trueten.de

"Amerika wird also, angeführt und aufgeweckt von der kubanischen Revolution, eine Aufgabe von großer, entscheidender Bedeutung haben: die Schaffung eines zweiten, dritten Vietnams." Che Guevara

Gedenkfeier zur Erinnerung an die Deportation jüdischer Bürger aus Esslingen

Vor 79 Jahren, am Freitag, 28. November 1941, zum Sabbatbeginn, wurde die erste größere Gruppe jüdischer Frauen, Männer und Kinder aus Esslingen vom Sammelplatz Hafenmarkt (damals "Platz der SA ") nach Stuttgart transportiert. Von dort wurden sie am 1. Dezember 1941 ins Konzentrationslager nach Riga verfrachtet.

Weitere Deportationszüge in verschiedene Lager im Osten (Auschwitz, Izbica, Theresienstadt, Maly Trostinec u.a.) folgten. Die meisten der deportierten Männer, Frauen und Kinder wurden erschossen, vergast, durch Arbeit vernichtet, oder mit anderen Mitteln ermordet.

Mit dieser Gedenkstunde wollen wir dieser Opfer des Faschismus und Rassismus gedenken; wir wollen an sie erinnern, ihre Namen nennen und trauern.

Wir müssen aber auch nachdenken über Fremdenhass, Rassismus, Terror und Staatsterror, Krieg, Militarisierung und zunehmende soziale Ungerechtigkeit in der Gegenwart. Das Gedenken an die Opfer des Faschismus verpflichtet uns auch im Hier und Heute Standpunkt zu beziehen gegen Krieg, Gewalt und Besatzung.

Donnerstag, 26. November 2020, 18:00 Uhr

Hafenmarkt, Esslingen

Es wirken mit: Wolfgang Fuhr; Dekan Weißenborn, Ev. Kirche; Bürgermeister Yalcin Bayraktar, Stadt Esslingen; Rabbiner Yehuda Pushkin, IRGW; Irme Schaber, Kulturwissenschaftlerin, Taro Biografin; Franz Pfaff, Iris Schweikert, Melanie Winkler, Reinhold Riedel

Die Gedenkfeier ist eine Initiative von Einzelpersonen und findet seit nunmehr 29 Jahren statt. Sie wird getragen von Denk-Zeichen e. V., dem Kulturzentrum Dieselstrasse e. V., der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten - VVN-BdA und unterstützt von der Stadt Esslingen am Neckar

Quelle: VVN-BdA Kreisverband Esslingen

Blogkino: The Return of Joe Hill (1990)

Heute  zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus aus Anlaß des 105 Jahrestags der Hinrichtung von Joe Hill die Doku The Return of Joe Hill von Eric Scholl über den berühmten schwedischen Arbeiter Songwriter / IWW-Organisator.  Dessen Hinrichtung durch den Staat Utah im Jahr 1915 wegen eines Verbrechens, das er wahrscheinlich nicht begangen hat, verwandelte ihn in einen Märtyrer für die Arbeiterbewegung und einen internationalen Volkshelden. 75 Jahre nach seiner Hinrichtung tauchte ein Päckchen seiner Asche im Nationalarchiv auf. Ist diese mysteriöse Rückkehr ein Zeichen für eine Wiedergeburt der Arbeiterbewegung? Historiker, Künstler und Aktivisten diskutieren die Beiträge von Joe Hill und Aufführungen einiger seiner bekanntesten Songs werden vorgestellt. Mit der IWW-Sängerin Utah Phillips, dem Joe Hill-Biographen Gibbs Smith und dem Wobblykünstler Carlos Cortez.

Paul Celan: 100. Geburtstag / 100e anniversaire

Wir erinnern heute an den großen jüdischen Dichter Paul Celan, der heute vor 100 Jahren geboren wurde. Gepeinigt von den Erfahrungen des Holocaust wählt er am 20. April 1970 in Paris den Freitod in der Seine. Der Sohn des Dichters, Eric Celan, sprach 2014 im Film von Ullrich Kasten und Hans-Dieter Schütt über seinen Vater und das schwierige, von Krisen überschattete Leben der Familie. Wir zeigen die deutschsprachige und die französische Fassung des Films.











Siehe auch: Auf der Suche nach einer graueren Sprache

#3dPrinting: Bracket for Xiaomi MI Vacuum Cleaner Mini

A pre-production model
As some of you know, I hate nothing more than housework. Therefore, everything that is possible is automated here. For example vacuum cleaning. A Roborock S5Max is working on the floors in our lumber room, but what about the crumbs from the cake on the tablecloth? This is the job of the recently released MI Vacuum Mini Cleaner, an accu-powered mini cyclone vacuum cleaner that does its job well, but unfortunately comes without a wall bracket.

