Skip to content

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

ECUADOR
Das ecuadorianische Parlament hat ein Gesetz zur Stärkung der Wirtschaft mit Stimmen aus dem Regierungslager und der Opposition verabschiedet. Es sieht zahlreiche Maßnahmen vor, die vor allem finanzielle Erleichterungen für große Unternehmen bedeuten. So sollen Steuerschulden, Strafen und Zinsen erlassen und die Steuer für Devisentransfer ins Ausland schrittweise gesenkt werden. Zudem befindet sich momentan eine Delegation des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Land, um eine mögliche direkte Zusammenarbeit in die Wege zu leiten. Auch die Weltbank einigte sich mit Präsident Lenín Moreno auf eine Erhöhung der Finanzhilfen.

EL SALVADOR
Vergangene Woche haben in der Hauptstadt San Salvador Proteste gegen die vom Parlament geplante Privatisierung der Wasserversorgung stattgefunden. Verantwortlich für den Reformvorschlag der Verwaltung des Wasser in der neuen Legislaturperiode ist die rechtsgerichtete Partei Alianza Republicana Nacionalista (Arena), die seit den Wahlen im März 2018 die Mehrheit im Parlament kontrolliert und somit Maßnahmen beschließen lassen kann, die jahrelang von den anderen Parteien blockiert worden waren.

KOLUMBIEN
Kolumbien ist mit 7,7 Millionen das Land mit den weltweit meisten internen Flüchtlingen. Diese Zahl nennt der am vergangenen Dienstag veröffentlichte Jahresbericht des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR.

KUBA
Der neue kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel ist in der vergangenen Woche zu seiner ersten Inlandsvisite außerhalb Havannas aufgebrochen.

MEXIKO
Am kommenden Sonntag finden in Mexiko Präsidentschafts-, Parlaments-, Regional- und Kommunalwahlen statt. Als Favorit für das höchste Staatsamt geht der Kandidat der Mitte-links-Partei Morena, André Manuel López Obrador, in das Rennen. Umfragen sagen ihm ein Ergebnis um die 50 Prozent voraus.

NICARAGUA
Auf die Versuche eines Dialogs zwischen Regierung und Oppositionsgruppen mit ersten konstruktiven Schritten folgen in Nicaragua weitere Morde, Gewalt und Anschläge.

VENEZUELA
Die Europäische Union verschärft mit weiteren Sanktionen den Druck auf Venezuela. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag meldete, haben sich die EU-Staaten darauf verständigt, elf Vertreter von Regierung und Behörden des südamerikanischen Landes mit Einreise- und Vermögenssperren zu belegen.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 29. Juni 2018

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

ARGENTINIEN
Gegen die frühere argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner laufen derzeit drei Gerichtsverfahren parallel, die ihr verschiedene Vergehen während ihrer Regierungsjahre nachzuweisen versuchen.

EL SALVADOR
Ein massiver Stimmenverlust der linken Regierungspartei Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) bei den Gemeinde- und Parlamentswahlen in El Salvador hat zu einer fast uneingeschränkten Dominanz der Rechten, besonders der früheren Regierungspartei Arena geführt.

Papst Franziskus hat ein Dekret unterzeichnet, das die Heiligsprechung des salvadorianischen Priesters Oscar Romero ermöglicht.

KOLUMBIEN
Bei der Parlamentswahl in Kolumbien ist die rechtskonservative Partei „Demokratisches Zentrum“ (Centro Democrático, CD) des ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe am Sonntag als stärkste Kraft hervorgegangen.

Der Präsident von Kolumbien, Juan Manuel Santos, hat bekannt gegeben, dass er nach zwei Monaten Unterbrechung die Friedensgespräche mit der Guerillaorganisation Nationale Befreiungsarmee (ELN) wiederaufnehmen will.

KUBA
Das vorläufige Endergebnis der Parlamentswahlen in Kuba sorgte international für Überraschung. Wie die Präsidentin der Nationalen Wahlkommission (CNE) Anfang der Woche mitteilte, hatten sich am Sonntag rund 7,4 Millionen Menschen an den Abstimmungen beteiligt. Das entspricht 82,9 Prozent der Berechtigten. 5,6 Prozent der Wähler gaben leere Stimmzettel ab oder machten sie ungültig. Die Beteiligung war gegenüber dem letzten Votum im Februar 2013 weiter rückläufig.

