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"Seid vor allem immer fähig, jede Ungerechtigkeit gegen jeden Menschen an jedem Ort der Welt im Innersten zu fühlen. Das ist die schönste Eigenschaft eines Revolutionärs." Che Guevara

k9 - combatiente zeigt: Albert Camus - "Lektüre fürs Leben"

Albert Camus - "Lektüre fürs Leben"
Doku (2013, 54 min.) von Joël Calmettes zs.mit Centre national du cinéma et de l'image animée

Der Filmemacher Joël Calmettes hat auf der ganzen Welt ganz unterschiedliche Menschen getroffen, die entweder begeisterte Leser von Albert Camus' Romanen sind oder sich von seinen philosophischen Schriften zutiefst berührt fühlen.

Joël Calmettes begibt sich 2013 weltweit auf die Suche nach Menschen, deren Leben durch Camus' Werk maßgeblich beeinflusst wurde. Die Dokumentation zeigt nicht nur, wie international Camus' Leserschaft ist, sondern auch, dass Menschen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und Gruppen spürbar durch seine Texte geprägt sind.

So kommen in der Dokumentation unter anderem ein japanischer Lehrer, ein einst unschuldig zum Tode verurteilter Amerikaner, ein algerischer Konditorlehrling, ein französischer Arzt, ein kanadischer Parkettleger und die Punk-Ikone Patti Smith zu Wort.

Die einen schätzen Camus in erster Linie als Autor von Romanen, die anderen zeigen sich zutiefst berührt von seinen philosophischen Schriften und Erzählungen.

Für manche markiert die Lektüre von Camus' Werk einen Wendepunkt in ihrem Leben, für andere ist Camus alltäglicher Begleiter, ein Freund, den sie zutiefst verehren. Soviel Begeisterung wirkt ansteckend und macht Lust, das Werk des großen Existenzialisten neu zu entdecken. Welche Antworten gibt der französische Schriftsteller und Philosoph auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, um die seine Schriften immer wieder kreisen?

"Lieber aufrecht sterbend als auf den Knien leben."

Eintritt frei!

kinzzigstraße 9 | 10247 berlin | u5 samariterstraße | s frankfurter allee

combatiente zeigt geschichtsbewußt: revolucion muß sein!
filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen

Retro-Filmpremiere: Alfred Hausser -„Nur wer sich aufgibt ist verloren"



Alfred Hausser

Mittwoch, 29. Mai 2019

19 Uhr

Hotel Silber, Foyer ,

Eintritt: 4 €

Veranstalter: Initiative Lern und Gedenkort Hotel Silber e.V. in Kooperation mit dem Stadtjugendring Stuttgart, dem Haus der Geschichte Baden Württemberg und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschisten.

Das Filmporträt des Stuttgarter Verfolgten des Nazi-Regimes, Alfred Hausser, aus dem Jahr 1996 wird in einer neu bearbeiteten, digitalisierten Fassung gezeigt. Das Wiedersehen mit Alfred Hausser im Film wird gerahmt von Gesprächen mit dem Filmemacher Jürgen Weber aus Konstanz und Janka Kluge, Geschäftsführerin VVN -BDA. Moderiert wird der Abend von Friederike Hartl Stadtjugendring Stuttgart und Elke Banabak, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V.

Alfred Hausser, (27.08.1912 bis 12.08.2003) wurde als Sohn einer Arbeiterfamilie in Stuttgart geboren. Ab 1930 wurde er Mitglied des kommunistischen Jugendverbandes. 1934 wurde er als 22-Jähriger von den Nazis verhaftet und wegen der Verteilung von Flugblättern gegen das Hitlerregime als Hochverräter vor dem Volksgerichtshof in Berlin zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Nach der Befreiung durch die Amerikaner kehrte er nach Stuttgart zurück und gründete hier mit anderen die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten (VVN). Von 1961 bis 1992 war er Landesvorsitzender der VVN.

Von Mittwoch, 29.5. bis Dienstag 4.6.wird im Hotel Silber außerdem eine von der VVN erarbeitete Wanderausstellung über das Leben von Alfred Hausser im Seminarraum 2 im EG zu sehen sein.

