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"Das "Vaterland" ist der Alpdruck der Heimat." Kurt Tucholsky

GalleryRemote 1.5 und OpenSuSE 10.03

Das Uploadprogramm GalleryRemote 1.5, das ich hier zum Bilderupload in unser Fotoalbum, das unter Gallery läuft, lässt sich unter OpenSuSE 10.03 nicht installieren. Der Installer bricht mit haufenweise Fehlermeldungen ab:
user@rechner:~/sh ./GalleryRemote.1.5.Linux.VM.bin
Preparing to install...
Extracting the JRE from the installer archive...
Unpacking the JRE...
Extracting the installation resources from the installer archive...
Configuring the installer for this system's environment...
awk: error while loading shared libraries: libdl.so.2: cannot open shared object file: No such file or directory
dirname: error while loading shared libraries: libc.so.6: cannot open shared object file: No such file or directory
/bin/ls: error while loading shared libraries: librt.so.1: cannot open shared object file: No such file or directory
basename: error while loading shared libraries: libc.so.6: cannot open shared object file: No such file or directory
dirname: error while loading shared libraries: libc.so.6: cannot open shared object file: No such file or directory
basename: error while loading shared libraries: libc.so.6: cannot open shared object file: No such file or directory
hostname: error while loading shared libraries: libc.so.6: cannot open shared object file: No such file or directory

Launching installer...

grep: error while loading shared libraries: libc.so.6: cannot open shared object file: No such file or directory
/tmp/install.dir.23336/Linux/resource/jre/bin/java: error while loading shared libraries: libpthread.so.0: cannot open shared object file: No such file or directory

Offenbar ein Kompatibilitätsproblem der GLIBC Bibliothek. Zum Glück gibt es auch noch andere Leute, die sich damit herumärgern durften. Interessanterweise funktioniert die Lösung, die im Ubuntuforum angegeben ist, unter OpenSuSE 10.03 ebenfalls:

user@rechner:~/Desktop$ cat name.bin.bak | sed "s/export LD_ASSUME_KERNEL/#xport LD_ASSUME_KERNEL/" > name.bin
user@rechner:~/Desktop$ tht@kolontai:~/Desktop$ sh ./name.bin
Preparing to install...
Extracting the JRE from the installer archive...
Unpacking the JRE...
Extracting the installation resources from the installer archive...
Configuring the installer for this system's environment...
awk: cmd. line:6: warning: escape sequence `\.' treated as plain `.'

Launching installer...

libxcb: WARNING! Program tries to unlock a connection without having acquired
a lock first, which indicates a programming error.
There will be no further warnings about this issue.
libxcb: WARNING! Program tries to lock an already locked connection,
which indicates a programming error.
There will be no further warnings about this issue.

Das war bis hierher alles. Dann einfach starten:
user@rechner:~/Gallery_Remote$ java -jar GalleryRemote.jar
Instanciating Gallery Remote...
libxcb: WARNING! Program tries to unlock a connection without having acquired
a lock first, which indicates a programming error.
There will be no further warnings about this issue.
libxcb: WARNING! Program tries to lock an already locked connection,
which indicates a programming error.
There will be no further warnings about this issue.
Logger thread running
Creating log file in /tmp
Logger thread shutting down
user@rechner:~/Gallery_Remote$
Was soll ich sagen? Läuft.

Big Brother im Fotoapparat

Ich hatte hier bereits beschrieben, wie mittels dem Linux Programm ExifTool, einem Komandozeilenprogramm für Linux, Mac OS/X und Windowsrechner zum Anzeigen und Verändern von Metadaten in Bilddateien gearbeitet werden kann. jhead ist ein weiteres interessantes Programm zur Manipulation dieser Daten. Mit dem Befehl jhead -purejpg * in dem Verzeichnis, in dem die Bilddateien liegen, die Exif Daten aus Fotodateien entfernt werden können. Professionelle Interessierte können allerdings trotzdem Bilddateien einer Kamera zuordnen. So schreibt Netzreport in einem älteren Artikel:

(...) Viele Anwender dürften auch nicht wissen, daß jedes Foto einer Digitalkamera einen individuellen Fingerabdruck hat. Man kann so einzelne Fotos der Digitalkamera zuordnen, mit der sie aufgenommen wurden - ähnlich wie man in der Forensik einzelne Kugeln der Schußwaffe zuordnen kann, mit der sie abgefeuert wurden.

