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"Wenn ich mit meiner Relativitätstheorie recht behalte, werden die Deutschen sagen, ich sei Deutscher, und die Franzosen, ich sei Weltbürger. Erweist sich meine Theorie als falsch, werden die Franzosen sagen, ich sei Deutscher, und die Deutschen, ich sei Jude." Albert Einstein

25 Jahre DIDF

Die Föderation der demokratischen Arbeitervereine (DIDF) feiert am kommenden Samstag, den 13. Mai in Essen ihr 25jähriges Bestehen




Im Aufruf zum Fest heißt es:


25 Jahre DIDF - Ein Fest der Freundschaft

Wir, die Föderation der demokratischen Arbeitervereine (DIDF), feiern am 13. Mai in Essen unser 25jähriges Bestehen. Seit nun mehr 25 Jahren setzen wir uns für ein friedliches und solidarisches Zusammenleben von Migranten und Deutschen ein. Und das wollen wir gemeinsam feiern.
Zusammenhalt ist heute nötiger denn je. Denn wir beobachten tagtäglich, wie die Unterschiede in der Lebensweise dazu ausgenutzt werden, um Nachbarn, Kollegen, Freunde und Mitschüler gegeneinander auszuspielen. Mal ist es die Religion, mal die Nationalität, die für die Spaltung der Menschen ausgenutzt wird.
Erinnern wir uns einmal an die jüngsten Entwicklungen: Der Karikaturenstreit, der Loyalitätstest in Baden-Württemberg und dann die 100 Fragen in Hessen... All diese Dinge sind ein Versuch, das Miteinander der Kulturen zu schädigen. Und das geht nicht nur in Deutschland so. Spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wird weltweit eine paranoide Vorstellung vom “Kampf der Kulturen” verbreitet. Rassisten, Fundementalisten und andere reaktionäre Politiker und Prediger reiten seitdem auf dieser Welle. Wir dagegen wollen denen mit unserem Fest eine klare Absage erteilen.

Für Arbeit und Bildung
Unser Fest findet in einer Zeit statt, in der Tausende Arbeiter für ihre Rechte kämpfen. Fünf Millionen Arbeitslose, Hart IV, Kürzungen im Gesundheitsbereich und Studiengebühren betreffen Migranten und Deutsche gleichermaßen. Mit jedem Tag verschlechtert sich die Lage für die Mehrheit der Menschen, während einige wenige Unternehmer immer reicher werden. Wehren wir uns gemeinsam gegen Arbeitslosigkeit und Sozialabbau, gegen die Verteilung des Reichtums von unten nach oben, fordern wir eine sichere Zukunft.

Für Frieden und Verständigung
Wir können durch Fernsehbilder nur erahnen, welches Elend und Leid der Irak-Krieg über die Menschen in der Region gebracht hat. Tausende Menschen mussten sterben, Bevölkerungsgruppen wurden aufeinander gehetzt. Schon bald wollen die USA mit ihren Verbündeten Iran angreifen, um ihre Gier nach Öl und Profit zu stillen.
Stärken wir die Friedensbewegung! Lassen wir nicht zu, dass weitere Verbrechen in unserem Namen begangen werden.

Sozialraub und Krieg sind kein Schicksal

Trotz aller Angriffe auf unsere Rechte: unsere Zukunft haben wir selbst in der Hand. Wenn wir alleine sind, können wir wenig erreichen. Doch wenn wir Schulter an Schulter, ohne nationale und religiöse Grenzen, für unsere Zukunft kämpfen, werden wir etwas verändern können. Die Arbeitskämpfe im öffentlichen Dienst und die Streiks in Frankreich sind beste Beispiele dafür.

Zusammen sind wir stark
Unser Festival ist ein Zeichen gegen Spaltung und Sozialraub. Unsere Stärke ist die Vielfalt unserer Kulturen und unser Zusammenhalt. Kommt nach Essen! Gemeinsam werden wir unseren Forderung nach einer gerechten Gesellschaft und einer Welt ohne Kriege Ausdruck verleihen.


