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"Die Flut sagte zum Fischer: Für das Toben meiner Wellen gibt es viele Gründe. Der wichtigste davon ist, dass ich für die Freiheit der Fische und gegen das Netz bin." Şêrko Bêkes

DRINGENDER NEUER SPENDENAUFRUF DER VERTEIDIGUNG VON MUMIA ABU-JAMAL

Internationales Verteidigungskomitee (IVK) Bremen /
http://www.freedom-now.de

Januar 2006
DRINGENDER NEUER SPENDENAUFRUF DER VERTEIDIGUNG VON MUMIA ABU-JAMAL

»Im Namen der Gerechtigkeit bitten wir Sie um Ihre Unterstützung und
eine großzügige Spende im Rahmen Ihrer Möglichkeiten.«
Angela Davis, Sprecherin der US-Kampagne gegen die Todesstrafe

Mit seinen Grüßen an die diesjährige 11. Rosa-Luxemburg-Konferenz in
Berlin hat Rechtsanwalt Robert R. Bryan, Mumia Abu-Jamals
Hauptverteidiger, die dringende Bitte verbunden, die Verteidigung gerade
jetzt nicht im Stich zu lassen. Die Kosten für Reisen zu Anwaltsbesuchen
im Todestrakt, die Suche nach neuen Entlastungszeugen und Beweismitteln
mit Hilfe von sachkundigen privaten Ermittlern sowie die umfangreichen
juristischen Prozeduren verschlingen im Monat rund 10.000 US-Dollar (~
8.000 Euro). Im Saal der Konferenz wurden daraufhin spontan über 800
Euro gesammelt!
Bislang wurde die Arbeit des nur aus AnwältInnen des Vertrauens
bestehenden Teams ausschließlich mittels Spenden aus den USA und Europa
finanziert. Diese Spenden fließen seit einiger Zeit leider nur noch
minimal, wodurch die Verteidigungsarbeit erheblich erschwert und
letztlich gefährdet wird.
Die AnwältInnen arbeiten seit Beginn ohne Honorar, können aber die
anderen anfallenden Kosten nicht mehr allein tragen.
Das Team ist fachlich hochkarätig besetzt und bietet Gewähr, Mumia
Abu-Jamals Wiederaufnahmeverfahren auf der juristischen Ebene zum
Durchbruch zu verhelfen. Es setzt sich zusammen aus:
Robert R. Bryan aus San Francisco, Fachanwalt für die Todesstrafe und
langjähriges Vorstandsmitglied der National Coalition to Abolish the
Death Penalty;
Jill Culbert, Fachanwältin für die Todesstrafe in der Sozietät von Mr.
Bryan;
Steven W. Hawkins, Anwalt des Rechtshilfefonds der NAACP (National
Association for the Advancement of Colored People), Mitglied der
National Conference of Black Lawyers und langjähriger Geschäftsführer
der National Coalition to Abolish the Death Penalty;
Judith L. Ritter, Professorin für Rechtswissenschaften an der Widener
University School of Law, Delaware Campus.
(Ausführliche Vorstellung des Teams unter
http://www.freedom-now.de/news/artikel312.html)

Die sich zuspitzende finanzielle Notlage trifft Mumia Abu-Jamal und sein
Verteidigungsteam in einer Situation, in der der juristische Kampf um
ein Wiederaufnahmeverfahren nun auf eine Entscheidung vor den
Bundesgerichten zuläuft und es reale Chancen für einen neuen Prozeß gibt
(siehe http://www.freedom-now.de/news/artikel306.html), gleichzeitig
aber die Kräfte, die auf eine Vollstreckung des Todesurteils drängen,
unermüdlich öffentlich und hinter den Kulissen wirken. Die Verteidigung
darf in dieser Situation nicht geschwächt werden!
Robert R. Bryan: »Mehr denn je kommt es jetzt auf die Unterstützung und
das Handeln der Solidaritätsbewegung an: Wenn wir verlieren, wird Mumia
hingerichtet! Die Zeit läuft uns davon...«