Quelle

k9 - combatiente zeigt: Che / Revolucion / Guerilla

Sonntag, 12.05.2019 – 19.00 h – Größenwahn

"Che - Revolución" teil 1 von steven soderbergh - 2008 - 134 min.

ernesto che guevara trifft fidel castro 1956 in mexiko, gemeinsam mit 80 cubanischen revolucionären setzen sie mit der yacht „granma“ nach cuba über. es beginnt ein zweijähriger guerillakampf.
che als wichtiger stratege und commandante fürt die revolucion in der sierra maestra mit unterstützung der landbevölkerung und mit dem sieg in santa clara bis zum erfolg.
der film bemüht sich um die wiedergabe der historischen abläufe u.a. mit eingespielten historischen originalaufnahmen.

Sonntag, 26.05.2019 – 19.00 h – Größenwahn

"Che - Guerrilla " teil 2
von steven soderbergh – 2008 – 130 min.

nach verschiedenen aufgaben im revolucionären aufbau cubas geht che. aus einem brief an fidel: „Andere Gegenden der Welt verlangen die Untertützung meiner bescheidenen Kräfte.“
che versucht in bolivien -mit cubanischen u.a. revolucionären- den ausgangspunkt für eine lateinamericanische revolucion zu erkämpfen. der versuch scheitert u.a. an fehlender unterstützung durch die campesinos, distanzierung der bolivianischen KP,
verfolgung durch das bolivianische militär unter mitwirkung der usa und cia.
der film zeigt die subjektität von ernesto che guevara als revolucionär bis zu seinem tod.

Eintritt jeweils frei!

combatiente zeigt geschichtsbewußt: revolucion muß sein! filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen

Weiteres Programm

Becoming



BECOMING is a short film by Jan van IJken about the miraculous genesis of animal life. In great microscopic detail, we see the 'making of' an Alpine Newt in its transparant egg from the first cell division to hatching. A single cell is transformed into a complete, complex living organism with a beating heart and running bloodstream.

The first stages of embryonic development are roughly the same for all animals, including humans. In the film, we can observe a universal process which normally is invisible: the very beginning of an animal's life.

Filmed, produced and edited by Jan van IJken




The film has been selected at more than 20 international film festivals and won the award for Best short documentary at Innsbruck Nature Film Festival 2018, Austria.



Jan van IJken is a photographer / filmmaker from the Netherlands. He is self-taught and is working mainly autonomously on long-term projects. As a photographer, he developed a strong eye for natural light, composition and detail. Lately he has become more and more interested in human-animal relationships, nature and microscopy.

Peter Brückner: "Aus dem Abseits"

„Der Film präsentiert uns einen weitgehend in Vergessenheit geratenen linken Intellektuellen, der in den Jahren des Modells Deutschlands von u.a. Helmut Schmidt zur Zielscheibe von Mob, Politik und Justiz in der BRD geraten war. Zweimal wurde er suspendiert, mehrere Razzien musste er über sich ergehen lassen. Altnazis schrieben Brückner Drohbriefe. Der Mob hasste in Brücker einen linken Intelektuellen jüdischer Herkunft, für den Revolution und schönes Leben zusammen gehörten und sich da auch mit machen linken zeitgenössischen Dogmatiker_innen zerstritt.“

„Man muss das Nein gegenüber der Normalität nicht nur denken, sondern auch realisieren, ansonsten denkt man es nicht sehr lange“

Das dokumentarische Porträt stellt die Familiengeschichte Brückners die von den 1930er Jahren bis in den Deutschen Herbst führt, in den Kontext der Zeitgeschichte und der politischen Prozesse, in die er sich eingemischt hat.

Peter Brückner (1922-1982) kämpfte als Jugendlicher für den kommunistischen Untergrund gegen die Nazis, ging als Erwachsener aus der DDR in den Westen, 1967 wird Peter Brückner Professor für Psychologie an der TU in Hannover. Auch und gerade in seiner Tätigkeit als Hochschullehrer setzt er sich ein, nimmt Stellung, verteidigt zum Beispiel 1970 mit einem positiven Gutachten das Sozialistische Patientenkollektiv.

