<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>

<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="/templates/2k11/rss.xsl" media="screen" ?>
<rss version="2.0" 
   xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
   xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
   xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
   xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
   xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
   xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
    xmlns:creativeCommons="http://backend.userland.com/creativeCommonsRssModule" >
<channel>
    
    <title>trueten.de (Entries tagged as nato)</title>
    <link>https://www.trueten.de/</link>
    <description>»Jeden Tag sorgen die Menschen dafür, dass die Haare ordentlich sitzen; warum tun sie das nicht auch mit ihrem Herzen?« Ernesto &quot;Che&quot; Guevara</description>
    <dc:language>en</dc:language>
    <generator>Serendipity 2.6.1 - http://www.s9y.org/</generator>
    <pubDate>Sun, 30 Mar 2025 15:46:50 GMT</pubDate>

    <image>
    <url>https://www.trueten.de/templates/2k11/img/s9y_banner_small.png</url>
    <title>RSS: trueten.de - »Jeden Tag sorgen die Menschen dafür, dass die Haare ordentlich sitzen; warum tun sie das nicht auch mit ihrem Herzen?« Ernesto &quot;Che&quot; Guevara</title>
    <link>https://www.trueten.de/</link>
    <width>100</width>
    <height>21</height>
</image>

<item>
    <title>Anarchismus und die neue Welle der Militarisierung (Teil 2)</title>
    <link>https://www.trueten.de/archives/13622-Anarchismus-und-die-neue-Welle-der-Militarisierung-Teil-2.html</link>
            <category>Anarchismus</category>
            <category>Antiimperialismus</category>
            <category>Antimilitarismus</category>
            <category>Antirepression</category>
            <category>Bildung und Lehre</category>
            <category>Debatte</category>
            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Krieg und Frieden</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Staatsterrorismus</category>
    
    <comments>https://www.trueten.de/archives/13622-Anarchismus-und-die-neue-Welle-der-Militarisierung-Teil-2.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://www.trueten.de/wfwcomment.php?cid=13622</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://www.trueten.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=13622</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;h3&gt;Während die herrschende Klasse Europas auf die Welt nach dem Ende der Pax Americana mit Angst und Aufrüstung reagiert, sehen wir uns hier mit den Chancen und Gefahren konfrontiert, mit denen britische Anarchisten konfrontiert sind&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Teil 1 dieses Artikels, der sich mit Stärken und Schwächen befasst, finden Sie &lt;/em&gt;&lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk/2025/03/23/anarchism-and-the-new-military-wave-pt-1/&quot;&gt;&lt;em&gt;hier&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Chancen&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.trueten.de/uploads/image-36.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/image-36.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=577,width=783,top=439,left=896,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4739 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.trueten.de/uploads/image-36.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt eine eingeschneite Rose&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: &lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk&quot;&gt;freedomnews.org.uk&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Mit einem zynischen Blick betrachtet, gab es in vielerlei Hinsicht noch nie einen günstigeren Zeitpunkt, um Anarchist zu sein. Wir beobachten den Zusammenbruch des liberalen kapitalistischen Traums in Echtzeit, während der Starmerismus jeden Anschein von Samthandschuhen für die Arbeiterklasse ablegt. Die Spinnweben-Linke ist in völliger Unordnung und selbst die neue Welle der Linken des Corbynismus hat keine Ideen. Labour zurückerobern? Tot. Neue/radikale Partei? Das ist doch lächerlich. Die Grünen einfangen? Sie werden sie mit diesem Versuch umbringen – das Projekt ist bereits eine unangenehme Balance zwischen Rot-Grünen und liberalen Tories aus der Grafschaft, die um ihre sehr unterschiedlichen Gründe für ihre Anwesenheit herumreden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Notwendigkeit einer selbstbewussten, radikalen Basis, die ihre eigenen Ressourcen aufbaut, um das Ziel zu erreichen, eine Hebelwirkung zu erzielen, die die Regierungspolitik hin und wieder tatsächlich bedrohen kann, könnte nicht deutlicher sein. Wir haben sowohl aus unserer eigenen jüngeren Geschichte als auch von jenseits des Atlantiks ein anschauliches Beispiel dafür, was mit einer progressiven Bewegung passiert, die alles auf eine Karte setzt und dann verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist auch wichtig zu bedenken, dass sowohl der aktuelle Druck der Labour-Partei auf das Leben der Arbeiterklasse als auch die bevorstehende Welle nationalistischer, militärischer und umweltfeindlicher Politik, die die 2020er Jahre dominieren wird, sowohl in der Spalte „Bedrohungen“ als auch in der Spalte „Chancen“ aufgeführt sind. Dies zu beobachten, wird für viele Menschen ein fokussierender und radikalisierender Faktor sein. Wir haben in diesem Land schon seit geraumer Zeit keinen ernsthaften militärischen Vorstoß mehr erlebt, und das wird ein Kulturschock sein. Zusätzlich zu all den anderen wirtschaftlichen Problemen, mit denen die Arbeiterklasse derzeit zu kämpfen hat, neigen viele nach links, können dies aber nirgendwo zum Ausdruck bringen. Wir &lt;em&gt;haben&lt;/em&gt; jedoch einige offene Türen, auf die wir Druck ausüben können, wenn wir dabei klug vorgehen und es vermeiden, potenzielle Verbündete zu verprellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die gefährliche Position der Reformer wird sowohl Elemente der Bedrohung als auch der Chance enthalten. Bei ersteren werden die üblichen „Es gibt keine Alternative“-Verkäufer uns sagen, dass der einzige Weg, den Faschismus zu stoppen, darin besteht, wählen zu gehen, die Dinge schön ruhig und diszipliniert zu halten, das übliche Geschwätz, das offensichtlich keinen Schutz vor dem Faschismus bietet, sondern ihm Raum für die europaweite Entwicklung gibt. Letzteres ist unsere Fähigkeit, &lt;em&gt;das zu sagen&lt;/em&gt;. Dass der Post-Thatcher-Konsens mit seiner Hochwasser-Wirtschaft und dem Rückzug der staatlichen Unterstützung das Problem ist. Dass die Lösung nicht darin besteht, uns an diesen zerfallenden Status quo zu binden und unsere Entscheidungsfreiheit und unser Vertrauen an Anzug tragende Unternehmensschläger abzugeben, sondern darin, persönliche Verantwortung zu übernehmen und zu handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine unserer Stärken, die gegenseitige Hilfe, passt perfekt in dieses düstere Szenario. Unsere Politik fördert die Eigeninitiative und die Solidarität, die oft durch die staatliche Übernahme der Wohlfahrtsvermittlung, die erstickende unpolitische liberale Freundlichkeit der großen Wohltätigkeitsorganisationen und die wirtschaftliche Entfremdung untergraben wird. Aber der Staat zieht sich aus diesen Bereichen zurück, die Wohltätigkeit wird nicht alles auffangen und die Tage der billigen Waren neigen sich dem Ende zu. Was bleibt, ist die Solidarität in der Gemeinschaft, die &lt;em&gt;als&lt;/em&gt; Solidarität strukturiert ist und nicht als der oft falsche Prozess, bei dem ein halbes Dutzend Würdenträger Menschen, die immer noch wie Verbraucher denken und handeln, eine Dienstleistung mit radikalen Begleiterscheinungen anbieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Bedrohungen&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;Es gibt fast zu viele, um sie alle aufzulisten, aber um einige der offensichtlicheren herauszugreifen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe einmal mit &lt;a href=&quot;https://www.katesharpleylibrary.net/stqkkw&quot;&gt;Phil Ruff&lt;/a&gt; etwas getrunken und mit ihm über die direkten Aktionskampagnen der 1970er Jahre gesprochen – die &lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk/2022/05/30/50-years-ago-the-trial-of-the-stoke-newington-eight/&quot;&gt;Angry Brigade&lt;/a&gt;, Banküberfälle zur Geldbeschaffung und dergleichen. Er