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"An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern." Erich Kästner

Bankräuber, Maurer, Fälscher: Das Leben des Lucio Urtubia

Lucio Urtubia in Berlin 2010
Foto: Sargoth / WikiPedia
Er lebte unauffällig als Maurer in Paris, doch er war auch: Bankräuber, Sozialrebell, Anarchist und ein begnadeter Fälscher: die Rede ist von Lucio Urtubia. Er überfiel Banken - für ihn waren das Enteignungsaktionen, druckte falsche Dokumente und Schecks, und das alles - wie er sagt - für die gute Sache. Mit perfekt gefälschten Travellerschecks zwang er die Citibank, die damals mächtigste Bank der Welt, in die Knie.

Lucio Urtubias Leben klingt wie ein Abenteuerroman und ist ein Spiegel der revolutionären Bewegungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Denn der Flüchtling aus Spanien unterstützte nicht nur den Widerstand gegen Franco, sondern auch weltweite Bewegungen wie die Black Panthers, Tupamaros, und die Brigate Rosse.

Im Berliner Verlag Assoziation A ist nun seine Autobiographie erschienen – unter dem Titel „Baustelle Revolution. Erinnerungen eines Anarchisten“. Heike Demmel sprach für Radio Z mit Rainer Wendling vom Verlag Assoziation A über das faszinierende Buch und seinen Autor.

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