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"Das "Vaterland" ist der Alpdruck der Heimat." Kurt Tucholsky

Umbruch Bildarchiv: Zug der Erinnerung in Berlin

Neulich war bei uns schon ein Gastbeitrag von redblog zu lesen. Auch bei redblog selber gab es dann einen Kurzbericht zum "Zug der Erinnerung" mit einigen Bildern.

Jetzt ist beim Berliner "Umbruch Bildarchiv" eine Reihe von Fotos zu sehen. Der Zug machte dort unter anderem am Ostbahnhof Halt. Dazu gibt es auch einen Bericht:
Tausende Berliner kamen am Nachmittag des 13. April, es war ein Sonntag, den Zug der Erinnerung auf dem Berliner Ostbahnhof zu begrüßen. Geduldig, bis zu drei Stunden, warteten Kinder, Jugendliche, ältere Menschen und Familien auf Einlass in die Ausstellung, gedachten der ermordeten Kinder und Jugendliche, schmückten die Wagen und die Dampflokomotive mit Blumen, hinterließen Briefe für die deportierten Kinder.
In drei Waggons dokumentieren Einzelschicksale die Deportation: den Bescheid, das Verlassen der Wohnungen und den Weg zu den Sammellagern. Am helllichten Tag wurden Menschen, Nachbarn durch die Dörfer und Städte zu den wartenden Zügen getrieben. Und die Täter werden vorgestellt: Vom Reichsverkehrsministerium über die SS bis hin zu den Logistikplanern der Reichsbahn, die für den Transport der todgeweihten Kinder und Jugendlichen in die Vernichtungslager sorgten. Mehrere dieser "Spezialisten" setzten ihre Bahnkarrieren in der Nachkriegszeit fort. (...)

Solidaritätserklärung für Mumia Abu-Jamal von Leonard Peltier

Mumia Abu-Jamal wird heute 54 Jahre alt. Er sitzt seit 1981 im Gefängnis. Heute ist sein 26. Geburtstag in Gefangenschaft. Das Berliner Mumia-Bündnis zeigt Filme im Videokino Peliculoso in der KÖPI und gibt weitere Infos zum Thema (auch über Todesstrafe und privatisierte Gefängnisindustrie).

Solidarisch zeigt sich Leonard Peltier in einer Erklärung, die bei freace übersetzt veröffentlicht wurde:

(...)Trotz des Rückschlags für Mumia durch die Verweigerung eines neuen Verfahrens hoffe ich auf die neue Anhörung zur Festsetzung des Strafmaßes. Wie bei so vielen vor uns werden unsere kleinen Siege eines Tages in unserem endgültigem Triumph münden, und wir werden den Kampf bis zu diesem Tag weiterführen. Denn wir sind eins, und wir sind viele. Wir sind ewig, und wir sind zeitlos. Wir sind Crazy Horse, wir sind Geronimo, wir sind Mumia, wir sind Leonard Peltier, wir sind Malcolm X und wir sind Martin Luther King. Wir sind die Stimmen der Gerechtigkeit und des natürlichen Lebens. Wir sind das American Indian Movement, wir sind die Black Panthers, wir sind MOVE, wir sind der Vietcong, wir sind die Irish Republican Army und die Palestinian Liberation Organization.(...)