war, wie mehrere Menschen aus dieser Zeit, versöhnlich gestimmt, was den Mangel an ähnlich kraftvollem Straßenaktivismus in der modernen Bewegung angeht, was zum Teil daran lag, dass die Situation damals so anders war. Wie er bemerkte, gab es keine Videoüberwachung. Und es geht nicht nur um Videoüberwachung. Umfangreiche, automatisierte, leicht durchsuchbare Datenbanken und Biometrie waren noch kein Thema. Soziale Medien und &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Sousveillance&quot;&gt;Sousveillance&lt;/a&gt; waren noch kein Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zunehmend haben wir nicht &lt;em&gt;nur &lt;/em&gt;allgegenwärtige Augen, die uns beobachten. Sie wird von KI gespeist und kann im großen Stil aus allen Ecken des Internets stehlen. Wenn Sie heute bei einer Kundgebung durch das Zentrum Londons gehen, werden Sie archiviert, und falls Sie vergessen, sich für eine Aktion zu maskieren, wird das Bild Jahre später verwendet. Für die Vorsichtigen – diejenigen, die wissen, dass sie sich frühzeitig und oft maskieren und sich außerhalb der Reichweite von Polizisten aufhalten müssen, die Gesichter entlarven wollen – mag das machbar sein. Für weniger erfahrene Menschen wird es ein wirksames Mittel für den Staat sein, diejenigen zu identifizieren, zu kategorisieren und stark zu unterdrücken, die er als gegenwärtige oder zukünftige Unruhestifter betrachtet. Ein System zur Bestrafung vor der Straftat, bei dem Menschen &lt;a href=&quot;https://morningstaronline.co.uk/article/six-youth-demand-campaigners-arrested-while-attending-meeting-in-london&quot;&gt;einfach wegen öffentlicher Versammlungen&lt;/a&gt; verhaftet werden, unterstützt durch eine erfahrene (und jetzt schändlicherweise &lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk/2025/03/10/spycops-victims-refuse-to-give-evidence-in-open-letter/&quot;&gt;rechtlich immun&lt;/a&gt;) verdeckte Ermittlung und eine außerordentlich mächtige Medienmaschinerie, gibt der herrschenden Klasse mehr Befugnisse als je zuvor, um vermeintliche Bewegungen zu stören und zu zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere bevorzugten Methoden werden daher in einer Situation, in der die Militärkultur zunimmt und mit so mächtigen Instrumenten der polizeilichen und staatlichen Unterdrückung einhergeht, gefährlicher und schwieriger. Da die Gesetze inzwischen so verschärft wurden, dass selbst für grundlegende Proteste eine polizeiliche Genehmigung erforderlich ist, können unsere Möglichkeiten begrenzt sein. Die Stadtzentren sind zunehmend Zonen, in denen wir ohne massive Menschenmengen und operative Sicherheit, die erheblich ernster ist als die des &lt;a href=&quot;https://www.bbc.co.uk/news/articles/cvg12ewv7xyo&quot;&gt;US-Militärs&lt;/a&gt;, nicht effektiv sein können. Das soll nicht heißen, dass keine Aktivitäten stattfinden können, aber unsere Strategien müssen sich ändern, um dieser Realität Rechnung zu tragen. Ein großer Glücksfall für die Tories war im vergangenen Jahr der Sturz eines &lt;a href=&quot;https://www.gov.uk/government/news/new-protest-laws-on-face-coverings-and-pyrotechnics&quot;&gt;Gesetzes&lt;/a&gt;, das Masken verbot, aber darauf können wir uns selbst unter Starmer nicht verlassen, geschweige denn auf das, was als Nächstes kommt. Ein weiterer Punkt ist, dass es unwahrscheinlich ist, dass Labour bei der Behebung der Überbelegung der Gefängnisse viel mehr Glück haben wird als die Tories, was bedeutet, dass sie die Inhaftierung von Demonstranten wahrscheinlich nicht noch weiter verschärfen werden (obwohl es ebenso unwahrscheinlich ist, dass sie, sofern es nicht zu einer größeren Krise kommt, zu den früheren Normen zurückkehren werden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kulturell scheint Großbritannien mit voller Geschwindigkeit auf einen dunklen Ort zuzusteuern. Einerseits erleben wir, ähnlich wie anderswo, die Wiederbelebung alter frauenfeindlicher Ideale als Teil der Vermählung von Hustle-Kultur und Entfremdung bei jungen Männern. Andererseits werden wir die nächste große Militärrekrutierungskampagne erleben, die den nationalistischen Impuls fördert. Während der zügellose Individualismus des ersteren nicht unbedingt gut mit dem „Stirb für dein Land“-Ethos des letzteren harmoniert, passen Machismo und Waffen sicherlich gut zusammen, was zu der gefährlichen Wahrscheinlichkeit führt, dass eine neue Generation rechtsextremer junger Männer massenhaft in den Militärdienst eintritt. Was das für die Zukunft faschistischer Straßenschlägereien bedeuten könnte, ist unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was einst als weit entfernte Möglichkeit einer reformorientierten Regierung erschien, die viele Jahre lang durch das Mehrheitswahlrecht behindert wurde, rückt immer näher. Ihre Aussichten scheinen sich in den letzten Monaten (vor allem durch die Bemühungen von Labour) deutlich verbessert zu haben, aber die Umsetzung in echte Macht ist vielleicht noch in weiter Ferne. Es ist ziemlich sicher, dass sie sich in ihrer weiteren Entwicklung neben der Stimmung gegen Migranten stärker auf die Stimmen der „Alle-außer“-Wähler konzentrieren werden, aber aus anarchistischer Sicht ist ihre Positionierung und Botschaft am wirksamsten, um den Tenor der nationalen Debatte zu verändern. Mit Medien wie GB News, sozialen Medien und zunehmend auch den rechten Massenmedien im Rücken treten sie ähnlich auf wie andere Gruppen dieser Art auf dem Kontinent, wie die National Rally in Frankreich und die AfD in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nationalistischen Sinne ist schwer zu sagen, ob der Isolationismus der Reformpartei mit atlantischen Aspekten oder die Tendenzen der Labour Party und der Konservativen zur europäischen Annäherung im Interesse einer Festigung der EU-russischen Grenze einflussreicher sein werden, aber keine von beiden verheißt Gutes für die anarchistische Sache. In beiden Fällen sind höhere Verteidigungsausgaben sicher (entweder um die USA zu beschwichtigen oder um sich den europäischen Normen anzupassen), und nichts in der politischen Agenda der Reformpartei deutet auf ein Interesse daran hin, den Neoliberalismus zurückzudrängen, dem Labour und die Tories so hoffnungslos verfallen sind. Wie bereits erwähnt, birgt dies sowohl Chancen als auch Gefahren, da eine Wirtschaft, die bereits in der Lage ist, mächtigeren Blöcken zu folgen, zur Verarmung führt, aber nicht unbedingt zur Mobilisierung von Gegenmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Zusammenfassend&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;Der Anarchismus agiert seit einiger Zeit als Randgruppe der breiteren Linken, auch wenn er diese Rolle regelmäßig anprangert und ablehnt, was auf unsere geringe Größe und unsere internen Ressourcen zurückzuführen ist. Da wir weder über eine solide Klassenbasis verfügen noch unsere Aktivitäten in der Öffentlichkeit als schlecht organisierte Teenagerrebellion, bestenfalls als gedankenlose Zerstörer wahrgenommen werden, haben wir aus vielen Gründen Schwierigkeiten, über diese Rolle hinauszuwachsen. Einige Faktoren habe ich bereits erwähnt, ein weiterer könnte das ewige Problem sein, dass wir nicht in der Lage waren, schnelles Wachstum in eine verbesserte langfristige Position umzuwandeln. Wir haben es wiederholt versäumt, mit der „Erfolgskrise“ umzugehen, bei der ein Zustrom von Menschen zu Herausforderungen für den Status quo, zu Streit, Burnout und Spaltungen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies sind Dinge, über die wir nachdenken müssen, wie wir sie überwinden (im ersten Fall) oder durch sie hindurchkommen (im zweiten Fall), wenn wir die sich bietenden Chancen bestmöglich nutzen und, was vielleicht noch wichtiger ist, Wege finden wollen, den Bedrohungen entgegenzuwirken. Wir wissen, dass wir uns absolut nicht auf Politiker verlassen können, seien sie nun gemäßigt oder „radikal“, und die Linke scheint sich kaum bewusst zu sein, was auf uns zukommt, geschweige denn, sich darauf vorzubereiten, es aggressiv zu bekämpfen. Die Antwort auf rechtsextreme Massendemonstrationen bestand darin, die gleichen kämpferischen Anorakträger wie eh und je auf den Plan zu rufen, die außerhalb einiger weniger Kernzonen immer in der Unterzahl sind, während nur wenige Ideen vorgelegt wurden, um Reform oder sogar Andrew Tate entgegenzutreten. Gesetzesänderungen stoßen auf die gleichen Gesichter von Gewerkschaften und NGOs, die wie eh und je Kolumnen schreiben, mit