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"Wo es immer ordentlich und diszipliniert zugeht, da gibt es nichts Geniales." Claude Chabrol

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BOLIVIEN
Evo Morales ist zu Besuch in Deutschland. Nach dem diplomatischen Teil seines Programms, zu dem auch eine Begegnung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gehörte, wurde der bolivianische Präsident am Mittwoch abend in der Technischen Universität (TU) Berlin von mehr als 2.000 Menschen begeistert mit »Evo, Evo«-Rufen gefeiert. Sein Vortrag dort wurde zu einer Geschichtsstunde der besonderen Art.

CHILE
Der chilenische Kongress hat ein Gesetz verabschiedet, das den chilenischen Staat dazu verpflichtet, den Opfern der Diktatur unter Augusto Pinochet (1973-1990) eine einmalige Entschädigungszahlung im Wert von umgerechnet 1.300 Euro zu leisten. Von dieser Geldsumme profitieren fast 30.000 ehemalige politische Gefangene und Folteropfer des Pinochet-Regimes.

KOLUMBIEN
Die zunehmenden Militärangriffe der vergangenen Tage gegen die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) könnten den Waffenstillstand, den die Guerilla im Juli einseitig erklärt hatte, unhaltbar machen. Dies teilte das Zentralkommando der Farc in einem Kommuniqué am Samstag mit.

KUBA
Mit einer Steigerung von 1,6 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Warenverkehr zwischen China und Kuba in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 57 Prozent deutlich erhöht. China festigt damit nach Venezuela den zweiten Platz als einer der wichtigsten Handelspartner der Karibikinsel, erklärte kürzlich Ma Keqiang, wirtschaftlicher Berater der chinesischen Botschaft in Havanna.

Anlässlich des 15. Jahrestages der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen Venezuela und Kuba hat Präsident Nicolás Maduro die Zusammenarbeit beider Länder gewürdigt. Neue Projekte bis zum Jahr 2030 seien in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Wissenschaft und Technologie in Planung.

MEXIKO
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Anklage gegen sechs Mitarbeiter des Rüstungskonzerns Heckler & Koch erhoben. Sie sollen gegen das Kriegswaffenkontroll- und Außenwirtschaftsgesetz verstoßen haben, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, zwischen 2006 und 2009 an 16 Lieferungen von Gewehren und Zubehörteilen nach Mexiko beteiligt gewesen zu sein.

Der Oberste Gerichtshof in Mexiko hat den Konsum und Anbau von Marihuana für den Eigengebrauch grundsätzlich erlaubt. Das Urteil gilt zunächst nur für die vier Kläger, dürfte aber als Präzedenzfall die künftige Rechtsprechung bestimmen.

VENEZUELA
In Venezuela hat der Nationale Wahlrat (CNE) eine Aufklärungskampagne begonnen, damit Bürgerinnen und Bürger sich im Vorfeld der Parlamentswahlen vom 6. Dezember mit den elektronischen Wahlmaschinen vertraut machen können.

Präsident Maduro ruft zur Bewahrung des Friedens auf. Oppositionsparteien wollen keinen Gewaltverzicht unterschreiben. Streit um Wahlbeobachter.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 06. November 2015

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LATEINAMERIKA
Die größten staatlichen Medienunternehmen der Brics-Gruppe haben eine verstärkte strategische Zusammenarbeit und die Schaffung eines gemeinsamen „Informationsraums“ beschlossen. Dem Bündnis gehören Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika an.

ARGENTINIEN
Der argentinische Senat hat einer Gesetzesinitiative für die souveräne Verhandlung von Auslandsschulden zugestimmt. Sie gründet auf den im September von der UN-Generalversammlung beschlossenen Grundprinzipien für internationales Insolvenzrecht.

ECUADOR
Ecuador hat zum 1. Oktober Hausfrauen und -männer in das staatliche Sozialversicherungssystem aufgenommen. Dank einem neuen Gesetz erhalten Menschen, deren Hauptbeschäftigung in Haushaltsarbeiten besteht, künftig mit Erreichen des Rentenalters eine Altersrente der staatlichen Sozialversicherung IESS.

KOLUMBIEN
Der Streit um die Seegrenze zwischen Kolumbien und Nicaragua wird erneut vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag verhandelt.