Forscher um Professor Jessica Fridrich von der Universität Binghamton nutzen dazu den Umstand, daß jede Digitalkamera ein für das menschliche Auge weitgehend unsichtbares Rauschmuster in den aufgenommenen Fotos hinterläßt. Dieses Rauschmuster ist für jede Kamera individuell (also auch für Kameras des gleichen Herstellers und des gleichen Modells) und entsteht durch nicht vermeidbare Unregelmäßigkeiten bei der Herstellung der Kamera bzw. der Bildsensoren. Mit speziellen Algorithmen ist möglich, das Rauschmuster und damit den individuellen Fingerabdruck zu berechnen. Für die Analyse werden allerdings mehrere Fotos, die mit derselben Digitalkamera aufgenommen wurden, benötigt; ein einzelnes Foto reicht nicht aus.

Ist man also in Besitz einer Digitalkamera bzw. mehrerer mit dieser Kamera aufgenommener Bilder, dann ist es nach Fridrich möglich, mit 99,99prozentiger Korrektheit zu bestimmen, ob beliebige andere Fotos auch mit der fraglichen Kamera aufgenommen worden sind oder nicht.

Kennt man den Fingerabdruck einer Digitalkamera, dann sei es sogar möglich festzustellen, ob Bereiche eines Fotos nachträglich bearbeitet wurden. Während in den unbearbeiteten Bereichen des Bildes das Rauschmuster erhalten bleibe, sei es in den bearbeiteten Bereichen gar nicht mehr oder nur noch in veränderter Form enthalten. Selbst wenn das Originalbild in geringerer Auflösung abgespeichert worden sei, um es z. B. per E-Mail zu verschicken, bleibe der individuelle Fingerabdruck nachweisbar.(...) Wer sich nun fragt, wie man diese Fingerabdrücke entfernen kann, der muß leider enttäuscht werden. Bislang scheinen nämlich keine Programme erhältlich zu sein, die so etwas bewerkstelligen könnten

Schnelle Bildbearbeitung auf der Kommandozeile


ExifTool, ein Komandozeilenprogramm für Linux, Mac OS/X und Windowsrechner zum Anzeigen und Verändern von Metadaten in Bilddateien, wie zum Beispiel den EXIF-Daten in JPG-Dateien, liegt inzwischen in der
Version 6.95 vor. Thorsten Schnebeck von ebv4linux führte anläßlich des Releases 5.0 mit dem Autor dieses Progamms, dem Kernphysiker Phil Harvey, ein Interview.

Bilder elegant verkleinern

Mal wieder ein Programmtipp: Tinypic ist ein nützliches Programm mit dem Digitalbilder auf ca. 1/20 ihrer Originalgröße verkleinert werden können, ohne dass die Qualität unnötig leidet. Das Windowsprogramm von Eckehard Fiedler ist für private Anwender kostenlos, es gibt auch eine TinyPicPro Variante mit mehr Möglichkeiten. Aus der Programmbeschreibung:

Die Bedienung ist so einfach, daß auch absolute Computerlaien mit dem Programm sofort klar kommen: Bilder einfach mit der Maus auf das Programm ziehen und fertig!

Die Bilder werden der Reihe nach verkleinert und wieder abgespeichert. Damit die Originaldateien nicht unbeabsichtig verloren gehen, kann man einstellen, wie die Dateien abgelegt werden:

1. mit geändertem Namen im gleichen Ordner (z.B: K1024_Altername.JPG)
2. In einem Unterordner (z.B: K1024\)
3. Originaldateien ersetzen (!). Dabei gehen Originale unwiederruflich verloren.
4. In einen frei wählbaren Ordner

Die verkleinerten Dateien bekommen eine Größe, die zum Mailen gut geeignet ist. TinyPic wählt dabei automatisch einen optimalen Kompromiss aus Qualität und Größe, ohne den Anwender mit technischen Details zu belasten. Je nach Bildinhalt schrumpfen Bilder auf 3-10% ihrer Ursprungsgröße, ohne daß die Qualität am Bildschirm merklich leidet!


Und wie es sich gehört, hier noch eine Kommandozeilenvariante für Linux User, die alle Bilder im aktuellen Verzeichnis auf 640x480 Pixel verkleinert:

#!/bin/bash
for bild in *.JPG; do
ziel=`echo 640_$bild`
convert $bild -geometry 640x480 $ziel
done