trueten.de

"Warum mir aber in neuester Welt Anarchie gar so gut gefällt? Ein jeder lebt nach seinem Sinn, das ist nun also auch mein Gewinn! Ich laß´ einem jeden sein Bestreben, um auch nach meinem Sinn zu leben." Johann Wolfgang v. Goethe

Zur Einweihung der Räume des Vereins "Türkisches Volkshaus e.V." in Kirchheim/Teck

Am 1.12.2006 fand die Einweihung der neuen Räume des Vereins “Türkisches Volkshaus e.V.” in Kirchheim / Teck statt. Hierzu ein Gastbeitrag von Thomas Mitsch, Kreisvorstandssprecher der WASG Esslingen:

Am Samstag, den 01.12.2006 fand die feierliche Überlassung der Räumlichkeiten für das Türkische Volkshaus e.V. statt. Zwei Jahre lang war der Verein ohne eigene Räumlichkeiten und so konnte Vorstand Hasan Savas mit berechtigtem Stolz, die in Eigenregie renovierten, neuen Räumlichkeiten in Kirchheim/Teck präsentieren. Selbst Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heinecker ließ es sich nicht nehmen persönlich zu erscheinen und ein Grußwort auszurichten.

Bilderserie: Vorstand Hasan Savas und Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heinecker

Neben zahlreichen Vertretern von Vereinen, Institutionen aber auch Gewerkschaftern/innen (DGB) und Parteien war auch die WASG Esslingen vertreten und gratulierten zu den neuen Räumlichkeiten. Unter anderem wurde auch eine Vertiefung der Zusammenarbeit und des Austausches vereinbart und bekräftigt. Bei einer Tasse Tee und kulinarischen Köstlichkeiten konnte man sich darüber hinaus über die Vereinstätigkeit und mehr informieren.

Bilderserie: Reichhaltiges Büffet

Das Volkshaus wird vom “Türkischen Kulturverein e.V.” betrieben, der seinen Schwerpunkt auf die Kultur und Integration in Kirchheim / Teck setzt. Aber auch innen- und außenpolitische Themen und der Bezug auf die Türkei als Heimatland spielen eine große Rolle in der Vereinsarbeit. (...) Das Türkische Volkhaus e.V. hat in den letzten Jahren immer wieder gemeinsam mit örtlichen Gruppen wie: Amnesty International Kirchheim, Arbeitskreis Asyl Kirchheim, Attac Kirchheim, Brückenhaus e.V. Kirchheim, Bündnis 90 / Die Grünen Kirchheim, DFG-VK Neckar-Fils, DGB Ortskartell Kirchheim, Evangelische Kreuzkirchengemeinde Kirchheim/Teck, Familienbildungsstätte Kirchheim, Friedensinitiative Kirchheim, GEW Kreisverband Esslingen, Grüne Alternative Gemeinderatsfraktion Kirchheim, Pax Christi Kirchheim an Aktionen z.B. Hiroshima- und Nagasaki-Tag, teilgenommen.

Bilderserie: Genügend Raum zum Austausch

Die Zusammenarbeit mit örtlichen Gruppen wie in Kirchheim ist Beispielhaft und sollte von der WASG Esslingen auch in anderen Städten des Landreises und in Baden-Württemberg übernommen und ausgeweitet werden.



Bericht im "Teckboten" vom 4.12.2006

Franz Josef Degenhardt - dem "Schutzpatron der Schmuddelkinder" zum Geburtstag!

"Chronist der Linken, Altmeister des Chansons, Schriftsteller, Kumpel, Rechtsanwalt: Zum 75.Geburtstag von Franz Josef Degenhardt am 3. Dezember senden Weggefährten, Künstlerkollegen, Freunde und Fans ihre Glückwünsche" (Junge Welt)

"Unbezwungen, unerreicht: FJD, Karratsch, Väterchen Franz, Großfränzchen"

So schrieb z.B. Konstantin Wecker, Liedermacher:

Lieber Franz Josef Degenhardt!

Aus Funk und Fernsehen haben sie Dich verbannt, weil Du zu radikal warst. Der Pop-Linken warst Du nicht cool genug, den Kulturlinken zu schmuddelig. Du hast, mit anderen Worten, alles richtig gemacht. Dazu und zu Deinem 75. Geburtstag gratuliere ich Dir von Herzen.

Du bleibst Inspiration und Vorbild, der Altmeister unserer Zunft. Du hast unsterbliche Lieder geschrieben – und gerade als die große Welle der 60er abgeebbt war und danach, in der Niederlage, als Du ganz auf Dich zurückgeworfen warst – hast Du Deine politisch wichtigsten und meines Erachtens künstlerisch besten Werke abgeliefert.

Sei unbesorgt, Väterchen Franz: Dein Werk wird bleiben. Keiner von uns kommt daran vorbei. Und viele, viele halten es da, wo es hingehört: in der Hall of Fame der Liedermacher, ganz oben, ganz links, der knallrote Fünfzackstern ...