In der kolumbianischen Provinz Antioquia, etwa 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt des Landes, hat das regionale Bergbauunternehmen Damasa seine Goldmine geschlossen, weil angesichts der Drohungen von Paramilitärs die Sicherheit der Arbeiter nicht mehr gewährleistet werden kann. Etwa 1.600 Bergleute und ihre Familien haben damit ihre Arbeit und Einkünfte verloren. Damasa gehört zu dem kanadischen Bergbaumulti Gran Colombia Gold.

KUBA
Kubas Präsident Raúl Castro und sein vietnamesischer Amtskollege Truong Tan Sang haben sich in Havanna zu offiziellen Gesprächen getroffen. Im Fokus stand die Ausweitung des politischen Dialogs sowie der Entwicklung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern, wie die kubanische Tageszeitung Granma berichtete.

MEXIKO
Für diesen Montag hat die linke Lehrergewerkschaft CNTE zum Streik aufgerufen, um gegen die Umsetzung einer 2013 beschlossenen neoliberalen Bildungsreform zu protestieren. Zentraler Streitpunkt ist der Test, dem sich die Pädagogen im November unterziehen müssen. Die CNTE sieht dadurch bisher gültige arbeitsrechtliche Garantien ausgehebelt. Sie fürchtet Entlassungen von Lehrern, die den Test nicht bestehen.

PANAMA
Wegen der Vertreibung aus ihren angestammten Siedlungsgebieten hat die panamaische Regierung die Indigenen im Osten des Landes entschädigt.

PERU
Seit dem Beginn der Amtszeit von Perus Präsidenten Ollanta Humala am Ende Juli 2011 bis heute sind bei sozialen Konflikten in verschiedenen Landesteilen 50 Menschen getötet worden. Dazu zählen die letzten vier Opfer, die ihr Leben in Apurímac verloren haben, als sie gegen das Kupferabbauprojekt Las Bambas protestiert hatten.

VENEZUELA

Die Regierung Venezuelas hat anlässlich des „Kolumbus-Tages“ am 12. Oktober eine antikoloniale Statue eingeweiht. Präsident Nicolás Maduro eröffnete das Mahnmal, das den indigenen Widerstandskämpfer Guaicaipuro zeigt, am Montagabend in der Hauptstadt Caracas.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 16. Oktober 2015

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ARGENTINIEN
21 Jahre nach dem Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindehaus in Buenos Aires soll ein neuer Prozess für Aufklärung sorgen.

Ein ehemaliger Siemens-Manager hat sich am Mittwoch schuldig bekannt, in Argentinien Schmiergeld für Aufträge gezahlt zu haben. Dem vorangegangen war eine zehn Jahre lange Untersuchung, die bis in die Führungsspitze des deutschen Industriekonzerns reichte.

BRASILIEN
Am 1. Oktober tritt in Brasilien für rund acht Millionen Hausangestellte eine Verbesserung des Arbeitsrechts in Kraft, über die seit 2013 zwischen Regierung, Gewerkschaften und Parlament verhandelt wurde. Die Verfassungsänderung stellt Hausangestellte und ihre Gewerkschaften jedoch weiterhin nicht mit anderen Berufsgruppen gleich.

Menschenrechtskollektiv reicht in São Paulo Klage gegen VW wegen Verwicklung in Diktaturverbrechen ein. Konzern-Historiker nach Brasilien entsandt.

CHILE
In Chile bemühen sich feministische Gruppen sowie die Regierung um die Stärkung von Frauenrechten und die Anerkennung sexueller Vielfalt. Das dauert, zeitigt aber auch erste Erfolge.

KUBA
Der 3. Oktober ist ein Tag zum Feiern. Vor exakt 50 Jahren, am 3. Oktober 1965, wurde in Havanna die Kommunistische Partei Kubas gegründet. Damit war die Vereinigung der drei Organisationen abgeschlossen, die gemeinsam die von den USA gestützte Diktatur Fulgencio Batistas beendet hatten.