VENEZUELA
Ein Teil der venezolanischen Opposition hat sich in einem neuen Bündnis zusammengeschlossen. Das wichtigste Ziel der „Breiten Front Freies Venezuela“ (Frente Amplio Venezuela Libre, FAVL) ist die Verhinderung der Präsidentschaftswahlen im Mai.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 16. März 2018

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA

Lateinamerikas Frauen begehren auf: Jenseits von Kriegsgebieten bleibt Mittel- und Südamerika die weltweit gefährlichste Region für Frauen

Parallel zum VIII. Amerikagipfel, der in der zweiten Aprilhälfte in Lima, Peru stattfindet, rufen die sozialen Organisationen des Kontinents zu einem Treffen „Für die Soziale Verknüpfung Unseres Amerika“ auf.

ARGENTINIEN

Der letzte Diktator Argentiniens, Reynaldo Bignone, ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Das bestätigten Mitarbeiter des Zentralen Militärkrankenhauses in Buenos Aires am Mittwoch.

BRASILIEN

Das Weltsozialforum ist eine lose Internationale der sozialen Bewegungen. In Salvador de Bahia soll neue Kraft für kommende Kämpfe geschöpft werden.

Widerstehen heißt gestalten, widerstehen heißt verändern: Vom 13. bis 17. März 2018 findet in Salvador de Bahia im Nordosten Brasiliens das vierzehnte Weltsozialforum statt. junge Welt wird direkt vom Treffen der sozialen Bewegungen und NGO berichten.

EL SALVADOR

Rechter Sieg in El Salvador: Linke unterliegen bei Wahlen in mittelamerikanischen Land

KOLUMBIEN

Víctor de Currea Lugo ist Professor an der Universidad Nacional de Colombia und hat die Friedensgespräche zwischen der Guerilla­gruppe Ejército de Liberación Nacional (ELN) und der kolumbianischen Regierung im ecuadorianischen Quito als Beobachter begleitet.

KUBA

Trotz Reisewarnung und Trump-Verdikt: Immer mehr US-Bürger wollen die Insel besuchen. Kreuzfahrt-Reedereien erweitern ihr Angebot.

VENEZUELA

USA bereiten »humanitäre Intervention« in Venezuela vor. Internationales Militärmanöver parallel zur Präsidentschaftswahl.

Venezuelas Präsident Maduro erinnert an fünften Todestag seines Vorgängers Chávez. Internationale Unterstützung für Staatschef

Gt es noch Solidarität mit Venezuela? Rund 300 Menschen aus zwei Dutzend Ländern – vor allem aus Lateinamerika, aber auch aus Afrika, Europa, Asien und Australien – haben diese Frage in Caracas mit einem lautstarken »Ja« beantwortet.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 09. März 2018

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

BOLIVIEN
Boliviens Staatschef Evo Morales hat angekündigt, das Parlament um die vollständige Rücknahme der erst kürzlich erfolgten Neuerungen des Strafgesetzbuches zu bitten. Er reagierte damit am Sonntag auf die wochenlangen Proteste und Streiks verschiedener Berufsverbände und Bürgerorganisationen, die sich gegen die Reform stellten, aber auch die Regierung aufforderten, das Nein zur unbegrenzten Wiederwahl aus dem Volksentscheid vom 21. Februar 2016 zu respektieren.

BRASILIEN
Am Mittwoch hat das Berufungsgericht in Porto Alegre das Urteil der ersten Instanz gegen den früheren brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva bestätigt. Dabei erhöhten die Richter die Gefängnisstrafe von neun Jahren und sechs Monaten auf zwölf Jahre und einen Monat.

CHILE
In Chile ist eine heftige Diskussion um die vermeintliche Manipulation von Berichten der Weltbank zur Einflussnahme auf den jüngsten Präsidentschaftswahlkampf entflammt. Demnach habe der jährliche „Doing-Business-Report“ das Land während der Amtszeit der scheidenden Präsidentin Michelle Bachelet systematisch schlechter eingestuft. Der Chefökonom der Weltbank, Paul Romer, hatte zunächst eingeräumt, dass sich aus „politischer Motivation“ durch manipulierte Indizes ein falsches Ranking ergeben hatte, wovon er sich nun wieder distanzierte.

EL SALVADOR
Am 4. März werden in El Salvador das nationale Parlament sowie die Bürgermeister in den Kommunen gewählt. Die frühere Guerillaorganisation FMLN (Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí) hofft dabei darauf, endlich eine Mehrheit in der Legislative erringen zu können.