Alles Liebe und Gesundheit wünscht Dir
Konstantin


Den kompletten Artikel anlässlich Franz Josef Degenhardts Geburtstag lesen auf "Junge Welt"
2984 hits
Defined tags for this entry:
Last modified on 2007-07-25 18:29

Theatertipp: "Bezahlt wird nicht"

Ein paar Eindrücke von der Aufführung des Stückes "Bezahlt wird nicht" durch den Verein "Kultur am Rande" am 1. Dezember im Jugendhaus Komma in Esslingen:

Bilderserie: Antonia und Giovanni

Im nobelpreisgekrönten Theaterstück nach Dario Fo sagen italienische Frauen: »Bezahlt wird nicht!«, laden die Taschen voll und gehen als Schwangere getarnt nach Hause. Die Farce fängt an: Die Ware muss versteckt werden, weil die Männer gegen illegale Aktionen sind. So beginnt ein Verwechslungsspiel mit zwei Hausfrauen, zwei Arbeitern, zwei Polizisten, einem Sargträger und der heiligen Eulelia...

Im sehenswerten Stück werden Denkanstöße gegeben und mit aktuellem Bezug auf die aktuelle politische Realität mit Hartz IV, Mehrwertsteuererhöhungen und mehr nicht gespart. Insbesondere durch das engagierte und witzige Spiel der Schauspieler, die manchem Esslinger sicherlich bekannt vorkommen werden - gespielt wird von und für Obdachlose - erhält "Bezahlt wird nicht" eine zusätzliche, realistische Note, bei der einem das Lachen manchmal im Halse steckenzubleiben droht. Es wären dem Ensemble für weitere Vorführungen auf jeden Fall deutlich mehr Zuschauer zu wünschen.

Sobald sich wieder die Chance für den Besuch einer Aufführung ergibt: Unbedingt ansehen!



Weitere Berichte zur Arbeit von "Kultur am Rande"
Hinweis zur Aufführung des Stücks
Bericht über den Vorschlag zum Ehrenamt in Baden Württemberg
Fotoausstellung zum Hungerstreik bei Panasonic

Demonstration in Mannheim am 27.01.2007, 13 Uhr, Paradeplatz

Michael Csaszkóczy ist der gegenwärtig einzige deutsche Berufsverbotsfall. Er hat sowohl in Hessen wie auch in Baden-Württemberg Berufsverbot erhalten.

Die Ablehnung von Michael Csaszkózys Einstellungsantrag in Baden-Württemberg wurde unter anderem damit begründet, es gäbe keine Kontinuität zwischen Nationalsozialismus und der BRD und dementsprechend dürfe ein Lehrer solches nicht behaupten. Näheres kann hier nachgelesen werden.

Wer sich an der Solidaritätskampagne "10000 Stimmen" beteiligen möchte, kann dies unter folgender e-mail-Adresse tun: stimmen@gegen-berufsverbote.de oder auf der Homepage / 10000 Stimmen unter dem Kontaktformular hier.

Image Hosted by ImageShack.usWeg mit den Berufsverboten! Grundrechte verteidigen!

Zu Beginn des Jahres 2007 wird der Verwaltungsagerichtshof in Mannheim in einer Berufungsverhandlung über das mittlerweile seit drei Jahren andauernde Berufsverbot gegen den Heidelberger Realschullehrer Michael Csaszkóczy entscheiden.

Seit Anfang des Jahres 2004 wird Csaszkóczy aus politischen Gründen die Einstellung in den Schuldienst des Landes Baden-Württemberg verweigert. Im September 2005 hat sich Hessen dieser Maßnahme angeschlossen und Csaszkóczy eine bereits zugesagte Stelle verweigert.

Über mehr als 14 Jahre hinweg wird Csaszkóczy vom Verfassungsschutz überwacht. Für das Berufsverbot ausschlaggebend war seine Mitgliedschaft in der Antifaschistischen Initiative Heidelberg, von der er nicht bereit war, sich zu distanzieren.

Im Urteil des Verwaltungsgerichts Karlsruhe wird das Berufsverbot mit der Behauptung begründet, die Antifaschistische Initiative zeichne ein diffamierendes Bild unseres Staates. Dies wird vor allem mit der Feststellung der AIHD untermauert, zwischen Nationalsozialismus und BRD habe es Kontiunuitäten gegeben. 74 Jahre nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten wird damit sowohl Antifaschismus kriminalisiert als auch das Benenen der historischen Wahrheit bestraft.

Damit wird die grundrechtswidrige Berufsverbotspraxis der BRD aus den 70er Jahren wiederbelebt, die der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte 1995 als Verstoß gegen Europäische Menschenrechtskonvention verurteilt hat. Wir protestieren gegen die staatliche Bespitzelung und Einschüchterung, die sich potentiell gegen alle emanzipatorischen und politisch unbequemen Bestrebungen richtet.
Berufsverbote verstoßen gegen die Menschenrechte und schaffen ein Klima der politischen Einschüchterung.

Wir fordern die Einstellung und Rehabilitierung Michael Csaszkóczys und die Abschaffung der gesetzlichen Grundlagen der Berufsverbote.

Es rufen auf:


GEW Hessen, GEW Baden-Württemberg, VVN/BdA, Rote Hilfe e.V., DGB Rhein-Neckar, Antifaschistische Initiative Heidelberg (AIHD)

Weitere UnterstützerInnen:
DKP Baden-Württemberg; VVN-BdA Baden Württemberg, IG Metall Heidelberg, ver.di Rhein Neckar, DGB Hirschhorn, Antifaschistische Offensive Edingen-Neckarhausen