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"Amerika wird also, angeführt und aufgeweckt von der kubanischen Revolution, eine Aufgabe von großer, entscheidender Bedeutung haben: die Schaffung eines zweiten, dritten Vietnams." Che Guevara

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LATEINAMERIKA
Der US-Justizminister Jeff Sessions hat angekündigt, dass häusliche Gewalt zukünftig kein Grund mehr sein solle, um Asyl in den USA zu beantragen. Diese Entscheidung könnte eine weitreichende Verschärfung der US-Einwanderungspolitik bedeuten, die vor allem tausende Frauen betrifft, die aus Zentralamerika vor geschlechtsspezifischer Gewalt flüchten müssen.

ARGENTINIEN
Das argentinische Parlament hat ein Gesetz zur Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen beschlossen. Dem gingen viele Jahrzehnte feministischen Kampfes voraus.

BRASILIEN
Luiz Inácio Lula da Silva, der Arbeiterführer, der Mann, der als Präsident Gesetze und soziale Programme durchsetzte, durch die an die 30 Millionen Brasilianer der Armut entrissen wurden und der bei allen Meinungsumfragen für die Präsidentschaftswahlen 2018 mit großem Vorsprung vorne liegt, beantwortete die Fragen eines Granma Interviews, die ihm ein brasilianischer Freund zukommen ließ.

CHILE
Nachdem nun die ersten Untersuchungsergebnisse in den Missbrauchsfällen in Chile feststehen, hat der Papst die ersten drei Rücktritte angenommen. Nach einem weitläufigen Missbrauchsskandal innerhalb der katholischen Kirche boten Mitte Mai alle 34 chilenischen Bischöfe dem Papst ihren Rücktritt an. Gesandte des Papstes bitten die Missbrauchsopfer um Vergebung.

In Chile haben Studentinnen die größte feministische Bewegung der letzten Jahre ausgelöst. Seit Monaten halten sie Universitäten besetzt

KOLUMBIEN
Der Kandidat der ultrarechten Partei »Demokratisches Zentrum«, Iván Duque Márquez, ist neuer Präsident Kolumbiens. Er setzte sich am vergangenen Sonntag in einer historischen Stichwahl gegen den Kandidaten der linken Wahlbewegung »Menschliches Kolumbien«, Gustavo Petro Urrego, durch. Während Duque 54 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte, entfiel auf Petro ein Stimmanteil von 41,8 Prozent.

Die gute Nachricht zuerst: Zum ersten Mal seit Jahrzehnten hat es bei einer Präsidentschaftswahl in Kolumbien ein linker Kandidat in die zweite Runde geschafft und dort mehr als acht Millionen Stimmen erhalten. Die 41,8 Prozent, die am Sonntag auf Gustavo Petro entfielen, sind eine Demonstration der Unzufriedenheit vieler Menschen mit dem wirtschaftlichen und Gesellschaftssystem des südamerikanischen Landes, denn der Kandidat des »Menschlichen Kolumbiens« hatte sich zu ihrer Stimme gemacht.

KUBA
Dokumentarfilm: Esther Bejarano ist 93 Jahre alt. Im Januar 2017 unternahm sie mit der HipHop-Band Microphone Mafia eine Konzerttournee durch Kuba.

Mit dem neuen Präsidenten Miguel Díaz-Canel an der Spitze des Staats- und des Ministerrats verstärken die CIA und die aktuelle US-Regierung ihre antikubanischen Aktionen und greifen dabei auf jeden Hanswurst zurück, der ihnen unterwegs begegnet und sich dafür hergibt ihre Befehle auszuführen.

MEXIKO
Hoffen auf den Linksruck: In Mexiko geht López Obrador als großer Favorit in die Präsidentschaftswahl am 1. Juli. Doch er ist nach rechts gerückt

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 22. Juni 2018

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ARGENTINIEN
Nach langem parlamentarischen Streit hat das Gesetz über die Legalisierung von Abtreibungen in Argentinien eine wichtige Hürde genommen. Eine Kommission des Abgeordnetenhauses stimmte mit 64 zu 57 Stimmen für eine Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs, wie die Tageszeitung »La Nación« am Dienstag (Ortszeit) berichtete.