So I just broke a simple and hopefully functional design from the fence, which is based on the same of the Xiaomi designers. I say so now ... ;-)

However, here it is for your convenient use. I printed it with matte white Extrudr PLA NX2, which is beautiful and goes well with the matte finish of the cleaner. However, here it is for your convenient use. I printed it with matte white Extrudr PLA NX2, which is beautiful and goes well with the matte finish of the nipple. You don't need to use supports when printing, or you may have problems removing it from the cable duct in the floor. You can use the part with the two openings on the back that are intended for attaching the holder to the wall with two screws. By the way, the distance between the necessary holes would be 40mm.

Have fun with printing and always good 1st layer adhesion ;-)



I hope the thing is useful for you. Some of the links are suggestions for parts to replicate the thing and affiliate. If you buy something, I get a small commission. The price you pay is the same. Thank you very much.

1st published @ thingiverse

Remember Silvio Meier (* 1965 in Quedlinburg; † 21. November 1992 in Berlin)

Silvio Meier
Foto: Kat Friedrich / Umbruch Bildarchiv, Lausitzer Straße 10, 10999 Berlin
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Am 21. November 1992 wurde der damals 27jährige Silvio Meier im Ostberliner U-Bahnhof Samariterstraße von Neonazis ermordet. 1986 war er von Quedlinburg nach Berlin-Friedrichshain gezogen, dort engagierte er sich u. a. in der Umweltbibliothek, der Kirche von Unten und später in der Hausbesetzerbewegung. Seit dem Mord findet an diesem Ort jedes Jahr eine von Antifa-Gruppen organisierte Mahnwache und am auf den Todestag folgenden Wochenende eine Gedenkdemonstration statt.

Zum Dossier beim AntifaInfoBlatt

"Mitte" Studie 2020 erschienen: „Autoritäre Dynamiken. Alte Ressentiments - neue Radikalität“

(...) „Autoritäre Dynamiken. Alte Ressentiments - neue Radikalität“ heißt die Untersuchung der Universität Leipzig, die in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung (Berlin) und der Otto Brenner Stiftung (Frankfurt/Main) erstellt worden ist. (...)

Manifeste ethnozentrische Einstellungen sind von 23,4 auf 16,5% gesunken, trotzdem sind sie wie Chauvinismus und Ausländerfeindlichkeit hoch und damit ein Problem. Autoritäre, extremistische Einstellungen bleiben eine Bedrohung für die offene, demokratische Gesellschaft. Auch wenn sich die Verbreitung manifester rechtsextremer Einstellungen insgesamt reduziert hat (4,3%), haben sich gerade bei rechtsextrem eingestellten Personen neonazistische Ideologien verfestigt, wie sie etwa in der Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur oder von Antisemitismus zum Ausdruck kommen.

Dr. Ellen Ueberschär, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, erklärt zum heutigen Erscheinen der Studie: „Die Heinrich-Böll-Stiftung steht für eine inklusive politische und aktivierende Bildungsarbeit und für eine Verteidigung der offenen Gesellschaft. Demokratische Akteurinnen und Akteure vor Ort, in urbanen wie in ländlichen Kontexten müssen gestärkt und zugleich befähigt werden, sich auch mit Gegnern der offenen Gesellschaft auseinanderzusetzen. Lebendige Demokratie bedeutet, sich aus der eigenen Komfortzone hinauszubewegen, neue Allianzen mit demokratischen Kräften einzugehen und sich thematisch breit aufzustellen.“

(...) Die Studie kommt unter anderem zur Erkenntnis, dass „positive Erfahrungen der Beteiligung, Solidarität und Anerkennung wesentliche Bausteine einer demokratiestärkenden Arbeit sind. Viele Enttäuschungen in einer Demokratie sind deshalb auch im Kontext der Umwälzungen in der Arbeitswelt zu sehen. So kann die Studie erstmals zeigen, dass demokratische Enttäuschungen - aber auch demokratische Resilienzen - eng mit Partizipations- und Beteiligungserfahrungen (oder deren Ausbleiben) am Arbeitsplatz zusammenhängen.“

Die Leipziger Studien zu autoritären und rechtsextremen Einstellungen in Deutschland werden seit 2002 alle zwei Jahre von einer Arbeitsgruppe um Oliver Decker und Elmar Brähler der Universität Leipzig durchgeführt. Die aktuelle Leipziger Autoritarismus-Studie basiert auf einer repräsentativen Erhebung mit 2.503 Befragten. Rechtsextremismus wird entlang von sechs Dimensionen erfasst: Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur, Chauvinismus, Ausländerfeindlichkeit, und Verharmlosung des Nationalsozialismus. Zunächst als „Mitte“-Studien der Universität Leipzig bekannt geworden, liegt seit 2018 der Schwerpunkt auf der Untersuchung autoritärer Dynamiken. Die Studie der Uni Leipzig wurde von der Heinrich-Böll-Stiftung und der Otto Brenner Stiftung unterstützt.

