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Gemeinsame Erklärung: Ein Jahr nach der gewaltsamen Vertreibung und den zahlreichen Meschenrechtsverletzungen Nueva Palestina, Landkreis Ocosingo, Chiapas

Vortrag der Erklärung
Vortrag der Erklärung
Ein Jahr nach dem bewaffneten Angriff und der gewaltsamen Vertreibung von 34 Personen aus der Gemeinde Nueva Palestina, darunter 24 Kinder und Jugendliche, fordern wir von den staatlichen und föderalen Behörden dringende Aufmerksamkeit für die Situation der 5 Familien, die von diesen Ereignissen, die ihre Menschenrechte gravierend verletzten, bedroht sind.

Die Zwangsvertreibung hat ihren Ursprung in der Feindseligkeit, die durch die Verteidigung der Menschenrechte seitens Versaín Velasco García angesichts der willkürlichen Verhaftung und Inhaftierung von fünf Jugendlichen, die eines Raubüberfalls beschuldigt wurden, durch die Gemeindebehörden und mächtige Gruppen entstanden ist.

WIR VERURTEILEN


Die exzessive Anwendung von Gewalt seitens der Behörden, der Polizei und bewaffneter Zivilisten aus der Gemeinde gegen Versain, seine Frau und seine Kinder, darunter ein 9 Monate altes Mädchen, sowie willkürliche und illegale Verhaftungen, Folter und Inhaftierungen.

Die Verfolgung, Schikanierung, Einschüchterung und Verfolgung der Familie Velasco García durch die Behörden, die zu zahlreichen Verletzungen geführt hat: Wunden durch Stöcke, Klingenwaffen und Schusswaffen, weitere Aggressionen, wie Folter und andere grausame, unmenschliche und erniedrigende Behandlungen.

Außerdem die Gefangennahme, Folter und das gewaltsame Verschwinden von Fredy Gómez Santiz. Die sexuelle Folter an Frau Isaura Velasco García, durch die sie das Kind nach sechswöchiger Schwangerschaft verlor, da es keine medizinische Hilfe gab. Die Enteignung von 70 Hektar Land, Eigentum von Frau Alejandra Garcia Perez.

Ein Jahr nach der Vertreibung und der Verletzung des Rechts auf ein menschenwürdiges Leben und Wohnen, auf Zugang zu Gesundheit und Nahrung sowie auf ein Leben in Frieden wenden wir uns gegen die Nachlässigkeit und das Versäumnis der Behörden der drei Regierungsebenen sowie gegen das Fehlen von Ermittlungen und juristischen Maßnahmen zugunsten der Opfer durch die Staatsanwaltschaft für die indigene Justiz, die außerdem darauf ausgerichtet war, Verbrechen gegen sie zu fabrizieren.

Wir drücken unsere Sorge um die Gesundheit und Unversehrtheit von Versaín Velasco García aus, dem derzeit im CERSS 16 von Ocosingo die Freiheit entzogen wird und der angesichts des Schweigens der Behörden am 14. Dezember 2022 in einen Hungerstreik trat, um seine Freiheit zu fordern.

WIR FORDERN


• Die sofortige Freilassung von Versaín Velasco García.

• Die Suche, das Auffinden und die lebendige Präsentation von Fredy Gómez Sántiz.

• Dringende Aufmerksamkeit des Staatsrats für umfassende Maßnahmen gegen Binnenvertreibung.

• Untersuchung der Fälle von Folter an Minderjährigen.

• Untersuchung, Bestrafung für die sexuelle Folter, die die Frauen Isaura, Antonia und Priscila erlitten haben.

• Aufhebung der bestehenden Haftbefehle gegen die Brüder Versaín.

• Kenntnisnahme und Registrierung bei der Comisión Ejecutiva Estatal de Atención a Victimas (CEEAV). 1

• Umfassende Wiedergutmachung für den Schaden, der den Opfern zugefügt wurde.