Argentinien wird einen Kredit in Höhe von insgesamt 50 Milliarden US-Dollar beim Internationalen Währungsfonds (IWF) aufnehmen. Dies teilte die Regierung von Präsident Mauricio Macri unlängst mit.

BRASILIEN
Die sieben größten Gewerkschaften in Brasilien haben eine “Prioritätsagenda der Arbeiterklasse” mit 22 Vorschlägen zur künftigen sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes vorgestellt. Das Dokument soll unter anderem den Kandidaten der im Oktober stattfinden Präsidentschaftswahl vorgelegt werden.

GUATEMALA
Zahlreiche Guatemalteken sind am Wochenende in der Hauptstadt des Landes aus Protest über das mangelhafte Krisenmanagement der Regierung nach dem jüngsten verheerenden Vulkanausbruch auf die Straße gegangen.

KOLUMBIEN
Vertreter der politischen Mitte in Kolumbien haben sich dem Wahlkampf des Bündnisses Colombia Humana (Menschliches Kolumbien) des Präsidentschaftskandidaten Gustavo Petro angeschlossen. Unter den neuen Mitstreitern befindet sich auch die Ex-Gefangene der inzwischen aufgelösten Guerillaorganisation Farc und Präsidentschaftskandidatin 2002, Íngrid Betancourt, der grüne Ex-Bürgermeister von Bogotá und Präsidentschaftskandidat 2010, Antanas Mockus, und die grüne Senatorin Claudia López.

Neue Zeugenaussagen haben weitere klare Hinweise auf eine enge Verstrickung der Familie des ehemaligen kolumbianischen Präsidenten Álvaro Uribe (2002-2010) in rechtsterroristische Strukturen gegeben. Drei ehemalige Angestellte der Hacienda “La Carolina” sagten vor wenigen Tagen aus, das Anwesen der Familie Uribe habe in den 1990er Jahren unter anderem als Basis für Treffen mit dem mutmaßlichen Anführer der paramilitärischen Gruppe “Die 12 Apostel” (Los 12 Aposteles), Alberto Osorio Rojas, gedient.

KUBA
Knapp vier Wochen nach dem tragischen Flugzeugabsturz in Havanna bei dem 110 der 113 Insassen unmittelbar ums Leben kamen, laufen die Untersuchungen zur Unglücksursache weiterhin mit Hochdruck. Die beiden Flugschreiber werden derzeit mit Spezialausrüstung in den USA analysiert, während die kubanischen Behörden alle übrigen Untersuchung auf der Insel leiten. Der Zustand der einzigen Überlebenden des Unglücks ist indes weiter kritisch.

VENEZUELA
Der Konflikt zwischen Venezuela und der in Washington ansässigen Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) eskaliert nach einer Resolution der Generalversammlung, mit der ein Ausschluss des südamerikanischen Landes eingeleitet wurde, weiter.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 15. Juni 2018

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AMERIKA
Mit lockerem Finger am Abzug: Mit einem Kopfschuss tötete ein US-Grenzschützer eine 20-jährige Einwanderin. Videos zeigen, dass die Polizei bei ihrer Rechtfertigung gelogen hatte.

Die Weltmeisterschaft, die vor Russland wohl die größten politischen Debatten auslöste, war jene 1978 in Argentinien. Sie fand statt in einer Militärdiktatur, der 30.000 Menschen zum Opfer fielen. Wie wird der Fußball 40 Jahre später in die Erinnerungskultur eingebunden?

ARGENTINIEN
Die argentinische Menschenrechtsorganisation Großmütter des Plaza de Mayo (Abuelas de Plaza de Mayo) ist vom verantwortlichen Komitee zum sechsten Mal auf die Nominierungsliste für den Friedensnobelpreis aufgenommen worden.

