trueten.de

»Das Problem mit dieser Welt ist, dass kluge Menschen voller Zweifel sind, während dumme Menschen voller Zuversicht sind.« Charles Bukowski

Stuttgart: Neonazis müssen draußen bleiben

Amtsleiter will Aufmarsch mit aller Macht verhindern - Gegendemonstration angemeldet

Die Freien Kräfte, ein Bündnis aus mehreren rechten Kameradschaften und der NPD, werden für ihre Demonstrationspläne vor Gericht ziehen müssen. Die Stadt will die für den 28. Januar geplante Demonstration gegen Demonstrationsverbote untersagen.

Von Susanne Janssen

Gestern um 10 Uhr hat sich der Sicherheits-chef Alfons Nastold mit einer Delegation der Veranstalter getroffen: einer Frau von der 2004 gegründeten Kameradschaft Stuttgart und zwei Männern aus anderen Bundesländern. "Das Gespräch hat nichts Entlastendes gebracht", sagt Nastold. Die Stadt habe vor, die für Samstag, den 28. Januar, geplante Demonstration zu verbieten.

Dabei rechnet sich Nastold gute Chancen aus, dass das Verbot den möglichen Klagen standhält. "Die Veranstalter wollen gegen den Paragrafen 130 demonstrieren." Das Motto "Meinungsfreiheit erkämpfen - Paragraf 130 abschaffen" habe eine gewisse Brisanz: darin geht es um den Straftatbestand der Volksverhetzung. Wer zu Hass oder Gewalt gegen Teile der Bevölkerung aufruft, wird bestraft. Ein Aufruf dazu, diesen Paragrafen abzuschaffen, könne leicht als Demonstrationsgrund abgelehnt werden. "Wir werden unser Bestes tun", sagt Nastold. Bis Montag werde man eine Verbotsverfügung ausarbeiten, die den Veranstaltern zugestellt wird.

Zuletzt hatte in Stuttgart 1994 die NPD zu einem Aufmarsch zum Rudolf-Heß-Gedenktag aufgerufen - die Kundgebungen wurden in letzter Minute vom Verwaltungsgerichtshof verboten. Seitdem gab es in der Stadt keine rechtsextremen Demonstrationen. Am Pfingstsonntag 2004 ist die Sängerhalle in Untertürkheim jedoch Schauplatz eines Treffens der rechtsradikalen Szene gewesen: Lars Käpplers Bewegung deutsche Volksgemeinschaft hatte eine interne Tagung abgehalten, ein Einreiseverbot des Ausländeramts für die Redner aus Österreich und der Schweiz wurde vom Gericht gekippt.

Nastold hofft deshalb dieses Mal, dass das Verwaltungsgericht das Verbot der Stadt bestätigt: "Wir geben unser Bestes." Manche Gerichtsentscheidungen könne er nicht nachvollziehen. Die Freien Kräfte, wie sich das Aktionsbündnis aus Baden-Württemberg und Bayern nennt, wollen sich am 28. Januar um 13 Uhr mit rund 150 Aktivisten am Hauptbahnhof treffen und dann durch die Innenstadt am Landtag vorbeiziehen. "Der Landtag hat mit dem Paragrafen 130 überhaupt nichts zu tun", so Nastold. Eigentlich müssten die Kameradschaften in Berlin demonstrieren. Zunächst war für den 28. Januar eine Demo in Karlsruhe geplant gewesen, dort aber verboten worden. Deshalb, so vermutet der Sicherheitschef, wollen die Gruppen nun nach Stuttgart ausweichen. Eine Gegendemonstration ist ebenfalls bereits angemeldet.

Zuletzt war Schwäbisch Hall häufig Schauplatz von Demonstrationen der rechten Szene. Ulrike Zeitler, die Pressesprecherin des Verwaltungsgerichts, hat aus den Jahren 2003 und 2004 vier Auseinandersetzungen zwischen der Stadt und den Demonstranten in den Akten. Im Oktober 2005 sei ein Antrag abgelehnt worden. Wenn die Freien Kräfte das Verbot nicht akzeptieren, werden sie vermutlich einen Eilantrag stellen. "Den werden wir schnell entscheiden, damit noch Zeit für Rechtsmittel beim Verwaltungsgerichtshof bleibt", so Zeitler.



Quelle: Stuttgarter Zeitung 21.1.06

Stuttgart: Neonazis planen Demo in der City

Rund 300 Neonazis möchten am Samstag dem 28. Januar, in der Innenstadt eine Demonstration durchführen. Die Veranstaltung ist angemeldet, heute entscheidet sich, ob die Stadt sie untersagt. Davon ist auszugehen.