genau der gleichen minimalen Auswirkung auf die Regierungspolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So klein wir auch sind, wenn die anarchistische Bewegung etwas von der Energie und Kreativität aufbauen kann, die wir in den letzten Jahrzehnten immer wieder an die Oberfläche steigen sahen, haben wir wie Reform mit den Tories jede Gelegenheit, die Flagge des Widerstands zu ergreifen, die ein großer Teil der Bevölkerung immer noch gehisst sehen möchte. Aber wir müssen sie dann halten, in dem Wissen, dass der Staat sich mehr für uns interessieren wird als für die Umtriebe loyaler Oppositioneller. Das erfordert Disziplin, vorausschauendes Denken und Strukturen, die etwas robuster sind als die, die wir derzeit haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns lange Zeit darauf verlassen, dass immer wieder junge Menschen zu uns kommen, sich verausgaben und dann weggehen, um Familien zu gründen und ein Zuhause zu schaffen, was dazu geführt hat, dass wir nur noch sehr wenig von dem haben, was Staat und Unternehmen gerne als „institutionelles Gedächtnis“ bezeichnen. Wir müssen einen Weg finden, diesen Kreislauf zu durchbrechen, und nicht nur das Engagement junger Menschen fördern, sondern ihnen auch konkrete Verbindungen und Wissen sowie ein Gefühl der Kontinuität vermitteln, anstatt 20-Jährige, eine Gruppe von Menschen über 50 und eine Lücke dazwischen zu haben. Und &lt;em&gt;das bedeutet&lt;/em&gt;, dass wir uns bemühen müssen, die Entfremdung, der wir zum Opfer gefallen sind, rückgängig zu machen. Eine Ausweitung der physischen Interaktion innerhalb der Gemeinschaften und in unseren eigenen Räumen. Ein Bruch mit den sozialen Medien und eine erneute Hinwendung zu anarchistisch geführten und kontrollierten Medien, die nicht einfach in direkt involvierten Kreisen isoliert werden und dann verschwinden, wenn die Kampagne abgeschlossen ist. Eine Wiederherstellung des Prinzips des menschlichen Engagements bei Workshops, Festivals und Genossenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Feld ist in der Tat weit offen für die anarchistischen Samen unter dem Schnee, um zu wachsen. Und es gibt keinen wichtigeren Zeitpunkt, um mit der Gartenarbeit zu beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk/2025/03/30/anarchism-and-the-new-military-wave-pt-2/&quot;&gt;Analyse&lt;/a&gt; von Rob Ray via &lt;a href=&quot;https://freedomnews.uk/&quot;&gt;freedomnews.uk&lt;/a&gt;, 30 März 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 30 Mar 2025 15:30:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://www.trueten.de/archives/13622-guid.html</guid>
    <category>britannien</category>
<category>england</category>
<category>militarisierung</category>
<category>nato</category>
<category>otan</category>
<category>rüstung</category>
<category>verteidigungshaushalt</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Anarchismus und die neue Welle der Militarisierung (Teil 1)</title>
    <link>https://www.trueten.de/archives/13615-Anarchismus-und-die-neue-Welle-der-Militarisierung-Teil-1.html</link>
            <category>Anarchismus</category>
            <category>Antiimperialismus</category>
            <category>Bildung und Lehre</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Soziales</category>
            <category>Staatsapparat</category>
            <category>Staatsterrorismus</category>
    
    <comments>https://www.trueten.de/archives/13615-Anarchismus-und-die-neue-Welle-der-Militarisierung-Teil-1.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://www.trueten.de/wfwcomment.php?cid=13615</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://www.trueten.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=13615</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;h3&gt;Ein paar Gedanken darüber, wo wir uns befinden, während wir an der Schwelle zu einem Jahrzehnt stehen, das von einem Wandel hin zu einem bewaffneten Nationalismus geprägt sein wird&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.trueten.de/uploads/Starmer-troops.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/Starmer-troops.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=527,width=783,top=464,left=896,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4734 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.trueten.de/uploads/Starmer-troops.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der britische Premierminister Keir Starmer bei einem Truppenbesuch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://www.flickr.com/photos/number10gov/&quot;&gt;Number 10/CC&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;In der Flut von kapitalen Nachrichten, die wir im letzten Monat hatten, war die Ankündigung einer europaweiten massiven Aufrüstung bei weitem die folgenreichste für unsere kriegsentfremdeten Inseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den schwindelerregenden Ausgabenplänen &lt;a href=&quot;https://www.france24.com/en/live-news/20250305-germany-set-for-massive-rearmament-as-divide-with-us-widens&quot;&gt;Deutschlands&lt;/a&gt; und der &lt;a href=&quot;https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_25_793&quot;&gt;EU&lt;/a&gt; sowie der verspäteten Erkenntnis der lokalen Mächte, dass die Auslagerung der Produktion an Konkurrenten vielleicht keine gute Strategie war, sieht das Versprechen der Labour-Partei, 2,5–3 % des BIP für die Verteidigung auszugeben, nicht einmal wie das aggressivste Engagement aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es scheint wahrscheinlich, dass das nächste Jahrzehnt auf mehreren Ebenen von Veränderungen geprägt sein wird, wobei der weitere Aufstieg rechtsextremer politischer Gruppen mit einem militärischen Revival, einer permanenten Neuausrichtung des „Great Game“ und höchstwahrscheinlich der Aufgabe von Umweltverpflichtungen einhergeht, selbst wenn die Folgen der Klimakrise buchstäblich in unser tägliches Leben eindringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während wir auf diese Katastrophe für die Arbeiterklasse der Welt zusteuern (die gezwungen sein wird, die Kosten und Folgen zu tragen, während man ihr gleichzeitig sagt, dass sie selbst daran schuld ist), können und sollten die Anarchisten Großbritanniens daran arbeiten, sie zu stoppen. Aber wir müssen auch bedenken, dass wir, wie in den meisten der letzten vier Jahrzehnte, nicht über die nötigen Mittel verfügen werden, um dies zu tun oder es auch nur zu verlangsamen. Was sind unsere Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken als Bewegung mit begrenzten Mitteln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;Stärken&lt;/h2&gt;Seien wir ehrlich, physisch haben wir im Moment nicht viele. Es gibt viele unverbundene lokale Gruppierungen, eine kleine (wenn auch lebhafte) Szene von &lt;a href=&quot;https://network23.org/ass/&quot;&gt;Hausbesetzern&lt;/a&gt;, ein paar Orte wie &lt;a href=&quot;http://freedompress.org.uk&quot;&gt;„Freedom“ &lt;/a&gt;oder „&lt;a href=&quot;https://www.starandshadow.org.uk/&quot;&gt;Star and Shadow“&lt;/a&gt;, ein paar Kooperativen wie „&lt;a href=&quot;https://www.radicalroutes.org.uk/&quot;&gt;Radical Routes“&lt;/a&gt;, Verlage wie „&lt;a href=&quot;https://www.activedistributionshop.org/&quot;&gt;Active&lt;/a&gt;“, etwas &lt;a href=&quot;https://greenandblackcross.org/&quot;&gt;rechtliche Unterstützung&lt;/a&gt;, ein &lt;a href=&quot;https://kolektiva.social/&quot;&gt;soziales Randnetzwerk&lt;/a&gt; und so weiter. Das soll nicht heißen, dass es kein Potenzial gibt – wir haben schon früher ernsthafte Fortschritte gemacht. Die letzten drei Wellen anarchistisch geprägter Aktivitäten, &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Anti-globalization_movement#Impact&quot;&gt;1999–2003&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/2010_United_Kingdom_student_protests&quot;&gt;2010&lt;/a&gt;–&lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Occupy_London&quot;&gt;2013&lt;/a&gt; und die Bewegung für gegenseitige Hilfe &lt;a href=&quot;https://freedompress.org.uk/product/fight-for-a-new-normal/&quot;&gt;2020–2021&lt;/a&gt;, sind noch nicht aus dem Gedächtnis verschwunden und haben viele Lehren zu ziehen. Außerdem gibt es eine große Welle von Ehemaligen, die möglicherweise von einem Angebot begeistert werden könnten, das einige Lektionen darüber gelernt hat, wie man Bewegungen nicht nur inspiriert, sondern auch aufrechterhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu