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"Apropos, ich lege hier für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, daß ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwenglichen Dummheit verachte, und mich schäme, ihr anzugehören." Arthur Schopenhauer

300 Teilnehmer bei 1. Mai Kundgebung in Esslingen

Ungefähr 300 Kolleginnen und Kollegen nahmen an der 1. Mai Kundgebung auf dem Marktplatz in Esslingen teil. Besonders die Panasonic Kollegen prägten mit vielen Transparenten und Sandwiches die Kundgebung, auf der Gerhard Frank, Vorsitzender des DGB-Ortsverbands Esslingen und Sieghard Bender (IG Metall) sprachen.

In ihren Reden wendeten sie sich insbesondere gegen die Profitgier der Konzerne, gegen die Pläne der Regierung für Rente ab 67. Besonders wurde die Verantwortung für die Jugend hervorgehoben, aus der sich Unternehmen und Regierung weitgehend verabschiedet hätten. In einem Klima der Perspektivelosigkeit würden auch Faschisten und andere Reaktionäre Zulauf bekommen. Das muss unterbunden werden.

Fragen einer positiven gesellschaftlichen Perspektive und eines notwendigen gesamtgesellschaftlichen Kampfes gegen diese Probleme waren allerdings eher unkonkret und diffus.

Die Ergebnisse der Tarifrunden bei ver.di und IG Metall wurden als positiv bewertet, die Gewerkschaften haben positve Mitgliederzuwächse zu verzeichnen.

Zu Kritik verschiedener Gruppen wie die Alternative bei Daimler - Chrysler in Untertürkheim und Mettingen wurde sich nicht geäußert.

Die "Esslinger Zeitung" schreibt in ihrem Bericht:


"... Bender wehrt sich gegen das Gespenst der Globalisierung. Warnend verweist er auf Frankreich. Wenn die Große Koalition den Kündigungsschutz angreife, könne das Nachbarland ein Beispiel liefern, wie man eine Regierung in die Knie zwingt. Auf lokaler Ebene kündigt er Unternehmern an, dass sie an den Pranger gestellt werden, wenn sie ihre Belegschaften erpressen.
Panasonic-Belegschaft kämpft
Die Panasonic-Belegschaft aus Oberesslingen ist stark vertreten. Mit Transparenten protestieren Mitarbeiter gegen den Beschluss, den Standort zu schließen. Bender nimmt den Konzern in die Pflicht, der Belegschaft eine berufliche Zukunft zu eröffnen. Ein Konzern, der abholzt, muss auch wieder aufforsten, ruft er. Sollten die Verantwortlichen nicht einlenken, werde man während der Fußball-WM die Aktionen vor das Daimler-Stadion verlegen und die Weltöffentlichkeit mit dem Problem konfrontieren.
Deine Würde ist unser Maß, lautet das bundesweite Motto dieser Maikundgebung. Mit Sorge verfolgen Gewerkschafter, dass dieses Recht in einer Gesellschaft mit fünf Millionen Arbeitslosen antastbar geworden ist. Sie fordern ein geregeltes Einkommen, wozu für sie ein gesetzlicher Mindestlohn gehört. Nur so kann gewährleistet werden, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können, erklärt Bender, der sich dafür einsetzt, endlich Schluss mit der Angst vor der dem sozialen Absturz zu machen.
In Deutschland gibt es genügend Geld, um eine bessere Politik zu finanzieren, meint der Redner. Das Problem liege in der Verteilung. Wenn die jährlichen Erträge aus einem Privatvermögen von vier Billionen Euro nur zur Hälfte an den Staat abgeführt würden, so rechnet er vor, seien zusätzliche Einnahmen in Höhe von 100 Milliarden Euro möglich. Gleichzeitig bläst Bender zur europaweiten Fahndung nach Steuerflüchtlingen, wobei er Michael Schumacher als prominentesten Übeltäter einstuft."



