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»Wir sind Maurer, Maler, Elektriker, wir brauchen den Staat nicht, für nichts.« Lucio Urtubia

Blogkino: La baby sitter (1975)

Heute zeigen wir im Blogkino den Thriller La Babysitter: Ein naives junges Mädchen wird gewaltsam entführt, während sie auf den Sohn eines reichen Lebensmittelmagnaten aufpasst. Sie und der Junge werden von einem ehemaligen Stuntman und einem rachsüchtigen Filmstar als Geiseln festgehalten.

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k9 » größenwahn » politischer fiimabend: Rosen für den Staatsanwalt

Das hochformatige, überwiegend schwarz-weiß gestaltete Veranstaltungsplakat kündigt einen politischen Filmabend mit Wolfgang Staudtes Film „Rosen für den Staatsanwalt“ aus dem Jahr 1959 an. Am oberen Rand steht in großen schwarzen Buchstaben „kg • größenwahn • politischer filmabend“.  Den größten Teil des Plakats nimmt das historische Filmplakat ein. Es zeigt eine düstere, expressionistisch wirkende Darstellung eines Männergesichts, dessen linke Hälfte menschlich und dessen rechte Hälfte als Totenschädel gestaltet ist. Das Gesicht ist in Schwarz, Weiß und Grautönen gehalten, während eine auffällige rote Rose über der Nase und dem rechten Wangenbereich liegt. Oberhalb des Gesichts steht der Filmtitel „Rosen für den Staatsanwalt“ in weißen Großbuchstaben.  Links neben dem Motiv steht senkrecht der Name „Wolfgang Staudte – Ein Film“, rechts auf schwarzem Untergrund das Veranstaltungsdatum „Sonntag, 8. November 2026 – 19 Uhr“.  Unter der Abbildung folgen Angaben zum Film und eine Inhaltsbeschreibung: Der Film erzählt von einem ehemaligen Wehrmachtsrichter, der 1945 einen Soldaten wegen des Diebstahls von zwei Dosen Schokolade zum Tode verurteilt und diesem fünfzehn Jahre später als Staatsanwalt wiederbegegnet. Die Beschreibung bezeichnet den Film als Spiegelbild der finsteren westdeutschen Nachkriegsgesellschaft.  Im unteren Bereich steht der Satz „combattente zeigt geschichtsbewußt:“ und darunter, besonders hervorgehoben in weißer Schrift auf einem schwarzen, abgerundeten Balken, die Parole „revolution muß sein!“. Es folgt der Hinweis „filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen“. Ganz unten sind die Veranstaltungsorte beziehungsweise Adressen „kinzigstraße 9 • 10247 berlin • U5 samariterstraße • S frankfurter allee“ aufgeführt.  Die Gestaltung verbindet das bedrückende, kontrastreiche Filmmotiv mit einer klaren politischen Botschaft. Die rote Rose bildet den einzigen kräftigen Farbakzent und zieht den Blick auf das zwischen menschlichem Gesicht und Totenschädel geteilte Porträt.

Flyer zum Film (Vorderseite)

1945, in den letzten Kriegstagen wird der Gefreite Rudi K. beschuldigt zwei Dosen "Scho-Ka-Kola" gestohlen zu haben. Militärrichter - Kriegsgerichtsrat Schramm verurteilt Rudi wegen "Diebstahls" und "Wehrkraftzersetzung" zur Todesstrafe. Rudi flieht nach nem Fliegerangriff. 15 Jahre später trifft Rudi den Schramm, Staatsanwalt in einer brd-Kleinstadt. Schramm immer noch stramm NS-gesinnt will rudi durch die bullen aus der stadt vertreiben. Spiegelbild der finsteren brd-nachkriegsgesellschaft.

schwarzweißfilm - von Wolfgang Staudte - 1959 (brd) - 97 min. 

Sonntag, 8. November 2026 19 Uhr

Wolfgang Staudtes Film „Rosen für den Staatsanwalt“, ein unverzerrtes Spiegelbild der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft.

Der westdeutsche Nachkriegsfilm war beherrscht von sogenannten Heimatfilmen, in denen es praktisch keine Vergangenheit und keine Zukunft gab, in denen die bis zum Exzess gesteigerte Idylle einer unwirklichen Welt ausgebreitet wurde; zum anderen von Wirtschaftswunder-Filmen, so eine Art Mutmacher-Streifen, in denen die Jahre 1933–45 ebenfalls ausgeblendet waren. Nur wenige Regisseure wagten sich an das, was man gemeinhin als Aufarbeitung der jüngsten Vergangenheit nannte.

