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"Gehe Deinen Weg, und lass die Leute reden!" Dante

Mexiko: Neue Kampagne für Entscheidungsfreiheit bei Schwangerschaftsabbrüchen

Foto: ProtoplasmaKid
CC BY-SA 4.0
(Mexiko-Stadt, 26.10.2020, cimacnoticias).- Mitglieder verschiedener feministischer Kollektive haben die Kampagne „Mujeres Vivas y Libres“ vorgestellt. Ziel ist es, die Kriminalisierung von Frauen, die von ihrem Recht auf Abtreibung Gebrauch machen, als auch die unterschiedlichen und sogar lebensbedrohlichen Auswirkungen der Gesetzgebung der einzelnen Bundesstaaten auf das Leben dieser Frauen publik zu machen. Die Kampagne wurde Ende Oktober in einer virtuellen Konferenz von Bárbara Arredondo, (Mitgründerin von „Somos Decididas“), Angie Contreras (Aktivistin und Kommunikationswissenschaftlerin), Nelly Cristina Pérez (Ärztin) sowie Esmeralda Pimentel und Tessa Ía (Künstlerinnen) vorgestellt. Verschiedene Organisationen, Künstlerinnen, Gesundheitsexpertinnen und Kollektive haben sich der Initiative angeschlossen. Gemeinsam wollen sie mehr Frauen dazu bringen, sich für die Verteidigung der Frauenrechte, insbesondere der Rechte von Mädchen, indigenen oder in Armut lebenden Frauen, einzusetzen und den Anliegen von Frauen insgesamt eine breitere Wahrnehmung zu verschaffen.

Die Mitglieder der Vereinigungen erklärten, dass die Kampagne die Einschränkungen der Frauenrechte durch die lokale Gesetzgebung sichtbar machen soll. Obwohl unter bestimmten Umständen ein Grundrecht auf Abtreibung besteht, sind die Frauen nach ihrer Entscheidung zum Schwangerschaftsabbruch diversen bürokratischen Hürden ausgesetzt, da das Gesetz ihr Entscheidungsrecht über den eigenen Körper nur theoretisch anerkennt, aber nicht in die Praxis umsetzt. Sie stellten heraus, dass diejenigen, die eine Schwangerschaft abbrechen, verurteilt und kriminalisiert werden, weshalb viele Menschen den Entschluss fassen, in einen anderen Bundesstaat zu gehen und sich dort – aufgrund mangelnder finanzieller Unterstützung – lebensgefährlichen Praktiken unterziehen.

Mexiko hält traurigen Rekord

Laut in der Konferenz präsentierten Zahlen ist das Land Mexiko Nummer Eins im Hinblick auf Schwangerschaften bei Jugendlichen sowie ungewollten Schwangerschaften bei Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren. Drei von zehn Frauen, die in Mexiko-Stadt eine Abtreibung durchführen lassen, kommen aus anderen Bundesstaaten. Die Aktivistinnen fügten hinzu, dass die Situation für Mädchen noch schlimmer sei: Gewalt gegen sie werde in hohem Maße als „normal“ betrachtet. Familien neigten im Fall einer sexuellen Gewalttat dazu, das Verbrechen zu verschweigen, „um die familiären Beziehungen zu erhalten“, anstatt Gerechtigkeit für ihre Töchter zu fordern. Nach Aussage der Aktivistinnen werden in Mexiko 99,7% der sexuellen Gewalttaten nicht angezeigt. 32 Mädchen werden infolge von Vergewaltigungen schwanger. Durchschnittlich werden jeden Tag elf  Frauen ermordet.

„Für Mädchen ist das Zuhause der erste Ort, an dem Gewalt stattfindet. Gewalt gegen Mädchen hat sich derartig als gesellschaftliche Normalität etablieren können, da es sich um ein Tabuthema handelt“, sagte Sara Cabello von Cuarta Ola. Das feministische Kollektiv strebt eine Veränderung der Gesetzgebung in Mexiko an und ist Teil der neuen Kampagne. Auf der offiziellen Internetseite sind u.a. verschiedene visuelle Materialien, Nachrichten, eine Zeitleiste, Daten, Plakate und Logos untergebracht , die kostenlos verwendet und verteilt werden können. „Wir wollen die veralteten Strukturen dieser Gesellschaft aufbrechen und den Diskurs aktualisieren. Die Erinnerungen unserer Vorfahrinnen wiedergewinnen und die Geschichten, die wir an unsere Töchter weitergeben, neu erzählen. Wir haben ein Recht auf Entscheidungsfreiheit und auf ein gewaltfreies Leben, und diese Rechte fordern wir ein“, heißt es dort.