Für die musikalische Umrahmung sorgte "Kehrwoch". Im Anschluss an die Kundgebung riefen Kollegen von Panasonic und der Montagsdemo zu einer Demo zum DGB Haus und anschließendem Besuch der Mahnwache bei Panasonic auf.

Klick auf das Bild für die Fotoserie zum 1. Mai in Esslingen

1. Mai in Esslingen

Seit dem 1. März kämpft in Esslingen die Panasonic Belegschaft schon rund um die Uhr gegen die Vernichtung ihrer Arbeitsplätze. Es ist der wohl bedeutendste gewerkschaftliche Kampf seit Jahren in Esslingen und sollte am 1. Mai auch im Mittelpunkt stehen.

Die Esslinger Montagsdemo und die Kollegen der Mahnwache rufen auf zu einem Treffen um 10 Uhr am 1. Mai bei der Mahnwache. Von dort wollen wir auf den Marktplatz demonstrieren. Es wäre schön, wenn sich
möglichst viele Menschen dem anschließen würden.

Der 1. Mai ist der internationale Kampf- und Feiertag der Arbeiterbewegung. Deshalb wollen wir auch diesmal einen Bewegungstag machen. Nach dem Rückweg zum DGB-Haus soll den ganzen Nachmittag ein
Familientag an der Mahnwache stattfinden, bei dem auch die anstehenden Aktionen der Panasonic-Kollegen nächste Woche besprochen werden.

19. bundesweites Treffen des »Netzwerks für eine kämpferische und demokratische ver.di«

Am Samstag, 29. April (11 bis 17 Uhr), findet in Kassel das 19. bundesweite Treffen des »Netzwerks für eine kämpferische und demokratische ver.di« statt. Themen u.a.: Der Kampf gegen Arbeitszeitverlängerung; ver.di-Gewerkschaftstag; Angriffe der großen Koalition und Rolle der Gewerkschaften
Infos

Jugendaktionstag zur 4. Verhandlungsrunde Metall- und Elektroindustrie in Böblingen

Mehr als 3000 Teilnehmer, vor allem Auszubildende und jüngere Kolleginnen begleiteten die heutigen Verhandlungen um Entgelte und die Fortführung des Lohnrahmentarifvertrages II. Besonders erbost waren viele über die unverschämten "Angebote" der Unternehmer nach Verschlechterung bzw. völliger Abschaffung der 12 -monatigen Übernahme nach der Ausbildung sowie der Frechheit, eine Ausbildungspauschalen von monatlich 270€ statt der seitherigen Ausbildungsvergütungen anzubieten:

„ [...] Unverändert bedaure ich, dass uns solch eine Lösung zum Thema "Vorfahrt für Ausbildungsplätze" nicht gelungen ist, weil die IG Metall zu sehr auf die Sicherung von Besitzständen bedacht war.
Mit einer
- Reduzierung der Ausbildungsvergütung,
- der Aussetzung der Übernahmeverpflichtung und
- einem ehrlichen Bekenntnis zu verbesserten Einstiegschancen weniger qualifizierter junger Menschen
- durch eine zweijährige Berufsausbildung
hätten wir sicherlich zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen können - und wir könnten dies immer noch. Vielleicht nehmen wir uns dieses Thema noch einmal ernsthaft vor. [...]“
Ottmar Zwiebelhofer,Präsident des baden-württembergischen Metallarbeitgeberverbands Südwestmetall auf einer Mitgliederversammlung 13.7.2005 in Fellbach


„Eine Ausbildungsvergütung von bis zu 800 Euro ist für viele Betriebe einfach zu hoch. Mein Vorschlag ist, eine bundesweite Basisvergütung von 270 Euro einzuführen. Das könnte vor allem kleine Betriebe für Ausbildung erschließen.“


Ludwig Georg Braun, Präsident DIHT (Deutscher Industrie und Handelstag)




Bild anklicken für die Fotoserie zum Jugendaktionstag in Böblingen


Die Fotoreportage wurde auch bei Arbeiterfotografie.de veröffentlicht. Dort liegen auch die Verwertungsrechte.