Kubas Präsident kritisiert vor den Vereinten Nationen gigantische Rüstungsausgaben und baut internationale Beziehungen seines Landes aus. Raúl Castro: »Die Welt wird immer auf die Stimme Kubas zählen können«

Die Präsidenten von Kuba und den USA, Raúl Castro und Barack Obama, sind am Dienstag am Rande der 70. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York zu einem direkten Treffen zusammengekommen.

MEXIKO
Tausende demonstrieren in Mexiko am Jahrestag des »Verschwindens« der 43 Studenten. Protest gegen neoliberale Reformen und Militarisierung. Mexikos Präsident weist Forderungen der Angehörigen nach eigenständiger Ermittlungseinheit zurück.

Auch ein Jahr nach dem »Verschwinden« von 43 Studenten setzen Eltern und Hochschüler ihren Kampf fort. Eine Reportage.

VENEZUELA
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat am Sonntag nach einem Treffen mit seinem guyanischen Amtskollegen David Granger am Rande der UN-Generalversammlung in New York bekannt gegeben, dass beide Länder wieder Botschafter entsenden.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 2. Oktober 2015

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BOLIVIEN
Referendum über erneute Amtszeit von Morales in Bolivien geplant. Wie der Senat am Dienstag mitteilte, soll am 21. Februar kommenden Jahres eine Volksabstimmung zu einer entsprechenden Verfassungsänderung stattfinden.

BRASILIEN
Gegen den deutschen Autokonzern Volkswagen ist in Brasilien eine Zivilklage wegen seines Verhaltens während der Militärdiktatur in dem südamerikanischen Land eingereicht worden. VW habe während der Diktatur in den Jahren 1964 bis 1985 die Folter und illegale Festnahme von Mitarbeitern hingenommen, begründete das Arbeiterforum für Wahrheit, Gerechtigkeit und Reparation am Dienstag seine Klage in São Paulo.

KOLUMBIEN
Papst Franziskus hat vor einem Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und Vertretern der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) in Havanna gewarnt.

In Havanna wurde in der Nacht zum Donnerstag Geschichte geschrieben. Zum ersten Mal reichten sich der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos und der oberste Befehlshaber der »Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens« (FARC), Timoleón Jiménez (Comandante Timochenko), die Hand und unterzeichneten ein Abkommen über die juristische Aufarbeitung des bewaffneten Konflikts, in dem sich beide Seiten seit mehr als einem halben Jahrhundert gegenüberstehen. »Der Frieden ist da«, jubelte die Delegation der FARC-Guerilla im Internetdienst Twitter, und auch Santos erklärte: »Heute gehen wir in dieselbe Richtung, zum Frieden.«

KUBA
Papst Franziskus will sich in Kuba und den USA für die weitere Normalisierung des Verhältnisses zwischen beiden Ländern einsetzen. Die Wiederaufnahme der Beziehungen bezeichnete das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonnabend bei seiner Ankunft in Havanna als »Zeichen für den Sieg einer Kultur des Dialogs«.

Die deutschsprachige Ausgabe der Granma begleitete den Papstbesuch mit einem Liveticker.

Trotz Annäherung der USA an Kuba: Die Propagandasender machen unbeirrt weiter. Die Kritik daran nimmt zu.

MEXIKO
Schon 2008 entdeckte das Bundesausfuhramt alarmierende Unregelmäßigkeiten beim Export der G36-Gewehre nach Mexiko. „Erhebliche Defizite“ wurden laut SWR-Recherchen dem Wirtschaftsministerium gemeldet. Doch das genehmigte bis 2010 weitere Ausfuhren.

PUERTO RICO
Die Regierung Puerto Ricos hat einen Plan zur Umstrukturierung der Schulden vorgelegt. Nun sind die Gläubiger am Zug.

VENEZUELA
Nach fünfstündigen Verhandlungen haben sich die Präsidenten von Venezuela und Kolumbien, Nicolás Maduro und Juan Manuel Santos, am Montag (Ortszeit) in Quito auf Maßnahmen geeinigt, um die seit Wochen angespannten Beziehungen zwischen den beiden südamerikanischen Ländern zu normalisieren.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 25. September 2015

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GUATEMALA
23 Tage, nachdem der Bestechungsskandal in der guatemaltekischen Steuerbehörde SAT durch die Internationale Kommision gegen die Straflosigkeit (CICIG) aufgedeckt wurde, ist die Vizepräsidentin Guatemalas, Roxana Baldetti, am 8. Mai von ihrem Amt zurückgetreten. Zwei Tage zuvor hatte dies der mächtige Wirtschaftsverband CACIF gefordert, ebenso die Bügerinnen und Bürger in mehreren Demonstrationen.