unseren frenetischen Freunden in der sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Szene kämpfen wir nicht am falschen Ende eines Challenge-Fail-Zyklus und tatsächlich wurden viele unserer Vorhersagen über die &lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk/2016/12/29/editorial-british-anarchism-in-2016/&quot;&gt;Mängel&lt;/a&gt; des Corbynismus voll und ganz bestätigt. Wir haben ein hervorragendes aktuelles Beispiel für spontane gegenseitige Massenhilfe (Covid), auf das wir verweisen können, wenn wir für den (Wieder-)Aufbau dezentraler Solidaritätsnetzwerke in der Arbeiterklasse plädieren. Obwohl es uns an großen föderalen Organisationen fehlt, die das ganze Land abdecken können, verfügen wir über Räume, die als Knotenpunkte für schnelles Wachstum dienen könnten, sowie zumindest über einige freundschaftliche Kontakte zu Zentren, die von Gleichgesinnten betrieben werden (Friends Meeting Houses, Arbeitervereine, Arbeitergenossenschaften und dergleichen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und trotz all der vielen Schrecken, die vor uns liegen, wird unsere Politik wahrscheinlich durch das zunehmend repressive Verhalten der Regierungen im In- und Ausland schärfer konturiert werden. Die britische Öffentlichkeit hat sich im letzten Jahrzehnt insgesamt erstaunlich gleichgültig gezeigt, wenn es um den Schutz ihrer eigenen Freiheiten ging. Sie schaute weg, als Proteste auf von der Polizei genehmigte Spaziergänge reduziert wurden, während direkte Aktionen kriminalisiert und Gefängnisstrafen verhängt wurden, während die Innenstädte im ganzen Land unter die ständige Beobachtung der gläsernen Augen von Big Brother gestellt wurden. Wir können auf jahrelange Warnungen verweisen und Maßnahmen vorschlagen, wenn das eine oder andere Ereignis, das durch die neue Ordnung der Dinge ausgelöst wurde, die Öffentlichkeit dazu bringt, aufmerksam zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die übliche linke, respektable Politik hat zu diesen Angriffen wenig Bemerkenswertes zu sagen, außer „das ist schlecht, mkay“, während der Free Englishman &lt;em&gt;Ruuule Britannnia&lt;/em&gt;, der sogenannte Pro-Freiheits-Mob (&lt;em&gt;Spiked!&lt;/em&gt;, rechte Broadsheets usw.) dies entweder ignoriert oder aktiv zu mehr anstachelt. Anarchisten sind eine der wenigen Gruppierungen, die nicht nur konsequent vor einem Problem gewarnt oder vage über Westminster gejammert haben, das sich absolut nicht darum schert, sondern sich auch dafür eingesetzt und manchmal Maßnahmen ergriffen haben, um es zu bekämpfen. Während der Phase der Anti-Masken-Pandemie haben einige unserer verschwörerischeren Genossinnen und Genossen alles gegeben. Wenn wir klug vorgehen, gibt es viel Spielraum für Gegenwehr. Wir verfügen über aktuelles und historisches Know-how über den wahren Stand der Gesetze und unsere gepriesenen „Freiheiten“, was uns auf der Straße einen übergroßen Einfluss verschafft, wenn Schocks wie eine Welle des militärischen Nationalismus über uns hereinbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;Schwächen&lt;/h2&gt;Oh Mann, davon haben wir einige. Innerhalb der Szene gibt es eine Kultur der üblen Nachrede, der Gerüchteküche und der Abschottung, die uns seit fast einem Jahrzehnt lähmt und durch die Müdigkeit von Gruppen verschlimmert wird, denen es (verständlicherweise) oft leichter fällt, automatisch die kalte Schulter zu zeigen, als sich in noch mehr endlose Streitereien und unlösbare Untersuchungen hineinziehen zu lassen. Wir haben uns wiederholt wegen Trans-Rechten, relativen Positionen zu internationalen Konflikten und guten alten Burnout-Folgen zerstritten. Auch wenn ich wie ein mürrischer Typ klinge, der auf eine Fabrik zeigt und „Organisieren“ ruft, sollten wir uns nicht wegen dieser Themen selbst zerstören, außer wir streiten über Trans-Rechte (die für unsere Fähigkeit, uns zu organisieren, wo wir sind, direkt relevant sind).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width:40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.trueten.de/uploads/iwwPoster.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/iwwPoster.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=473,width=554,top=491,left=1010.5,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4733 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.trueten.de/uploads/iwwPoster.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Die Grafik zeigt einen IWW Organizer, der Personen, die in den Himmel schauen und auf die dortigen Sterne zeigen zu &amp;quot;Organize!&amp;quot; und zeigt auf eine Fabrik, die mit  &amp;quot;Industries&amp;quot;beschriftet ist. Er spielt damit auf die theoretisierende Suche nach dem revolutionären Subjekt bei den dargestellten Anarchisten, Sozialisten und anderen an, die sich statt dessen lieber an die real existierenden (Industrie)Arbeiterschaft wenden sollen.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Historisches IWW-Plakat, Bildung – Organisation – Emanzipation (Ausschnitt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses undatierte Organisations-/Werbeposter wurde von den Industrial Workers of the World (IWW) in New York zur Verteilung in den gesamten Vereinigten Staaten und möglicherweise in jedem anderen englischsprachigen Land veröffentlicht.  Die Überschrift des Plakats, „Bildung – Organisation – Emanzipation“, steht für die grundlegendste Strategie, die die IWW  in ihrem Kampf anwendet, um die Kontrolle über die Industrien der Welt der „Arbeitgeberklasse“ zu entreißen und in die Hände der „Arbeiterklasse“ zu legen, die sie zu einer „großen Gewerkschaft“ zusammenzuschließen versuchte. Mehr darüber beim &lt;a href=&quot;https://www.oregonhistoryproject.org/articles/historical-records/iww-poster-education-organization-emancipation/&quot;&gt;Oregon History Project&lt;/a&gt;.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Meine persönlichen Ansichten, zum Beispiel zur Ukraine und zu Palästina, sind weitgehend konsistent – ich bin dafür, die Menschen in beiden Ländern zu unterstützen. In der Ukraine wollen die Menschen (und die &lt;a href=&quot;https://www.solidaritycollectives.org/en/about-us/&quot;&gt;Anarchisten&lt;/a&gt;) nicht zu einem imperialen Ausläufer eines blutigen autokratischen Russlands werden, das dafür bekannt ist, Andersdenkende zu töten. In Palästina wollen sie nicht ethnisch gesäubert werden. Ich finde, dass beide Standpunkte ziemlich vernünftig sind, während ich die umfassendere Bedeutung der Position „Kein Krieg, aber Klassenkampf“ verstehe und schätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber realistisch gesehen halte ich sie für unwichtig, abgesehen von einem winzigen Teil der britischen Linken, der historisch gesehen wirklich ziemlich schlecht darin war, selbst die Kriege seiner eigenen Regierung zu stoppen, geschweige denn die von irgendjemand anderem. Und die Argumente, die wir zu diesem Thema haben, sollten uns nicht bei Aufgaben schwächen, bei denen wir tatsächlich einen bedeutenden Unterschied &lt;em&gt;machen können&lt;/em&gt;. Ich muss mit den Leuten nicht einer Meinung über die Ukraine sein, um mit ihnen bei anderen Themen zusammenzuarbeiten, und unsere Bewegung &lt;em&gt;sollte&lt;/em&gt;, das dürfen wir nicht vergessen, heterodox sein. So wie sie derzeit dasteht, ist sie jedoch für Außenstehende (manchmal auch für &lt;em&gt;Insider&lt;/em&gt;) oft fremd und abweisend, da sie durch ständige interne Streitereien zurückgehalten wird, bei denen persönliche Differenzen oft hinter übertriebenen politischen Meinungsverschiedenheiten versteckt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen leiden wir sowohl unter der schlechten Integration mit der linken Basis, die es in diesem Land gibt, als auch unter der langen Malaise, die diese Basis erlebt. Der Anarchismus hat eine Geschichte, in der er viele seiner besten Organisatoren aus den Reihen der Gewerkschaften, der Studentenbewegungen, des Minderheitenaktivismus und der desillusionierten extremen Linken rekrutiert hat, die alle zu kämpfen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gewerkschaften und linken Gruppen sind politisch am Ende und befinden sich größtenteils seit einiger Zeit in einem kontrollierten Niedergang, abgesehen von einigen Gruppierungen in strategischen Branchen, wie RMT auf den Gleisen oder Beschäftigte im Gesundheitswesen im chronisch unterbesetzten staatlichen Gesundheitssystem NHS. NGOs, die nicht einfach nur in einer für uns nutzlosen