BRASILIEN
»Fraport hätte die Bewohner anhören müssen«: Warum der Flughafenbetreiber für Zwangsumsiedlung eines Dorfes in Brasilien verantwortlich ist. Ein Gespräch mit Arne Fellermann

CHILE
Mit der sogenannten Geschlechter-Agenda hat Chiles Präsident Sebastián Piñera auf die „ola feminista“, die feministische Welle, reagiert. Jahrelang protestieren Chileninnen bereits gegen sexualisierte Gewalt, Frauenmorde und Missbrauch, nun befinden sich seit einigen Wochen zahlreiche Universitäten im „feministischen Streik“.

KOLUMBIEN
»Kolumbien ist ein sozial ungerechtes Land«: Ein Jahr nach beigelegtem Generalstreik wurde nur ein Zehntel der Vereinbarungen umgesetzt. Gespräch mit Jhon Reyna

Aus den Präsidentschaftswahlen in Kolumbien gingen am vergangenen Sonntag Iván Duque Márquez und Gustavo Francisco Petro Urrego als Sieger hervor. Auf Duque, den Kandidaten der rechten Partei Demokratisches Zentrum, entfielen 39,1 Prozent der Stimmen. Petro, Kandidat der linken Wahlbewegung »Menschliches Kolumbien«, erhielt 25,1 Prozent der Stimmen.

KUBA
Wie aus einem aktuellen Bericht des Welternährungsprogramms hervorgeht, hat Kuba einen Platz unter den ersten 14 Ländern bei der Reduzierung des Hungers erreicht. Mit einem Indexwert von unter fünf gehört das sozialistische Land zu den bestplatziertesten Ländern in dem Ranking und liegt im Spitzenbereich Lateinamerikas, noch deutlich vor Staaten wie Kolumbien (8.0) oder Argentinien (5.4).

Kuba hat verhalten auf den Tod des ehemaligen CIA-Agenten und Terroristen Luis Posada Carriles reagiert. Der Veteran des antikubanischen Exils war in der vergangenen Woche im Alter von 90 Jahren in Miami im US-Bundesstaat Florida gestorben. Kuba und Venezuela hatten über Jahre hinweg vergeblich Posada Carriles’ Auslieferung wegen seiner Verantwortung für Terroranschläge gegen das sozialistische Kuba verlangt.

MEXIKO
Wie die Tageszeitung El Financiero berichtet, ist die Journalistin Alicia Díaz González am 24. Mai tot in ihrer Wohnung im nordmexikanischen Monterrey aufgefunden worden. Laut der Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Nuevo León wurde Díaz „gegen 10:00 Uhr von ihren Söhnen, die sich im zweiten Stockwerk aufhielten und von der Tat nichts mitbekamen, im Inneren des Wohnsitzes aufgefunden“.

VENEZUELA
Zwei wichtige Entscheidungen innerhalb einer Woche in Südamerika – und ein völlig unterschiedliches Medienecho. Am vergangenen Sonntag fand in Kolumbien die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in Kolumbien statt, eine Woche zuvor wurde in Venezuela Nicolás Maduro als Staatschef bestätigt. Doch während die Wahl in Kolumbien von der »internationalen Gemeinschaft« allgemein akzeptiert wurde, verkündeten die USA, die Europäische Union und andere, das Votum des venezolanischen Volkes nicht anerkennen zu wollen.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 01. Juni 2018

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BRASILIEN
Brasiliens Arbeiterpartei will mit ihrem Kandidaten aus dem Gefängnis heraus den Wahlkampf führen. Lulas Richter empfing Auszeichnung in New York

CHILE
Studentinnen in Chile besetzen Universitäten: Proteste gegen sexuellen Missbrauch und sexistische Erziehung in den Bildungseinrichtungen. Landesweite Aktionswochen sollen auf das Thema aufmerksam machen

KOLUMBIEN
»USA wollten Widerstand brechen«: Geostrategisch ist Kolumbien für Washington von Interesse. Paramilitärs üben Gewalt gegen Bevölkerung aus. Ein Gespräch mit Leyla Ordonez

