arbeit macht. (Die „Freiheit”, um die es hier geht, ist in der Regel die Freiheit, nicht zu verhungern.) Und wenn man mit seinen vielen Jobs fertig ist, hat niemand Lust, nur für sich selbst zu kochen, und niemand geht gerne allein ins Restaurant, also bestellt man sich etwas online nach Hause liefern. Essen ohne jegliche soziale Interaktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiterbewegung kam durch die Organisation am Arbeitsplatz an die Macht. Vor etwa hundert Jahren las ein Arbeiter in den Fabriken allen anderen während der Arbeit die neueste radikale Zeitung (meist anarchistisch, sozialistisch oder kommunistisch) vor, und selbst weitgehend analphabetische Arbeiter lernten, wie das kapitalistische System sie ausbeutete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Version davon gibt es natürlich immer noch. Wir haben Instagram-Erklärer, wir haben TikTok-Posts und wir haben Bluesky-Threads, und vielleicht sind wir heute genauso gut darin, Klassenbewusstsein zu verbreiten, aber was wir nicht haben, zumindest nicht so leicht, sind einander. Wir haben keine Genossen; wir haben Leute, denen wir folgen, und Leute, die uns folgen. Wir nennen es „Engagement”, wenn wir einen Beitrag kommentieren, aber es ist kein Engagement, nicht wirklich. Es ist eine seltsame Nachahmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Algorithmus belohnt kontroverse Meinungen und er belohnt Streitigkeiten, weil beides das Engagement fördert. Der Algorithmus belohnt uns dafür, dass wir uns gegenseitig schlecht behandeln, und das war eine bewusste Entscheidung. Die Leute verbringen ihre begrenzte Zeit auf dieser Erde damit, in Sitzungssälen (jetzt in Zoom-Räumen) zu sitzen, sich Diagramme mit Interaktionstypen auf ihren Plattformen anzusehen und zu sagen: „Die Leute aufzuregen fördert das Engagement für unsere App und bedeutet mehr Marktanteil.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je isolierter wir sind, desto mehr werden wir dazu getrieben, gemein zueinander zu sein, desto mehr geben wir das Wenige, das wir haben, für das aus, was uns beworben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich anfing, Podcasts für ein werbefinanziertes Netzwerk zu machen, hatte ich Angst, dass alle sauer auf mich sein würden, weil ich Inhalte produziere, die ein Unternehmen nutzt, um Werbung zu verkaufen. Aber ich glaube, die meisten Leute verstehen, dass sie das auch tun, egal ob sie dafür bezahlt werden oder nicht. Alle unsere Posts und Kommentare sorgen dafür, dass wir Apps, die uns Werbung zeigen, im Blick behalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin nicht sauer auf euch deswegen, ich bin auch nicht sauer auf mich selbst deswegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin sauer auf die Leute, die diese Designentscheidungen treffen. Ich bin sauer auf die Milliardäre und die angehenden Milliardäre, die sich buchstäblich von unserer Verzweiflung und Einsamkeit ernähren und die sich die Finger lecken, wenn sie sehen, wie wir uns im Internet gegenseitig fertigmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute reden über die „Epidemie der männlichen Einsamkeit” und andere sagen, dass es so was nicht gibt, weil jeder mal einsam ist, und warum Männer so besonders im Fokus stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es stimmt aber, dass Männer einsam sind. Frauen auch. Andere Leute auch. Wir sind alle einsam, und zwar auf einzigartige und sich überschneidende Weise. Wir könnten gemeinsam einsam sein, aber stattdessen streiten wir darüber, wer am einsamsten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass wir darüber streiten, ist eine bewusste Entscheidung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will nicht angeben, aber ich bin nicht einsam, nicht wirklich. Das liegt nicht daran, dass ich introvertiert bin. Ich sehne mich nach Einsamkeit, aber ich verstehe, dass Einsamkeit nicht Isolation ist, nicht Einsamkeit. Einsamkeit funktioniert für mich gut, weil ich weiß, dass es eine Entscheidung ist. Ich möchte einen Großteil meiner Zeit allein oder in sehr begrenzter Gesellschaft verbringen. Ich war schon immer so, und der Rest meiner Familie ist auch so. Es braucht schon einiges, um mich einsam zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin aber misstrauisch gegenüber jeder Dichotomie und jeder Persönlichkeitskategorisierung. Wir alle haben unterschiedliche Eigenschaften in unterschiedlichem Maße. Ich bin introvertiert, weil Einsamkeit meine Batterien wieder auflädt. Aber ich bin auch extrovertiert, weil ich einen separaten Satz Batterien habe, den ich durch soziale Interaktion aufladen muss. Diese Batterien laden sich viel schneller auf und halten viel länger, aber sie sind da. Ich sehne mich auch nach sozialen Kontakten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe diese „Batterie”-Metapher schon immer gehört und verwendet, aber ich halte sie für nur begrenzt brauchbar. Denn wir sind keine Maschinen, wir sind Tiere. Wir haben keine Batterien, wir haben Muskeln. Wir verbessern uns durch Übung. Sozialisieren ist also ein Muskel. Einer, den wir stärken können. Als ich während der Pandemie in Isolation geriet (echte Isolation, nicht nur Einsamkeit), sind diese Muskeln verkümmert. Jetzt stärke ich sie wieder. Deshalb bin ich nicht einsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber, und das ist entscheidend, ich mache das nicht alleine. Ich mache das mit anderen Menschen. Mit Freunden, mit meiner Gemeinschaft. Das sind Muskeln, die wir gemeinsam entwickeln. Ähnlich wie Solidarität, ein weiterer Muskel, den wir stärken müssen. Die Fähigkeit, Unterschiede zu akzeptieren (und zu feiern) ist die Grundlage für Solidarität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du mich kennst, wusstest du, dass ich vorschlagen würde, dass Solidarität die Lösung dafür ist, wie wir alle systematisch voneinander isoliert werden. Wir brauchen echte soziale Interaktion (die auch online stattfinden kann, das ist nur schwieriger). Wir müssen uns treffen und wir müssen reden. Wir müssen über unser Leben reden, über unsere Probleme reden und über Lösungen für unsere Probleme reden. Wir müssen Menschen dort treffen, wo sie sind, und wir müssen Menschen treffen, die anders sind als wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen zusammenkommen, denn es stellt sich heraus, dass wir dieselben Feinde haben: die Leute, die versuchen, uns einsam zu machen – dieselben Leute, die versuchen, uns arm zu machen, die dieselben Leute, die die Seen trockenlegen, um Rechenzentren zu bauen, die dieselben Leute, die versuchen, Grenzen zu schließen, die dieselben Leute, die diese Grenzen überhaupt erst gezogen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Handy ins Meer zu werfen, ist keine Lösung für meine Probleme, weil es eine individuelle Lösung für ein systemisches Problem ist. Ohne deine Hilfe kann ich die Probleme in meinem Leben nicht lösen, und ohne meine Hilfe kannst du sie auch nicht lösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem werde ich mein Handy nicht ins Meer werfen, weil die Fische nichts so Schlimmes getan haben, dass sie auf Instagram gezeigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: Margaret Killjoy, &lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/you-loneliness-was-a-design-decision&quot;&gt;Your Loneliness Was a Design Decision Made by Your Enemy or: they want us isolated because it&#039;s easier to sell us shit&lt;/a&gt;, 28. November 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt; ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [authorisiert]&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Sun, 30 Nov 2025 09:23:00 +0000</pubDate>
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