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"Die Reichen haben ihre eigenen Fotografen. Ich fotografiere die Vergessenen"

Der auf Sozialfotografie spezialisierte Milton Rogovin wurde oft mit den anderen bekannten Dokumentarfotografen der 19. und 20. Jahrhhunderts, Lewis Hine und Jacob Riis verglichen. Milton, der am 18. Januar 2011 im Alter von 101 Jahren verstarb, widmete sein Leben der Fotografie von Menschen aus der Arbeiterklasse, den Armen und Vergessenen. Er wurde für sein Engagement, das sich nicht nur auf Fotografieren beschränkte, 1957 zum "Chefkommunisten in Buffalo"  erklärt. Ein Grund für die folgenden Repressionen ihm gegenüber war sein Einsatz für das Wahlrecht der schwarzen Bevölkerung.



Milton's Fotografien sind Teil der Sammlungen der Bibliothek des U.S. Kongresses, des J. Paul Getty Museums, des "Center for Creative Photography" und weiterer nahmhafter Institutionen und Galerien weltweit.

Ein Teil seiner Werke wird von seinen Kindern unkommerziellen Projekten und in Bildungsbereichen zur Verfügung gestellt.

Er porträtierte 1975 und 1978 Arbeiter in den Stahlwerken in Buffalo. Er zeigte sie sowohl am Arbeitsplatz als auch zu Hause. Er stellte die Bilder nebeneinander - er wollte ein ganzheitliches Bild der Arbeiter zeichnen. Rund 10 Jahre später waren die Werke geschlossen, die Arbeiter entlassen.

Mitte der 1980er Jahre besuchte Rogovin erneut die ehemaligen Stahlarbeiter und fotografierte sie. Gemeinsam mit dem Geschichtsprofessor Michael Frisch von der State University of New York interviewte er sie und schrieb ihre Geschichte auf.

Daraus entstand das 1993 erscheinene Buch "Portraits in Steel".
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