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Hobbies
Thomas Trüten ist Metallarbeiter in einem Esslinger Großbetrieb und dort IG Metall Vertrauensmann. Für die IG Metall Mitglieder sitzt er auch in der Delegiertenversammlung, dem "Parlament" und höchsten beschlussfassenden Organ der Mitglieder in der Verwaltungsstelle Esslingen.

Der Kampf um die Verwirklichung der Interessen der Beschäftigten, Erfahrungen aus der antifaschistischen Praxis, dem Friedenskampf und die damit untrennbar verbundenen demokratischen Rechte und gegen Repression werden dabei nicht nur in diesem Blog verarbeitet.

Sprecher des Bündnisses für Versammlungsfreiheit Stuttgart
http://www.versammlungsrecht.info/

Medienaktivist
Fotografie:
Umbruch Bildarchiv, Berlin SO36 http://www.umbruch-bildarchiv.de/
RmediaBase: http://r-mediabase.de/

Bildveröffentlichungen (Auswahl):
"Berra" - Baskische Tageszeitung
"metall" - Mitgliederzeitung der IG Metall
"Der Betriebsrat" - Fachzeitschrift für die erfolgreiche Interessenvertretung
"Vorwärts" - Sozialisitsche Zeitung Schweiz
"Esslinger Echo" - Wochenzeitung
"Antifa-Nachrichten" - Baden Württemberg
"Friedensblätter" - Baden Württemberg
"junge Welt" Linke Tageszeitung, Berlin
"emma" - feministische Publikumszeitschrift
"Graswurzelrevolution" - Anarchopazifistische Monatszeitung
"Direkte Aktion" -Anarchosyndikalisitsche Zeitschrift
Diverse: Kirchenzeitungen, ver.di, IG Metall, AntifaWebseiten, rf-news.de, Onlinemagazine

Zeitungen:
Redakteur StattZeitung Südbaden http://www.stattweb.de/

Diverse Artikel: IndyMedia, Linksunten, Linke Zeitung, Scharf Links, Graswurzelrevolution, neuland ( Beilage im Neuen Deutschland), Antifa Nachrichten, Kritisch-Lesen.de

Blogger mit Beiträgen in verschiedenen Blogs. Kleine Auswahl:

http://redblog.twoday.net/
http://racethebreeze.twoday.net/
http://www.gonorrea.ch/
http://www.meinpolitikblog.de/
http://www.trueten.de/
http://www.militanz.de/

Interviews:
Tageszeitung "junge Welt"
Tageszeitung "Neues Deutschland"
Radio Dreyeckland
Jabber
trueten@riseup.net

Hama Hobel. Tag 4.

Heute habe ich sämtliche Innengewinde und Schrauben nachgeschnitten, da mir der Briefträger mit der Post aus Britannien meinen BSW Gewindeschneidsatz gebracht hat. Da ich die fehlenden Schrauben oder solche die nicht mehr verwendet werden können, originalgetreu neu anfertige, ist auch ein passender Schraubenschlüsselsatz vorteilhaft. Ich plane nicht, jetzt ständig britische Gewinde zu bearbeiten, daher habe ich entgegen meiner sonstigen Grundsätze "gute Heimwerkerqualität" gekauft.



Als nächstes musste ich den Klemmbolzen für die Z- Achse nachfertigen. Das ist eine leichte Übung: Silberstahl ablängen, Enden plandrehen, anbohren für die Körnerspitze, dann auf Maß 14,9 längsdrehen. Als letztes eine 6 Millimeter Bohrung auf Höhe der Klemmschraube setzen, damit der Bolzen bei Auf- oder Abfahren der Achse nicht verrutscht.

Als nächster Act stellte sich das Schwungrad heraus. Im Gegensatz zu den Hobeln meiner Kollegen aus der Zerspanungsbude wird bei meinem der Durchmesser durch den Abstand zum Werktisch begrenzt, weil die Antriebswelle vor der Wartungstüre sitzt. Das macht die Auswahl auf der anderen Seite bedeutend einfacher ;-)

Ich habe mir in Luxemburg bei rc-machines ein gusseisernes Schwungrad mit dem Durchmesser von 205mm bestellt, das natürlich prompt nicht auf die Drehbank passte. Ich hatte jetzt keine Lust nach Feuerbach zu fahren und das Ding auf die Colchester Master 2500 im Hobbyhimmel zu klemmen. Man ahnt es schon: Erst mal wieder den Teilapparat auf die Fräse gepackt. Das Backenfutter herunter gepult, Öhhh, "Behelfspratzen" auf die Flansch geschraubt, mittels Messuhr so halbwegs ausgemittelt und dann mit dem dicken Hardal Schruppfräser Späne und vor allem Dreck produziert.