• Gewährleistung eines ordnungsgemäßen Verfahrens bei der Entwicklung der Usos y Costumbres (wörtl. Sitten und Gebräuche) unter uneingeschränkter Achtung des Lebens und der Menschenwürde.

Wir fordern lokale, nationale und internationale Organisationen, die sich für die Verteidigung und Förderung der Menschenrechte einsetzen, die staatliche und nationale Menschenrechtskommission (CEDH-CNDH), die Interamerikanische Menschenrechtskommission (IACHR) und die Menschenrechtsorganisation der Vereinten Nationen (UNHCHR) auf, sich im Rahmen ihrer Mandate und Aufgaben mit diesem Fall zu befassen und dringende Bitten und Appelle an den mexikanischen Staat zu richten, damit er sich der Situation annimmt und dazu beiträgt, Menschenrechtsverletzungen zu verhindern.

Wir fordern die Anwesenheit von humanitären Schutzschilden und internationalen und nationalen Beobachtern wie Swefor und SiPaz, um sicherzustellen, dass dieser Prozess friedlich und innerhalb des internationalen Menschenrechtsrahmens verläuft.

Unterzeichnende

Equipo Jurídico Solidario.
Melel Xojobal A.C.
Pastoral Social, Diócesis de San Cristóbal de Las Casas.
Centro de Derechos Humanos Fray Bartolomé de Las Casas.

San Cristóbal de Las Casas, Chiapas, 19 de diciembre de 2022

Staatliche Exekutivkommission für die Betreuung von Opfern
Quelle

Aufstieg und Fall des „grünen Goldes“

Das Foto zeigt Avocados
Foto: olle svensson via Flickr
Lizenz: CC BY 2.0
(Mexiko-Stadt, 31. Oktober 2022 desinformémonos). Wussten Sie, dass eine von drei weltweit erhältlichen Avocados in Mexiko angebaut wurde? Und es ist kein Zufall, dass bei Großveranstaltungen wie dem Super Bowl in den USA mehr als 100.000 Tonnen dieser Frucht verzehrt werden. Die USA haben zwischen 2015 und 2018 fast eine Million Tonnen Avocados aus Mexiko importiert.

Doch das so stark nachgefragte Produkt stammt aus Monokulturen. Sein Exportmodell basiert auf einem entwicklungspolitischen Ansatz, der die unvermeidlichen und vielfältigen sozialen und ökologischen Schäden außer Acht lässt. Monokulturen sind großflächige und homogene Anbausysteme für ein einziges Produkt. Aufgrund der intensiven Landnutzung und des hohen Einsatzes von Chemikalien verursachen sie Bodenerosion, verringern die Artenvielfalt und machen das Land unfruchtbar.

Avocadosorte Hass: Monokultur mit schwerwiegenden Folgen

Das Ziel, mexikanische Avocados in viele Länder zu exportieren, um sich in die Weltwirtschaft zu integrieren, hat zur Ausbreitung von Monokulturen geführt – mit schwerwiegenden Folgen. Das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (SAGARPA) erklärt, dass „Mexiko der wichtigste Produzent und Exporteur von Avocados ist“. Die meisten Avocados werden in den Bundesstaaten Mexiko, Jalisco, Michoacán, Morelos und Nayarit angebaut.

Laut SAGARPA werden jährlich Avocados im Wert von 2,5 Milliarden Dollar produziert. Von den genannten Bundesstaaten führt Michoacán die Liste an: Dort werden 80 Prozent des sogenannten grünen Goldes angebaut. Um die Nachfrage auf dem Weltmarkt zu befriedigen, wurden zahllose Waldgebiete, darunter vor allem Kiefernwälder, abgeholzt und riesige legale und illegale Plantagen für eine einzige Avocadosorte angelegt: Hass. Im Jahr 2017 gingen im Bundesstaat Michoacán 20.000 Hektar Wald durch den großflächigen Avocadoanbau verloren, was fast der vierfachen Fläche der Gemeinde Coyoacán in Mexiko-Stadt entspricht.