KUBA
»Die angeblichen NGO sind häufig keine«: Sitzung im UN-Menschenrechtsrat in Genf. Lob und Kritik für kubanische Regierung. Ein Gespräch mit Samuel Wanitsch

Gemäß den internationalen Protokollen leitet Kuba die Untersuchungen des Flugzeugabsturzes vom vergangenen Freitag in Havanna, um die wahrscheinlichen Ursachen der Tragödie zu bestimmen und Empfehlungen zu geben, damit ähnliche Vorfälle sich nicht wiederholen

Der größte Terrorist der Westlichen Hemispäre Luis Posada Carriles starb am Mittwoch im Alter von 90 Jahren in Miami, ohne seine Schulden vor der Justiz zu begleichen

MEXIKO
Neue Details zu Bestechungsvorwürfen gegenüber Heckler & Koch: Für Waffenexporte nach Mexiko sollen Tausende Euro geflossen sein

Am 1. Juli stehen in Mexiko Wahlen an: Ein linker Kandidat könnte Präsident werden. Ein Gespräch mit Paco Ignacio Taibo II

VENEZUELA
Nicolás Maduro bleibt Präsident Venezuelas. Mit deutlichen 68 Prozent der Stimmensetzte er sich am Sonntag (Ortszeit) nach einem ruhig und ohne gravierende Zwischenfälle verlaufenen Wahltag klar gegen seine Konkurrenten Henri Falcón, Javier Bertucci und Reinaldo Quijada durch.

Zahlenspiele in Venezuela: Das Diskutieren über die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl hat begonnen

Geteilte Reaktionen auf Wahlsieg Maduros in Venezuela: Verbündete, Russland und China gratulieren. Lima-Gruppe, USA und Europäische Union verweigern Anerkennung der Wahl. US-Regierung verschärft Sanktionen

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 25.05.2018

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BRASILIEN
Angriffe auf Expräsident Lula da Silva und seine Anhänger, das tödliche Attentat auf die linke Stadträtin Marielle Franco, die Ermordung von landlosen Bauern: Die zunehmende politische Gewalt in dem südamerikanischen Land geht in erster Linie auf das Konto der übermächtigen Agrarlobby.

ECUADOR
Ehemalige Mitglieder der regierenden Alianza País (AP) in Ecuador haben sich mit dem Movimiento Acuerdo Nacional (Mana) zusammengeschlossen. Bekannt gegeben wurde dies bei der dritten nationalen Versammlung der Bewegung Revolución Alfarista durch den ehemaligen Außenminister Ecuadors, Ricardo Partino. Mana hatte im Gegensatz zu den Alfaristas im April den Zugangsschlüssel von der nationalen Wahlkommission (CNE) erhalten.

In Molleturo fordern seit vergangener Woche Bewohner verschiedener Gemeinden den sofortigen Rückzug des Projektes Río Blanco des chinesischen Bergbauunternehmens Junefield/Ecuagoldmining South America S.A., das Gold auf knapp 5.700 Hektar fördert. Sie protestieren damit gegen die Verschmutzung von Wasser und die Auswirkungen auf das Ökosystem, die sie auf die Bergbauaktivitäten des Unternehmens zurückführen. Insbesondere prangern die sie „die jahrelange Untätigkeit der nationalen, regionalen und lokalen Behörden“ an.

KOLUMBIEN
Die Tatsache, dass die Regierung von Kolumbien nach über einem Jahr nur 18,5 Prozent ihrer Pflichten aus dem Friedensvertrag eingelöst hat, hat in den vergangenen Monaten zu internationaler Besorgnis auch über den Umgang mit den Friedensgeldern geführt. Die Botschafter Norwegens, Schwedens und der Schweiz fragten im März in einem Brief an Präsident Juan Manuel Santos nach dem Verbleib der von ihren Ländern gespendeten 34,8 Millonen Dollar.

KUBA
In Kuba finden vom 4. bis 18. Mai zum elften Mal die „Kubanischen Tage gegen Homophobie und Transphobie“ statt. Ziel dieser Aktionstage ist es, den Respekt für eine bewusste und verantwortungsvolle sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität auch im Sinne sozialer Gerechtigkeit zu fördern.