So behandelt ging das Schwungrad denn auch zum Vordrehen auf die Drehbank. Als erstes Aufbohren der Achsaufnahme auf 20 p6 für die Welle 20 H7. Danach habe ich eine Nut gestoßen, damit das Schwungrad seine Kraft mittels Passfeder auf die Welle überträgt.  Bei einer 20er Welle muss lt. DIN 6885 eine 6x6 Passfeder verbaut werden. Wegen einer Passfeder bestelle ich mir nichts, das lässt sich leicht aus 1.0503 ex. C45k Stahl fertigen. Für den Durchmesser, der für den geplanten Flachriemen jeweils 2° ballig sein muß, damit selbiger nicht von dem Schwungrad rutscht habe ich zuvor einen Probedorn gedreht und diesen mit einer Nut für das Schwungrad sowie einer Bohrung mit Gewinde zur Sicherung während des Umfangdrehens gefertigt. Mit der mitlaufenden Körnerspitze habe ich dann das Schwungrad gesichert und stracks den Umfang auf 200mm abgedreht. 

Die endgültige Übertragungswelle ist recht einfach gefertigt, eine Herausforderung sind die Sicherungen gegen Herausdrehen. Hier habe ich M20 Gewinde angebracht und mit je 2 gekonterten Muttern geklemmt.
Als letztes für heute folgt die Anfertigung der Übertragungswelle, die die Exzenterbewegung als Vorschub auf den Rastmechanismus des Werktisches weiter gibt. Die Welle des Tisches habe ich weitestgehend fertig gestellt, die vorgesehene Kugelkurbel sieht noch etwas neu aus, das wird sich aber schnell ändern ;-)

Die Ermittlung der notwendigen Länge erfolgt mit dem Zollstock. 8-) Durch die Stellung der Klemmschraube auf der Exzenterflansch wird der Vorschub des Tisches geregelt, jede Umdrehung des großen Zahnrads wird in eine Rastung umgesetzt.

Abdrehen der Uniballgewinde auf 9mm H7

Ablängen und Aufbohren der Übertragungswelle auf 9mm g6. Fügen von Uniballschrauben und der Welle mit  Locite 648 (Fügen Welle). 

Feierabend.

Siehe auch:
Hama Hobel. Tag 1
Hama Hobel. Tag 2
Hama Hobel. Tag 3

Hinweis: Der Beitrag enthält Produktlinks zu Amazon. Wenn über diese Links etwas gekauft wird, bekommen wir ein paar Cent davon als Provision, (die eigentlich noch nie zur Kostendeckung gereicht hat). Und ja, wir unterstützen selbstverständlich die Stärkung der gewerkschaftlichen Organisierung der Amazon Beschäftigten, auch praktisch. Wer Links tauschen oder kaufen will, kann sich die Mühe sparen, so etwas gibt es hier nicht. Ebenfalls werden wir keine wohlwollenden Beiträge gegen Entgelt schreiben.

Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen... (Primo Levi)

Verbündete von Querdenker*innen und anderen Verschwörungsideolog*innen und rechtsoffenen Gruppierungen und Parteien wollen am 1.8.21 erneut am Mahnmal der ermordeten Juden Europas vorbeilaufen.

Immer wieder ist es bei ihren Versammlungen und Aufmärschen zum Zeigen antisemitischer Symbole gekommen. Auch vor dem Mahnmal der ermordeten Juden Europas kam es mehrfach zu Provokationen, die live ins Internet gestreamt wurden. Aus einer Demonstration heraus rief am 21.4.21 ein Demonstrant: "Mahnmal der Schande!" Ein bekannter Rechtsextremer filmte sich vor dem Mahnmal mit dem Tagebuch der Anne Frank.

