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»Ich meine dass wir keine andern Herren brauchen, sondern keine!« Bertolt Brecht

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

CHILE
Die Arbeiter des chilenischen Unternehmens Ultraport in Puerto Angamos (Mejillones) haben nach erfolgreichen Verhandlungen am 5. April ihren seit 21 Tagen anhaltenden Streik für bessere Arbeitsbedingungen beendet.

Der stellvertretende Staatssekretär des Vatikans, Giovanni Benelli, hat den Militärputsch gegen die demokratische Regierung des verfassungsmäßigen Präsidenten Salvador Allende im Jahr 1973 auf diplomatischer Ebene unterstützt. Dies geht aus Kabelmeldungen des US-Außenministeriums hervor, die Wikileaks gemeinsam mit zahlreichen Medien weltweit aufbereitet und veröffentlicht hat.

Der Bau des binationalen Bergbauprojekts Pascua Lama steht erst einmal still. Barrick Gold habe Umweltauflagen nicht eingehalten, befand ein Gericht. Geklagt hatten indigene Gemeinden. Die Wasserbehörde (DGA) fand Arsen, Aluminium, Kupfer und Sulfat in hohen Konzentrationen.

KOLUMBIEN
Rund 1,2 Millionen Menschen haben am vergangenen Dienstag hauptsächlich in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá für die Unterstützung des Friedensdialoges demonstriert.

MEXIKO
Mehr als 21 Millionen mexikanische Kinder wachsen in Armut auf. Demnach waren 53,8 Prozent der mexikanischen Kinder von Armut betroffen. Nur jedes zehnte Kind wächst ohne Armut auf. Mehr als zwölf Prozent -“ mehr als fünf Millionen Kinder -“ leben zudem in extremer Armut.

URUGUAY
Die Regierung von Präsident José Mujica in Uruguay beginnt noch in diesem Monat mit der Umsetzung des Planes "Sieben Zonen", um Maßnahmen gegen die Armut in besonders betroffenen Gebieten zu verstärken.

Als zweites Land in Lateinamerika führt Uruguay die Ehe zwischen homosexuellen Paaren ein. Mit großer Mehrheit verabschiedeten die Abgeordneten das Gesetz.

VENEZUELA
Am Sonntag wird in Venezuela ein neuer Präsident gewählt. Laut den meisten Umfragen geht der Sozialist Nicolás Maduro als Favorit ins Rennen.

Am vergangenen Sonntag haben politische, soziale und kulturelle Organisationen beim "Nationalen Treffen des Bolivarischen Volkes im Kampf" einen offenen Brief an den Übergangspräsidenten Nicolás Maduro gerichtet, in dem sie eine "radikale Ausrichtung" der Regierungspolitik fordern.

VORSCHLAG
Die Tageszeitung junge Welt begleitet die Wahl des Nachfolgers des verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez vor Ort. Berichtet wird in der Zeitung und einem Online-Spezial.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog. Ausgabe vom 12. April 2013

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

BOLIVIEN
Die bolivianische Regierungspartei "Bewegung zum Sozialismus" (MAS) hat erneut den amtierenden Präsidenten Boliviens, Evo Morales, als Kandidat für die Präsidentschaftswahlen 2014 nominiert.

CHILE
Chiles Expräsidentin Michelle Bachelet stellt sich zur Wahl. Soziale Ungerechtigkeit wird zentrales Thema

KUBA
US-Gericht weist kubanische Klage gegen Markenfälschung ab.

URUGUAY
Die zweite Kammer des uruguayischen Parlaments hat am Dienstag das Gesetz über Gleichstellung bei der Ehe angenommen. Mit dem Gesetz werden alle zivilrechtlichen Regelungen, welche die Eheschließung betreffen, geschlechtsneutral formuliert. Begriffe wie Ehemann und Ehefrau sollen aus dem Eherecht verschwinden. Mit Inkraftreten der neuen Regelung wären Verbindungen von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gesetzlich verankert

VENEZUELA
Nicolás Maduro, Hugo Chavez und ein Vögelchen. Wie die dpa eine Geschichte erfindet.

VORSCHLAG
Die Tageszeitung junge Welt begleitet die Wahl des Nachfolgers des verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez vor Ort. Berichtet wird in der Zeitung und einem Online-Spezial.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 5. April 2013.

Solidarität: Unterstützung für Casa Bertolt Brecht nötig

Zum Jahresende 2011 plant die Rosa-Luxemburg-Stiftung sich aus Uruguay zurückzuziehen. Damit einher ginge die Einstellung der Zusammenarbeit mit der Casa Bertolt Brecht (CBB), einem wichtigen politischen und kulturellen Zentrum in Montevideo.
Gegründet 1964 als Kulturinstitut der DDR in Uruguay überlebte es den Zusammenbruch der DDR. Beteiligt an der Gründung und noch immer dort aktiv ist der Antifaschist Ernesto Kroch, der vor dem Faschismus nach Urguguay floh und später während der Militärdiktatur nach Deutschland ins Exil ging.