In den vergangenen vierzig Jahren ist die Anbaufläche überproportional gewachsen: von 30.000 Hektar im Jahr 1980 auf 80.000 Hektar im Jahr 2000 und auf 165.000 Hektar im Jahr 2019. Bei fast einem Drittel der Flächen handelt es sich um illegale Anpflanzungen.

Hoher Wasserverbrauch und Pestizideinsatz, illegale Anbauflächen

Die wirtschaftlichen Gewinne, die dank der Steigerung des weltweiten Absatzes entstehen, kommen nur wenigen Menschen zugute, hinterlassen aber irreparable Schäden. Außerdem erfordert der Avocadoanbau große Mengen Wasser sowie den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln. Dies  führt zur Verschmutzung von oberflächlichen Wasservorkommen und zur Schädigung von Grundwasserleitern. Die Abholzung wiederum verändert den Wasserkreislauf und verringert die Verfügbarkeit von Wasserressourcen.

Mit Brandrodung werden die Anbauflächen vergrößert. Sobald eine Waldfläche verloren ist, genehmigt das Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen (Semarnat) die Umwidmung der Flächen für die Landwirtschaft. Vor diesem Hintergrund kritisieren zivilgesellschaftliche und Umweltorganisationen, dass für Tausende Hektar Anbaufläche keine Umweltgenehmigung vorliegt. Sie fordern, dass die Region überwacht wird, um Anbauflächen in Gebieten aufzuspüren, in denen landwirtschaftliche Nutzung verboten ist.

Avocadoanbau führt in Purépecha zu Bodenerosion

Eine der am stärksten von der Avocadoproduktion betroffenen Regionen ist Purépecha im Bundesstaat Michoacán. Hier haben sich die lokalen Gemeinden organisiert, um eine Landnutzungsänderung in ihren Wäldern zu verhindern. Die Gemeindebehörden berichteten infolge der Abholzung über Probleme mit Wasserknappheit und Bodenerosion  sowie über das Eindringen in bewaldete Gebiete zur Anlage von Avocadoplantagen. Im Jahr 2018 wurden außerdem mehrere Todesfälle aufgrund von überlaufenden Flüssen und Dämmen gemeldet.

Die anhaltende Verschlechterung der Situation und die zunehmenden Konflikte im Bundesstaat wurden von der Beobachtungsstelle für sozioökologische Konflikte der Iberoamerikanischen Universität von Mexiko-Stadt (OCSA) dokumentiert. Die Untersuchung befasst sich mit der Dokumentation und Analyse von sozioökologischen Konflikten, die sich aus extraktivistischen Projekten ergeben.

Zwischen 2017 und 2020 verzeichnete die OCSA – basierend auf mehreren Berichten in der mexikanischen Presse – 32 Projekte im Zusammenhang mit Avocado-Monokulturen, von denen mindestens 17 illegal sind. In allen Berichten werden verschiedene Umweltauswirkungen genannt, wobei die häufigsten Umweltschäden das Wasser betreffen (17), gefolgt vom Boden (13) und der Biodiversität (4).

Diversifizierung der Anbauprodukte muss her

All diese Auswirkungen werden bei der Kommerzialisierung der Avocado unterschätzt oder ignoriert. Daher muss die wirtschaftliche Betrachtung auch die schädlichen Auswirkungen der Monokultur berücksichtigen. Und die Produktion muss diversifiziert werden.

Der Avocadoanbau schafft zwar in mehreren mexikanischen Bundesstaaten Arbeitsplätze, diese sind jedoch nicht gut bezahlt. Gleichzeitig verursacht die Art des Anbaus und der Produktion irreparable Schäden für die anliegenden Gemeinden und die Umwelt. Ein Ende der Monokulturen ist deshalb dringend geboten. Wir müssen zu agrarökologischen, nachhaltigen Alternativen übergehen, die die Gesundheit der Gemeinschaften und ihrer Böden respektieren.