Auf einer Internetseite wird für die Veranstaltung geworben, die am 28. Januar um 13 Uhr im Hauptbahnhof beginnen soll. Unter dem Motto "Keine Demonstrationsverbote - Meinungsfreiheit erkämpfen" werde der "freie Widerstand in Süddeutschland ein Zeichen gegen Beamtenwillkür und faschistische Machenschaften in unserem Land setzen", verkünden die Veranstalter. Konkret gehe es um den Paragraphen 130, der die Volksverhetzung unter Strafe stellt. Demnach macht sich strafbar, wer zum Hass gegen Teile der Bevölkerung oder zu Gewalt- und Willkürmaßnahmen aufstachelt.
Alfons Nastold vom Ordnungsamt sagte gestern, er habe den Veranstalter einbestellt. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, er tendiere aber dazu, die Demo zu verbieten.
Das Motto macht der Stadt eine Ablehnung leicht, es könnte als Aufforderung zu einer Straftat bestanden werden. Auch die linke Szene ist über den Plan der Neonazis informiert: unter dem Motto „Weisse Rose gegen braune Gewalt“ wurde für 12 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz eine Gegendemonstration angekündigt. In Stuttgart geht man davon aus, dass der Aufmarsch der Rechtsextremen die Antwort auf ein Verbot einer Kundgebung in Karlsruhe ist. Als Veranstalter fungieren Kameradschaften aus Stuttgart und Rastatt, autonome Nationalisten aus München, Ulm und Heidenheim sowie die Nationaldemokraten München und Ostalb.

Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 20.01.06

Vergehen: Antifaschismus

Baden-württembergische Justiz mißbraucht das Strafrecht, um gegen
Antifaschisten vorzugehen. Rote Hilfe geißelt Vorgehen als
"anti-antifaschistisch"

Wenn es um die Kriminalisierung antifaschistischer Gruppen und Personen
geht, scheint die Phantasie bundesdeutscher Behörden keine Grenzen zu
kennen. In mehreren Fällen wurden in den vergangenen Wochen
Antifaschisten nach Paragraph 86a des Strafgesetzbuches verurteilt, der
die "Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen"
unter Strafe stellt. Das Vergehen der Antifaschisten bestand einzig
darin, auf Ansteckern durchgestrichene Hakenkreuze verwendet zu haben.
Damit wollten sie öffenlich deutlich machen, daß sie Aktionen und
Propaganda von Neofaschisten ablehnen.

Gerade dies sieht die Justiz in Baden-Württemberg jedoch völlig
anders. So eröffnete die Staatsanwaltschaft kürzlich ein Verfahren
gegen einen Versandhandel aus Leutenbach, dem vorgeworfen wurde,
Aufnäher herzustellen und zu vertreiben, auf denen Hakenkreuze im
Verbotsschild oder im Mülleimer zu sehen sind. Der Vertrieb derartiger
Accessoires ließ die Staatsanwaltschaft argwöhnen, der
antifaschistische Versand verfolge mit der Verwendung
nationalsozialistischer Symbolik kommerzielle Ziele. Das Gericht
verurteilte den Betreiber des Versandhandels zu 30 Tagessätzen à 50
Euro.

Ähnlich erging es einem Tübinger Studenten in der Nacht zum 1. Mai
vergangenen Jahres. Der junge Mann wurde im Anschluß an einen
antifaschistischen Protest, der sich gegen rechtsextreme
Burschenschafter richtete, bei einer polizeilichen Durchsuchung eines
Buttons entledigt. Auf dem Anstecker war ein Hakenkreuz,
durchgestrichen mit einem roten Balken, in einem Verbotsschild zu
erkennen. Der Student wurde am 6. November vom Amtsgericht Tübingen zu
einer Geldstrafe von zehn Tagessätzen à 15 Euro plus 50 Euro Spende
an einen gemeinnützigen Verein verurteilt.

Auch andere baden-württembergische Antifaschisten fielen den
staatlichen Kriminalisierungsversuchen zum Opfer. So konfiszierte die
Polizei eine Broschüre, die bei Aktionswochen vorwiegend in denjenigen
Orten Baden-Württembergs verteilt wurde, die besonders von
faschistischer Straßengewalt geprägt sind. Als Grund für die
Beschlagnahme nannten die Beamten eine im Heft abgedruckte Zeichnung,
die einer Zeitschrift der IG Metall entnommen war. Unter der
Überschrift "Vorsicht Falle" ist dort eine Mausefalle zu sehen, in
der sich ein Hakenkreuz verfangen hat, an dem kleine Parteifähnchen
mit den Aufschriften DVU, NPD und REP hängen.

Das Vorgehen der "Ordnungshüter" rief unterdessen die linke
Solidaritätsvereinigung Rote Hilfe e. V. auf den Plan. "Wenn
Minderjährigen, die am Beginn einer linken Politisierung stehen und
ihre emanzipatorische Orientierung mit eindeutig antifaschistischen
Aufnähern an ihren Jacken symbolisieren wollen, diese Aufnäher auf
offener Straße von Polizisten abgerissen werden, dann wird klar, daß
sich die staatlichen Exekutivorgane zu einschüchternden Handlangern
faschistischer Kreise machen und linkes Engagement im Keim ersticken
wollen", erklärte Mathias Krause für den Bundesvorstand der
Organisation gegenber junge Welt.

