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"Apropos, ich lege hier für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, daß ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwenglichen Dummheit verachte, und mich schäme, ihr anzugehören." Arthur Schopenhauer

Rede von Greta Thunberg, Klima-Aktivistin, auf dem Kongress des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses am 21.2.2019 in Brüssel

Mein Name ist Greta Thunberg. Ich bin eine Klima-Aktivistin aus Schweden. Und heute gibt es in diesem Raum auch - wenn sie kommen können - Anuna, Adelaide, Kyra, Gilles, Dries, Thun und Luisa. Zehntausende von Kindern streiken für das Klima auf den Straßen von Brüssel, Hunderttausende tun dies auf der ganzen Welt. Wir sind Schulstreikende, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Und einige von uns sind heute hier.

Die Leute sagen uns immer, dass sie so hoffnungsvoll sind. Sie sind voller Hoffnung, dass die jungen Leute die Welt retten werden. Wir sind es aber nicht. Es ist einfach nicht genug Zeit, darauf zu warten, bis wir erwachsen sind und die Verantwortung übernehmen können. Denn bis zum Jahr 2020 müssen wir die Emissionskurve steil nach unten gebogen haben. Das ist nächstes Jahr.

Wir wissen, dass die meisten Politiker nicht mit uns sprechen wollen. Gut. Wir wollen auch nicht mit ihnen reden. Wir möchten, dass sie stattdessen mit den Wissenschaftlern sprechen und ihnen zuhören, weil wir einfach wiederholen, was sie sagen und schon seit Jahrzehnten sagen. Wir möchten, dass Sie dem Paris Abkommen und den IPCC-Berichten folgen. Wir haben keine anderen Manifeste oder Forderungen. Vereinen Sie sich einfach hinter der Wissenschaft, das ist unsere Forderung.

Wenn viele Politiker über diesen Schulstreik für das Klima sprechen, sprechen sie über fast alles außer der Klimakrise.

Viele Menschen versuchen, die Schulstreiks zu einer Frage zu machen, ob wir das Schuleschwänzen fördern oder ob wir wieder zur Schule gehen sollten oder nicht. Sie erfinden alle möglichen Verschwörungen und nennen uns Marionetten, die nicht für uns selbst denken können. Sie versuchen verzweifelt, den Fokus von der Klimakrise weg zu lenken und das Thema zu wechseln.

Sie wollen nicht darüber reden, weil sie wissen, dass sie diesen Kampf nicht gewinnen können. Weil sie wissen, dass sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Aber wir haben sie gemacht. Sobald Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben, werden sie erkennen, dass wir eine neue Politik brauchen. Wir brauchen eine neue Wirtschaftspolitik, bei der alles auf einem rapide sinkenden und extrem begrenzten verbleibenden Kohlenstoff-Budget basiert. Aber das allein reicht nicht aus. Wir brauchen eine völlig neue Denkweise.

Das politische System, das Sie geschaffen haben, dreht sich allein um den Wettbewerb. Sie betrügen, wenn Sie können, denn alles, was zählt, ist zu gewinnen, um Macht zu bekommen. Das muss ein Ende haben. Wir müssen aufhören, miteinander zu konkurrieren. Wir müssen kooperieren und zusammenarbeiten und die Ressourcen des Planeten auf faire Weise teilen.

Wir müssen anfangen, innerhalb der Grenzen des Planeten zu leben, uns auf Gerechtigkeit zu fokussieren und ein paar Schritte zurückzutreten, um aller Lebewesen willen. Wir müssen die Biosphäre, die Luft, die Ozeane, den Boden und die Wälder schützen. Das hört sich naiv an, aber wenn Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben, wissen Sie, dass wir gar keine andere Wahl haben.

Wir müssen uns mit jeder Faser unseres Lebens auf den Klimawandel konzentrieren. Denn wenn wir das nicht tun, waren alle unsere Errungenschaften und Fortschritte umsonst und alles, was vom Vermächtnis unserer politischen Führer bleiben wird, wird das größte Scheitern der Menschheitsgeschichte sein. Und sie werden als die größten Verbrecher aller Zeiten in Erinnerung bleiben, weil sie sich entschieden haben, nicht zuzuhören und nicht zu handeln. Das muss aber nicht sein. Es ist immer noch Zeit.

Dem IPCC-Bericht zufolge sind wir etwa elf Jahre davon entfernt, in einer Position zu sein, in der wir unumkehrbaren Kettenreaktionen ausgesetzt sein werden, die außerhalb der menschlichen Kontrolle liegen.

Um dies zu vermeiden, müssen in diesem Jahrzehnt beispiellose Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft stattgefunden haben, einschließlich einer Reduzierung unserer CO²-Emissionen um mindestens 50% bis 2030. Und bitte beachten Sie, dass diese Zahlen noch nicht den Aspekt der Gerechtigkeit enthalten, der für das globale Funktionieren des Pariser Abkommens unbedingt erforderlich ist. Sie enthalten auch keine Kipppunkte oder Rückkopplungsschleifen wie das extrem starke Methangas, das vom auftauenden arktischen Permafrost freigesetzt wird.