Die mobile Beratung gegen Rechts, die umfangreich recherchiert hat, schrieb bereits im Frühjahr: "Die Spanne des auf der Straße zu erwartenden Spektrums reicht von Corona-Relativierer*innen, Impfgegner*innen, augenscheinlich

esoterischen Milieus, Pegida-Anhänger*innen und Mitgliedern evangelikaler Freikirchen über Teilnehmende der „Montagsmahnwachen für den Frieden“, Vertreter*innen verschwörungsideologischer „Alternativmedien“, „QAnon“- gläubigen „Reichsbürgern“, AfD-Mitgliedern und -Mandatsträger*innen bis hin zu klassischen Rechtsextremen und einer rechten Mischszene aus Hooligans, Gewaltprofis und „Bürgerwehren“."

Gegenwärtig mobilisiert die gesamte Szene zum 1.8.2021 nach Berlin, allen voran Querdenken 711 mit Michael Ballweg.

Bei "Querdenken"-Demonstrationen nähten sich Aktivisten einen "Judenstern" auf die Kleidung, auf dem das Wort "ungeimpft" stand, auf Reden verglichen sie sich mit bekannten Widerstandskämpfer*innen. Sie zeigten bekannte Persönlichkeiten in Häftlingskleidung und griffen immer wieder Journalist*innen an. Mit ihrem Verhalten befeuerten sie die Pandemie, denn sie liefen häufig ohne Abstand und ohne Maske.

Ihr Aufmarsch am 1.8.21 wird nicht ohne unseren sichtbaren Widerspruch bleiben. Wir werden da stehen, wo sie vorbeilaufen - als Schutz für das Mahnmal der ermordeten Juden und als Mahnung!

Lasst uns auch an diesem Tag #unteilbar sein und unterstützt uns! Die Pandemie ist nicht vorbei! Wir halten Abstand und schützen uns gegenseitig - Masken sind selbstverständlich!

Kommt am 1.8.21 ab 11:00 Uhr zur Kundgebung!
Ort: Ebertstr / ab Ecke Behrenstr. Richtung Hannah-Ahrendtstr.

Omas gegen Rechts Berlin / Deutschland-Bündnis
Bündnis Berlin für ein weltoffenes Berlin
Aufstehen gegen Rassismus
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-BdA

Die Hochwasserkatastrophe und die Mobilisierung recht(sextrem)er Akteure

Hochwasser in Altenahr-Kreuzberg am 15. Juli 2021
Hochwasser in Altenahr-Kreuzberg am 15. Juli 2021
Foto: Von Martin Seifert.Der ursprünglich hochladende Benutzer war CnndrBrbr in der Wikipedia auf Deutsch - Übertragen aus de.wikipedia nach Commons.(Original text : Selbst), CC0,
Spätestens seit der Corona-Krise ist allgemein offenkundig, dass Rechtsextreme in Krisen- und Katastrophenmomenten Morgenluft wittern und das Thema bespielen mit dem Ziel politisches Kapital aus einem (vermeintlich) schwächelnden Staat zu ziehen. Doch wollen sie keine uneigennützige Hilfe zur Selbsthilfe leisten, sondern sich als unentbehrliche politische und soziale Avantgarde der Gesellschaft in Erinnerung halten.

Eine Liste unvollständiger Beispiele aus Rheinland-Pfalz:
• Die rechtsextreme Hooligan-Band Kategorie C sammelt Spenden um sie nach Horhausen (Westerwald) zu bringen

• Der rechtsextreme „Volkslehrer“ Nikolai Nerling und ein Tross Mitreisende besucht Ahrweiler

• Die Gruppe „Eltern stehen auf“ aus dem Spektrum der „Querdenker“ planen ein Familienzentrum mit psychologischer Unterstützung für Kinder in Ahrweiler

• Querdenker und „Corona-Rebellen“ melden Versammlungen im Krisengebiet an und chartern Busse dorthin

• Bislang unbekannte fahren mit Lautsprecherfahrzeugen, die polizeilichen Einsatzfahrzeugen ähneln, durch das Krisengebiet und verkünden wahrheitswidrig, dass die Polizei, Hilfs- und Rettungskräfte die Anzahl der Einsatzkräfte reduziert

• Rechtspopulisten und Rechtsextreme sammeln Sach- und Geldspenden (auf eigenen Konten)