Die Rote Hilfe wird nach seinen Angaben gemeinsam mit den Angeklagten
versuchen, "über die Schaffung von Gegenöffentlichkeit ein
politisches Klima herzustellen", in dem es der Justiz "nicht mehr so
einfach gemacht wird, Menschen zu kriminalisieren, nur weil sie ihrer
antifaschistischen Gesinnung deutlichen Ausdruck verliehen haben".
Krause wies in diesem Zusammenhang auf Urteile des Bundesgerichtshofs
und des Oberlandesgerichts Stuttgart hin. Diese hatten Anfang der 80er
Jahre die Strafverfolgung von "Handlungen aus dem Tatbestand des §
86a StGB" ausgeschlossen, wenn sich diese als "von der Allgemeinheit
gebilligte und daher in strafrechtlicher Hinsicht im sozialen Leben
gänzlich unverdächtige Verhaltensweisen darstellen und somit den
Schutzzweck der Norm nicht verletzen".
Quelle

Virenbefallenes Windows noch zu retten?

Aus gegebenem Anlass:

WICHTIGER HINWEIS! WER DIESEN TEXT FUER UEBERZOGEN HAELT, ODER UNGLAUBWUERDIG,
DER MöGE BITTE BEI MICROSOFT SELBST NACHLESEN, DASS DAS DER EMPFOHLENE WEG IST.

http://www.microsoft.com/technet/community/columns/secmgmt/sm0504.mspx

Auch zum Lesen:

http://www.heise.de/security/suche.shtml?T=auf+der+Spur+Teil+1&Suchen=suchen&type=ha

http://isc.sans.org/diary.php?date=2004-07-23
http://isc.sans.org/diary.php?date=2004-08-23
http://isc.sans.org/diary.php?date=2004-11-04
http://isc.sans.org/diary.php?date=2004-11-24

Und jetzt der urspruengliche Artikel:

---------
> Ich verwende Windows XYZ
>
> folgendes trat auf

[Beschreibung typischer Symptome einer Virus/Wurm-Infektion]

> Was ist zu Tun?

Dein System ist kompromittiert, d.h. keine einzigen Komponente davon
ist mehr Vertrauenswuerdig. Komplettes loeschen und neu installieren
ist der einzige Ratschlag, der dir ernsthaft gegeben werden kann.


Unvollstaendig. Korrekte Liste: (ACHTUNG! REIHENFOLGE IST UNBEDINGT ZU
BEACHTEN!)

0) Zu Schritten der Beweissicherung befragst du am besten einen
Anwalt, der sich auf sowas spezialisiert hat.
Ansonsten:
1) Netzwerkanschlusskabel abziehen (ISDN, Ethernetkabel)
2) Plattmachen (formatieren aller partitionen) (oder neue Harddisk)
3) OS von original-Medien (oder sauberer kopien davon) neu installieren
4) alle vom Hersteller angebotenen Sicherheitspatches einspielen
(diese solltest du auf einem sauberen Rechner herunterladen und dauf CD
brennen oder als CD vom Hersteller deines OS einfordern)
5) OS gemaess den unten gelisteten URLs sicher konfigurieren
6) Backup erstellen, Checksummen aller Dateien erstellen und auf einen
externen Datentraeger speichern (zur Referenz spaeter, idealerweise auf
einer CDR)
7) Netzwerkanschlusskabel wieder anstecken und Netzzugang konfigurieren.

Schritte 4,5 und 6 sind regelmaessig zu wiederholen, mindestens bei
jedem vom Hersteller neu herausgegebenen Patch. Ja, nach 4 ist bei
allen Herstellern immer auch 5 und 6 nachzuziehen (manche Patches
machen Teile der Konfigurationsarbeit aus 5 rueckgaengig)!

> 1. Was ist das genau auf meinen PC, was da alle EXE-Dateien verändert?

Irgend ein Virus, Wurm oder ein Trojanisches Pferd. Da dein Rechner
(1300 mails outgoing) bereits als "offen" getagged war, ist es sehr
wahrscheinlich das neben der Erstinfektion noch weitere Backdoors
eingebaut wurden, falls du mal auf die Idee kommst, mit nem
Virenscanner aufzuraeumen, so das der Angreifer nacher immernoch
Vollzugriff auf deinen Rechner hat. Das ist nicht unueblich.

> 3. Hilft mir zum Schutz überhaupt ein Virenkiller oder brauch ich eine Firewall?
> 4. Wie schütze ich mich am besten?

Die Antwort auf diese Fragen findest du u.a. dort:

LINKBLOCK

[Anm.: Der Linkblock liegt online unter http://www.linkblock.de/
oder als Kopie auf http://faq.jors.net/linkblock.html ]


!!! BITTE http://www.linkblock.de/ DIE AKTUELLE VERSION BENUTZEN !!!

[Linkliste geloescht, da nicht laenger Aktuell und hier nicht wirklich
sinnvoll (zumindest fuer mich ;) aktuell zu halten]

> 5. Darf ich Outlook überhaupt verwenden?

Outlook (nicht Express) ist nicht weiter schlimm, es ist wie ne Zecke
am Arsch des Netzes, aber es ist im Gegensatz zu Outlook Express keine
offiziel vom Hersteller als "fuer die Virenreplikation entwickelte"
Software.


Quelle