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10. Todestag von Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Şaylemez

Fotos von Fidan Dogan, Sakine Cansiz und Leyla Şaylemez
Fotos von Fidan Dogan, Sakine Cansiz und Leyla Şaylemez
Am 9. Januar 2013 wurden die kurdischen Politikerinnen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez in den Räumen des Kurdischen Informationsbüros in der Nähe des Pariser Nordbahnhofes heimtückisch ermordet.

Es war ein geplanter Mord. Sakine Cansız und Fidan Doğan wurden mit Kopfschüssen, Leyla Şaylemez mit Schüssen in Kopf und Bauch gezielt ermordet.

Sakine Cansız war Gründungs- und Führungsmitglied der Arbeiterpartei Kurdistans - PKK und schloss sich als eine der ersten Frauen dem bewaffneten Widerstand für die Befreiung Kurdistans an. Sie war eine der wichtigsten Symbol- und Identifikationsfiguren für die kurdische Freiheitsbewegung und gilt als Vorbild internationaler Frauenkämpfe.

Siehe auch:

Am 12. Februar 2019 ist der in Neuss ansässige Verlag Mezopotamya vom deutschen Bundesinnenministerium verboten worden. Ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Bundesrepublik. Ein ganzer Verlag wurde kurzerhand zu einer Teilorganisation der in Deutschland verbotenen PKK erklärt.

Drei Herausgeber aus drei Ländern, die sich entschieden gegen die Einschränkung der Meinungsvielfalt stellen, treten nun mit einer Edition der Zensur entgegen und machen einen Teil des deutschsprachigen Programms aus dem Verlag Mezopotamya dem Buchhandel und den interessierten Leser*innen wieder zugänglich. Die Titel erscheinen in einer Gemeinschaftsedition der Verlage edition 8 in Zürich, Mandelbaum in Wien und Unrast in Münster.

Der hier vorliegende erste Teil ihrer Autobiografie, verfasst in den 1990er Jahren, ist ein bedeutendes Zeitdokument, denn hier werden die ersten Schritte der Bewegung aus der Sicht einer großartigen Frau geschildert.

Im zweiten Teil ihrer Autobiografie beschreibt Sakine Cansiz die elf Jahre, die sie von 1979 bis 1990 im Gefängnis verbrachte. Es ist ein Bericht über den Widerstand gegen Entmenschlichung, über Willensstärke und unerschütterliche Hoffnung. Gleichzeitig ist das Buch ein wichtiges Dokument zur Entstehungsgeschichte der kurdischen Frauenbewegung.

Im dritten Band berichtet Sakine Cansiz von ihrem Weg zur Guerilla, ihren Aktivitäten an der Parteischule der PKK in Damaskus und der ständigen Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit. Sie beschreibt dabei diesen schwierigen Prozess, die Überwindung der eigenen Sozialisation, hin zu einer freien Persönlichkeit.


Stuttgart, 12.11.: Auf die Straße gegen die AfD!

Kundgebung um 14.30 Uhr am Mahnmal gegen Faschismus beim alten Schloss: Krieg, Armut, Krise: Die Lösung kommt niemals von Rechts!
Kundgebung um 14.30 Uhr am Mahnmal gegen Faschismus beim alten Schloss: Krieg, Armut, Krise: Die Lösung kommt niemals von Rechts!
Am 12.11. um 15.30 Uhr will die AfD mitten in Stuttgart auf dem Marktplatz eine Kundgebung abhalten unter dem Motto “Wehrt euch gegen Armut, Not & Kälte - unser Land zuerst!”

Die im Kern faschistische AfD marschiert bereits wöchentlich wie in Thüringen und Sachsen gemeinsam mit "Freien Sachsen", Pegida, Identitärer Bewegung, Reichsbürgern und Co. zu Tausenden und versucht, die sozialen Proteste zu instrumentalisieren und nationalistisch-rassistisch umzudeuten. Die AfD beteiligt sich dabei häufig organisatorisch und stichwortgebend.

Doch ist sie längst auch so weit, Großdemos eigenständig auf die Beine zu stellen, wie in Berlin am 8.10., wo sie 8.000 ihrer Anhänger mobilisierte. Auch in Stuttgart versuchen sie, sich auf der Straße zu etablieren. So marschierten am 16.10. Teile der AfD unter anderem mit der Identitären Bewegung und Querdenken mit ca. 3.000 Teilnehmenden durch die Stadt.

