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»Das sind meine Prinzipien, und wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.« Julius Henry "Groucho" Marx

Goethe-Universität Frankfurt: unter_bau kündigt gewerkschaftlichen Widerstand gegen massiven Stellenabbau an

Das breitformatige Bild zeigt das Logo „unter_bau“ in kräftigem Violett auf reinweißem Hintergrund.  Der Schriftzug erstreckt sich nahezu über die gesamte Bildbreite und besteht ausschließlich aus Kleinbuchstaben. Die Buchstaben sind sehr groß, auffallend fett und in einer modernen, serifenlosen Schriftart gestaltet. Ihre Formen sind geometrisch, mit breiten senkrechten Strichen und schmalen, abgerundeten Aussparungen.  Zwischen den Wörtern „unter“ und „bau“ befindet sich ein violetter Unterstrich, der auf gleicher Höhe wie die unteren Enden der Buchstaben verläuft.  Links unten, deutlich unterhalb des eigentlichen Schriftzugs, steht ein weiteres violettes Gestaltungselement. Es besteht aus einem breiten, rechtwinkligen Balken in Form eines großen, spiegelverkehrten L. Dieses Element greift die kantige Gestaltung der Schrift auf.  Das Logo ist minimalistisch und kontrastreich gestaltet. Die Kombination aus massiver violetter Typografie, weißem Hintergrund und geometrischen Formen vermittelt einen markanten, selbstbewussten und modernen Eindruck.

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Bis zu 1.500 Stellen könnten durch Kürzungen gefährdet sein – über 80 Hilfskräfte beraten über Proteste und Arbeitskampfmaßnahmen.

Am 27. Oktober 2026 kamen mehr als 80 studentische Beschäftigte auf Einladung des Hilfskräfterats und des autonomen Hilfskräftereferats des AStA zur Hilfskräftevollversammlung zusammen, um über den drohenden Stellenabbau an der Goethe-Universität zu diskutieren. Die Hochschulgewerkschaft unter_bau kündigte dort an, die gewerkschaftliche Organisierung und den Widerstand gegen die Stellenstreichungen aktiv voranzubringen. Die Zahl der studentischen Hilfskräfte ist bereits von rund 2.100 im Jahr 2025 auf aktuell 1.700 gesunken. Nun drohen weitere 300 bis 400 Stellenstreichungen.

Fünf Jahre lang hat die Goethe-Universität bewusst Tarifflucht begangen: Trotz des eindeutigen Urteils des Bundesarbeitsgerichts vom 30. Juni 2021, das die Beschäftigung studentischer Hilfskräfte in der Verwaltung untersagt, hielt die Universität an diesem Modell fest, um sich den Verpflichtungen eines Tarifvertrags zu entziehen. Teilweise machen die studentischen Hilfskräfte die gleiche Arbeit wie ihre tariflich beschäftigten Kolleg_innen, berichtete ein Mitarbeiter der Universitätsbibliothek.  Entgegen den Aussagen der Pressestelle der Universität werden in den Bibliotheken keine Tarifstellen ausgeschrieben, so berichten die Beschäftigten. Vielmehr wurde ihnen Arbeitsverdichtung und der Einsatz externer Dienstleister angekündigt. 

„Die Universitätsleitung verkauft einen massiven Stellenabbau als tarifliche Verbesserung. Von 320 betroffenen Hilfskraftstellen sollen gerade einmal 20 erhalten bleiben. Das ist keine Überführung in den Tarifvertrag, sondern die Streichung von fast 94 Prozent der bisherigen Arbeitsplätze. Wir werden diesen Personalabbau nicht einfach hinnehmen. Als Hochschulgewerkschaft organisieren wir die betroffenen Kolleg_innen und bereiten gemeinsam die nächsten Schritte vor. Wenn die Universitätsleitung an ihren Plänen festhält, werden wir auch gewerkschaftliche Arbeitskampfmaßnahmen prüfen.“, erklärt Daniel Katzenmaier, Pressesprecher der Hochschulgewerkschaft unter_bau.

Neben dem Stellenabbau bei den Hilfskräften steht auch die geplante Streichung von 60 Professuren im Raum. Da mit Professuren häufig weitere wissenschaftliche sowie administrativ-technische Stellen verbunden sind, könnten die Auswirkungen auf die Beschäftigung deutlich über die Zahl der gestrichenen Professuren hinausgehen.

„Allein bei den Hilfskräften könnten innerhalb eines Jahres 600 bis 700 Arbeitsplätze wegfallen. Hinzu kommen die möglichen Folgen der geplanten Streichung von 60 Professuren für wissenschaftliche und administrativ-technische Beschäftigte. Hochgerechnet auf die bisherige Personalstruktur könnten damit insgesamt rund 1.500 Stellen gefährdet sein. Die Folgen für Studium, Lehre und Forschung wären gravierend. Wir können allen betroffenen Kolleg_innen nur raten, sich gewerkschaftlich zu organisieren und gemeinsam gegen diese Kürzungen vorzugehen.“, erklärt Katzenmaier.

Die Hochschulgewerkschaft unter_bau fordert den Erhalt sämtlicher betroffener Arbeitsplätze, ihre Überführung in reguläre, tariflich abgesicherte studentische Beschäftigungsverhältnisse und einen sofortigen Stopp weiterer Stellenstreichungen.

Quelle: Pressemitteilung unterbau.org 31.10.2026


 

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