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"Ich fürchte mich vor dem Tag, an dem die Technologie unsere Menschlichkeit übertrifft. Auf der Welt wird es nur noch eine Generation aus Idioten geben." Albert Einstein

Ostermärsche 2008: No justice, no peace! – Ohne Gerechtigkeit kein Friede!

Seit den 1950er Jahren gehen jedes Jahr zu Ostern in verschiedenen Ländern Zehntausende von Menschen auf die Straße, um für den Frieden zu demonstrieren. Der erste Ostermarsch in Deutschland fand 1960 statt.

Schon immer geht es im imperialistischen Krieg um Machterhaltung und Sicherung der Profite:

»Kapital«, sagt der Quarterly Reviewer, »flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit. Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren. Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel.« - Thomas Joseph Dunning, von Marx in einer Fußnote als Beleg zitiert. MEW 23, S. 788, 1867



Aggressionen nach außen - Repressionen nach innen

Gründe, gerade auch in diesem Jahr an den Ostermärschen teilzunehmen gibt es angesichts der zunehmenden Kriegsgefahr mehr als genug, so jährt sich der Beginn des Krieges gegen den Irak in wenigen Tagen zum 6. Mal. Letztes Jahr wurde die Fortsetzung der Beteiligung der Bundeswehr an dem NATO-Krieg "Operation Enduring Freedom" und dem UN-mandatierten ISAF-Einsatz in Afghanistan durch den Bundestag beschlossen. Alles angeblich zum Zweck der "Terrorismusbekämpfung" sowie "Demokratisierung".

Zu dem selben Zweck wird beispielsweise über eine weitere Verschärfung des sogenannten "Terrorismusparagrafen" §129a "nachgedacht" oder Guantanamo als "Lösung" gesehen und wurde - wie inzwischen üblich ebenfalls gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung - die Massenbespitzelung durch die Vorratsdatenspeicherung beschlossen. Gegen "die immer weiter fortschreitende Überwachung durch Staat und Wirtschaft" findet am 15. März in Köln eine Demonstration statt. Die Verschärfung der Repression ist daher auch bei den Ostermärschen ein wichtiges Thema.

Fotoserie zum Ostermarsch in Calw 2007

In München findet der Ostermarsch des "Münchner Friedensbündnis" statt. Den Aufruf kann man online unterstützen. Auch wenn ich selber nicht an die "Vernunft" der imperialistischen Kriegstreiber glaube finde ich den Aufruf des Friedensnetzes Baden Württemberg unterstützenswert.

Weitere Informationen über die Ostermärsche, wo und wann diese durchgeführt werden, finden sich beispielsweise hier:
http://ostermarsch.info/
http://www.friedenskooperative.de/
http://www.friedenskooperative.de/om2008.htm
http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/om2008.htm

Erfolgreiche Lohnrunde

Eine ausgesprochen erfolgreiche Lohnrunde haben die Manager im vergangenen Jahr hingelegt: Während der durchschnittliche Lohnzuwachs in der Bevölkerung 1,4 Prozent betrug, stiegen Managergehälter um rund das Zehnfache. Von 2003 bis heute hätten die Vorstandsgehälter durchschnittlich um 40 Prozent zugelegt. Am stärksten wuchsen im Jahr 2007 die durchschnittlichen Pro-Kopf-Bezüge im Siemens-Management mit etwas mehr als 50 Prozent.

Filmfestival "über morgen"

Das Thema des Festivals ist "Utopien, Träume, Weltentwürfe". Die dreizehn Filme die im Rahmen des Festivals gezeigt werden sind bis Mai 2008 in 100 Städten zu sehen. Sie sollen zum Nachdenken anregen und behandeln Themen wie die Zukunft der Erde, alternative Lebensgemeinschaften oder die Ursachen des islamischen Fundamentalismus.

In Stuttgart finden die Vorführungen zwischen dem 3. März und dem 30. April statt. Am Montag den 17.03. um 18:30 läuft im Kommunalen Kino der französische Film Les LIP oder die Macht der Phantasie:
1973 beginnt in der französichen Stadt Besancon ein soziales Experiment: weil die Arbeiter der Uhrenfabrik Lip um ihre Arbeitsplätze fürchten besetzen sie ihre Fabrik und übernehmen die Uhrenproduktion in Eigenregie bis die Fabrik 1975 zerschlagen wird.

Anschließend gibt es eine Diskussion über die aktuelle Relevanz von Betriebsbesetzungen und ihre Einordnung in die Debatte um eine "Solidarische Ökonomie."

Folgende weitere Filme sind Teil des Festivals: Verschwörung der Herzen (Oyvind Sandberg), I Broke my Future (Carla Gunnesch ), Eggesin möglicherweise (Olaf Winkler, Dirk Heth), Der Duft des Paradieses (Marcin Mamon , Mariusz Pilis ), Jesus Camp (Heidi Ewing , Rachel Grady ), Menschen, Träume, Taten (Andreas Stiglmayr), Mit 25 geht's bergab (Milka Pavlicevi, André Schäfer), Gelée Royal - der Staat bin ich (Antje Knapp ), The Wild Blue Yonder( Werner Herzog ), Unser Planet (Michael Stenberg), A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm (Richard Linklater), Hinter dem Zuckervorhang (Camila Guzman Urzua), Les LIP oder die Macht der Phantasie (Christian Rouaud ).