Weise liberal sind, wurden größtenteils von der Regierung neutralisiert, indem sie „politisch sein“ einfach zu einem schwarzen Fleck für ihre Finanzierung oder sogar illegal gemacht hat. Die Genossenschaftsbewegung hat längst den Großteil ihres radikalen Charakters verloren, abgesehen von einer Randgruppe kleinerer Unternehmen, die in Bereichen wie Wohnungswesen, Buchhandel, Fahrräder und Vollwertkost tätig sind (wobei letztere eine kleine Gruppe ist, die man potenziell in die Kategorie „stark“ einordnen könnte, obwohl sie oft Schwierigkeiten hat, effektiv genug zu konkurrieren, um ein finanzielles Rückgrat zu bilden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dornröschenschlaf der Institutionen und unsere zufällige Verbindung zu ihnen untergraben unsere Fähigkeit, außerparlamentarische Maßnahmen in den Gemeinden erfolgreich anzugehen und zu mobilisieren – und die größte Schwäche von allen ist, dass wir an den meisten Orten außerhalb bestimmter Gebiete in Großstädten und bestimmten Kleinstadt-Enklaven keine klare, zugängliche Basis haben. Es wird erhebliche Anstrengungen erfordern, die Basis wieder aufzubauen, die in der Vergangenheit einen Großteil der Linken im Allgemeinen getragen hat, da das politische Klassenbewusstsein so zersplittert, demobilisiert und entfremdet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe zu, dass dies den Artikel mit einer etwas traurigen Note beendet, aber keine Sorge! Nächste Woche geht es um Chancen, und davon gibt es eine ganze Menge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Teil 2 dieses Artikels erscheint nächsten Sonntag.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk/2025/03/23/anarchism-and-the-new-military-wave-pt-1/&quot;&gt;Analyse&lt;/a&gt; von Rob Ray  via &lt;a href=&quot;https://freedomnews.uk&quot;&gt;freedomnews.uk&lt;/a&gt;,  23. März 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 23 Mar 2025 10:44:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://www.trueten.de/archives/13615-guid.html</guid>
    <category>britannien</category>
<category>england</category>
<category>militarisierung</category>
<category>nato</category>
<category>otan</category>
<category>rüstung</category>
<category>verteidigungshaushalt</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Die Ära der Aufrüstung: Brüssel und Berlin planen gigantische Rüstungsschulden</title>
    <link>https://www.trueten.de/archives/13595-Die-AEra-der-Aufruestung-Bruessel-und-Berlin-planen-gigantische-Ruestungsschulden.html</link>
            <category>Antiimperialismus</category>
            <category>Antimilitarismus</category>
            <category>Berlin</category>
            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Krieg und Frieden</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Staatsapparat</category>
    
    <comments>https://www.trueten.de/archives/13595-Die-AEra-der-Aufruestung-Bruessel-und-Berlin-planen-gigantische-Ruestungsschulden.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://www.trueten.de/wfwcomment.php?cid=13595</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://www.trueten.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=13595</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    Mit einem fast zeitgleich verkündeten Doppelwumms präsentierten die wahrscheinliche künftige Schwarz-Rote Bundesregierung und auch Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am 4. März 2025 ihre Vorschläge, wie massive Erhöhungen der Militärausgaben finanziert werden sollen: über Schulden. Es folgen die wichtigsten Details soweit bislang bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Berlin: Rüstung geht immer I&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.trueten.de/uploads/IMINotwendig.png&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/IMINotwendig.png&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1095,width=1095,top=120,left=633.5,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4717 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.trueten.de/uploads/IMINotwendig.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Logo der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. mit einem Foto einer Person mit einem Smiley und dem Text &amp;quot;IMI braucht Spenden - IMI braucht Euch!&amp;quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Unsere antimilitaristische Arbeit finanziert sich ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge - wir bekommen keine Fördermittel. Spenden sind dank Gemeinnützigkeit steuerlich absetzbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einfach auf &lt;a href=&quot;https://www.imi-online.de/mitglied-werden/&quot;&gt;imi-online.de&lt;/a&gt; eintragen und die Printversion unseres Ausdrucks dazu bekommen.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Laut &lt;a href=&quot;https://www.nato.int/nato_static_fl2014/assets/pdf/2024/6/pdf/240617-def-exp-2024-en.pdf&quot;&gt;Schätzungen der NATO&lt;/a&gt; beliefen sich die deutschen Militärausgaben im Jahr 2024 auf 90,58 Mrd. Euro (2,12 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, BIP). Der Betrag setzt sich zusammen aus dem offiziellen Verteidigungshaushalt von 51,95 Mrd. Euro, hinzu sollten 19,8 Mrd. aus dem Sondervermögen und 18,83 Mrd. Euro nach NATO-Kriterien (militärrelevante Ausgaben aus anderen Haushalten, v.a. für Waffenlieferungen an die Ukraine) kommen (weil ein zeitiger Mittelabruf teils nicht gelang, waren es real wohl rund &lt;a href=&quot;https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-01/verteidigungshaushalt-boris-pistorius-ausgaben-niedrig-gaedechenshttps:/www.zeit.de/politik/deutschland/2025-01/verteidigungshaushalt-boris-pistorius-ausgaben-niedrig-gaedechens&quot;&gt;4,6 Mrd. Euro weniger&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Ausgaben damit zwischen 2014 (34,75 Mrd. Euro) und 2024 (90,58 Mrd. Euro) bereits drastisch gestiegen sind (wieder laut &lt;a href=&quot;https://www.nato.int/cps/en/natohq/news_226465.htm&quot;&gt;NATO&lt;/a&gt;), soll damit das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht sein. Schon im Wahlkampf lieferten sich die Kandidaten einen regelrechten Überbietungswettbewerb in Sachen Militärausgaben. Den Anfang machte Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck, der Militärausgaben von 3,5% des BIP &lt;a href=&quot;https://www.stern.de/politik/verteidigungshaushalt--wo-das-geld-fuer-die-bundeswehr-herkommen-koennte--35366096.html&quot;&gt;forderte&lt;/a&gt;. Auch CSU-Chef Markus Söder &lt;a href=&quot;https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/heftige-kritik-an-trumps-forderung-fuer-hoehere-nato-beitraege,UZIzcpy&quot;&gt;gab zum Besten&lt;/a&gt;, die Verteidigungsausgaben müssten künftig „deutlich über drei Prozent“ des BIP liegen. Und Unions-Spitzenkandidat Friedrich Merz &lt;a href=&quot;https://www.tagesspiegel.de/politik/20-35-oder-5-prozent-merz-bezeichnet-debatte-uber-prozente-bei-verteidigung-als-zweitrangig-12990709.html&quot;&gt;äußerte&lt;/a&gt; sich: „Ob es nun zwei 2,5 oder 5 Prozent sind, ehrlich gesagt, das hat für mich nur eine zweitrangige Bedeutung.“ Es müsse sichergestellt sein, „dass wir das notwendige Geld haben, um die Bundeswehr wieder in die Lage zu versetzen, ihren Auftrag zu erfüllen“, wovon sie aktuell &lt;strong&gt;„&lt;/strong&gt;ziemlich weit entfernt“ sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor der Wahl wurde dann auch in der &lt;a href=&quot;https://www.google.com/url?sa=t&amp;amp;source=web&amp;amp;rct=j&amp;amp;opi=89978449&amp;amp;url=https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/nato-ringt-um-hoehere-verteidigungsausgaben-110241619.html&amp;amp;ved=2ahUKEwijyZz2mfOLAxXJgP0HHWjyPCwQFnoECB4QAQ&amp;amp;usg=AOvVaw1U-X08-sLX1vlnwxCwnXRr&quot;&gt;Presse berichtet&lt;/a&gt;, die NATO beabsichtige auf ihrem Gipfeltreffen im Juni 2025 eine Erhöhung des Mindestausgabenziels von bislang 2 Prozent des BIP auf 3 bis 3,5 Prozent des BIP zu beschließen. Um an diese Werte konkretere Preisschilder zu kleben: 2024 belief sich das deutsche BIP auf 4305 Mrd. Euro, der Haushalt umfasste 476,81 Mrd. Euro. 3,5% des BIP hätten Militärausgaben von ziemlich genau 150 Mrd. Euro bedeutet – rund 32% des gesamten Haushaltes. Würden europaweit mindestens 3,5 Prozent des BIP ausgegeben, würden die Militärausgaben auf knapp 600 Mrd. Euro explodieren – Russland kam laut &lt;a