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Stuttgart: Infoveranstaltung mit dem Solidaritätskreis Mouhamed

Sharepic zur Veranstaltung

• Woher kommt der Rassismus in der Gesellschaft und besonders bei der Polizei?
• Wieso werden vorallem „nicht deutsch aussehende“ Menschen von der Polizei ermordert?
• Wie geht es den Angehörigen der Ermordeten und was kann man gegen diese Verhältnisse tun?
• Wieso können wir uns im Kampf gegen rassistische Polizeigewalt nicht auf den Staat verlassen?

Am 8. August 2022 der 16- jährige Mouhamed Lamine Drame von der Polizei Dortmund erschossen. Ein Betreuer von Mouhameds Wohngruppe hatte die Polizei verständigt, dass er mit einem Messer im Innenhof sitze und suizidgefährdet sei. Nach diesem Anruf rückte die Polizei mit mehreren Polizist:innen an. Anstatt die Situation zu entschärfen, setzten Sie Pfefferspray und einen Taser ein und erschossen ihn mit vier Schüssen aus einer Maschinenpistole.

Der 16-jährige Mouhamed starb wenig später in der Notaufnahme.

In diesem Fall und auch in so viel mehreren Fällen gibt es wie üblich viele Ungereimtheiten in den Aussagen der Polizist:innen und dem Tatvorhergang.

Wir haben zu der Veranstaltung den Solidaritätskreis Mouhamed eingeladen die uns über den fall berichten werden und über die Situation in der Dortmunder Nordstadt, wo es häufig zu Schikanen und Kontrollen durch die Polizei kommt.

Sagt euren Freund:innen Bescheid, teilt die Veranstaltung und kommt auch zur Veranstaltung!

Freitag, 2. Dezember I 19 Uhr I Linkes Zentrum Lilo Herrmann

In Gedenken an Kupa Ilunga Medard Mutombo

Das Foto zeigt ein Bild von Kupa Ilunga Medard Mutombo am Gedenkstein für die Opfer von Polizeigewalt, im Hintergrund Demonstrant:*Innen mit einem Transparent mit der Aufschrift "Mörder musst Du Mörder nennen!"
Foto: © heba / Umbruch Bildarchiv Berlin
Am 13. Oktober fand auf dem Oranienplatz eine Kundgebung in Gedenken an Kupa Ilunga Medard Mutombo statt. Er starb am 6. Oktober an den Folgen eines gewalttätigen Polizeieinsatzes.

Kupa llunga Medard Mutombo litt an Schizophrenie und lebte in einem betreuten Wohnheim für psychisch Kranke im Spandauer Ortsteil Falkenhagener Feld. Er sollte zur Behandlung in eine Klinik gebracht werden. Mutombo war 64 Jahre alt, unbewaffnet, andere Menschen waren nicht durch ihn in Gefahr. Dennoch übten Polizeibeamte so rohe Gewalt gegen ihn aus, das er an den Folgen stirbt. Nur durch seinen Bruder und die Arbeit von ReachOut (Opferberatung und Bildung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus) und KOP (Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt) wurde der Fall bekannt.

Auf der Kundgebung unterstellt Mutombo Mansamba den eingesetzten Polizeibeamten weder Rassismus noch irgendwelche Tötungsabsichten. Er stellt fest, das „da etwas ganz gehörig außer Kontrolle geraten sein muss“, wenn zunächst drei und später bis zu 16 Polizeibeamte mit so massiver Gewalt gegen seinen psychisch kranken Bruder vorgehen, das er nur mit Mühe wiederbelebt werden kann und später an den Folgen stirbt. Er erwartet eine unabhängige Untersuchung und das die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Wenige Tage später nimmt die Polizeipräsidentin zu dem Vorfall Stellung. Reflexhaft weist sie Fremdverschulden oder rechtswidriges Handeln der eingesetzten Beamten von sich.
Erneut stirbt ein psychisch Kranker an einem gewalttätigen Polizeieinsatz, ohne das Konsequenzen zu erwarten sind. Es herrschen gefährliche Zeiten für psychisch Kranke und ihre Angehörigen in Berlin.