HONDURAS
Ein Großaufgebot an Militär und Polizei versucht derzeit in Honduras, die Protestwoche gegen den neuerlichen Amtsantritt von Präsident Juan Orlando Hernández am 27. Januar vollständig zu unterbinden. Dennoch kommt es seit Samstagmorgen landesweit zu Straßensperren und Demonstrationen.

MEXIKO
Andrés Manuel López Obrador, Gründer und Kandidat der Linkspartei »Bewegung für die nationale Erneuerung« (Morena) liegt vor den am 1. Juli in Mexiko stattfindenden Präsidentschaftswahlen laut einer am vergangenen Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Tageszeitung El Economista mit 23,6 Prozent mehrere Punkte vor den neoliberalen Konkurrenten José Antonio Meade von der sozialdemokratisch orientierten Institutionellen Revolutionären Partei (PRI) und Ricardo Anaya Cortés von der rechtsgerichteten Nationalen Aktionspartei (PAN).

VENEZUELA
EU verhängt weitere Sanktionen gegen Venezuela. Einreiseverbote und Vermögenssperren gelten künftig unter anderem gegen Innenminister Néstor Reverol, die Chefin des Nationalen Wahlrats (CNE) Tibisay Lucena und den Vizechef der regierenden Vereinten Sozialistischen Partei (PSUV), Diosdado Cabello. Ziel der Sanktionen sei es, eine Lösung des Konflikts auf demokratischem Weg voranzubringen, hieß es dazu in Brüssel.

Einstimmig beschloss die Verfassunggebende Versammlung am Dienstag (Ortszeit) auf Antrag von Diosdado Cabello, dem Vizechef der regierenden Vereinten Sozialistischen Partei (PSUV), dass die Abstimmung vor dem 30. April stattfinden soll.

Die in der vergangenen Woche in Venezuela zerschlagene rechte Terrorzelle soll auch einen Anschlag auf die kubanische Botschaft vorbereitet haben.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 26. Januar 2018

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
Eigentlich wollte der amerikanische Vizepräsident Mike Pence in Lateinamerika die Wirtschaftsbeziehungen vertiefen. Die Drohung Trumps an die Adresse Venezuelas hat diese Mission jedoch noch delikater gemacht, als sie ohnehin schon war.

Kontrollgang im Hinterhof: US-Vizepräsident Pence besucht Länder in Südamerika

Entgegen den Verheißungen seiner Verfechter hat NAFTA vielleicht den Konzernen, aber ganz sicher nicht den betroffenen Bevölkerungen eine Verbesserung ihrer Lage gebracht. Jetzt soll das nordamerikansiche Freihandelsabkommen neu verhandelt werden

ARGENTINIEN
Alle 16 Stunden stirbt eine Frau durch Männerhand. Dagegen erhebt sich die Bewegung „Ni Una Menos“ – und findet Spuren im politischen Erbe des Landes

BRASILIEN
Die linke Arbeiterpartei will wieder regieren. Taugt Ex-Präsident Lula zum Frontmann eines Comebacks?

Zwangsarbeit auf Farm-Gelände von VW Brasilien: der Autobauer Volkswagen betrieb ab Mitte der 1970er-Jahre rund 15 Jahre lang eine Farm. Rindersteaks der Marke VW sollten der nächste Erfolg werden, nachdem der Käfer in Brasilien schon zum Verkaufsschlager geworden war. Recherchen von NDR, SWR und „Süddeutscher Zeitung“ lassen Zweifel an der Modellhaftigkeit des Projektes aufkommen.

CHILE
Die Frente Amplio ‒ eine neue linke Kraft in Chile? Der Bürgermeister von Valparaíso, Jorge Sharp, über ein neues Bündnis, das große Wellen schlägt und bei den Wahlen im November gegen die etablierten Blöcke antritt

Die in Berlin ansässige Juristen- und Menschenrechtsorganisation European Center für Constitutional and Human Rights hat die „überfällige Entscheidung“ begrüßt, das Urteil chilenischer Gerichte gegen den Arzt Hartmut Hopp in Deutschland zu vollstrecken.