Mit einem Offenen Brief [pdf] wenden sich die Aktiven der CBB an die Öffentlichkeit, um für Unterstützung gegenüber der RLS zu werben:

Liebe Freundinnen und Freunde der Casa Bertolt Brecht,

heute bitten wir euch um eure Hilfe in einer besonderen Angelegenheit:

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) hat uns mitgeteilt, sie wolle zum Jahresende die Zusammenarbeit mit der Casa Brecht einstellen und sich aus Uruguay ganz zurückziehen. Dies wäre nicht nur von grosser Tragweite für die künftige Arbeit und das Weiterbestehen der CBB; es bedeutete auch den Verzicht auf die Früchte vieler Jahre der Kooperation zwischen linken Kräften beider Länder.

Im Anhang zu dieser Mail findet ihr einen Appell, der als Offener Brief an die Leitungsgremien der RLS gerichtet ist, den geplanten Ausstieg aus der in Jahren gewachsenen Zusammenarbeit zu überdenken und zu korrigieren.

Dürfen wir dich, dürfen wir euch bitten, diesen Appell mit eurem Namen zu unterstützen? Wir wollen den Offenen Brief mit der Liste aller Mitunterzeichner_innen im persönlichen Gespräch mit den Verantwortlichen der RLS in Berlin übergeben. Das soll noch in diesem Monat geschehen; Überbringer wird Ernesto Kroch sein.

Zum Verfahren:

Wenn du den Offenen Brief mit unterzeichnen möchtest, dann sende uns bitte diese Mail zurück als Antwort, ergänzt um die Namen des oder der Mitunterzeichner_innen. Es wäre hilfreich, wenn wir die Namen binnen einer Woche, also bis zum Mittwoch, 22. Juni 2011 haben könnten. Wir machen daraus eine alphabetische Liste, die wir dem Text anfügen. Diese Endfassung wird dann natürlich auch allen Unterzeichner_innen zugeschickt.

Übrigens: Die Projektpartner der RLS in den Ländern des Cono Sur haben sich bei einem Treffen in Sao Paolo mit einer eigenen Stellungnahme an die Leitung der Stiftung gewendet und sprechen sich einmütig für die Fortsetzung der Arbeit mit und in Uruguay aus.

Wir freuen uns auf viele zustimmende Antworten und "Unterschriften".

Im Namen aller Aktiven in der Casa Brecht

Herzlichst
Albrecht Girle

Wer den Offenen Brief unterstützen will, sendet bitte eine Mail an info@casabertoltbrecht.org.uy - Betreff: Casa Bertolt Brecht braucht Mitunterzeichner für Offenen Brief.

Download:
Offener Brief an RLS [pdf]

Zuerst bei redblog erschienen

So long, RedBlog!

(Vorerst) beendet ist das Projekt redblog, was wir sehr bedauern, nicht nur wegen der freundschaftlichen Bande und der bei uns von redblog erschienenen Gastbeiträge und Kommentare, sondern auch, weil so ein wichtiges Blog mit Nachrichten abseits des bürgerlichen Mainstreams damit eingestellt wird. Aber eine Neuorientierung kann andererseits etwas Positives und Quelle neuer Ideen seien, wofür wir das Beste wünschen!

redblog selbst will in dem Sinne auch nicht verstummen, fortgeführt wird das kürzlich begonnene Projekt "che 1928 2008", das zum Leben, Werk und Wirken von Ernesto "Che" Guevara bereits zahlreiche Beiträge gesammelt hat.

Das geht ja gar nicht...

redblog verabschiedet sich in eine Ruhepause. Wo gibt's denn so was? Im Moment ist unklar, ob es im Anschluß weitergehen oder das Blogprojekt beendet wird. Anfang April gibt es mehr Infos - wir hoffen natürlich positive!

Bis dahin: Alles Gute für die Klausuren!

Schwarzbuch contra Weißbuch

Ein interessanter Hinweis auf redblog:

Mit dem Schwarzbuch zur Sicherheits- und Militärpolitik zeichnet DIE LINKE. ein Bild deutscher Sicherheitspolitik jenseits der moralischen Aufladung, mit der die Bundesregierung ihren militärinterventionistischen Ansatz bemäntelt". Es soll Anstoß geben für eine breite und kritische Debatte.

Links:
- Weißbuch des Bundesverteidigungsministeriums
- Schwarzbuch zur Sicherheits- und Militärpolitik [pdf, 854 kb]