KONTAKT UND TICKETS:
Berlin 0170 / 314 22 73
Bielefeld 0177 / 720 51 74
Bochum 0177 / 788 89 55
Braunschweig 0163 / 159 69 78
Bonn 0178 / 749 08 25
Darmstadt 0162 / 676 89 43
Dortmund 0178 / 808 91 21
Düsseldorf 0177 / 236 63 82
Duisburg 0162 / 159 67 63
Essen 0179 / 238 20 25
Frankfurt 0177 / 318 68 17
Gelsenkirschen 0176 / 244 98 632
Geislingen 0176 / 251 94 520
Hamburg 0172 / 469 50 56
Hamm 0177 / 654 53 50
Hanau 0172 / 657 75 31
Karlsruhe 0171 / 247 27 60
Kassel 0178 / 811 30 39
Kiel 0172 / 424 93 01
Köln 0177 / 168 76 86
Krefeld 0177 / 370 88 89
Lüdenscheit 0173 / 511 51 69
Mannheim 0176 / 238 22 712
Münih 0151 / 155 06 658
Nürnberg 0176 / 228 71 340
Stuttgart 0162 / 968 56 80
Siegen 0173 / 699 38 90
Ulm 0171 / 144 55 34

300 Teilnehmer bei 1. Mai Kundgebung in Esslingen

Ungefähr 300 Kolleginnen und Kollegen nahmen an der 1. Mai Kundgebung auf dem Marktplatz in Esslingen teil. Besonders die Panasonic Kollegen prägten mit vielen Transparenten und Sandwiches die Kundgebung, auf der Gerhard Frank, Vorsitzender des DGB-Ortsverbands Esslingen und Sieghard Bender (IG Metall) sprachen.

In ihren Reden wendeten sie sich insbesondere gegen die Profitgier der Konzerne, gegen die Pläne der Regierung für Rente ab 67. Besonders wurde die Verantwortung für die Jugend hervorgehoben, aus der sich Unternehmen und Regierung weitgehend verabschiedet hätten. In einem Klima der Perspektivelosigkeit würden auch Faschisten und andere Reaktionäre Zulauf bekommen. Das muss unterbunden werden.

Fragen einer positiven gesellschaftlichen Perspektive und eines notwendigen gesamtgesellschaftlichen Kampfes gegen diese Probleme waren allerdings eher unkonkret und diffus.

Die Ergebnisse der Tarifrunden bei ver.di und IG Metall wurden als positiv bewertet, die Gewerkschaften haben positve Mitgliederzuwächse zu verzeichnen.

Zu Kritik verschiedener Gruppen wie die Alternative bei Daimler - Chrysler in Untertürkheim und Mettingen wurde sich nicht geäußert.

Die "Esslinger Zeitung" schreibt in ihrem Bericht:


"... Bender wehrt sich gegen das Gespenst der Globalisierung. Warnend verweist er auf Frankreich. Wenn die Große Koalition den Kündigungsschutz angreife, könne das Nachbarland ein Beispiel liefern, wie man eine Regierung in die Knie zwingt. Auf lokaler Ebene kündigt er Unternehmern an, dass sie an den Pranger gestellt werden, wenn sie ihre Belegschaften erpressen.
Panasonic-Belegschaft kämpft
Die Panasonic-Belegschaft aus Oberesslingen ist stark vertreten. Mit Transparenten protestieren Mitarbeiter gegen den Beschluss, den Standort zu schließen. Bender nimmt den Konzern in die Pflicht, der Belegschaft eine berufliche Zukunft zu eröffnen. Ein Konzern, der abholzt, muss auch wieder aufforsten, ruft er. Sollten die Verantwortlichen nicht einlenken, werde man während der Fußball-WM die Aktionen vor das Daimler-Stadion verlegen und die Weltöffentlichkeit mit dem Problem konfrontieren.
Deine Würde ist unser Maß, lautet das bundesweite Motto dieser Maikundgebung. Mit Sorge verfolgen Gewerkschafter, dass dieses Recht in einer Gesellschaft mit fünf Millionen Arbeitslosen antastbar geworden ist. Sie fordern ein geregeltes Einkommen, wozu für sie ein gesetzlicher Mindestlohn gehört. Nur so kann gewährleistet werden, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können, erklärt Bender, der sich dafür einsetzt, endlich Schluss mit der Angst vor der dem sozialen Absturz zu machen.
In Deutschland gibt es genügend Geld, um eine bessere Politik zu finanzieren, meint der Redner. Das Problem liege in der Verteilung. Wenn die jährlichen Erträge aus einem Privatvermögen von vier Billionen Euro nur zur Hälfte an den Staat abgeführt würden, so rechnet er vor, seien zusätzliche Einnahmen in Höhe von 100 Milliarden Euro möglich. Gleichzeitig bläst Bender zur europaweiten Fahndung nach Steuerflüchtlingen, wobei er Michael Schumacher als prominentesten Übeltäter einstuft."



