trueten.de

"Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat." Bruce Lee

Herr, lass Hirn herunter!

Mich wundert es inzwischen nicht, dass manche Leute auf die “seriösen Angebote” von Web-Neppern, die eine Berechnung der eigenen Lebenserwartung, Führerscheintests usw. anbieten, hereinfallen. Ich hatte hier mehrfach kritisch über unsere Erfahrungen mit "lebensprognose.de" berichtet, gegen die wir auch Strafanzeige gestellt haben. Inzwischen gibt es auch einen Trojaner der vorgibt, im Namen dieser Leute eine Rechnung über 59 Euro zu enthalten. Darüber hatten wir hier berichtet. Eigentlich sollte damit klar sein, dass wir nichts mit den Machenschaften dieser Nepper zu tun haben, im Gegenteil.

Heute morgen habe ich mich beinahe bei meinem Morgenkaffee verschluckt, als ich folgende an mich gerichtete Mail von jemandem las, der offenbar jegliche Orientierung verloren hat:

(...) Erst wuerde ich gerne wissen, was geben Sie mir? Warum habe ich Sie gerade bei einer serioesen Zeitschrift (PCWelt) als Betrueger gefunden. Die Anzeige wurde vor Jahren aufgeben. Wann erhalte ich erst:
- die Kuendigung Ihrerseits
- und die bisher erpressten Zahlung.
- Sonst werde ich Sie anzeigen, die Presse habe ich auf meiner Seite.

Ausserdem werde ich veroeffentlichen lassen, das Sie nach Bezahlung nicht mehr zu erreichen sind, und das Sie Leute durch Inkasso versuchen zu erpressen. Wenn ich nicht der PCWELT einen Tipp geben soll, ueberweisen Sie innerhalb von 8 Tagen den erpressten Betrag von 59,00 Eur an mein Konto. 8 Tage, dann PCWELT und mein Anwalt.

Mein Konto:
BLz: XXXXXXXXX
KTONr: XXXXXXX
Bank: Postbank

Da Sie seit Jahren bekannt sind, und vor Ihnen bereits gewarnt wurde, wird diese Sache Ihnen Probleme bereiten, wenn ich Ihren Betrug an mich an die PCWELTn schicke. Sie haben die Wahl, mir mein Geld fuer nicht gebrachte Leistung, oder die PCWELT.


Da bin ich ja mal gespannt. Ich empfehle Ihnen aber jetzt schon dringend, die Hände vom Internet zu lassen!

Es ist schon erschütternd, was für verstrahlte Leute im Internet so alles unterwegs sind...

Übrigens: In der aktuellen c't 10/2007 ist unter dem Titel "Web-Nepper im Visier" ab Seite 148 ein ausführlicher Bericht zum Thema zu lesen.

Vermeintliche Anwaltspost enthält Trojaner

Die Zahlungsaufforderungen von lebensprognose.com, die hier gestern auch kommentiert wurden unter dem Namen des bekannten Anwalts Olaf Tank, der das Inkasso für die Gebrüder Schmidtlein betreibt, enthalten möglicherweise einen gefährlichen Anhang. Siehe auch die Warnung bei heise.de

Wer den Anhang bereits geöffnet hat, sollte seinen Rechner gründlich - am besten von einer entsprechenden Sicherheitssoftware - auf etwaige Trojaner scannen.

lawblog Bericht zur Schlappe eines Anbieters von Lebenserwartungs"analysen"

Das lawblog von RA Uwe Vetter verweist in seinem Bericht über die gerichtliche Schlappe eines Anbieters von Lebenserwartungs"analysen" auf die Pressemitteilung des Amtsgerichtes München vom 16.1.07 zu AZ 161 C 23695/06 hin. Es gab hierzu immerhin 1200 Klagen in der Sache gegen die Urheber.

Die Pressemitteilung ist auch hier als *.pdf herunterzuladen.

Da täglich neue Varianten verschiedener "Geschäftsideen" auftauchen, bleibt die Frage, wann die juristischen Schlupflöcher, die eine Abzocke ermöglichen, geschlossen werden.

Beim Bundestrojaner werden schließlich auch keine Mittel gescheut.