Quelle: NPLA

Keine Anklage gegen Bürgermeister im Fall Ayotzinapa

Zweigeteiltes Foto. Die linke Seite zeigt Demonstration mit den Porträts der 43 Studenten aus Ayotzinapa. Die rechte Seite zeigt den Ex-Bürgermeister von Iguala, José Luis Abarca. Er gilt als Hauptverdächtiger im Fall des verschwindenlassens der 43 Studenten aus Ayotzinapa. Grafik: Desinformémonos
Der Ex-Bürgermeister von Iguala, José Luis Abarca, gilt als Hauptverdächtiger im Fall des verschwindenlassens der 43 Studenten aus Ayotzinapa. Grafik: Desinformémonos
(Mexiko-Stadt, 14. September 2022, desinformémonos/poonal).- Die Mordanklage gegen den Hauptverdächtigen im Fall Ayotzinapa, José Luis Abarca, ist überraschend abgewiesen worden. Dabei gilt der Ex-Bürgermeister von Iguala im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero seit Beginn der Ermittlungen als Schlüsselfigur der Ereignisse in der Nacht des 26. September 2014. Damals verhafteten Polizist*innen aus Iguala, verstärkt durch Einheiten aus Huitzuco und Cocula, die 43 Lehramtsstudenten von Ayotzinapa und übergaben sie anschließend an Mitglieder des Drogenkartells Guerreros Unidos. Die Studenten hatten zuvor Busse gekapert, um zu einer Demonstration nach Mexiko-Stadt zu fahren, ohne zu wissen, dass in den Bussen Drogen versteckt waren.

Richter sieht nicht genügend Beweise

Der Dritter Bezirksrichter in Bundesstrafverfahren in Tamaulipas befand jedoch, dass das Bundesinnenministerium nicht genug Beweise für eine Anklage erbracht habe. Die Klageabweisung erfolgte, obwohl die von der mexikanischen Regierung eingesetzte Wahrheitskommission erst kürzlich festgestellt hat, dass „A1“ den Befehl gegeben hat, die 43 Lehramtsstudenten von Ayotzinapa zu verhaften und an das Drogenkartell Guerreros Unidos zu übergeben, wo sie vermutlich ermordet worden sind. Bei „A1“ soll es sich um Abarca gehandelt haben.

Trotz der richterlichen Entscheidung bleibt Abarca im Gefängnis, da gegen ihn noch weitere Anklagen wegen Mordes vorliegen. Abarca soll im Juni 2013 Arturo Hernández Cardona, Vorsitzender des Bauernverbandes Unión Popular sowie die Aktivisten Félix Bandera Román und Ángel Román Ramírez erschossen haben.

Angehörige demonstrierten für Freilassung Abarcas

Erst am 28. August veranstalteten Angehörige und Freund*innen des Ex-Bürgermeisters und seiner Frau eine Demonstration in Iguala, um die Freilassung des Paares zu fordern, das seit acht Jahren mit Anklagen wegen Mordes und organisiertem Verbrechen im Gefängnis sitzt. Überraschend nahmen auch mindestens fünf Väter und Mütter der 43 Verschwundenen an der Demonstration teil. Sie halten Abarca für „nicht schuldig“.

Der Richter aus Tamaulipas, Samuel Ventura Ramos, hatte zuvor bereits 77 weitere Verdächtige im Fall Ayotzinapa freigelassen. Das Bundesinnenministerium kündigte umgehend an, das Urteil anfechten zu wollen. Das Ministerium erklärte zudem, dass es vier Haftbefehle gegen Angehörige der Armee gebe, von denen drei bereits vollstreckt seien. Einer der Verhafteten ist José Rodríguez Pérez, der damalige Kommandant des 27. Infanteriebataillons von Iguala.

