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Blogkino: "Going Places" (1948)

In unserer beliebten Reihe "Blogkino" zeigen wir heute den US Kapitalismuspropagandastreifen "Goin Places" von 1948, mit dem mittels "American Way of Life" aktive Massenverblödung versucht wurde. Ich möchte jetzt nicht antiamerikanisch werden. Denn: “Ich habe ja gar nichts gegen Amerika, das ist ein wunderschönes Land … das Problem sind die Menschen, die dort leben.” (Pispers)

Solidaritätserklärung mit den streikenden Gebäudereinigerinnen

Wir dokumentieren die Solidaritätserklärung des Bundesverbandes der MigrantInnen e.V. mit den streikenden GebäudereinigerInnen:

An die streikenden Kolleginnen und Kollegen in der Gebäudereinigung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir verfolgen euren Kampf um gerechte Entlohnung und Anerkennung mit Hochachtung. Hunderttausende Frauen und Männer, die bisher als "die Unsichtbaren" kaum wahrgenommen wurden, wehren sich heute gegen die unmenschliche Behandlung der Arbeitgeber und werden endlich sichtbar! Mit jedem weiteren Tag des Streiks wird vielen Menschen in diesem Land vor allem eines klar: Alle können sich gegen die Angriffe der Arbeitgeber wehren !
Wir Frauen im Bundesverband der Migrantinnen protestieren gegen das dreiste Angebot der Arbeitgeber, die Löhne auf 5,71 Euro zu kappen und erklären uns solidarisch mit eurem Kampf. Über Hungerlöhne wird und darf nicht verhandelt werden!

Gerade in der Gebäudereinigung arbeiten viele Frauen, darunter viele Migrantinnen, in prekären Verhältnissen. Gerade Migrantinnen, die so oft in den Medien als "hilflos","nicht wissend" und "nicht interresiert" dargestellt werden, beweisen durch ihren Kampf genau das Gegenteil. Auch die so oft hoch beschworenen unüberbrückbaren Unterschiede zwischen Einheimischen und Migranten lösen sich in der Luft auf, sobald das Gemeinsame in Vordergrund gestellt wird. Wir hoffen, dass dieser gemeinsame Kampf der Beginn einer wunderbaren Freundschaft zwischen Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Herkunft wird.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Euer Kampf um gerechte Entlohnung und Anerkennung führt ihr stellvertretend für Millionen von Kolleginnen und Kollegen, die im Niedriglohnbereich arbeiten.

Deswegen ist eure Forderung nach einem flächendeckenden Mindestlohn somit auch eine Ansage gegen die soziale und ökonomische Benachteiligung und Diskriminierung von Frauen.

Viele unserer Mitglieder sind in der Gebäudereinigung beschäftigt. Auch deshalb begleiten wir euren Arbeitskampf seit der ersten Stunde mit großem Interesse. Wir übersenden euch die solidarischen und kämpferischen Grüße aller unserer Mitglieder und wünschen euch bzw. uns allen vielen Kraft für die weiteren Streikaktionen.

Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland e.V.
www.migrantinnen.org
Frankfurt, 26.10.2009


Bradley Roland Will: 3. Todestag

Am Freitag, den 27. Oktober 2006, wurde Bradley Roland Will, alias Brad Will, ein US-Journalist und Kameramann, in Oaxaca bei einer Schießerei durch einen Bauchschuss getötet. Zu der Schießerei kam es, als bewaffnete Personen versuchten eine Straßensperre zu beseitigen, die von den Aufständischen der Asamblea Popular de los Pueblos de Oaxaca (APPO) errichtet worden war, die Oaxaca mehrere Monate besetzt hielten.

Brad Will
Foto: Hinrich Schultze

Will war in Oaxaca und berichtete über den andauernden Widerstand von Lehrern und Arbeitern gegen die PRI-kontrollierte Regierung des Staats Oaxaca. Nach Berichten von IMC New York und von "La Jornada" (Mexico) wurde dem 36-jährigen Will aus einer Entfernung von 30-40 Metern von zivilen Paramilitärs in den Bauch geschossen. Er starb auf dem Weg zum Roten Kreuz.

¡Brad Will presente. Ahora y siempre!

Santa Lucia del Camino,Oaxaca 2008
Foto: contraimpunidad


Mehr Informationen:

http://de.indymedia.org/index.shtml
http://nyc.indymedia.org/en/
http://indybay.org/
http://portland.indymedia.org/
http://vientos.info/cml/
http://mexico.indymedia.org/BradWill
http://mexico.indymedia.org/oaxaca
Spanischer Bericht bei IndyMedia Chiapas
cronjob