trueten.de

"Wenn ich mit meiner Relativitätstheorie recht behalte, werden die Deutschen sagen, ich sei Deutscher, und die Franzosen, ich sei Weltbürger. Erweist sich meine Theorie als falsch, werden die Franzosen sagen, ich sei Deutscher, und die Deutschen, ich sei Jude." Albert Einstein

Gegenposition

Lutz Hausstein und Florian Krahmer haben kürzlich unter dem Titel: „Beachtung einer Studie um die Höhe der sozialen Mindestsicherung“ eine Gegenposition entwickelt zu den Unwahrheiten der berüchtigten Studie von Friedrich Thießen und Christian Fischer: "Die Höhe der Sozialen Mindestsicherung - Eine Neuberechnung bottom up".

Das Original der "Studie" ist inzwischen nach Protesten von der Chemnitzer TU durch folgende ergreifenden Worte ersetzt worden:

(...) Die Höhe der sozialen Mindestsicherung

Die Studie hat Wirbel ausgelöst. Sie ist in Presse und Rundfunk teilweise sinnentstellt dargestellt worden. Auslöser der Studie war Unbehagen über das als intransparent empfundene Verfahren der Berechnung der Leistungen der sozialen Mindestsicherung (Hartz IV, Sozialhilfe).
Dies hat den Bedarf nach einer Neuberechnung ausgelöst. Die Studie kommt bei allen Unsicherheiten, die derartigen Studien immer zugrunde liegen, zu dem Ergebnis, dass die tatsächlich gewährten geldlichen Sozialleistungen leicht oberhalb des Rahmens liegen, der durch die festgelegten Ziele der sozialen Mindestsicherung abgedeckt wird.
In der Studie werden daraus keine Konsequenzen abgeleitet.
Gleichwohl hat die Berichterstattung über die Studie viele Menschen verletzt. Wir bedauern, wenn sich jemand durch die Veröffentlichung der Ergebnisse der Studie in seiner persönlichen Lebenssituation angesprochen, betroffen und gekränkt fühlt. Dies war in keiner Weise Absicht der Studie.
Es war vielmehr Absicht, einen Beitrag zur Verbesserung der Situation vieler Menschen zu leisten. Die Studie hat offen gelegt, dass die Bedürfnisse vieler Menschen nach Arbeit und Anerkennung, deren notwendige Befriedigung man auch aus den Zielen der sozialen Mindestsicherung herauslesen kann, nicht ausreichend erfüllt werden. Viele wollen sich einbringen und etwas leisten, was heute sehr schwierig geworden ist. Die Studie zeigt, dass man hier ansetzen muss, unser Sozialsystem positiv nach vorne zu entwickeln.


Via Axel Troost, Harald Thomé, den Nachdenkseiten, Tachblog und Sashs Blog und nebenbei bemerkt

Trackbacks

Trackback specific URI for this entryTrackback URL
  1. Gegenposition

Comments

  1. Noch eine Gegenposition

    Man kann sich die Muehe, jede einzelne Position nachzurechnen, eigentlich sparen. Diese "Studie" wackelt schon ehe sie ins "Detail" geht.
    Comment (1)
    Reply
  2. Daß die Studie aufgrund der Proteste schon vom Server der TU entfernt wurde ist mir erst gar nicht aufgefallen. Meine persönliche Gegenposition: Das war erst der Anfang, Hartz IV muß weg!
    Comment (1)
    Reply
    • Posted byProf. Dr. Peter Schütt
    • on
    Die Chemnitzer Studie meiner Professorenkollegen erinnert mich an den kolpierten Spruch der letzten fränzösischen Königen: "Wenn das Volk kein Brot hat, soll es doch Kuchen essen" und es geht nicht nur um die Gegenrechnung und die Inflations rate, es geht um den Anspruch der sozialen Gerechtigkeit und Teilhabe. Nur wenn uns die die Armen und arbeitslosen Menschen wirklich lich etwas kosten, werden wir uns überlegen wie Integration möglich ist. Wenn sie uns nichts kosten brauchen wir uns nicht anstrengen sie wieder Teil von uns gut lebenden Menschen werden zu lassen.
    Und ein letztes:Meine Profesasorenkollegen bestehen allem Anschein nur aus ökonomischer Rationalität - Viel Glück wünsche ich ihnen auf dieser basis mit ihren Frauen.
    Comment (1)
    Reply

Add Comment

E-Mail addresses will not be displayed and will only be used for E-Mail notifications.
To leave a comment you must approve it via e-mail, which will be sent to your address after submission.
Enclosing asterisks marks text as bold (*word*), underscore are made via _word_.
BBCode format allowed