Sie beinhalten jedoch negative Emissionstechniken in riesigem planetarischem Maßstab, die noch erfunden werden müssen. Und die sehr viele Wissenschaftler befürchten niemals rechtzeitig fertig sein werden und dass es sowieso unmöglich sein wird, diese Technik in dem angenommenen Umfang zu liefern.

Uns wurde gesagt, dass die EU ihr Emissionsreduktionsziel verbessern will. In dem neuen Ziel schlägt die EU vor, die Treibhausgasemissionen bis 2030 auf 45% unter das Niveau von 1990 zu senken.

Manche Leute sagen, das sei gut oder das sei ambitioniert. Dieses neue Ziel reicht jedoch immer noch nicht aus, um die globale Erwärmung unter 1,5 Grad Celsius zu halten. Dieses Ziel reicht nicht aus, um Kindern, die heute aufwachsen, die Zukunft zu sichern. Wenn die EU ihren gerechten Beitrag leisten soll, um innerhalb des CO2-Budgets für die 2-Grad-Grenze zu bleiben, muss sie bis 2030 um mindestens 80% reduziert werden. Dazu gehören Luftfahrt und Schifffahrt. Also etwa doppelt so ehrgeizig (sein) wie die aktuellen Vorschläge.

Die erforderlichen Handlungen liegen weit jenseits von Manifesten oder Parteipolitik. Wieder kehren sie ihren Dreck unter den Teppich, damit unsere Generation dann Ihr Chaos beseitigen und die Probleme lösen soll.

Einige Leute sagen, dass wir für unsere Zukunft kämpfen. Das stimmt aber nicht. Wir kämpfen nicht für unsere Zukunft, wir kämpfen für unser aller Zukunft. Und wenn Sie der Meinung sind, dass wir stattdessen in der Schule sein sollten, schlagen wir vor, dass Sie unseren Platz auf den Straßen einnehmen und streiken, anstatt zu arbeiten – oder noch besser sich uns anschließen, damit wir den Prozess beschleunigen können.

Und es tut mir leid, aber zu sagen, dass alles in Ordnung sein wird, während Sie weiter nichts tun, ist für uns einfach keine Hoffnung. Tatsächlich ist es das Gegenteil von Hoffnung. Und trotzdem machen Sie genau das immer weiter. Sie können nicht einfach nur herumsitzen und auf Hoffnung warten. Dann benehmen Sie sich wie verwöhnte, verantwortungslose Kinder.

Sie scheinen nicht zu verstehen, dass Hoffnung etwas ist, das Sie erarbeiten müssen. Und wenn Sie immer noch sagen, dass wir „wertvolle Unterrichtszeit verschwenden“, dann möchte ich Sie daran erinnern, dass unsere politischen Führer Jahrzehnte mit Leugnung und Untätigkeit verschwendet haben.

Und da uns die Zeit wegläuft, haben wir beschlossen, selbst Maßnahmen zu ergreifen Wir haben begonnen, Ihr Chaos zu beseitigen, und wir werden nicht aufhören, bis wir fertig sind.

Vielen Dank.



(Die gesamte Rede wurde am 21.2.2019 von der Zeitung „Die Welt“ aufgezeichnet und auf YouTube gestellt. Die schriftliche Erfassung der Rede sowie die Überarbeitung der Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche (per Google Translate) erfolgte am 24.2.2019 nach bestem Wissen durch Rechtsanwältin Gisela Toussaint, Karlsruhe).

Aktionswoche gegen den Kohlekompromiss: ENBW-Kraftwerk geentert

Foto: © Channoh Peepovicz / Umbruch Bildarchiv
150 AktivistInnen des Anti-Kohlebündnisses blockierten am morgen des 2.2.2019 das EnBW Rheinhafen-Dampfkraftwerk Karlsruhe. Etwa 40 von ihnen drangen in das EnBW Betriebsgelände ein. Die Aktion war Teil einer bundesweiten Kampagne zum enttäuschenden Abschlussbericht der Kohlekommission. Die Polizei lässt sie gewähren und die Betreiberin EnBW erstattet keine Anzeige.

Am Morgen des 2. Februar ab 8:00 Uhr blockierten 150 AktivistInnen von lokalen Ende-Gelände-Gruppen das Rheinhafen-Dampfkraftwerk Karlsruhe, eines der größten Steinkohlekraftwerke Deutschlands. Mit einer Sitzblockade auf den Schienen verhinderten sie, dass Steinkohle zum Kraftwerk geliefert werden konnte. Der Protest war eine Reaktion auf das Versagen der Kohlekommission und Teil der bundesweiten Aktionswoche von Ende Gelände.