Die Kampagne gegen die Todesstrafe und zur Unterstützung von Mumia
Abu-Jamal ist im Moment zahlenmäßig schwach, braucht deshalb jede
erdenkliche Unterstützung beim Sammeln von Spenden.
Jede/r kann ohne großen Aufwand etwas dafür tun, Mumia Abu-Jamal nicht
seinen Henkern in Pennsylvania und Washington D.C. zu überlassen.
Beispiele sind unter »Was tun? - Einige Vorschläge« im neuen Aufruf
»Jetzt kommt es auf die Solidaritätsbewegung an« zu finden
(http://www.freedom-now.de/news/artikel311.html).
In der Vergangenheit war die Phantasie der SpenderInnen groß: Einnahmen
aus Soli-Konzerten, Soli-Discos oder Lesungen mit Mumia Abu-Jamals
Büchern, »Spenden statt Geschenke« bei Familienfeiern,
Flohmarktverkäufe, Bücherbörsen, GewerkschafterInnen haben geschlossen
ihr Delegiertengeld von Versamlungen und Zimmerleute ihren Lohn aus
einem Bauprojekt gespendet etc.. Die Höhe spielt bei all dem keine
Rolle, auch kleine Spenden wachsen zu großen Summen heran!

Jede Spende von Einzelnen, Gruppen und Organisationen ist willkommen und wird
garantiert ohne Abzüge an das Verteidigungsteam weitergeleitet. Darüber
besteht zwischen Rechtsanwalt Bryan und dem IVK Bremen eine
rechtsverbindliche Vereinbarung.

Weitere Möglichkeiten:

Patenschaften
Das sind feste Beträge, die jeden Monat per Dauerauftrag auf dem
Spendenkonto eingehen. Sie helfen der Verteidigung besonders, weil sie
dann jeden Monat mit einem finanziellen Grundstock kalkulieren kann.

Darlehen
Wer sein Geld nicht spenden kann, aber einen bestimmten Betrag für ein
bis zwei Jahre zur Verfügung stellen kann, bekommt einen verbindlichen
Darlehensvertrag, der auf Wunsch auch den Ersatz des Verlustes der
Sparzinsen einschließt. (Bitte genauere Informationen beim IVK
anfordern!)

Spendenkonto für BR Deutschland und umliegendes europäisches Ausland:
Unter dem Stichwort »Verteidigung« Spenden bitte an:
Archiv 92/Sonderkonto Jamal
S.E.B. Bank Bremen
Konto-Nr. 100 8738 701 (BLZ 290 101 11)
(Überweisungen aus EU-Ländern:
IBAN DE78 2901 0111 1008 7387 01 - BIC: ESSEDDE5F290)

Abschließend Angela Davis' Mahnung, die sie selbst auf der letztjährigen
10. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin ins Zentrum ihres
Vortrages gestellt hat:
»Ich möchte betonen, daß wir alle aufstehen sollten für die Freiheit von
Mumia Abu-Jamal, nicht nur, weil er ein Opfer der Todesstrafe werden
könnte, sondern auch, weil er einer der einflußreichsten intellektuellen
Führer der Bewegung gegen die Todesstrafe in den USA und weltweit ist!«
(Siehe http://www.freedom-now.de/news/artikel302.html)

Das IVK Bremen steht für alle Fragen und Anregungen jederzeit zur
Verfügung:

Herzliche Grüße,
Jürgen Heiser, am 21. Januar 2006

Internationales Verteidigungskomitee (IVK)
Postfach 150 530, D-28095 Bremen, www.freedom-now.de, email:
info@freedom-now.de
Fon/Fax 0421-354029, Mobil/cell: 0174-972 99 29
http://www.freedom-now.de

Streik beim multinationalen GATE GOURMET-Konzern!

Aus einem aktuellen Flugblatt:
Streik beim multinationalen GATE GOURMET-Konzern! Dies ist eine Solidaritätsaktion für die Streikenden von GATE GOURMET.