VENEZUELA
Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl in Venezuela zeigen die Umfragen der verschiedenen Institute ein uneinheitliches Bild. ICS sieht Nicolás Maduro klar vorne. Dem Institut zufolge kommt der Amtsinhaber auf 55,9 Prozent der Stimmen, gefolgt von Henri Falcón, der demnach mit 24,4 Prozent rechnen kann. Enger sieht es bei Consultores 30.11 aus. Zwar gewinnt auch hier Maduro, aber nur mit 48,4 Prozent, während Falcón auf 36,3 Prozent kommt. Datanálisis sieht Falcón sogar sieben Prozentpunkte vor Maduro. Entscheidend wird sein, ob die mit der Regierung unzufriedenen Venezolaner dem Boykottaufruf des kaum noch handlungsfähigen Oppositionsbündnisses MUD (Tisch der demokratischen Einheit) folgen oder doch zur Wahl gehen, um Maduro abzustrafen.

Der US-amerikanische Ölkonzern ConocoPhillips hat gedroht, die Kontrolle der Lagerbestände und Vermögenswerte des venezolanischen Erdölunternehmens PDVSA auf den Karibikinseln Bonaire und St. Eustatius zu übernehmen. Dies hat die Nachrichtenagentur Reuters vergangene Woche berichtet.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 18. Mai 2018

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Lateinamerika
Zombie-Apokalypse des Tages: Oliver North

Ein Marxist namens Che. Ernesto Guevara hat einen bedeutenden Beitrag zur revolutionären Theorie geleistet. Ein Großteil seines Werks ist hierzulande noch unbekannt

BRASILIEN
Der seit rund einem Monat inhaftierte brasilianische Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva muss vorerst im Gefängnis bleiben. Die Richter der Zweiten Kammer des Obersten Gerichtshofs lehnten mehrheitlich einen Antrag auf Haftentlassung ab.

KOLUMBIEN
Kolumbiens letzte große Rebellenbewegung und die Regierung geben dem Frieden noch eine Chance. Ihr Ziel nach gegenseitigen Angriffen: die Waffenruhe wiederherzustellen.

Exhumierungen und Folterzentren ‒ Kolumbien weit entfernt von Frieden: Praktiken des Terrors erinnern an Paramilitärs. Deren Hinweise führten bisher zu 9.000 Exhumierungen aus Massengräbern. Folterhäuser an der Pazifikküste

KUBA
Der UNO-Generalsekretär António Guterres, sagte am Dienstag in Havanna, dass Kuba eine „beispielhafte“ Beziehung zu den Vereinten Nationen unterhalte

Mariela Castro, Parlamentsabgeordnete und Direktorin des Centro Nacional de Educación S​exual (Nationales Zentrum für sexuelle Aufklärung – CENESEX), will auf Kuba mit einer Verfassungsänderung die Ehe für alle ermöglichen. Der neue Präsident Diaz-Canel ​gilt dem Thema gegenüber als aufgeschlossen.

Das Theorieorgan von Kubas regierender Kommunistischer Partei (PCC), Cuba Socialista, geht online. Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx erhält die von dem Intellektuellen Enrique Ubieta Gómez geleitete Zeitschrift einen neuen Webauftritt, der die Diskussion und Interaktion in dem Magazin stärken soll.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 11. Mai 2018

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BRASILIEN
Mit dem Herzen dabei: Aktivisten und Einwohner üben in Curitiba Solidarität mit Lula

CHILE
Kein Zurück zu Pinochet: 100.000 Jugendliche demonstrieren in Chile gegen Bildungspolitik der Rechten. Regierung verweigert Entschädigung für Opfer der Diktatur

KOLUMBIEN
Der ehemalige Kommandant der Farc-Guerilla und aktuelles Mitglied ihrer Nachfolgeorganisation, der Partei Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes, Jesús Santrich, kommt nicht frei. Dies gab der Oberste Gerichtshof von Kolumbien bekannt. Gegen Santrich, der mit bürgerlichem Namen Seuxis Hernández Solarte heißt, liegt auf Ersuchen der US-Drogenbehörde DEA ein internationaler Haftbefehl vor.