„Indem wir die Schienen zum Kohlekraftwerk blockieren, nehmen wir den sofortigen Kohleausstieg selbst in die Hand. Wir meinen es ernst mit unserer Forderung nach Klimagerechtigkeit und einer guten Zukunft. Dazu passt der Bericht der Kohlekommission nicht. Junge Leute und Menschen, die am meisten unter den Folgen der Klimazerstörung leiden, sind dort nicht gehört worden. Eine Politik der Klimagerechtigkeit muss aber alle miteinbeziehen. Wir nehmen uns hier heute unser Mitspracherecht, und das fühlt sich toll an“, sagte Pressesprecherin Emma Weber.

Das Rheinhafen-Dampfkraftwerk Karlsruhe wird von EnBW betrieben, die zum Großteil im Besitz des Landes Baden-Württemberg ist. Es emittiert rund 3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Deutschlandweit werden jährlich 90 Millionen Tonnen CO2 durch das Verbrennen von Steinkohle ausgestoßen. Baden-Württemberg ist hinter Nordrhein-Westfahlen das Land mit der größten installierten Leistung an Kohlekraftwerken. (PM Ende Gelände)

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Weitere Ereignisse zum Thema:

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Blockade gegen den Klimakompromiss

Foto: © Oliver Feldhaus / Umbruch Bildarchiv
Mehrere Hundert KlimaaktivistInnen von Ende Gelände und anderen Umweltorganisationen blockierten am Freitag, den 1. Februar 2019 über viele Stunden die Straßen rund um das Bundeswirtschaftministerium in Berlin. Sie demonstrierten gegen den Kompromiss der Kohlekommission, für einen schnellen Kohleausstieg und besseren Klimaschutz. Am Abend wurden die Blockaden von der Polizei geräumt. Dabei kam es zu zahlreichen Festnahmen.

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Weitere Ereignisse zu diesem Thema:

Klimastreik #fridayforfuture - Demo in Berlin

Foto: © Oliver Feldhaus / Umbruch Bildarchiv Berlin
Fast 10 000 Schüler*innen demonstrierten am regelmäßigen #fridayforfuture Aktionstag am 25.1. in Berlin für mehr Klimaschutz und den Kohleausstieg. Vor dem Bundeswirtschaftministerium buhten sie Wirtschaftsminister Peter Altmaier aus. „Gehen Sie zurück in Ihr Büro und machen sie Ihre Hausaufgaben!“ sagte ein SchülerInnensprecher, als Altmaier mit ihnen sprechen wollte.

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Weiteres zu diesem Thema:

#FridaysForFuture in Berlin

Foto: © Oliver Feldhaus / Umbruch Bildarchiv
Foto: © Oliver Feldhaus / Umbruch Bildarchiv
Auch in Berlin beteiligten sich einige hundert SchülerInnen am bundesweiten #fridaysforfuture Aktionstag. Nach einer Aktion vor dem Bundestag zogen sie anschließend weiter zur #fridaysforfuture Kundgebung in Potsdam.

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Weitere Ereignisse zu diesem Thema:Links:

Was mir heute wichtig erscheint #428

Bombig: "Eine Vorfeldorganisation der Berliner Regierungspolitik treibt die öffentliche Debatte über eine etwaige nukleare Aufrüstung der EU oder der Bundesrepublik voran. Am heutigen Mittwoch führt die Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP, vormals Gesellschaft für Wehrkunde) eine hochkarätig besetzte Tagung zum Thema "Die Zukunft von Nuklearwaffen in einer Welt in Unordnung" durch. Zu den Referenten, die unter dem Motto "Renaissance der Nuklearstrategien?" über eine "europäische Perspektive" von Atomwaffen diskutieren, zählen nicht nur entschiedene Befürworter eigener EU-Nuklearstreitkräfte, sondern auch ein emeritierter Politikprofessor, der sich zuletzt für die Beschaffung einer "deutschen Bombe" ausgesprochen hat. Während dazu der Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag unumgänglich wäre, wäre eine Ko-Finanzierung etwa der französischen Nuklearstreitmacht im Gegenzug gegen eine Mitbestimmung über deren Einsatz auch unter Beibehaltung des Abkommens möglich, urteilen Experten aus den Wissenschaftlichen Diensten des Deutschen Bundestags. (...)" Mehr dazu bei german-foreign-policy - Informationen zur deutschen Außenpolitik

Untersucht: Welche Gruppen und Einstellungen stehen hinter der Fassade der AfD? Nach intersiver Recherche und zahlreichen Interviews zeigt die ARD Dokumentation "Am rechten Rand" die Netzwerke hinter der Partei.