Krisen(v)erklärungen
Das Schema mit dem sie in der Krise mobilisieren ist im Kern ein populistisches: Die (öffentlich-rechtlichen) Medien hätten unzureichend gewarnt und damit ihre Existenzberechtigung verwirkt; Verwaltung und Regierung hätten versagt in der Katastrophenvorsorge, weil sie die Gefahr nicht ernst genommen und die zuständigen Stellen kaputtgespart hätten; Die Bundeswehr sei nun zur Unfähigkeit und Nutzlosigkeit verdammt, weil auch sie unterfinanziert und zu allem Überdruss generell im Dienste fremder Interessen operiere, nicht zum Wohle des deutschen Volkes; Der Staat helfe insgesamt zu wenig und schicke vor allem nicht genügend Personal, weshalb beispielsweise Querdenker Versammlungen anmelden, um Staatsbedienstete in die Orte zu zwingen und sie dann der sinnlosen Begleitung der Versammlungen schmähen zu können. Verschwörungsideologen finden in altbekannten Erzählungen eine Erklärung für die Naturkatastrophe, etwa indem sie die NASA bezichtigen für den Niederschlag verantwortlich zu sein (siehe „HAARP“-Verschwörung).

Worauf jetzt zu achten ist
Rechtsextreme inszenieren sich in der Krise als Helfer für die „einfachen“ und von der Elite „verratenen“ Leute. Diesem durchsichtigen karitativen und propagandistischen Handeln können die Akteure vor Ort begegnen, insbesondere stehen Multiplikatoren aus den Verwaltungen, Krisenstäben und der Bürgerschaft in der Verantwortung, sich nicht das Heft des Handelns entreißen und den Rechtsextremen unnötigen Gestaltungs- und Handlungsspielraum zu überlassen. Offizielle Hilfen, die im Einzelfall noch nicht oder nur unzureichend vor Ort präsent sind, eröffnen Vakua, die Rechtsextreme leicht versuchen können (propagandistisch) zu füllen.

• Kameradschaftsführer nahmen in vergleichbaren Fällen Kontakt mit Krisenstäben auf und stellten ihnen Helfer zur Verfügung; organisierte Rechtsextreme traten teils erkennbar in Uniform oder einheitlicher (Partei-)Kleidung im Katastrophengebiet auf.
Krisenstäbe sollten auf solche Angebote mit Skepsis würdigen und sich fragen, wer dort mit welchem Eigeninteresse auftritt und geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen. Helfer, die ohne Absprache ins Katastrophengebiet reisen verstopfen mitunter Zufahrts- und Rettungswege, bindet Einsatzkräfte und steht im Weg herum – Krisenstäbe sollten das in ihrem Einsatzkonzept bedenken.

• Rechtsextreme übergeben Sach- und Geldspenden teils an große Organisationen oder Krisenstäbe in der Erwartung eines schmeichelhafte Fotos, das die eigene Rolle würdigt und sich für die Propagandazwecke nutzen lässt.
Organisationen und Krisenstäbe sollten auch hier die Helfer wachen Auges würdigen sich gewahr werden, wer ihnen gegenüber steht und welche Eigeninteressen das Gegenüber verfolgt und entsprechende gemeinsame Fotos verweigern.

• Eigene Verteilung von Sach- und Geldspenden
Innerhalb der Krisengebiete sollte der Krisenstab darauf bestehen eigenverantwortlich die Verteilung von Spenden durchzuführen – und dies auch durchsetzen, damit Rechtsextreme nicht in ihrer instrumentellen Rolle als Kümmerer öffentlich aufgewertet werden.

• Rechtsextreme senden aus dem Krisengebiet in sozialen Medien und vermitteln dort falsche Informationen.
Denkbar wäre es, dass die Polizei ihre rechtlichen Bestimmungen nutzt und auf das Verlassen des Katastrophengebiets hinwirkt. Ein Zwischenschritt kann im Kontrollieren von Presseausweisen bestehen.
Einsatzkräfte und Helfer aus der Bürgerschaft sollten dafür sensibilisiert werden, dass sie von Rechtsextremen für Propagandabeiträge vereinnahmt werden könnten.

• Ehrungen für Helfende nach der Katastrophe
Auch nach den Aufräumarbeiten stehen insbesondere Kommunen und Hilfsorganisationen in der Verantwortung Rechtsextremen nicht nachträglich noch eine offizielle Ehrung zu erteilen.