Quelle. CC BY-SA 4.0 Keine Anklage gegen Bürgermeister im Fall Ayotzinapa von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 2: Das Attentat auf Pinochet - Operación Siglo XX / Operation XX. Jahrhundert

Augusto José Ramón Pinochet Ugarte Quelle: Biblioteca del Congreso Nacional de Chile
Augusto José Ramón Pinochet Ugarte
Quelle: Biblioteca del Congreso Nacional de Chile, CC BY-SA 3.0 cl
In der Reihe "Die schönsten Attentate des 20. Jahrhunderts" steht das - leider fehlgeschlagene - auf den Augusto Pinochet ganz vorne.

Anfang 1986 beschließt die Führung der Frente Patriótico Manuel Rodríguez (FPMR) eine Operation zur Tötung von Augusto Pinochet zu planen. Seit dem Militärputsch gegen die linksgerichtete Regierung unter Salvador Allende 1973 ist Pinochet die Führungsfigur des von der US Administration gestützten Faschismus, sein Tod könnte die Agenda der FPMR (die zu dem Zeitpunkt noch der “bewaffnete Arm” der kommunistischen Partei Chiles ist, auch wenn sie dies offiziell dementiert) (1) den Nationalen Aufstand zu realisieren den entscheidenden Schritt voranbringen.

Beitrag Sūnzǐ Bīngfǎ, auch auf untergrund blättle

Chile: Zum Jahrestag ein Attentat
Seit drei Jahren kommt es in Chile regelmäßig an jedem Jahrestag zu Protesttagen. Kurz vor dem 13. Jahrestag des Militärputsches wurde auf Diktator Pinochet ein Attentat verübt, das ihm jedoch nur eine leichte Verletzung beibrachte. Ein geglücktes Attentat hätte in Chile zu einer neuen Dynamik der Entwicklung geführt. Denn Pinochet ist zur unersetzlichen Symbolfigur der Diktatur geworden.

taz. die tageszeitung vom 9. 9. 1986

Hungerstreik in Chile
Angeblich im Zusammenhang mit dem gescheiterten Anschlag auf den chilenischen Präsidenten Augusto Pinochet vom 7. September 1986 hat der militärische Geheimdienst CNI eine weitere Verhaftung vorgenommen. Arenas wurde bereits am 19. Februar nach einem Feuergefecht mit CNI–Agenten, bei dem er verletzt wurde, in Santiago festgenommen.

taz. die tageszeitung vom 5. 3. 1987

Hart durchgreifen. Das mißglückte Attentat auf Pinochet lieferte dem Diktator den Vorwand zu verschärfter Repression. Er will auch über 1989 hinaus Präsident bleiben.

1 aus DER SPIEGEL 38/1986, 4.09.1986

Frankreich gewährt Ex-Guerrilleros aus Chile Asyl
Das französische Büro für Flüchtlinge und Staatenlose (Ofpra) hat den ehemaligen Guerrilleros Ricardo Palma Salamanca und Silvia Brzovic Asyl gewährt. Beide waren im Widerstand gegen die Diktatur Augusto Pinochets (1973-1990) Mitglieder der kommunistischen Guerrilla Frente Patriotico Manuel Rodriguez (FPMR). Palma Salamanca war am 18. Februar 2018 in Frankreich festgenommen worden, nachdem er nach einer spektakulären Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Chile im Jahr 1996 22 Jahre im Untergrund gelebt hatte.

amerika21.de, 08.11.2018

Operación Vuelo de Justicia
Operación Vuelo de Justicia (auch bekannt als die Große Rettung, Flug der Gerechtigkeit oder die Flucht des Jahrhunderts ) ist der Name, den die Patriotische Front Manuel Rodríguez der Rettungsaktion ihrer Militanten gegeben hat: Ricardo Palma Salamanca , Pablo Muñoz Hoffmann, Mauricio Hernández und Patricio Ortiz Montenegro, aus dem Hochsicherheitsgefängnis Santiago, am 30. Dezember 1996. Per Helikopter.