Wachstum: "Erst vor wenigen Tagen freute sich Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD): »Die Zahl der Arbeitslosen ist im September im Vergleich zum Vorjahr um 192 000 auf 2,26 Millionen gesunken.« Positiv stimmte ihn auch auch die Entwicklung der Erwerbstätigkeit und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Doch trotz dieser vorgeblich guten Nachrichten ist das nur ein Teil der Geschichte: Die Zahl der Menschen, die arm trotz Arbeit sind, ist so hoch wie selten. In Deutschland hat sich der Anteil der sogenannten Working Poor in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Darauf wies die Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz (NAK), Barbara Eschen, am Mittwoch bei der Vorstellung des dritten »Schattenberichts Armut« hin. Es gebe »enormen Handlungsbedarf« bei der Bekämpfung von Erwerbsarmut. (...)" Weiterlesen beim Neuen Deutschland: Das Prekariat wächst

Schattendasein: "Erwerbsarmut hat sich im letzten Jahrzehnt verdoppelt. Hälfte der Haushalte in Ballungszentren hat Anspruch auf Sozialwohnung." Mehr dazu in der jungen Welt Arbeit und Elend

Angepisst: "Die Kritik an US-Präsident Donald Trump ist in New York endgültig unterhalb der Gürtellinie angekommen: Im Stadtteil Brooklyn tauchten kleine Figuren auf, die Hunde - und möglicherweise auch Menschen - dazu einladen, sie anzupinkeln. (...)"  Mehr dazu bei der Heilbronner Stimme

Unverdient: "Durch Digitalisierung und Automatisierung entstehen zunehmend sinnlose Jobs, beklagt David Graeber, Anthropologe von der London School of Economics. Der gebürtige US-Amerikaner ist als Kopf der Occupy-Bewegung berühmt geworden. In seinem kürzlich erschienenen Buch „Bullshit-Jobs“ beklagt er die sinnentleerte neue Arbeitswelt. (...)"  "Menschen verdienen umso weniger, je nützlicher ihr Job ist." - heise technology review

Widerständig: "Geschäfte von Ausländern müssen früher schließen, für Asylbewerber gilt abends Ausgangssperre: Innenminister Matteo Salvini krempelt Italien auf rechts. Doch nicht alle Bürger lassen sich das bieten. (...)" Widerstand in Salvini-Land, Beitrag bei Spiegel Online

Kreisch: "Dürresommer wie der von 2018 seien Vorboten eines weltweiten Biermangels im 21. Jahrhundert, sagen Fachleute. Doch die Studie lässt Fragen offen." Kommt die globale Bierkrise? fragt sich Lars Fischer in Spektrum der Wissenschaft.

Der 4. Weltkrieg, auf dem Marienplatz

Heute ist OpenAir Kino auf dem Marienplatz in Stuttgart. Bei Infotischen und auf Stellwänden wird es ab 19.30 Uhr Informationen
zur Mobilisierung am 1. Mai gegen den Naziaufmarsch in Ulm und am 2. Mai zur revolutionären Mai Demonstration in Stuttgart, der Geschichte und Bedeutung der Mobilisierungen zum 1. Mai, ihren thematischen Schwerpunkten in diesem Jahr und mehr geben.

Gezeigt wird ab 20:00 der Film "Der Vierte Weltkrieg".

Der Film taucht das Publikum in die vordersten Fronten aktueller sozialer Konflikte in Mexiko, Argentinien, Israel/Palästina, Korea, Südafrika, Nordamerika und Europa ein.

Hier kommen Menschen zu Wort, die sich weigern sich dem Terror zu beugen und die ihre Träume von einer gerechten Welt nicht durch Armeen, Angst oder Verzweiflung besetzen lassen.

Ein Film, der mit inspirierenden Bildern und poetischen Worten über die weltweiten sozialen Bewegungen gegen Neoliberalismus erzählt.

Er zeigt eine Welt, die zunehmend auf Gewalt und den sogenannten „Krieg gegen den Terror“ angewiesen ist, um ihre Regierbarkeit aufrecht zu erhalten.

Der Vierte Weltkrieg taucht das Publikum in die vordersten Fronten aktueller sozialer Konflikte in Mexiko, Argentinien, Israel/Palästina, Korea, Südafrika, Nordamerika und Europa ein. Millionen Obdachlose in Südafrika kämpfen für das Recht auf eine Unterkunft und gegen die Wasserprivatisierung. In Chiapas vertreiben Indigenas die Armee der mexikanischen Regierung, die ihr Land an den globalen Markt ausverkauft. Nach dem ökonomischen Zusammenbruch in Argentinien im Dezember 2001, sehen wir den Aufstand und den Versuch einer Bevölkerung, ein Leben jenseits von Staat und Markt zu organisieren. Nach einer drastischen Liberalisierung des Arbeitsmarktes in Süd-Korea 1997 gehen Millionen Arbeiter und Arbeiterinnen auf die Straße in einem der größten Streiks der jüngsten Geschichte. Massiver ziviler Ungehorsam gegen Wirtschafts- und Regierungsgipfel in Quebec und Genua lösen bürgerkriegsähnliche Zustände in den Metropolen der Industriestaaten aus. Hier kommen Menschen zu Wort, die sich weigern sich dem Terror zu beugen und die ihre Träume von einer gerechten Welt nicht durch Armeen, Angst oder Verzweiflung besetzen lassen. Ein Film, der mit inspirierenden Bildern und poetischen Worten über die weltweiten sozialen Bewegungen gegen Neoliberalismus erzählt. Er zeigt eine Welt, die zunehmend auf Gewalt und den sogenannten „Krieg gegen den Terror“ angewiesen ist, um ihre Regierbarkeit aufrecht zu erhalten. Es sprechen die Dichterin und Aktivistin Suheir Hammad und Sänger Michael Franti (Spearhead). Mehrsprachige DVD – 74 Minuten von Big Noise Films Englischer Originalton mit Untertiteln auf Deutsch, Französisch und Spanisch