ECUADOR
Die Spannungen zwischen dem Präsidenten Ecuadors, Lenín Moreno, und Vizepräsident Jorge Glas sollen nach Auffassung der Regierungspartei Alianza Pais (AP) durch Gespräche abgebaut werden. So sollten beide Seiten zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zurückfinden. Moreno hatte seinen Vize wegen inhaltlicher Differenzen zuletzt aller Funktionen enthoben. Zwar bleibt Glas offiziell im Amt, verfügt aber über keine Zuständigkeiten und keine Ressourcen mehr.

EL SALVADOR
El Salvador feiert den 100. Geburtstag seines Nationalhelden Oscar Romero. Vor 50 Jahren kämpfte der Erzbischof für die Rechte der armen Bevölkerung und stellte sich gegen die Militärdiktatur. Die hetzte einen Mörder auf ihn: 1980, mitten im Gottesdienst, wurde Romero erschossen.

KOLUMBIEN
In Rahmen des Friedensprozesses in Kolumbien ist die Abgabe der Waffen durch die Farc-Guerilla offiziell abgeschlossen. Die letzten Container mit Waffen, die die ehemaligen Kämpfer der lokalen UN-Mission übergaben, wurden auf den Weg in ein zentrales Depot in der Hauptstadt Bogotá gebracht.

KUBA
Am vergangen Sonntag, dem 13. August ist auf Kuba des verstorbenen Revolutionsführers Fidel Castro (1926 – 2016) an dessen 91. Geburtstag gedacht worden. Bereits im Vorfeld fanden auf der Insel Gedenkveranstaltungen zahlreicher Massenorganisationen statt.

Die US-Regierung hat offenbar bereits im Mai zwei kubanische Diplomaten aus der Botschaft in Washington des Landes verwiesen, nachdem Personen des US-Botschaftspersonals in Havanna vermehrt über gesundheitliche Probleme berichteten. Kubas Regierung veröffentlichte am Mittwoch eine Stellungnahme, in der sie ankündigte, mit den US-Behörden bei der Aufklärung der mysteriösen Vorkommnisse kooperieren zu wollen.

VENEZUELA
»Operation David« gegen Maduro: Venezuelas Geheimpolizei Sebin vereitelt offenbar Angriff auf Präsidentenpalast Miraflores

Tausende Menschen haben am Montag im Zentrum der venezolanischen Hauptstadt Caracas gegen die jüngsten Kriegsdrohungen der USA demonstriert. Unter der Losung »Venezuela Antiimperialista« versammelten sie sich am Morgen (Ortszeit) am Sitz des Telekommunikationsunternehmens CANTV an der Avenida Libertador und wollten von dort zum Präsidentenpalast Miraflores ziehen.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 18. August 2017

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
Global Witness-Bericht zeigt Zunahme von Gewalttaten gegen Umweltschützer. Lateinamerikanische Staaten weisen hohe Mordzahlen auf.

BRASILIEN
Schmutzige Manöver, Eklat zum Auftakt: Parlamentsausschuss behandelt Korruptionsanklage gegen Brasiliens Präsident Michel Temer.

In Brasilien ist Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva wegen Korruption und Geldwäsche in erster Instanz zu einer Haftstrafe von neun Jahren und sechs Monaten verurteilt wurden. Der linksgerichtete Politiker bestreitet die Vorwürfe der Anklage und spricht von einem politischen Verfahren.

Trotz heftiger Widerstände und Debatten hat der brasilianische Senat am Dienstag einen Gesetzestext zur umstrittenen Arbeitsreform mit einer Mehrheit von 50 zu 26 Stimmen verabschiedet.

CHILE
In Chiles Parteienlandschaft kommt Bewegung: Aus einem kleinem Wahlbündnis, welches nach deutschem Verständnis aus sogenannten Splitterparteien besteht, ist innerhalb des vergangenen halben Jahres eine starke politische Alternative jenseits der seit fast 30 Jahren regierenden Parteien herangewachsen. Der Frente Amplio (Breite Front) werden laut Umfragen reelle Chancen eingeräumt, es in die Stichwahl der diesjährigen Präsidentschaftswahlen zu schaffen.

EL SALVADOR
Ein Gericht in El Salvador hat eine junge Frau, die Opfer einer Vergewaltigung wurde, wegen einer Totgeburt zu 30 Jahren Haft verurteilt. Wie die Menschenrechtsorganisation Acdatee am Freitag mitteilte, wurde Evelyn Hernandez vergewaltigt und erlitt nach einer achtmonatigen Schwangerschaft eine Fehlgeburt. Das Gericht in der Stadt Cojutepeque verurteilte Henandez am Mittwoch jedoch wegen Mordes.