wikipedia, mit google Translator übersetzter Beitrag

Diktatur und Widerstand in Chile
Der zweite Band zur Geschichte der chilenischen Militärdiktatur und dem antifaschistischen Widerstand beginnt mit Berichten über den 11. September 1973, die den systematischen Terror der Militärjunta aufzeigen. Durch die Machtergreifung der Militärs wurde Chile zum Versuchslabor einer neoliberalen Wirtschaftspolitik.

Weitere Beiträge stellen den Widerstand und den bewaffneten Kampf gegenüber dem Pinochet-System dar. Ferner wird die internationale Solidaritätsarbeit beider deutschen Staaten für die Unidad Popular dargestellt, die eines der größten internationalen Netzwerke progressiver Organisationen schuf.

Laika Verlag

Blogkino: Die Reise für das Leben - 28 Jahre nach dem zapatistischen Aufstand (2021)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den Vortrag "Die Reise für das Leben - 28 Jahre nach dem zapatistischen Aufstand". In dem Vortrag ging es um die Gründe für den Aufstand, wie dieser ablief, welche Errungenschaften dieser mit sich brachte und wie die aktuelle Lage vor Ort ist.

Rettet das Unrast-Herbstprogramm 2022

Wir brauchen Euren SupportDer Unrast Verlag macht seit über 30 Jahren Bücher für eine befreite und solidarische Gesellschaft. Bei uns entscheiden alle mit, denn wir sind ein Kollektivbetrieb ohne Chef*in. Bisher hat das immer geklappt und sich als funktionierendes Konzept erwiesen. Jetzt wird es aufgrund besonderer Umstände eng. Die Preise für fast alles steigen massiv, aber unsere Umsätze tun das nicht. Wir bitten daher um eure Unterstützung, um die tollen Bücher des kommenden Herbstprogramms finanzieren zu können.

Zum Crowdfunding

 

k9 - combatiente zeigt geschichtsbewußt: También La Lluvia - Und dann der Regen

Flyer zum FilmUnd dann der Regen - TambiÉn la lluvia: COCHABAMBA
Filmdrama der Regisseurin Icíar Bollaín aus dem Jahr 2010, Bolivien 104min.

Inhalt und Hintergrund: „Der junge spanische Regisseur Sebastián, idealistisch und filmbesessen, will den großen, wahrhaftigen Film über Kolumbus drehen: nicht den heroischen Entdecker zeigen, sondern die brutale Eroberung eines Kontinents, die Gier nach Gold, die Ermordung und Versklavung der indianischen Bevölkerung, ihren Widerstand.

Weil das Budget äußerst knapp ist, hat Sebastiáns Produzent Costa das bolivianische Cochabamba als Drehort ausgewählt, Produktionskosten sind äußerst günstig, sogar die Gagen der indianischen Statisten für die spektakulären Massenszenen kann man sich hier leisten. Die Dreharbeiten laufen ausgezeichnet, bis zum Guerra del Agua - WASSERKRIEG: „Ende der 90er Jahre verfolgte die Regierung des ehemaligen Militärdiktators Hugo Banzer auch auf Druck der Weltbank u. des IWF eine Politik der rigorosen Privatisierung. In Cochabamba betraf das die Wasserversorgung im Jahr 2000, die an ein Konsortium unter Führung des multinationalen Konzerns Bechtel veräußert wurde. Binnen weniger Monate verteuerte die neue Gesellschaft Aguas de Tunari das Wasser um mehr als 300% - für viele Familien, die mit weniger als 100 Dollar im Monat auskommen mussten, waren die Wasserpreise nicht mehr zu halten.

