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»Wenn jemand auf meinem Begräbnis weint, spreche ich nie wieder ein Wort mit ihm.« Stan Laurel

Berlin: Massenüberwachung & KI-Kameras stoppen!

Nachtaufnahme einer Protestaktion gegen KI-gestützte Videoüberwachung am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg. Im Vordergrund steht eine als Clown geschminkte Person mit auffälligem rot gemustertem Jackett, kurzen Hosen und schwarzen Stiefeln neben einer Aluminiumleiter. Auf der Leiter befindet sich eine weitere Person, die an einer überdimensionierten, selbst gebastelten Überwachungskamera aus Karton hantiert. Links stehen weitere bunt kostümierte Aktivist*innen mit fantasievollen Kameraattrappen. Im Hintergrund beobachten mehrere Polizeibeamt*innen die Szenerie. Die vom Scheinwerferlicht hell erleuchtete Aktion hebt sich deutlich vom dunklen Nachthimmel ab.
Foto: © Sabine Scheffer via Umbruch Bildarchiv

Ab Anfang November geht KI-gestützte Videoüberwachung am Kottbusser Tor in Kreuzberg in Betrieb. An insgesamt 15 Standorten sollen dann 30 Kameras rund um die Uhr Straftaten und unerwünschtes Verhalten erfassen.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Gegen die Massen-Videoüberwachung, die nach einer Testphase auch für den Görlitzer Park geplant ist, demonstrierten am 23. September rund 100 Anwohner*innen und Aktivist*innen. Die Clowns-Army hatten eigene Giga-Ultra-Power-Kameras dabei, die sie vor Ort testeten. Zumindest eine Überwachungs-Kamera, als Piñata getarnt, konnte sich nicht lange halten.

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Berlin: Hugohaus geräumt

Das Farbfoto zeigt eine Straßenszene vor dem mit Graffiti besprühten Hostel „Georghof“. Über dem Eingang leuchtet ein rotes Schild. Zwei Straßenmusiker spielen im Eingangsbereich, einer Gitarre, der andere Akkordeon. Auf dem Kopfsteinpflaster davor stehen und sitzen mehrere Menschen und hören zu. Einige Gesichter sind unkenntlich gemacht. An der Fassade hängen Transparente und Fahnen, darunter ein grünes Banner mit der Aufschrift „Nachbar*innen gegen Räumung“. Die Atmosphäre wirkt lebendig und solidarisch, geprägt von Straßenmusik, politischen Botschaften und gemeinschaftlichem Protest.

Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv

Das ehemalige Hostel in der Gürtelstraße 39–41 in Berlin-Friedrichshain hat eine lange Geschichte der Hausbesetzung: 2014 besetzten es Geflüchtete, um für ein Bleiberecht für alle zu demonstrieren. Das Haus stand daraufhin jahrelang leer und verfiel zunehmend, bis es vor 2 Jahren erneut von Punks besetzt wurde. Die setzten Teile wieder in Stand, räumten Müll und Dreck weg, zogen ein und gaben ihrem neuen Domizil den Namen „Hugohaus“. Am 24. September wurden die Bewohner*innen nach einer Auseinandersetzung mit Securities des Investors von der Polizei durchsucht und kalt geräumt.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Lange wurde die stille Besetzung des Hugohauses geduldet, bis die Gebäude an die GSI 2 Entwicklung GmbH aus Wien verkauft wurden. Die von ihr beauftragte Projektentwicklerin dBS Investment GmbH forderte die Besetzer*innen auf, das Haus innerhalb von fünf Tagen zu räumen, schickte Securities und drohte Strom und Wasser abzustellen. Aber statt wieder auf der Straße zu wohnen, luden die Bewohner*innen Presse und Politik ein und organisierten solidarische Unterstützung. Bei einem spontanem Konzert am 1. September von Paul Geigerzähler und Faulenza vor dem Haus kamen mehrere Dutzend Menschen, die sich mit der Besetzung solidarisierten.  Sowohl die Besetzer*innen als auch die Musiker kündigten weitere Soliaktionen in den nächsten Tagen an.

Währenddessen begannen Securities im Auftrag des Investors mit Vorbereitungen für den geplanten Abriss des Gebäudes. Sie schotteten das Hugohaus mehrere Tage ab, verhinderten ein Betreten, Verlassen oder auch medizinische Hilfe und griffen die Bewohner*innen am 24. September an. Sie schlugen Fenster ein, versprühten Reizgas und versuchten erfolglos in die Räume der Bewohner*innen einzudringen. Die Securities behaupteten hingegen, selbst angegriffen worden zu sein und die Polizei durchsuchte mit 200 Einsatzkräften das Haus und nahm am Tag drauf sechs Personen fest.
Die Solimahnwache, die seit 3 Wochen vor dem Haus stand, blieb solidarisch und protestierte gegen die kalte Räumung des Hauses. Denn obwohl die Polizei betont hatte, dass es sich nicht um eine Räumung handele, konnten die Bewohner*innen nach ihrer Freilassung nicht wieder in das Haus zurückkehren. Die Securities standen im Eingang des Hugohauses, die Fenster waren zertrümmert und das Haus mittlerweile unbewohnbar gemacht worden.
 