Verhindern wir die Instrumentalisierung der sozialen Proteste durch die AfD und ihre nationalistische, rassistische und faschistische Vereinnahmung. Lasst uns solidarisch und mit vielen Menschen lautstark die Straßen gegen die Nazis verteidigen.

Beteiligt euch an den Gegenprotesten! No pasarán!

Mehr Infos:
Stuttgart gegen Rechts
Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart und Region
Aufstehen gegen Rassismus Stuttgart

Rosa-Luxemburg-Werkausgabe goes digital

Foto von Rosa LuxemburgDie Schriften von Rosa Luxemburg sind jetzt auch digital zugänglich. Anlässlich der Haftentlassung von Rosa Luxemburg am 8. November 1918, am Vorabend der Ausrufung der Republik, veröffentlicht der Karl Dietz Verlag Berlin die digitale Edition ihrer Schriften.

Seit den 1970er Jahren erscheint bei Dietz die umfassendste Sammlung der Schriften von Rosa Luxemburg (1871–1919). Die digitale Edition erweitert zukünftig die in Buchform vorliegenden Bände. Sie ermöglicht es, Luxemburg neu oder erstmals zu entdecken, umfassend und vor allem frei zugänglich. Zu finden ist sie unter: https://rosaluxemburgwerke.de.

„Unsere Namensgeberin ist im 21. Jahrhundert angekommen. Durch die digitale Werkausgabe können wir ihre Gedanken besser für die Analyse und Kritik der Verhältnisse nutzbar machen. Das passt in diese Zeit“, so Daniela Trochowski, Geschäftsführerin der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Rosa Luxemburgs Texte können jetzt per Volltextsuche erschlossen und gefundene Zitate einfach per Mausklick mit einer Quellenangabe versehen werden. Ingo Stützle, Dietz Verlag Berlin: „Die digitale Edition erweitert die Luxemburg-Werkausgabe. Für einen Verlag, der dem gedruckten Buch verpflichtet ist, ein aufregendes Neuland. Papier und Nullen und Einsen sind kein Widerspruch mehr.“

Uwe Sonnenberg, Referatsleiter Geschichte in der Rosa-Luxemburg-Stiftung, ergänzt: „Rosa Luxemburg sollte aus ihrer Zeit heraus und vor allem auf der Grundlage ihrer eigenen Schriften verstanden werden. Durch die neue digitale Ausgabe ist das noch einmal in einem viel besseren Umfang möglich!“

Online zu finden sind sowohl die bis 1975 unter widrigen Bedingungen in der DDR erschienenen ersten fünf Bände, als auch die Folgebände, mit denen ab 2014 die Edition fortgesetzt wurde. Darin finden sich unter anderem Mitschriften ihrer Schüler*innen Rosi Wolfstein und Jacob Walcher von Luxemburgs Vorlesungen zur Wirtschaftsgeschichte und Nationalökonomie an der SPD-Parteischule. Damit ist ihr deutschsprachiges Werk komplett erschlossen. Der polnischsprachige Teil des Werks wird in Band 8 ediert und online ebenso nachgereicht wie die sechs Briefbände.

Quelle: Presseinformation: Berlin, den 8. November 2022

Woman, Life, Freedom - the Time has come

Demonstrantinnen bei der  Großdemonstration halten  ihre Forderungen auf Tafeln hoch. Foto: © heba / Umbruch Bildarchiv Berlin
Foto: © heba / Umbruch Bildarchiv Berlin
Mehr als 80.000 Menschen demonstrierten am 22. Oktober 2022 in Berlin für die Freiheit im Iran. Jin, Jiyan, Azadi – „Frauen, Leben, Freiheit“ – schallte es laut über den Platz an der Siegessäule. Europaweit waren die Menschen angereist, um ihre Solidarität mit der Protestbewegung im Iran zu zeigen und den Sturz des autoritären Mullah-Regimes zu fordern. Zu der Großdemonstration aufgerufen hatte das feministische Kollektiv „Woman* Life Freedom Kollektiv“, das von unzähligen Organisationen unterstützt wurde.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv

Weitere Ereignisse zu diesem Thema

k9 - combatiente zeigt geschichtsbewußt: "In Memory of Mama Africa - Miriam Makeba"

Flyer zum Filmabend mit nebenstehendem TextDokumentaressay über die weltbekannte südafrikanische Sängerin, die ein halbes Jahrhundert lang die Welt bereiste und ihre politische Botschaft gegen Rassismus, gegen Armut für Gerechtigkeitund Frieden verbreitete, ist die Hommage an eine Frau, die wie keine andere die Hoffnung und die Stimme Afrikas verkörperte. Ins Exil wurde sie 1959 getrieben, nachdem sie in dem Apartheidkritischen Dokumentarfilm COME BACK, AFRICA mitgewirkt hatte. Als sie 1968 den Black-Panther-Aktivisten Stokely Carmichael heiratete, ins Fadenkeuz des FBI geriet, liess sie sich in Guinea nieder, setzte ihr Engagement gegen das weisse Apartheid-Regime ihrer Heimat von dort aus fort. Diese außergewöhnliche Künstlerin, stellt der Film mit Hilfe von seltenen Dokumentaraufnahmen, zahlreichen Interviews dar. Freunde, Verwandte, Kollegen, die sie zum Teil schon seit deren Anfängen von Johannesburg kennen-schätzen kommen zu Wort wie junge Vertreterinnen der afrikanischen Musikwelt.

Mika Kaurismäki Film "In Memory of Mama Africa - Miriam Makeba Mika"

politisches+künstlerisches Portrait - doku - 2011

Sie kämpfte seit 1960 gegen die Apartheid Südafrikas

Sonntag, 13. November - 19 Uhr

combatiente zeigt geschichtsbewußt: revolucion muß sein! filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen

kinzigstraße 9 + 10247 berlin + U5 samariterstraße + S frankfurter allee
Sonntag, 13. November - 19 Uhr

Gegen die "Lebenschützer": Keinen Schritt zurück! Für ein selbstbestimmtes Leben und Lieben!

Sa 22.10.2022 // 11 Uhr // Marktplatz Schwäbisch Gmünd: Kundgebung und Demonstration
Keinen Schritt zurück! Für ein selbstbestimmtes Leben und Lieben!

Vom 21. bis 23. Oktober trifft sich im Schönblick in Schwäbisch Gmünd eine Melange aus Konservativen, Christlichen Fundis und Rechten. Unter dem Motto „Leben.Würde“ soll drei Tage Lang Position für einen „Konsequenten und uneingeschränkten“ Lebensschutz bezogen werden. Was sich hier mit wohlwollend klingenden Worten versucht einen Humanistischen Anstrich zu verleihen ist und bleibt jedoch ein Sammelbecken für Antifeministi:nnen jeder Couleur.

Keinen Schritt zurück!
In zahlreichen Seminaren soll sich vernetzt und dem Ziel des Schutzes des ungeborenen Lebens näher gekommen werden. Doch diesem Ziel steht seit jeher das Selbstbestimmungsrecht von Frauen entgegen. So laufen die Forderungen der selbsternannten Lebensschützer stets auf die Einschränkung fundamentaler Rechte wie das auf Schwangerschaftsabbruch und Verhütung hinaus. Also ein gefundenes Fressen für all diejenigen denen das Mitspracherecht von Frauen und/oder Menschen anderer sexueller Orientierungen eh schon zu weit geht. So ist es auch kein wunder das sich an diesen Tagen altbekannte Rechte wie die AFD nahe Publizistin Birgit Kelle welche sich abseits des Lebensschutz auch gerne gegen Junge Klimaaktivist:Innen positioniert oder der CDU Bundestagsabgeordnete Alexander Gerd Krauß dessen Lebensschutz Begriff ganz schnell bei Geflüchteten endet hier auftreten. Lasst uns nicht tatenlos zuschauen wenn sich Reaktionäre zusammenschließen um ihre Menschenfeindliche Politik zu planen und den gesellschaftlichen Rollback zu organisieren. Kommt zur Demo in Schwäbisch Gmünd!

