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»Das Gleiche lässt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.« Goethe

Ludwigsburg am 2. Mai: Solidaritätsaktionen mit Andrea Widzinski

Es gibt neue Informationen zum Fall von Andrea Widzinski, über die wir wir hier bereits mehrfach berichtet haben:

Nachdem der Anwalt der Bank - offenbar steht diese wegen der Vertreterversammlung der Volksbank am 2.5. erheblich unter Druck - mit großer Geste und mit einer Presseerklärung im Gerichtssaal eine "Mediation" angeboten hat, sollen jetzt am 2. Mai vor dem Forum in Ludwigsburg ab 18:00 Solidaritätsaktionen stattfinden.

Die "Mediation soll aus 3 Personen bestehen, dem von verdi vorgeschlagene Prälat und Stv. Landesbischof Claus Maier ist, ein zweiter Direktor am Arbeitsgericht PF Weisschedel und als Dritter - der Vorschlag zeugt mit Verlaub nicht von großer Kenntnis der Verhandlungsregularien im arbeitsrechtlichen Bereich - der Chef des Geno-Arbeitgeberverbandes sein.

Das Ganze ist also keine wirkliche Mediation, sondern ein sog. "runder Tisch" - und auf Nachfrage (!) des Anwalts von Andrea hat die Volksbank auch nichts dagegen, wenn Andrea und der Betriebsrat selbst als Betroffene daran teilnähmen. Wie gnädig.

Besonders wichtig sei allerdings eine sog. "Friedenspflicht" für ver.di bis zum Schluss der sog. Mediation, deren durch die Bank vorgegebene Terminvorschläge die Hoffnung der Bank verraten, man möge sich ohne Ergebnis über die Vertrteterversammlung hinweg retten können. Mit dem Hinweis - es gibt ja noch Verhandlungen, da muss man abwarten , kann nicht vorgreifen - die Kündigung nimmt man natürlich nicht zurück...

Da in unproffesioneller Weise die Rahmenbedingungen ungeklärt blieben und auch direkt an ver.di kein klärender oder anbietender Anruf oder Brief dazu bisher einging, mag sich jeder selbst seine Gedanken zu dem Vorschlag der Babk machen.

Ver.di wird das Gespräch in jedem Fall angehen. Nach Meinung der ver.di-Sekretärin Christina Frank sei jeder Schritt nach vorne - sei er auch noch so klein - gut. Sie sieht die verdi Position der Gegenseite in jedem direkten Gespräch haus hoch überlegen. Verhandlungen zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses von Andrea könnten jedoch nicht Thema sein.

Mit Solidaritätsaktionen am Forum in Ludwigsburg am 2. Mai ab 18.00 Uhr sollen diese Positionen unterstützt werden. Weitere Solidarität wie die der folgenden Solidaritätserklärung der IG Metall Vertrauensleute bei Festo in Esslingen, die sich solidarisch zeigen sind dazu notwendig:

IG Metall Vertrauensleute FESTO AG & Co KG Esslingen 17.4.2007
Mail: vklfesto[at]gmx.de

An
Andrea Widzinski
Vorstand der Volksbank Ludwigsburg
Gewerkschaft ver.di
IG Metall

Solidaritätserklärung mit Andrea Widzinski

Wir haben auf unserer heutigen Vertrauensleutesitzung von den skandalösen Kündigungsversuchen der Ludwigsburger Volksbank gegen die Betriebsratsvorsitzende Andrea Widzinski gehört.
Der Tarifkonflikt im Jahr 2006 war auch in der Volksbank Ludwigsburg Auslöser für eine Konfliktsituation. In deren Folge weigert sich der Vorstandsvorsitzende Unger und seine Vorstandskollegen, mit der Betriebsratsvorsitzenden Andrea Widzinski an einen Tisch zu sitzen.
Andrea Widzinski soll offenbar unter allen Umständen gekündigt werden. Dazu wurde auch der Anwalt Helmut Naujoks, Autor des berüchtigten Buches "Die Kündigung von "Unkündbaren".
Rechtsratgeber für schwierige Kündigungsfälle" von der Volksbank engagiert. Dieser Anwalt ist „Spezialist“ für Kündigungen beispielsweise von Schwangeren, Schwerbehinderten, Kranken und -“ Betriebsräten.

• In der Bank wird gezielt ein "Klima der Angst" erzeugt: Nach einer Betriebsversammlung wurden KollegInnen, die sich für den Betriebsrat zu Wort meldeten ebenso wie KollegInnen, die es im Intranet der Bank wagten, das Verhalten des Vorstandes in Frage zu stellen zu Gesprächen zum Vorstand zitiert.
• Erst vor einigen Tagen mussten alle Beschäftigte des Hauses eine „Unterwerfungserklärung“ unterschreiben.

Inzwischen haben 2/3 der Belegschaft unter diesem Druck für Neuwahlen des Betriebsrates gestimmt.

Es geht für uns auch auch darum, dem entgegenzutreten, dass Betriebsräte durch Strafaktionen und Psychoterror zermürbt und dadurch andere Betriebsräte und die gesamte Belegschaft eingeschüchtert werden kann. Wenn die Volksbank in diesem Fall durchkommt, könnte das Schule machen.