Davon ließen sich die Auszubildenden nicht einschüchtern. Einige Hundert Azubis von Daimler- Chrysler Sindelfingen zogen beispielsweise in einem Demonstrationszug um 12.00 Uhr von Sindelfingen (DaimlerChrysler Tor 1) nach Böblingen, wo sie gemeinsam mit KollegInnen anderer Betriebe aus ganz Baden - Württemberg an der Kundgebung teilnahmen.

Die Azubis müssen oft genug mit ihren Ausbildungsvergütungen ihren Lebensunterhalt bestreiten. Deshalb sind die Forderungen völlig gerechtfertigt.

Jetzt schlägt's 13!!

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Am Mittwoch, den 5. April 2006 führte die IG Metall Esslingen gemeinsam mit ver.di eine Demonstration und Kundgebung durch, um den Forderungen nach 5% mehr Lohn und Gehalt Nachdruck zu verleihen.

Ab 12.00 Uhr ging es bei strömendem Regen los von DaimlerChrysler, Werk Mettingen, Tor 1 und um 12.30 Uhr ab Index, Plochinger Straße. Beide Züge trafen sich auf dem Rathausplatz in Esslingen.

Unterstrichen wurde auf vielen von den Kollegen selbstgemachten Transparenten auch ebenfalls die Forderung nach dem Erhalt der Akkordpausen, die Bestandteil des Lohnrahmentarifvertrages II im Tarifbezirk sind, ebenso, wie der Ruf nach Streik, nach der 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich, und dem Erhalt der Arbeitsplätze bei dem Esslinger Bildröhrenwerk von Panasonic.

Um 13.00 Uhr begann die Kundgebung. Trotz des sehr schlechten Wetters fanden über 2500 Kollegen aus 25 Betrieben und von den streikenden ver.di Kollegen auf den Rathausplatz.

Hauptredner war Jürgen Peters, 1. Vorsitzender der IG Metall. Daneben sprachen sich unter dem Motto "Gemeinsam kämpfen! Gemeinsam sind wir stärker!" auch Martin Gross (ver.di) und Sieghard Bender (IG Metall Esslingen) für die Forderungen der Gewerkschaften aus.

Man sei nicht länger bereit, sich von den Unternehmern hinhalten zu lassen, erklärte Peters (...) an der sich trotz strömenden Regens laut IG Metall rund 2 500 Beschäftigte beteiligten - darunter nicht nur Metaller, sondern auch Streikende aus dem öffentlichen Dienst. Die IG Metall wolle keinen Arbeitskampf, »aber irgendwann reißt der Geduldsfaden«, betonte der Gewerkschaftschef. »Wenn wir bis Ostern kein Land sehen, dann werden wir die Segel setzen.« Erneut rechtfertigte Peters die Forderung nach fünf Prozent mehr Einkommen. »Man will uns weismachen, eine Kostensteigerung von unter einem Prozent sei nicht verkraftbar.«


Quelle: Junge Welt

(...) Insgesamt traten 13 000 Beschäftigte aus 26 Esslinger Betrieben in den Ausstand. Allein 8 500 Mitarbeiter aus drei Schichten legten im Mettinger DaimlerChrysler Werk die Arbeit kurzzeitig nieder. (...)


Quelle: IGM Pressemitteilung

(...)Peters kündigte zugleich harten Widerstand gegen die Streichung der so genannten Steinkühlerpause in Baden-Württemberg an. Er warne die Arbeitgeber davor, den Streit um die Erholzeiten für Fließband- und Akkordarbeit lediglich als regionales Problem anzusehen. In allen anderen Bezirken gebe es ähnliche Regelungen. Die Arbeitgeber müssten daher mit dem Widerstand der gesamten IG Metall bei der Auseinandersetzung rechnen.