Vortrag: Organisierter Antifeminismus in Baden-Württemberg

Fr 21.10.2022 Vortrag "Organisierter Antifeminismus in Baden-Württemberg"
19 Uhr // Bunter Hund, Buhlgäßle 5, Schwäbisch Gmünd

In der Leipziger Autoritarismus-Studie aus dem Jahr 2020 kommt zu dem Schluss, dass über ein Drittel der Deutschen mindestens einer antifeministischen Aussage zustimmt. Das zeigt: nicht nur in extrem Rechten Gruppierungen sind antifeministische Narrative und Ideologien weit verbreitet.
In einem etwa einstündigen Vortrag mit anschließender Austausch- und Diskussionsrunde widmet sich Len Schmid von der Fachstelle mobirex den Fragen, was Antifeminismus ausmacht, welche antifeministischen Narrative in der Gesellschaft vertreten sind und was diese Ideologie so gefährlich macht. Anhand der Betrachtung unterschiedlicher organisierter antifeministischen Gruppierungen in Baden-Württemberg sollen Überschneidungen zu extrem Rechten Ideologien und zu Facetten von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sichtbar gemacht werden. Wir freuen uns über interessierte TeilnehmerInnen.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung auszuschließen.

Eine Veranstaltung des Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“ Schwäbisch Gmünd

Infoabend über Reproduktive Rechte

Fr 14.10.2022
ab 15 Uhr // a.l.s.o Kulturcafé Goethestraße 65, Schwäbisch Gmünd


Seit dem, dass Roe v. Wade – Ein wichtiges Gesetz, dass Schwangerschaftsabbrüche landesweit in den U.S.A garantiert hat – am zweiten Mai dieses Jahres gekippt wurde, haben Frauen in 20 US-Staaten keine Möglichkeit einen Abbruch durchzuführen. Dies hat auch natürlich internationale Folgen: In vielen weiteren Ländern versuchen Abtreibungsgegner die Gesetze zu verschärfen und Frauen ihre reproduktive Rechte wegzunehmen. In vielen Ländern dominieren diese Abtreibungsgegner mehr und mehr, sowie bspw. in Polen. Auch in Deutschland versammeln sich Abtreibungsgegner, beim „Lebensschützer“-Kongress im Schönblick Schönblick-Kongress. Aus diesem Grund veranstalten wir von der Antifa einen Infoabend, der aufklären soll warum Schwangerschaftsabbrüche nötig sind und wie sich Verbote und strenge Gesetze tatsächlich auswirken. Dazu noch werden wir werden auch Spendenorganisationen, die sich für reproduktive Rechte einsetzen, präsentieren.

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Euch.

Eine Veranstaltung der „Jugendantifa Schwäbisch Gmünd“

Blogkino: JIN! JIYAN! AZADI! - The history of the Kurdish Women's Movement (2021)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus die Dokumentation "JIN! JIYAN! AZADI! - The history of the Kurdish Women's Movement". In den letzten Jahren hat die kurdische Frauenbewegung, die gegen Unterdrückung und Faschismus kämpft, in der ganzen Welt große Aufmerksamkeit erregt. Sie ist die am besten organisierte und dynamischste Frauenbewegung im Nahen Osten geworden. Sie wurde zu einer Quelle der Inspiration und Hoffnung für viele Bewegungen auf der ganzen Welt, die für Freiheit kämpfen.
Wie konnte das geschehen? Wie konnte eine so inspirierende Bewegung in einer der am meisten unterdrückten Gesellschaften entstehen?
Um die kurdische Frauenbewegung wirklich zu verstehen, müssen wir die Geschichte der Bewegung und die Bedingungen, unter denen sie sich entwickelt hat, näher beleuchten.

Mahsa Amini. Frauen Leben Freiheit

Foto: © Oliver Feldhaus via Umbruch Bildarchiv: Foto von der Demonstration, Frauen mit Tafeln "Frauen - Leben - Freiheit"
Foto: © Oliver Feldhaus via Umbruch Bildarchiv: Foto von der Demonstration, Frauen mit Tafeln "Frauen - Leben - Freiheit"
Auch in Berlin versammelten sich am Freitag anlässlich des Mordes an Mahsa Amini mehr als 1000 Iraner*innen zu einer eindrucksvollen und kraftvollen Demonstration gegen das Teheraner Mullahregime. Zahlreiche Frauen und auch einige Männer schnitten sich aus Protest die Haare ab.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.


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