KUBA
Nach einem dreitägigen Besuch in Kuba hat Frankreichs Präsident François Hollande die USA auffordert, die seit 1962 aufrechterhaltene Blockade gegen Kuba zu beenden.

Schon Ende des Monats könnten die USA und Kuba wieder diplomatische Beziehungen aufnehmen. Das sagte Kubas Staatschef Raúl Castro am Dienstag.

Das Kubanische Zentrum für Immunologie und das Roswell-Park-Krebsinstitut haben ein Abkommen unterzeichnet, um Cimavax, ein kubanisches Krebsmedikament, in die USA zu importieren. Die Übereinkunft wurde im Rahmen des Besuchs einer Wirtschaftsdelegation geschlossen, die von Andrew Cuomo, Gouverneur von New York, angeführt wurde.

Bis zum Jahr 2018 sollen alle kubanischen Schulen über einen eigenen Internetzugang verfügen. Bereits Mitte nächsten Jahres sollen nach Angaben des Bildungsministeriums über 26.000 Lehrer von ihrem Arbeitsplatz aus Zugang zum weltweiten Netz erhalten.

MEXIKO
Die Hinweise verdichten sich: Die deutsche Waffenfirma Heckler&Koch hat offensichtlich jahrelang tausende G36-Gewehre illegal nach Mexiko verkauft.

PARAGUAY
Sie ist erst zehn Jahre alt – und im fünften Monat schwanger: Ein Mädchen aus Paraguay soll nach einer Vergewaltigung ein Kind zur Welt bringen. Der Fall spaltet das südamerikanische Land zutiefst.

PERU
Die peruanische Regierung hat Soldaten in ein Tal an der Südküste des Landes geschickt, in dem Proteste gegen eine geplante Kupfermine in Gewalt mit mehreren Toten umgeschlagen sind.

VENEZUELA
In Venezuela werden die kommenden Parlamentswahlen im letzten Quartal dieses Jahres stattfinden. Das gab die Präsidentin der Wahlbehörde CNE, Tibisay Lucena, bekannt.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 15. Mai 2015

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BOLIVIEN
In den bolivianischen Verwaltungsbezirken Beni und Tarija sind die Stichwahlen für die Gouverneursämter in die zweite Runde gegangen.

BRASILIEN
Die Regierung von Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat die Repression gegen streikende Lehrer in Curitiba im Bundesstaat Paraná scharf kritisiert.

KOLUMBIEN
Im “neuen Kolumbien” werde nicht gefoltert, behauptet die Regierung Santos. UN-Experte äußert starke Bedenken in Bezug auf die Menschenrechtslage.

KUBA
1. Mai in Havanna: Angeführt von den als »Cuban Five« bekannten »Helden der Republik Kuba« setzte sich in Havanna um sieben Uhr ein trotz Regens kilometerlanger Demonstrationszug aus 700.000 Teilnehmern zum Platz der Revolution in Bewegung.

Die US-Regierung will wieder eine direkte Fährverbindung zwischen Florida und Havanna zulassen – zum ersten Mal, seit sie 1962 die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gegen das sozialistische Kuba verhängt hat. Wie eine Sprecherin des US-Finanzministeriums am Dienstag bestätigte, haben vier Reedereien die Zusage für eine Lizenz zur Aufnahme des Betriebes erhalten.

Kubas Präsident Raúl Castro traf am Dienstag in Moskau ein, wo er auf Einladung Wladimir Putins den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Sieges über Nazideutschland beiwohnen wird.

MEXIKO
Im September 2014 sind 43 Studenten »verschwunden«. Seitdem suchen ihre Eltern und Kommilitonen nach ihnen. Ein Gespräch mit Omar García und Eleucadio Ortega Carlos.

VENEZUELA
1. Mai in Venezuela: Präsident Maduro kritisiert mangelndes Bewusstsein der Arbeiterklasse. Mindestlohn um 30 Prozent erhöht.