Für die musikalische Umrahmung sorgte "Kehrwoch". Im Anschluss an die Kundgebung riefen Kollegen von Panasonic und der Montagsdemo zu einer Demo zum DGB Haus und anschließendem Besuch der Mahnwache bei Panasonic auf.

Klick auf das Bild für die Fotoserie zum 1. Mai in Esslingen

25-jähriges Jubiläum der DIDF - Für Arbeit, Bildung und Frieden

Am 13.05.2006 feiert ab 16:00 in der Grugahalle in Essen die Föderation der demokratischen Arbeitervereine e. V. DIDF ihr 25-jähriges Jubiläum unter dem Motto:

Gemeinsam sind wir stark



Redner u.a. : Oskar Lafontaine, Tobias Pflüger, Wolfgang Rhode, Levent Tüzel, Hüseyin Avgan und weitere...

Programm: Diether Dehm & Band, Kardes Türküler, HIPHOP Constellation u.a...

Weiteres in diesem Infoblatt

DRINGENDER NEUER SPENDENAUFRUF DER VERTEIDIGUNG VON MUMIA ABU-JAMAL

Internationales Verteidigungskomitee (IVK) Bremen /
http://www.freedom-now.de

Januar 2006
DRINGENDER NEUER SPENDENAUFRUF DER VERTEIDIGUNG VON MUMIA ABU-JAMAL

»Im Namen der Gerechtigkeit bitten wir Sie um Ihre Unterstützung und
eine großzügige Spende im Rahmen Ihrer Möglichkeiten.«
Angela Davis, Sprecherin der US-Kampagne gegen die Todesstrafe

Mit seinen Grüßen an die diesjährige 11. Rosa-Luxemburg-Konferenz in
Berlin hat Rechtsanwalt Robert R. Bryan, Mumia Abu-Jamals
Hauptverteidiger, die dringende Bitte verbunden, die Verteidigung gerade
jetzt nicht im Stich zu lassen. Die Kosten für Reisen zu Anwaltsbesuchen
im Todestrakt, die Suche nach neuen Entlastungszeugen und Beweismitteln
mit Hilfe von sachkundigen privaten Ermittlern sowie die umfangreichen
juristischen Prozeduren verschlingen im Monat rund 10.000 US-Dollar (~
8.000 Euro). Im Saal der Konferenz wurden daraufhin spontan über 800
Euro gesammelt!
Bislang wurde die Arbeit des nur aus AnwältInnen des Vertrauens
bestehenden Teams ausschließlich mittels Spenden aus den USA und Europa
finanziert. Diese Spenden fließen seit einiger Zeit leider nur noch
minimal, wodurch die Verteidigungsarbeit erheblich erschwert und
letztlich gefährdet wird.
Die AnwältInnen arbeiten seit Beginn ohne Honorar, können aber die
anderen anfallenden Kosten nicht mehr allein tragen.
Das Team ist fachlich hochkarätig besetzt und bietet Gewähr, Mumia
Abu-Jamals Wiederaufnahmeverfahren auf der juristischen Ebene zum
Durchbruch zu verhelfen. Es setzt sich zusammen aus:
Robert R. Bryan aus San Francisco, Fachanwalt für die Todesstrafe und
langjähriges Vorstandsmitglied der National Coalition to Abolish the
Death Penalty;
Jill Culbert, Fachanwältin für die Todesstrafe in der Sozietät von Mr.
Bryan;
Steven W. Hawkins, Anwalt des Rechtshilfefonds der NAACP (National
Association for the Advancement of Colored People), Mitglied der
National Conference of Black Lawyers und langjähriger Geschäftsführer
der National Coalition to Abolish the Death Penalty;
Judith L. Ritter, Professorin für Rechtswissenschaften an der Widener
University School of Law, Delaware Campus.
(Ausführliche Vorstellung des Teams unter
http://www.freedom-now.de/news/artikel312.html)