Quelle

Blogkino: La Historia del Congreso Nacional Indígena – Die Geschichte des CNI (2017)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den Dokumentarfilm La Historia del Congreso Nacional Indígena – Die Geschichte des CNI. In diesem Film wird die Geschichte des Congreso Nacional Indígena (CNI) – eines der größten Bündnisse der Pueblos originarios in Mexiko – dokumentiert: Von seiner Gründung 1996 – während der Verhandlungen des EZLN, der Zapatistas, mit der mexikanischen Regierung über die »Abkommen von San Andrés« – bis hin zur unabhängigen Kandidatur von María de Jesús Patricio Martínez, Marichuy, bei den mexikanischen Präsidentschaftswahlen und der Bildung eines Indigenen Regierungsrats (CIG) in 2017/18.

El documental nos cuenta y explica la historia del Congreso Nacional Indígena (CNI) – desde su fundación en 1996 después del dialógo entre el EZLN, los otros pueblos originarios y el gobierno mexicano en San Andrés de Sakamch‘en, Chiapas – hasta 2018 cuando la vocera del CNI – María de Jesús Patricio Martínez, Marichuy – se presentó como candidata independiente por la presidencia de México y cuando se fundó el Concejo Indígena de Gobierno (CIG) – con sus concejalas y concejales del CNI.

Chiapas 2017, Produktion: Koman Ilel, 10 min., Color, Spanisch mit dt. UT

Quelle: Congreso Nacional Indígena

https://www.youtube.com/watch?v=iDRQ-hTWZeI

Via tresgatas.blackblogs.org

Blogkino: Subcomandante Insurgente Moisés: Café Organizado Contra El Muro – Subcomandante Insurgente Moisés: Organisierter Kaffee gegen die Mauer (2017)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus die Doku: Subcomandante Insurgente Moisés: Café Organizado Contra El Muro – Subcomandante Insurgente Moisés: Organisierter Kaffee gegen die Mauer. In einem der Beiträge der Comisión Sexta des EZLN auf dem Seminar der Kritischen Reflexion »Die Mauern des Kapitals, die Risse von links« – April 2017 im CIDECI-Unitierra, in San Cristóbal de Las Casas, Chiapas – erzählt der Subcomandante Insurgente Moisés exakt und vergnüglich, wie die Zapatistas sich kollektiv organisiert haben und es bewerkstelligen konnten, ihre praktische Solidarität mit den Migrant*innen in den USA ganz konkret zu machen – um deren Kämpfe zu unterstützen. Ein schönes Beispiel für praktischen Internationalismus!

El seminario de reflexión crítica »Los Muros del Capital, las Grietas de Izquierda«, abril de 2017 en el CIDECI-Unitierra, San Cristóbal de Las Casas, Chiapas, México: La Comisión Sexta del EZLN en voz del Subcomandante Insurgente Moisés nos habla sobre un ejemplo de solidaridad zapatista con otras luchas en el mundo. Nos comparte cómo l@s zapatistas se organizaron para apoyar a la lucha de l@s compañer@s migrantes en E.E.U.U. Una práctica zapatista internacionalista en concreto!


Chiapas 2017, Produktion: Tercios Compas, 32 min., Color, Spanisch mit dt. UT


+++++++ Coming soon ++++++++


Quelle:
http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2017/04/13/palabras-del-subcomandante-insurgente-moises-jueves-13-de-abril-de-2017/

Via tresgatas.blackblogs.org

Mexiko: EZLN-Delegationen planen Reise nach Europa

Mitglieder der EZLN in Chiapas / Symbolbild: desinformémonos
Mitglieder der EZLN in Chiapas / Symbolbild: desinformémonos
(Mexiko-Stadt, 05.10.2020, La Jornada).- Die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) hat für April 2021 eine Reise mehrerer Delegationen nach Europa angekündigt. Die Besucher*innen seien aber weder auf Streit, Hochmütigkeit und Beschimpfung noch auf Vergebung und Mitleid aus, sondern auf der Suche nach dem, „was uns gleich macht“. Weiter hieß es, dass vor der Ankunft am 13. August in Madrid – genau 500 Jahre nach der angeblichen „Eroberung“ von dem, was heute Mexiko ist – einige Ecken Europas „von unten und links“ bereist werden sollen. Ein von EZLN-Sprecher Subcomandante Insurgente Moisés unterschriebenes Kommuniqué unterstreicht, dass dieser Vorstoß von allen zapatistischen Gemeinden in Chiapas geteilt werde.

