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"Parteien sind zum Schlafen da - und zum schrecklichen Erwachen." Zeitung 883, 1971

Onlinedokumentarfilm "Loose Change" zum 9/11 bricht alle Rekorde

Der Onlinedokumentarfilm "Loose Change" über die Anschläge vom 11. September sorgt für Rekordabrufe. In 120 Minuten Spielzeit hat der erst 22-jährige Regisseur Fakten über die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon zusammengetragen.

Das sehenswerte Ergebnis ist in Form des Videos "Loose Change" auf loosechange911.com kostenlos abzurufen. Bis zu 20.000 Menschen täglich wollen den Film sehen. Was erwartet den Zuschauer? In 120 Minuten zeigt Regisseur Dylan Avery Auschnitte aus Nachrichtensendungen, Regierungsdokumente, Augenzeugenberichte und Ausrisse aus Tageszeitungen - schnell aneinander im MTV-Clipstyle geschnitten.

Verschwörungstheorie? Wohl kaum, passen doch sowohl die Größe, Art und Weise ebenso wie der Zeitpunkt des 9/11 wie die Faust auf's Auge zur "New War" Strategie der U.S. Administration. Mit der angeblichen Bekämpfung des "Terrorismus" beginnt dieser "Neue Krieg", der endgültig jene Grenzen sprengt, die schon nach dem Ende des Ost-West-Konflikts verschoben wurden. Militärische Macht steht über den Regeln des Völkerrechts - militärische Konfrontation findet weniger zwischen Staaten an sich statt, vielmehr wird supranational operiert, wobei die USA zwar ihre materielle militärische Überlegenheit ausspielen können, sich dabei aber auf der anderen Seite jede Menge neuer probleme einhandeln wie die Stärkung bestehender und die Entwicklung neuer Widerstandsbewegungen. Eine zentrale Rolle in dieser, auf die Bekämpfung eben jener Widerstandsbewegungen ausgerichteten Militärstrategie hat dabei der Luftkrieg, ergänzt durch kleine, flexible Einheiten am Boden, so dass Verluste der Angreifer minimiert werden können.

Für rund 2000 Dollar am heimischen PC selbst produziert, läßt Dylan Avery die einzelnen Sequenzen seines Films weitestgehend unkommentiert. Er überlässt es der Schnittfolge und der dramatischen Musik, beim Zuschauer Fragen aufzuwerfen: Wer profitierte von den Anschlägen?

Der Film trifft den Zeitgeist. In Kürze kommt Oliver Stones Heldendrama "Word Trade Center" in die Kinos. Stone verzichtet darin allerdings völlig auf politische Zwischentöne oder gar Vorwürfe an die Bush-Regierung. Vielleicht erklärt sich auch mit dieser Enthaltsamkeit des Stone-Blockbusters der Erfolg von "Loose Change" im Netz.

Mehr Informationen?

Eine der umfassendsten Seiten zu den Hintergründen der Anschläge ist www.911myths.com. Eine deutsche Übersetzung des Artikels "Time for Painful Questions" ("Zeit für schmerzhafte Fragen") von Eric Hufschmid.

Infoquellen: rp-online, freitag