Preis: 15 Euro (Produktionskosten ,Liefer und Portokosten etc. inkl.)

zu bestellen bei: Cine Rebelde 



Stattzeitung für Südbaden und für Widerstand von unten #73 erschienen

Die aktuelle Ausgabe Stattzeitung für Südbaden 73 ist erschienen und ab sofort auch auf der Webseite der Webseite der StattZeitung, sowie diversen Verkaufsstellen, zum Beispiel im sozialen Zentrum Subversiv Stuttgart, zu finden.

Das Heft enthält 15 Artikel. Hier eine kurze Inhaltsübersicht:


Friedrich, Sebastian/ Güde, Fritz:
Die Angst des Staates vor den Massen
Niederhalten der Bewegung durch Spaltung und durch Vorschriften (Editotal)

Seit es die Bundesrepublik gibt, proklamierte sie sich selbst als das Organ aller ihrer Bürgerinnen und Bürger. Zugleich hatte sie die größte Angst vor ihren Willensäußerungen, wenn diese nicht vorher kanalisiert und gefiltert worden waren.
So wurde - im Gegensatz zu allen andern halbwegs parlamentarischen Gemeinwesen - das Grundgesetz allein vom Parlamentarischen Rat abgesegnet, nie aber einer Volksabstimmung unterworfen. [...]

http://www.stattweb.de/baseportal/ArchivDetail&db=Archiv&Id=1104&lat=0303CS

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Diverse:
regio kurz

Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung Dieser sogenannte Zuverdienst ermöglicht den erwerbsfähigen Hilfsbedürftigen und somit Beziehern von Transferleistungen, beispielsweise ALG II, ein Zubrot in Höhe von einem Euro und fünfzig Cent pro Stunde bei dreißig Wochenstunden. Entsprechend den Hartz-Gesetzen wird im Schichtbetrieb Außendienst für den Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) organisiert. [...]

http://www.stattweb.de/baseportal/ArchivDetail&db=Archiv&Id=1103&lat=0303CS

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Redaktionell zusammengestellt:
Versammlungsgesetz als Demoverhinderungsgesetz
Proteste in Mannheim, Stuttgart und Freiburg

Die Regierung Baden-Württembergs hat eine Reform des Versammlungsgesetzes beschlossen. Das neue Gesetz, welches zufällig noch pünktlich vor dem NATO-Gipfel in Kraft treten soll, wird die schon jetzt bestehenden Einschnitte des Versammlungsrechtes weiter verschärfen. Das Versammlungsgesetz orientiert sich inhaltlich an dem bayrischen Vorbild. Die Pläne der CDU geführten Regierung hatten und haben in Baden-Württemberg vielerorts breite Proteste zur Folge. [...]

http://www.stattweb.de/baseportal/ArchivDetail&db=Archiv&Id=1101&lat=0303CS

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Friedrich, Sebastian:
Marx zurück an den Hochschulen!
Interview zur neuen Kapitallesebewegung mit Nikolas Grimm aus Freiburg

Wir befinden uns mal wieder in einer Finanzkrise. Die eiligen und hektischen Reaktionen der Machthaber lassen auf die Vermutung schließen, dass es diesmal alles ein bisschen krisenhafter ist. Auch die Stimmen nach einer Veränderung des Finanzmarktsystems werden zunehmend lauter.
Doch wer genauer hinhört erkennt, dass es den PolitikerInnen und KommentatorInnen in den bürgerlichen Medien eigentlich nicht um eine wirkliche Veränderung geht. [...]

http://www.stattweb.de/baseportal/ArchivDetail&db=Archiv&Id=1100&lat=0303CS

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Althoff, Jan Peter:
Ideologie und Moral
Was uns die aktuelle Finanzkrise über das Funktionieren von Demokratie lehrt

Am Marxismus lässt sich sicherlich eine ganze Menge kritisieren - und zumindest an dessen dogmatischsten Formen vieles auch zu Recht. Ein Beispiel für eine besonders fragwürdige marxistische Annahme wäre beispielsweise die, dass die Arbeiterklasse zur Revolution strebe, also die politische und ökonomische Macht an sich reißen werde, weil sich dies aus dem historischen Ablauf der Geschichte so ableiten lasse. [...]