Diagnose: Nicht nur Corona macht krank

„Wir sehen und hören eine Welt, in der das soziale Leben krank und zersplittert ist,“ in der die Menschen unter „der Unterdrückung eines Systems leiden, das zu allem bereit ist, um den Hunger nach Profit zu stillen, auch wenn es klar ist, dass der Weg dahin die Existenz der Erde bedroht“, heißt es in der Erklärung. Weitere Thesen lauten: „Die Verirrungen des Systems prallen auf eine kriminelle Realität: die Feminizide. Ihnen wohnt nur ebenjene kriminelle Logik inne, die diesem System entspringt.“

Deshalb warne uns „die zu Tode verwundete Natur“ davor, dass uns das Schlimmste erst noch bevorstehe, „ausgelöst durch das Handeln dieses menschlichen Systems“. Die EZLN beobachtet, wie die Mächtigen sich in ihre Nationalstaaten und hinter ihre Mauern zurückziehen: „Sie lassen faschistische Nationalismen, lächerliche Chauvinismen und betäubendes Gesäusel wieder aufleben. In diesem Zusammenhang sehen wir Kriege auf uns zukommen.“ Die Corona-Pandemie „hat die Verletzlichkeit des Menschen“ gezeigt, genauso wie die „Gier und Dummheit“ der Regierungen und ihrer „vermeintlichen Oppositionen“.

Das Schreiben berichtet darüber hinaus vom Tod von zwölf Zapatist*innen trotz der Anwendung der gesundheitlichen Vorsichtsmaßnahmen. Drei von ihnen wiesen mehrere Symptome einer Covid-19-Erkrankung auf und hatten Kontakt zu Infizierten. Neun weitere hatten ein Symptom der Krankheit beklagt. Da es aber keine Testmöglichkeit gab, die die Infektionen nachgewiesen hätte, wird lediglich vermutet, dass sie durch das neuartige Coronavirus ausgelöst wurden. „Für den Tod dieser Menschen sind wir mitverantwortlich, weil wir nicht vorsichtig genug waren“, gesteht die EZLN ein. „Jetzt werden wir die Vorsichtsmaßnahmen verbessern, um einen möglichen Wiederanstieg der Infektionszahlen zu vermeiden.“

„Wir leben trotz Paramilitärs, Pandemie und Megaprojekten“

Die Zapatist*innen erhören nach eigenen Worten – nicht, weil sie zum Schweigen gebracht oder vergessen worden wären – „die Widerstände und die Auflehnung derer, die nicht mehr der Spur einer Menschheit folgen wollen, die im tödlichen Zug des Fortschritts arrogant und unfehlbar auf eine Klippe zusteuert“. Diese Erfahrungen würden die Bedeutung des Kollektiven betonen, und dass die Lösungen oft „unten“ liegen, „in den Kellern und Ecken“ der Welt. Deshalb fragen sie sich: „Wen interessiert es, dass eine kleine, sehr kleine Gruppe von Indigenen für sich kämpft? Schließlich leben wir, und das trotz Paramilitärs, Pandemie, Megaprojekten, Lügen, Verleumdungen und Vergessenheit.“

Die EZLN-Delegation kündigte weiter an, der Bevölkerung von Spanien zwei „einfache“ Botschaften übermitteln zu wollen: „Sie haben uns nicht erobert, wir sind immer noch hier, im Widerstand und der Rebellion.“ Und: „Sie müssen uns nicht um Vergebung bitten. Schluss mit der Angewohnheit, die aktuellen Verbrechen wie die Morde an sozialen Aktivisten wie Samir Flores Soberanes mit den Spielen mit der Vergangenheit demagogisch und heuchlerisch rechtfertigen zu wollen: Das sind die Genozide hinter den Megaprojekten.“

„Virus des Widerstands“

Die Zapatist*innen betonen, nicht in die Vergangenheit zurückkehren zu wollen. Und „viel weniger an der Hand derer, die nur Rassismus säen wollen und dabei so tun, als ob sie ihren überholten Nationalismus mit dem vermeintlichen Glanz des Aztekenreiches nähren, das auf Kosten des Blutes ihrer Mitmenschen heranwuchs. Die uns davon überzeugen wollen, dass mit dem Untergang dieses Reiches die einheimischen Bevölkerungsgruppen dieser Gebiete, nämlich wir, besiegt wurden.“ Deshalb sehen sie keine Notwendigkeit darin, dass der spanische Staat oder die katholische Kirche sie um Vergebung bitten.