Iván Márquez, einer der führenden Köpfe der aus der ehemaligen kolumbianischen Guerilla hervorgegangenen Linkspartei FARC, will den Sitz im Senat, der ihm laut dem 2016 unterzeichneten Friedensvertrag zusteht, nicht einnehmen. »Es ist sehr hart, das zu sagen, denn es bedeutet, dass der Friedensprozess in Kolumbien gescheitert ist«, so der Comandante.

Nähen, weiterleben: Frauen werden auf vielfältige Weise zu Opfern des Bürgerkriegs. Ein Projekt macht Hoffnung

Am vergangenen Freitag sind im Süden von Kolumbien 33 Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger festgenommen worden. Den Inhaftierten aus den Departments Valle del Cauca und Nariño wird vorgeworfen, mit der Guerillaorganisation Nationale Befreiungsarmee (ELN) in Verbindung zu stehen.

KUBA
Revolution reloaded. Generationswechsel in Havanna: Miguel Díaz Canel ist neuer Präsident Kubas. Viele Frauen in der Staatsführung

Schulterschluss zwischen Verbündeten: Kubas neuer Präsident Miguel Díaz-Canel hat als erste offizielle Amtshandlung seinen venezolanischen Kollegen Nicolás Maduro empfangen.

Impressionen aus Havanna: Eine Woche nach den Wahlen kehrt in Kuba wieder Ruhe ein. Eine Kurzreportage

MEXIKO
Mitten im modernen Finanz- und Geschäftsviertel Santa Fe in Mexiko-Stadt befindet sich die einst von Grubenarbeitern errichtete Kooperative Palo Alto. Grundstücke sind dort mittlerweile sehr begehrt, die Kooperative als Ort solidarischen Lebens könnte bald teuren Wohn- und Bürokomplexen weichen.

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto hat am 22. April zusammen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel die Hannover Messe 2018 eröffnet. Mexiko ist dieses Jahr das Gastland. Dabei kam es zu Protestkundgebungen vor dem weltgrößten Messegelände.

Etwa 500 Mitglieder der Zentralen Koordinierungsstelle für Geschädigte im Isthmus (Coordinadora General de Damnificados del Istmo) brachen als „Karawane der Vergessenen“ in Richtung Mexiko-Stadt auf. Sie fordern von den Bundesbehörden eine zweite Zählung, in der die 41 Gemeinden des Isthmus von Tehuantepec in Oaxaca mit einbezogen werden, die von den Erdbeben am 7. und 23. September 2017 in Mitleidenschaft gezogen wurden.

NICARAGUA
In Nicaragua sind bei gewaltsamen Protesten gegen die Regierung von Staatschef Daniel Ortega und Vizepräsidentin Rosario Murillo Medienberichten zufolge in den vergangenen Tagen zwischen zehn und 25 Menschen getötet worden. Unter anderem wurde ein Fernsehjournalist des regierungsnahen Senders Canal 6 erschossen, während er gerade live über Zerstörungen am Rathaus der Stadt Bluefields berichtete.

Daniel Ortega hat am Sonntag (Ortszeit) die Konsequenz aus tagelangen gewaltsamen Protesten mit nach offiziellen Angaben mindestens zehn Toten gezogen und die geplante »Rentenreform« zurückgezogen.

PARAGUAY
In Paraguay hat der rechtsnationale Mario Abdo Benítez die Präsidentschaftswahl gewonnen. Der Kandidat der regierenden Colorado-Partei setzte sich am Sonntag mit 46,4 der Stimmen durch. Sein größter Kontrahent Efraín Alegre von der konservativ-liberalen Partei PLRA erhielt 42,7 Prozent.