Die sich zuspitzende finanzielle Notlage trifft Mumia Abu-Jamal und sein
Verteidigungsteam in einer Situation, in der der juristische Kampf um
ein Wiederaufnahmeverfahren nun auf eine Entscheidung vor den
Bundesgerichten zuläuft und es reale Chancen für einen neuen Prozeß gibt
(siehe http://www.freedom-now.de/news/artikel306.html), gleichzeitig
aber die Kräfte, die auf eine Vollstreckung des Todesurteils drängen,
unermüdlich öffentlich und hinter den Kulissen wirken. Die Verteidigung
darf in dieser Situation nicht geschwächt werden!
Robert R. Bryan: »Mehr denn je kommt es jetzt auf die Unterstützung und
das Handeln der Solidaritätsbewegung an: Wenn wir verlieren, wird Mumia
hingerichtet! Die Zeit läuft uns davon...«

Die Kampagne gegen die Todesstrafe und zur Unterstützung von Mumia
Abu-Jamal ist im Moment zahlenmäßig schwach, braucht deshalb jede
erdenkliche Unterstützung beim Sammeln von Spenden.
Jede/r kann ohne großen Aufwand etwas dafür tun, Mumia Abu-Jamal nicht
seinen Henkern in Pennsylvania und Washington D.C. zu überlassen.
Beispiele sind unter »Was tun? - Einige Vorschläge« im neuen Aufruf
»Jetzt kommt es auf die Solidaritätsbewegung an« zu finden
(http://www.freedom-now.de/news/artikel311.html).
In der Vergangenheit war die Phantasie der SpenderInnen groß: Einnahmen
aus Soli-Konzerten, Soli-Discos oder Lesungen mit Mumia Abu-Jamals
Büchern, »Spenden statt Geschenke« bei Familienfeiern,
Flohmarktverkäufe, Bücherbörsen, GewerkschafterInnen haben geschlossen
ihr Delegiertengeld von Versamlungen und Zimmerleute ihren Lohn aus
einem Bauprojekt gespendet etc.. Die Höhe spielt bei all dem keine
Rolle, auch kleine Spenden wachsen zu großen Summen heran!

Jede Spende von Einzelnen, Gruppen und Organisationen ist willkommen und wird
garantiert ohne Abzüge an das Verteidigungsteam weitergeleitet. Darüber
besteht zwischen Rechtsanwalt Bryan und dem IVK Bremen eine
rechtsverbindliche Vereinbarung.

Weitere Möglichkeiten:

Patenschaften
Das sind feste Beträge, die jeden Monat per Dauerauftrag auf dem
Spendenkonto eingehen. Sie helfen der Verteidigung besonders, weil sie
dann jeden Monat mit einem finanziellen Grundstock kalkulieren kann.

Darlehen
Wer sein Geld nicht spenden kann, aber einen bestimmten Betrag für ein
bis zwei Jahre zur Verfügung stellen kann, bekommt einen verbindlichen
Darlehensvertrag, der auf Wunsch auch den Ersatz des Verlustes der
Sparzinsen einschließt. (Bitte genauere Informationen beim IVK
anfordern!)

Spendenkonto für BR Deutschland und umliegendes europäisches Ausland:
Unter dem Stichwort »Verteidigung« Spenden bitte an:
Archiv 92/Sonderkonto Jamal
S.E.B. Bank Bremen
Konto-Nr. 100 8738 701 (BLZ 290 101 11)
(Überweisungen aus EU-Ländern:
IBAN DE78 2901 0111 1008 7387 01 - BIC: ESSEDDE5F290)

Abschließend Angela Davis' Mahnung, die sie selbst auf der letztjährigen
10. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin ins Zentrum ihres
Vortrages gestellt hat:
»Ich möchte betonen, daß wir alle aufstehen sollten für die Freiheit von
Mumia Abu-Jamal, nicht nur, weil er ein Opfer der Todesstrafe werden
könnte, sondern auch, weil er einer der einflußreichsten intellektuellen
Führer der Bewegung gegen die Todesstrafe in den USA und weltweit ist!«
(Siehe http://www.freedom-now.de/news/artikel302.html)

Das IVK Bremen steht für alle Fragen und Anregungen jederzeit zur
Verfügung:

Herzliche Grüße,
Jürgen Heiser, am 21. Januar 2006

Internationales Verteidigungskomitee (IVK)
Postfach 150 530, D-28095 Bremen, www.freedom-now.de, email:
info@freedom-now.de
Fon/Fax 0421-354029, Mobil/cell: 0174-972 99 29
http://www.freedom-now.de