HAITI
Erfolgreicher Aufstand: Die Sklaven Haitis erhoben sich 1791 gegen ihre französischen Besatzer. Philipp Hanke hat einen Einführungsband geschrieben

KOLUMBIEN
ELN strebt Waffenstillstand mit Kolumbiens Regierung an: Chefunterhändler der letzten aktiven Guerilla setzt auf Vereinbarung bis August

KUBA
Sozialistische Zweisamkeit: Statt verordneter Prüderie investiert Kuba in das Intimleben seiner Bürger mit der Eröffnung staatlicher »Posadas«.

PERU
Auf Antrag der peruanischen Staatsanwaltschaft hat ein Gericht in Lima am Donnerstag 18 Monate Untersuchungshaft für Ex-Präsident Ollanta Humala und seine Frau Nadine Heredia wegen Geldwäsche angeordnet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Paar vor, während der Präsidentschaftskampagne 2011 drei Millionen Dollar von dem brasilianischen Baukonzern Odebrecht erhalten zu haben.

SURINAME
Die Staatsanwaltschaft forderte am 28. Juni in ihrer Anklageschrift 20 Jahre Haft für Desi Bouterse, seit 2010 gewählter Präsident der ehemaligen niederländischen Kolonie in Südamerika. Sie hält es für bewiesen, dass Bouterse als Chef der damals herrschenden Junta 1982 an den sogenannten Dezembermorden beteiligt war, bei denen 15 Gegner des Regimes in einer Nacht- und Nebelaktion erst gefoltert und dann erschossen wurden.

VENEZUELA
Venezuelas Botschaft in Berlin im Visier der Opposition: Rund um die Botschaft Venezuelas wird die Sicherheit verstärkt. Vertreter des südamerikanischen Landes fürchten Angriffe.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 14. Juli 2017

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
Werkschau Gaby Weber: 19.6. bis 5.7.2017
Gaby Weber arbeitet seit über dreißig Jahren für deutschsprachige Medien aus Uruguay und Argentinien. Im Lichtblick-Kino in Berlin sind nun vier ihrer Filme zu sehen, darunter ihr neuester Film „Tödliche Agri-Kultur – Wie Monsanto die Welt vergiftet“

Die deutsche Bundesregierung hofft darauf, dass die Europäische Union noch in diesem Jahr mit dem lateinamerikanischen Wirtschaftsbündnis Mercosur ein sogenanntes Freihandelsabkommen abschließen kann. »Das ist ambitioniert«, hieß es in deutschen Regierungskreisen am Dienstag vor einer Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in die G-20-Mitgliedsländer Argentinien und Mexiko.

«Hundert Jahre Einsamkeit», der legendäre Roman von Gabriel García Márquez, kam am 5. Juni 1967 in die Buchhandlungen von Buenos Aires.

BRASILIEN
„Wir müssen draußenbleiben“: Ládio Veron kämpft für die Guarani Kaiowá um die Rückgabe des Landes. Das hatte die brasilianische Agroindustrie unter sich aufgeteilt.

Am vergangenen Samstag ist in Brasília der Vertraute von Staatschef Michel Temer, Rodrigo Rocha Loures von der Bundespolizei festgenommen worden. Er war dabei gefilmt worden, wie er einen Koffer mit 500.000 Reais (rund 137.000 Euro) vom Chef des weltgrößten Fleischproduzenten JBS, Joesley Batista, entgegen nahm. Bei dem Geld soll es sich um Schmiergeld für Temer gehandelt haben.

Weg mit Temer – Lula soll wieder Präsident Brasiliens werden: Kämpferische Töne bestimmten den seit Donnerstag abend tagenden 6. Kongress der größten Linkspartei Lateinamerikas. 600 Delegierte der Arbeiterpartei (PT) nahmen an den Beratungen in der Hauptstadt Brasília teil.

CHILE
In Chile sind 106 Militärs und Polizisten, die dem chilenischen Geheimdienst (DINA) zu Zeiten der Militärdiktatur Augusto Pinochets angehörten, am vergangenen Freitag wegen nachgewiesenen Menschenrechtsverletzungen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

EL SALVADOR
Ein Fanal für legale Abtreibungen: In El Salvador werden Frauen selbst nach einer Fehlgeburt wegen Mordes verurteilt. Eine Filmemacherin setzt ein sehr persönliches Zeichen.