1972 wirft man Brückner vor, er habe Ulrike Meinhof Unterschlupf gewährt. Brückner wird für einige Zeit von seinen Hochschultätigkeiten suspendiert. 1977 folgt die zweite Suspendierung, mit Amtsenthebung und Hausverbot, nicht nur an der TU Hannover, sondern auch an anderen Unis, etwa Heidelberg, Konstanz, Freiburg oder Tübingen, unter anderen wegen der Dokumentation und Herausgabe des indizierten Textes »Buback — ein Nachruf«, der anonym unter dem Namen »Mescalero« erschien.

"Aus dem Abseits" gibt denjenigen, die im "Modell Deutschland" ausgegrenzt und kriminalisiert wurden, ein Forum. Der Film zeigt auch die Folgen der Kriminalisierung.

Dokumentarfilm - 112 Minuten - von 2014

combatiente zeigt geschichtsbewußt: filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen

kinzigstraße 9 + 10247 berlin + U5 samariterstraße + S frankfurter allee

Threads

"Threads" - ein legendärer Film von 1984 über die Auswirkungen eines Atomkriegs ist digital aufbereitet wieder erhältlich. Der in unrestaurierter Fassung bei Youtube im Original zu sehende Film hat leider nichts von seinem Schrecken und seiner Aktualität eingebüßt.

Bei Spektrum der Wissenschaft ist eine Kurzbesprechung zum Film zu lesen, SciViews-Autor Thomas Grüter arbeitet darin heraus, warum das Risiko eines atomaren Schlagabtausches trotz  vordergründiger Abrüstung und Untergang der damaligen Supermacht Sowjetunion größer geworden ist: "Im Jahr 1984 bedrohten sich nur zwei Blöcke mit gegenseitiger atomarer Vernichtung, heute besitzen bereits neun Staaten Atomwaffen. Wie eine Arbeitsgruppe des Physikers C.F. von Weizsäcker schon 1971 nachwies, kann man mit Hilfe der Spieltheorie bei zwei Akteuren eine Erfolg versprechende Strategie zur Konfliktvermeidung berechnen. Die Komplexität der Beziehungen von neun Atommächten überfordert jedoch jedes mathematische Modell. Der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz könnte das Risiko weiter erhöhen, warnte jüngst die Denkfabrik Rand Corporation. Heutzutage ist deshalb die Gefahr eines Atomkriegs buchstäblich unberechenbar, und der Film »Threads«, so altmodisch er teilweise daherkommt, hat an Aktualität nichts verloren."

Der Film unterstreicht auch, warum es heute mehr denn je wichtig ist, sich aktiv für Frieden und gegen Kriege und deren Vorbereitungen einzusetzen, gerade auch in Deutschland, wo es immer öfter von sog. "Politikern"  zur Forderung nach Teilhabe an der Bombe kommt und wesentliche Schaltzentralen der Kriegsführung der NATO ihren Standort haben. So bekommt beispielsweise Ulm ein Nato-Hauptquartier für schnelle Truppen- und Materialtransporte, („Joint Support Enabling Command“ JSEC). Dieses Hauptquartier wird circa 3 km nördlich der Stadtmitte, in der Wilhelmsburg-Kaserne eingerichtet. Dort befindet sich bereits jetzt das Multinationale Kommando Operative Führung. Das neue Nato-Kommando soll die Bewegungen der Nato-Truppen durch Europa organisieren. Von Ulm aus werden bereits jetzt regelmäßig Manöver an der „Ostflanke der Nato“ durchgeführt. Ulm macht sich hierdurch zum Ziel von Terrorangriffen und Kriegshandlungen.

Es wird über die Stationierung neuer atomarer Mittelstreckenraketen in Europa, d.h. auch in Büchel, diskutiert, die NATO setzt ihren Mitgliedsländern zur Aufgabe, den Rüstungshaushalt auf 2% der jeweiligen Wirtschaftsleitung zu erhöhen, d.h. von 500 Milliarden auf 800 Milliarden €, Trump steigt aus dem Atomabkommen mit dem Iran aus, und Deutschland ist aus fadenscheinigen Gründen immer noch nicht dem von über 120 gestützten UN Atomwaffenverbot beigetreten. So zahnlos letzteres sein mag, kennzeichnet es doch den durchaus auf Krawall gebürsteten Charakter der deutschen Politik, die alles andere als friedlich ist und die 100 Jahre nach dem Ende des ersten Weltkrieges wieder ganz vorne mitmischen will.