TV-TIPP ARTE: Paraguay – Im Spiegel der Erinnerung.
35 Jahre lang, von 1954 bis 1989, regierte Alfredo Stroessner Paraguay mit eiserner Hand – eine der längsten Diktaturen Lateinamerikas. Der Regimegegner Agustín Goiburú bekämpfte sie aus dem argentinischen Exil. 1976 verschwand er unter nicht geklärten Umständen in Paraná. Heute kehren seine drei Kinder Rogelio, Rolando und Jazmin an den Ort des Exils zurück.

VENEZUELA
Die Positionierung einer Mitte-rechts-orientierten Staatengruppe auf dem sogenannten Amerika-Gipfel in Peru Mitte dieses Monats hat ein Nachspiel. Boliviens Präsident Evo Morales hat nun berichtet, ein namentlich von ihm nicht benannter Amtskollege habe ihm gegenüber bestätigt, dass US-Präsident Donald Trump bereits im September vergangenen Jahres auf eine militärische Intervention von Regionalstaaten in Venezuela gedrängt hat.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 27. April 2018

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LATEINAKERIKA
Ohne Trump und Maduro: Amerikagipfel in Lima findet ohne die Präsidenten der USA und Venezuelas statt

BRASILIEN
Am vergangenen Wochenende haben in Brasilien in 19 Städten Demonstrationen, Veranstaltungen und Solidaritätskundgebungen für den inhaftierten Ex-Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva stattgefunden. „Inhaftiert bin ich ein Held, tot ein Mythos, frei bin ich Präsident“, lautet die Parole der Solidaritätsbewegung für den ehemaligen Präsidenten und aktuellen Präsidentschaftskandidaten. Auch in anderen Ländern Lateinamerikas und Europas fanden Kundgebungen statt.

Die Festnahme Lula da Silvas soll die Chancen der Arbeiterpartei bei der Präsidentwahl beschneiden. Die Justiz handelt voreingenommen und als Arm der etablierten Eliten

TV-TIPP: Der große Sprung zurück

Der Oberste Gerichtshof Brasiliens hat grünes Licht für eine Inhaftierung von Ex-Präsident Lula gegeben. Aus aktuellem Anlass wiederholt ARTE die Reise der Filmemacher Frédérique Zingaro und Mathilde Bonnassieux im Jahre 2016 durch ein verunsichertes Land. Begleitet wurden sie von dem bekannten brasilianischen Comedian Gregório Duvivier.

KOLUMBIEN
Nach einer Reihe von Entführungen im Grenzgebiet hat Ecuador im Friedensprozess zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerilla ELN seine Vermittlerrolle ausgesetzt. Zwei Länder kommen als Ersatz infrage.

KUBA
Der neue Präsident Kubas heißt Miguel Mario Díaz Canel Bermúdez. 603 der 604 Abgeordneten der Nationalversammlung gaben ihm die Stimme, wie am Donnerstag in Havanna bekanntgegeben wurde. Damit hat das kubanische Parlament den Generationswechsel an der Staatsspitze vollzogen: Díaz Canel feiert am heutigen Freitag seinen 58. Geburtstag.

NICARAGUA
Den dritten Tag in Folge ist es in Nicaragua zu starken Protesten gegen eine Reform der Sozialversicherung gekommen. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen kamen drei Personen ums Leben. In sozialen Medien verbreiten sich zudem viele Videos von den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften.

VENEZUELA
Venezuela erinnert an Jahrestag des Putschversuchs von 2002. EU zur Wahlbeobachtung eingeladen.

In Venezuela sind zwei Mitarbeiter des US-Erdölkonzerns Chevron verhaftet worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters haben Beamte des Geheimdienstes Sebin am Montag die Geschäftsräume von Petropiar in Puerto de la Cruz im nordöstlichen Teilstaat Anzoategui durchsucht und die beiden Männer festgesetzt.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 20. April 2018

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BRASILIEN
Mit einer kämpferischen einstündigen Rede hat sich Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva von seinen Anhängern verabschiedet, bevor er am Samstag ‒ 26 Stunden nach Ablauf des Ultimatums der Behörden ‒ die gegen ihn verhängte Haft angetreten hat.