href=&quot;https://www.iiss.org/online-analysis/military-balance/2025/02/global-defence-spending-soars-to-new-high/&quot;&gt;Military Balance&lt;/a&gt; 2024 auf Militärausgaben von 145,9 Mrd. Dollar. Obwohl sich hier völlig zurecht die Frage aufdrängt, ob die hier durch die Gegend geisternden Zahlen noch in irgendeinem auch nur entfernt plausiblen Verhältnis zur potentiellen Bedrohung stehen, war die massive Erhöhung der Militärausgaben bei fast allen Parteien völlig unstrittig – uneins war man sich lediglich lange wie dies finanziert werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Auswahl standen haushaltsinterne Umschichtungen, die aber in diesen Größenordnungen schlicht nicht zu machen sind, wie auch die Union irgendwann einsehen musste. Zwischenzeitlich schien es, als werde ein neues Bundeswehr-Sondervermögen ausgelobt, die Rede war zunächst von 200 Mrd. Euro., dann von 400 Mrd. Euro. Nun scheinen sich Union und SPD auf eine dritte Variante verständigt zu haben: Militärausgaben oberhalb von 1 Prozent des BIP sollen künftig von der Schuldenbremse ausgenommen werden, wobei es dabei wohl weder eine zeitliche noch eine finanzielle Grenze zu geben scheint. Das Fachportal Europäische Sicherheit &amp;amp; Technik &lt;a href=&quot;https://esut.de/2025/03/fachbeitraege/featured-fachbeitraege/57882/einigung-ueber-die-finanzierung-der-bundeswehr/&quot;&gt;schreibt&lt;/a&gt; dazu: „Die Höhe der zusätzlich verfügbaren Finanzmittel ist, soweit bekannt, nicht begrenzt. Beobachter schätzen, dass bis zu 400 Milliarden Euro bereitgestellt werden könnten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei diesem demokratisch überaus fragwürdigen Hauruckverfahren war deshalb so große Eile geboten, weil Linke und AfD im nächsten Bundestag angesichts der für diese Änderung erforderlichen 2/3 Mehrheit eine Sperrminorität hätten. Angepeilt wird deshalb eine Abstimmung im Bundestag in der Kalenderwoche 11 ab dem 10. März 2025. Der voraussichtliche Fahrplan ist bei den griephan-Briefen (Nr. 10/2025) zu finden: 13.03.25: 1. Lesung Plenum; 14.03.25: Abschluss im Ausschuss; 18.03.25: 2./3. Lesung Plenum; 21.03.25: Bundesrat; Spätestens 25.03.25: Konstituierung des 21. Bundestages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Brüssel: Rüstung geht immer II&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahezu parallel dazu verkündete EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am 4. März 2025 ein aus fünf Punkten bestehendes Maßnahmenpaket zur „Wiederaufrüstung Europas“ („ReArm Europe“). Details finden sich in der entsprechenden &lt;a href=&quot;https://europa.eu/newsroom/ecpc-failover/pdf/statement-25-673_de.pdf&quot;&gt;Presseerklärung&lt;/a&gt; von der Leyens:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Punkt 1: &lt;/strong&gt;Militärausgaben sollen von den Schuldenregeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts (Maastricht-Kriterien) ausgenommen werden. Ob dies vollständig oder nur zum Teil der Fall sein soll, geht aus den bisherigen Informationen nicht hervor. Die Kommission spekuliert, dadurch könnten Erhöhungen der Militärausgaben um 1,5 Prozent des BIP befördert und allein hierdurch innerhalb der nächsten vier Jahre zusätzliche 650 Mrd. Euro mobilisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Punkt 2&lt;/strong&gt;: Es soll ein europäisches Finanzierungsinstrument im Umfang von 150 Mrd. Euro eingerichtet werden. Darüber sollen den Mitgliedsstaaten „Darlehen“ für „Investitionen im Verteidigungsbereich“ gegeben werden, was auch Rüstungsgüter für die Ukraine einschließt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Punkt 3&lt;/strong&gt;: Hier soll an die Mittel der Kohäsionsfonds gegangen werden, die eigentlich über die Finanzierung von Umwelt und Infrastrukturmaßnahmen in den ärmeren Mitgliedsländern eine schrittweise Angleichung der Lebensverhältnisse befördern sollen. Nun heißt es aber in der Pressemitteilung der Kommission: „Diesbezüglich können wir kurzfristig viel tun, um mehr Mittel für Investitionen im Verteidigungsbereich bereitzustellen. An dieser Stelle möchte ich verkünden, dass wir den Mitgliedstaaten zusätzliche Möglichkeiten und Anreize vorschlagen werden, damit sie entscheiden können, ob sie die kohäsionspolitischen Programme nutzen wollen, um die Verteidigungsausgaben zu erhöhen.“ Hier geht es für die ärmeren Mitgliedsländer um beträchtliche Mittel: Im aktuellen EU-Haushalt 2021 bis 2027 sind für die Kohäsionsfonds 42,6 Mrd. Euro &lt;a href=&quot;https://www.europarl.europa.eu/factsheets/de/sheet/96/kohasionsfonds&quot;&gt;eingestellt&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Punkt 4&lt;/strong&gt;: Es soll verstärkt privates Investitionskapitel gewonnen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Punkt 5&lt;/strong&gt;: Die Europäische Investitionsbank (EIB) soll vor den Rüstungskarren gespannt werden. Lange war dies gänzlich tabu, dann erfolgte eine Öffnung für Güter mit doppeltem Verwendungszweck. Ohne dass dies aus der Pressemitteilung direkt hervorginge, ist davon auszugehen, dass nun EIB-Gelder für die gesamte Rüstungsklaviatur verwendet werden können sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wirtschaftlicher Holzweg&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ebenfalls von Union und SPD vorgeschlagene Infrastruktur-Sondervermögen von 500 Mrd. Euro ist an sich zu begrüßen, auch wenn hier erst einmal abgewartet werden sollte, wieviel davon in die Ertüchtigung von Infrastruktur gesteckt wird, die aus rein militärischen Gesichtspunkten für den schnellen Truppen- und Güterverkehr erfolgt. Auch milliardenschwere Investitionen in den Bevölkerungsschutz sollen scheinbar aus diesem Topf bezahlt werden, wie bei den griephan-Briefen (Nr. 10/2025) nachlesbar ist: „Wesentliche Teile (wie Verkehrsinfrastruktur, Zivil- und Bevölkerungsschutz) sind verteidigungsrelevant.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von der grundsätzlich notwendigen Kritik an den Plänen zur Erhöhung der Militärausgaben, ist es sicher besser, dass sie nun über Kredite finanziert werden soll, statt den Versuch zu unternehmen, die Gelder durch massive Kahlschläge sämtlicher anderer Budgets unter Einhaltung der Schuldenbremse aufzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicherheitspolitisch lassen sich diese Summen allerdings schon lange nicht mehr begründen, weshalb in jüngster Zeit vor allem unter Berufung auf eine neue Studie des Instituts für Weltwirtschaft auf die vermeintlichen wirtschaftlichen Segnungen kreditgestützter Rüstungsausgaben verwiesen wird. Doch der Glaube, man könne sich aus den aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten herausrüsten, ist eine teure Illusion (siehe dazu &lt;a href=&quot;https://www.imi-online.de/2025/02/16/waffen-und-wachstum/&quot;&gt;IMI-Standpunkt&lt;/a&gt; 2025/008). Der wirtschaftliche Nutzen von Rüstungsausgaben ist extrem begrenzt, weshalb sich die daraus resultierenden Schulden als schwere Belastung erweisen werden, schließlich werden ihre Zinsen aus dem laufenden Haushalt bezahlt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beunruhigend ist auch, dass es für diese Ausnahmeregelung wohl keine Begrenzungen geben soll, weder zeitlich noch was die Summe anbelangt. Insofern ist Ursula von der Leyen in ihrer Presseerklärung leider recht zu geben, wenn sie festhält: „Wir befinden uns in einer Ära der Aufrüstung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: IMI-Standpunkt 2025/018 (update: 7.3.2025). &lt;a title=&quot;Permanent Link to Die Ära der Aufrüstung&quot; href=&quot;https://www.imi-online.de/2025/03/05/die-aera-der-aufruestung/&quot; rel=&quot;bookmark&quot;&gt;Die Ära der Aufrüstung&lt;/a&gt; Brüssel und Berlin planen gigantische Rüstungsschulden von: Jürgen Wagner, veröffentlicht am 5. März 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 07 Mar 2025 12:02:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://www.trueten.de/archives/13595-guid.html</guid>
    <category>doppelwumms</category>
<category>militarisierung</category>
<category>nato</category>
<category>otan</category>
<category>rüstung</category>
<category>verteidigungshaushalt</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Austrittserklärung aus der Partei &quot;Die Linke&quot;</title>
    <link>https://www.trueten.de/archives/13499-Austrittserklaerung-aus-der-Partei-Die-Linke.html</link>
            <category>Antiimperialismus</category>
            <category>Antimilitarismus</category>
            <category>Antirassismus</category>