KOLUMBIEN
»Regierung hat Vereinbarung mit uns gebrochen«. Behörden vernachlässigen die Versorgung der Guerilleros. Auch Schulungen werden kaum durchgeführt. Gespräch mit Camillo S.

Am 6. Juni haben die Regierung von Kolumbien und die Verhandlungsdelegation der Streikenden in Buenaventura ihre Einigung bekanntgegeben. Der Generalstreik ist offiziell für beendet erklärt worden.

KUBA
In den USA fand erstmals eine große Schau mit Kunst aus Kuba statt. Sie gab Einblick in ein künstlerisches Ökosystem, das sechs Jahrzehnte Isolation prägten

Auf einer Sondersitzung hat das kubanische Parlament am Donnerstag in Havanna zwei wichtige Grundsatzdokumente beschlossen, welche strategische Bedeutung für die Zukunft des kubanischen Sozialismusmodells haben. Die Parlamentarier diskutierten vorher in verschiedenen Kommissionen über strittige Themen wie soziale Ungleichheit, die Reform der Staatsunternehmen sowie die Geschwindigkeit des laufenden Veränderungsprozesses.

Vollständige Rede des Armeegenerals Raúl Castro Ruz, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsident des Staats- und des Ministerrats gehalten bei der Zweiten Außerordentlichen Sitzung der Nationalversammlung der Volksmacht in ihrer VIII. Legislaturperiode.

Mariela Castro im Interview: Fidel und die Homophobie
Auszug aus einem Interview, welches die Leiterin des kubanischen Zentrums für Sexualaufklärung CENESEX und Tochter des derzeitigen Präsidenten, Mariela Castro, Anfang Mai mit dem spanischen Magazin „CTXT“ geführt hat.

VENEZUELA
Die nächste Abhängigkeit: Die venezolanische Regierung setzt im Süden des Landes auf umstrittene Bergbauprojekte

»USA unterstützen Putsch in Venezuela«: Bolivianischer Präsident wirft Washington vor, sich das Öl in dem südamerikanischen Land aneignen zu wollen

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 09. Juni 2017

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

BOLIVIEN
Mit der Ermordung des Vizeinnenministers durch Bergarbeiter eskaliert die Auseinandersetzung zwischen der Regierung und den sozialen Bewegungen.

BRASILIEN
Der Putsch frisst seine Kinder. Brasiliens Parlament entsorgt seinen früheren Präsidenten Eduardo Cunha.

Brasilianische Gewerkschaftsverbände planen für den 22. September eine landesweite Arbeitsniederlegung. Damit soll ein erster Schritt in Richtung Generalstreik gemacht werden. Mit der Niederlegung der Arbeit wollen sich die Arbeitnehmerverbände gegen die De-facto-Regierung unter Michel Temer und die geplanten Einschränkungen der Arbeiterrechte zur Wehr setzen.

CHILE
Mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen hat Chile am Sonntag (Ortszeit) an den 43. Jahrestag des Putsches gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Salvador Allende erinnert.

In Chile will Isabel Allende Bussi in die Fußstapfen ihres Vaters treten. Am Wochenende des 11. September bestätigte sie, bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr kandieren zu wollen. 9/11 oder 11 de septiembre hat in Chile eine andere Bedeutung. An dem Tag wurde 1973 der gewählte sozialistische Präsident Salvador Allende von den Militärs aus dem Amt geputscht. Noch am Morgen jenes 11. Septembers war die damals 28-jährige Isabelle mit ihrer ältesten Schwester Beatriz in den Präsidentenpalast gegangen.

EL SALVADOR
El Salvadors früherer Präsident Mauricio Funes, der wie sein Nachfolger Salvador Sánchez Cerén der ehemaligen Guerillaorganisation FMLN (Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí) angehört, hat in der vergangenen Woche in Nicaragua politisches Asyl beantragt und erhalten. Wie der amtliche Anzeiger der Regierung in Managua mitteilte, habe Funes geltend gemacht, dass sein Leben und das seiner engsten Familienangehörigen in unmittelbarer Gefahr seien, weil er für Demokratie, Frieden, Gerechtigkeit und die Menschenrechte gekämpft habe.