Den Arbeitgebern warf Peters vor, mit der Kündigung des Lohnrahmen-Tarifvertrags II, einen "Frontalangriff auf die tarifpolitischen Errungenschaften und die Humanisierungserfolge der Vergangenheit" zu starten. Es habe sich ein Denken breit gemacht, das alle sozialen Errungenschaften in Frage stelle, kritisierte Peters. "Alles was heute noch zählt sind die Renditen der Aktionäre", sagte der IG Metall-Chef und rügte die "neue Kaltschnäuzigkeit" der Arbeitgeber. Peters kritisierte ferner die einseitige Ausrichtung der deutschen Wirtschaft auf den Export. Der Aufschwung brauche die Binnenkonjunktur als zweiten Motor. Es habe sich gezeigt, dass sinkende Reallöhne nicht zu mehr Beschäftigung geführt hätten. "Mehr Geld für die Menschen ist das Gebot der Stunde", sagte der Gewerkschaftsführer unter dem Beifall der 1500 Demonstranten. Laut Peters bedeutet die von der IG Metall geforderte Lohnerhöhung von fünf Prozent eine Kostenbelastung der Unternehmen von 0,88 Prozent. "Noch nie haben die Arbeitgeber gemessen am Umsatz so wenig für Löhne ausgegeben", versicherte er und erteilte längeren Arbeitszeiten eine Absage. Die IG Metall wolle einen Tarifvertrag für mehr Innovation und Qualifikation: "Wir wollen nicht länger, sondern qualifizierter und besser arbeiten".

Quelle: Esslinger Zeitung

Festo: Wieder Warnstreik für Akkordpause

Zitiert aus dem Bericht der IG Metall Esslingen zum Warnstreik bei Festo
"Am gestrigen Freitag (17.3.) haben die knapp 100 Beschäftigten der Spätschicht bei Festo erneut fast komplett die Arbeit niedergelegt und 3,5 Stunden früher Feierabend gemacht.

Bilderserie
Nachdem bereits in der Woche zuvor die Spätschicht bis auf drei Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall gefolgt war, war die Beteiligung auch gestern wieder sehr hoch. Bis auf eine Handvoll Beschäftigte, insbesondere von Leiharbeitsfirmen, waren die Hallen leer.

Bei einer kurzen Kundgebung vor dem Werkstor machten die Warnstreikenden ihren Unmut über die von Festo seit Anfang Januar bereits praktizierte Streichung der "Steinkühler-Pause" deutlich. Festo spielt hier den Vorreiter für den Arbeitgeberverband SÜDWESTMETALL.

Besonderen Unmut hatte der Auftritt des Festo-Vorstandsprechers,
Dr. Veit auf der Betriebsversammlung zu Beginn der Woche hervorgerufen. Er hatte den Beschäftigten vorgeworfen, sie seien von der IG Metall fremdgesteuert. Betriebsratsmitglied Hubert Bauer: "Festo macht den Rambo für SÜDWESTMETALL, und wenn sich die Betroffenen wehren, dann versucht man, sie als fremdgesteuert zu diffamieren."

Unter großem Beifall der Kundgebung wurde der gestrige Warnstreik deshalb zum "Dr. Veit-Gedächtnis-Warnstreik" erklärt."

Ver.di: Solidarische Mittagspause in Esslingen 15.3.2006

Knapp 200 Kolleginnen und Kollegen der städtischen Betriebe und Klinken in Esslingen folgten heute dem ver.di Aufruf und nahmen im Rahmen des Streiktages an einer Kundgebung auf dem Rathausplatz teil. Die Redner betonten, sich auch in der Schlichtung nicht auf faule Kompromisse einlassen zu wollen und erklärten: "entweder ist Montag eine Tag zum Feiern oder wir kämpfen weiter!"

Solidarisch zeigte sich Sieghardt Bender, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Esslingen, der in seinem Redebeitrag die Angriffe auf die Metallbeschäftigten betonte und deren Kampf dagegen und eine Kundgebung mit Jürgen Peters, dem IGM Vorsitzenden am 5. April ankündigte.

Adalbert Kuhn, vom katholischen Bildungswerk sprach den Streikenden seine Solidarität und Unterstützung aus.