            <category>Antirepression</category>
            <category>Arbeit und Lohn</category>
            <category>Berlin</category>
            <category>Debatte</category>
            <category>Hartz IV</category>
            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Kommunales</category>
            <category>Krieg und Frieden</category>
            <category>Parlamentarismus</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Rente</category>
    
    <comments>https://www.trueten.de/archives/13499-Austrittserklaerung-aus-der-Partei-Die-Linke.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://www.trueten.de/wfwcomment.php?cid=13499</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://www.trueten.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=13499</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Martin Fritsch)</author>
    <content:encoded>
    Hiermit erkläre ich meinen Austritt aus der Partei DIE LINKE.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.trueten.de/uploads/BrokenLinke.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/BrokenLinke.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=914,width=1021,top=270.5,left=777,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4621 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.trueten.de/uploads/BrokenLinke.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Die Grafik zeigt das Logo der Partei &amp;quot;Die Linke&amp;quot; hinter einer zerbrochenen Glasscheibe&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Grafik: Thomas Trueten&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Credits: Logo: Die Linke, Scherben: Designed by &lt;a href=&quot;https://www.rawpixel.com&quot;&gt;rawpixel.com&lt;/a&gt; via &lt;a href=&quot;https://de.freepik.com/fotos-kostenlos/hintergrund-des-realistischen-gebrochenen-glaseffekts_18834237.htm&quot;&gt;Freepik&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Angesichts der militärischen Eskalation in Europa und Nahost sehe ich mich nicht in der Lage, guten Gewissens eine Partei zur Wahl zu empfehlen, die in der existentiellen Frage von Krieg und Frieden so indifferent agiert, wie DIE LINKE. Statt die Friedensbewegung und andere anti-imperialistische Organisationen parlamentarisch, argumentativ und mit Kampagnen zu unterstützen, meidet DIE LINKE das Thema, das wie kein anderes die neoliberale Agenda dominiert und läuft teilweise sogar den Narrativen von Kriegstreibern hinterher. Die Rechten mobilisieren mit &quot;Kanonen statt Butter&quot; für &quot;Sicherheit&quot; und einen &quot;Sieg für die Ukraine&quot; und ruinieren damit den Sozialstaat, die Infrastruktur, die Wirtschaft und den Klimaschutz und für die angebliche Friedenspartei ist dieser Zusammenhang nur ein nachrangiges Thema im Wahlkampf???&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frieden ist nicht Alles, aber ohne Frieden ist alles nichts. Man kann nicht glaubwürdig für soziale Sicherheit eintreten, wenn man nicht entschlossen gegen jede Kriegspropaganda zu Felde zieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIE LINKE beschränkt sich auf ihre Kernforderungen: &quot;Die Mieten und die Preise müssen runter.&quot; Für die Jugend ist nach einer repräsentativen Umfrage die Kriegsgefahr die wichtigste Sorge! Wollen wir sie der rechten Propaganda &quot;Sicherheit braucht Aufrüstung&quot; kampflos überlassen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Details der Begründung findet ihr unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(...)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit freundlichen Grüßen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Fritsch&lt;br /&gt;
Mitgl. Nr. 4010336;&lt;br /&gt;
(...)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----------------- B e g r ü n d u n g ---------------------------&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die LINKE ist schon seit Beginn des Ukrainekrieges leider bei den großen Aktionen der Friedensbewegung leider nicht vorneweg marschiert, sondern stand als skeptischer Zuschauer am Rand. Trotz der Zuspitzung des Krieges, seinen sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen in Deutschland hat sich das auch nach dem BPT nicht wesentlich geändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort wurden alle friedenspolitischen Änderungsanträge am Leitantrag abgelehnt. Auch die überwiesenen Friedensanträge an den PV, die koordinierte Aktivitäten mit der Friedensbewegung und Kampagnen gegen die Eskalation des Krieges, die Militarisierung und Aufrüstung wurden abgelehnt. Auch der Zusammenhang zwischen dem &quot;Zeitenwende&quot;-Kurs und den massiven Verwerfungen bei Sozialem, Klima, Demokratie und Infrastruktur sollten im Wahlkampf kein zentrales Thema sein. Nicht einmal für eine Kampagne gegen die Stationierung der Mittelstreckenraketen wurden die nötigen Ressourcen bewilligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnend für den Kurs ist Jan&#039;s DLF-Interview das sich deckt mit den Statements im ND. Es stützt wesentliche NATO-Propaganda-Narrative und wird wohl die öffentliche Wahrnehmung unserer Partei in den Medien prägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung, Russland nach 15 Sanktionspaketen durch ein weiteres wirtschaftlich schaden zu können ist absurd. Solange 7/8 der Weltbevölkerung die Sanktionen nicht mittragen wird das Ergebnis ebenso wirken, wie bei den bisherigen Energie-Sanktionen. Durch Verknappung steigt der Preis auf den Weltmärkten, Energiekonzerne und Russland kassieren Extra-Profite, die bezahlt die europäische Bevölkerung und insbesondere Deutschland gelangt in eine Rezession. Also Russland verzeichnet höhere Gewinne aus Energieexporten nicht t r o t z der Sanktionen, sondern w e g e n der Sanktionen. Um das zu verstehen hilft bei Marxisten ein Blick in „Das Kapital“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingriffe in freie Schifffahrtswege sind eine weitere Eskalationsstufe, völkerrechtlich bedenklich und ein Präzedenzfall für andere Staaten, die ihre Interessen durchsetzen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Argumentation folgt dem NATO-Narrativ eines unprovozierten Angriffskrieges, dem Schwarz/Weiß Denken und der Maxime, man müsse und könne Russland so schwächen, dass es verhandeln muss. Welch fataler Irrtum: Jeder Tag vernichtet Menschenleben und schwächt die westliche Position. Die Istanbuler Verhandlungen vom März 2022 erbrachten nach Auffassung beider Delegationen für die Ukraine und Russland akzeptable Kompromisse. Sie wurden von den USA torpediert, wie selbst Frau Newland bestätigte. Seitdem wird jeder Politiker, der zu Verhandlungen drängt oder mit Putin spricht von den Repräsentanten des „Westens“ und den herrschenden Medien diffamiert, sei es der Papst, der UN-Generalsekretär oder der EU-Ratspräsident. Es sollte daher klar sein, wer Verhandlungen blockiert und es ist unsere Aufgabe, bei unseren Regierenden diese Blockade-Haltung aufzubrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres ist der sprachliche Duktus, der tiefe Verachtung der russischen Politik offenbart und abschätzige Herabwürdigung des Gegners. Kein Gedanke daran, dass auch Russland seine Sicherheitsinteressen gewahrt sehen möchte. Dabei beschreibt Jan selbst in seinem Buch, dass Friedensverhandlungen nur zum Erfolg führen, wenn beide Seiten sich auf Augenhöhe mit Respekt begegnen, ohne gegenseitige Schuldzuweisungen auch die jeweils anderen Interessen zumindest zur Kenntnis nehmen. Denn beide Seiten müssen das Ergebnis ihren Nationen als akzeptablen Kompromiss vermitteln können. Offenbar ist unsere Parteispitze von politischer Weitsicht und gesellschaftlicher Verantwortung, wie sie John. F. Kennedy oder Willi Brand in Krisenzeiten des Kalten Krieges bewiesen haben, noch weit entfernt. Und beide erhoben nicht einmal den Anspruch, Sozialisten zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu passen auch die Abstimmungen unserer EU-Parlamentarier in Fragen zu Waffenlieferungen und Aufrüstung: Am 18.9. 1x dafür, 1x Enthaltung, 1x dagegen. Bei der Ukraine Resolution Am 29. 