http://www.stattweb.de/baseportal/ArchivDetail&db=Archiv&Id=1099&lat=0303CS

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Friedrich, Sebastian/ Güde, Fritz:
Carmen Everts: Vom Wissen zum Gewissen - und wieder zurück. Porträt einer Forscherin
News-Beitrag auf stattweb.de vom 6.November 2008

Schenkt man den Medien Glauben, dann gibt es momentan eine beträchtliche Anzahl an politischen Erdbeben in Deutschland. Die LINKE bebt sich gen Westen vor, die SPD bebt sich flächendeckend weg, Bayern wird ebenfalls erschüttert - das Epi-Zentrum liegt aber in Hessen. Dort bebt es seit zehn Monaten - und manche meinen, dort käme gar unsere Demokratie ins Wanken.
Dass dort die Regierungsbildung nach komischen Wahlversprechen nicht so einfach werden würde, war klar. [...]

http://www.stattweb.de/baseportal/ArchivDetail&db=Archiv&Id=1057&lat=0303CS

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Redaktion:
Selbstfeier der NATO im April
Willkommensüberlegungen der Aufmarschgegner von der Organisation des deux rives

Vorbereitendes Zähneknirschen des Innenministers Rech
Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) kündigte eine harte Gangart gegen Blockierer und Gewalttäter an. Beim NATO-Gipfel sollen 14 000 Polizeibeamte im Einsatz sein. Fest steht bislang nur, dass sich die Politiker am 3. April in Baden-Baden und einen Tag später in Straßburg treffen werden. Zudem ist am 4. April ein Fototermin in Kehl geplant. [...]

http://www.stattweb.de/baseportal/ArchivDetail&db=Archiv&Id=1105&lat=0303CS

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Frijia, Daniele/ Stocker, Frank:
Rechtsextremismus und sein Umfeld
Neue Studie zur Verankerung des Rechtsextremismus

In einer Studie zu Rechtsextremismus im Rems-Murr-Kreis untersuchte ein Forschungsgruppe der Universität Tübingen die Verankerung von rechtsextremen Tendenzen. Beim Rems-Murr-Kreis handelt es sich um eine der ökonomisch stärksten Landkreise im Südwesten Deutschlands, in denen rechtsextreme Aktivitäten (wieder) zunehmen bzw. Schlagzeilen machen. Hier zeigt sich auch eins der wichtigsten, wenn auch nicht neuen, Ergebnisse der Studie:
Rechtsextremismus ist nicht nur ein Phänomen ökonomisch schwacher Regionen.
Es gab das Ziel herauszufinden, wie sich rechtsextreme Tendenzen und Aktivitäten in der Dorf- oder Stadtgemeinschaft etablieren oder sie bekämpft werden können. [...]

http://www.stattweb.de/baseportal/ArchivDetail&db=Archiv&Id=1098&lat=0303CS

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Friedrich, Sebastian:
Der Anti-Islamismus des Udo Ulfkotte: "SOS Abendland" - konservativ oder rassistisch?
News-Beitrag auf stattweb.de vom 25.Januar 2009

Spätestens seit den Anschlägen auf das World Trade Center am 11. September 2001 ist der Islam bzw. die Islamkritik in aller Munde - und das sowohl in rechten, als auch in linken Kreisen. Linke neigen dazu, den Fehler zu begehen, sich bei Unrecht bedingungslos mit den Opfern latenter und offener Diskriminierung zu solidarisieren, obwohl die Weltanschauungen der jeweiligen Orientierungen durchaus kritisiert werden dürfen. [...]

http://www.stattweb.de/baseportal/ArchivDetail&db=Archiv&Id=1083&lat=0303CS

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Friedrich, Sebastian:
Orte der Bücherverbrennungen in Deutschland 1933
Buchbesprechung

Der von Julius H. Schoeps und Werner Treß herausgegebene Sammelband ermöglicht tiefe und erkenntnisreiche Einblicke, wie es den Nazis möglich war, systematisch oppositionelle Kräfte zu vernichten.
Deutschland vor ziemlich genau 75 Jahren: Von März bis Oktober 1933 strömen in verschiedenen Kontexten Massen - oder manchmal auch nur kleine Gruppen - auf die Straßen und Plätze, um dem Spektaktel der Bücherverbrennungen beizuwohnen. [...]

http://www.stattweb.de/baseportal/ArchivDetail&db=Archiv&Id=1097&lat=0303CS

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Althoff, Jan Peter:
Arm durch Arbeit - Ein Undercover-Bericht
Buchbesprechung

Wer Wirtschaftswissenschaften studiert und als Marketingchef gearbeitet hat, scheint - will man gängigen Klischees glauben - kaum dafür prädestiniert zu sein, die gern verschwiegenen dunklen Seiten des unsozialen Deutschland zu beleuchten. Und doch ist Markus Breitscheidel seit seinem Bestseller "Abgezockt und totgepflegt" einer der bekanntesten investigativen Journalisten, der sich genau dies vorgenommen hat. [...]