Eine Abordnung der IG Metall Vertrauensleute von Festo zeigte sich mit ihrem eigens mitgebrachten Transparen solidarisch.



Weitere Fotos von der Aktion und der Demonstration der KollegInnen aus den Klinken.

Dokumentiert: Der ver.di Aufruf:

"Tarifbereich Kommunen (KAV)

Stopp, es reicht!
Gegen weitere Arbeitsplatzvernichtung!


Ver.di Fils-Neckar-Alb ruft alle Beschäftigten und Auszubildenden der
kommunalen Betriebe und Dienststellen zum
Streik am Mittwoch, 15. März 2006 von 11.00 bis 13.30 Uhr auf.

Die Arbeitgeber reden von 18 Minuten,
wir reden von Arbeitsplatzvernichtung.
Die Arbeitgeber reden von leeren Kassen,
wir reden von der Zukunft unserer Kinder.

Kommt alle zur Kundgebung am Mittwoch ab 11.30 Uhr auf dem Rathausplatz in
Esslingen.

Wir streiken weiter für die 38,5 Stundenwoche und den Erhalt unserer
Arbeitsplätze, damit die Jugend eine Zukunft hat!
Besser Müllsäcke stehen auf der Straße als noch mehr Arbeitslose.


V.i.S.d.P.: ver.di Fils-Neckar-Alb, Fachbereich Gemeinden, Harry Pokk,
Siemensstr. 3, 72766 Reutlingen, Tel. 07121 94797-60"

Gemeinsam mit den verdi Kollegen bei der MVA Münster

Bisher wurde die Anlieferung von Stuttgarter Müll durch private Entsorgungsbetriebe bei der Müllverbrennungsanlage erfolgreich verhindert.

Damit dies auch weiterhin so bleibt riefen soziale Gruppen und das Zukunftsforum Stuttgart zu Info- und Solidaritätsveranstaltungen vor der Müllverbrennungsanlage auf. Vor allem in den nächsten Werktagen ab 7.00 Uhr vor der Müllverbrennungsanlage ist die Unterstützung für die Streikenden wichtig.

Am heutigen Samstag sollen 120 Fahrzeuge von privaten Unternehmen zum Einsatz kommen.

Das ist ihnen am Vormittag nicht gelungen.

In dieser Zeit waren wir waren von 07:00 bis 09:30 da, hier ein paar visuelle Eindrücke

Die Stimmung der Kollegen war sehr gut! Nach dem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" sind Blockaden verboten gewesen, allerdings betraf das keine Demonstration. Vor der sehr engen Einfahrt standen denn auch so viele Demonstranten herum, daß die "privaten" Entsorgungsunternehmen leider nicht durchkamen und unverichteter Dinge abziehen mussten. ;-)

Ein Vertrauensmann von Stihl hat die Solidarität der Metaller mit den verdi Kollegen hergehoben und unsere aktuelle Auseinandersetzung um den LRTV angesprochen.

Bernd Riexinger, Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Stuttgart, hat zum aktuellen Verhandlungsstand gesprochen und auf die verschiedenen Aktionen, u.a. beim Staatstheater, wo die "Faust 21" Aufführung kurzzeitig unterbrochen wurde (siehe Info) hingewiesen. Dienstag sollen nochmals Sondierungsgespräche stattfinden. Bis Mittwoch wird auf jeden Fall weiter gestreikt, dann tagt auch die Tarifkommission und wird das weitere Vorgehen beraten. Der Kollege Riexinger rief die Kollegen dazu auf, den Streik auch weiterhin aktiv zu führen und z.B. auch zu Informationsaktionen in die Stadteile zu gehen. Wichtig ist der Hinweis auf die Hetze gegen den Streik in den Medien, der in der teilweise zumindest gehässigen Art der Berichterstattung deutlich wird.

So wurden beispielsweise in Krankenhäusern OP Termine auf Streiktage gelegt, sobald diese bekannt wurden, nur um hinterher medienwirksam behaupten zu können, der Streik von verdi richtet sich gegen "uns".