Im Jahr 2021 wird sich außerdem die Marcha del Color de la Tierra in Mexiko-Stadt zum 20. Mal jähren, bei der Zapatist*innen und der Nationale Indigene Kongress CNI einen Platz innerhalb des Staates forderten, der jetzt am „Zerbröckeln“ ist. Zur anstehenden Reise werden sie den CNI erneut einladen, um gemeinsam das „Virus des Widerstands und der Rebellion“ weiterzutragen.


Blogkino: Lak tatucho‘b yi‘k‘oty lak chuchu‘ tyi finca – Los Abuelos y La Abuela en Las Fincas – Die Großväter und die Großmutter auf den Fincas (2019)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den Film Lak tatucho‘b yi‘k‘oty lak chuchu‘ tyi finca – Los Abuelos y La Abuela en Las Fincas – Die Großväter und die Großmutter auf den Fincas. In diesem Dokumentarfilm der Tercios Compas, Zona Norte – einem Kollektiv der zapatistischen »Medien-Agentur« – erzählen die zapatistischen Großeltern, wie ihr miserables Leben auf den Fincas, dem Großgrundbesitz, vor dem zapatistischen Aufstand von 1994 aussah – und warum es notwendig ist, den Kampf in der Aktualität weiterzuführen und niemals nachzulassen …

Este documental está producido por los Tercios Compas, Zona Norte (Zapatista de Chiapas, México). Aquí hablan los abuelos y la abuela zapatista sobre cómo fue su vida en las fincas antes del alzamiento zapatista en 1994, cómo se explotaron, cómo tuvieron que sufrir.

L@s abuelit@s nos dicen claramente: Hay que seguir con la lucha – siempre y todavía – contra la explotación de la gente en todo el mundo.

Chiapas 2019, Produktion: Tercios Compas. Zona Norte, Color, 12 min., Ch’ol mit span.–dt. UT

Quelle: Tercios Compas Zona Norte

weiterführender Link:

http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2018/08/20/300-primera-parte-una-finca-un-mundo-una-guerra-pocas-probabilidades-subcomandante-insurgente-moises-supgaleano/

Via tresgatas.blackblogs.org

Blogkino: Segundo Encuentro Internacional de Las Mujeres Que Luchan – Zweites Internationales Treffen der Frauen, die kämpfen (2019)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus die Dokumentation Segundo Encuentro Internacional de Las Mujeres Que Luchan – Zweites Internationales Treffen der Frauen, die kämpfen. Hier werden starke Eindrücke vom »Zweiten Internationalen Treffen der Frauen, die kämpfen« – Dezember 2019 im Caracol Morelia, »Spuren des Wegs der Comandanta Ramona« – widergegeben.

Die Compañeras aus aller Welt diskutieren, planen, analysieren … singen, tanzen … gemeinsam mit den zapatistischen Compañeras – als Frauen die kämpfen – gegen jegliche patriarchale kapitalistische Gewalt.

»Segundo Encuentro Internacional de las Mujeres que Luchan«, en diciembre 2019, »Huellas del Caminar de la Comandanta Ramona«, cerca del Caracol Zapatista de Morelia: Miles de compañeras de todo el mundo se hablan, se escuchan, analizan, plantean … cantan, bailan … – juntas con las compañeras zapatistas – »como mujeres que luchan« contra la violencia capitalista patriarcal contra las mujeres.

Mexiko 2020, Produktion: Vocesenlucha, Color, 5 min., Spanisch mit dt. UT

Quelle: Vocesenlucha

https://www.youtube.com/watch?v=IieX1riXNSI

Via tresgatas.blackblogs.org

Blogkino: Palabras Zapatistas en el Primer Encuentro Internacional de Las Mujeres Que Luchan – Zapatistische Worte auf dem Ersten Internationalen Treffen der Frauen, die kämpfen

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus Palabras Zapatistas en el Primer Encuentro Internacional de Las Mujeres Que Luchan – Zapatistische Worte auf dem Ersten Internationalen Treffen der Frauen, die kämpfen.

In diesem kurzen vergnüglichen Dokumentarfilm sprechen die zapatistischen Compañeras davon, was ihnen das »Erste Internationale Treffen der Frauen, die kämpfen« im März 2018 – mit tausenden von Frauen aus aller Welt auf zapatistischem Gebiet – politisch und persönlich bedeutet.