Der Multi GATE GOURMET GATE GOURMETist ein multinationales Catering- Unternehmen mit 150 Betrieben auf fünf Kontinenten und insgesamt 26.000 Beschäftigten (Catering = Versorgung der Flugzuge mit Lebensmitteln). Bis 2001 war die GATE GOURMET-Filiale in Düsseldorf ein Tochterunternehmen der LTU und hieß LTC. LTU verkaufte ihre Catering-Tochter mit den Standorten Düsseldorf und Frankfurt für 33,7 Millionen Euro an die Swissair- Tochter GATE GOURMET. Nur ein Jahr später wurde dannGATE GOURMETaus dem Konkurs der Swissair heraus an das Investmentunternehmen Texas Pacific Group (TPG) verkauft. Das ist das Unternehmen, das bereits den Armaturenhersteller GROHE plattgemacht hat.TEXAS PACIFICwill den maximalen Profit bei GATE GOURMET. Auf die Interessen der Belegschaft wird dabei keine Rücksicht genommen.


Angriff gegen die Beschäftigten Vor zwei Jahren hatten Gewerkschaft und Belegschaft einem Sanierungsvertrag, in dem die BEFRISTETE Kürzung von Weihnachtsgeld und Lohnzuschlägen vereinbart wurde, zugestimmt. Nun ist dieses Frist abgelaufen und das Unternehmen ist profitabel. Trotzdem willGATE GOURMETnoch mehr aus den Arbeiterinnen und Arbeitern herauspressen und fordert nicht nur die Beibehaltung dieser Vereinbarung, sondern eine weitere Kürzung der Lohnzuschläge, die Kürzung des Urlaubs um fünf Tage und eineErhöhung der Wochenarbeitszeiten auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich. Dabei ist der Druck auf die Beschäftigten bereits jetzt enorm gstiegen. Was vor kurzem noch zehn Personen erledigen mussten, müssen heute drei machen. Bei enormen Belastungen: 10- Stundenschichten, 15 Tonnen zu hebende Masse pro Tag, Laufstrecken von 20 km pro Schicht. Und das alles bei nachweislich tiefschwarzen Zahlen in der Konzernbilanz von GATE GOURMET. Die Forderungen des Managements nach weiteren Lohnopfern waren der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.


Der Widerstand Nach dieser Verhöhnung seitens Gate Gourmets haben sich 71% der Belegschaft für einen Streik entschieden. Am 07.Oktober hat dieser angefangen und dauert heute noch an. Auch an anderen Standorten von GATE GOURMET wurde bereits gestreikt. Am bekanntesten wurde bisher der Streik in Heathrow/London.


Die Reaktion von GATE GOURMET GATE GOURMET kann den Streik in Düsseldorf bislang scheinbar gelassen wegstecken, da Streikbrecher der Zeitarbeitsfirma AVCI aus Duisburg den Betrieb aufrecht erhalten. Die bisherigen Mehrkosten, die das Unternehmen für diese Streikbrecher bezahlt, dürftenschon weit das überschreiten, was sie die Forderungen der Beschäftigten gekostet hätten. Aber es geht GATE GOURMET nicht um dieses Geld, sondern um die Abpressung von mehr Arbeit für weniger Lohn. Dies drückt auch aus, dass der Geschäftsführer vor ein paar Tagen vor die Streikbrecher trat und verkündete, dass GATE GOURMET generell 10% Personalkosten einsparen will.


Solidarität Dieser Streik ist nicht nur berechtigt, er ist auch notwendig. Deswegen gab es nicht nur Unmengen an Solidaritätsbekundungen und -besuchen, sondern auch bereits viele Solidaritätsaktionen. Bedenken Sie bitte, dass die 80 KollegInnen von GATE GOURMET in Düsseldorf nicht nur für sich kämpfen, sondern im Kampf gegen den Multi auch für uns alle kämpfen. Denn die Konzerne greifen auf breiter Front anund wollen überall die Profite auf Kosten der Beschäftigten erhöhen. Bitte haben Sie deshalb Verständnis. Solidarisieren Sie sich mit den Streikenden.