Im brasilianischen Paraná wird für Lulas Freilassung gekämpft. Bericht aus einem Protestcamp.

Bei den Ermittlungen nach der Ermordung der Abgeordneten Marielle Franco von der Sozialistischen Partei (PSOL) und ihres Fahrers Anderson Gomes rücken Verbindungen zwischen Ratsmitgliedern und paramilitärischen Milizen in den Fokus.

KOLUMBIEN
Am Montag abend (Ortszeit) stürmten Beamte der kolumbianischen Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt Bogotá das Haus eines führenden Vertreters der aus der ehemaligen Guerillaorganisation FARC-EP hervorgegangenen Linkspartei »Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes« (FARC). Wie Generalstaatsanwalt Néstor Humberto Martínez gegenüber Medienvertretern mitteilte, wurde Jesús Santrich auf der Grundlage eines von den USA erlassenen internationalen Haftbefehls festgenommen.

VENEZUELA
Der amtierende Präsident von Venezuela, Nicolás Maduro, hat sein Wahlkampfteam für die Präsidentschaftswahlen am 20. Mai verpflichtet. Bei der Zeremonie vor dem Panteón Nacional in der Hauptstadt des Landes gab Maduro für seine Kampagne als Ziel aus, die Bevölkerung in ihren Vierteln und Regionen aufzusuchen, um eine hohe Wahlbeteiligung und „zehn Millionen Stimmen“ zu erreichen.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 13. April 2018

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LATEINAMERIKA
US-Subversion in Lateinamerika: Der neue US-Haushalt sieht wieder viel Geld zur Destabilisierung Kubas und Venezuelas vor

BRASILIEN
Hinterhalt in Paraná: Bewaffneter Angriff nach Serie rechter Provokationen auf politische Bustour von Lula da Silva durch Brasiliens Süden

KOLUMBIEN
Seit einigen Tagen verschärft sich die Auseinandersetzung zwischen bewaffneten Akteuren in Catatumbo im Nordosten Kolumbiens. Tausende Menschen sind geflohen, viele ermordet worden. Die Schulen sind geschlossen, das öffentliche Leben ist fast vollkommen zum Erliegen gekommen. Laut einem Kommuniqué der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) liegt dem die Kriegserklärung gegen ihre Einheiten in der Region seitens der Volksarmee der Befreiung (EPL) zugrunde.

KUBA
Vorabdruck. Ende der 1950er Jahre reiste ein argentinischer Journalist zur kubanischen Guerilla, um über ihren Kampf gegen Batista zu berichten. Er wurde einer der ihren: Jorge Ricardo Masetti.

In Kubas Hauptstadt Havanna hat der erste Lebensmittel-Großmarkt des Landes speziell für den Privatsektor geöffnet. Der „Mercabal“ versorgt die privaten Cafés und Restaurants der Stadt mit Produkten, deren Preise mindestens 20 Prozent unter denen im Einzelhandel liegen. Vergleichbare Großmärkte soll es bald auch in anderen Provinzen geben.

José Fuster – der kubanische Picasso: Monsterkrokodile, Meerjungfrauen und andere Fabelwesen machen die Straßen Kubas unsicher – jedenfalls da, wo José Fuster seit über 30 Jahren lebt und wirkt. Ein ganzes Stadtviertel hat er mit seinen Malereien, Skulpturen und Mosaiken geprägt, strotzend vor Farben und Lebenskraft.

MEXIKO
Die mexikanische Zivilgesellschaft fordert die deutsche Regierung dazu auf, sie bei der Einrichtung eines internationalen Verfahrens gegen Straflosigkeit in Mexiko zu unterstützen.

VENEZUELA
Am 20. März haben die venezolanische Wahlbehörde (CNE) und der Rat der Wahlexperten Lateinamerikas (Consejo de Expertos Electorales de América Latina, Ceela) eine Beobachtermission für die im Mai geplanten Präsidentschaftswahlen vereinbart.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 30. April 2018