Die bisher als interne Strömung der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) arbeitende »Marea Socialista« (Sozialistische Flut) will eine eigene Organisation gründen und bei den Ende des Jahres anstehenden Parlamentswahlen antreten.

Venezuela befindet sich in einer Wirtschaftskrise. Um die Versorgungskrise zu bekämpfen, führte die Regierung günstige Wechselkurse ein. Nun wirft sie Pharmakonzernen vor, sich illegal bereichert zu haben.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 08. Mai 2015

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LATEINAMERIKA
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 8. Jahrestag der Gründung der Union südamerikanischer Nationen (Unasur) trafen sich die Verteidigungsminister der zwölf Länder am Sitz des Bündnisses in Mitad del Mundo, um die Südamerikanische Verteidigungsschule (Esude) einzuweihen. Das Hochschulzentrum des Südamerikanischen Verteidigungsrates in dem 15 Kilometer nördlich von Quito gelegenen Ort soll postgradualen Studien und der Weiterbildung von Zivilkräften und Militärs auf dem Gebiet der regionalen Verteidigung und Sicherheit dienen.

BOLIVIEN
Die Aymara Indigenous Universität von Bolivien unter dem Namen “Túpac Katari” (Unibol) zieht Studierende aus dem ganzen bolivianischen Altiplano an. Sie sind auf der Suche nach einer besseren Zukunft und wollen Wege finden, wie sie ihren Gemeinden etwas zurückgeben können.

BRASILIEN
Beschädigtes Image, Korruption, illegale Parteienfinanzierung. Brasiliens Arbeiterpartei ringt um Glaubwürdigkeit.

CHILE
Durch Hungerstreik wollen ehemalige politische Gefangene der Militärdiktatur Entschädigungen erkämpfen. Ein Gespräch mit Nelly Cárcamo.

KUBA
Bei den Kommunalwahlen in Kuba haben am vergangenen Sonntag mehr als 7,5 der insgesamt rund 8,5 Millionen Berechtigten ihre Stimme abgegeben. Mehr Frauen und viele Jugendliche in Kommunalparlamente gewählt. Niederlage für Opposition.

Papst Franziskus wird möglicherweise im September dieses Jahres nach Kuba reisen. Offenbar denkt das Oberhaupt der katholischen Kirche derzeit im Rahmen der für diesen Herbst geplanten USA-Reise auch über einen Besuch in Kuba nach, wie der Vatikan vergangenen Freitag bekannt gab.

MEXIKO
Aus dem Jahresbericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) für das Jahr 2014 geht hervor, dass mehr als die Hälfte der 40 Millionen Kinder und Jugendlichen in Mexiko arm sind. Besonders betroffen sind diejenigen, die in ländlichen Gebieten leben.

VENEZUELA
Der ehemalige Transportminister für Luft- und Schifffahrt Venezuelas und Präsident der staatlichen Hafenbehörde Bolipuertos, Hebert García Plaza, wird wegen Unterschlagung öffentlicher Gelder mit internationalem Haftbefehl gesucht. Er soll während seiner Amtszeit im Jahr 2013 an illegalen Geschäften beim Kauf von drei Passagier- und Autofähren beteiligt gewesen sein.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog. Ausgabe vom 24. April 2015

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ARGENTINIEN
Mit dem Abschluss dreier großer Prozesse gegen ehemalige Mitglieder des Militärs hat die argentinische Justiz ein weiteres Kapitel der juristischen Aufarbeitung der während der Diktatur von 1976 bis 1983 begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit bewältigt.

BRASILIEN
Mit Beginn des neuen Jahres erhöht sich in Brasilien der Mindestlohn auf 788 Reais (umgerechnet etwa 238 Euro) monatlich. Dies wurde wie bereits Anfang Dezember angekündigt nun mit einem Dekret der Präsidentin des Landes, Dilma Rousseff (Arbeiterpartei – PT) verfügt.