Keine Verschärfung der Ausbeutung bei GATE GOURMET.


Abschluss fairer Arbeitsbedingungen!



Solidaritätsadressen bitte an:
Streikzelt GATE GOURMET
Flughafen Frachtbereich LTU-Halle 8a
40468 Düsseldorf


Bitte spenden Sie für die Streikenden: Kontoinhaberin: NGG KTO:1650217300 BLZ: 30010111 SEB Düsseldorf Stichwort: Streik Gate Gourmet



Infotelefon:
Arbeitslosen-Initiative Düsseldorf, Flurstr. 45, Hartmut Lohse, 02111 - 66 91 21

Termine & Aktionen:


Bitte alle Aktionen beim Infotelefon und unter dieser eMail-Adresse melden.

Besuche bei den Streikenden


Flughafen Düsseldorf, Frachtbereich, Streikzone Halle 8a


Das Zelt der Streikposten ist rund um die Uhr besetzt. Die Streikenden freuen sich über jeden Besuch. Ammeisten freuen sich die KollegInnen über konkrete Soli-Vorschläge.

Abflugzeiten


Flugblattverteilungen und Blockaden sind besonders erfolgreich, wenn sie die Langstreckenflüge der LTU treffen. Diese Flüge sind über die Flugpläne leicht zu ermitteln. Die Aktionen sollten jeweils 2 bis 2,5 Stunden vorher stattfinden. Sollten Transportfahrzeuge erfolgreich blockiert werden, dann entsteht direkt wirtschaftlicher Druck auf den Catering-Konzern.


Streikinfos:


Alle Streikzeitungen


Internetseite:


Der Streik online

UnterstützerInnenkreis:

Der UnterstützerInnenkreis für die Streikenden trifft sich jeden Mittwoch 19.30 Uhr im Linken Zentrum/Café Hinterhof in Düsseldorf, Corneliusstr. 108.

Mobilisierung gegen Neonaziaufmarsch in Lüneburg

Pressemitteilung der Antifaschistischen Aktion Hannover vom 20.01.2006




Neonazidemo in Lüneburg vorerst verboten
Antifaschistische Aktion mobilisiert weiter zu Gegenaktivitäten


Für Samstag, den 28.01.06, mobilisieren Neonazis aus ganz Norddeutschland zu einem Aufmarsch in Lüneburg. Momentan ist der Aufmarsch noch durch das Verwaltungsgericht Lüneburg verboten, doch Anmelder Christian Worch ist dafür bekannt, bis zur höchsten Instanz zu gehen. Die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] mobilisiert deshalb unabhängig von der Gerichtsentscheidung zur Demonstration des Lüneburger Netzwerk gegen Rechtsextremismus.


Für den kommenden Sonntag kündigt die Gruppe zudem eine Aktion beim Konzert der US-amerikanischen Punkrockband Anti-Flag auf dem FAUST-Gelände an. Die Aktion soll zum einen auf den Neonaziaufmarsch direkt als auch auf die Info- und Mobilisierungsveranstaltung am 25.01.06 um 20 Uhr im UJZ Kornstraße hingewiesen werden. Hier wird auch ein Referent der örtlichen antifaschistischen Gruppe vor Ort sein, um über den Stand der Dinge zu informieren. Außerdem soll hier die gemeinsame Anfahrt per Zug nach Lüneburg koordiniert und geplant.


Die Gruppe hat zusätzlich eine Sonderseite ins Internet gestellt, die unter www.lueneburg-rocken.de.vu zu erreichen ist. Hier können auch kurzfristig Informationen abgerufen werden. Fotos von der Aktion können ab Sonntag Nacht über diese Adresse bezogen werden.



Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]
c/o Infoladen
Kornstrasse 28-30
30167 Hannover
email: aahannover@gmx.de
Internet: www.antifa-hannover.tk