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"Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann hat er sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde." Albert Einstein

Was mir heute wichtig erscheint #47

Albtraum: Vor zwei Jahren wurde Tibor Sturm wegen seiner Hautfarbe von sechs Neonazis angegriffen. Er setzte sich zur Wehr und verletzte einen der Angreifer schwer. Nun sitzt er im Gefängnis, weil er sich nicht zum Opfer der Rassisten machen lassen wollte. Der Filmemacher Otu Tetteh begleitete ihn kurz vor seinem Haftantritt und drehte einen ergreifenden Kurzfilm. (Via redblog)


Homepage: Das am 28. Oktober in Stuttgart gegründete Bündnis gegen die Verschärfung des Versammlungsgesetzes geht mit einer eigenen Homepage online. Für den 6.12.2008 ist eine Demonstration in Stuttgart geplant. Das nächste Treffen des Bündnisses findet nächsten Dienstag um 19.00 Uhr im DGB Haus in Stuttgart statt.


Kostenexplosion: Von wegen, es ist kein Geld da: Der Bundesrechnungshof hat in seinem Bericht an den Haushalts- und Verkehrsausschuss des Bundestages die aktuellen Kosten von Stuttgart 21 auf mindestens 5,3, die der Neubaustrecke auf mindestens 3,2 Mrd. Euro beziffert, das sind die Kosten ohne Preissteigerungen in der Zukunft und ohne Baukostenrisiken. In den Medien wird das natürlich anders dargestellt. Dazu der Rundbrief der Initiative "Leben in Stuttgart"


Bestseller: Selbst Menschen, die sich nicht als Linke verstehen, greifen in Zeiten, wo Marx so viel zitiert wird, zum Original. Ende Oktober war das Kapital von Marx sogar ausverkauft. "Mitten in der schlimmsten Finanzkrise seit den 1920er Jahren hat Kapitalismus-Kritiker Karl Marx (1818 bis 1883) Hochkonjunktur. Sein Standardwerk "Das Kapital" verkaufte sich allein in den ersten drei Wochen des Oktobers 417 Mal, heißt es in der Wirtschaftswoche. Via "Zwischen Karl Marx und Max Otte"


Nutzlos: Der american Way of Making Money funktioniert nicht. Das hatten wir im Blogkino am Dienstag schon nachgewiesen. Ralf Streck fundiert diese Erkenntnis mit einem interessanten Artikel: "(...) Barack Obamas siegreicher Wahlslogan prallt an den an den US-Börsen ab. "Yes, we can", ist kein Spruch, der dort für gute Stimmung sorgen kann. Im Gegenteil: Die Indizes in New York verzeichneten ihre größten prozentualen Verluste an zwei aufeinander folgenden Tagen seit mehr als 20 Jahren. In Europa stürzten die Kurse am Donnerstag noch stärker ab, besonders stach die Frankfurter Börse hervor. Der Leitindex Dax fiel um fast 7 %. Die Angst vor der weltweiten Rezession wiegt schwer. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat erneut seine Prognosen für 2009 nach unten korrigiert. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wird die Wirtschaft fast aller Industrieländer schrumpfen, meint der IWF. Leitzinssenkungen der Zentralbanken, die in Großbritannien mit 1,5 % drastisch ausfiel, sind sofort verpufft. (...)" Zum Beitrag "Erneuter Börsensturz trotz Zinssenkungen und Rettungsplänen"


Rentnertod: Das rote Blog über das FBI, Lenonard Peltier und das American Indian Movement (AIM) und eine ungewöhnliche Lösung des Rentenproblems.


Kreideterroristen: Nachdem im April vier Antifaschisten am Amtsgericht Fürth zu je vier Tagen Jugendarrest bzw. 60 Tagessätzen verurteilt wurden, endete der Berufungsprozess gestern mit einem Freispruch. Weiterlesen bei Indymedia.


Festival: Es gibt jetzt genauere Informationen zum Unräumbar Festival, das vom 28. bis 30. November im Kelsterbacher Wald stattfindet.


Aktionstag: Die Interventionistische Linke führt eine Veranstaltungsserie zur Krise des Kapitalismus und den Chancen für linke Interventionen durch. Die Reihe steht unter dem Titel "Ich krieg die Krise!"  und findet in verschiedenen Städten statt. Am 15.11. soll es einen dezentralen antikapitalistischen Aktionstag gegen Krise und Krieg geben, am 25. Januar 2009 gibt es in Frankfurt/Main einen antikapitalistischen Ratschlag.


Aufruf: In Dessau soll es in Zusammenhang mit dem Prozess zur Klärung der Todesumstände Oury Jallohs am 2. und 5. Dezember zu Kundgebungen und am 8. Dezember zu einer Demonstration kommen.