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"Eigentum ist Diebstahl!" Pierre-Joseph Proudhon

Mit dem eee900 und ubuntu via UMTS ins Internet

Was macht ein Internetjunkie wie ich eigentlich im Urlaub? Hotspot suchen und mit dem Notebook ranklemmen? Wenn es keine gibt wie auf Helgoland, bleibt einem nichts anderes übrig, als den Tag in der Post oder im Cafe Krebs zu verbringen, wo die beiden einzigen dortigen öffentlichen Internetpcs stehen. Und wo die ganzen anderen Internetjunkies davorsitzen und mich warten lassen.

Mit Hotspots war unser letzter Urlaubsort besser versorgt, aber was tun, wenn mal keiner in der Nähe ist oder andere Gründe gegen eine Verwendung sprechen?

Handy / UMTS scheidet aus verschiedenen Gründen ebenfalls aus, aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten, sich über die Mobilnetze ins Netz zu hängen. Nach ein wenig Herumgepfriemel ist es kein Problem, sich mit einem eee900 Netbook, Eeebuntu Hardy (8.04) 0 1 oder dem von mir verwendeten eeebuntu Standard 1.0 für Asus E³ (beides nichts für Weicheier) und einem Huawei 160 UMTS Modem auch in der Wildnis mit dem Internet zu verbinden. Die Transferraten sind dabei recht akzeptabel:

Transferraten von fonic:
Download Speed: 2040 kbps (255 KB/sec transfer rate)
Upload Speed: 283 kbps (35.4 KB/sec transfer rate)
Latency: 168 ms

Im Vergleich, meine aktuellen Geschwindigkeitsraten:
Download Speed: 12474 kbps (1559.3 KB/sec transfer rate)
Upload Speed: 777 kbps (97.1 KB/sec transfer rate)
Latency: 37 ms

Nichts gegen Internetcafes, aber da macht man sich sowieso nur verdächtig, außerdem ist es recht praktisch, mit dem eigenen Rechner online zu gehen, statt auf lahme, virenverseuchte Kisten zu gehen und ständig zu hoffen, daß keiner der Betreiber mitliest.

Abgesehen vom Anschaffungspreis, der für die USB UMTS Modems einem leicht die Haare zu Berge stehen läßt (sofern man noch welche hat) kommen inzwischen auch die Mobilfunkanbieter in Preisregionen, die interessant sind. Momentan teste ich fonic, die einen CallYa / prepaid ähnlichen Zugang für zweifuffzich pro Tag von 00:00 bis 24:00 Uhr anbieten.

Nicht wenig, verglichen mit den Telekomikern oder Vodafone, die gerne das Doppelte nehmen trotzdem für Gelegenheitssurfer eventuell interessant. Zumal der UMTS Stick nicht gebrandet ist und bei zukünftigen günstigeren Alternativen weiter Verwendung finden kann.

Wie funktioniert das nun unter eeebuntu oder anderen ubuntu Derivaten?

Bei mir waren folgende Schritte nötig:
1. Modem in einen USB Port stecken

2. usb_modeswitch besorgen, entpacken und am besten nach /usr/local/bin/usb_modeswitch kopieren. Mit sudo usb_modeswitch in einem Terminalfenster wird der UMTS Stick in den Modemmodus geschaltet.



Die Ausgabe des Befehls informiert zugleich darüber, ob das UMTS Modem erkannt wurde oder nicht. Falls nicht, fehlen die Kernelmodule. Kein Problem, das lässt sich nachladen: sudo modprobe usbserial vendor=0x12d1 product=0x100 und mit sudo usb_modeswitch überprüfen.

3. umtsmon besorgen und entpacken:

tar xzf umtsmon-0.x.xxxx.tar.gz

hinkopieren, wo es hingehört:

sudo cp umtsmon-0.x/umtsmon /usr/local/bin/

Mit chmod startklar machen:

sudo chmod 755 /usr/local/bin/umtsmon

In dem Terminalfenster dann umtsmon starten: sudo umtsmon

4. Wenn es klappt, erscheint die Aufforderung, die PIN einzugeben.



Den Connect Button anklicken, lossurfen.

Bei fonic braucht kein Username / Passwort / apn angegeben werden. Eine Stolperfalle war für mich die aktuelle Version von umtsmon, die hier nicht lief, sondern mit einer Fehlermeldung abbrach, die ich hier beschrieben habe. Zum Thema umtsmon gibt es hier ein interessantes Topic. Ich habe hier diese Version verwendet.

Was tun, wenn es nicht klappt und die folgende Meldung sich auch nicht fixen lässt:



Ich habe das UMTS Modem mal ausgesteckt und wieder eingesteckt. Dann ging es. Meistens liegt ein Problem mit den Rechten vor. Wie im richtigen leben ;-)

Ein paar Referenzen sind nötig:
Im Ubuntuforum wird beschrieben, wie das mit Vodafone funktioniert. Im RKBlog wird beschrieben, wie das mit einer Option UMTS-Karte geht, hilfreich war auch Anleitung bei Georg Frankenberger.