Informationen und Downloadmöglichkeit (PDF) zur Studie auf der Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung

Printausgabe in der Buchreihe: Forschung Psychosozial

Verlag: Psychosozial-Verlag

385 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

Erschienen im November 2020

ISBN-13: 978-3-8379-3000-9, Bestell-Nr.: 3000

Heute vor 105 Jahren: Hinrichtung von Joe Hill

Joe Hill, 1915
Joe Hill (* 7. Oktober 1879 in Gävle in Schweden als Joel Emmanuel Hägglund; † 19. November 1915 in Salt Lake City), auch bekannt unter dem Namen Joseph Hillström, war ein US-amerikanischer Wanderarbeiter (Hobo), Arbeiterführer, Gewerkschaftsaktivist, Sänger und Liedermacher. Er spielte Banjo, Gitarre, Klavier und Akkordeon. Aus seiner Feder stammen zahlreiche populäre englischsprachige Folksongs, die u. a. im Little Red Songbook der IWW veröffentlicht wurden. Seine Liedtexte zeichnen sich durch Humor und Ironie aus.

In einem umstrittenen Gerichtsverfahren wurde er wegen Mordes zum Tode verurteilt; nach seiner Hinrichtung wurde er zur Legende und seinerseits zum Gegenstand zahlreicher Songs. Durch unglückliche Umstände und, wie sich im Nachhinein ergab, auch durch schlampige Ermittlungsverfahren wurde Joe Hill am 10. Januar 1914 in Salt Lake City des Mordes an dem Lebensmittelhändler John Morisson und dessen Sohn Arling angeklagt und trotz mangelhafter Beweise verurteilt.

Der Fall wurde zu einem der größten Justizskandale der USA. Vor Gericht wurde wichtiges Beweismaterial zurückgehalten, stattdessen aber der Brief eines kalifornischen Polizeichefs verlesen, der Hill einst widerrechtlich verhaftet hatte, weil er Hafenarbeiter für die IWW anzuwerben versuchte:

„Mir gelangte zur Kenntnis, dass Sie einen Joseph Hillstrom wegen Mordes verhaftet haben. Sie haben den richtigen Mann. Er ist gewiss ein unerwünschter Bürger. Er ist so etwas wie ein Musiker und ein Songschreiber für das IWW-Liederbuch.“

Sowohl der schwedische Konsul als auch US-Präsident Woodrow Wilson versuchten, ein Wiederaufnahmeverfahren in Gang zu setzen. Die IWW startete eine vehemente Kampagne. Doch der oberste Gerichtshof von Utah bestätigte den Schuldspruch. Während dieser Zeit dichtete Joe Hill im Gefängnis, und seine Lieder wurden überregional bekannt. Freunde legten Hill nahe, ein Gnadengesuch einzureichen, dem mit hoher Wahrscheinlichkeit stattgegeben worden wäre. Hills Antwort hierauf: „Nicht Gnade will ich, sondern Gerechtigkeit. Und wird mir diese nicht zuteil, gehe ich lieber unter, als dass ich um Gnade bitte.“

Quelle: WikiPedia

Literaturhinweis

Blogkino: 'Pimpernel' Smith (1941)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus mal wieder einen Spielfilm: 'Pimpernel' Smith. Zum Plot: "Frühjahr 1939, am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Der stets ein wenig zerstreut wirkende Professor Horatio Smith lehrt an der Universität von Cambridge Archäologie. Als er eine Ausgrabungsreise nach Deutschland – Smith hat die Regierenden in Berlin damit geködert, dass er mit seinen Ausgrabungen die Zugehörigkeit der Deutschen zur „arischen Rasse“ belegen wolle – plant, lädt er mehrere seiner aus England und den USA stammende Studenten ein, ihn dabei zu begleiten. Dort angekommen, übernachten sie in einer Jugendherberge an der deutsch-schweizerischen Grenze. Man vernimmt einen Schuss, und ein Mann begibt sich zur Herberge, wo ein Pfeifton ihm die Anwesenheit eines zweiten Mannes verrät, der ihm hereinhilft. Soldaten tauchen auf, aber der Mann, den sie suchen, ist wie vom Erdboden verschluckt. Der Verfolgte ist inzwischen sicher über die Grenze in die Eidgenossenschaft entkommen. Wieder einmal hat “The Shadow” zugeschlagen, ein ständiges Ärgernis des Dritten Reichs – ein namentlich nicht bekanntes Phantom, das vom NS-Regime bedrängten Personen zur Flucht in die Freiheit verhilft. (...)" (WikiPedia)

Gehen lernen...

Eduardo Galeano
Eduardo Galeano, 2008
Foto © Mariela De Marchi Moyano from Vicenza, Italy - Eduardo Galeano, CC BY-SA 2.0, Link
„Die Utopie sie steht am Horizont. 
Ich gehe zwei Schritte auf sie zu
und sie entfernt sich zwei Schritte.
Ich gehe weitere zehn Schritte auf sie zu,
und sie entfernt sich um zehn Schritte.
So weit ich auch gehe,
ich erreiche sie nie.
Wofür ist sie also da, die Utopie?
Dafür ist sie da:
um zu gehen!“

Eduardo Galeano