KOLUMBIEN
Laut der Ombudsstelle für Menschenrechte der kolumbianischen Regierung sind bereits in den 18 Tagen nach Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc) in Havanna 13 Aktivisten aus Menschenrechtsgruppen und der Umweltbewegung ermordet worden.

KUBA
Die Botschaft Kubas in der Bundesrepublik veröffentlichte am Montag einen Bericht der Regierung des Landes zur Resolution 70/5 der in New York tagenden UN-Generalversammlung über die US-Blockade gegen Kuba. Ein Auszug.

Abgeordnete verschiedener Fraktionen im Europaparlament haben eine Meldung über eine angebliche Initiative des Parlaments zum kubanischen Systemoppositionellen Guillermo Fariñas dementiert.

Die kubanische Botschaft in Madrid hat beklagt, dass es aufgrund der US-amerikanischen Blockade nicht möglich ist, in den Konsulaten in Barcelona, Sevilla und Santiago de Compostella Geldautomaten aufzustellen. Die spanische Bank Santander, deren Kunde die kubanische Vertretung seit mehr als zehn Jahren ist, hatte dies mit der Begründung abgelehnt, dass eine Abwicklung von EC- und Kreditkartenzahlungen nicht möglich sei, da deren Aussteller eine Tochtergesellschaft der U.S. Bancorp sei und daher unter die Blockaderegelungen falle.

MEXIKO
Cuauhtémoc Blanco, einer der größten Fußballstars Mexikos, soll für seine Bürgermeisterkandidatur eine halbe Million US-Dollar kassiert haben. Ein Lehrstück, wie Politik in Mexiko funktioniert.

VENEZUELA
Auf der venezolanischen Ferieninsel Margarita hat am Dienstag (Ortszeit) das 17. Gipfeltreffen der Bewegung der Blockfreien Staaten begonnen. Der 1961 auf Initiative von Jugoslawien, Indien und Ägypten in Belgrad gegründeten Organisation, die damals eine Alternative zu NATO und Warschauer Vertrag darstellen sollte, gehören heute rund 120 Länder an.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 16. September 2016

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

ARGENTINIEN
Der Oberste Gerichtshof in Argentinien entscheidet über die Erhöhung der Gastarife. Es reagiert damit auf den Einspruch, den die argentinische Regierung gegen das „Tarifazo“-Urteil des Berufungsgerichts der Provinz Buenos Aires eingelegt hatte. Dieses hatte mit seinem Urteil im gesamten Land die Erhöhung der Gaspreise sowie der Strompreise in der Provinz Buenos Aires gestoppt.

Die Generaldirektion für Private Sicherheit der argentinischen Hauptstadt hat einer Sicherheitsfirma die Lizenz verlängert, obwohl sich unter den gelisteten Mitarbeitern mutmaßlich Straftäter befinden, die vergangene Woche die Redaktion der unabhängigen Wochenzeitung Tiempo Argentino verwüstet und die Journalisten angegriffen haben sollen.

ECUADOR
Die Regierung von Präsident Rafael Correa in Ecuador will gegen die Steuerflucht von Politikern vorgehen. Die Bevölkerung soll im kommenden Jahr in einem sogenannten Ethikpakt darüber abstimmen, ob politische Mandatsträger ihr Amt verlieren, wenn sie ihr Vermögen in Steueroasen angelegt haben.

EL SALVADOR
bgeordnete der rechtsextremen Partei „Nationalrepublikanische Allianz“ (Arena) in El Salvador haben einen Gesetzentwurf vorgelegt, der das Strafmaß für Abtreibung auf bis zu 50 Jahre Haft erhöhen soll.

KUBA
Im US-Kongress gewinnt die Annäherungspolitik der Regierung von Präsident Barack Obama gegenüber Kuba immer breitere Unterstützung.

Der Blog Cuba Heute zeigt auf wie viel Kubaner durchschnittlich verdienen.

VENEZUELA
Tausende Venezolaner wollten sich am Wochenende in Kolumbien versorgen. Doch die Preise im Nachbarland sind genauso überteuert wie zu Hause.

Die US-amerikanische Citibank will die Devisenkonten der venezolanischen Zentralbank und der Banco de Venezuela (BCV) innerhalb von 30 Tagen schließen.

In Venezuela haben Arbeiterinnen und Arbeiter die Kontrolle über eine Fabrik der US-amerikanischen Firma Kimberly Clark (KC) übernommen. Zuvor hatte das Unternehmen bekannt gegeben, dass die Produktion in dem südamerikanischen Land eingestellt wird.

