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"The pellet with the poison’s in the flagon with the dragon, the vessel with the pestle has the brew that is true." Hubert Hawkins in The Court Jester

Zuhause richtig Pizza backen

Es gibt eigentlich nur einen Weg, so etwas zu vermeiden: Meinen. Auch wenn es sich hier um schwäbische Pizza handelt. Ist eigentlich auch nicht stressiger als die Bestellung beim Pizzaservice oder das Auffwärmen dubioser Fertigpizzen mit noch dubioseren Inhaltsstoffen. Man nehme, um 3 ordentliche Pizzen herzustellen:

für den Teig:

500g Mehl, Vorschlag: Je zur Hälfte 405er und 550er Mehl, so wird's in Haushaltsherden etwas knuspriger. Also:

1/2 Würfel Hefe
1 Tl. Honig
1 Tl Salz
ca. 350 ml lauwarmes Wasser

für den Belag:
Was der Kühlschrank hergibt. In meinem Beispiel (1 vegetarische Pizza, eine ohne Käse, eine "tutto completti")

Die Pflicht:
1-2 mittlere Paprika
1 Zwiebel
4-5 Zehen Knoblauch (Morgen ist Montag, da will ich niemanden sehen)
ein paar Scheiben Salami und Schinken (kein Imitat)
mehrere Tomaten
Tomatenmark
Olivenöl
Gewürze: Basilikum (habe ich vergessen), Rosmarin, Thymian, Salz, "Scharf" / Paprika
Käse zum Bestreuen. (Emmentaler, Mozzarella usw.)

Die Kür:
Scharfes Paprikamark
Mais, Pilze, Oliven, Sardellen usw.

Nun zum Vorbereiten des Teigs:

Hefe in der Hälfte des lauwarmen Wassers auflösen. Honig dazugeben (bläht den Teig ordentlich auf). Die Wasser/Hefe Mischung zum Mehl geben, ein wenig unterrühren, 5 Minuten stehen lassen, bis sich kleine Bläschen gebildet haben. Dann den Rest Wasser hinzugeben, Teig kneten, kurz vor Ende des Knetvorgangs Salz reinkippen. Wenn sich der Teig vom Schüsselrand löst und nicht mehr dran kleben bleibt, ist der Teig fertig. Deckel drauf, ab an einen warmen Ort, wo sich der Teig vom Volumen her verdoppeln soll.

Zum Vorbereiten des Belages:

Gemüse putzen, in möglichst dünne Streifen schneiden. Knoblauch hackt man. Gepresst kommt er mit zuviel Luft in Berührung und verliert sein Aroma. Und dann haben die KollegInnen / KundInnen / Buletten nix mehr zum motzen.

Ich mache aus der Hälfte des Gemüses einen Sugo, um damit den Pizzaboden einzulassen: Zuerst Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln als erstes rein, dann den Paprika, die Gewürze und am Schluss die Tomaten sowie die Kür. Tomaten- und Paprikamark hinzugeben, ca. 10 Minuten reduzieren lassen, bis eine pastose Konsistenz erreicht ist. Zur Seite stellen, abkühlen lassen.

Ofen vorheizen. So heiß wie möglich. Also mindestens 250 Grad (Umluft / Ober- & Unterhitze)

Inzwischen ist bestimmt der Teig fertig. An einem so sonnigen Tag wie heute und auf der Fensterbank war das nach ca. 45 Minuten der Fall. Den Teig herausnehmen, auf ein bemehltes Brett geben, in 300 Gramm schwere Stücke aufteilen und Kugeln draus machen. Anschließend mit einer Teigrolle in die 2. Dimenson bringen. Die Pizzableche vorbereiten. (Ich nehme die guten Blaubleche, die ich leicht einöle). In ein Viertel falten, ins Blech legen, ausklappen.

Nun das Sugo mit einem Löffel auf den Pizzaböden verteilen, danach belegen: Zuerst die Salami- und Schinkenscheiben, die zuvor größenmäßig zurecht gestutzt wurden. Dann den Paprika, die Tomatenscheiben, Oliven und was sonst noch so rumliegt. Nochmals würzen!

Am Schluss den Käse drauf und ab in den Ofen für ca. 15 - 18 Minuten.

Sobald die Zeit abgelaufen ist d.h. die Teigränder leicht gebräunt sind und sich die Pizza locker abheben lässt: Bleche raus, Pizza auf den Teller und zuschneiden. Ein paar Gläser Rotwein dazustellen (dem man auch während der Zubereitung verstärkt zusprechen sollte) und vereint drüber herfallen.

Mahlzeit.

Anm.: Man sollte eine Mafiatorte nicht als Schwarzwälder Kirsch Torte verwenden. Vor allem nicht, wenn sie noch heiß ist.