In dem Sinne ist die Neubearbeitung des Filmes sehr zu begrüßen und gibt der Hoffnung Nahrung, daß es doch wieder zu einem deutlich stärkeren Anwachsen einer internationalen Friedenbewegung kommt.

k9 - combatiente zeigt: „Une Jennesse Allemande - Eine deutsche Jugend“

"Wir stürmen und werden Soldaten des revolutionären Krieges oder wir werden wieder Bürger und antikommunistische Schweine." 

In den 1960ern durchlebte die Bundesrepublik Deutschland eine ihrer radikalsten und kritischsten Phasen. Zehntausende gingen auf die Straße, um gegen Kapitalismus und Staat aufzubegehren.

„Une Jennesse Allemande - Eine deutsche Jugend“ wirft einen Blick von außen auf die BRD und ist sehenswert, weil er die Notwendigkeit der 68er dokumentiert,eine Auseinandersetzung mit der Kriegsgeneration zu forcieren, um sozialistische Verhältnisse in der BRD zu erkämpfen.

Ende der 1960er lehnte sich die Nachkriegsgeneration in der Bundesrepublik gegen ihre Eltern auf. Sie war desillusioniert von den antikommunistischen, kapitalistischen Staatsstrukturen, in denen die Elite des tausendjährigen Reichs, umetikettiert zu Demokraten, ihre Verbrechen unter den Teppich gekehrt hatte.

Periot schneidet die Positionen kunstvoll gegeneinander zu einem vielstimmigen Kaleidoskop. Darunter zahlreiche Filmzitate von Fassbinder in „Deutschland im Herbst" über Antonionis „Zabriskie Point" bis hin zu Studentenfilmen von Holger Meins und Reportagen von Ulrike Meinhof, die seitdem nie wieder gezeigt wurde". Der Filmemacher stellt Staat und bewaffneten Widerstand der 1970er und 1980er Jahre, Gewalt und Geschichte, Radikalisierung und die Reaktionen der Gesellschaft darauf einander kommentarlos gebenüber und erteilt auch Filmemachern jener Jahre das Wort.

„Mit meinem Film hole ich die Bilder der Vergangenheit in unsere Gegenwart und organisiere sie neu zu einer subjektiven Montage. Dabei interessiert mich das, was über die offensichtliche Botschaft der Bilder und Töne hinausgeht. Die Widersprüche und die besondere Prasenz des Materials - wie es mich bewegt und verstört.“ Jean-Gabriel Periot

Premiere im K9: 'Venezuela. La oscura causa' (de Hernando Calvo Ospina)

Diese Dokumentation ist keine kurzfristige Arbeit. Sie bleibt aktuell, solange die USA darauf beharren, die Bolivarische Revolution zu beenden, die in Venezuela aufgebaut wird, um sich sein Erdöl und weitere Bodenschätze anzueignen.

Bereits 1902 wollten sich England, Deutschland und weitere europäische Nationen diese Nation aneignen. Die Argumente und zur Destabilisierung angewandten Praktiken jener längst vergangenen Zeit waren fast die selben wie jene, die heute gegen die Regierung des souveränen Venezuela angewandt werden.

Die Dokumentation stützt sich auf Interviews mit venezolanischen Akademikern, die uns in einer einfachen und didaktischen Sprache eine Geschichte erzählen, die von den großen Massenmedien verschwiegen oder verzerrt wird.

Über den Filmemacher:

Hernando Calvo Ospina wurde in Cali, Kolumbien, geboren. Der Journalist, Schriftsteller und Dokumentarfilmer lebt derzeit in Frankreich. Er ist Verfasser zahlreicher Bücher, die in ein Dutzend Sprachen übersetzt wurden. Hernando Calvo Ospina arbeitet für »Le Monde diplomatique«. Er hat Dokumentarfilme vor allem für die BBC (Großbritannien), ARTE (Frankreich/Deutschland) und ARD (Deutschland) und andere produziert.