Übrigens: Wer auf dem eee noch mit Xandros unterwegs ist, findet in namic's Weblog eine Lösung.

Wem das alles zu holprig ist, der soll doch diese Lösung hier verwenden. Das beste kommt eben immer zum Schluß ;-)

So, und nun probiere ich, ob ich das auch mit Windows hinbekomme. Der Tag ist ja noch jung.

Test von "Gutsy Gibbon" - (K)ubuntu 7.10

Pünktlich wie ein Uhrwerk veröffentlicht Canonical, mehr oder weniger unterstützt von der Gemeinschaft rund um Ubuntu, zweimal im Jahr eine neue Version der Linux-Distribution Ubuntu. Auch Ubuntu 7.10 »Gutsy Gibbon« erschien planmäßig nach einem halben Jahr Entwicklungszeit. Pro-Linux wollte wissen, was die Neuerungen in der Praxis bringen. Dieser Artikel beschreibt, wie sich das neue Ubuntu auf dem Desktop anfühlt.

"GPG error" bei Debian Aktualisierung

Kommt immer mal wieder vor: Bei einem Upgrade des Systems meldet Debian / (K)Ubuntu, einen "GPG Error":

Paketlisten werden gelesen... Fertig W: GPG error: http://non-us.debian.org stable/non-US Release: Die folgenden Signaturen konnten nicht überprüft werden, weil ihr öffentlicher Schlüssel nicht verfügbar ist: NO_PUBKEY F1D53D8C4F368D5D

Was tun? Ein Eintrag in /etc/apt/apt.conf:

(...)

APT::Get::AllowUnauthenticated "true";

würde Herrn Schäuble's Bundestrojaner Tür und Tor öffnen, daher läßt man solche Sachen lieber bleiben und aktualisiert einfach den GPG Schlüsselbund um die fehlenden Schlüssel und lädt diese in die apt Datenbank:

xbox:~# gpg --recv-keys F1D53D8C4F368D5D

gpg: requesting key 4F368D5D from hkp server subkeys.pgp.net

gpg: key 4F368D5D: public key "Debian Archive Automatic Signing Key (2005) " imported

gpg: no ultimately trusted keys found

gpg: Total number processed: 1

gpg: imported: 1

xbox:~# gpg --export F1D53D8C4F368D5D |apt-key add -

OK

Ubuntu Umfrage

Hier hatte ich etwas zum Umstieg bzw. einer Möglichkeit, ein "Dapper Drake" System über "Edgy Eft" auf "Feisty Fawn" zu aktualisieren. Via Daniels Seite "Das rote Blog" bin ich auf eine Umfrage in Yoda's Blog zum Thema gestoßen. Ich bin der “1384. gütige Mensch, der diese Umfrage ausgefüllt hat”. ;-)

Von "Dapper Drake" über "Edgy Eft" nach "Feisty Fawn"

Nachdem das Versionsupdate von Kubuntu auch schon ein paar Tage alt ist, habe ich mal mein "Dapper Drake" System über "Edgy Eft" auf "Feisty Fawn" aktualisiert. Ich bin nach der Anleitung im Weblog von Martin “mneisen” Eisenhardt vorgegangen - Probleme sind nicht aufgetreten:

Kubuntu: Upgrade von Dapper Drake auf Edgy Eft
Kubuntu: Upgrade von Edgy Eft nach Feisty Fawn - Visual Guide

Nach "Feisty Fawn" kommt übrigens “Gutsy Gibbon”

Wer bis hierher nur Bahnhof verstanden hat kann in diesem Wikipedia Artikel einiges über die Hintergründe des “eleganten Erpels” oder des “nervösen Molchs” erfahren.

Xandros Desktop Professional Deutsche Version 4.0 erschienen

Soeben ist die deutsche Version von Xandros Desktop Professional in der Version 4.0 erschienen. Es handelt sich dabei um ein komplettes Linux Desktop Betriebssystem und Programmpaket auf der Basis der stabilen Debian (Sarge) Distribution, die vor allem für Unternehmen und User bestimmt ist, die auf einfache Installation, Sicherheit, "professionelle" Supportunterstützung und große Stabilität Wert legen.

Die Version 4.0 wartet mit allen relevanten Programmen sowie Erweiterungen, die speziell für diese Distribution entwickelt wurde auf. Beinhaltet ist der stabile Kernel 2.6.18, X Window System 7.1, KDE 3.4.2, sowie eine Lizenz von CrossOver Office Standard 5.0.3. zur Integration von Windows Programmen in die Linux Oberfläche usw.

Wer einen Blick auf eine 30 Tage lauffähige Testversion werfen möchte, kann diese herunterladen. Kostenfreie, zudem in Teilen aktuellere Alternativen zu Xandros sind zum Beispiel Kubuntu 7.04 (Feisty Fawn).

Ein paar Tipps zu Xandros