Es schwappte eine Flut von sogenannten Heimatfilmen in die westdeutschen Kinos, deren Titel schon die Zugehörigkeit zu diesem Genre signalisieren: „Schwarzwaldmädel“, „Grün ist die Heide“, „An der Donau, wenn der Wein blüht“, „Der Förster vom Silberwald“, „Wetterleuchten um Maria“ – das alles klingt heute unfreiwillig komisch, die Streifen laufen aber immer noch mit schöner-hässlicher Regelmäßigkeit im deutschen Fernsehen. Sie boten den Zuschauenden dadurch die gewünschte Ablenkung von der Alltagsrealität und ließen vor allem die faschistische Vergangenheit vergessen, mit der man sich nicht auseinandersetzen wollte, zumal das kaum ohne Schuldeingeständnisse vonstattengegangen wäre. Dabei waren die Filme interessanterweise oft Remakes alter UFA-Streifen aus dem NS-Faschismus, aber nun natürlich politisch gereinigt.

1945, in den letzten Kriegstagen, wird der Gefreite Rudi K. beschuldigt, zwei Dosen „Scho-Ka-Kola“ gestohlen zu haben. Militärrichter – Kriegsgerichtsrat Schramm – verurteilt den Gefreiten Rudi wegen „Diebstahls“ und „Wehrkraftzersetzung“ zur Todesstrafe. Dem Todesurteil kann Rudi nur entgehen, weil ein Fliegerangriff ihm die Flucht ermöglicht.

Das hochformatige Veranstaltungsplakat auf weißem Hintergrund kündigt eine Filmvorführung von Wolfgang Staudtes satirischem Schwarz-Weiß-Film „Rosen für den Staatsanwalt“ aus dem Jahr 1959 an.  Im oberen Drittel steht auf einem breiten schwarzen Balken der Filmtitel in großen, weiß geschriebenen, leicht verschnörkelten Großbuchstaben. Darunter sind zwei historische, runde Schokoladendosen der Marke Scho-ka-kola nebeneinander abgebildet. Die linke Dose zeigt ihre stark vergilbte, fleckige Unterseite mit einer kleingedruckten Produktbeschreibung und dem Herstellernamen Hildebrand. Die rechte Dose zeigt den braun-beigen Deckel mit der umlaufenden Aufschrift „Scho-ka-kola – Die stärkende Schokolade“. In der Mitte befindet sich ein stilisierter Adler mit ausgebreiteten Flügeln, der ein Hakenkreuz in einem Kranz hält. Strahlenförmige Linien gehen von dem nationalsozialistischen Hoheitszeichen aus.  Unter den beiden Dosen steht auf einem weiteren schwarzen Balken in großer weißer Schrift das Veranstaltungsdatum „Sonntag 8. November 2026 – 19 Uhr“.  Die untere Hälfte des Plakats besteht aus mehreren Absätzen schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund. Zunächst werden Regisseur, Erscheinungsjahr und Laufzeit des Films genannt. Anschließend folgt eine ausführliche Inhaltsangabe: Ein Wehrmachtsrichter verurteilt 1945 einen Soldaten wegen des angeblichen Diebstahls zweier Dosen Scho-ka-kola zum Tode. Der Soldat entkommt und begegnet seinem ehemaligen Richter fünfzehn Jahre später wieder, als dieser bereits Staatsanwalt in der Bundesrepublik ist. Der Text beschreibt, wie der frühere NS-Jurist versucht, seine Vergangenheit zu vertuschen.  Ein weiterer Absatz hebt die satirische Kritik des Films an den personellen und ideologischen Kontinuitäten zwischen Nationalsozialismus und westdeutscher Nachkriegsgesellschaft hervor. Darunter steht in größerer, fett gedruckter Schrift der Satz „Ein unverzerrtes Spiegelbild der BRD Nachkriegsgesellschaft.“  Am unteren Plakatrand werden die Veranstaltungsadresse „Kinzigstraße 9, 10247 Berlin“ sowie die nahegelegenen Haltestellen Samariterstraße und Frankfurter Allee genannt.  Die Gestaltung ist sachlich und zugleich politisch zugespitzt. Besonders die beiden historischen Schokoladendosen mit dem deutlich sichtbaren nationalsozialistischen Emblem stellen einen unmittelbaren Bezug zur Filmhandlung und zur Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit in der frühen Bundesrepublik her.