Las compañeras zapatistas hablan – con mucha risa – sobre lo qué significa para ellas mismas este »Primer Encuentro Internacional de las Mujeres que Luchan«, en marzo de 2018 en tierra zapatista y cómo se sienten su esfuerzo organizativo con las miles y miles de compañeras de otros paises del mundo.

Mexiko 2019, Produktion: Luchadoras, Color, 6 min., Spanisch mit dt. UT


Quelle: Luchadoras
https://www.youtube.com/watch?v=vIAphvGwko8
Via tresgatas.blackblogs.org

Canción sin miedo - Vivir Quintana en la toma de la #CNDH México - CNDH-Besetzung in Mexiko-Stadt

Was hier aussieht wie ein autonomes Zentrum, ist das Gebäude der Nationalen Menschenrechtskommission von Mexiko (CNDH), das seit nunmehr zwei Wochen von feministischen Aktivistinnen besetzt gehalten wird, um gegen die alltägliche Gewalt an Frauen, die Femizide, das Verschwindenlassen und die völlige Gleichgültigkeit aller staatlichen Stellen wie auch der CNDH zu protestieren. Und wer da auf dem Balkon singt, ist allem Anschein nach Vivir Quintana​, die dieses Jahr zum 8. März mit ihrem "Lied ohne Angst" unversehens eine neue Hymne des feministischen Protestes in Mexiko schuf. Das Gebäude wurde von den Besetzerinnen umgetauft zu Casa de Refugio "Ni Una Menos" (etwa: Haus der Zuflucht "Nicht Eine Weniger").

Hier noch einmal der Taz-Artikel zum Hintergrund der Besetzung, die übrigens mittlerweile an mehreren Orten in Mexiko nachgeahmt wurde.



Via Yabasta Jena.

Blogkino: Mujeres Que Luchan: Marichuy – Frauen, die kämpfen: Marichuy (2018)

In der kleinen Film-Reihe »Frauen, die kämpfen« des chiapanekischen freien Medien-Kollektivs Koman Ilel (»Kollektiver Blick«) wird uns hier in Gesprächs- und Filmausschnitten María de Jesús Patricio Martínez – Marichuy vorgestellt. Als Sprecherin des Congreso Nacional Indígena (CNI) und des Indigenen Regierungsrates (CIG) in Mexiko forderte sie 2017/ 2018 als unabhängige und kollektive Präsidentschaftskandidatin des CNI das gesamte mexikanische Establishment heraus.

Este documental nos presenta a la vocera del Congreso Nacional Indígena (CNI) – María de Jesús Patricio Martínez, Marichuy – una mujer indígena y médica tradicional quién desafió – con los pueblos originarios de México – a la clase política con su lucha por una organización desde abajo y de la izquierda y con su candidatura independiente por la presidencia de México en el año 2018.

Chiapas 2018, Produktion: Koman Ilel, 8 min., Color, Spanisch mit dt. UT

Quelle: Koman Ilel

https://www.youtube.com/watch?v=DHIUPS9CNf8

Via tresgatas.blackblogs.org

Blogkino: Conversación con el Subcomandante Insurgente Moisés – Gespräch mit dem Subcomandante Insurgente Moisés (2016)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den Dokumentarfilm Conversación con el Subcomandante Insurgente Moisés. In diesem Gespräch antwortet der Subcomandante Insurgente Moisés – als Sprecher des EZLN – auf die Fragen des russischen Kollektivs Chto Delat zu zapatistischer Autonomie, basis-demokratischer Selbstregierung, politischer Organisierung und Ökonomie, der eigenständigen Organisierung der zapatistischen Compañeras – und was es bedeutet Zapatista zu sein – unabhängig davon, an welchem Ort mensch lebt.

Es ist eines der wenigen aktuellen Interviews des SupMoy, das bisher veröffentlicht wurde.

Conversación del Subcomandante Insurgente Moisés – vocero del EZLN – con el colectivo ruso Chto Delat en Chiapas, México, en el año 2016. Como la voz de cien miles de zapatistas el SupMoy habla sobre la lucha y las necesidades de l@s compañer@s bases de apoyo del EZLN (que ell@s mism@s las definen): las comunidades, los pueblos zapatistas.

El Sup nos cuenta cómo se construyen su autonomía y lo que falta todavía. Nos explica cómo las compañeras – su lucha y organización – son la base más sólida y creativa de la autonomía zapatista.

Russland-Mexiko 2016, Produktion: Colectivo Chto Delat, 34 min., Color, Spanisch-Russisch mit dt. UT



Quelle: Colectivo Chto Delat via tresgatas.blackblogs.org