Massive Proteste der Bevölkerung und die Gründung der Coordinadora - ein breites Bündnis aus den oft dezentral organisierten Gewerkschaften, Stadtteilkomitees, Studenten und der gerade in den Vorjahren erstarkten Bauernorganisationen mit indianischem Hintergrund - waren die Folge.

Banzer reagierte auf die Demonstrationen mit massiver Polizeigewalt, die Hunderte von Verletzten forderte. Im April 2000 rief die Coordinadora daraufhin zur Blockade der wichtigsten Straßen und zum Generalstreik auf - Cochabamba war lahmgelegt. Der Einsatz von Polizei u. Militär forderte ein erstes Todesopfer, die Revolte drohte, sich aufs ganze Land auszuweiten. Es wurde das Kriegsrecht über die Stadt verhängt, insgesamt starben 7 Menschen und Hunderte wurden verletzt. Der massive Widerstand der Bevölkerung zwang Aguas de Turani und die bolivianische Regierung schließlich zur Rücknahme der Verträge - die Wasserversorgung Cochabambas ging wieder in die öffentliche Hand über.“

Sonntag 3. April 2022 19 Uhr

combatiente zeigt geschichtsbewußt: revolucion muß sein! filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen

kinzigstraße 9 + 10247 berlin + U5 samariterstraße + S frankfurter allee

k9 - combatiente zeigt geschichtsbewußt: Der unsichtbare Aufstand

EinladungsflyerSonntag, 19. Dezember 2021, 19 Uhr

Der unsichtbare Aufstand - Uruguay

Spielfilm von Costa-Gavras aus dem Jahr 1972, 115 Min.

Die Komposition des Soundtracks ist von Mikis Theodorakis.

Ein CIA-Agent und Militärberater, der 1970 als Entwicklungshelfer getarnt das uruguayische Militär in Repressions- und Foltertechniken ausbildet, wird von den Tupamaros entführt. Außerdem entführen die Tupamaros dazu noch einen brasilianischen Konsul sowie einen Sekretär der US- Botschaft in Montevideo. Die Tupamaros, besonders auch dieser Film waren Vorbild und Anregung für die bewaffnet kämpfenden Gruppen in Westeuropa und BRD, weil sie vergleichbare u. erfolgreiche Kämpfe als Stadtguerilla zeigten, anders als alle anderen Guerillaorganisationen in Lateinamerica die hauptsächlich als Landguerilla aktiv waren.

combatiente zeigt geschichtsbewußt: revolucion muß sein!

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kinzigstraße 9 + 10247 berlin + Us samariterstraße + S frankfurter allee

k9 - combatiente zeigt geschichtsbewußt: Pepe Mujica -Tupamaro und Präsident von Uruguay

SONNTAG 21. NOVEMBER 21 - 19 uhr

Mit Lebensgefährtin und Mitkämpferin Lucia Topolansky

Dokumentarfilm Film von Heidi Specogna, 90 min. 2015 - org. dt. ut. Gründungsmitglied der Stadtguerilla „Movimiento de Liberaciön Nacional Tupamaros“ der siebziger Jahre, bewaffneter Kampf gegen die Diktatur, Verhaftung anschließend 14 Jahre meist Isolationshaft in den berüchtigten Foltergefängnissen der Diktatur - zweimal gelang ihm die Flucht aus dem Knast, wieder gefasst. 1985 Freilassung im Zuge der Amnestie nach Ende der Militärdiktatur, Bewirtschaftung eines kleinen Bauernhofs gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Lucia Topolansky, Fortsetzung des politischen Kampfes in der aus den Tupamaros hervorgegangenen Partei Movimiento de Participaciön Popular, und von 2010 bis 2015 der Präsident Uruguays: „Wenn ich mich beschreiben sollte, würde ich sagen: Ich bin ein Erdklumpen mit Füßen.“

combatiente zeigt geschichtsbewußt: revolucion muß sein!

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