Grundsätzlich sind in den Auseinandersetzungen die selbstlosen Ideale der Blaulichtfamilie (jeder Person wird ohne Ansehen gemäß ihrer Notlage geholfen) gegen den ausschließenden Ansatz der Rechtsextremen zu behaupten. Das ist nicht nur, aber gerade auch in der Krise, das Gebot der Vernunft und Menschlichkeit.

Quelle: Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus / DGB Koblenz, Erklärung vom 21. Juli 2021 (pdf)

Vom Schwarzen Juli bis heute: Gedenken heißt handeln! Freiheit für Tamil Eelam!

Am 23. Juli jährt sich der Beginn der systematischen Angriffe gegen die tamilische Minderheit auf Sri Lanka, die als „Schwarzer Juli“ in die Geschichte eingegangen sind. Unmittelbarer Auslöser für die Ausschreitungen war die Tötung von 12 Soldaten durch tamilische Kämpfer der LTTE am 23. Juli 1983. Vorangegangen waren die dauerhafte Erklärung des Ausnahmezustands, eine verschärfte Anti-Terror-Gesetzgebung und die Aussetzung von 1982 fälligen Parlamentswahlen durch die Regierung des singhalesischen Politikers Junius Richard Jayewardene, die eine Häufung von Verschwindenlassen und Folter in Gefangenschaft zur Folge hatten.

Betroffen davon waren sowohl Tamilen als auch Singhalesen, denen Unterstützung von als terroristisch eingestuften Organisationen vorgeworfen wurde. Dadurch war das politische Klima sehr angespannt. Nachdem die Leichname der Soldaten nach Colombo überführt wurden, fing in den späten Abendstunden des 24. Juli 1983 das Pogrom in der Hauptstadt Colombo an und verbreitete sich innerhalb von nur wenigen Stunden über das ganze Land. Über sieben Tage lang attackierten, verbrannten, plünderten, vergewaltigten und töteten singhalesische Mobs tamilische Zivilisten. Dabei wurden mehr als 5.000 Tamilen getötet, sowie 18.000 Häuser und Geschäfte zerstört. Insgesamt verloren 150.000 Tamilen ihr Zuhause. Hierbei gelang ein großer Teil des tamilischen Eigentums in singhalesische Hände; dabei wurden die Täter teilweise von regierungsnahen Politikern angestachelt und Mitglieder von Polizei und Militär beteiligen sich an den Ausschreitungen. Die damalige Regierung Sri Lankas unterstützte dieses brutale Vorgehen durch die Weitergabe von Wählerlisten, die es ermöglichten, über einen Zeitraum von einer Woche die Wohnhäuser und Geschäfte von Tamil*innen zu identifizieren und anzugreifen. Der wirtschaftliche Schaden betrug rund 300 Millionen US-Dollar.

Daraufhin flüchteten mehr als 100.000 Sri-Lanka-Tamilen in andere Länder, welche heute als Tamilische Diaspora bekannt sind. Auch hat Indien mehrere Flotten nach Sri Lanka versandt, um die Tamilen im Süden und Zentrum zu evakuieren und in den von Tamilen dominierten Norden der Republik zu bringen.Der Bürgerkrieg dauerte über 30 Jahre an und endete mit einem Einmarsch der sri-lankischen Armee in die tamilischen Gebiete im Norden und Osten der Insel, die sich unabhängig erklärt hatten. Bis heute gelten rund 146.000 Tamil*innen offiziell als vermisst.

Wir erinnern an die Pogrome gegen die tamilische Bevölkerung vor 38 Jahren in Sri Lanka, wollen den Opfern gedenken und den Angehörigen Trost spenden.

Gleichzeitig fordern wir ein Ende der Straffreiheit für die Henker in Staat und Militär, die bis heute an der Macht sind. Die politischen Gefangenen müssen freigelassen werden und eine internationale unabhängige Kommission soll die Kriegsverbrechen untersuchen.

Wir kämpfen für das Ende der anhaltenden Unterdrückung und das Selbstbestimmungsrecht der tamilischen Bevölkerung!



Quelle: Wikipedia, Die Linke NRW, Flüchtlingsrat Baden-Württemberg