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VorOrt Nr. 42 erschienen

Die Oktober-Ausgabe von VorOrt - Zeitung für das andere Vaihingen - steht ab sofort zum Download zur Verfügung.

Darin geht es um die Themen:
Deutschland im Krieg. Die Militarisierung der BRD im Innern hält mit den Auslandseinsätzen, die auch bloß Kriege sind, locker Schritt.
Stuttgart 21 bringt mit dem Bahnhof wohl auch gleich die Demokratie unter den Boden. Dafür gibt's für schlappe 3 Mrd. Euro satte 3 Minuten schnelleres Fortkommen.
Schäuble will alles über alle wissen, damit er, wenn wir dereinst kriminell werden, uns schon kennt.
• Die Initiative Stolpersteine Vaihingen verlegt zwei weitere Stolpersteine im Gedenken an Vaihinger Nazi-Opfer.
• Der Verbund Vaihinger Fachgeschäfte lässt einen Pavillon versetzen und will damit Kauflustige dorthin locken, wo es nichts mehr zu kaufen gibt. Weit über 1000 Vaihinger protestieren gegen die Bebauung der letzten Freiflächen.

(VorOrt Nr. 42 als pdf (608 kB) herunterladen)

Planet unter Beobachtung

Bei Sondala habe ich das folgende - ursprünglich zur Mobilisierung auf die Demonstration "Freiheit statt Angst" gedachte - Video von Alexander Svensson zum Thema Vorratsdatenspeicherung gefunden. Das Video nutzt laut Spreeblick die Prelinger-Archive sowie CC-lizensierte Fotos und Musik. Auch wenn die Demo selber schon vorbei ist lohnt sich das Ansehen des Clips:


Stuttgart: Internationales Kulturfest am 03.11.2007

Die Angriffe auf Migrantinnen und Migranten haben in der letzten Zeit wieder zugenommen. Im Juli dieses Jahres wurden in der sächsischen Stadt Mügeln 8 Inder von 50 Nazis mit Parolen wie “Ausländer raus” auf offener Strasse angegriffen.

Wir lassen es nicht zu, dass religiöse und nationale Unterschiede dazu missbraucht werden, um Vorurteile und gegenseitiges Misstrauen zu schüren. Denn egal wer wir auch sind – ob deutscher, italienischer, türkischer, griechischer oder kurdische Herkunft... wir alle sind Menschen, die hier arbeiten und in Deutschland einen Lebensmittelpunkt gefunden haben.

In unseren Betrieben, Stadtteilen und Schulen teilen wir dieselben Sorgen und Probleme. Unser gemeinsames Einstehen für unsere Rechte als Werktätige und für die Zukunft unserer Kinder ist zugleich ein Kampf gegen Rassismus und Nationalismus.

Obwohl das Grundgesetz nazistische Vereinigungen und Parteien verbietet, so bleibt doch die traurige Wahrheit darüber, dass dutzende neonazistische Organisationen und Parteien staatlich unterstützt werden. Gerade aus diesem Grund fordern wir den sofortigen Verbot rassistischen Parteien undOrganisationen !

Wir erwarten, dass Migrantinnen und Migranten, die seit Jahren in diesem Land leben und arbeiten, endlich soziale und politische Rechte zugesprochen bekommen. Wir wollen ein Zeichen gegen Rassimsus und Isolation setzen ! Denn wir wollen Hand in Hand gehen für Freundschaft, Solidarität und gleiche Rechte.

Aus diesem Grund wollen wir, der Freundschats- und Solidaritätsverein Stuttgart und die Gewerkschaft Ver.di Stuttgart, alle Freunde zu unserem Internationalen Fest für eine bessere Zukunft herzlich einladen !


Kultur Programm mit: Gruppe Mogollar, Gruppe SIR, Anatolische Volkstänze, Griechische Volkstänze, Internationale Lieder, DİA, Gedichte...

Redner: Werner Bossert (Ver.di) und Hüseyin Avgan (DIDF)

Eintritt: 10 Euro

Mumia Abu-Jamal: Notfallproteste und neuer Film

Für internationale Notfallproteste bereithalten!
Am 17. Mai führte das Dritte Bundesberufungsgericht eine mündliche Anhörung in Mumias Fall durch, und es könnte ­jederzeit eine Entscheidung geben.