2005 wurde er für den Lorenzo-Natali-Journalistenpreis der Europäischen Kommission nominiert. Homepage: http://www.hcalvospina.com/

Veranstaltungsort: K9 (Kinzigstr. 9); U5 Samariterstr. Neben der Bar Liberación, der Saal befindet sich im Innenhof, einige Treppen hoch

15. Dezember 2017  Einlass ab 19.00 Uhr.

Das ist eine Gelegenheit, an unserer Bar etwas zu maßvollen Preisen zu sich zu nehmen und etwas gute Soulmusik zu hören

Der 40 Minuten lange Film wird pünktlich um 19.30 Uhr gezeigt.

Sprache: Spanische Originalversion mit deutschen Untertiteln

Rauchfreier Raum: Das Rauchen ist im Saal nicht gestattet

Eingeladener Gast: Wir freuen uns auf den musikalischen Auftritt von Nico Miquea.

Blogkino: Michael (1924)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino mit einer Serie von Filmen des dänischen Regisseurs Carl Theodor Dreyer seinen 1924 entstandenen Film "Michael". Dreyer "gilt heute als einer der wichtigsten Visionäre des Kinos und steht als einer der bedeutendsten europäischen Regisseure seiner Zeit neben Fritz Lang und Friedrich Wilhelm Murnau. Er beeinflusste spätere Regisseure wie Ingmar Bergman, Robert Bresson, Andrei Tarkowski und Lars von Trier.[7] Dreyers Filme waren allerdings bei ihrer Veröffentlichung nur selten kommerzielle Erfolge und fanden auch nicht in allen Fällen sofort bei Kritikern Anklang, da sie in Thematik und Form nicht selten „ihrer Zeit voraus“ waren. Seine Werke zeichneten sich meist durch eine „Aura von dunkler Grimmigkeit“ aus, häufig werden in seinen Filmen das Übernatürliche oder Religion thematisiert." (Wikipedia)

Zum Film:

"Der Maler Claude Zoret fühlt sich seinem Modell Eugène Michael, den er auch als Pflegesohn angenommen hat, emotional verbunden. Michael ist ihm künstlerische Anregung, zugleich gibt er ihm alles, was Michael benötigt. Während eines Abendessens bei Zoret sind neben Michael der Herzog Monthieu, das befreundete Ehepaar Adelskjold und der Kritiker Switt zu Gast. Zoret eröffnet ihnen, er wolle ein Bild vom Mord Brutus' an Cäsar malen; dabei schaut er zu Michael. Der Herzog zeigt seine Zuneigung zu Alice Adelskjold.

Die verarmte Fürstin Zanikow will ein Porträt von sich malen lassen. Zoret lässt sich schließlich dazu überreden. Michael ist von ihr eingenommen und geht eine Beziehung mit ihr ein. Den teuren Lebensstil finanziert er mit dem Verkauf von Bildern und anderen Gegenständen Zorets. Dieser deckt ihn gegenüber Switt, der zur Trennung von Michael geraten hat, und kauft gar ein Michael geschenktes und von jenem zum Verkauf angebotenes Bild durch den Kunsthändler Leblanc zurück.

Das offene Bekenntnis Michaels, er habe es satt als Modell zu dienen, ändert nichts an Zorets ungebrochener Zuneigung zu Michael. Der Herzog wird von Adelskjold im Duell getötet, nachdem dieser von der Liaison des Herzogs zu seiner Frau erfahren musste.

In einer Vernissage stellt Zoret sein neustes Bild Hiob - ein Mensch, der alles verloren hat vor. Als „Maler des Schmerzes“ wird er von den Anwesenden gerühmt.

Auf seinem Sterbebett lässt Zoret seinen gesamten Besitz Michael zukommen. Dieser hält es nicht für nötig, dort zu erscheinen und vergnügt sich lieber mit der Fürstin Zanikow. Zoret stirbt mit den Worten „Jetzt kann ich ruhig sterben, denn ich habe eine große Liebe gesehen“."