11. war Carola Rackete gleich in die Ukraine gereist um für Waffenlieferungen zu posieren. Das gibt ein verheerendes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die LINKE will für „ein bisschen Frieden“ werben, aber doch demonstrativ anschlussfähig bleiben an den NATO-Konfrontationskurs. Ob das Wähler überzeugt, von denen die Hälfte die zunehmende Konfrontation mit Sorge betrachten? Wir können nicht glaubhaft für soziale Sicherung, Daseinsfürsorge, und Klimaschutz eintreten, ohne den „Elefanten im Raum“ zu benennen, den Zusammenhang zur Aufrüstung und den Folgen der Sanktionen herzustellen. Die drohenden sozialen Verwerfungen werden nicht uns nutzen, sondern den Rechten. Diese Lehre aus der Weimarer Zeit sollten wir beherzigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gilt erst recht für die Lehren aus NAZI-Diktatur und Holocaust: Wir müssen eintreten gegen jede Form von Rassismus und Faschismus, egal wer ihn verübt und wer aus Gründen angeblicher &quot;Staatsräson&quot; für sich Sonderrechte reklamiert. Das gilt natürlich auch für Faschisten und Rassisten in den Regierungen von Israel und der Ukraine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hat sich die LINKE zur Anitsemitismus-Resolution des neoliberalen Blocks im Bundestag nur enthalten, weil einige der Gruppe wohl sonst sogar dafür stimmen wollten-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese hat eindeutig das Ziel, die Freiheit in Kultur und Wissenschaft in Bezug auf völkerrechtswidrige Gewalt des israelischen Staates einzudämmen. Mit explizitem Bezug auf „Vorfälle“ bei der Berlinade oder Dokumenta drohen Veranstaltern finanzielle und rechtliche Repressionen und die völlig unbestimmten Rechtsbegriffe erzeugen ein Klima von Zensur bei Behörden und Selbstzensur bei Veranstaltern. Natürlich soll es in einer freien Demokratie über solche „Vorfälle“ streitbare Debatten geben, und gerade wir LINKEN sollten uns auch für die „Freiheit der Andersdenkenden“ einsetzen, aber diese Resolution zielt darauf ab, solche Debatten gar nicht erst zu ermöglichen. Das ist ein weiterer Schritt ins autoritäre Meinungsmanagement – Bestrafe Eine*n, erziehe Hunderte – Orban lässt grüßen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteiausschluss unseres Palästina Aktivisten Ramsis Kilani auf Betreiben von Spitzenfunktionären ist skandalös.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er in der Anhörung die Anklagepunkte, diffamierende und haltlose Zuschreibungen seitens rechter Medien, widerlegte, ihm in der mündlichen Urteilsbegründung bescheinigt wurde, dass ihm kein Antisemitismus oder vorsätzliche Parteischädigung vorzuwerfen sei, wurde er ausgeschlossen. Begründung war, dass es eine mediale Kampagne gäbe, infolge derer Institutionen die Zusammenarbeit mit der Linken wegen seiner Aktivitäten in der Palästina-Solidarität infrage gestellt hätten.&lt;br /&gt;
Ob man seine Aussagen teilt oder nicht, verlangen wir von allen Genoss*innen, ihre Standpunkte dem medialen Klima unterzuordnen? In unserem Programm heißt es: “Wir haben uns zusammengeschlossen zu einer neuen politischen Kraft, die für Freiheit und Gleichheit steht, konsequent für Frieden kämpft, demokratisch und sozial ist, ökologisch und feministisch, offen und plural, streitbar und tolerant”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteivorstand hat eine Stellungnahme dazu abgelehnt, wohl wissend, dass die Presse dies als Zustimmung wertet.&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 18 Dec 2024 11:18:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://www.trueten.de/archives/13499-guid.html</guid>
    <category>die linke</category>
<category>gaza</category>
<category>israel</category>
<category>linkspartei</category>
<category>nato</category>
<category>palästina</category>
<category>russland</category>
<category>ukraine</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Kampagne &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot; beendet</title>
    <link>https://www.trueten.de/archives/13307-Kampagne-atomwaffenfrei.jetzt-beendet.html</link>
            <category>AntiAtom</category>
            <category>Antimilitarismus</category>
            <category>Krieg und Frieden</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
    
    <comments>https://www.trueten.de/archives/13307-Kampagne-atomwaffenfrei.jetzt-beendet.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://www.trueten.de/wfwcomment.php?cid=13307</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://www.trueten.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=13307</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.trueten.de/uploads/atomwaffenfrei2017_farbig.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/atomwaffenfrei2017_farbig.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1064,width=1959,top=195.5,left=308,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot; title=&quot;Kampagnenlogo Büchel Atomwaffenfrei&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:3814 --&gt;&lt;img alt=&quot;Kampagnenlogo Büchel Atomwaffenfrei&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; src=&quot;https://www.trueten.de/uploads/atomwaffenfrei2017_farbig.jpg&quot; title=&quot;Kampagnenlogo Büchel Atomwaffenfrei&quot; width=&quot;40%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Unser Engagement geht nach Abschluss der atomwaffenfrei-Kampagne entschieden weiter!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1994 engagiert sich der Trägerkreis „Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen!“ für die Ächtung von Atomwaffen und eine atomwaffenfreie Welt. Inzwischen haben sich mehr als 70 Gruppen und Organisationen der Forderung nach dem sofortigen Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für dieses Ziel tritt der Trägerkreis seit seiner Gründung mit Projekten und Kampagnen sowie durch Unterstützung der Webseite „Atomwaffen A-Z“ ein. In den letzten Jahren lag unser Fokus darauf, darüber das Wissen zu stärken, dass US-Atombomben in Büchel lagern und vor Ort dagegen zu protestieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ im Jahr 2016 haben sich die Rahmenbedingungen für unsere Arbeit jedoch deutlich geändert: In Büchel sind keine Camps mehr möglich, weil die dafür genutzten Flächen für uns inzwischen gesperrt sind. Die Atomwaffenstaaten setzen wieder verstärkt auf Atomwaffen und drohen unverhohlen mit dem Einsatz. Viele Menschen sind verunsichert und zweifeln am Sinn nuklearer Abrüstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen auf diese Veränderungen mit neuen Konzepten antworten und schließen die Büchel-Kampagne zum Juni 2024 ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klar ist für uns aber dies: Solange es Atomwaffen gibt, geht unsere Arbeit weiter! Unsere Ziele bleiben der Abzug der Atomwaffen aus Büchel, der Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag und ein Ende der nuklearen Teilhabe in Europa!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden die aktuellen Debatten aufgreifen und öffentlichkeitswirksame Aktionen und Projekte umsetzen! Ein Beispiel dafür ist unser vielbeachtetes Projekt „&lt;a href=&quot;https://www.nuclearban24.eu&quot;&gt;nuclearban24.eu&lt;/a&gt;“ zur Europawahl 2024, das der Forderung nach EU-Atomwaffen klar widerspricht. Zum 30-jährigen Jubiläum des Trägerkreises „Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen!“ am 27./28. September 2024 und der Demonstration am 12. Oktober 2024 in Nörvenich gegen das Atomkriegsmanöver &quot;Steadfast Noon&quot; der NATO werden wir unsere Pläne für die nächste Zeit vorstellen. Unter anderem werden dabei die Bundestagswahl 2025, das Gedenken an 80 Jahre Hiroshima und Nagasaki und damit verbunden die humanitären Folgen von Atomwaffen sowie die geplante Stationierung der neuen B-61-12-Atombomben in etlichen europäischen Ländern, auch in Büchel, eine wichtige Rolle spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://www.atomwaffenfrei.de/blog/artikel/907812301978bd155680f5dc7be303b8/kampagne-atomwaffenfreijetzt-beendet.html&quot;&gt;Erklärung&lt;/a&gt;, 15.07.24&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 15 Jul 2024 17:07:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://www.trueten.de/archives/13307-guid.html</guid>
    <category>atomkriegsmanöver</category>
<category>atomwaffen</category>
<category>Büchel</category>
<category>bundestagswahl</category>
<category>Europawahl</category>
<category>hiroshima</category>
<category>militarisierung</category>
<category>militarismus</category>
<category>nagasaki</category>
<category>nato</category>
<category>nörvenich</category>
<category>steadfast noon</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/</creativeCommons:license>
</item>

</channel>
</rss>
