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"Eigentum ist Diebstahl!" Pierre-Joseph Proudhon

Revolution mit dem Tanzbein: Machine Head - Live in San Francisco (2015)

Heute mal etwas Thrash mit Machine Head. Die momentan nur noch aus 2 Musikern bestehende Bamd passt musikalisch und inhaltlich gut in unser Blog, nicht erst seit dem antirassistischen "Is there anybody out there?"Laut Sänger Robert Flynn handelt das Lied von „Liebe, Einsamkeit, Rassismus und dem Unverständnis darüber, was in der Welt/Amerika vor sich geht“. Er bezieht sich aber auch auf „aktuelle Geschehnisse, würde jedoch auf etwas Übergeordnetes abzielen“. Teilweise holte sich Flynn die Inspiration durch die Ereignisse bei dem zu Ehren von Dimebag Darrell veranstalteten Festival Dimebash 2016, bei dem der ehemalige Pantera-Sänger Phil Anselmo zunächst den Hitlergruß zeigt und später dem Publikum die Worte White Power zuruft.

Als Reaktion darauf änderte Flynn die zweite Strophe des Liedes und bezieht sich mit den Worten Ashamed of the racists I used to call brothers (engl.: Beschämt von den Rassisten die ich Brüder nannte) und bezieht sich dabei auf die genannten Vorkommnisse. Flynn veröffentlichte daraufhin über die Plattform YouTube ein Video mit dem Titel Racism in Metal (engl.: Rassismus im Metal) in dem er zum einen Anselmos Tat kritisierte, zum anderen aber auch die Metalfans dafür kritisierte, dass weder Fans noch andere Bands sich gegen Anselmos rassistische Äußerungen und Taten stellen. Rassismus habe keinen Platz im Metal und Machine Head werden keine Pantera-Songs mehr spielen. Nach eigener Aussage hat Flynn daraufhin über 1000 Morddrohungen erhalten." (Wikipedia)



Revolution mit dem Tanzbein: At the Gates - The Mirror Black

Thomas "Tompa" Lindberg hat sich beim Album „To Drink From The Night Itself“ der schwedischen Melodic Death Metal Formation At the Gates vom Buch „Die Ästhetik des Widerstands“ des deutsch-schwedischen Schriftstellers Peter Weiss inspirieren lassen, einem tausendseitigen Mammutroman über den Widerstand der Arbeiterbewegung gegen den Faschismus. 

Revolution an der Tanzbar: Depeche Mode - „Where’s The Revolution“

Neulich hatte ich bereits das Berliner Konzert vom 17 März 2017 komplett verlinkt, zum heutigen 17. Juni noch die Single Auskoppelung aus dem Album „Spirit“: „Where’s The Revolution“, in der Depeche Mode auch visuell ordentlich provozieren:

"(...) Dave Gahan gibt sich darin als ein Führer, der zu einem imaginären Volk spricht und es anstachelt, auf die Barrikaden zu gehen. Im Text zu „Where’s The Revolution“ mahnt Dave Gahan wiederholt im Refrain: „Where’s the revolution? Come on, people, you’re letting me down“. Ein eindeutiger Kommentar gegen Brexit, Trump und Rechtspopulismus und eine Warnung davor, dass sich Geschichte eben doch wiederholen kann – und im Falle von Revolutionen wohl auch darf. (...)" Musik-Express

Revolution an der Tanzbar: Depeche Mode - Berlin Full Concert 17 March 2017

Wenn schon Pop, dann richtig: Nach einigen eher schwachen Alben hat Depeche Mode - eine meiner Lieblingscombos in den 80ern - mit 'Spirit' ein neues, hörenswertes und ziemlich politisches Konzeptalbum herausgebracht. Nein, nicht peinlich, wie eine peinliche Rezension einer gewissen tageszeitung vermerkte, sondern eines, das nicht gleich in die Ecke“ geschmissen gehört, da es etwas Zeit braucht, bis sich die Musik dem Hörer erschließt: "Das sperrigste und finsterste Werk der Bandgeschichte, unüberhörbar politisch gefärbt. (...) Wem 30 Jahre danach noch der Sinn nach Synthiepop steht, hört halt Synthiepop, wer ein verdammt gutes Album erleben will, beschäftigt sich bitte mit „Spirit“." Jörn Karstedt: Rezension: Depeche Mode „Spirit“. In: sonic-seducer.de

Da ich eher auf Live Versionen stehe, hier das Promotion Konzert vom 17. März 2017.

N.B.: Die magentafarbenen Störungen bitte ich zu entschuldigen.

Revolution an der Tanzbar: Tangerine Dream – ‚Ricochet‘ Live at Conventry Cathedral 1975

Heute mal etwas elektronische Mucke von Tangerine Dream, den Wegbereitern der sog. Berliner Schule, die ich selbst leider nie live erlebt habe, auch wenn ich in jungen Jahren zu dieser zumindest in den Anfängen zum Krautrock zu zählenden Formation so manche Tüte desselben verdrückt habe. Am besten hat mir die Band in den Jahren beim Virgin Label gefallen, aus der auch Ricochet entstand. Danke an monstropolis für den Hinweis!



R.i.P. Chuck Berry

Chuck Berry ist tot. Er ist schon lange unsterblich. Carl Sagan und Ann Druyan wünschten ihm im Jahre 1986 alles Gute zu seinem 60. Geburtstag. Sie schrieben, dass seine Musik für immer leben wird, weil seine 1958 veröffentlichte Single "Johnny B. Goode" auf der Voyager Golden Record mit den Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2  Sonden auf der Reise zu den Sternen ist. Zu dem Zeitpunkt waren die Sonden bereits zwei Milliarden Meilen von der Erde entfernt und sie würden weiter mehr als eine Milliarde Jahre unterwegs sein...


Quelle: Library of Congress