Neues in Sachen lebensprognose.com

Heute habe ich in der Angelegenheit “lebensprognose.com” Strafanzeige gestellt. Siehe auch mein Kommentar im Blog von Thomas Matterne und unsere anderen Berichte

Übrigens: In der c't 10/2007 ist unter dem Titel "Web-Nepper im Visier" ab Seite 148 ein ausführlicher Bericht zum Thema zu lesen. Mehr gibt es eigentlich zu dem Thema nicht mehr zu sagen.

Lebensprognose.com: Widerruf abgeschickt

Gestern habe ich bei der Polizei Esslingen wegen einer Anzeige meine Aufwartung gemacht. Die Empfehlung war - da noch kein Betrug vorliegen würde - vor einer Anzeige formellen Widerspruch per e-mail einzulegen. Bei ablehnender Reaktion auf diese e-mail sehen wir weiter. Also gut. Ich habe zwar auch andere Empfehlungen gelesen, aber warum nicht.

Ich habe also soeben einen formellen Widerspruch an Lebensprognose.com geschickt:

Bildschirmfoto des Widerrufes


Die Antwort, die nur wenige Minuten nach dem Versand zurück kam:


Das war nach den bisher gemachten Erfahrungen nicht anders zu erwarten. Auch bei anderen wie zum Beispiel "Berti" wurde meiner Tochter eine Betrugsabsicht unterstellt.

Die postwendende Antwort


"Berti" erhielt eine ähnlich lautende Antwort:

In diesem Fall hätte sich eine ggf. minderjährige Person eine Leistung erschlichen, die ihr nicht hätte bereitgestellt werden dürfen. Hier behalten wir uns die Erstattung einer Strafanzeige vor und werden dementsprechend alle anfallenden Kosten und Auslagen gegen Sie geltend machen.


Da muss ich morgen wieder ins PP...

Wenn man bedenkt, daß es laut verschiedenen Foren und Medienberichten in einer größeren Anzahl von Familien es bereits zu Problemen wegen dieser Masche gekommen ist, frage ich mich immer mehr, warum das überhaupt zulässig, bzw. wieso eine Abmahnung wegen Berichten darüber möglich ist. Während es den Autoren der obigen Antwort möglich ist, von den Betroffenen als Betrügern zu sprechen, ist dies umgekehrt nicht möglich. Ein Kommentar erübrigt sich eigentlich...

Die Urheber dieser und anderer Seiten in dieser Richtung sitzen übrigens hier

Betroffene aus der Schweiz können sich direkt beschweren und zwar bei dem:

Schweizer Bundesamt für Polizei / Eidgenössisches Jusitz- und Polizeidepartement in 3003 Bern, Tel: +41 031 323 11 23

Zu deren Webseite

Die nationale Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität (KOBIK) ist die zentrale Anlaufstelle für Personen, die verdächtige Internet-Inhalte melden möchten. Die Meldungen werden nach einer ersten Prüfung und Datensicherung den zuständigen Strafverfolgungsbehörden im In- und Ausland weitergeleitet. KOBIK wird auch aktiv im Netz nach deliktischen Inhalten Ausschau halten. Zudem ist die Koordinationsstelle für vertiefte Analysen im Bereich der Internet-Kriminalität besorgt.

Nur 59 €uro für Lebensprognose?

Folgenden Brief erhielt ein Familienmitglied gestern:



Ich frage mich allmählich, warum solche Seiten wie lebensprognose.de und andere überhaupt noch zulässig sind. Siehe Blogbeitrag bei Thomas Matterne.

Eine Anzeige gegen die Firma wird momentan vorbereitet, die Polizei ist inzwischen informiert. Ich bin dazu für gerade in der richtigen Stimmung.

Nachtrag 4.1.2007: Hier die weitere Entwicklung lesen.

Hinweise von verbraucherrechtliches.de zum Vorgehen bei ungewollten Internet-Abo-Verträgen.

Auch computerbetrug.de und andere Seiten warten mit einer Menge Tips und Hinweisen auf.

Immerhin spuckt google.de 581 Treffer zu dem Thema aus. Und ich freue mich über ein neues Thema, mit dem ich die Leser dieses Blogs in der neuen Rubrik "Hokuspokus" strapazieren kann....