Die brasilianische Bewegung für den kostenlosen Personennahverkehr Movimento Passe Livre (MPL) hat über die sozialen Netzwerke im Internet unter dem Motto “Contra a tarifa” (Gegen den Fahrpreis) für den 5. und 9. Januar 2015 zu Protesten gegen Fahrpreiserhöhungen in der größten Metropole des Landes aufgerufen. Zuvor hatte die Präfektur von São Paulo angekündigt, dass ab dem 6. Januar neue Bustarife in Kraft treten sollen. Ein Fahrschein kostet dann 3,50 Reais statt wie bisher 3,00 Reais.

ECUADOR
Ecuador und das staatliche russische Erdölunternehmen Rosneft haben vergangene Woche ihre Zusammenarbeit vereinbart. Der Minister der ecuadorianischen Regierung für die Koordination Strategischer Sektoren, Rafael Poveda Bonilla, und der Lateinamerika-Repräsentant von Rosneft, Mikail Hrafinin, unterzeichneten eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) über die Exploration der Erdölressourcen des südamerikanischen Landes.

EL SALVADOR
32 Jahre nach seiner Entführung hat der Salvadorianer José Rubén Rivera seine Familie wiedergefunden. Der Mann wurde im Mai 1982 im Alter von nur drei Jahren bei einer Militäroperation verschleppt. Laut Zeugenaussagen wurde der Junge ins Hauptquartier der Fünften Brigade gebracht und später von einer regimenahen Familie adoptiert.

KOLUMBIEN
Mit Empörung haben soziale und politische Organisationen in Kolumbien auf die jüngsten Verhaftungen von Bauernaktivisten und die Verurteilung des Universitätsprofessors Miguel Ángel Beltrán reagiert. Auf Kritik stieß auch die Entscheidung des Staatsrates, die Aufhebung der Immunität des Senators Iván Cepeda von der linksgerichteten Oppositionspartei Polo Democrático Alternativo (PDA) zu prüfen.

KUBA
Asyl für Black-Panther-Aktivistin: Kuba lehnt weiterhin Auslieferung der in den USA politisch Verfolgten Assata Shakur ab.

»Niemand sagt mir, was ich publizieren soll« – Ein Gespräch mit Jorge »Jorgito« Jerez über das Journalistikstudium in Kuba, die Medien der Insel und die Folgen der US-Blockade.

Fidel Castros Reise im Juni 1972 war eine Vorbereitung für den geplanten Beitritt in den Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW). Ein Interview mit Hans Modrow.

Die kubanische Telefongesellschaft Etecsa hat angekündigt, das Internet im kommenden Jahr massiv auszubauen. Geplant sei, die Anzahl der Zugänge in Internetcafes zu erhöhen, berichtet die kubanische Tageszeitung Juventud Rebelde unter Berufung auf Funktionäre der Etecsa. Zudem könnten 2015 erstmals öffentliche WLAN-Zugänge eingerichtet werden. Die Pläne seien Teil der staatlichen Politik, die auf einen verbesserten Internetzugang abzielt, heißt es in dem Blatt weiter.

MEXIKO
Jahresrückblick 2014: Mexiko. Der Fall der 43 »verschwundenen« Studenten von Ayotzinapa zeigt die Verflechtung von Politik, Polizei und kriminellen Banden.

Angehörige der 43 in Mexiko mutmaßlich ermordeten Lehramtsstudenten haben vor der deutschen Botschaft in Mexiko-Stadt gegen Waffenlieferungen aus dem Land demonstriert. Angeführt wurde der Protestzug mit mehreren Dutzend Teilnehmern am Donnerstag von Angehörigen der Opfer.

NICARAGUA
Die Dole Food Company zahlt Entschädigungen an ehemalige Plantagenarbeiter, die durch die Verwendung der Pestizide Nemagón und Fumazone schwer erkrankt sind. Dies berichtete der Anwalt der Betroffenen, Antonio Hernández Ordeñana.

VENEZUELA
Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro hat die frühere Kommunikationsministerin Delsy Rodriguez zur neuen Außenministerin des südamerikanischen Landes ernannt. Der bisherige Chefdiplomat Rafael Ramirez solle als Botschafter ins Hauptquartier der Vereinten Nationen nach New York wechseln.