Uns beeindruckt die persönliche Standfestigkeit der Kollegin Andrea Widzinski, die sich nicht rauskaufen lässt, sondern diesen Konflikt durchstehen will, bis die Kündigung vom Tisch ist und erklären uns solidarisch.

Weg mit den Angriffen auf Andrea Widzinski!
Einstimmig beschlossen auf der Vertrauensleutesitzung am 17.4.2007

Für die Vertrauensleute:
Adelheid Lange
Thomas Trüten


Weitere Protestschreiben bitte an den Vorstand der Volksbank Ludwigsburg unter Fax. 07141/131-7000 oder info@volksbank-ludwigsburg.de

Solidaritätserklärungen bitte an andrea.widzinski@t-online.de schicken.

Nähere Informationen erteilt die zuständige ver.di-Sekretärin: christina.frank@verdi.de

Siehe auch: Timo Tarif


Nachtrag: Inzwischen hat Andrea Widzinski erfolgreich die Rücknahme der Kündigungen erstritten.

Webtipp: [Subjektiv, persönlich, parteiisch]: Ein Blog von und für Mobbing Gegner macht mobil

Detlev Lengsfeld
Der über die Landesgrenzen bekannte ehemalige Autostadtmitarbeiter Detlev Lengsfeld kämpft gegen Mobbing und für sein Schmerzensgeld und macht in seinem Blog zahlreiche andere Mobbingfälle bekannt, bietet mit einem Forum eine Möglichkeit zur Diskussion und versucht auch über ein Wiki [Subjektiv, persönlich, parteiisch] gegen Mobbing anzugehen.

Gerade in einer Zeit, in der durch die Massenarbeitslosigkeit der Druck auf Menschen, die ein Arbeit stehen wächst, gehört offenbar in vielen Unternehmen Mobbing zur Personalpolitik. Deshalb sind Internetseiten wie diese wichtig und für viele Menschen hoffentlich ein erster Schritt, sich gegen Mobbing auszutauschen und zusammenzuschließen.

Linux: Ubuntu 7.04 ab heute erhältlich

Nachdem ich in den letzen Jahren verschiedene Linux Distributionen auf der Basis von debian - das inzwischen als Version 4.0 erschien - verwendet habe, sagt mir momentan Ubuntu am meisten zu. Zur heute erscheinenden Version Ubuntu 7.04 "Feisty Fawn" erschien auf pro-linux folgender Beitrag:

Ubuntu 7.04 "Feisty Fawn" soll noch benutzerfreundlicher als die bisherigen Versionen werden. Erstmals ist ein Assistent enthalten, mit dem Daten und Einstellungen von Windows migriert werden können. Die Multimedia-Unterstützung wurde verbessert, indem sich Codecs, die in der Standardinstallation nicht enthalten sind, mittels Wizards auf einfache Weise nachinstallieren lassen. Die Unterstützung für WLAN wurde ebenfalls weiter optimiert und mittels Avahi lassen sich Dienste publizieren sowie Dienste und Hosts in einem lokalen Netz entdecken, ohne besondere Konfiguration zu benötigen. Der Desktop setzt unter anderem GNOME 2.18, OpenOffice.org 2.2.0rc3 und X.org 7.2 ein. Weitere in allen Varianten verwendete Pakete sind GCC 4.1.2, glibc 2.5, Linux 2.6.20 und Python 2.5.

Offizielle Varianten von Ubuntu sind Kubuntu mit KDE in der Standardinstallation, Xubuntu mit Xfce, Edubuntu mit Terminal-Server, Schul- und Ausbildungssoftware und eine Server-Variante. Die Varianten greifen alle auf den gleichen Software-Pool zurück.

Kubuntu 7.04 enthält statt GNOME KDE 3.5.6. Das Partitionierungsmodul im Installationsprogramm wurde neu geschrieben. Die Einrichtung des Netzes soll mit knetworkmanager einfacher werden. Die Paketverwaltung adept wurde verbessert. Als weitere Softwarepakete wurden Digikam 0.9.1 und Kexi beigelegt. Zeroconf (Avahi) ist aktiviert. Verbesserungen gab es auch in Guidance, einem Programm zum Steuern der Energiesparoptionen.

Die Server-Ausgabe von Ubuntu bietet bessere Unterstützung für Virtualisierung auch mit den Hardware-Fähigkeiten neuerer Prozessoren, die Kernel-basierte virtuelle Machine (KVM) und generell erweiterte Hardware-Unterstützung. Enthaltene Softwarepakete sind unter anderem Apache 2.2, PostgreSQL 8.2, PHP

Edubuntu lässt sich unmittelbar als Thin Client einsetzen. Der Classroom Server besteht aus zwei CDs, von denen eine die Server-Software und die zweite zusätzliche Sprachen und für Ausbildungszwecke nützliche Software enthält. Ferner wird das Edubuntu-Handbuch mit stark verbesserter Dokumentation mitgeliefert.