http://www.stattweb.de/baseportal/ArchivDetail&db=Archiv&Id=1096&lat=0303CS

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Schenk, Barbara:
"Anmut sparet nicht noch Mühe, Leidenschaft nicht noch Verstand..."
Wir haben Abschied genommen von unserer Kameradin Sonja Denz

Sonja Denz, geboren am 23. Juni 1925, hat den Humanismus, die sozialistische Weltanschauung, den gelebten Antifaschismus sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen. Sie stammte aus einer traditionsreichen sozialistischen Familie. Die Eltern Robert und Karolina Krause waren 1919 Mitbegründer der Kommunistischen Partei im Kreis Offenburg.
Als die Nazis an die Macht gebracht wurden erlebte Sonne direkt den Terror, mit dem sie Europa überzogen.
Der Vater war gezwungen in die Illegalität zu gehen und ihre Mutter wurde mehrmals in Haft genommen. [...]

http://www.stattweb.de/baseportal/ArchivDetail&db=Archiv&Id=1102&lat=0303CS

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Güde, Fritz:
Nachweis von Noskes Schuld an der Ermordung Rosa Luxemburgs
Klaus Gietinger: Es liegt eine Leiche im Landwehrkanal

In den Abwehrkämpfen gegen die LINKE in Hessen war der Abgeordneten Wissler auch üble Verleumdung der SPD vorgeworfen worden, als sie erwähnte, dass diese Partei schuld sei an Liebknechts und Luxemburgs Ermordung. Auf den Spuren Pofallas machte sich Christian Wagner sofort auf, die SPD zu rächen und die Verleumderin zu strafen. Nicht zu Unrecht sind geistesverwandte CDU-ler sofort zur Stelle, wenn es gilt, den Staatsschützer Noske von 1919 zu verteidigen, auch wenn der nominell Parteigenosse der Strucks und Münteferings war, die im Zweifel nicht anders als Noske gehandelt hätten. [...]

http://www.stattweb.de/baseportal/ArchivDetail&db=Archiv&Id=1078&lat=0303CS

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Fischer Runa:
Rosa Luxemburg und Mathilde Jacob
Gesehen vor zwanzig Jahren in Film und Buch

Zu Rosa Luxemburg etwas Neues zu sagen fällt schwer. Wichtiger vielleicht, an die ersten neueren Bemühungen zu erinnern, sich ihr Bild zu vergegenwärtigen.
Der nachfolgende Text wurde vor 22 Jahren von Runa Fecher in der linken Vierteljahrszeitschrift UMBRUCH veröffentlicht, in Auseinandersetzung mit dem Film, mehr noch mit dem Blick auf diejenigen, die um Rosa Luxemburg herum die revolutionäre Bewegung ab 1914 erst ermöglichten. [...]

http://www.stattweb.de/baseportal/ArchivDetail&db=Archiv&Id=1095&lat=0303CS

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Quarti, Adi:
Blick zurück im Zorn auf die verführerischen Bilderwelten der Medien
kukuli

Dass Bilder uns auch ansehen, wird selten so deutlich wie in den Hochglanzmagazinen und den Kinos, die von Überblendungen, Schnitten und Retuschen nur so wimmeln. Es handelt sich gewissermaßen um Bilder mit Anhängen, den Blick fokussierenden Textteilen und einem Subtext in Wort und Abbildung - es handelt sich also um eine Kopie einer Kopie (Slavoj Zizek), gegebenenfalls mit Nachbearbeitung am Computer. [...]

http://www.stattweb.de/baseportal/ArchivDetail&db=Archiv&Id=1094&lat=0303CS


"Am Frankfurter Flughafen soll kein Baum mehr fallen"

Getreu dem Motto: "Versprechen kann sich jeder mal", kann inzwischen selbiges von Holger Börner, damaligem Ministerpräsidenten von Hessen, die Startbahn West solle der letzte Ausbau des Flughafens in Frankfurt sein, als Makulatur gesehen werden: Die Fraport will den Frankfurter Flughafen weiter ausbauen. Der rund 50 prozentigen Steigerung der Flugbewegungen würde als unmittelbare Folge rund die Hälfte des Kelsterbacher Stadtwaldes zum Opfer fallen. Dagegen organisiert eine Bürgerinitiative den Protest. Über die heute endende Aktionswoche wird im Waldbesetzungs Blog berichtet, zum Beispiel von den Aktionen am 5. September, bei denen Menschen aus dem Waldbesetzungsdorf symbolisch einen Baum gepflanzt und mit einem Transparent mit der Aufschrift »Flugverkehr verursacht Klimawandel« aufmerksam machten. Bilder und Videos von der Aktion gibt es bei Hanno Böck.

Eine ausführliche und aktuelle Zeittafel mit Quellen, Details und Hintergrundinfos der Startbahnbewegung (und zum Flughafen) gibt es bei Wolf Wetzel zu lesen. In dem Zusammenhang ist auch die kurze Video-Chronologie von ds-film über die Startbahnbewegung der 1980er Jahre gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens mit der Startbahn West interessant.