Der Präsident Venezuelas, Nicolás Maduro, hat am vergangenen Dienstag in seinem Amtssitz Palacio de Miraflores vor Medienvertretern einen Plan zur Erholung der Wirtschaft des Landes vorgestellt. Mit dem acht Punkte umfassenden Maßnahmepaket soll kurz und mittelfristig der Krise entgegengewirkt und ein stabiles und nachhaltiges Wachstum gesichert werden.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 2. Januar 2015

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
Federico Fuentes bilanziert die Wahlerfolge der Mitte-Links-Regierungen gegen eine neue Rechte und den “Linken Flügel der Linken”

ARGENTINIEN
Mark Weisbrot über Argentiniens Kampf gegen die „Geierfonds“.

BOLIVIEN
Zwei Journalisten der spanischen Tageszeitung El Mundo geben an, den Mörder des argentinisch-kubanischen Revolutionärs Ernesto Che Guevara ausfindig gemacht zu haben. Nach Angaben der Autoren Ildefonso Olmedo und Juan José Toro hatte der ehemalige bolivianische Militär Mario Terán Salazar Guevara hingerichtet, nachdem er im Oktober 1967 in einer gemeinsamen Aktion von US-Geheimdienstlern und bolivianischen Militärs festgenommen wurde.

ECUADOR
Wenige Tage vor einer vom Umweltausschuss des Deutschen Bundestags geplanten Delegationsreise nach Ecuador hat die Regierung von Präsident Rafael Correa den deutschen Parlamentariern die Einreise kurzfristig verweigert.

KOLUMBIEN
Der von der FARC entführte kolumbianische General Rubén Alzate ist freigelassen worden. Damit machten die Rebellen am Sonntag den Weg für die Fortsetzung der Friedensverhandlungen mit der Regierung frei.

KUBA
Die kubanische Wirtschaft erwartet für 2015 ein deutlich höheres Wachstum als in den vergangenen Jahren. Es wird mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um etwas über vier Prozent gerechnet. In diesem Jahr bleibe das Wachstum dagegen mit 1,3 Prozent hinter dem ursprünglich anvisierten Ziel (2,2 Prozent) zurück.

Über die Hälfte des kubanischen Trinkwassers geht auf dem Weg zum Konsumenten verloren. Aus diesem Grund will das Land seine Trinkwasserversorgung in den nächsten Jahren verbessern, vor allem die Infrastruktur der großen Städte soll einer Generalüberholung unterzogen werden

Das mexikanische Büro der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) beendete am gestrigen Donnerstag eine viertägige Veranstaltungsreihe über Demokratie und Menschenrechte in der Region. Im Mittelpunkt der – vor allem mit dem Geld bundesdeutscher Steuerzahler finanzierten – Tagungen steht allerdings nicht die Situation im Gastgeberland Mexiko, wo 43 »verschwundene« Studenten sowie die Rolle von Militär und Bundespolizei dabei allen Anlass zur Sorge um die Menschenrechte gäben, sondern die Lage in Kuba.

Wie der US-Journalist Tracey Eaton am vergangenen Donnerstag in seinem Blog »Along the Malecón« enthüllte, wurde die Firma Canyon Communications in Los Angeles mit der Produktion von subversiven Radio- und Fernsehprogrammen »für das Publikum in Kuba« beauftragt. Nach Eatons Recherche unterzeichnete das Broadcasting Board of Governors (BBG) am 30. September einen entsprechenden Vertrag über 1,45 Millionen US-Dollar, rund 1,16 Millionen Euro.

MEXIKO
Die Eltern der 43 verschwundenen Studenten aus Ayotzinapa im Bundesstaat Guerrero fordern von Präsident Enrique Peña Nieto, Ermittlungen gegen Mitglieder des Militärs und der Bundespolizei aufzunehmen.

URUGUAY
Bei der Stichwahl um die Präsidentschaft des südamerikanischen Landes setzte sich am Sonntag der Kandidat des Linksbündnisses »Frente Amplio« (Breite Front), Tabaré Vázquez, mit 53,6 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen Luis Lacalle Pou von der konservativen Nationalen Partei durch. Dieser erreichte nach Angaben der Wahlbehörde 41,1 Prozent.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 5. Dezember 2014

Was mir heute wichtig erscheint #376

Opportunismus: "Am letzten Wochenende traf sich in Bonn die Kooperation für den Frieden. Der Zusammenschluss von 60 Initiativen und Organisationen aus der Friedensbewegung diskutierte auch über eine Frage, die unter den Friedensfreunden aus der ganzen Republik seit Wochen für Unfrieden sorgt: Es geht um die Kooperation mit den Montagsmahnwachen, die sich im Frühjahr 2014 gegründet haben. (...)" Beitrag von Peter Nowak auf telepolis, der sich mit einem offensichtlichen Rechtsruck in Teilen der Friedensbewegung beschäftigt.