Flyerrückseite - Hakenkreuz unkenntlich gemacht

Knapp 15 Jahre später sieht Rudi durch Zufall seinen einstigen Ankläger Schramm wieder. Ex-Nazi Schramm ist mittlerweile Staatsanwalt, angesehener Bürger einer BRD-Kleinstadt. Schramm, noch immer von seiner treudeutschen Gesinnung geleitet, verhilft einem Ex-Nazi zur Flucht, unterschlägt dessen Haftbefehl und bekommt einen Rosenstrauß nach Erfolg. Er fürchtet nun um die Aufdeckung seiner dunklen Vergangenheit und setzt alles daran, Rudi über die Polizei aus der Stadt zu jagen.

„Fliegerschokolade“ & Wehrmacht: Scho-Ka-Kola wurde 1935 von der Berliner Firma Hildebrand eingeführt. Sie wurde wegen ihrer stimulierenden Wirkung durch Koffein (aus Kakao, Kolanuss und Kaffee) gezielt an Piloten der Luftwaffe ausgegeben, um Konzentration und Ausdauer bei langen Flügen zu steigern. Später wurde sie auch beim Heer und der Marine, insbesondere bei U-Boot-Besatzungen, als Standardverpflegung eingesetzt.“

Wikipedia zu Scho-Ka-Kola

combatiente zeigt geschichtsbewußt:

revolucion muß sein!
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Blogkino: Léon (1994)

Heute zeigen wir im Blogkino den Thriller Léon (in den USA ursprünglich unter dem Titel The Professional und später als Léon: The Professional veröffentlicht) ist ein englischsprachiger französischer Action-Thriller aus dem Jahr 1994, bei dem Luc Besson das Drehbuch schrieb und Regie führte. In den Hauptrollen sind Jean Reno und Gary Oldman zu sehen, außerdem gibt Natalie Portman ihr Filmdebüt. Im Mittelpunkt der Handlung steht Léon (Reno), ein italienisch-amerikanischer professioneller Auftragskiller, der die zwölfjährige Mathilda Lando (Portman) widerwillig bei sich aufnimmt, nachdem ihre Familie von dem korrupten DEA-Agenten (Drug Enforcement Administration) Norman Stansfield (Oldman) ermordet wurde. Léon und Mathilda entwickeln eine ungewöhnliche Beziehung, während sie seine Schützlingin wird und das Handwerk des Auftragskillers erlernt. Der Film kam am 14. September 1994 in Frankreich durch Gaumont Buena Vista International in die Kinos und erhielt überwiegend positive Kritiken.

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Blogkino: La ciociara - Two Women (1960)

Heute zeigen wir im Blogkino den italienisch-französischen Spielfilm La ciociara, der hierzulande unter dem Titel "... und dennoch leben sie" lief. Der 1960 unter der Regie von Vittorio De Sica bringt Sophia Loren, Jean-Paul Belmondo, Raf Vallone und Eleonora Brown in die Hauptrollen: Cesira und ihre Tochter Rosetta machen sich von Rom aus auf den Weg nach Neapel, um den Schrecken des Krieges zu entkommen. Cesiras einzige Sorge gilt der Sicherheit ihrer Tochter, doch auch sie wird Opfer von Männern, die mehr an ihrem Aussehen interessiert sind als daran, ihr Unterkunft, Essen oder menschlichen Trost zu bieten. Loren gewann für ihre Darstellung der Cesira mehr als 20 internationale Auszeichnungen, darunter den Oscar als beste Hauptdarstellerin.

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Blogkino: Libera, Amore Mio... (1975)

Heute zeigen wir im Blogkino mal keinen französischen Krimi, sondern Libera, Amore Mio.... Das italienische Historiendrama aus dem Jahr 1975, bei dem Mauro Bolognini Regie führte zeigt in der Hauptrolle der leidenschaftlichen und unangepassten Anarchistin Libera Valente die Kinodekade-Ikone Claudia Cardinale. Die epische Handlung erstreckt sich über vier Jahrzehnte von 1905 bis 1945. Libera, die Tochter eines verbannten Anarchisten, lehnt im Laufe ihres Lebens radikal jegliche politischen Systeme ab – sei es den Faschismus unter Mussolini, den Kommunismus oder die bürgerliche Demokratie. Der Film beleuchtet eindringlich ihren unerbittlichen und oft einsamen Kampf gegen Ungerechtigkeit und staatliche Zwänge, untermalt von einer emotionalen Filmmusik aus der Feder von Ennio Morricone.

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