„Die Nachricht von Kupa Ilunga Medard Mutombo’s Tod schmerzt uns, gleichzeitig steht er aber auch für eine systematische Praxis der Polizei, die durch ihre Eingriffe, in diesem Fall bei einem Schwarzen, psychisch krank gemachten Menschen, den Tod verursacht. Kupa Ilunga Medard Mutombo’s Tod ist kein Einzelfall. (…) ReachOut unterstützt die Familie und fordert die sofortige Suspendierung aller beteiligten Polizeibeamt*innen, bevor die staatsanwaltliche Ermittlung zu einer Anklage führt.“ (ReachOut)

„Alles klar, Berliner Polizist*innen knien auf dem Hals eines 64-jährigen erkrankten Mannes, dieser muss vor Ort 20 Minuten lang wiederbelebt werden und stirbt nach wochenlangem Koma und sie sagen ES GIBT KEINEN HINWEIS AUF FREMDVERSCHULDEN“ (Death in Custody DE)

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv

Weitere Ereignisse zu diesem Thema

Links

Erfahrung Rojava. Berichte aus der Solidaritätsarbeit in Nord-Ostsyrien

Erfahrung Rojava - SharePic zur Veranstaltung mit Buchcover und VeranstaltungstextLesung und Vortrag zum Buch

mit Elke Dangeleit, Städtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg - Dêrik und Dr. Michael Wilk, Notarzt/Psychotherapeut.

Das Gesellschaftsmodell Nordostsyriens, die Organisierung basisdemokratischer Selbstverwaltung, der Anspruch einer Gleichberechtigung der Geschlechter ist eine Herausforderung, die großen Einsatz, Mut und Kraft auf Seiten der Menschen der Region erfordert. Das Ringen um Autonomie gegenüber dem Assad-Regime, der Kampf gegen den IS und die massive Bedrohung durch das türkische Regime belasten den Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung. Solidaritätsarbeit ist ein wichtiger unterstützender Faktor in diesem Prozess.

Freitag, 14. Oktober, 19:00 Uhr, im Mehrgenerationenhaus, Gneisenaustr. 12, 10961 Berlin

100 Milliarden Euro für die Armee des deutschen Staates...

Das ist der drittgrößte Militärposten der Welt.
Das Doppelte des bisherigen deutschen Rüstungshaushalts.
Das 3fache des Bundesgesundheitsetats.
Das 37fache des Umweltetats.
Das 100fache des Pflegebonus in der Pandemie.

2% des BIP (3,57 Billionen €) bedeuten mehr als 70 Milliarden Euro jährliche Militärausgaben. Auf den Bundeshaushalt von ca 500 Milliarden gerechnet sind das 14 Prozent: jeder 7. Euro fürs Militär.

Quellen: Bini Adamczak, Erik Peter

Rechte Betriebsratslisten vor der BR-Wahl 2022: Sozialpopulismus, Corona-Proteste und rechte Netzwerkarbeit (Online-Veranstaltung) am Dienstag, 15. Februar 2022, 16:30-18:00 Uhr

Bei der Betriebsratswahl 2018 versuchte die extrem rechte Kampagne „Werde Betriebsrat“ bundesweit die Anmeldung „alternativer“ Betriebsratslisten anzuregen. Trotz einiger öffentlicher Aufmerksamkeit war ihr Erfolg gering. Dennoch haben es in einigen Großbetrieben rechte Listen geschafft, in die Betriebsräte einzuziehen. Vorbild ist dabei die im Daimler-Werk Untertürkheim gegründete und von einem rechten Netzwerk unterstützte Gruppe „Zentrum Automobil“. 2022 nimmt die Gruppe auch andere Branchen wie Gesundheit und Pflege ins Visier und versucht bei den Gegner_innen der Coronamaßnahmen anzudocken.

In dieser Online-Veranstaltung werden wir dieser Entwicklung auf den Grund gehen: Welches strategische Interesse hat die Rechte an Arbeitnehmer_innen und warum geraten dabei Betriebe in ihren Fokus? Wie beeinflussen die Pandemie, 3G und Maskenpflicht am Arbeitsplatz sowie die Impfdebatte die Betriebsratswahlen?

Nach einem einführenden Vortrag schauen wir uns die betriebliche Ebene am Beispiel des Daimler-Werkes Untertürkheim genauer an. Gemeinsam mit einem IG-Metall-Betriebsrat aus dem Werk fragen wir, wie sich „Zentrum Automobil“ im Betrieb verhält: Was ist ihre Strategie und wie kann eine demokratische, solidarische Antwort der DGB-Gewerkschaften auf rechte Betriebsratslisten aussehen?

Die Veranstaltung wird von den Projekten „VAU – Vernetzung Aufklärung Unterstützung“ und „DIAS – Demokratie in der Arbeitswelt stärken“ durchgeführt und richtet sich an Ehren- und Hauptamtliche von DGB und Mitgliedsgewerkschaften, an Betriebs- und Personalratsmitglieder sowie an interessierte Beschäftigte.