Weitere Fotos im alten Bildarchiv (1980 - 2018)

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Sterndemo zur Berlinwahl

Farbfotografie einer großen Demonstration in Berlin. Tausende Menschen ziehen bei sonnigem Wetter über eine breite Straße zwischen prächtigen historischen Gebäuden. An der Spitze des Demonstrationszuges werden zwei große dunkelblaue Transparente getragen. Auf dem linken steht „Hand in Hand für Berlin“, auf dem rechten „Zeit, dass sich was dreht!“. Zahlreiche Demonstrierende tragen Plakate und bunte Fahnen, darunter Regenbogenflaggen. Im Vordergrund steht eine Person mit einer blauen Ordnerweste. Der Demonstrationszug erstreckt sich bis weit in den Hintergrund.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv

Ein Bündnis aus rund 100 Organisationen rief kurz vor der Berlinwahl zu einer Sterndemo auf unter dem Motto: „Zeit, dass sich was dreht“. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten zogen am 12. September 2026 aus sieben unterschiedlichen Richtungen rund 30.000 Menschen zum Roten Rathaus, um für eine solidarische und weltoffene Stadt zu protestieren.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

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12 Jahre Gasparitsch – Ein Fest der Selbstorganisation und Gemeinschaft in Stuttgart-Ost

Hochformatiges Veranstaltungsplakat zum Jahresfest des selbstverwalteten Stadtteilzentrums Gasparitsch in Stuttgart-Ost. Auf cremefarbenem Hintergrund dominieren große schwarze und rote Schriftzüge sowie orangefarbene Flächen. Das Fest findet am Samstag, 17. Oktober, ab 14 Uhr in der Rotenbergstraße 125 statt. Angekündigt werden Kinderprogramm, Kaffee und Kuchen, Essen, Infostände, Tombola und Livemusik mit Post Pacific und James Bar Bowen. Ab 22 Uhr folgt eine Aftershow-Party mit DJs. Das Plakat lädt die Nachbarschaft ein, gemeinsam das Bestehen des Stadtteilzentrums zu feiern.

Plakat zum diesjährigen Fest

Das Stadtteilzentrum Gasparitsch feiert 2026 nicht nur ein weiteres Jahr seines Bestehens, sondern auch 12 Jahre voller Engagement und Selbstorganisation in Stuttgart-Ost. Gemeinsam mit der Nachbarschaft möchte das Gasparitsch am Samstag, den 17. Oktober 2026, von 14:00 bis 22:00 Uhr ein großes Straßenfest in der Rotenbergstraße 125 veranstalten – und alle sind herzlich eingeladen, mitzufeiern!

Das Gasparitsch ist längst mehr als nur ein Ort – es ist ein Raum, der von der Nachbarschaft selbst gestaltet wird, ein lebendiger Treffpunkt für alle Generationen. Hier kommen Menschen zusammen, um Ideen zu entwickeln, sich zu vernetzen und aktiv an der Gestaltung des Stadtteils teilzuhaben. In diesem Jahr geht es nicht nur um ein weiteres Jubiläum, sondern auch um die Wertschätzung all derjenigen, die das Gasparitsch in den vergangenen Jahren mit Leben erfüllt haben.

„12 Jahre Gasparitsch – das ist 12 Jahre gelebte Selbstorganisation und viele Begegnungen, die unsere Nachbarschaft so vielfältig und lebendig machen. Es ist ein Raum, in dem Kreativität auf politisches Engagement trifft.“, sagt Annemarie Zinser, Vorsitzende des Trägervereins. „Wir freuen uns sehr, dieses Jahr mit unserer Nachbarschaft und allen Interessierten zu feiern.“

Das erwartet Sie beim Straßenfest 2025:

  • Kinderprogramm: Spaß und kreative Aktivitäten für die jüngsten Besucher*innen.

  • Pianomusik: Live-Musik am Nachmittag mit Abdul

  • Festrede: 12 Jahre Gasparitsch und warum Zentren wie das Gasparitsch gerade heute so wichtig sind 
  • Kaffee & Kuchen: Leckere Kaffeespezialitäten und hausgemachte Kuchen.

  • Tombola: Mit tollen Preisen, die von lokalen Geschäften und Initiativen gespendet wurden.

  • Warme Speisen: Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt!

  • (Live-)Musik:

    • James Bar Bowen (Acoustic Folk-Punk/Singer-Songwriter)

    • Post Pacific (Melodic Pop-Punk)

  • Aftershow-Party: Ab 22 Uhr geht es mit einer energiegeladenen Party weiter!

Details zum Fest:

  • Datum: Samstag, 17. Oktober 2026

  • Zeit: 14:00 Uhr – 22:00 Uhr (Aftershow-Party ab 22:00 Uhr)

  • Ort: Stadtteilzentrum Gasparitsch, Rotenbergstraße 125, Stuttgart-Ost

  • Anfahrt: U4 Ostendplatz, U9 Raitelsberg (gegenüber Gaststätte Friedenau)

Besuchen Sie uns und feiern Sie mit uns die letzten 12 Jahre und all das, was noch kommen wird. Weitere Informationen und das komplette Programm finden Sie auf unserer Website: www.gasparitsch.org