Sternmarsch gegen Flughafenausbau in Stuttgart

10.000 Demonstranten wurden bei schönem Wetter für den heutigen Sternmarsch gegen den Flughafenausbau in Stuttgart erwartet, am Ende waren es dann nach Angaben den Veranstalter weit über 15.000. Von 4 Treffpunkten aus bewegten sich die Menschen in Richtung auf die Bauernhöfe der Familien Bayha und Briem. Diese beiden Höfe würden unter dem Beton der geplanten Nordpiste verschwinden. Wenn sich die Flughafenbetreiber durchsetzen.

Sternmarsch gegen Flughafenausbau

Fotoserie zum Sternmarsch gegen Flughafenausbau

Weit über 40 Gemeinden wären vom Ausbau des Flughafens betroffen und haben sich dem Kommunalen Arbeitskreis Filder KAF angeschlossen. Die seit 40 Jahren bestehende Schutzgemeinschaft Filder konnte in der Vergangenheit bereits ein Nachtflugverbot durchsetzen.

Sternmarsch gegen Flughafenausbau

Fotoserie zum Sternmarsch gegen Flughafenausbau

Die Nordpiste würde Neuhausen "praktisch unbewohnbar" machen. Aber die durch den Messeneubau - eine Erweiterung mit bis zu 20 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche ist inzwischen auch schon geplant - bereits stark belasteten Fildergemeinden sind nicht alleine betroffen. Auch Esslingen wäre bei einer Verwirklichung der Pläne der Flughafen-GmbH innerhalb der Einflugschneise.

Dementsprechend breit war daher auch heute das Spektrum der Proteste. Vom Albverein über die Orts- und Kreisverbände der Parteien, Schülergruppen, Umweltgruppen des NABU bis hin zu kirchlichen Gruppen war alles vertreten, was laufen konnte. Die Forderungen wurden auf unzählichen selbsgefertigten Transparenten und Sandwiches vorgetragen. Leider waren auch vereinzelte Rechte zu sehen, die sich vorgeblich dem "Schutz der deutschen Umwelt" widmen wollen.

Die Redner bei der Auftaktkundgebung in Scharnhausen zeigten sich "tief enttäuscht" von der Landesregierung, von der sie sich "verraten", "belogen und betrogen" fühlen. Während hunderttausende Menschen unter der angeblich notwendigen Kapazitätsausweitung leiden müssen, interessieren die Folgen für die Umwelt in der Landesregierung außer der Umweltministerin Tanja Gönner offenbar niemanden, die Profite haben Vorrang.

Sternmarsch gegen Flughafenausbau

Fotoserie zum Sternmarsch gegen Flughafenausbau

Bei der Kundgebung am Hagenbrunnenhof bei Scharnhausen sprachen dann neben dem OB von Ostfildern Christof Bolay, der Landrat Heinz Eininger, vom Kreisbauernverband Siegfried Nägele, von der Schutzgemeinschaft Filder Steffen Siegel, Wolfgang Drexler von der SPD sowie Winfried Kretschmann.

Sternmarsch gegen Flughafenausbau

Fotoserie zum Sternmarsch gegen Flughafenausbau

Sicherlich betrifft der Ausbau des Flughafens ökologisch zuerst vor allem die Region Stuttgart. Die Ausweitung des Flugverkehrs ist jedoch ein globales Problem, das von den Verantwortlichen mit einer Skrupellosigkeit betrieben wird, die symptomatisch für die Durchsetzung solchen Projekte ist und das auch entsprechend bekämpft werden muss. Wie heute einer der Redner richtig anmerkte, kostet eine Fahrt mit dem Taxi von Stuttgart zum Flughafen mehr als ein Billigticket nach Mallorca. Dahinter steckt System, die mit der Steuerbefreiung für Kerosin anfängt und mit Billigtickets noch lange nicht aufhört. Mit letzeren sollen getreu dem Motto: "Mit Speck fängt man Mäuse" immer mehr Menschen für den Ausbau von Flughäfen usw. gewonnen werden. Logisch: Warum sollte man auch mehr für ein Bahnticket bezahlen, wenn die Bahnreise länger dauert, unkomfortabler ist usw. Während auf der anderen Seite Strecken bei der Bahn stillgelegt werden und man nach der Fahrpreiseerhöhung demnächst die Uhr stellen kann.

Sternmarsch gegen Flughafenausbau

Fotoserie zum Sternmarsch gegen Flughafenausbau

So soll vor allem die Alternative zur Ausweitung des Flugverkehrs madig gemacht werden. Derer gibt es tatsächlich zahlreiche: Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, Transporte von der Straße und aus dem Flugzeug auf die Bahn verlegen usw.

Die Fotoserie dokumentiert den Marsch ab Scharnhausen. Bei Roland Hägele wird der Marsch ab Plieningen veröffentlicht.