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"Parteien sind zum Schlafen da - und zum schrecklichen Erwachen." Zeitung 883, 1971

Informationsveranstaltung: Nazistrukturen in Baden-Württemberg

Am Donnerstag, 14.04.2011 wird Robert Andreasch über Neonazi-und Altnazi Strukturen in Süddeutschland referieren. Er berichtet aus seiner Arbeit als Enthüllungs-Journalist und gibt weiter, was er bei Veranstaltungen und Aufmärschen der rechten Szene erfahren hat und erfährt. Dabei stellt er die Vielzahl von Organisationen und Gruppen der extremen Rechten in Baden-Württemberg dar. Ein besonderer Augenmerk soll bei der Infoveranstaltung auf die süddeutschen Kameradschaften und die Arbeit des NPD Landesverbands Baden-Württemberg gelegt werden und mit welchen “Inhalten“ versucht wird, noch mehr SympathisantInnen in der Bevölkerung zu gewinnen. Welche Themen werden von der NPD und anderen Neonazis aufgegriffen und versucht wie zu besetzen.

Robert Andreasch zeigt Bilder der neonazistischen Szene jenseits der bekannten Klischees von dumpfen Skinheads. Er erklärt vielmehr die multiplen Stile und Erscheinungsformen, in denen die süddeutsche extreme Rechte mittlerweile auftritt. Rassismus, antisemitische Hetze, Homophobie und andere Ressentiments der Neonazis enden dabei letztendlich immer in Gewalt. Wie sozialwissenschaftliche Studien zeigen, sind diese Ideologien jedoch zunehmend auch in größeren Teilen der Bevölkerung vorhanden. Ursachen dieser Entwicklung und notwendige Gegenmaßnahmen können an diesem Abend anschließend mit dem Referenten diskutiert werden.

Robert Andreasch ist Soziologe, Buchautor und Journalist. Sein Arbeitsgebiet ist seit vielen Jahren die Neonaziszene Süddeutschlands. Zahlreiche Medien im In- und Ausland veröffentlichen seine Recherchen und Beiträge, auch die Bundeszentrale für politische Bildung, der baden - württembergische Landtag und das bayerische „Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus“.

Wann: 14.04.2011, 18:00 Uhr Ort: IG Metall Stuttgart, Theodor-Heuss-Str. 2, 70174 Stuttgart, Saal A

Die Veranstalter behalten sich das Recht vor, Personen des rechtsextremen Spektrums den Zugang zur Veranstaltung zu verweigern!

Quelle: VVN-BdA Kreisvereinigung Esslingen / Flyer DGB Jugend