Unterstützt von der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Deutschen Gewerkschaftsbund.

Beginn 16:30, Ende 18:00 Uhr.

Anmeldefrist: 13.02.2022.

Zur Anmeldung beim DGB Bildungswerk

Alles so schön bunt hier: #Fukushima: Wasser soll abfließen

Satellitenfoto der Reaktorblöcke 1 bis 4 (von rechts nach links) am 16. März 2011 nach mehreren Explosionen und Bränden
Satellitenfoto der Reaktorblöcke 1 bis 4 (von rechts nach links) am 16. März 2011 nach mehreren Explosionen und Bränden
Quelle: Digital Globe,
Lizenz: CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Die Japanische Regierung verspricht Entschädigung und erhofft sich Rückenwind von der IAEA. Die japanische Regierung und der Stromkonzern Tepco wollen das radioaktiv kontaminierte Tankwasser im AKW Fukushima ab April 2023 in den Pazifik einleiten. Vergangene Woche wurden entsprechende Pläne veröffentlicht. Lokale Industrien sollen entschädigt werden. Die Regierung will im Gegenzug für mehr Überwachung und Transparenz sorgen. Doch der Widerstand im In- und Ausland ist weiter groß. Laut einer Simulation einer Forschergruppe an der Universität Tsinghua in Shenzhen würde das eingeleitete Wasser binnen drei Jahren die kalifornische Küste erreichen.

Weiter bei der taz.

Studie der HKUMed: "Omicron vermehrt sich 70-mal schneller als die Delta-Variante"

Der Vergleich der Infektionsgeschwindigkeit zeigt, daß Omikron sich in den Bronchien wesentlich schneller ausbreitet als in der Lunge
Der Vergleich der Infektionsgeschwindigkeit zeigt, daß Omikron sich in den Bronchien wesentlich schneller ausbreitet als in der Lunge
Eine Studie unter der Leitung von Forschern der LKS-Fakultät für Medizin an der Universität Hongkong (HKUMed) liefert die ersten Informationen darüber, wie die neue Variante von SARS-CoV-2, das Omicron-SARS-CoV-2, die menschlichen Atemwege infiziert. Die Forscher fanden heraus, dass Omicron SARS-CoV-2 die menschlichen Bronchien 70-mal schneller infiziert und sich dort auch schneller vermehrt als die Delta-Variante und das ursprüngliche SARS-CoV-2, was erklären könnte, warum Omicron möglicherweise schneller von Mensch zu Mensch übertragen wird als frühere Varianten. Ihre Studie zeigte auch, dass die Omicron-Infektion in der Lunge deutlich geringer ist als die ursprüngliche SARS-CoV-2-Variante, was ein Indikator für einen geringeren Schweregrad der Erkrankung sein könnte. Diese Forschungsarbeit wird derzeit im Hinblick auf eine Veröffentlichung von Fachkollegen geprüft.

Forschungsergebnisse

Die Omikron-Variante von SARS-CoV-2 (in rot) hat menschliches Bronchialgewebe infiziert.
Die Omikron-Variante von SARS-CoV-2 (in rot) hat menschliches Bronchialgewebe infiziert.
Dr. Michael Chan Chi-wai, Associate Professor der School of Public Health und Principal Investigator, Centre for Immunology and Infection (C2i), Hong Kong Science and Technology Park (HKSTP), und Professor John Nicholls, Professor der Abteilung für Pathologie, HKUMed, haben seit 2007 Pionierarbeit bei der Verwendung von Ex-vivo-Kulturen des Respirationstrakts zur Untersuchung zahlreicher neu auftretender Virusinfektionen geleistet, wie z. B. der Vogelgrippe und des Coronavirus des Middle East Respiratory Syndrome (MERS). Jetzt wurde diese Technik angewandt, um zu verstehen, warum sich die Omicron-Variante in Bezug auf die Übertragung und den Schweregrad der Erkrankung von anderen SARS-CoV-2-Varianten unterscheiden könnte.

