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Göppingen: 50 Teilnehmer beschließen Kundgebung gegen Nazi Aufmarsch am 23.9.2006

Beim heutigen Treffen von ca. 50 Einzelpersonen, Vertretern von Gewerkschaften, Parteien, Antifagruppen von Ulm über Esslingen bis hin nach Stuttgart wurde beschlossen, eine Kundgebung in Göppingen, die die IG Metall anmeldet ab 10 Uhr bis voraussichtlich 13 Uhr zu unterstützen.

Damit soll Gelegenheit und Raum gegeben werden, einen möglichst breiten Protest gegen den Aufmarsch der JN/NPD zu fördern.

Sollte dieser Aufmarsch trotz des verhängten Verbotes gerichtlich von den Faschisten durchgesetzt werden können, wird von dem in der Entstehung befindlichen breiten Bündnis in geeigneter Weise ein Protest organisiert werden.
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»Gedenken heißt sich wehren«

Von Überlebenden der Zuchthäuser und Konzentrationslager begründet, wurde der zweite Sonntag im September in der frühen Nachkriegszeit zum ersten Gedenktag für die Opfer des Faschismus in Deutschland. Der Kalte Krieg führte zu einer Teilung der Gedenkkultur. In der Bundesrepublik wurde der Gedenktag weitgehend vergessen und in der DDR bis 1989 weiter geführt. (Geschichte des OdF-Tages)

Seit 1990 gehört der Aktionstag am zweiten Sonntag im September zu den größten regelmäßigen antifaschistischen Veranstaltungen in Berlin, die an Verfolgung und Widerstand in der Nazi-Zeit erinnern und sich zugleich mit Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus in der Gegenwart auseinandersetzen.

In einem breiten Bündnis tritt der Aktionstag für ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kultur, Sprache, Religion und Lebensentwürfen ein, soll er Mut machen, sich einzumischen und gegen neofaschistische und rassistische Tendenzen im Alltag aufzutreten.
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Göppingen: IG Metall Esslingen ruft gegen Nazi Aufmarsch am 23.9.2006 auf

Folgender Beitrag findet sich auf der Seite der IG Metall Esslingen:

Immer noch kein Bock auf Nazis

Am 04.09.2006 traf sich der "Runde Tisch" der Stadt Göppingen zum 2. mal, um gemeinsam ein Konzept gegen den Naziaufmarsch zu entwickeln.

Die gute Meldung vorneweg, die Stadt Göppingen hat den Aufmarsch der JN - Junge Nationaldemokraten am 23.09.2006 in Göppingen verboten.

Dennoch will man gewappnet sein für den Fall, dass eine richterliche Entscheidung dieses Verbot kippt.
Sollt das geschehen, erteilt die Stadt Auflagen.

Die Demo der Rechten wird dann folgenden Zeitplan haben:
11.00 - 12.00 Uhr Sammeln auf dem Bahnnofsvorplatz
12.00 - 13.00 Uhr Auftaktkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz
ab 13.00 Demo durch Göppingen mit Zwischenkundgebung auf dem Schillerpaltz.
Ende der Faschistendemo spätestens 18.00 Uhr.

Die Anwesenden des runden Tisches diskutierten lange darüber ob und wie man einem Aufmarsch der Nazis begenen soll. Die Meinungen sind hier weit gefächert.

Nach langer Diskussion stand fest, dass es zwei Aktionsorte und eine Gegendemo geben wird. Der erste Aktionsort wird in der Stadtmitte liegen. Aller wahrscheinlichkeit nach auf dem Göppinger Marktplatz. Der zweite Aktionsort wird sich ca. 2 km weiter ausserhalb befinden, auf der Schockenseeanlage.

Auf der Schockeseeanlage wird die Stadt Göppingen mit Parteien, Vereinen und Organisationen ein Bürgerfest veranstalten.

Auf dem Marktplatz werden die Gewerkschaften und andere Organisationen weitere Veranstaltungen durchführen.
Wir werden die Menschen in Göppingen nicht mit den Faschisten alleine lassen.

Die IG Metall schlägt vor, auf dem Marktplatz ab 10.30 Uhr eine Kundgebung zu machen. Diese wird von Musikern und Breakdancern begleitet. Aussserdem wird es zwei bis drei Redebeiträge geben, davon einer der IG Metall Jugend.

Dieser Vorschlag wird ein Teil der Aktivitäten des Göppinger Aktionsbündnisses gegen den Naziaufmarsch am 23.09.2006 sein.


Siehe auch die weiteren Berichte zu dem geplanten Aufmarsch.

Weitere Aufrufe, Diskussionen und Materialien gibt es unter anderem auch unter den folgenden Links:

Alternative Jugend Esslingen
Rotes Hall
Let there be rock!
Revolutionäre Aktion Stuttgart
Antifa Ostalb
VVN/BdA Baden - Württemberg
Rote Fahne News