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"Das Leben der Vornehmen ist ein langer Sonntag: sie wohnen in schönen Häusern, sie tragen zierliche Kleider, sie haben feiste Gesichter und reden eine eigene Sprache; das Volk aber liegt vor ihnen wie Dünger auf einem Acker." Georg Büchner

25 Jahre Hoyerswerda

Vor 25 Jahren begannen die tagelangen Angriffe auf MigrantInnen durch Neonazis und einen durch diese aufgestachelten Mob  in Hoyerswerda / Sachsen. Diese Aktionen bildeten den Auftakt zu einer Serie migrantInnenfeindlicher Ausschreitungen zu Anfang der 1990er Jahre in Deutschland.

Die Welle der Ausschreitungen begann mit dem Überfall einer Gruppe Neonazis auf vietnamesische Straßenhändler in Hoyerswerda. Die Polizei vertrieb die überwiegend jugendlichen Täter, die sogleich zum Vertragsarbeiterwohnheim weiter zogen und alle Fenster einwarfen. Die mehrtägigen Angriffe, später auch auf das Asylheim, eskalierten unter dem Beifall von AnwohnerInnen bis zur Evakuierung der Wohnheime. Die wenigen BürgerInnen, die sich gegen die Angriffe stellten, fanden kein Gehör, zwei antifaschistische Demonstrationen waren massiver Polizeirepression ausgesetzt. Hoyerswerda war Auftakt einer Reihe von rassistischen Übergriffen und Brandanschlägen in Rostock, Mölln, Solingen im wiedervereinigten Deutschland.

Die Webdokumentaton Hoyerswerda-1991.de informiert aus vielfältigen Perspektiven über Ursachen, Ablauf und Folgen der damaligen Pogrome, die sich heute fast auf den Tag genau in Zwickau wiederholen...

Die Fotos in diesem Rückblick entstanden auf der Demonstration am 29. September 1991, als sich rund 3000 AntifaschistInnen auf den Weg nach Hoyerswerda machten.

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