Streik ist für diese Medien nie populär, aber die einzige Möglichkeit der Kollegen von verdi, ihre Interessen zu verteidigen!

Die Kollegen haben auch flexibel auf die Versuche reagiert, daß der Müll bei "Schrott Karle" am Nordbahnhof gelagert wird und mit 50 Mann einen Autokorso gebildet und dort spontan demonstriert.

Leider hatten wir nicht den ganzen Tag Zeit, es kamen aber ständig neue KollegInnen hinzu, so daß hoffentlich auch der kritische Nachmittag, wenn die privaten Entsorger vielleicht wieder vorbei schauen, im Sinne der verdi KollegInnen verläuft.

Weitere Informationen:
verdi Hauptseite
Presseseite von Verdi
Verdi in Baden-Württemberg
Labournet Seite zum Streik
Fotabzüge über die arbeiterfotografie.de

Aufruf zu Info- und Solidaritätsveranstaltungen vor der Müllverbrennungsanlage in Stuttgart-Bad Cannstatt

Von den KollegInnen des Metallertreffs des Stuttgarter Zukunftsforums

Aufruf zu Info- und Solidaritätsveranstaltungen vor der Müllverbrennungsanlage in Stuttgart-Bad Cannstatt


Bisher wurde die Anlieferung von Stuttgarter Müll durch private
Entsorgungsbetriebe bei der Müllverbrennungsanlage erfolgreich verhindert.
Dies soll auch so bleiben.
Deshalb gehen die Info- und Solidaritätsveranstaltungen vor der
Müllverbrennungsanlage weiter. Soziale Gruppen und das Zukunftsforum rufen
dazu auf, sich die nächsten Werktage ab 7.00 Uhr vor der
Müllverbrennungsanlage zu versam meln. Samstag ist der wichtigste Tag. In
Stuttgart sollen 120 Fahrzeuge von privaten Unternehmen zum Einsatz kommen.
Hilft mit, dem Streik im Öffentlichen Dienst den Rücken zu stärken. Nehmt
an den Solidaritäts- und Infoveranstaltungen teil.
Verbreitet diesen Aufruf über eure Verteiler weiter.
Sprecht mit KollegInnen über die Wichtigkeit dieser Aktion.

Die Müllverbrennungsanlage in Stuttgart ist in der Neckartalstr., direkt an
der Haltestelle Münster Viadukt der Straßenbahn Linie 14.

IGM: Regionaler Aktionstag bei Festo

Regionaler Aktionstag bei Festo in Esslingen gegen die Streichung der Akkordpausen. Über 900 Kollegen von Porsche, Bosch, Eberspächer und von Verdi kamen zu dieser Kundgebung, die von den Festo Kollegen auch als Warnstreik durchgeführt wurde.


Mit 2 verschiedenen Zügen hunderter KollegInnen unter anderem durch Produktion, Montage und das "Technologie Center" wurde auf die Aktion aufmerksam gemacht. Bei Festo wurde von der Geschäftsleitung der Lohnrahmentarifvertrag II ohne Nachwirkung zum 31.12.2005 gekündigt. Die Festo KollegInnen befürchten neben der allgemeinen Verschärfung des Arbeitsdrucks auch den Verlust von Arbeitsplätzen.
Bei der Kundgebung sprachen sich unter anderem
- Uwe Hück (BR Vorsitzender Porsche)
- Sieghard Bender (1. Bevollmächtigter IG Metall Esslingen)
- Hubert Bauer (Betriebsrat bei Festo)
- Hans-Jürgen Drung (Betriebsratsvorsitzender bei Festo)
für die Fortführung der Bestimmungen des LRTV II aus. (Siehe genaueren Bericht auf der Seite der IGM Esslingen) Dafür erhielten sie von den anwesenden KollegInnen viel Beifall. Viele selbergemachte Transparente prägten die Kundgebung.

Fotostrecke

Bericht auf der Seite der IGM Esslingen

Bericht der Esslinger Zeitung

IndyMedia Bericht
Report auf arbeiterfotografie.de