Falls das Dritte Bundesberufungsgericht die ­Todesstrafe bestätigt, oder wenn Mumias Berufung auf einen neuen Prozess oder eine neue ­Anhörung verweigert wird, ruft das "Komitee für soziale Verteidigung" zu Protesten am ­folgenden Tag auf. Für Termine, Orte und Kontakte siehe den Notfall-Flyer des "Komitees für soziale Verteidigung"

Für internationale Proteste der Partisan Defense Committees in Chicago, New York, Oakland, Los Angeles, Toronto und London siehe ihre Aktionsseite

Neuer Film in England zu Mumia Abu-Jamal

„Während Mumia Abu-Jamal, der seit 25 Jahren in der Todeszelle in Pennsylvenia, USA sitzt, auf die Entscheidung des 3. Bundesberufungsgerichtes über seinen Antrag auf ein neues Verfahren wartet, intensivieren sich international Bemühungen zu seiner Unterstützung. So hat am 25.Oktober der Film "In Prison My Whole Life" Premiere, der eine biographische Auseinandersetzung des Autors mit Mumia Abu-Jamal darstellt und wesentliche Abschnitte der nunmehr 25 jährigen Kampagne für seine Freiheit besucht und nacherzählt. Vor dem Hintergrund der immer noch möglichen Todesstrafe für Mumia könnte dieser Film in der nahen Zukunft ein wichtiger Beitrag zur Mobilisierung werden…“
Infos des Berliner Bündnisses für Mumia Abu-Jamal vom 18.09.2007 bei IndyMedia

Mumia Abu-Jamal ist 53 Jahre alt. Er sitzt seit 25 Jahren in der Todeszelle.


Mumia Abu-Jamal wurde am 24. April 1954 unter dem Namen Wesley Cook in Philadelphia geboren. Er wuchs in den „Projects“, städtischen Wohnbausiedlungen für Schwarze, Arme und sozial Benachteiligte auf und wurde bereits früh mit dem Rassismus der US-amerikanischen Gesellschaft konfrontiert. Anfang 1969 gehörte er zu den Mitgründern der Black Panther Party in Philadelphia. Nach seiner Schul- und Collegezeit arbeitete Mumia Abu-Jamal bis zu seiner Verhaftung und Mordanklage im Dezember 1981 als progressiver Radiojournalist und berichtete über Themen wie Wohnungsnot, Polizeibrutalität und den fortgesetzten Krieg der Stadt Philadelphia gegen die radikalökologische Organisation MOVE. Er ist seit Mai 1983 in den Todestrakten des Bundesstaates Pennsylvania inhaftiert und kämpft bis heute für die Aufhebung seines Urteils, einen neuen Prozess und seine Freilassung. Er hat seine journalistische Tätigkeit auch im Gefängnis fortgesetzt und ist Verfasser mehrerer Bücher und vieler Hunderter Kolumnen zu historischen und aktuellen Fragen. Er ist verheiratet mit Wadiya Jamal und hat zwei Söhne, eine Tochter und mehrere Enkel.

„Sofortige Freiheit für Mumia Abu-Jamal!“

Weitere Informationen:
Wikipedia Eintrag
Mumia.de eine umfassende deutschsprachige Solidaritätsseite
Freedom Now! ist das Online-Bulletins des internationalen Verteidigungskomitees, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Eintreten für die Abschaffung der Todesstrafe in einen erweiterten Zusammenhang zu stellen.
Eine Onlineunterschriftensammlung ist eine der zajhlreichen Möglichkeiten, sich solidarisch zu zeigen.
Die Mumia Abu-Jamal HörbuchGruppe bietet neben aktuellen Rundbriefen zahlreiche weitere Informationen.

