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"The pellet with the poison’s in the flagon with the dragon, the vessel with the pestle has the brew that is true." Hubert Hawkins in The Court Jester

Sodom und Gomorrha in Stuttgart

Foto: Roland Hägele © action-stuttgart.com
Ob die Spätzlespresse morgen den Leitspruch, der den Pius Brüdern gestern beim Christopher Street Day - CSD in Stuttgart in ihr Stammbuch geschrieben wurde, bringt?

"Hätt' Maria abgetrieben - wärt ihr uns erspart geblieben."

Das war die wohlverdiente Antwort auf ihren Nazi Vergleich. Bei dem von den katholischen Fundamentalisten veröffentlichten Aufruf zum Protest gegen den Christopher Street Day (CSD) in Stuttgart, der von der Stuttgarter Staatsanwaltschaft nicht als Volksverhetzung, sondern um eine »Meinungsäußerung, die eine wertende Tatsache darstellt«, beurteilt wurde, heißt es u.a.: »Wie stolz sind wir, wenn wir in einem Geschichtsbuch lesen, daß es im Dritten Reich mutige Katholiken gab, die sagten: ›Wir machen diesen Wahnsinn nicht mit‹. Ebenso muß es heute wieder mutige Katholiken geben!« Die Brüder fielen in den vergangenen Jahren bereits mit Sprüchen wie: "AIDS = Geißel Gottes" und "Homosexualität ist Sünde" auf.

Wohin derartige Homophobie führen kann, zeigt die Bluttat eines Fanatikers in Tel Aviv, zu der Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD) erklärt:

Wir sind entsetzt über die Bluttat eines Fanatikers in Tel Aviv, der in einem Homosexuellen-Zentrum drei Menschen erschossen und mindestens zehn Besucher zum Teil schwer verletzt hat. Wir trauern mit den Angehörigen und wünschen den Verletzten eine baldige Genesung.

In unsere Trauer mischt sich die Furcht, dass sich so etwas auch bei uns ereignen könnte. Angriffe und Überfälle auf Lesben und Schwule nehmen wieder zu.

Diese fanatische Homosexuellenfeindlichkeit hat viele Wurzeln: Vor allem die Verurteilung der Lesben und Schwulen als Sünder und von Gott Verworfene durch fundamentalistische Funktionäre christlicher, jüdischer, moslemischer und orthodoxer Religionsgemeinschaften, aber auch die Tiraden von Politikern, die vorgeben, Ehe und Familie und das „Christliche Abendland“ vor den Homosexuellen retten zu wollen.

Wir fordern schon seit langem, gezielte Präventionsmaßnahmen gegen Homophobie zu entwickeln und die Arbeit für Respekt nachhaltig zu fördern. Bestehende und kommende Programme zur Bekämpfung rechtsextremer, minderheitenfeindlicher Gewalt und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit müssen gewährleisten, dass alle Gruppen, gegen die sich Hassverbrechen richten, einbezogen und angemessen berücksichtigt werden. Das gilt auch für Maßnahmen zur Opferhilfe.

Protest gegen Krieg in Tel Aviv

Wie IndyMedia Israel berichtet, fand am 29.7.2006, zeitgleich zu den weltweit stattfindenden Protesten gegen den Krieg im Nahen Osten eine Demonstration von annähernd 2000 israelischen und palästinensischen Bürgern vom Rabin Platz zur King George Street in Tel Aviv statt.

Fotos von den Protesten