Bei dieser Methode wird Lungengewebe, das zur Behandlung der Lunge entnommen und normalerweise verworfen wird, zur Untersuchung von Viruserkrankungen der Atemwege verwendet. Dr. Chan und sein Team isolierten erfolgreich die Omicron-SARS-CoV-2-Variante und verwendeten dieses Versuchsmodell, um die Infektion mit dem ursprünglichen SARS-CoV-2 aus dem Jahr 2020, der Delta-Variante und der neuen Omicron-Variante zu vergleichen. Sie stellten fest, dass sich die neue Omicron-Variante schneller als das ursprüngliche SARS-CoV-2-Virus und die Delta-Variante im menschlichen Bronchus repliziert. 24 Stunden nach der Infektion replizierte die Omicron-Variante etwa 70-mal stärker als die Delta-Variante und das ursprüngliche SARS-CoV-2-Virus. Im Gegensatz dazu replizierte die Omicron-Variante im menschlichen Lungengewebe weniger effizient (mehr als zehnmal weniger) als das ursprüngliche SARS-CoV-2-Virus, was auf einen geringeren Schweregrad der Erkrankung hindeuten könnte.

Elektronenmikroskopische Aufnahme des menschlichen Bronchialgewebes nach Infektion mit SARS-CoV-2. Rote Pfeile zeigen virale Partikel.
Elektronenmikroskopische Aufnahme des menschlichen Bronchialgewebes nach Infektion mit SARS-CoV-2. Rote Pfeile zeigen virale Partikel.
Es ist wichtig zu beachten, dass der Schweregrad der Erkrankung beim Menschen nicht nur durch die Virusreplikation bestimmt wird, sondern auch durch die Reaktion des Wirtsimmunsystems auf die Infektion, die zu einer Dysregulation des angeborenen Immunsystems, d. h. zu einem "Zytokinsturm", führen kann", so Dr. Chan. Es wird auch darauf hingewiesen, dass ein sehr infektiöses Virus, das viele Menschen infiziert, zu schwereren Erkrankungen und zum Tod führen kann, auch wenn das Virus selbst weniger pathogen ist. Zusammen mit unseren jüngsten Studien, die zeigen, dass die Omicron-Variante teilweise der Immunität durch Impfstoffe und frühere Infektionen entgehen kann, ist die Gesamtbedrohung durch die Omicron-Variante daher wahrscheinlich sehr groß".

Über das Forschungsteam

Die Forschung wurde von einem Team unter der Leitung von Dr. Michael Chan Chi-wai, außerordentlicher Professor an der School of Public Health der HKUMed und leitender Forscher am C2i der HKSTP, durchgeführt. Zum Forschungsteam gehörten Dr. Kenrie Hui Pui-yan, Assistenzprofessor; Professor Malik Peiris, Tam Wah-Ching Professor für Medizin und Lehrstuhlinhaber für Virologie, Professor Leo Poon Lit-man, School of Public Health, HKUMed; und Professor John Nicholls, klinischer Professor, Abteilung für Pathologie, HKUMed.

Danksagung

Diese Forschung wurde durch Zuschüsse des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (Vertrag HHSN272201400006C), des Research Grant Council (T11-712/19-N) und des Health and Medical Research Fund (COVID190202) der Regierung der Sonderverwaltungsregion Hongkong unterstützt.

Besonderer Dank gilt der Abteilung für Herz- und Thoraxchirurgie des Queen Mary Hospital.

Über die School of Public Health, HKUMed

Die School of Public Health, LKS Faculty of Medicine der Universität Hongkong kann auf eine lange und erfolgreiche Geschichte in der Ausbildung im Bereich der öffentlichen Gesundheit und in der Spitzenforschung zurückblicken. Mit ihrer weltweit führenden Forschung im Bereich der Infektionskrankheiten und der nicht übertragbaren Krankheiten von lokaler und globaler Bedeutung hat die School of Public Health durch ihre Forschung und ihr Engagement einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung und des Einzelnen sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene geleistet. Der Fachbereich ist ein führendes Zentrum für Forschung und Lehre im Bereich der öffentlichen Gesundheit in den Bereichen Influenza und andere neu auftretende Viren, Bekämpfung nicht übertragbarer und ansteckender Krankheiten, Tabakkontrolle, Luftverschmutzung, Psychoonkologie, Verhaltenswissenschaften, Sportwissenschaft, Epidemiologie des Lebenslaufs sowie Gesundheitsökonomie, Planung und Management von Gesundheitsdiensten.

Quelle: LKS-Medizinfakultät der University of Hong Kong / eigene Übersetzung

Wer hat uns verraten?

Karl Lauterbach, 2020
Karl Lauterbach, 2020
Foto: Martin Kraft - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0
"Jeder weiß, dass wir in Deutschland mindestens jede dritte, eigentlich jede zweite, Klinik schließen sollten. Dann hätten wir anderen Kliniken genug Personal, geringere Kosten, bessere Qualität, und nicht so viel Überflüssiges. Länder und Städte blockieren."

Karl Lauterbach, 4. Juni 2019


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