Wir empfehlen für Interessierte das Buch von Michael Schiffmann: "Wettlauf gegen den Tod"

“Wettlauf gegen den Tod von Michael Schiffmann ist eine 320seitige Tiefenstudie des Falles von Mumia Abu-Jamal, eines radikalen schwarzen Journalisten, der 1982 fälschlicherweise des Mordes an einem Polizeibeamten schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt wurde.
Der Fall wird hier in die Verfassungsgeschichte der USA eingebunden, in den Kampf der afroamerikanischen Bevölkerung um Gleichberechtigung, in die Geschichte der Black Panther Party und zeigt auf diesem Hintergrund, wie Abu-Jamal Opfer einer bewussten Falschbeschuldigung wurde, weil er schwarz, arm und aufgrund seiner journalistischen Tätigkeit bei den Behörden
verhasst war.”

Freiheit für Mumia Abu-Jamal !

Abschaffung der Todesstrafe weltweit !

Unsere bisherigen Berichte und weitere Informationen zum Fall Mumia Abu - Jamal

Kurt Goldstein ist tot

Am 24. September 2007 verstarb Kurt Julius Goldstein, Ehrenvorsitzender der VVN-BdA und Ehrenvorsitzender des Internationalen Auschwitz-Komitees, Spanienkämpfer, Auschwitz- und Buchenwaldhäftling, im Alter von 93 Jahren nach kurzer Krankheit in Berlin.

Dazu erklärte die VVN/BdA:

Mit ihm verlieren wir und die internationale antifaschistische Bewegung eine der namhaftesten Leitfiguren des Widerstandes gegen den deutschen Faschismus, der bis zuletzt alles in seiner Macht stehende getan hat, an die Verbrechen des Hitler-Regimes zu erinnern und vor einem Wiederaufleben des Faschismus zu warnen.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau Margot und allen Familienangehörigen.



Kurt Goldstein bei einer Veranstaltung am 18. August 2005 in Ziegenhals.

Siehe auch: Junge Welt und Redblog und woschod, woher auch das Foto von Kurt Goldstein stammt.

Filmtipp: "Gorleben - Der Aufstand der Bauern"

Der NDR sendet am Dienstag, den 25.09. um 23 Uhr (bis 23:45 Uhr) im Fernsehen die 45-minütige Dokumentation:
"Gorleben - Der Aufstand der Bauern"

Autorin/Autor: Ein Film von Carola Meyer und Melanie Thun

Weitere Informationen beim NDR

erklaerung.jpg (24150 Byte)


Foto: Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Stuttgart: Stadtrundfahrt "AUF DEN SPUREN DES DRITTEN REICHES"

Seit 1980 bietet der Stadtjugendring Stuttgart e.V. "Antifaschistische Stadtrundfahrten" an. Begleitet wurden diese Fahrten früher von Zeitzeug/innen, aufgrund ihres hohen Alters und gesundheitlicher Beschwerden können die Zeitzeug/innen die Stadtrundfahrt nicht mehr begleiten. Im Herbst 1999 hat sich im SJR ein Arbeitskreis gegründet, der sich mit der Weiterentwicklung der Stadtrundfahrten auseinandersetzt und auf Dauer das Angebot der Stadtrundfahrten sichert.

Ziel dieser Fahrten bleibt die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Eine Auseinandersetzung, die die historischen und politischen Gegebenheiten beleuchtet und die nationalsozialistische Zeit als ein Kapitel der Geschichte betrachtet, dessen Aufarbeitung längst nicht abgeschlossen ist.

Mit der Stadtrundfahrt werden wir uns auf die Spuren der nationalsozialistischen Geschichte in Stuttgart begeben.
Wir werden historische Orte besuchen, die verbunden sind mit der Geschichte von Verfolgung und Widerstand, die von Anpassung und Zivilcourage berichten. Anhand von Beispielen aus Stuttgart wollen wir Geschichte erfahrbar machen.

Die Rundfahrt wird von Mitgliedern des Arbeitskreises "Antifaschistische Stadtrundfahrten und Stadtrundgänge" des Stadtjugendrings Stuttgart e.V. begleitet und moderiert.

Am: 30. September
Zeit: 14:00 - 18:00 Uhr
Start: Busbahnhof, Steig 15
Kosten: 10 Euro
Leitung: Janka Kluge
Information und Anmeldung: Stadtjugendring Stuttgart, Telefon: 0711/ 237 26 31, email: anais.delpeuch@sjr-stuttgart.de

IPCC-Bericht: "Now we know that it's us."