Eröffnung: In der Ladengalerie der Tageszeitung "junge Welt" findet am 9. Dezember die Ausstellungseröffnung „Klaus Rose – Soziale Bewegungen und Arbeitskämpfe im Ruhrgebiet 1965 – 1989, Fotografien“ statt. Mehr Information zu Klaus Rose.

Komplizenschaft: Das geplante Polizeiabkommen mit Mexiko bedeutet Billigung von Menschenrechtsverletzungen. Ausführliche Analyse von Peter Clausing bei der Informationsstelle Militarisierung.

Kausalitäten: Die Antifaschsitische Gruppe Göppingen hat für ihr AntifaCafé am 3.12. im Haus der Jugend (Dürerstraße 21 in Göppingen) Professor Josef Held vom Institut für Erziehungswissenschaft an der Universität Tübingen als Referent gewinnen können. "Die von Held geleitete Untersuchung “Rechtsextremismus und sein Umfeld” macht deutlich: Rechtsextreme Einstellungen sind bis weit in die integrierten Schichten und Milieus der Mitte virulent. Eine wirtschaftliche und soziale Benachteiligung führt nicht in erster Linie zu Rassismus, Nationalismus oder Intoleranz." Mehr Information.

Verdeutlichung: Mit einer gemeinsamen Unterschriftensammlung von ver.di, NGG und GEW stellen diese sich klar gegen die gesetzliche Tarifeinheit. "Es ist gut, dass die drei DGB-Gewerkschaften bei der von Reiner Hoffmann vorgegebenen Einigkeit aller DGB-Gewerkschaften zur grundsätzlichen Unterstützung des "Ansinnens der Regierung" nicht mitmachen." meint das Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di und schlägt vor, dies auch mit aktiven Protesten zu unterstreichen.

Verantwortungslos: Die Dortmunder Carl-Duisberg-Straße wird umbenannt. Die zuständige Bezirksvertretung folgte damit einer Empfehlung des Dortmunder Stadtarchivs. Keine der Fraktionen stimmte gegen eine Namensänderung. Jan Pehrke, Vorstandsmitglied der Coordination gegen BAYER-Gefahren, begrüßt das Votum: „Carl Duisberg, der geistige Vater der IG FARBEN, ging für Profite buchstäblich über Leichen. Wegen seiner Mitverantwortung für Gaskrieg, Zwangsarbeit und die enge Zusammenarbeit mit dem Nazi-Regime taugt er nicht als Vorbild für künftige Generationen. Auch die noch verbleibenden Carl-Duisberg-Straßen, unter anderem in Frankfurt, Bonn, Krefeld, Leverkusen und Dormagen, sollten nun umbenannt werden.“

Ausrottung: Vor 150 Jahren verübte die US-Armee das Sand-Creek-Massaker. 

Verweigerung: Die Irakkriegsverweigerin Sara Beining wird am 9. Dezember 2014 wegen zweimaliger Unerlaubter Abwesenheit vor einem Militärgericht stehen. Derzeit ist Sara Beining in einem zivilen Bezirksgefängnis inhaftiert. Sara Beining droht eine lange Haftstrafe. Connection e.V. bittet gemeinsam mit Courage to Resist und Nuclear Resister um Solidaritätsschreiben an Sara Beining. Diese können online versandt werden.

Umdenken: Ein breites Bündnis aus antirassistischen, kurdischen und linken Gruppen hat zu Protesten gegen die Innenministerkonferenz (IMK) am 11.-12.12.2014 in Köln aufgerufen. Bereits für den 6.12.2014, 13 Uhr hat es eine bundesweite Großdemonstration mit bis zu 5000 Teilnehmenden am Friesenplatz angemeldet. Die Veranstalter kritisieren die bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und fordern eine Aufhebung des PKK-Verbots.