Die venezolanische Regierung teilte am 17. Juli mit, dass Aníbal Chávez, ein Bruder von Hugo Chávez, verstorben ist.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 22. Juli 2016

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
Zielscheibe der Reaktion: Der lateinamerikanische Fernsehkanal Telesur wird jetzt zehn Jahre alt. Alternative zu Konzernmedien.

ARGENTIEN
Die Tochter von Estela Carlotto wurde von der Militärjunta ermordet. Nach 36 Jahren hat die Großmutter den verschollenen Sohn gefunden.

BOLIVIEN
Die linke Regierung in Bolivien hatte sich einst dem Schutz von Mutter Erde verschrieben. Doch um Exporterlöse zu erzielen, soll die Rohstoffförderung massiv vorangetrieben werden. Das führt zu Kritik – von links.

CHILE
Nach 29 Jahren hat die chilenische Justiz Anklage gegen sieben Offiziere erhoben und Haftbefehle erlassen. Der ehemalige Soldat Fernando Guzman erhob in einer Zeugenaussage schwere Vorwürfe gegen die Männer, die am Donnerstag festgenommen wurden.

EL SALVADOR
Mitglieder der Partei ‚Nationale Befreiungsfront Farabundo MartiFMLN (Frente Farabundo Martí de Liberación Nacional), jener Partei, die aus der ehemaligen Guerilla hervorgegangen ist und die derzeit die Präsidentschaft innehat, sind in den letzten Monaten vermehrt zum Ziel von Mordanschlägen geworden. Die FMLN beschuldigt Banden, hinter den Anschlägen zu stecken.

KOLUMBIEN
Kolumbiens Staatschef Juan Manuel Santos hat ein erneutes Ende der Bombenangriffe gegen Stellungen der FARC-Rebellen angeordnet. Santos machte diese Ankündigung bei einem öffentlichen Auftritt am Samstag in Cartagena de Indias.

KUBA
Am 26. Juli 1953 stürmten Revolutionäre die Moncada-Kaserne in Santiago de Kuba – der Jahrestag ist heute nicht nur der kubanische Nationalfeiertag, er wird seit Jahren auch in Berlin mit einer »Fiesta de Solidaridad« (Solidaritätsfest) gefeiert. Wie in den Vorjahren waren am Samstag in der Parkaue des Stadtteils Lichtenberg etwa 35 Stände mit Informationen über Kuba und Lateinamerika aufgebaut.

MEXIKO
Schon die Meldung selbst führt auf die falsche Spur: Bei der Suche der im letzten September im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero verschwundenen Studenten habe man inzwischen 129 Leichen in 60 Massengräbern gefunden, informierte am Sonntag die Generalstaatsanwaltschaft (PGR) des Landes.

22 Jahre lang wurden in der nordmexikanischen Stad Ciudad Juárez Frauen systematisch ermordet. Jetzt hat ein Gericht fünf Männer wegen Menschenhandel und Mord an elf jungen Frauen verurteilt. Sie erhielten eine Strafe von 697 Jahren Haft. Zudem müssen sie eine Entschädigung von etwa 47.000 Euro zahlen.

VENEZUELA
Mit zahlreichen Veranstaltungen, indigenen Zeremonien, kulturellen Events und sogar Sportereignissen wurde am Dienstag in Venezuela des 2013 verstorbenen Präsidenten und Anführers der „Bolivarischen Revolution“, Hugo Chávez (1999-2013), gedacht.

Das venezolanische Oppositionsbündnis Tisch der Demokratischen Einheit (MUD) wird mit gemeinsamen Listen bei den Parlamentswahlen am 6. Dezember antreten.

Am Montag gab der venezolanische Vizepräsident bekannt, dass bisher 4 Millionen Menschen im Rahmen der „Operación Milagro“ kostenlos behandelt. 2004 haben die Regierungen von Venezuela und Kuba gemeinsam die “Mission” ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Aktion werden Menschen mit augenheilkundlichen Problemen operativ behandelt, die zuvor keinen Zugang zu dieser medizinischen Versorgung hatten.

Das US-amerikanische Magazin „Foreign Policy“ veröffentlichte ein ausführliches Porträt des venezolanischen Oppositionsführer Leopoldo López.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog. Ausgabe vom 31. Juli 2015
cronjob