Im heise Blog schreibt Thomas Pany:

"Wir werden die Auswirkungen des Klimawandels schneller spüren, als es Wissenschaftler bislang zur Kenntnis nehmen wollten", warnen Klima-Experten.

Gestern wurde die Mutter aller Klimawarnungen, der IPCC-Bericht, in seiner ungekürzten Ausgabe präsentiert – Politiker und Regierungen erhielten im April nur eine etwas geschönte und leichter zu verarbeitende Kurzfassung: ein guter Anlass für die anwesenden Klima-Experten, die Öffentlichkeit zu nutzen und Klartext zu reden. Das tat denn auch Martin Parry, Co-Chairman des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), der davon sprach, dass nicht erst, wie lange angenommen, Kinder und Kindeskinder den Klimawandel ernsthaft zu spüren bekommen: "Now we know that it's us." (...)



Es ist eigentlich wurst, ob "die Politiker" nun eine geschönte oder ungeschönte Fassung erhalten haben, auf diese Leute zu vertrauen ist das falsche Pferd. Spätestens seit den frühen 80er Jahren gibt es Analysen wie beispielsweise "Global 2000", die vor dieser Entwicklung gewarnt haben:
"Die Schlussfolgerungen, zu denen wir gelangt sind, sind beunruhigend. Sie deuten für die Zeit bis zum Jahr 2000 auf ein Potential globaler Probleme von alarmierendem Ausmaß (...) Weltweite Veränderung der Politik ist erforderlich, bevor sich diese Probleme weiter verschlimmern und die Möglichkeiten für wirkungsvolles Handeln immer stärker eingeschränkt werden (...) Angesichts der Dringlichkeit, Reichweite und Komplexität der vor uns liegenden Herausforderungen bleiben die auf der ganzen Welt in Gang gekommenen Anstrengungen allerdings weit hinter dem zurück, was erforderlich ist. Es muss eine neue Ära der globalen Zusammenarbeit und der gegenseitigen Verpflichtungen beginnen, wie sie in der Geschichte ohne Beispiel ist."

(Zitat: Aachener Stiftung)

Passiert sind nur wenige ernsthafte Maßnahmen, im Gegenteil, die Prognosen der Studie wurden bis in die jüngste Zeit geleugnet. Die gerne auch durch Medien und Lobbyverbände geförderte Haltung vieler Menschen: "Da kannsch eh nix macha" kann deshalb auch als Ausdruck der Angst begriffen werden, die heute vor massenhaften Aktivitäten gegen die Zerstörung der Umwelt herrscht. Seitens der Verursacher.

Zu spät ist es laut IPPC Bericht noch nicht:

"Wir können das Problem nicht wirklich entschärfen. Es gibt nur mehr die Wahl zwischen einer Zukunft mit einer beschädigten Welt und einer sehr beschädigten Welt."

Immerhin.

RAW-Konverter unter Linux und Windows: RawTherapee

RawTherapee unter Linux
Vor ein paar Wochen habe ich hier beschrieben, wie man mittels eines Firmware Hacks des russischen Programmierers GrAnd eine Reihe von Digitalkameras, zum Beispiel meine 3. Kamera Canon Powershoot A610 ordentlich aufmöbeln, d.h. mit einer Reihe neuer Features erweitern kann.

Beispielsweise mit Fotografieren im RAW Format. Zur Bearbeitung habe ich den Rawconverter RawTherapee empfohlen. Vorhin bin ich bei Weblars über dessen Hinweis zur RawTherapee gestoßen. Er führt die Fähigkeiten des Konverters aus und schreibt:

"RawTherapee ist ein freier RAW-Konverter für Windows und Linux. Das Programm überzeugt durch seine Funktionsvielfalt und liefert sehr brauchbare Bildresultate. Inzwischen ist auch die Arbeitsgeschwindigkeit wirklich erträglich. (...)"

Vor allem die Nutzbarkeit in beiden Betriebssystemwelten finde ich praktisch, so kann man jederzeit entweder Gimpeln oder Photoshoppen.
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